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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Montag 12. April 2021, 09:22 
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Zitat:
Der YB-Captain im Interview

«Wir werden alles daransetzen, den Sack zuzumachen»

Weil er die vierte Gelbe kassiert hat, fehlt Fabian Lustenberger nächsten Sonntag gegen Lugano. Trotzdem hofft er auf den letzten Schritt zum Titel.

(Keystone)

Fabian Lustenberger, haben Sie am Samstag vor dem TV mit der Konkurrenz mitgefiebert?

Ich habe mir die Spiele zu Hause angeschaut, ja. Und natürlich habe ich gehofft, dass Lausanne gegen Lugano noch den Ausgleich schiessen wird. Zumal ihr Goalie in der 90. Minute ja noch die Chance dazu hatte. Weil nach diesem Spiel schon klar war, dass wir es nicht schaffen können, habe ich Luzern - Basel entspannt verfolgt. Nun können wir nächsten Sonntag den Sack zumachen, und wir werden alles daransetzen, das zu tun.

Wie gross ist Ihre Vorfreude darauf?

Bei mir ist sie im Moment ehrlich gesagt etwas gedämpft. Ich habe die vierte Gelbe Karte kassiert und werde deshalb das Spiel gesperrt von der Tribüne aus verfolgen müssen. Aber ich werde natürlich mitfiebern. Es wäre schön, wenn wir zu Hause alles klarmachen könnten.

«Es ging für uns in erster Linie darum, eine Reaktion zu zeigen.»
Fabian Lustenberger

Keystone)

Fabian Lustenberger, haben Sie am Samstag vor dem TV mit der Konkurrenz mitgefiebert?

Ich habe mir die Spiele zu Hause angeschaut, ja. Und natürlich habe ich gehofft, dass Lausanne gegen Lugano noch den Ausgleich schiessen wird. Zumal ihr Goalie in der 90. Minute ja noch die Chance dazu hatte. Weil nach diesem Spiel schon klar war, dass wir es nicht schaffen können, habe ich Luzern - Basel entspannt verfolgt. Nun können wir nächsten Sonntag den Sack zumachen, und wir werden alles daransetzen, das zu tun.

Wie gross ist Ihre Vorfreude darauf?

Bei mir ist sie im Moment ehrlich gesagt etwas gedämpft. Ich habe die vierte Gelbe Karte kassiert und werde deshalb das Spiel gesperrt von der Tribüne aus verfolgen müssen. Aber ich werde natürlich mitfiebern. Es wäre schön, wenn wir zu Hause alles klarmachen könnten.

«Es ging für uns in erster Linie darum, eine Reaktion zu zeigen.»
Fabian Lustenberger

Am Donnerstag eliminierte St. Gallen die Young Boys mit einem 4:1-Sieg aus dem Cup. Wie gross waren Ihre Revanchegelüste?

Es ging nicht darum, an St. Gallen Revanche zu nehmen. Es ging für uns in erster Linie darum, eine Reaktion nach diesem schlechten Spiel zu zeigen. Allerdings muss man mit etwas Abstand auch festhalten, dass es menschlich ist, einmal einen solchen Tag einzuziehen. Wir hatten in dieser Saison wenige schlechte Spiele, in der Liga haben wir nur einmal verloren. Nun war St. Gallen im Cup besser, hat verdient gewonnen. Es ist gut, konnten wir eine entsprechende Reaktion zeigen.

Was machte YB anders als am Donnerstag?

Wir haben im Cup nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Und dann kamen mehrere Faktoren zusammen: Nun hatten wir Heimvorteil, und wir fühlen uns auf dem Kunstrasen einfach wohler. Dann gingen wir in Führung, was immer wichtig ist. Und vielleicht war es auch einfach eine Frage der Kraft. Es ging ja praktisch nahtlos weiter, wir konnten wechseln, sie aber spielten praktisch mit der gleichen Mannschaft.

Spielt YB gegen St. Gallen, ist immer Zunder drin. Warum eigentlich?

