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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Dienstag 17. Dezember 2019, 15:06 
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Christopher Martins träumt vom ersten Titel

Die Young Boys Bern belegen zur Winterpause in der Schweiz Platz eins. Christopher Martins und Co. haben somit gute Chancen, die nationale Meisterschaft zu gewinnen.

Für Christopher Martins waren die vergangenen Monate alles andere als einfach. Der Leistungsträger der Nationalmannschaft fehlte aufgrund einer Schambeinentzündung nicht nur der FLF-Auswahl, auch die Young Boys Bern mussten monatelang auf den 22-Jährigen verzichten.

Dabei war Martins erst im Sommer für zwei Millionen Euro aus Lyon in die Schweiz gewechselt. Strahlen kann der Mittelfeldspieler mittlerweile wieder. Die Young Boys sind zwar aus der Europa League ausgeschieden, in der Meisterschaft geht Bern jedoch als Spitzenreiter in die Winterpause. Martins stand dort zuletzt dreimal in der Startelf.

Zwei Punkte Vorsprung

Am Sonntag kamen die Young Boys in Lugano zwar nicht über ein 0:0 hinaus, dennoch hat die Mannschaft nun eine ordentliche Ausgangslage, um den Meistertitel im Jahr 2020 zu verteidigen. Der Vorsprung auf den FC Basel, Tabellenzweiter der Super League, belegt allerdings nur zwei Zähler.

Nach der Winterpause wird es in der Schweiz somit spannend. Martins möchte alles daran setzen, um mit den Young Boys Bern seinen ersten Titel zu feiern.


Nach der Winterpause wird es in der Schweiz somit spannend. Martins möchte alles daran setzen, um mit den Young Boys Bern seinen ersten Titel zu feiern.

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Januar 2020, 15:36 
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Leise, kraftvoll, ohne «Chichi»

Christopher Martins nimmt bei YB nach seiner Verletzung den zweiten Anlauf, sein grosses Potenzial zu entfalten.

Da ist zuerst einmal diese kleine Diskrepanz. Er, der Spieler, der bei YB nach dem Abgang von ­Sékou Sanogo die physische Komponente in den Aufbau zurückbringen sollte, spricht leise, wirkt schüchtern, fast schmächtig. Aber wer Christopher Martins mal hat spielen sehen, weiss um seine Athletik, weiss, wie stark am Ball und umsichtig er agiert, lösungsorientiert und ohne «Chichi». Dazu ist er 1,90 Meter gross und 80 Kilogramm schwer. Den Typus Sanogo, nach dem die sportliche YB-Führung damals fahndete, den bringt er mit – und daneben auch eine ­interessante Geschichte.

Bei YB beginnt sie unglücklich, mit einem vorzeitigen Ende seiner Auftritte in Gelb-Schwarz. Schon im vierten Spiel für seinem neuen Club verletzt sich der 22-jährige Luxemburger. Im Playoff-Hinspiel zur Champions League gegen Roter Stern zieht er sich ohne gegnerische Ein­wirkung eine Adduktorenblessur zu, fällt für die folgenden drei Monate mit einer Schambein­entzündung aus. Martins, einer der Pfeiler des YB-Neubaus, musste zuschauen, bevor er richtig mittun konnte.

A-Länderspiel mit 17 Jahren

«Das war eine schwierige Zeit», gibt er zu. Er verbrachte sie mehr im Kraftraum als auf dem Feld, länger in Bern, als wie seine Teamkollegen auf den Reisen durch einen aufregenden Herbst im Europacup. Einzig in Glasgow gegen die Rangers lief er vor der grossen Kulisse auf, zuvor im Heimspiel gegen Porto kam er zu einem Kurzeinsatz.

Dabei ist internationale Erfahrung etwas, das dieser erstaunliche Fussballer mit seinen 22 Jahren bereits en masse mitbringt. 38 A-Länderspiele hat er bis dato für Luxemburg bestritten, das erste mit gerade einmal 17 Jahren, das letzte im Juni in der EM-Qualifikation. Der Süden des Landes, wo Martins geboren und aufgewachsen ist, klingt zunächst einmal wenig nach internationaler Bühne. Eingeklemmt zwischen Belgien und Frankreich, im Wirrwarr zwischen drei Sprachlandschaften, beginnt Martins in seinem Heimatort ­Rodingen mit dem Fussball.

Manchmal dachte er, dessen Grosseltern von den Kapverden nach Luxemburg emigrierten, es sei ein Nachteil, in dieser kleinen Fussballnation eine Profikarriere starten zu wollen. Zu klein die Konkurrenz, zu bedeutungslos die Liga. «Aber später erkannte ich den Vorteil.» Er entfaltete sich in seiner frühen Jugend unter weniger Druck, erhielt Chancen in den nationalen Auswahlen, gefördert vom Deutschen Reinhold Breu, einst im DFB-Nachwuchs, nun seit zehn ­Jahren Technischer Direktor im ­luxemburgischen Verband.

