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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Juli 2022, 23:48 
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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2022, 23:31 
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«Ich könnte in der Buchhaltung ein gutes Wort für dich einlegen»

Sitzen die beiden YB-Fabians, Captain Lustenberger und Youngster Rieder, im Interview nebeneinander, geht es lustig zu und her. Man spürt: Die beiden mögen und schätzen sich.

Der 20-Jährige anerbietet dem Routinier sogar, nach Abschluss der Karriere in der Abteilung Buchhaltung auf der YB-Geschäftsstelle ein gutes Wort für ihn einzulegen, «denn ich kenne dort einige Leute. Schliesslich habe ich bei YB meine KV-Lehre absolviert.»

Wie sehr schmerzt Sie beide die vergangene Saison noch?
Fabian Lustenberger: Ich habe das abgehakt. Wir haben einen neuen Staff, neue Spieler sind gekommen, es gibt einen Neuanfang. Jetzt geht es wieder los. Es bietet sich uns eine grosse Chance, etwas zu erreichen. Wir sind sehr hungrig.
Fabian Rieder: Für uns Junge war das etwas Neues. Wir kannten bisher praktisch nur den Erfolg. Aber diese Erfahrungen haben wir mitgenommen. Bei uns herrscht eine grossartige Stimmung und wir blicken der neuen Saison mit Zuversicht entgegen.

Fabian Lustenberger, für Sie war es nicht nur der verlorene Titel, sondern auch die Verletzungsserie, die schmerzte.
Im April 2021 riss meine Achillessehne, dann kam Corona, es folgten weitere Verletzungen, der Rhythmus fehlte und das war sicher nicht leistungsfördernd. Es war keine einfache Saison.

Fabian Rieder, bei Ihnen sieht es anders aus. Persönlich lief es gut und das Tor in der Champions League im Old Trafford gegen Manchester United ging rund um die Welt und brachte Ihnen viel Lob ein.
In erster Linie war ich enttäuscht, dass wir nicht Meister wurden. Aber persönlich hatte ich eine gute Saison und darauf kann ich aufbauen. Ich will mich weiterentwickeln, auf dem Platz noch mehr Verantwortung übernehmen, aber den Bodenkontakt verliere ich sicher nicht.

Umso motivierter geht es jetzt in die neue Spielzeit.
Lustenberger: Daran wird es uns mit Sicherheit nicht fehlen.
Rieder: Es ist klar, dass wir wieder dorthin zurückwollen, wo wir vor der letzten Saison standen.

Fabian Lustenberger, mit 34 hat man als Fussballer viel erlebt. Denken Sie schon daran, wie es weitergeht, wenn Sie dereinst nicht mehr Fussball spielen?
Selbstverständlich. Solche Gedanken macht man sich immer häufiger, vor allem in Zeiten, in denen man verletzt ist. Ich habe mit den YB-Verantwortlichen einen sehr guten Austausch und weiss, in welche Richtung es gehen könnte. Ich will im Trainerbusiness lernen. Aber derzeit fühle ich mich sehr gut. Ich bin fit und in allen Trainings und Spielen voll dabei. Da stellt sich im Moment die Frage nach dem Rücktritt nicht.

Fabian Rieder, Sie sind 20, haben noch die ganze Karriere vor sich. Wie geht es weiter? Manchester, Bayern, Barça oder PSG?
(Lacht) Ich bin ein Typ, der im Hier und Jetzt lebt. Für mich ist klar, dass ich die neue Saison bei YB beenden werde. Wir haben mit dem Team hohe Ziele. Diese will ich erreichen. Persönlich will ich einen weiteren Schritt nach vorne machen und mich weiterentwickeln und ich weiss, dass ich das Vertrauen der sportlichen Leitung, der Teamkol­legen und des ganzen Klubs geniesse.

Fabian Rieder, letzte Saison kamen bei YB sechs Goalies zum Einsatz. Wissen Sie, warum das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre?
Entschuldigung, aber da bin ich wirklich überfragt.

Fabian Lustenberger, können Sie Ihrem jungen Kollegen weiterhelfen?
Ich weiss genau, worauf Sie ansprechen. Ich spielte 2010 gegen 1860 München auch im Tor, als Marko Sejna Rot bekommen hatte und Herthas Auswechselkontingent schon erschöpft war.

Und Sie blieben ohne Gegentor, sind damit der einzige Goalie in der Bundesliga-Geschichte ohne Gegentor.
Vielleicht ist diese Statistik der sportlichen YB-Führung nicht bewusst gewesen, deshalb hat man andere Goalies geholt … (lacht)

Fabian Lustenberger, Ihre ehemaligen Kumpels und Captains von YB sind heute in Chefpositionen aktiv. Auch für Sie eine denkbare Variante, wenn Sie einmal die Fussballschuhe an den Nagel hängen?
(Fabian Rieder meldet sich zu Wort) Ich habe bei YB auf der Geschäftsstelle die Lehre abgeschlossen, war auf fast allen Abteilungen tätig und habe beispielsweise auch beste Beziehungen in die Buchhaltung. Dort könnte ich ein gutes Wort für dich einlegen. Ich weiss, du kannst alles, du kämst auch dort zurecht …
Lustenberger: Das wäre eine mögliche Variante, schliesslich habe ich meine KV-Lehre auch abgeschlossen …

