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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Felix Mambimbi
 Beitrag Verfasst: Freitag 17. Juli 2020, 15:45 
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"Golden Boy": Von 100 auf 80! FCB-Trio & BVB-Duo weiter dabei

Seit dem Jahr 2003 vergibt die italienische Sportzeitung "Tuttosport" jährlich den Golden-Boy-Award für den besten Nachwuchsspieler der Saison. Nun wurde die Liste der Nominierten von 100 auf 80 verkleinert.

Nur zwei Bundesligaspieler konnten sich bislang den Golden-Boy-Award, den Titel für den besten Nachwuchsspieler, sichern. Im Jahr 2011 erhielt Mario Götze vom BVB den Preis. Renato Sanches, ehemals FC Bayern München, gewann den Award fünf Jahre später.

Gewinnt in diesem Jahr wieder ein Bundesliga-Star den begehrten Titel? Die Liste der Nominierten wurde mittlerweile von 100 auf 80 verkleinert. Jadon Sancho und Alphons Davies gehören nach wie vor zu den Top-Favoriten.

Nicht mehr im Rennen sind Leon Dajaku (FC Bayern), Giovanni Reyna (Borussa Dortmund) und Juan Miranda, der bis Ende Juni noch an Schalke 04 ausgeliehen war und nun wieder zum FC Barcelona zurückgekehrt ist. Dafür haben es Bayern-Neuzugang Tanguy Nianzou Kouassi und ''Lewy''-Backup Joshua Zirkzee in die Auswahl der 80 besten Nachwuchsspieler Europas geschafft.


Stürmer:

Karim-David Adeyemi (RB Salzburg) - 18, Marley Ake (Marseille) - 19, Myron Boadu (Alkmaar) 19, Rayan Cherki (Lyon) - 16, Jonathan David (Gent) - 20, Sebastiano Esposito (Inter) - 17, Daniel Fabio Silva (Porto) - 17, Ansu Fati (Barcelona) - 17, Lyle Foster (Cercle Brügge) - 19, Zeljko Gavric (Roter Stern Belgrad) - 19, Willem Geubbels (Monaco) - 18, Amine Gouiri (Lyon) - 20, Mason Greenwood (Manchester United) - 18, Erling Haaland (Borussia Dortmund) - 19, Mohammed Kudus (Nordsjaelland) - 19, Diego Lainez (Real Betis) - 20, Daniel Maldini (Milan) - 18, Felix Khonde Mambimbi (Young Boys) - 19, Antonio Marin (Dynamo Zagreb) - 19, Alejandro Jose Mendez Marqués (Juventus) - 19, Gabriel Martinelli (Arsenal) - 18, Michael Obafemi (Southampton) - 20, Paulinho (Bayer Leverkusen) - 20, Pedro Neto (Wolves) - 20, Reinier (Real Madrid) - 18, Rodrygo (Real Madrid) - 19, Jadon Sancho (Borussia Dortmund) - 20, Mateus Tete (Shakhtar) - 20, Ferran Torres (Valencia) - 20, Lassina Traore (Ajax) - 19, Heorhiy Tsitaishvili (Dynamo Kiev) - 19, Yari Verschaeren (Anderlecht) - 18, Vinicius Junior (Real Madrid) - 19, Dusan Vlahovic (Florenz) - 20, Joshua Zirkzee (Bayern München) 19, Matheus dos Santos Anthony (Ajax ) - 20, Jayden Braaf (Manchester City) - 17, Nils Gustav Georg Fröling (Kalmar FF) - 20, Luqman Hakim Shamsudin (KV Kortijk) - 18, Musa Juwara (FC Bologna) - 18, Rafael Camacho (Sporting Lissabon) - 20, Giacomo Raspadori (Sassuolo) - 20, Luka Romero (Mallorca) - 15.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/f ... 0009/34130


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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Felix Mambimbi
 Beitrag Verfasst: Samstag 31. Oktober 2020, 23:35 
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Exklusiv: Bundesligisten haben Felix Mambimbi im Blick

Felix Mambimbi wird bei gleichbleibender Entwicklung eine grosse Zukunft im Fussball-Profitum prophezeit. Die Eigenproduktion des BSC Young Boys weckt sogar schon Begehrlichkeiten in der Bundesliga.
Reihenweise Wechselangebote waren Jean-Pierre Nsame im diesjährigen Sommer vorgelegen. Im Umfeld des BSC Young Boys war die Sorge gross, dass der Goalgetter vom Dienst den Doublesieger nach drei Jahren Zugehörigkeit verlässt. Tat er aber nicht.