Mit 14 spielte Martins schon bei der U-17, mit 16 die EM-Qualifikation mit der U-19. So entdeckte ihn Olympique Lyon. Der Schritt in die Akademie sei sein wichtigster gewesen, sagt Martins heute. Die «formation» von Lyon ist eine der bedeutendsten in Frankreich, alimentiert durch das erfolgreiche Geschäftsmodell von Besitzer Jean-Michel ­Aulas, der den Club in den Nullerjahren zum Serienmeister machte. Lacazette, Benzema, ­Fékir, Umtiti – die Absolventen der clubeigenen Fussballschule lesen sich wie ein Who’s who der Landesauswahl.

Während seiner Zeit in Lyon spielte Martins etwa mit dem französischen Talent Mouctar Diakhaby zusammen – und kam durch ihn zum ersten Mal auf YB. Im Herbst 2018 wuchs Martins bei Troyes in der Ligue 2 zum Stammspieler auf Profiniveau. Am Fernsehen verfolgte er die Auftritte seines Kumpels mit Valencia in der Champions League – auch das 1:1 in Bern gegen YB.

YB am TV in der Königsklasse

Das wäre ein guter nächster Schritt, denkt sich Martins schon damals, und auch Gelson Fernandes, Walliser mit kapverdischen Wurzeln und seit Jugendzeiten ein Bekannter, erzählt ihm viel über die Super League. Acht Monate später steht der Transfer, Martins kommt pünktlich zum Beginn der Sommervor­bereitung an in Bern, ausge­stattet mit einem Vertrag bis 2023. Und bilanziert jetzt, wiederum ein halbes Jahr später, nach seinem zweiten Trainingslager mit YB: «Dieses Team hat noch mehr Form angenommen.»

Weniger Physis, mehr Spielform habe Trainer Gerardo Seoane trainieren lassen, erzähltMartins. Und mittendrin in der YB-Spielidee: er, Martins. «Er musste im Dezember nach seiner Genesung für uns sofort wieder einspringen», sagt Seoane über seinen Zentrumsspieler, «jetzt ist er schmerzfrei und kann sein ganzes Können zeigen.» In den Testspielen bildete er zumeist mit Michel Aebischer das Duo im YB-Mittelfeld. Sandro Lauper, Vincent Sierro und Gianluca Gaudino dürften nach ihren Verletzungen den Konkurrenzkampf erst nach und nach wieder beleben. «Der Trainer hat das sehr gut ­moderiert. Wenn alle fit sind, ist die Leistungsdichte enorm», sagt Martins.

Der Puncher im Aufbau nimmt bei YB einen zweiten Anlauf. Leise, kraftvoll, ohne «Chichi».


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/17553875

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Samstag 8. Februar 2020, 17:46 
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08.02.2020

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Der YB-Puncher mit dem Kreuz-Tattoo

In Bern hofft man auf den wahren Chris Martins

Den wahren Chris Martins hat man in Bern noch nicht gesehen. Der Luxemburger mit dem Kreuz-Tattoo ist erst auf dem Weg dazu. Auf bestem Weg.

Es ist eine Bilanz aus der Nationalmannschaft, welche den Wert des Luxemburgers eindrücklich unter Beweis stellt. Im Jahr 2016 hat Luxemburg fünf Mal mit Martins und sechs Mal ohne den YB-Puncher gespielt. Mit Martins, der mit 17 das erste Länderspiel macht und mit 22 bereits deren 38 auf dem Buckel hat, gabs zwei Unentschieden, zwei Niederlagen und den Sieg gegen Litauen. Ohne Martins: sechs Schlappen.

Bei YB ist es nicht ganz so frappant. Den Wert des Mannes, der Sékou Sanogo vergessen machen soll, sieht man eher auf dem Platz als in Zahlen. So wie gegen den FCB Ende Januar. Da beherrscht Martins das Mittelfeld zusammen mit Michel Aebischer auch dank seiner Ball- und Passsicherheit. Luca Zuffi und Fabian Frei haben keinen Stich.

«Die Hüfte war irgendwie verschoben»

Das alles ist nicht selbstverständlich, fehlte doch Martins in der Vorrunde dreieinhalb Monate wegen einer mysteriösen Schambeinentzündung. «Man sah nichts auf den Röntgenbildern, was die Sache mühsam machte», sagt der Jugendfreund von Frankfurt-Fighter Gelson Fernandes. «Die Hüfte war irgendwie verschoben. Nun ist es wieder gut. Aber noch nicht ganz perfekt.» Nicht ganz perfekt? Und dann spielt der so auf gegen den FCB.

Chris' Grossmutter war es, die als erste Martins von den Kapverden nach Luxemburg auswanderte. «Wir sind kein reiches Land. In Europa ist das Leben besser», sagt er zu den Gründen. Später kam auch seine Mutter, da war sie 12. Er ist bereits in Luxemburg geboren und ging in Rodingen zur Schule. Und auch in die Kirche? Das legt zumindest das Kreuz-Tattoo auf seiner Hand nahe. «Na ja. So oft gehe ich auch nicht in die Kirche. Aber ich bin ein gläubiger Christ. Das will ich mit diesem Tattoo manifestieren.» Schon früh setzt er voll auf Fussball. Der richtige Entscheid. Lyon nimmt ihn in die berühmte Académie auf. Vor dem Wechsel zu YB setzt er sich in der Ligue 2 in Troyes durch. Und nun?