Fabian Rieder wird überall gelobt und ist von vielen Klubs umworben. Sie, Fabian Lustenberger, spielten auch lange in der Bundesliga. Welche Tipps können Sie ihrem jungen Kollegen für die Zukunft mitgeben?
Ich kann ihm nicht sagen, er soll hier bleiben. Ich ging damals auch bei der ersten Gelegenheit ins Ausland. Trainer Lucien Favre kannte mich und wollte mich unbedingt bei der Hertha. Das ist eine andere Ausgangslage, als wenn irgendein Scout dir einen Wechsel schmackhaft machen will. Heute läuft das etwas anders. Beobachter kennen alle Spieler in- und auswendig. Wichtig ist, dass sich Fabian dann bei einem Transfer einen Verein aussucht, bei dem er eine Perspektive sieht und in dessen Kader nicht schon fünf erfahrene zentrale Mittelfeldspieler stehen.
Rieder: Ich denke, dass Fabian das alles sehr gut zusammengefasst hat. Ich werde versuchen, den richtigen Zeitpunkt für den nächsten Schritt zu wählen. Vorerst zählt aber nur YB.

Gibt es Präferenzen? Klubs, Land?
Die Bundesliga liegt am nächsten, die verfolge ich schon seit langem. Dort gäbe es auch keine Sprachprobleme.

Fabian Lustenberger, in der YB-Kaderliste stehen mit Aurèle Amenda, Mohamed Ali Camara, Cédric Zesiger, Sandro Lauper und Ihnen nicht weniger als fünf zentrale Verteidiger. Auch Jordan Lefort und Loris Benito können zentral spielen. Keine Angst vor der Konkurrenz?
Nein, Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir haben bis November rund 30 Spiele, da müssen wir eine dichte Breite im Kader haben. Es gibt so weniger Schwankungen und es besteht für den Trainer die Möglichkeit, frische Kräfte einzuwechseln.

Fabian Rieder, bei Ihnen sieht die Lage ähnlich aus. Mit Ihnen, Miguel Chaiwa, Alexandre Jankewitz, Sandro Lauper, Cheikh Niasse, Esteban Petignat und Vincent Sierro sind sieben zentrale Mittelfeldspieler dabei. Da kommt es zu einem Gedränge.
Es ist, wie mein Captain sagt: Wir müssen ein ausgeglichenes, breites Kader haben. So muss jeder in jedem Training und jedem Spiel Vollgas geben und seine Leistung erbringen. Das lässt dem Coach viele Möglichkeiten offen, auch während des Spiels zu reagieren, wenn es der Spielverlauf erfordert. Das war in den letzten Jahren auch ein Teil unserer Stärke, dass die Coaches je nach Spielstand reagieren konnten.

Wie sieht es mit Ihren Kenntnissen über die Stadt Bern aus? Sind Sie schon in der Aare geschwommen?
Lustenberger: Ich zügle in zwei Wochen mit der Familie nach Bern, in die Nähe des Wankdorfs. Dies auch, weil ich dank der Zukunftslösung mit YB die Perspektive habe, länger in Bern zu bleiben. Die Kinder müssen nur die Strasse überqueren, dann sind sie in der Schule. Und ich habe mehr Erholungszeit und kann mir die langen Autofahrten in die Innerschweiz ersparen. Dann wird es wohl auch etwas mit meinem ersten Schwumm in der Aare.
Rieder: Ich bin ein Aare-Routinier und werde Fabian in die Geheimnisse einführen. Ich werde ihn sicher auch zum Aare-Böötle einladen – mit einer Fahrt von Thun bis ins Marzili.


https://baernerbaer.ch/sport/ich-koennt ... -einlegen/

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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 27. Juli 2022, 01:31 
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Teamkollegen als Ansporn

YB-Regisseur Fabian Rieder: «Ich will besser sein als die anderen»

Die Young Boys sind makellos in die neue Saison gestartet und können auf einen Fabian Rieder in Topform zählen. Im Interview mit blue Sport verrät er, was ihn bei den Bernern antreibt.

Ein 4:0 über Meister FCZ, ein 1:0 in der Conference-League-Quali gegen Liepaja und ein 3:0 in Sion – YB hinterlässt in den ersten drei Ernstkämpfen der neuen Spielzeit einen starken Eindruck. «Wenn man die Resultate anschaut, ist der Saisonstart sehr gut», sagt Fabian Rieder und streicht in erster Linie die Effizienz als Erfolgsfaktor heraus: «Die Resultate waren vielleicht etwas zu hoch, aber das zeigt unsere Qualitäten. Wir nutzen unsere Chancen. So können wir zuversichtlich in die weiteren Spiele gehen.»