Für die Zukunft sollte man an der Papiermühlestrasse allerdings keine Bedenken haben. Mit Felix Mambimbi verpasst sich ein echtes Eigengewächs gerade selbst den letzten Schliff, um bei einem möglichen Nsame-Abgang in dessen Fussstapfen treten zu können.

Durch seine Geschwindigkeit, die gepaart mit hoher Dribblingqualität eine gefährliche Mischung ergibt, ist Mambimbi für die gegnerischen Abwehrreihen nur schwer zu fassen. Wie 4-4-2.ch aus dem Umfeld des Spielers erfahren hat, signalisieren insbesondere einige Bundesliga-Klubs Interesse am Schweizer U19-Nationalspieler. Auch Vereine aus anderen Topligen sind bereits auf ihn aufmerksam geworden.

Eine Veränderung ist laut dem Karriereplan des 19-Jährigen aber erst mal nicht vorgesehen. Die Berner hatten ihr Juwel im vorigen Sommer mit einem bis Ende Juni 2022 datierten Arbeitsverhältnis ausgestattet. Die Vorstellungen korrelieren jedenfalls – auch der BSC Young Boys plant langfristig mit Mambimbi.

https://www.4-4-2.com/bundesliga/exklus ... -mambimbi/


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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Felix Mambimbi
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. November 2020, 19:23 
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Matchwinner gegen Sofia

Mambimbi nutzt Chance und ist «eine gute Option»

Bei seiner Startelf-Premiere in der Europa League trumpft der 19-jährige YB-Stürmer gross auf. Vom Trainer gibt es ein Lob.

Vor dem Heimspiel gegen ZSKA Sofia hatten die Young Boys in 5 Super-League- und 2 Europa-League-Partien 7 Treffer erzielt. Ein Tor pro Spiel ist eine Ausbeute, mit der man beim Schweizer Meister sicher nicht zufrieden ist. So forderte denn auch Fabian Lustenberger im Vorfeld der Partie gegen die Bulgaren, dass YB wieder einmal eine Machtdemonstration mit 3 oder 4 Toren in einem Spiel abliefern müsse.

Und die Mannschaft wurde dieser Aufforderung gegen Sofia mit einem 3:0-Sieg gerecht. Trainer Gerardo Seoane hatte im Vergleich zum 1:1 bei Cluj in der Vorwoche auf 5 Positionen umgestellt. Diese Massnahme zahlte sich aus. «Wir bereiten die Spiele entsprechend dem Gegner vor und stellen sicher, dass wir die besten Lösungen finden», erklärte Seoane.

Keine Anlaufzeit bei Premiere

Die beste Lösung war an diesem Abend Felix Mambimbi. Der 19-jährige Stürmer stand auf europäischer Bühne erstmals in der Startelf und brauchte überhaupt keine Anlaufzeit. Bereits in der 2. Minute nutzte der U21-Internationale einen Fehler in der ZSKA-Defensive eiskalt zur 1:0-Führung. Nach etwas mehr als einer halben Stunde war er per Kopf auch für das 3:0 besorgt.

«Als Stürmer muss man einfach bereit sein, wenn sich eine Gelegenheit bietet», sagte Mambimbi nach der Partie. Der Freiburger freute sich über seinen gelungenen Auftritt. «Für einen 19-Jährigen sind 2 Tore in der Europa League nicht alltäglich. Es ist ein spezieller Tag für mich.»