Sie haben ein spezielles System mit ihrem Pressing und Umschaltspiel. Diese Philosophie hat keine andere Mannschaft in der Schweiz. Das macht das Spiel extrem schnell, du musst hellwach sein, es geht hin und her, mit ihren Läufen machen sie uns das Leben immer schwer. Deshalb sind die Partien immer umkämpft und intensiv.


https://www.bernerzeitung.ch/wir-werden ... 3009787478

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Montag 19. April 2021, 09:52 
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Das etwas andere Meister-Interview mit YB-Captain Fabian Lustenberger

«Ich habe den Meister in meiner Frau gefunden»

Alles Meister oder was? Meisterlich wie Captain Fabian Lustenberger (32) YB zum zweiten Meistertitel seit seiner Rückkehr führt. Die endgültige Entscheidung erlebte er gelbgesperrt als … Tribünenmeister.

lick: Fabian Lustenberger, wie fühlt sich das an: Tribünenmeister?
Lustenberger: Die Sperre war sicher nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Aber was zählt, ist der Meistertitel.

Was ist geiler: Zweitliga-Meister mit Hertha oder Meister mit YB?
Auch wenn die Zweitligatitel und die Aufstiege mit Hertha schön waren – ein nationaler Titel, also Meister mit YB, ist schon noch eine andere Hausnummer.

Die Frage deshalb, weil sie bei YB nur Geistermeister sind, das Gefühl mit Fans zu feiern nicht kennen…
Gut, letztes Jahr waren immerhin 1000 Fans im Stadion. Jetzt gar niemand. Das ist natürlich sehr schade. So kenn ich halt nichts anderes. Also will man das gerne einmal mit den Fans teilen und die Familie im Stadion haben. Das wäre schon noch emotionaler.

Zwei Sätze zu Meistertrainer Gerry Seoane?
Er hat zusammen mit seinem Staff eine Superarbeit in den letzten drei Jahren abgeliefert. Denn es ist nie einfach, Erfolge zu bestätigen. Das gilt für den Trainer ebenso wie für die Spieler. Er kann deshalb stolz sein darauf und das für seine Zukunft auch so mitnehmen.

Was ist das Geheimnis der Meistermannschaft?
Die Breite im Kader! Auch wenn das kein Geheimnis ist. Wir haben eine unglaubliche Kadenz an Spielen gehabt, auch mit der Europa League. Die Breite ist der Schlüssel dazu, rotieren zu können. So ist jeder Spieler im Rhythmus und im Saft und kann dem Team immer sofort weiterhelfen.

Wer ist der Zeremonienmeister in der Kabine?
Moumi Ngamaleu ist sicher immer mit dabei, auch Dävu von Ballmoos oder Fasi, also Christian Fassnacht.

Und wer der Schatzmeister?
Das ist Dävu. Der hat das von Marco Wölfli übernommen. Er achtet darauf, dass Bussen immer pünktlich in die Mannschaftskasse einbezahlt werden.

Wer ist der YB-«Tätschmeister» – schon Sie?
Kommt darauf an, wie man das definiert … Als Captain ist man das natürlich automatisch ein Stück weit. Ich versuche jedenfalls vorneweg zu gehen, gewisse Sachen im Lot zu halten und Dinge auf und neben dem Platz zu organisieren. Ich sehe mich zwar nicht als Tätschmeister, aber wahrscheinlich läuft es schon auf das hinaus.

Wer ist Ihr persönlicher Meisterheld?
Alle, die in irgendeiner Form zum Erfolg beigetragen haben. Sehr wichtig sind die Spieler, die etwas hintanstehen, die nicht immer spielen, nicht immer im Kader sind. Die geben im Training immer Gas. Wenn sie mal gebraucht werden und zum Einsatz kommen, helfen sie uns. Diejenigen, die nicht immer im Startelf-Fokus stehen, sind genau so wichtig wie die anderen.

Worin sind Sie meisterlich?
Uff! Ich rede nicht gerne über mich selber … Die Antwort «als Fussballer» ist wohl langweilig … Vielleicht ist meine Titelquote in der Schweiz meisterlich. Ein Jahr FC Luzern, zwei Saisons YB, drei Titel. Diese Quote ist gut – oder?

Was wären Sie lieber: Wintermeister oder Bademeister?
(lacht laut) Wintermeister ist schön und gut, aber davon kann man sich nichts kaufen. Und Bademeister? Ich passe zwar in der Badi auf die Kinder auf, okay. Aber doch lieber Wintermeister.

Einmal findet bekanntlich jeder seinen Meister. Haben Sie Ihren schon gefunden?
Äämh … Ich denke, in meiner Frau, sehr positiv gemeint: Moni und ich bilden ein sehr gutes Team. Da habe ich Glück gehabt, solch eine Meisterin gefunden zu haben.