Mit bereits vier gesammelten Skorerpunkten ragt der 20-Jährige aus dem starken Berner Kollektiv heraus. Auf dem guten Start ausruhen will er sich aber keineswegs. «Ich weiss selber, dass noch nicht alles perfekt gelaufen ist. Zwei, drei Mal haben sich Fehler eingeschlichen. Diese will ich verbessern und ich glaube, von Spiel zu Spiel mache ich Fortschritte. Das ist auch mein Ziel.»

In jedem Training Vollgas

Dabei hilft Rieder auch der grosse Konkurrenzkampf im breit aufgestellten Kader. «Konkurrenzkampf ist immer etwas Gutes. Das heisst, dass man in jedem Training Vollgas geben muss. Wenn man spielt, muss man seine Chance nutzen. Das kann man als Spieler als Vorteil nehmen.» Trainer Raphaël Wicky sei hingegen nicht zu beneiden. «Alle Spieler wollen immer spielen – da hat der Trainer eine schwierige Aufgabe als der Spieler, die sich nur auf die eigene Leistung konzentrieren muss.»

Angst, dass die eigene Spielzeit zu sehr unter dem ausgeglichenen Kader leiden könnte, hat Rieder keine. «Ich nehme es als Challenge. Ich habe die Einstellung, dass ich besser sein will als die anderen. Mit dieser Einstellung gehe ich in jedes Training, in jedes Spiel.»

Macht er so weiter, bleibt Trainer Wicky wohl gar keine andere Wahl, als den Mittelfeldspieler aufzustellen. Was Rieder am neuen Trainer besonders schätzt, erfährst du im Video am Anfang des Artikels.


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 15424.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Sonntag 31. Juli 2022, 19:49 
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Fabian Rieders steiler Aufstieg

Wie YB eines der grössten Schweizer Talente in den Schoss fällt

Einst trainierte Fabian Rieder im Nachwuchs des FC Basel, jetzt ist er bei YB unverzichtbar. Und mit 20 auf bestem Weg, zum Rekordverkauf der Berner zu werden.

Um zu verstehen, wie rasant Fabian Rieder aufgestiegen ist, muss man nur einen Blick ins Vereinsheft des Koppiger SV werfen. In der Ausgabe vom August 2020 sagte der Mittelfeldspieler, der einst für den Dorfclub spielte, sein grosses Ziel sei es, einen Profivertrag bei YB zu unterschreiben.

Keine drei Monate später debütiert er mit 18 für YB in der Super League, diese Zeitung schreibt: «Frech und abgebrüht – als wäre er schon immer da gewesen.» Der «Blick» bezeichnet ihn bald als «den neuen Wunderknaben im Schweizer Fussball». Und Anfang dieses Jahres sagt die YB-Führungsfigur Christoph Spycher, der nie im Verdacht steht, einen Spieler leichtfertig hochzujubeln: «Rieder hat alles, um ein ganz Grosser zu werden.»

Spycher hat seinen Anteil daran, dass der Senkrechtstarter nun in Bern und nicht in Basel spielt, wo er jahrelang mit den Nachwuchsteams des FCB trainierte. Aber dazu später.

Zuerst ein paar Zahlen zu Rieders Aufstieg. Diesen Sommer verlängerte er seinen Vertrag bis 2025, wobei niemand damit rechnet, dass er diesen auch erfüllt. Er könnte spätestens nächsten Sommer Denis Zakaria als YB-Rekordverkauf ablösen, dieser wechselte vor fünf Jahren für fast 15 Millionen Franken nach Mönchengladbach. Unter dem neuen Trainer Raphael Wicky ist Rieder eine zentrale Figur. Als einziger Feldspieler stand er immer in der Startaufstellung.

Gerardo Seoane, unter dem Rieder 2020 bei YB debütierte, meldet aus Leverkusen: «Fabian war vorbereitet, die Lücke zu füllen. Mir imponierte, wie schnell er sich ans höhere Niveau gewöhnte.» Und Thuns Trainer Mauro Lustrinelli, in den U-Auswahlen ein langjähriger Wegbegleiter, rechnet damit, dass es der Mittelfeldspieler ins WM-Aufgebot des Schweizer Nationalteams schafft.

«Von 0 auf 100», sagt Rieder zu seinem Aufstieg.

Die Bodenhaftung

Rieder sitzt unter der Woche in einem kleinen Raum im Wankdorf. Von 0 auf 100? Er erweckt nicht den Eindruck, als würde es ihm zu schnell gehen. Er redet, wie er spielt: abgeklärt. Der 20-Jährige erwähnt Mitspieler wie Fassnacht, Benito, Lustenberger, Zesiger und von Ballmoos, die ihm schon mitteilen würden, wenn er im Begriff wäre, abzuheben. Dasselbe gelte für die Familie. Vor drei Monaten ist Rieder bei der Mutter im solothurnischen Bellach ausgezogen, er wohnt mit der Freundin in der Region Bern. Der Stau auf der A1 beschäftigt ihn nicht mehr.