Er ist sehr viel gelaufen für das Team und hat seine Präsenz auf dem Platz gezeigt.
Autor: Gerardo Seoaneüber Felix Mambimbi

Zufrieden war auch sein Trainer. «Ich freue mich sehr, wenn ein junger Spieler so auftrumpfen kann, Felix hat ein sehr gutes Spiel gemacht», lobte Seoane, dem nicht nur die 2 Tore seines Schützlings Freude bereiteten. «Er ist sehr viel gelaufen für das Team und hat seine Präsenz auf dem Platz gezeigt.»

Seoane ist überzeugt, dass Mambimbi für die Offensive der Young Boys auch für die kommenden Aufgaben eine «sehr gute Option» ist. Es würde nicht überraschen, wenn das Sturm-Talent im weiteren Verlauf der Saison immer wieder für Furore sorgen würde.


https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... ute-option

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Felix Mambimbi
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. November 2020, 19:24 
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Felix Mambimbi und seine Effizienz in der Europa League

«Ein 19-Jähriger macht nicht jeden Tag zwei Tore»

Zuletzt war der Motor des schnellen Felix Mambimbi etwas ins Stottern geraten. Jetzt schnurrt er wieder wie am Schnürchen: Erstes internationales Tor, erster Doppelpack.

Klasse, wie der Stadt-Fribourger nach gut neunzig Sekunden den Ball über Sofia-Goalie Busatto chippt. Klasse, wie er zwei Zeigerumdrehungen später Captain Antov den Ball abluchst. Weniger Klasse, dass er dann nicht für Nsame auflegt, sondern am Keeper scheitert. Das wäre das sichere 2:0 gewesen, nach vier Minuten. Klasse dann wieder, wie er mit einem Hechtkopfball Fassnachts tolle Vorlage zum 3:0 einnetzt. Es war die Entscheidung. Und bereits das Schlussresultat nach 31 Minuten.

Logisch war der Romand zufrieden: «Von der ersten Minute an haben wir gezeigt, dass wir bereit waren. Wir haben ein grosses Spiel mit hoher Intensität hingelegt. Derart viele Efforts über neunzig Minuten durchzuziehen, ist schwierig. Aber der Coach hat das sehr gut gemacht und mit fünf Wechseln die nötige Frische hineingebracht.»

Und er selber? «Ich bin natürlich sehr zufrieden. Ich bin ein Offensivspieler. Mein Job ist es Tore zu schiessen. Heute ist mir das zwei Mal geglückt.» Zum 1:0 sagt er: «Den Chip über den Goalie halte ich für einen sehr schönen Move. In dieser Situation dachte ich, es sei der richtige.» Richtig gedacht.

Zuletzt war der Mann, der Ikone Guillaume Hoarau zum Abschuss der YB-Zeit den Stammplatz weggeschnappt hatte, nicht mehr immer erste Wahl gewesen. Wenn Trainer Gerry Seoane mit zwei klassischen Stürmern spielen liess, hatte Meschak Elia als Nebenmann von Tormaschine Jean-Pierre Nsame die Nase meist vorne gehabt. Im Cupfinal zum Beispiel stand Mambimbi nicht mal im Aufgebot… «Wir haben versucht mit Felix einen Spieler zu finden, der uns die Räume zwischen Mittelfeld und Sturm mit guten Lösungen und Anschlussaktionen bespielt. Wir waren überzeugt, dass dies eine gute Variante wäre für dieses Spiel. Deshalb haben wir das gemacht», erklärt der Luzerner in der Trainer-Technokraten-Sprache, weshalb er Mambimbi das Vertrauen geschenkt habe. «Und Felix hat das sehr gut gemacht. Zusätzlich hat er die Kapazität in die Tiefe anzugreifen und er ist gut im eins gegen eins.» Felix, so Seoane weiter, habe ein tolles Spiel gezeigt mit Laufwegen in die Tiefe und mit Box-Präsenz. «Er ist für die Mannschaft viel gelaufen und hat sich mit zwei Toren belohnt. Er macht eine tolle Entwicklung.»