Sie hat also die Hosen an …
Nicht unbedingt. Wir beide haben die Hosen an. Das passt wunderbar.

Von welchem Ort wären Sie gerne Bürgermeister?
Ich habe immer noch eine sehr enge Beziehung zu Berlin, weiss aber nicht, ob das ein attraktiver Job wäre. Bei uns gibt es ja keine Bürgermeister, also soll es der Gemeindepräsident sein in einem kleinen Dorf in der Schweiz. Am ehesten in Schenkon LU, wo ich wohne.

Wären Sie ein guter Hausmeister?
Ich glaube schon. Es würde zwar alles ein bisschen länger dauern, weil ich die Dinge genau mache. Aber ich wäre grundsätzlich ein guter, ja.

Sind Sie in irgendwas schon Altmeister?
Wenn ich sehe, dass ich mit Spielern mit Jahrgang 2000 zusammenspiele, oder sogar mit Fabian Rieder, der 2002 hat, dann fühlt man sich bei 14 Jahren Unterschied schon etwas als Altmeister. Als ich 2007 nach Berlin ging, war Fäbu gerade mal fünf Jahre alt. Da war ja noch nicht mal absehbar, ob er Fussballprofi werden würde. Umgekehrt halten einen so viele Junge um dich herum jung.

Welchen Weltmeister würden Sie gerne kennenlernen?
Als Schweizer hat man da immer Roger Federer im Hinterkopf. Weil er sich seit Jahrzehnten auf unglaublichem Niveau bewegt. Ich habe ihn einmal vor zehn Jahren bei einem Nati-Zusammenzug kurz kennengelernt. Als er da frisch von der Leber erzählte, spürte man, dass er keine Allüren hat und menschlich top ist. Ein persönliches Treffen mit ihm würde mir sicher imponieren.

Obwohl er Sympathisant des falschen Klubs ist?
Ja, kein Problem.

Es heisst ja, Übung mache den Meister. Wo stimmt diese Redensart bei Ihnen mit Sicherheit nicht?
Kochen! Erstens übe ich da zu wenig. Zweitens kocht meine Frau sensationell. Da würden die Kinder schnell mal sagen, ich soll aufhören damit und Mami solle das wieder machen …

Wo zeigen Ihnen Ihre drei Kinder den Meister?
In der Power und Lebensfreude, die sie haben. Da ist immer Action. Auch wenn du müde von einem Spiel zurückkommst, wollen die Kids immer noch etwas machen und Gas geben. Die werden nie müde und wollen dann am Abend dann gefühlt auch nicht schlafen.

Mussten Sie in den Pandemiewellen oft den Schulmeister geben?
Ja! Und es war nicht einfach. Ich habe grössten Respekt vor jenen, die das über eine lange Zeit machen. In der Schweiz sind die Schulen zum Glück wieder offen. Wenn ich da Kontakt mit Deutschland habe, dann ist das Home Schooling dort extrem. Ich war ein eher strenger Lehrer. Unter dem Strich haben wir das aber ganz gut gehandhabt.

Aber den Wachtmeister müssen Sie noch nicht oft geben…
Nein. Dafür sind sie noch ein bisschen zu klein. Ab und zu muss man Nein sagen und durchgreifen. Das kommt in den nächsten Jahren wohl öfters auf mich zu.

Schaffen Sie eine Flasche Jägermeister?
Ich bin nicht Jägermeister-Fan. Abgesehen davon verträgt man das in meinem Alter nicht mehr so. Ich trinke lieber ab und zu ein Bier oder ein Glas Wein.

Wobei wären Sie gerne ein Grossmeister, wenn nicht Schach?
Schach spiele ich nicht. Aber ich liebe Tennis. Da wäre ich gerne besser. Im Moment fehlt die Zeit. Aber sich nach der Karriere verbessern und sich mit Kollegen austoben, das würde mich reizen.

Wer war Ihr bester Lehrmeister?
Ich denke da am ehesten an Lucien Favre, weil er mir die Chance gab, in der Bundesliga Fuss zu fassen. Auch wenn ich von jedem Trainer etwas mitgenommen habe. Beginnend bei Ciri Sforza beim FCL bis zu Gerry bei YB.