Verletzung warf ihn zurück

Trainer Gerry Seoane ist ein richtiger Fan von Martins. «Chris hat sich noch nicht ganz zeigen können, weil er sich verletzte, als er begann in Form zu kommen. Wir waren froh, dass er im Dezember zurückkehrte, nachdem sich gleich der Nächste verletzt hatte. Er bringt Mentalität, Aggressivität und Zweikampfstärke mit, hat ein grosses Herz, verlässt deshalb seine Position manchmal ein bisschen früh. Aber er hat dank seines immensen Potenzials viel Luft nach oben.»

Und die Konkurrenz im eigenen Team? Für Martins unabdingbar, um sich wirklich zu verbessern. «Man gibt im Unterbewusstsein vielleicht nicht das Maximum, wenn man nicht weiss, dass dahinter einer ist, der dich pusht.» Und Aebischer, Lauper, Lustenberger, Gaudino und Sierro werden Martins pushen. Und wie!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 39211.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Dienstag 17. März 2020, 00:20 
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16.03.2020

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Christopher Martins Pereira vom BSC Young Boys im On Spot

Der Mittelfeldspieler aus dem Fussball-Zwergstaat will bei YB ein ganz Grosser werden

Der Spieler von den BSC Young Boys im Videoportrait ON SPOT über seine ersten Fussballerinnerungen, die Prägung, die Super League, sein Vorbild, die Freizeit und seinen Glücksbringer.

Zwei Millionen liessen sich die Berner Young Boys die Dienste des defensiven Mittelfeldspielers kosten. Christopher Martins Pereira verfügt sowohl über die Staatsbürgerschaft Luxemburgs als auch über jene von Kap Verde. Martins Pereira wechselte schon zu Juniorenzeiten zu Olympique Lyon. Für die erste Mannschaft der Franzosen kam er aber nur zwei Mal zum Einsatz. Seit er seine Schambeinentzündung auskuriert hat, ist er in Bern aber unumstrittener Stammspieler.


https://sport.ch/bsc-young-boys/524015/ ... ser-werden

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Montag 1. Juni 2020, 11:54 
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YB-Profi Christopher Martins hat das Ziel Bundesliga vor Augen

Der luxemburgische Fussballprofi Christopher Martins schnürt seine Schuhe seit vergangenem Sommer für die Young Boys. Im zentralen Mittelfeld hat sich der 23-Jährige sofort einen Stammplatz erobert. Obwohl er sich in Bern derzeit sehr wohl fühlt, visiert er das Ziel eines Wechsels in die Bundesliga an.

Den deutschen Fussball verfolgt der Mittelfeld-Stratege schon sein ganzes Leben lang. Vor allem ein Klub hat es ihm angetan: “Bayern München. In Luxemburg konnte ich regelmässig die Bundesligaspiele schauen. Heute bezeichne ich mich nicht mehr als Fan der Bayern. Ich mag einfach schönen Fussball, wie ihn viele Mannschaften auf der Welt zeigen”, sagt Christopher Martins im Interview auf der Webseite der Young Boys.

Schon in jungen Jahren habe er die Bundesliga intensiv verfolgt. “Ich würde nicht von einem Traum sprechen, nach Deutschland zu wechseln, sondern von einem Ziel”, verrät der 38-fache Nationalspieler offen.

Ein Wechsel ist allerdings zumindest in diesem Sommer noch kein konkretes Thema. “Derzeit denke ich nicht an einen Weggang aus Bern. Meine ganze Aufmerksamkeit gehört YB, ich habe einen Vertrag bis 2023.”

Zwischenzeitlich wurde Martins von einer Verletzung in dieser Saison gebremst. Dennoch kommt er auf 16 Einsätze beim Schweizer Meister. Er wird auch nach dem Restart der Super Legaue am 19. Juni eine zentrale Rolle bei den Bernern einnehmen.

https://www.4-4-2.com/bundesliga/yb-chr ... undesliga/


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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Juni 2020, 19:18 
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CHRIS MARTINS, DER TEAMWORKER AUS "DER KLEINEN SCHWEIZ"

Der 23-jährige Mittelfeldspieler Christopher Martins hat nur den luxemburgischen Pass, ist aber auch stolz auf die Kapverden, sein Herkunftsland. Bei YB fühlt er sich überaus wohl - und manchmal bekommt er Ratschläge von Gelson Fernandes.

***

"ICH MAG DIE ENGLISCHEN WOCHEN"

Christopher, am 19. Juni gehts mit der Meisterschaft weiter. Was hat der Entscheid vom vergangenen Freitag bei Dir ausgelöst?
Freude! Wir alle warteten seit langer Zeit auf Klarheit, die haben wir jetzt endlich. Ich bin glücklich darüber, dass es mit Spielen weitergeht.

