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 Betreff des Beitrags: Schällibaum neuer Trainer des FCS
 Beitrag Verfasst: Montag 2. April 2007, 17:39 
 
Schällibaum unterschrieb auf der Breite einen Vertrag bis Ende der Saison 2007/2008. Dieser hätte auch im Falle eines Abstiegs Gültigkeit.

Erfahrungen bei grossen Clubs
Noch am Sonntagabend hatten die Schaffhauser ein Geheimnis um den Nachfolger von Jürgen Seeberger gemacht. Gestern wurde dieses in der Lounge eines Sponsors (IWC), die in einem Container im beschaulichen Breite-Stadion Breite untergebracht ist, gelüftet. «Wir sind froh, einen Trainer gefunden zu haben, der schon bei grossen Klubs Erfahrungen gesammelt hat», erklärte Sportchef Christian Stübi, der das Team am Samstag in Luzern (0:0) ad interim gecoacht hatte. Schällibaum, der am Freitag 45 Jahre alt wird, war in dieser Saison als Trainer des FC Sion nach 47 Tagen entlassen worden.

Lösbare Herausforderung
Bevor Schällibaum den Medien vorgestellt wurde, war der Zürcher vor sein neues Team getreten. «In Luzern sah ich eine disziplinierte und engagierte Mannschaft», sagte der ehemalige Verteidiger mit 31 Länderspielen zwischen 1983 und 1988. «Nach diesem Spiel ist mir die Zusage leicht gefallen.» Erstes Ziel sei nun der Verbleib in der höchsten Spielklasse. «Ich erwarte einen Dreikampf mit Aarau und Thun», sagte Schällibaum. «Es ist eine Herausforderung, die nicht einfach, aber durchaus lösbar ist. Das reizt mich.»

Nicht Kandidat Nummer 1
Den Schaffhausern soll Schällibaums Erfahrung vor allem im dicht gedrängten Schlussprogramm zum Vorteil gereichen. «Wir engagierten einen hungrigen Trainer, der aber ruhig und sachlich arbeitet», lautet Stübis Einschätzung. Er hob den Leistungsausweis Schällibaums, der in seiner aktiven Karriere mit den Grasshoppers mehrere Titel gewann, hervor. «Jeder bei uns wäre froh, auch nur annähernd ein so reiches Palmarès vorweisen zu können.» Schällibaum war zwar nicht Kandidat Nummer 1, nach den Absagen von René van Eck und Carlos Bernegger rückte er jedoch bald in die Pole-Position.

Gegenstück zu Sion
«Ich hatte in Schaffhausen zwei positive Ansprechpartner. Wir haben uns sofort gefunden», sagte Schällibaum bei der Präsentation. Der Trainer brauche das Vertrauen und die Rückendeckung des Vorstands; nur so könne er etwas bewirken. Schaffhausen ist in der Super League das Gegenstück zu Sion: Im Wallis wurden in dieser Saison bereits vier Trainer eingestellt, wogegen Jürgen Seeberger, Schällibaums Vorgänger in Schaffhausen, war sieben Jahre im Amt war.

Karriere ins Stocken geraten
Seine Premiere wird Schällibaum am Samstag gegen die Young Boys erleben - gegen jenen Verein, mit dem er als Trainer die bisher grössten Erfolge gefeiert hatte. «Im Herzen bleibe ich immer mit YB verbunden, deshalb wird es schon ein spezielles Spiel, auch wenn dies schon recht lange zurück liegt», erklärte er. Nach dem Ende seines Engagements bei den Bernern im Mai 2003 wechselte er zu Servette, wo er 2004 nach missratenem Saisonstart entlassen worden war. Danach war seine Trainerkarriere ins Stocken geraten. Der Vertrag mit Corncordia Basel wurde auf diese Saison nicht mehr erneuert, und in Sitten währte die Geduld von Präsident Christian Constantin nur wenige Wochen.

Quelle SF


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