Den Kapellmeister gibts ja auch noch... Welches Instrument spielen Sie?
Keines. Ich habe zwar manchmal das Gefühl, singen zu können. Aber ich werde dann jeweils schnell von Moni und den Kindern auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Worin ist Ihre Frau Weltmeisterin?
Sie hält die Familie zusammen. Sie war ja von 2017 bis 2019 zwei Jahre alleine in der Schweiz, als ich noch in Berlin war und hat das sensationell gemeistert. Denn das war alles andere als einfach. Da hat sie gezeigt, dass sie Weltmeisterin darin ist, für die Familie da zu sein. Zudem ist sie mein grosser Rückhalt, auch dann, wenn ich mal mit schlechter Laune vom Fussball nach Hause komme. Und sie kocht natürlich super!

Was liegt Ihnen näher? Braumeister oder Bäckermeister?
Schon wieder Alkohol?! Also ich wäre lieber Bäckermeister, weil ich den Zopf am Sonntag liebe. Das habe ich in Berlin vermisst.

Welches ist das Meisterwerk Ihres Lieblingskünstlers?
Sie stellen Fragen.... Da gäbe es Tausende. Okay: Meine Söhne haben mir ein Plakat gemalt, als wir letztes Jahr in Sion Meister wurden. Das haben sie dann an die Garagenwand geheftet und mich überrascht, als ich aus dem Wallis zurückkam. Also ist es im wahrsten Sinn des Wortes ein Meister-Werk …


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 68742.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Dienstag 20. April 2021, 00:14 
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YB-Captain Lustenberger

«Wir werden feiern – aber mit Bedacht»

Corona macht die Meisterfeier zur Geisterfeier. Dennoch wollen die YB-Spieler Party machen – aber mit Bedacht.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 68695.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 21. April 2021, 18:11 
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Schock für Meister YB

Captain Lustenberger fällt lange aus

Nur wenige Tage nach dem Gewinn des Meistertitels verletzt sich Fabian Lustenberger schwer. Er muss operiert werden und fällt mindestens sechs Monate aus.

Noch am Sonntag feierte Fabian Lustenberger im Stade de Suisse mit YB den Meistertitel. Drei Tage später der Schock für die Berner: Der Captain reisst sich im Training die Achillessehne und muss sich einer Operation unterziehen. Bis mindestens im Oktober steht der 32-Jährige dem Meister nicht zur Verfügung, Sportchef Spycher spricht von sechs bis neun Monaten. «Es passierte beim Einlaufen», erklärt der Ex-Natispieler. «Bei einem Sprung über eine kleine Hürde hat Fabian einen Schlag in der Ferse gespürt, seine Achillessehne ist gerissen. Das zeigt, wie brutal das Leben sein kann.»

Bitter für die Young Boys: Der Luzerner verpasst nicht nur den Start der nächsten Super-League-Saison, sondern auch die wichtigen Qualifikationsspiele für die Champions League, die Ende Juli stattfinden.

Auch Lustenberger selbst meldet sich zu Wort: «Natürlich bin ich im Moment niedergeschlagen und enttäuscht. Aber ich versuche, den Blick bereits nach vorn zu richten und werde alles dafür tun, so bald wie möglich wieder für YB zu spielen. Bis zu diesem Zeitpunkt werde ich die Mannschaft neben dem Feld tatkräftig unterstützen.»

Am Donnerstag müssen die Young Boys die Reise nach Zürich also ohne ihren Captain antreten. Spycher versichert: «Die Mannschaft wird bestrebt sein, die YB-Werte, die Fabian als Captain derart vorbildlich vorlebt, weiter umzusetzen und bereits am Donnerstag beim Spiel in Zürich wieder auf den Platz zu bringen.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 75303.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 21. April 2021, 19:06 
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FABIAN LUSTENBERGER FÄLLT LANGE AUS

So nahe liegen Freude und Pech im Spitzensport beieinander: Fabian Lustenberger hat sich wenige Tage nach dem Gewinn des Meistertitels einen Riss der linken Achillessehne zugezogen. Der YB-Captain muss sich operieren lassen und steht dem Schweizer Meister auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung. Der Unfall ereignete sich am Mittwochmittag im Training beim Aufwärmen, der 32-Jährige verletzte sich bei einer Sprungübung.

Fabian Lustenberger sagt: «Natürlich bin ich im Moment niedergeschlagen und enttäuscht. Aber ich versuche, den Blick bereits nach vorn zu richten, und werde alles dafür tun, so bald wie möglich wieder für YB zu spielen. Bis zu diesem Zeitpunkt werde ich die Mannschaft neben dem Feld tatkräftig unterstützen.»