Der Sommer wird nicht aus Ferien, dafür aus vielen Partien bestehen.
Wir hatten in den vergangenen Wochen ja quasi unsere Ferien... (lacht) Zwei Monate daheim, das reicht. Und es war auch nicht immer einfach. Meine Familie lebt in Luxemburg, ich konnte sie natürlich nicht besuchen. Darum freue ich mich umso mehr, wenn nun so etwas wie Normalität zurückkehrt.

Hast Du während der langen Zeit ohne Wettkämpfe ein neues Hobby entdeckt?
Ich konnte schon vor der Pause ganz ordentlich kochen. Im Internet suchte ich ein paar neue Rezepte, probierte sie umzusetzen und darf nun sagen: Es gelang ziemlich gut.

Das heisst: Du bist als Koch ein Talent.
(strahlt) Wer weiss!

Was isst Du am liebsten?
Gerichte von den Kapverdischen Inseln. Aber ich tue mich noch schwer, sie selber zu kochen, sie sind nicht unkompliziert. Ich muss warten, bis meine Mutter zu Besuch kommt.

Was liegt bei Dir oft auf dem Teller?
Poulet mit Reis und viel verschiedenes Gemüse. Ein Klassiker, den ich gut hinbekomme und auch schon Kollegen wie Moumi Ngamaleu und Ali Camara serviert habe. Ich lege Wert auf gesunde Ernährung.

Das zahlt sich besonders dann aus, wenn es darum geht, ein anstrengendes Programm wie in den kommenden Monaten zu bewältigen.
Absolut. Aber Energie dürfte genügend vorhanden sein, bei allen in unserem Team. Wir sind körperlich und mental in einer starken Verfassung. Wichtig ist einfach, so schnell wie möglich den Rhythmus zu finden.

Bist Du als Mittelfeldspieler noch stärker gefordert, weil läuferische Qualitäten besonders gefragt sind?
Nein, das glaube ich nicht. Auf uns alle kommt eine grosse Herausforderung zu. Und jeder Spieler muss seinen Teil dazu beitragen, dass wir als Mannschaft Erfolg haben können. Es geht um Teamwork. Und das ist eine Stärke von YB.

Du bist auf dem Feld ständig unterwegs und einer der fleissigsten Arbeiter. Wirst Du nie müde?
Es ist meine Aufgabe, viel zu rennen, Löcher zu stopfen, zu verteidigen, den anderen zu helfen. Aber natürlich werde ich auch einmal müde. Obwohl es mir sehr gefällt, alle drei Tage eine Partie bestreiten zu können. Ich mag die englischen Wochen.

Du bist Luxemburger mit kapverdischen Wurzeln. Was verbindet Dich mit den Kapverden?
Meine Familie. Die Eltern leben zwar in Luxemburg, aber unser Herkunftsland sind und bleiben die Kapverden. Ich war zwar erst einmal da, aber es gibt eine Verbundenheit, obwohl ich in Luxemburg zur Welt kam und auch nur den luxemburgischen Pass besitze. Ich bin stolz auf die Kapverden, und ich bin gleichzeitig froh, dass ich die vielen Vorzüge von Luxemburg geniessen durfte, zum Beispiel die Schule in einem kleinen Land, das bestens funktioniert.

Wie erklärst Du einem Fremden Luxemburg?
Ich sage ihm: Luxemburg ist die kleine Schweiz. Das Leben ist sehr angenehm, ruhig, das Land bietet eine tadellose Infrastruktur, die Ausbildungsmöglichkeiten sind sehr gut.

Wie steht es um den Fussball?
Er entwickelt sich immer mehr, er wird kontinuierlich besser. Zuletzt zog Dudelange zweimal in die Gruppenphase der Europa League ein. Das zeigt, dass sich etwas tut. Und viele Spieler der Nationalmannschaft stehen mittlerweile im Ausland unter Vertrag.

Stichwort Nationalmannschaft: Du wirst Deine Schweizer Kollegen zwischendurch sicher genüsslich an 2008 erinnern…
…an unseren 2:1-Sieg in Zürich gegen die Schweiz? Ich sass vor dem Fernseher und freute mich natürlich wahnsinnig. Jeff Strasser und Alphonse Leweck erzielten die Tore. Aber deswegen ziehe ich keinen Schweizer Kollegen auf, weil es dazu keinen Grund gibt. Die Schweiz ist uns immer noch deutlich voraus.

Wer ist für Dich der beste luxemburgische Fussballer der Geschichte?
Schwer zu sagen. Wir haben einige gute, und Jeff Strasser gehört sicher zu den Besten.

Hast Du Dir vorgenommen, der Beste der Geschichte zu werden?
Ich würde das nicht als Ziel von mir formulieren. Mein Bestreben ist es vielmehr, meinen Anteil zu leisten, damit der luxemburgische Fussball weiterkommt.

Du hast bislang bereits 38 Länderspiele bestritten. An welches denkst Du besonders gern zurück?
An das 0:0 gegen Frankreich in der WM-Qualifikation 2018. Wir lieferten gegen den späteren Weltmeister wirklich eine starke Leistung ab.