Für Rieder ist der Umzug eine Rückkehr zu den Wurzeln. Die ersten Lebensjahre verbringt er in der Lorraine, zwanzig Gehminuten vom Wankdorf entfernt. Der Vater kauft seinem Sohn schon vor dessen Geburt Fussballschuhe, als kleiner «Gieu», wie Rieder sagt, war er regelmässig an YB-Spielen. Mit sechs zieht die Familie nach Koppigen, mit elf wechselt Rieder zum FC Solothurn. Eine behütete Kindheit, bis der Schock folgt: Rieders Vater stirbt, als er elf ist. Dazu sagte er einmal: «Vielleicht habe ich deshalb eine andere Verbindung zum Fussball. Dieser war für mich damals wie eine zweite Familie, eine Ablenkung in dieser schweren Zeit.»

Wer einen solchen Schicksalsschlag erlebt, der reift. Frühere Trainer schwärmen von Rieders Persönlichkeit. Stefan Marini, sein erster Coach in den Schweizer Nachwuchsauswahlen, ernannte Rieder zu einem der Captains, weil dieser immer vorangegangen sei. Seoane bezeichnet den Mittelfeldspieler als wissbegierig, streicht Demut, Verständnis und Intelligenz als Charaktereigenschaften heraus. Und Lustrinelli sagt: «Fabian weiss, was er will, und ist bereit, viel dafür zu investieren. Er hat eine tolle Einstellung.»

Der Basel-Bezug

Im FC Solothurn fällt Rieder auf, er ist einer von drei, vier Spielern, die einmal wöchentlich mit den gleichaltrigen Junioren des Partnerclubs FC Basel trainieren dürfen. Mit dem FCB reist er an internationale Nachwuchsturniere. Vier Jahre geht das so. Auf die Frage, wie nahe er vor dem Wechsel nach Basel gestanden sei, sagt Rieder: «Sehr nahe.»

Es ist nicht so, dass die Basler Rieders Talent verkannt hätten. Mehrmals versuchen sie, ihn von einem Wechsel zu überzeugen. Aber Rieder ist nicht bereit, wegzuziehen, er möchte nach dem Tod des Vaters nicht fern der Mutter leben. Und täglich ins Training pendeln ist keine Option. Also meldet er sich 2017 bei YB. Eines der grössten Talente des Landes fällt den Bernern quasi in den Schoss.

Als die Young Boys erfahren, dass Rieder gern zu ihnen wechseln möchte, nutzen sie die Gelegenheit. Natürlich wissen sie um Rieders Talent: Juniorennationalspieler können sich in der Regel ihre Clubs aussuchen. Nachwuchschef Christian Franke und Talentmanager Erich Hänzi zeigen Rieder in einer Präsentation auf, woran sie mit ihm arbeiten möchten, wie er seine schulische Ausbildung fortsetzen könnte. Und Spycher lädt ihn an ein YB-Spiel in den VIP-Bereich ein, nach der Partie folgt das Treffen mit Sékou Sanogo, der ihm sein Trikot schenkt. «Spätestens da», sagt Rieder, «war für mich klar, dass ich zu YB will.»

Die Ausnahmetalente

In jedem Jahrgang gibt es ein paar wenige Schweizer Talente, die so viel mitbringen, dass sie es ins A-Nationalteam schaffen müssten, sofern sie gesund bleiben. So erzählt das Marini. Der heutige Leiter Technik und Entwicklung des FC Luzern trainierte Rieder im U-15- und im U-17-Nationalteam.

Rieder hat wie Zürichs Becir Omeragic und St. Gallens Leonidas Stergiou Jahrgang 2002. Gemeinsam starten sie im U-15-Nationalteam, gemeinsam nehmen sie Schritt für Schritt, überspringen manchmal ganze Stufen. Die Pubertät, private Probleme, das alles könne den Karriereverlauf beeinflussen, sagt Marini. «Aber bei diesen drei hatte ich nie das Gefühl, dass sie von ihrem Weg abkommen. Sie brachten den nötigen Fleiss mit, entwickelten sich taktisch und technisch ständig weiter – und blieben demütig.»

Verteidiger Stergiou debütiert mit 16 in der Super League. Im Club ist er bald Abwehrchef, die höchste SFV-Juniorenauswahl führt er als Captain an. Im Juni folgt das Debüt im A-Nationalteam. Verteidiger Omeragic ist 17, als er beim FC Zürich erstmals in der höchsten Liga zum Einsatz kommt, die Länderspielpremiere feiert er schon mit 18. Rieder ist 19, als er für YB in der Champions League im geschichtsträchtigen Old Trafford gegen Manchester United trifft. Karrieren auf der Überholspur.

Die Werdegänge von Rieder, Stergiou und Omeragic sind, wie sie dem Fussballverband vorschweben: ohne Auslandtransfers im Juniorenalter, dafür kontinuierlich. Der Lohn: tragende Rollen im jungen Alter.

Das nötige Glück

Zum Aufstieg gehört auch, von Verletzungen verschont zu bleiben. Es ist Anfang März 2020, die Super League ist aufgrund der sich abzeichnenden Corona-Pandemie zum Stillstand gekommen. YB testet im leeren Wankdorf gegen Kriens. Fabian Rieder darf ein paar Minuten mit der ersten Mannschaft bestreiten.