Einzig die Zahlen in der Super League müssen besser werden. Erst zwei Tore in 23 Spielen. Das ist definitiv verbesserungswürdig. Seine internationale Bilanz hingegen hat er gegen ZSKA Sofia ganz schön aufgepeppt: Nun steht er bei zwei Toren. Es waren ja seine ersten beiden internationalen Treffer auf Erwachsenenlevel – und das in nur sechs Spielen. Respektive in nur gerade mal 142 Minuten, weil er international bislang immer nur Joker gewesen war. Alle 71 Minuten ein Tor. Das ist richtig stark! «Ein 19-Jähriger macht nicht jeden Tag zwei Tore in der Europa League», sagt der Stürmer und bezeichnet den 5. November als «speziellen» Tag.

Und der nächste spezielle Tag kommt schon ganz schnell. Am Sonntag, wenn es heisst: Erster gegen Zweiter in der Super League. YB gegen St. Gallen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/fel ... 82125.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Felix Mambimbi
 Beitrag Verfasst: Montag 9. November 2020, 01:48 
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Der steile Aufstieg des YB-Talents geht weiter

Wird ein Kleiner bald schon einer der ganz Grossen? Felix Mambimbi das nächste Schweizer Sturm-Juwel

Spätestens mit seinem Doppelpack in der Europa League hat sich der erst 19-jährige Mittelstürmer Felix Mambimbi in den Fokus der Schweizer Fussballfans gespielt. Das Talent der Young Boys ist wohl das nächste grosse Schweizer Sturm-Juwel.

Der Super League gehen die Sturmtalente nicht aus

Gleich vier Schweizer Mittelstürmer haben diesen Sommer den Sprung ins Ausland gewagt. Kemal Ademi wechselte von Basel in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul. Cedric Itten zog es nach seinem Nati-Debüt zu den Glasgow Rangers. Luzern-Eigengewächs Darian Males wurde für eine Millionenablöse zu Inter Mailand transferiert und U21-Nati-Stürmer Andi Zeqiri hat sich dem Premier-League-Team Brighton and Hove Albion angeschlossen. Hauptsächlich die letzten beiden gelten als grosse Schweizer Talente, die Sturm-Juwelen der nächsten Generation. Wer nun denkt, der Super League gehen die Nachwuchshoffnungen im Sturm aus, der irrt sich gewaltig. Mit dem Berner Felix Mambimbi steht ein nächstes grosses Sturm-Juwel bereit.

Wobei das Wort gross auf den wirbligen YB-Stürmer nicht wirklich zutrifft. Mambimbi ist gerade einmal 1.70 Meter gross. In seiner Spielweise erinnert er so auch mehr an den abgewanderten Roger Assalé als an den bulligen Jean-Pierre Nsame, um ihn mit seinen bisherigen Sturmkollegen bei den Bernern zu vergleichen. Zuletzt war aus dem Umfeld des Stürmers zu vernehmen, dass hauptsächlich Bundesliga-Clubs starkes Interesse an ihm bekunden würden. Auch Vereine aus anderen Top-Ligen haben bereits angeklopft. Das ganze zeigt wohl, was für ein Talent die Berner in ihren Reihen wissen. Sein Marktwert beläuft sich derzeit auf zwei Millionen Euro, die Tendenz geht ganz klar nach oben. Mambimbi legt derzeit bei den Young Boys einen sehr steilen Aufstieg hin.

Der nächste Nati-Knipser?

Felix Mambimbi ist gebürtiger Fribourger, aufgewachsen ist er im Stadtteil Schönberg. Beim FC Schönberg machte er dann auch seine ersten fussballerischen Schritte, bevor er via Fribourg bei den Young Boys landete. Dort durchlief er die Nachwuchsabteilung, ehe er am 17. Februar 2019 gegen den FC Zürich in der Super League debütierte. Für die Schlussminute wurde er damals eingewechselt. Es dauerte danach einige Monate, doch nach der Sommervorbereitung auf die Saison 2019/20 hin gehörte er plötzlich regelmässig dem Berner Aufgebot an. In der Europa League sammelte er erste Einsatzminuten auf der internationalen Bühne und gegen Neuchâtel Xamax konnte er sich ein erstes Mal als Super-League-Torschütze feiern lassen.