Und welchen Match würdest Du am liebsten aus dem Gedächtnis streichen?
Es gab Rückschläge und schwierige Momente, aber ich möchte kein Erlebnis löschen. Weil ich von jedem Match profitieren konnte, selbst wenn er nicht erfolgreich für uns endete.

Du bist als Junior bei Olympique Lyon ausgebildet worden. Was hast Du dort vor allem gelernt?
Zum einen sehr viel in technischer und taktischer Hinsicht, zum andern die professionelle Einstellung, die nötige Disziplin, den Willen, mich durchzusetzen. Du bekommst als Junger alle Schlüssel, aber dann liegt es an jedem Einzelnen, damit die richtigen Türen zu öffnen. Was ich damit sagen will: Am Ende ist es am Spieler, was er mit dem Werkzeug macht, das ihm zur Verfügung gestellt wird. Lyon hat eine hervorragende Nachwuchsförderung, und Jahr für Jahr träumen Dutzende Junge davon, den Durchbruch zu schaffen. Und alle, die einen Platz in der Akademie bekommen, sind richtig gute Fussballer. Am Ende setzen sich jene durch, die bereit sind, bedingungslos zu arbeiten. Und die das nötige Glück haben.

Du bist einer von denen, die es zum Profi gebracht haben. Was war das Entscheidende?
Ich wusste immer, was ich wollte und verfolgte das Ziel mit aller Entschlossenheit. Gewiss war es auch so, dass mir das Glück beistand. Ich würde nicht behaupten, dass mir der grosse Durchbruch bereits gelungen ist, aber ich bin auf einem guten Weg.

Hattest Du schon als Kind den Wunsch, Berufsfussballer zu werden?
Es gab für mich im Prinzip nie eine andere Option. Ich war als kleiner Junge ständig draussen mit einem Ball, was meiner Mutter nicht immer gefiel, weil sie sich um meine schulischen Leistungen sorgte. Aber sie sah auch, welche Leidenschaft ich für den Fussball aufbrachte und wie seriös ich als Sportler arbeitete. Sie unterstützte mich enorm auf meinem Weg, sie tut das heute noch, und jetzt ist sie natürlich auch stolz auf meinen Werdegang. Das ist auch mein Vater: Er war bei meinen Spielen in Luxemburg fast immer dabei.

Wer war Dein Held Deiner Jugend?
Ronaldinho.

Und welchen Klub mochtest Du besonders?
Bayern München. In Luxemburg konnte ich regelmässig die Bundesligaspiele schauen. Heute bezeichne ich mich nicht mehr als Fan der Bayern. Ich mag einfach schönen Fussball, wie ihn viele Mannschaften auf der Welt zeigen.

In Luxemburg nennen Dich alle «Kiki». Woher kommt der Spitzname?
Mein erster Juniorentrainer rief mich eines Tages «Kiki», warum auch immer. Den Namen habe ich behalten. In Bern bin ich für die meisten Chris.

Was wusstest Du vor Deinem Wechsel zu YB über die Super League?
Nicht allzu viel. Aber ich unterhielt mich mit meinem luxemburgischen Landsmann Mario Mutsch, der bei St. Gallen und Sion unter Vertrag stand. Er wusste viel Positives zu berichten. Zudem wusste ich, dass Guillaume Hoarau bei YB spielt und das seit Längerem. Das war für mich ebenfalls ein gutes Zeichen.

Wie ist denn nun das Leben in Bern?
Ausgezeichnet. Eine schöne Stadt, nette, respektvolle Menschen, tolle Fans, die immer hinter uns stehen - ich fühle mich sehr wohl hier, ein bisschen wie daheim in Luxemburg. Und das fussballerische Niveau überzeugt mich auch.

Was ist YB für Dich?
Der Meister! YB ist ein Club, der eine klare Strategie und grosse Ambitionen hat. Das gefiel mir in den offenen Gesprächen, die ich vor dem Transfer mit den Verantwortlichen führte.

Du hast den Vorteil, dass Du perfekt Deutsch sprichst und kein Kommunikationsproblem hast.
Ich weiss nicht, ob mein Deutsch perfekt ist, aber es ist gut genug, um alles zu verstehen.

Wie steht es um Dein Schweizerdeutsch?
Puh, kompliziert! Die Schweizer müssen schon langsam miteinander reden, damit ich folgen kann. Sobald sie schnell sprechen, habe ich keine Chance.

Wie sieht Dein Karriereplan aus? Von welcher Liga träumst Du?
Wie gesagt war die Bundesliga die Liga, die ich in jungen Jahren intensiv verfolgte. Ich würde nicht von einem Traum sprechen, nach Deutschland zu wechseln, sondern von einem Ziel.

Und dann am besten gleich zum FC Bayern?
Da sage ich natürlich nicht nein! Aber derzeit denke ich nicht an einen Weggang aus Bern. Meine ganze Aufmerksamkeit gehört YB, ich habe einen Vertrag bis 2023.