Im selben Match reisst sich Sandro Lauper zum zweiten Mal das Kreuzband, er fällt noch einmal fast ein Jahr aus. In den Tagen davor erlitt Esteban Petignat dieselbe Verletzung. Der damals 19-jährige Westschweizer war nahe daran, sich bei YB zu etablieren. Über zwei Jahre und etliche Rückschläge später versucht er in der U-21 seine Karriere zu retten.

Petignat und Lauper sind wie Rieder zentrale Mittelfeldspieler, ihre Rückschläge trugen zu Rieders rasantem Aufstieg bei. Wie sagt doch Seoane: Ein junger Spieler muss bereit sein, die Chance, die sich ihm bietet, zu nutzen.

Der Plan von Wicky mit Rieder

Als sich Raphael Wicky vor ein paar Monaten mit den YB-Verantwortlichen über eine Anstellung unterhält, sagt er ihnen, dass ihm vorschwebe, die Mittelfeldraute zu implementieren. Für die Position im offensiven Mittelfeld hat er Rieder als einen von zwei, drei Spielern im Kopf.

Der 20-Jährige nutzt die Saisonvorbereitung, sich auf dieser Position in den Vordergrund zu spielen. Konsequent und selbstbewusst, er ist auch diesmal bereit, die Chance, die sich ihm bietet, zu packen.

Im August 2020 träumte Fabian Rieder vom Profivertrag bei YB. Bald ist August 2022, die zwei Jahre haben gezeigt: Er sollte seinen Träumen keine Grenzen mehr setzen.


So könnte YB gegen GC spielen

Wankdorf, 16.30 Uhr.
von Ballmoos; Blum, Camara, Zesiger, Garcia; Niasse; Fassnacht, Rieder, Ngamaleu; Itten, Elia. Ohne: Lauper, Maceiras, Ugrinic, Zbinden (verletzt/rekonvaleszent). – Fraglich: Lustenberger, Rüegg.


https://www.bernerzeitung.ch/wie-yb-ein ... 4520264195

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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. August 2022, 16:07 
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YB-Podcast #1 mit Fabian Rieder

Fabian Rieder gehört trotz seines jungen Alters zu den Leistungsträgern des BSC Young Boys und ist aus dem YB-Mittelfeld fast nicht mehr wegzudenken. Im aktuellen YB-Podcast spricht er über seinen Weg von Koppigen über Solothurn bis ins Wankdorf, über die Bedeutung von Werten und darüber, welche Rollen Gerardo Seoane und Kevin De Bruyne für ihn spielen.

- Soundcloud - https://soundcloud.com/bscyb/yb-podcast ... al_sharing
- Spotify - https://open.spotify.com/show/71vfspj6Y ... 72pnw&nd=1
- Apple - https://podcasts.apple.com/ch/podcast/y ... 1633617290
- Google - https://podcasts.google.com/feed/aHR0cH ... bmRzLnJzcw


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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2022, 18:52 
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Die Münchner haben das YB-Supertalent schon mehrmals beobachtet

Rieder: «Bayern ist noch zwei Ligen zu hoch für mich»

Zusammen mit Jordan Lefort war Fabian Rieder beim 3:0-Sieg von YB gegen Servette der Beste. Kein Wunder generiert er europaweit Interesse. Auch ernsthaftes von Bayern München.

Wenn sich Bayern-Chefscout Pirmin Schwegler persönlich ins Stadion begibt, wird ein Spieler nicht erstmals unter die Lupe genommen. Dann ist das Interesse schon länger generiert und das Dossier trägt den Stempel «hoch interessant». So wie jenes mit dem Namen «Fabian Rieder». Der Luzerner Ex-Nationalspieler hat das 20-jährige Ausnahmetalent aus Koppigen BE beim 0:0 zwischen Basel und YB jedenfalls angeschaut. Und das nicht zum ersten Mal.

«Bayern ist einer der besten Klubs der Welt»

Rieder lächelt bei der Frage zum Thema FC Bayern, zögert dann ganz leicht, bevor er sagt: «Grundsätzlich sind das Spekulationen. Aber ich glaube, Bayern München ist eine Liga zu hoch für mich. Oder zwei Ligen. Ich weiss, dass ich bei YB sehr gut aufgehoben bin und in meinem Spiel noch sehr viel zu verbessern habe. Das versuche ich Tag für Tag zu machen.»

Das heisst: Er würde Bayern einen Korb geben, wenn die tatsächlich anklopfen würden? «Man muss immer schauen, was der richtige Schritt ist. Bayern ist eine der besten Mannschaften der Welt. Ob ich dort in den nächsten zwei, drei Jahren eine Chance hätte, sei mal dahingestellt. Ich gehe von Tag zu Tag und schaue, wie es kommt.»

