Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » Fussball allgemein




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Fans vergraben Petarden
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juni 2004, 20:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21
Beiträge: 3440
Wohnort: In der Brauerei
Fans vergraben Petarden

Im offenen Thuner Lachenstadion deponieren Hooligans oft verbotene Gegenstände

Seit der FC Thun in der höchsten Spielklasse spielt, muss sich Thun an zuvor Unbekanntes gewöhnen: an Fans, die randalieren und gefährliche Gegenstände ins Stadion schmuggeln. Wie stehts um die Sicherheit im Stadion?

Mireille Guggenbühler

So etwas hatte Thun noch nie gesehen: Anfang Mai, nach dem Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Thun und dem FC Basel, stürmten die FCB-Fans nicht nur das Rasenfeld, sondern sie demolierten im Stadion das, was ihnen im Wege stand: die beiden Fussballtore, das Team-Häuschen, die Werbebanden und die Spielerbänke mitsamt Kunststoffüberdachung. Rasen und Tartanbahn wurden durch Petarden ramponiert. Thun schreckte auf. So etwas war man sich bis jetzt ebenso wenig gewöhnt wie randalierende Antifa-Anhänger, deren Ausschreitungen zum Zeitpunkt der FCB-Fan-Ausschreitungen fast genau ein Jahr zurücklagen. Das Ereignis hat Spuren hinterlassen: Bei einem Match gegen den FC Wil, als einige Wil-Fans laut frewilligen Helfern des FC Thun vor dem Stadion eine Schlägerei anzettelten, wollten diese sofort einschreiten und wurden verprügelt. Nun haben sie laut dem «Thuner Tagblatt» Anzeige erstattet: gegen die Polizei, die in der Nähe gestanden sei und nichts unternommen habe. Untersuchungsrichter Matthias Wiedmer bestätigte gestern gegenüber dem «Bund» den Eingang einer Anzeige von drei Personen in diesem Zusammenhang. Die Anzeige richte sich gegen die Kantonspolizei «wegen unterlassener Hilfeleistung».

Gibt es ein Sicherheitskonzept?

Ausschreitungen und Schlägereien an Matches – haben der FC Thun und die Stadiongenossenschaft überhaupt ein Sicherheitskonzept, damit solche Ereignisse nicht vorkommen können? Sie haben, sagen FC-Thun-Mediensprecher Hannes Imboden und Stadiongenossenschaftspräsident Marco Molteni. Der FC Thun ist als Veranstalter grundsätzlich für die Sicherheit im Stadion zuständig. Ausserhalb des Stadions hat sich die Kantonspolizei um die Sicherheit zu kümmern. Klar sei, sagt Imboden, dass sowohl die freiwilligen Helfer wie die Sicherheitsleute des FC Thun ausserhalb des Stadions nicht in Konflikte eingreifen dürften und die Polizei rufen müssten. Das sagt auch Thuns Polizeichef Erwin Rohrbach. Über diese Rollenverteilung werde man mit dem FC Thun aufgrund des jüngsten Vorfalls noch einmal reden.
Im Stadion selber sorgen Leute der privaten Thuner Firma IBS Bodyguards für die Sicherheit der Fans, Spieler und Schiedsrichter. Der FC Thun wirft dafür pro Match, je nach Sicherheitsstufe, zwischen 10 000 und 18 000 Franken auf. Verhindern kann der FC Thun mit seinen Massnahmen allerdings nicht, dass Fans trotzdem verbotene Petarden ins Stadion schleppen.
Wie das gelingt? Die Fans verstecken oder vergraben die verbotenen Gegenstände Tage vor dem Match im Stadion-Sektor, in welchem sie stehen werden. Oder sie organisieren Kollegen, welche ihnen die Petarden während des Matchs von draussen über den Zaun zuwerfen. Dass dies beides so vorgefallen ist, bestätigt Stadiongenossenschaftspräsident Marco Molteni. «Wir haben deshalb an den neuralgischen Punkten feinmaschige Netze gespannt.» Zudem werde das Gelände von den Sicherheitsleuten vor den Matches mit Metalldetektoren abgesucht, um vergrabene, gefährliche Gegenstände zu finden.
Das Lachen-Stadion ist während dem Trainingsbetrieb unter der Woche geöffnet. Geschlossen wird es um 22 Uhr. Unter der Woche etwas zu verstecken, sei darum leicht, findet Molteni. Zumal auch die Zäune überstiegen werden könnten. Deswegen werde wohl aber niemand einen Bewachungsbetrieb organisieren und finanzieren können und wollen, glaubt Molteni. Zudem hätten die Fans noch andere Tricks auf Lager, um Petarden bei einem Match ins Stadion zu bringen: Sie versteckten diese im Intimbereich – dort also, wo sie von den Bodyguards nicht abgetastet werden. Molteni ist überzeugt, dass man die Mai-Ausschreitungen der FCB-Fans auch mit einer Vervierfachung des Aufgebotes an Sicherheitsleuten «nicht hätte verhindern können».


Quelle: Der Bund vom 16.6.04


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » Fussball allgemein


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de