Der frühere Schweizer Nationalspieler Gelson Fernandes hat auch kapverdische Wurzeln. Hast Du mit ihm Kontakt?
Ja, regelmässig, vor allem seit meinem Wechsel in die Schweiz. Er gibt mir immer wieder Tipps, manchmal schickt er mir auch Videosequenzen, in denen er mir aufzeigt, was ich besser hätte machen können. Von diesem Austausch profitiere ich enorm.

Zum Abschluss möchten wir von Dir hören, wer für Dich der beste Mittelfeldspieler der Welt ist.
Vor ein paar Jahren waren das für mich zwei: Sergio Busquets und Toni Kroos. Heute schaue ich sehr gerne Tanguy Ndombele zu, den ich aus Lyon kenne und der bei Tottenham spielt. Aber es gibt auch viele andere, Paul Pogba, um nur einen von ihnen zu nennen.

Wer ist der beste Fussballer überhaupt?
Lionel Messi. Auch da gilt: Es gibt enorm viele überragende Spieler neben Messi, wie etwa Neymar.

Die beste Liga der Welt?
Die englische Premier League. Und die deutsche Bundesliga.

Wer ist der grösste Spassvogel bei YB?
Moumi Ngamaleu!

Und welches ist für Dich der schönste Ort der Welt?
Rodange, mein Zuhause in Luxemburg.


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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Juni 2020, 23:34 
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19.06.2020

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Martins: "Früher hatte ich mich nicht immer unter Kontrolle"

Christopher Martins freut sich auf den Restart in der Schweiz. Im Interview spricht der Fußball-Nationalspieler über die Corona-Krise, seine persönliche Entwicklung und den Umgang mit Rassismus.

Christopher Martins ist seit Jahren einer der besten luxemburgischen Fußballer. Vor dieser Saison wechselte der Mittelfeldspieler zu den Young Boys Bern. Nach fast viermonatiger Pause wird die Schweizer Super League am Freitag fortgesetzt. Der 23-Jährige und seine Teamkollegen treffen zum Auftakt des 24. Spieltags zu Hause auf den FC Zürich (20.30 Uhr). Im Interview spricht Martins aber nicht nur über die Corona-Krise, auch seine Zukunft und Rassismus beschäftigen den Fußballer.

Christopher Martins, als eine der ersten Ligen weltweit stellte die Schweizer Super League Ende Februar den Spielbetrieb ein. Hat Sie das überrascht?

Ich hatte nicht damit gerechnet, vor allem weil wir früher aufgehört haben als andere Ligen. Erst danach wurden die Meisterschaften auch in anderen Ländern unterbrochen.

Sie haben jetzt seit fast vier Monaten kein Pflichtspiel mehr bestritten. Wie war diese Zeit für Sie?

Wir hatten zu Beginn zwei Wochen Pause. Danach trainierten wir zunächst in kleinen Gruppen, bevor wir wieder normales Mannschaftstraining hatten. Wir dürfen vor die Tür. Ich kann beispielsweise im Supermarkt einkaufen. Wir müssen zwar aufpassen, das gilt aber nicht nur für uns Fußballer. Ich fülle täglich einen Fragebogen aus und meine Körpertemperatur wird gemessen, sobald ich das Trainingsgelände betrete. Da diese Tests nicht sehr zeitaufwendig sind, habe ich gar kein Problem damit, schließlich ist die Gesundheit das Wichtigste. Außerdem wurde unsere Umkleidekabine vergrößert, damit wir Abstand halten können.

Sie konnten in den vergangenen Monaten nicht nach Luxemburg. Hatten Sie Heimweh?

Zu Beginn noch nicht, aber ich wollte irgendwann schon bei meiner Familie sein. Allerdings wollte der Club aus nachvollziehbaren Gründen, dass wir die Schweiz nicht verlassen. Das Risiko wäre einfach zu groß gewesen. Mich hat es nur genervt, dass wir lange Zeit nicht wussten, ob und wann es weitergehen würde.

"Seit zwei Jahren achte ich vermehrt auf meine Ernährung, weil ich mittlerweile weiß, dass das wichtig für meine Gesundheit ist."

Was haben Sie zu Hause gemacht?

Ich habe Sport getrieben, ferngesehen und gekocht. Normalerweise gehe ich gerne ins Restaurant, doch weil das nicht möglich war, habe ich zunehmend selbst gekocht. Ich esse meistens einfache Dinge wie Hähnchen mit Reis. Dazu mache ich eine Gemüsesoße. Seit zwei Jahren achte ich vermehrt auf meine Ernährung, weil ich mittlerweile weiß, dass das wichtig für meine Gesundheit ist. Eine gesunde Ernährung minimiert das Verletzungsrisiko.

Vor dem Restart hatten Sie zwei Testspiele. Sind Sie bereit für den Wiederbeginn?

Die Begegnungen taten uns auf jeden Fall gut. Man hat gemerkt, dass der Rhythmus zunächst gefehlt hat und wir immer besser wurden. Ich weiß allerdings nicht, in welcher Form sich die anderen Mannschaften befinden.