In der Nationalmannschaft erklimmt das Sturmtalent Stufe für Stufe. Nach der U19 wurde er zuletzt erstmals in der U21 eingesetzt. Behutsam baut man auch beim SFV den vielleicht künftigen Nati-Knipser auf. In der aktuellen Saison kam der 19-Jährige bislang zu 257 Spielminuten in diversen Wettbewerben mit den Young Boys. Mit dem Doppelpack vom letzten Donnerstag kommt er bislang auf drei Treffer. Beim amtierenden Schweizer Meister steht Mambimbi noch bis 2022 unter Vertrag. Eins scheint sicher zu sein, das Spiel gegen Sofia wird nicht das letzte gewesen sein, dem Felix Mambimbi durch seine Treffer den Stempel aufgedrückt hat. Von diesem jungen Fribourger Stürmer wird man noch viel sprechen, nicht nur in der Schweiz.


https://sport.ch/superleague/649925/zig ... -de-suisse

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Felix Mambimbi
 Beitrag Verfasst: Samstag 28. November 2020, 12:47 
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YB-Juwel Felix Mambimbi

Sie nannten ihn «Kelloggs»

Aufgewachsen ist er im «Medellín» von Freiburg, fussballerisch entfaltet hat er sich bei YB. Und gross rauskommen, das will der 19-jährige Felix Mambimbi als Nächstes.

«Für euch», sagt Felix Mambimbi und blickt dabei gar nicht einmal so unernst, «für euch war mein Aufstieg steil. Aber für mich war er eine einzige Geduldsprobe.»

Dazu eine kurze Bestandesaufnahme: Mambimbi, 19 Jahre alt, spielt seit einem Jahr in der ersten Mannschaft von YB, vor drei Wochen hat er beim 3:0 gegen ZSKA Sofia seine ersten Tore im Europacup erzielt. Mit 17 kam er in die U-21, mit 14 in die U-16, und ganz zu Beginn, als Knirps, hatte er bei den Jugendlichen auf dem Quartierplatz mitgespielt.

Der Aufstieg durch den Berner Fussball von Felix Mambimbi ist rasant, seinem Alter ist er immer mindestens einen Schritt voraus. Die ganze Kindheit scheint für den quirligen Felix eine Geduldsprobe zu sein. Es fängt an im Schönberg-Quartier in Freiburg. Felix will nicht runter vom Platz, und sobald er mal zu Hause ist, fragt er, wann er wieder zum Fussball darf.

Das Schönberg-Quartier ist nicht irgendein Viertel. 100 Nationen verteilen sich auf 10’000 Einwohner. Ein Graben trennt die Stadt von ihrer vermeintlichen Problemzone, nur eine Brücke führt darüber. Vom Schönberg kann man auf die Stadt hinunterschauen, aber in Tat und Wahrheit blickt die Stadt oft hinunter auf das Viertel. «Medellín de Fribourg», sagt man unten abschätzig und oben stolz. Unordnung, Lärm, Kleinkriminalität, so die Vorurteile über das Quartier. Es ist in Verruf geraten, Ende der 90er-Jahre, als Mambimbi dort aufwächst. Zu Unrecht, wie er findet. «Wir fühlten uns wie in einer kleinen Burg. Aber es war immer friedlich.»

«Wir fühlten uns wie in einer kleinen Burg.»

Diese Burg ist Mambimbis Welt, und der Fussballplatz ist das Zentrum dieser Welt. «Mon Repos» heisst er, wie eine Manege liegt er in den Hochhäusern. Mambimbi ist ein kleiner Artist, mit dem Ball kann er mehr als die Mädchen und Jungen in seinem Alter. «Kelloggs» nennen sie ihn, weil er so klein ist, wie die Müesli-Flocke. Eine Flocke mit ganz schön flinken Füssen.