...sonst würde Salihamidzic den Spieler anschauen

Zukunftsmusik also. Und die Gegenwart? Nach wie vor ist das Transferfenster für die grossen Ligen bis 1. September offen. Und im Winter geht bereits das nächste auf. Ein Wegzug von Rieder scheint jederzeit möglich, wenn jemand mit der nötigen Menge an Geldscheinen wedelt. Und wenn mal ein ganz Grosser Interesse angemeldet hat, so ist man schnell auch im Block anderer Topvereine. Neben Bayern soll auch Real Madrid bereits ein Auge auf den munteren Berner Burschen geworfen haben.

Klubs in anderen Dimensionen als Bayern und Real sowieso: Lyon, Torino, Atalanta Bergamo, Udinese etc. Wobei Rieder lieber in die Bundesliga wechseln würde. Wohin, da ist er ziemlich schmerzfrei. Neben Bayern gefielen ihm auch Dortmund und Leverkusen, hat er im Juni gesagt. Und doch: Sollte im Fall Rieder und Bayern noch jetzt was laufen und der Transfer kurz vor dem Abschluss sein, wäre nicht Schwegler im Joggeli gesessen. Sondern Sportvorstand Hassan Salihamidzic. Oder gar Trainer Julian Nagelsmann.

Rieders klares Bekenntnis

Und auch Rieder sieht das völlig klar. Beendet er die Saison bei YB? Seine Antwort ist kurz und prägnant: «Ja.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 91274.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. August 2022, 21:03 
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Fabian Rieder als Freuler-Nachfolger bei Atalanta im Gespräch

Nach dem Wechsel von Remo Freuler in die Premier League könnte Atalanta im zentralen Mittelfeld in dieser Transferperiode noch einmal nachlegen. Ein Thema ist unter anderem Fabian Rieder von den Young Boys.

Das 20-jährige Nachwuchsjuwel nimmt bei den Bernern bereits eine tragende Rolle ein. Seine Leistungen sind derart stark, dass ihn Topklubs wie Real Madrid und den FC Bayern längst auf ihrer Scoutingliste haben. Einen möglichen Wechsel zum deutschen Rekordmeister betitelt Rieder zurzeit allerdings als zu grossen Schritt.

Atalanta könnte eine interessantere Option sein. Laut Transferexperte Nicolo Schira ist Rieder bei den Bergamasken nach dem Freuler-Wechsel zu Nottingham Forest ein Thema.

https://www.4-4-2.com/super-league/yb-b ... -atalanta/


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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. August 2022, 11:04 
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So viel fordert YB für Fabian Rieder

Atalanta Bergamo beschäftigt sich intensiv mit Fabian Rieder, der bei den Bergamasken Landsmann Remo Freuler nachfolgen soll. Inzwischen ist klar, welche Ablöse der BSC Young Boys für sein Mittelfeldjuwel fordert.

Der BSC Young Boys ist offenbar grundsätzlich bereit, Fabian Rieder noch in diesem Sommer abzugeben. Nach Informationen des Transferjournalisten Alfredo Pedulla liegt die Ablöseforderung des Schweizer Topklubs bei zehn Millionen Euro.

Diese kolportierte Summe taucht überhaupt in den Unweiten des Internets auf, weil Atalanta Bergamo konkretes Interesse an einer Rieder-Verpflichtung signalisiert. Der Teilnehmer der Serie A soll bereits direkten Kontakt nach Bern geknüpft haben. Bei den Bergamasken soll der 20-Jährige auf Landsmann Remo Freuler folgen, der sich jüngst Nottingham Forest angeschlossen hat.

Im “Blick” klang das vor wenigen Tagen aber nicht wirklich nach Abschied. “Ich weiss, dass ich bei YB sehr gut aufgehoben bin und in meinem Spiel noch sehr viel zu verbessern habe. Das versuche ich Tag für Tag zu machen”, sagte Rieder. Das könnte sich aber durchaus noch ändern.

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den RSC Anderlecht in den Playoffs der Conference League drohen die Young Boys das europäische Geschäft in dieser Saison zu verpassen. Sollte YB im Rückspiel nicht doch noch die Wende schaffen, könnte das Tafelsilber verkauft werden – Rieder gehört dann womöglich zu den Kandidaten. Atalanta hat sich übrigens nicht für den Europacup qualifizieren können.

https://www.4-4-2.com/super-league/yb-b ... an-rieder/


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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. August 2022, 14:00 
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YB – Spycher: «10 Millionen für Rieder reichen nicht»

Egal, ob Gruppenphase oder nicht: Sein Juwel will YB nicht hergeben. Bei Fabian Rieder (20) werde man nicht so schnell schwach, erklärt Christoph Spycher.

Das Wichtigste in Kürze

- YB steht in der Quali zur Conference League mit dem Rücken zur Wand.
- Am Donnerstag um 20 Uhr trifft YB auswärts auf den RSC Anderlecht.
- Christoph Spycher schliesst Abgänge im Falle einer Nicht-Qualifikation nicht aus.

YB ist der Start in die neue Saison geglückt! Der Tabellenführer der Super League gibt sich im Cup gegen die Fribourger Amateure vom FC Schoenberg keine Blösse. Und gewinnt mit 10:1. Neuzugang Kastriot Imeri macht mit seinem Premieren-Treffer das «Stängeli» voll.