YB-Sportchef Christoph Spycher: «Wir sind geschockt. Am Sonntag feierten wir alle den Meistertitel, nun sind wir traurig. Wir werden Fabian sehr eng begleiten und ihm alle erdenkliche Unterstützung zukommen lassen. Und die Mannschaft wird bestrebt sein, die YB-Werte, die Fabian als Captain derart vorbildlich vorlebt, weiter umzusetzen und bereits am Donnerstag beim Spiel in Zürich wieder auf den Platz zu bringen.»

Der BSC Young Boys wünscht seinem Captain gute Besserung und freut sich bereits jetzt auf Fabian Lustenbergers Rückkehr zur Mannschaft und auf den Rasen.




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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 21. April 2021, 22:53 
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Lustenberger schwer verletzt

Auf den Titel folgt für YB die Schocknachricht

Der Captain der Young Boys, Fabian Lustenberger, zog sich am Mittwoch im Training einen Riss der Achillessehne zu. Der 32-Jährige fällt lange aus.

Als man Fabian Lustenberger vor wenigen Tagen zu einem längeren Gespräch traf, ging es auch um das Karriereende. Der 32-Jährige sagte: «Ich tue mich noch schwer mit diesem Thema. Kürzlich meinte meine Frau, ich solle mich langsam, aber sicher mit der Zeit nach der Karriere beschäftigen. Aber ich kann doch jetzt nicht sagen: In drei Jahren höre ich auf und mache dieses und jenes. Im Moment gehe ich davon aus, dass ich in drei Jahren noch immer auf diesem Niveau spielen kann. Aber vielleicht werde ich noch langsamer, habe noch mehr Wehwehchen, das ist alles unklar.»

Unklar ist jetzt auch, wann Lustenberger überhaupt wieder rennen, geschweige denn auf den Platz zurückkehren kann. Ihn plagen nun mehr als ein paar Wehwehchen. Der Abwehrchef zog sich am Mittwochmittag im Training vor dem Spiel am Donnerstag beim FC Zürich (20.30 Uhr) während einer Sprungübung einen Riss der Achillessehne zu. Er muss operiert werden und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Er versuche, den Blick bereits nach vorn zu richten, lässt sich Lustenberger in der Mitteilung von YB zitieren. «Ich werde alles dafür tun, so bald wie möglich wieder spielen zu können.» Sportchef Christoph Spycher spricht von einem Schock: «Am Sonntag feierten wir alle den Meistertitel, nun sind wir traurig.»

Die Meldung hat Auswirkung auf die Planung des Sportchefs. Der Ausfall des Innerschweizers ist ein herber Verlust für YB. Er ist auch dank seiner Routine ein Leistungsträger, kaum einer hat in dieser Saison öfter gespielt als er. Lustenberger wäre nächste Saison als Abwehrchef vorgesehen gewesen. Nun dürfte er mindestens bis Ende Jahr ausfallen.

Wie Wölfli 2013

Lustenberger ist nicht die erste prominente YB-Figur, die sich an der Achillessehne verletzt. Im Dezember 2013 zog sich Goalie Marco Wölfli beim Spiel in Thun diese schwere Blessur zu und fiel für rund acht Monate aus. Als er wieder fit war, hatte ihn Yvon Mvogo als Nummer 1 bei den Young Boys abgelöst.

Beim Gespräch vor wenigen Tagen sagte Lustenberger auch noch: «Das grosse Ziel ist, den Titel so lange wie möglich zu verteidigen. Mit YB habe ich einen Verein gefunden, in dem das möglich ist. Wir wollen weiter auf dieser Welle reiten und Erfolge feiern.» Nun haben sich seine Prioritäten verschoben. Es gilt erst, wieder gesund zu werden.

Gegen Sion sind hundert YB-Fans zugelassen

Gemäss Entscheid des Bundesrats sind bei den letzten drei Heimspielen von YB gegen Sion (25. April), Basel (8. Mai) und Luzern (15. Mai) jeweils hundert Zuschauer zugelassen. Die Geschäftsleitung habe sich ausführlich mit der Frage beschäftigt, an wen die jeweils hundert Tickets vergeben werden – im Wissen, dass es alle YB-Fans verdient hätten, an sämtlichen drei Partien im Stadion Wankdorf dabei zu sein, schreibt YB. Nach intensiven Diskussionen wurde folgender Entscheid getroffen: Gegen Sion werden unter den Besitzerinnen und Besitzern von Saisonkarten im Publikumsbereich fünfzigmal zwei Tickets verlost. Im Spiel gegen Basel werden die hundert verfügbaren Eintrittskarten an Sponsoren und Partner vergeben. Und gegen Luzern dürfen die YB-Spieler und die Mitglieder des Staffs ihre Familien ins Wankdorf einladen.