Diese Welt wird schnell zu klein für ihn. Mambimbi kommt rasch vorwärts, auch wenn ihm das in seiner Dimension der Geduld nie so vorkommt. Mit 10 Jahren geht es zur U-12 der Auswahl des Freiburger Fussballverbands (AFF). Und zwei Jahre später landet er schon bei YB, ein Schritt, der im Austausch zwischen den beiden Formationszentren erst im Alter von 16 Jahren vorgesehen ist. «Für mich war das immer alles ganz normal», sagt Mambimbi. Er pendelt fortan mit dem Zug nach Bern. «Wir waren vier, fünf Jungs aus dem Raum Freiburg, es war immer etwas los.»

Viel los ist auch, wenn Mambimbi auf dem Platz steht. Als YB im Herbst 2018 in der Champions League spielt, tritt er parallel mit dem Nachwuchsteam in der Uefa Youth League auf. Im Februar 2019 debütiert er in der Super League. Und im Herbst 2019 platzt bei ihm der Knoten auf eine beispiellose Art. Mambimbi schiesst in der U-21 Tor um Tor, erst drei, dann fünf in einem Spiel. In fünf Partien kommt er auf elf Treffer. In der ersten Mannschaft wird er in der Folge immer wieder eingesetzt, die Wochenenden im Nachwuchsteam werden seltener. Im September 2019 holt ihn YB offiziell «hoch» und stattet ihn mit einem Profivertrag aus. Laufzeit: drei Jahre. «Für mich war das der Lohn für viel Arbeit», sagt Mambimbi.

Auch auf nationaler Ebene ist man früh auf das grosse Talent aufmerksam geworden. Und auch hier ist Mambimbi der Jüngste, immer und überall. Zusammen mit dem ebenfalls steil aufsteigenden Leonidas Stergiou vom FC St. Gallen spielt er in der Regel zwei Jahre über seinem Alter. In der U-21 unter Trainer Mauro Lustrinelli gibt er im Oktober sein Debüt, einen Monat später gehört er in den Spielen gegen Aserbeidschan und Frankreich bereits zur Startelf.

Inzwischen hat sich Mambimbi gut zurechtgefunden im Alltag des Fussballprofis. Die Ausbildung an der Fachmittelschule hat er abgeschlossen, den Führerschein in der Tasche. Im Interview wechselt er von sich aus von Französisch auf Deutsch, den Unterricht bei YB scheint er gewissenhaft besucht zu haben. Und seit der 18-jährige Fabian Rieder in der ersten Mannschaft mitspielt, ist er offiziell auch nicht mehr das Küken im Team. Vielmehr ist er im YB-Sturm aktuell gar die Nummer 3, hinter Jean-Pierre Nsame («er zieht viel Aufmerksamkeit auf sich, das ist gut») und Meschack Elia, vor Jordan Siebatcheu.

Sprüche für den «Golden Boy»

Mit Elia kann der Sohn kongolesischer Einwanderer auf Lingala parlieren, im Dialekt aus der Ecke des riesigen Landes, wo sowohl Elia als auch Mambimbis Eltern herkommen. Die Familie in Freiburg, mittlerweile in Granges-Paccot zu Hause, ist Mambimbi nahe, ein Umzug nach Bern kommt für ihn deswegen noch nicht infrage. Seine Mutter arbeitet in Freiburg im Spital, sein Vater beim Milchproduzenten Cremo. «Sie sind zu Hause in der Region, deswegen bleibe ich vorerst bei ihnen.»

In diesem Sommer machte der Name Mambimbi in Europa die Runde, als das italienische Fachmagazin «Tuttosport» ihn im Rahmen der Wahl zum «Golden Boy» in die Liste der 100 vielversprechendsten Talente aufnahm. Den Award gewann schliesslich Dortmunds Juwel Erling Haaland, aber im Team hat ihm die Nomination nebst vielen Sprüchen auch Respekt verschafft. Er ist nicht mehr «Kellogs», «ich bin jetzt der Golden Boy», sagt er und hält sich sogleich die Hand vor den Mund. Angeben will er damit nicht. Aber zwei Meistertitel und ein Cupsieg sind keine bescheidenen Dekorationen für einen 19-Jährigen. Es geht weiterhin steil bergauf für Felix Mambimbi. Auch wenn ihm das nicht so vorkommen mag.


https://www.bernerzeitung.ch/sie-nannte ... 6702290838

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