Trotzdem droht den Bernern schon früh in der Saison das Verpassen eines Saisonziels. Im Playoff zur Conference League steht man nach dem 0:1 im Wankdorf mit dem Rücken zur Wand. Am Donnerstag muss gegen Anderlecht (20 Uhr) in Belgien ein Sieg her, um eine Gruppenphase zu erreichen.

Wicky entspannt im Rosengarten

Nach dem erfolgreichen Saisonstart ist Trainer Raphael Wicky, der am Montagabend mit seiner Frau im Berner Rosengarten fein essen ging, zuversichtlich, dass YB am Donnerstag weiterkommt. Wicky: «Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität und die Kraft haben, um im Rückspiel zu gewinnen.» Einzig die Effizienz habe im Hinspiel gefehlt.

Gelingt das Weiterkommen nicht, müsste man in Bern aber nicht gleich den finanziellen Notstand ausrufen. Schliesslich hat man in der letzten Saison in der Champions League viel verdient und auf dem Transfermarkt zuletzt gut gewirtschaftet.

«Würde uns das wirtschaftlich in unserer Existenz bedrohen, hätten wir in den letzten Jahren etwas falsch gemacht», sagt Christoph Spycher bei «Blick». Aber es sei auch klar, dass man jeweils mit einer Gruppenphase plane, erklärt der VR-Delegierte.

Das Kader ist gross. Dass es im Falle einer Nicht-Qualifikation zu Abgängen komme, schliesst Spycher nicht aus. «Der eine oder andere Spieler, oder sein Berater, hat uns schon Ende letzter Saison mit dem Wunsch nach einer neuen Herausforderung kontaktiert», so Spycher.

Doch entsprechende Angebote müssten jeweils auch den Vorstellungen von YB entsprechen.

YB will Fabian Rieder nicht verkaufen

Wer aber nicht zum Verkauf stehe, ist YB-Juwel Fabian Rieder (20). Mit dem Leistungsträger hat man erst gerade bis 2025 verlängert. «Fabian ist vernünftig», so Spycher. «Der Plan sieht nicht vor, ihn jetzt zu verkaufen. Wir wollen ihn bei YB weiterentwickeln.»

Viele Top-Cubs aus ganz Europa haben das Eigengewächs auf dem Zettel. Doch auch bei einem Angebot über 10 Millionen Franken würde man in Bern nicht einknicken. «Das ist nicht die Summe, bei der wir schwach werden würden», erklärt Spycher im «Blick» weiter.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sp ... t-66248909

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 Betreff des Beitrags: Re: (60) Fabian Rieder
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. August 2022, 14:09 
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YB-Obersportchef Spycher zu Rieder-Transfer

«Bei zehn Millionen werden wir nicht schwach»

Klartext vom obersten YB-Sportverantwortlichen: Christoph Spycher sagt, warum man Kastriot Imeri unbedingt nach Bern lotsen wollte. Und er stellt klar, dass Top-Talent Rieder nicht für 10 Millionen gehen kann.

Christoph Spycher, wie ist das Gefühl vor dem Trip zu Anderlecht?
Christoph Spycher: Wir stehen nach der Heimniederlage unter Druck. Die Aufgabe ist nicht einfach. Aber wir glauben daran, es zu schaffen. Ganz klar.

Keine Zweifel?
Wir müssen sicher sehr gut spielen. Aber wenn wir zweifeln würden, könnten wir uns die Reisekosten sparen und in Bern bleiben.

Was würde das Verpassen der Gruppenphase bedeuten?
Wenn uns das wirtschaftlich in unserer Existenz bedrohen würde, hätten wir in den letzten Jahren etwas falsch gemacht. Aber klar ist: Wir planen jeweils mit einer Gruppenphase. Wir werden aber unseren Weg so oder so höchst ambitioniert weitergehen, mit den Wettbewerben, die bleiben.

Sie planen damit: Bedeutet das, dass eine Gruppenphase budgetiert ist?
Ja.

Mit welcher Summe? Man darf von rund sechs Millionen Franken ausgehen.
Die Grössenordnung ist nicht falsch. Wir haben vorsichtig budgetiert. Und wir haben ja bereits viel Geld erwirtschaftet diese Saison.

Mit Transfers.
Ja.

Das Projekt mit Raphael Wicky als neuem Trainer ist bisher sehr gut angelaufen. Aber ohne Conference League würde er sehr früh das erste Saisonziel verpassen.
Manchmal erreicht man Ziele, manchmal nicht. Resultate sind aber nicht das einzige Kriterium zur Beurteilung der Arbeit. Wir stehen, wie gesagt, nicht am Scheideweg und ich bin sehr zufrieden, wie Steve von Bergen und Raphael Wicky die YB-Werte hochhalten und die Richtung vorgeben, in die wir gehen wollen.