Sie belegen punktgleich mit Tabellenführer St. Gallen den zweiten Platz. Wie stehen Ihre Chancen auf den Meistertitel?

Das ist schwer einzuschätzen. Wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben. Ich hoffe aber, dass wir unser Ziel, den Meistertitel zu gewinnen, erreichen werden.

Die Schweizer Liga ist für viele Fußballer ein Sprungbrett. Denken Sie bereits an den nächsten Schritt?

So plane ich nicht. Ich habe jetzt nicht schon im Hinterkopf, dass ich wechseln möchte. Mein Vertrag läuft noch bis 2023. Es ist aber schon so, dass ich als Kind von der Bundesliga geträumt habe. Das war meine absolute Lieblingsliga. Die Zeit in Frankreich war für meine Entwicklung enorm wichtig, weil ich bei Lyon sehr gut ausgebildet wurde. Es gibt viele Länder, für die ich offen bin.

Nationaltrainer Luc Holtz sagte Ihnen einst, dass Sie es aufgrund Ihres Potenzials selbst in der Hand hätten, was für eine Karriere Sie hinlegen werden. Stimmen Sie ihm zu?

Er mag mich, deshalb sagt er immer, ich wäre sehr talentiert (lacht). Meiner Meinung nach gibt es viele Fußballer, die deutlich mehr Potenzial haben als ich. Ich bin nicht besonders talentiert. Ich arbeite hart. Viele Fußballer sind sehr selbstbewusst und halten sich für die besten. Ich bin da anders, weil ich keine hohe Meinung von mir habe. Damit stand ich mir auch schon selbst im Weg. Wenn ich den Platz betrete, mache ich mir allerdings keine Gedanken darüber. Was meine Karriere betrifft, denke ich, dass es das Wichtigste ist, konstant gute Leistungen zu zeigen. Zudem braucht man Glück.

Haben Sie sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt?

Bei jeder Mannschaft und bei jedem Trainer lernt man dazu. Ich möchte immer besser werden. Charakterlich bin ich sicherlich reifer geworden. Ich bin heute ruhiger und werde nicht mehr so schnell wütend. Früher hatte ich mich nicht immer unter Kontrolle. Trotzdem würde ich sagen, dass ich mich nicht großartig verändert habe. Ich bin immer noch derselbe Typ.

Neben der Corona-Krise ist auch Rassismus derzeit weltweit ein großes Thema. Wie stehen Sie zu den aktuellen Protesten?

Ich wurde selbst noch nie rassistisch attackiert, weder auf dem Fußballplatz, noch als Privatperson. Ich muss aber sagen, dass ich nie besonders darauf geachtet habe. Es kann durchaus sein, dass ich diese Einstellung habe, um mich selbst zu schützen. Wenn es auf der Welt Probleme gibt, beschäftige ich mich zwar damit, ich setze mich jedoch nicht stundenlang mit meinen Freunden hin und diskutiere darüber. Ich unterstütze Aktionen gegen Rassismus, halte mich selbst aber eher zurück. Ich bin ein positiver Mensch, der einfach sein Leben leben möchte.


https://www.wort.lu/de/sport/martins-fr ... 784e35fe77

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2020, 09:00 
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16.07.2020

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Martins trifft erstmals für die Young Boys

Christopher Martins hat am Mittwochabend ein kleines Stück Luxemburger Fußballgeschichte geschrieben.

Endlich hat es geklappt! Christopher Martins durfte sich am Mittwochabend erstmals in der Schweizer Meisterschaft als Torschütze feiern lassen. In der 56. Minute der Partie gegen Servette Genf stand Luxemburgs Nationalspieler goldrichtig und beförderte den Ball nach einem Eckball mit dem rechten Knie ins Tor.

Seine Mannschaft, die Youngs Boys Bern, feierten am 31. Spieltag der Super League einen wichtigen 4:2-Heimsieg. Zumindest vorübergehend steht das Team aus der Schweizer Hauptstadt nun in der Tabelle wieder auf Platz eins. St.Gallen kann am Donnerstagabend jedoch mit einem Triumph gegen Luzern wieder vorbeiziehen.

Martins erzielte gegen Servette den wichtigen 2:1-Führungstreffer. Für den 23-Jährigen, der seit Sommer 2019 das Trikot der Youngs Boys trägt, war es eine Premiere. Noch nie hatte er sich für die Berner als Torschütze feiern lassen dürfen. Dementsprechend ausgelassen war dann auch der Jubel, inklusive Tänzchen.

Der Mittelfeldspieler schrieb gleichzeitig auch ein kleines Stück Luxemburger Fußballgeschichte. Er avancierte zum ersten Luxemburger Torschützen in der Super League seit 1754 Tagen! Am 26. September 2015 hatte Mario Mutsch dieses Kunststück zum letzten Mal beim 1:1 von St.Gallen gegen den Grasshopper Club Zürich geschafft.


https://www.wort.lu/de/sport/martins-tr ... 784e361b59

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. März 2021, 18:41 
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28.03.2021

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YB: Martins bezwingt mit Luxemburg Favorit Irland mit 1:0

Luxemburg schlägt Irland mit 1:0 und feiert den ersten Auswärtssieg in einer Qualifikation seit 13 Jahren. Mittendrin: Christopher Martins Pereira von YB.