Fakt ist aber auch, dass momentan 31 Spieler im Kader stehen. Das ist doch für eine Saison ohne Gruppenphase viel zu viel.
Unser Kader ist darauf ausgerichtet, Höchstbelastungen fahren und entsprechend rotieren zu können. Wir haben immer in allen Wettbewerben, in denen wir mitmachen, hohe Ziele. Das bleibt unverändert.

Es würde aber bei einer geringen Zahl an Verletzten und Gesperrten bedeuten, dass bis zu acht Spieler auf der Tribüne sitzen müssten.
Es ist nicht gesagt, dass die aktuelle Konstellation unverändert bleibt. Der eine oder andere Spieler oder sein Berater hat uns schon Ende letzte Saison kontaktiert, mit dem Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Diese Berater sind gefordert, etwas zu bringen, was auch unseren Vorstellungen entspricht.

Wie viele Spieler sind das? Drei, vier?
Der eine oder andere. Nicht übermässig viele.

Und dann vergrössern Sie das Kader noch mit Kastriot Imeri. Brauchte YB den Spieler unbedingt?
Er kann im Mittelfeld auf drei Positionen spielen. Dazu als hängende Spitze. Er wollte unbedingt zu uns kommen und hat sich zu hundert Prozent zu YB bekannt. Und er war auch ein Wunschspieler von uns, weil er zusätzliche Qualität in die Mannschaft bringt. Da wollten wir nicht warten, ob sich die Situation beim einen oder anderen noch verändert, damit wir dann nicht aus der Not heraus hätten reagieren müssen.

Und dann ging alles sehr schnell …
Ja. Wir waren länger mit Servette in Kontakt, konnten uns aber nicht vorstellen, dass es finanziell eine Möglichkeit für uns geben würde, ihn zu holen. Wenn sie in solch einem Fall zuerst Mal, sagen wir 500'000 Franken oder die Hälfte der verlangten Summe bieten würden, müssten sie danach zuerst die Asche aufwischen, welche die Verärgerung über dieses Angebot beim abgebenden Klub hinterlassen hätte. Das ist nicht zielführend, weshalb unsere erste Offerte schon respektvoll war. Deshalb ging es schnell.

Es ist der Schweizer Rekordtransfer …
Das weiss ich nicht. Aber es ist sicher der teuerste Zuzug, bei dem ich involviert war.

Drei Millionen Franken.
Zahlen kommentieren wir nicht.

In Sachen Fabian Rieder kocht die Gerüchteküche wieder mal über …
Fabian ist vernünftig. Und wir haben einen klaren Plan mit ihm. Er bringt die Leistungen, damit dieser Plan aufgeht. Deshalb haben wir seinen Vertrag bis 2025 verlängert. Und der Plan sieht nicht vor, ihn jetzt zu verkaufen. Wir wollen ihn bei YB weiterentwickeln.

Schliessen Sie einen Sommertransfer zu hundert Prozent aus?
Im Fussball kann man nie etwas zu hundert Prozent ausschliessen. Aber wenn alle sagen – also Klub, Spieler, Berater –, er bleibt bei YB, liegt der Prozentsatz, dass er wirklich bleibt, nahe bei hundert. Der Moment, in welchem er geht, kommt irgendwann. Aber er liegt nicht in dieser Transferperiode.

Zehn Millionen Euro sollen sie fordern, sagen die Social-Media-Transferpäpste. Stimmt das?
Das ist nicht die Summe, bei der wir schwach werden würden. Sehen Sie, wir hatten für Djibril Sow 2018 bereits Angebote im zweistelligen Millionenbereich auf dem Tisch. Wir haben das mit dem Berater damals so vereinbart, dass Sow noch ein Jahr bei uns bleibt. Er ging dann ein Jahr später dennoch zu einem zweistelligen Millionenbetrag. Die Geduld hat sich ausbezahlt.

Wie siehts bei Christian Fassnacht aus? Er gehört ja zu jenen, die eine neue Herausforderung suchten. Oder verlängern Sie gar mit ihm?
Wir führen laufend Gespräche mit all unseren Spielern und wollen, dass sie bereit sind, für YB durchs Feuer zu gehen. Fassnacht muss sich klar werden, was er will.

Gabs eine Offerte von Besiktas Istanbul?
Ja.

Und diese genügte ihren Vorstellungen nicht.
So ist es.


Christoph Spycher persönlich

Christoph Spycher (44) wächst in Köniz BE auf, wird fussballerisch aber beim FCL und bei GC gross, nicht bei YB. 2006 wechselt er in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt, ist dort zeitweise Captain, kehrt 2010 in seine Heimat zurück und spielt die letzten vier Karrierejahre für YB. Spycher macht 47 Länderspiele, ist Stammspieler an der EM 2004, steht auch an der WM 2006 und EM 2008 im Kader. Er arbeitet bei YB nach Karriereende zwei Jahre als Talentmanager, bevor er 2016 Sportchef wird. Er feiert vier Meistertitel, einen Cupsieg und zwei Champions-League-Teilnahmen. Im Mai gibt er das Sportchef-Amt an Steve von Bergen weiter und steigt hierarchisch auf mit der neuen Stelle als VR-Delegierter Sport.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 11998.html

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