Das Wichtigste in Kürze

- Luxemburg schlägt Irland in der WM-Quali auswärts mit 1:0.
- Damit schreibt der «Fussball-Zwerg» Geschichte.
- YB-Mittelfeldspieler Christopher Martins Pereira spielt beim historischen Triumph durch.

Am Samstagabend ereignet sich in Dublin ein kleines Märchen. Irland, der grosse Favorit, unterliegt Luxemburg in der WM-Qualifikation zuhause mit 1:0.

Für die Gäste ist das ein Riesen-Coup. Denn: Luxemburg hat seit 2008 kein einziges Quali-Auswärtsspiel mehr gewonnen. Der letzte Sieg liegt 13 Jahre zurück.

Und an diesen können sich auch die Schweizer Fans gut erinnern. Damals blamierte sich die Nati im Zürcher Letzigrund und verlor gegen den Underdog mit 1:2. Kurz vor dem Schlusspfiff schoss Leweck die Luxemburger zum Triumph.

Jetzt hat das Team von Trainer Luc Hotz wieder zugeschlagen. Anteil am Sieg in Irland hat auch ein Spieler des BSC Young Boys.

Christopher Martins Pereira ist fester Bestandteil des luxemburgischen Nationalteams, gegen Irland spielt er durch. 38 Länderspiele hat der 24-Jährige bereits absolviert. Seit Sommer 2019 läuft er für YB auf.

Das nächste Quali-Spiel der Luxemburger wird sicher nicht einfacher. Am Dienstag empfängt die Mannschaft nämlich Europameister Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo.


https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... 0-65896358

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. April 2021, 11:14 
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Zitat:
Martins schoss YB 2020 zum Titel

«Diesen Treffer werde ich nie vergessen»

Christopher Martins war der letzte Meisterschütze von YB. Nach langer Verletzung ist der Luxemburger zurück. Und kickte gleich mal mit Cristiano Ronaldo.

BLICK: Chris, erinnern Sie sich an den 31. Juli 2020?
Christopher Martins: Klar. Das Spiel in Sion, als wir Meister wurden. Moumi Ngamaleu setzt sich links durch, steckt mir den Ball durch. Ich will flanken. Plötzlich ist er drin …

Also ein Zufallstor?
Absolut. Das sollte eine Flanke werden.

Dieser Knaller unter die Latte sah aber gewollt aus …
War er aber nicht. Das gebe ich gerne zu.

Wissen Sie noch, wen Ngamaleu vernascht hat?
Das war rechts hinten. Ämh ... klar: Quentin Maceiras. Der nun bei uns ist. Ein toller Typ!

So ist es. Und Sie sind nun in der Hall of Fame als Meisterschütze und Nachfolger von Jean-Pierre Nsame, denn 2019 gab es ja keinen Meisterschützen, weil YB auf dem Sofa Meister wurde.
Ob es für die Hall of Fame reicht, weiss ich nicht. Es ist ja nicht ein einzelnes Tor, das einen zum Meister macht. Da waren vorher ganz viele Spiele und Torschützen. Trotzdem hoffe ich, dass die Fans dieses Tor noch lange in Erinnerung behalten. Ich werde es jedenfalls nie vergessen.

Sie selber sind wieder topfit, stellen wir fest. Mit Luxemburg haben Sie gleich nach Ihrer fünfmonatigen Verletzungspause drei Spiele in einer Woche bestritten. Und haben Geschichte geschrieben.
Der Sieg in Irland. Einen Auswärtssieg gegen ein Land von derartigem Renommee haben wir noch nie gelandet. Ich kann mich jedenfalls an keinen erinnern.

Ich schon. Gegen die Schweiz. 2008 in Zürich gegen die Nati von Ottmar Hitzfeld.
Das hatte ich nicht mehr auf dem Radar. Das Team um Jeff Strasser. Da war ich noch ganz jung …

In Irland hat Luxemburg Geschichte geschrieben. Sie persönlich gegen Portugal, trotz 1:3-Niederlage.
Uff. Der Pass zu Cristiano Ronaldo. Ich habe ihn wirklich nicht gesehen. Nach drei Spielen in so kurzer Zeit nach einer derart langen Verletzungspause war ich im Kopf nicht mehr ganz frisch. Aber so werde ich meinen Kindern eines Tages erzählen können, ich hätte mit Ronaldo zusammen gespielt (lacht).

Das Tor machte CR7 dann nicht. Haben Sie Ihrem Goalie dafür schon eins gezahlt?
Noch nicht. Das hole ich noch nach. Das hat er verdient.

Und YB verdient den Titel auch diese Saison. Wer wird gegen Lugano der Meisterschütze 2021?
Keine Ahnung. Aber das ist völlig egal. Wichtig ist, dass wir gewinnen und den Sack zumachen. Wir sind voller Vorfreude auf dieses Spiel.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 65520.html

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