Am Mittwoch werden auf der YB-Geschäftsstelle fünfzig Abonnentinnen und Abonnenten ausgelost und per Mail darüber informiert, dass sie am Sonntag das Spiel im Stadion Wankdorf verfolgen und je eine Person mit YB-Dauerkarte mitnehmen dürfen. Die ausgelosten YB-Fans müssen bis spätestens am Donnerstag um 18 Uhr das YB-Mail beantworten und sich somit anmelden. Sonst geht der Platz an einen anderen YB-Fan weiter.


https://www.bernerzeitung.ch/auf-den-ti ... 8179027106

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 22. April 2021, 19:14 
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21.04.2021

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YB: Captain Lustenberger erleidet Riss in linker Achillessehne

Verletzungspech beim Meister! YB verkündet am Mittwoch, dass sich Routinier und Captain Fabian Lustenberger im Training einen Achillessehnenriss zugezogen hat.

Das Wichtigste in Kürze

- Fabian Lustenbergber muss operiert werden.
- Der YB-Allrounder hat sich am Mittwochmittag im Training schwer verletzt.
- Wann der 32-Jährige zurückkehren wird, ist noch unklar.

Das ist bitter! Nur wenige Tage nach dem Gewinn der Meisterschaft muss YB eine traurige Nachricht verkünden. Captain Fabian Lustenberger hat sich einen Achillessehnenriss zugezogen und fällt monatelang aus.

«Der YB-Captain muss sich operieren lassen und steht dem Schweizer Meister auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.» Das schreiben die Berner in einer Mitteilung via Twitter. Normalerweise muss aber mit einem Ausfall bis Ende Jahr gerechnet werden.

Der Unfall habe sich am Mittwochmittag im Training beim Aufwärmen ereignet. «Der 32-Jährige verletzte sich bei einer Sprungübung», heisst es weiter.

Lustenberger wird in der Stellungnahme wie folgt zitiert. «Natürlich bin ich im Moment niedergeschlagen und enttäuscht. Aber ich versuche, den Blick bereits nach vorn zu richten.»

Er werde alles dafür tun, so bald wie möglich wieder für YB zu spielen. «Bis zu diesem Zeitpunkt werde ich die Mannschaft neben dem Feld tatkräftig unterstützen.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ca ... e-65911096

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Samstag 24. April 2021, 20:54 
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Lustenbergers Gruss aus dem Spital: “OP gut überstanden”

Fabian Lustenberger hat die Operation an seiner lädierten Achillessehne gut überstanden. “Ab jetzt heisst es nach vorne schauen”, schreibt der Captain des BSC Young Boys.

Nach seiner schweren Verletzung ist die unumgängliche Operation bei Fabian Lustenberger erfolgreich durchgeführt worden. “Ich habe die OP gut überstanden und ab jetzt heisst es nach vorne schauen”, schreibt der Captain des BSC Young Boys auf Instagram.

Die Schocknachricht ereilte den Schweizer Meister unmittelbar nach Bekanntwerden des vierten nationalen Meistertitels in Folge. Lustenberger erlitt am Mittwochmittag im Training beim Aufwärmen während einer Sprungübung einen Riss der linken Achillessehne.

“Vielen Dank für die vielen Nachrichten und Genesungswünsche”, heisst es vonseiten des 32-Jährigen. “Danke an die ganze YB Familie für die riesige Unterstützung, welche ich in den letzten Tagen erhalten habe. Ich werde alles dafür tun, so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen.”

Lustenberger wird YB lange Zeit nicht zur Verfügung stehen. Dem Berner Captain droht im schlimmsten Fall bis zu einem halben Jahr Pause.

https://www.4-4-2.com/super-league/yb-b ... erstanden/


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Mai 2021, 09:02 
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14.05.2021

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"Darauf liegt in der Berichterstattung zu wenig Aufmerksamkeit"

Zwölf Jahre spielte der Schweizer Fabian Lustenberger für Hertha BSC, ehe er vor zwei Jahren zurück in seine Heimat ging. Ein Gespräch über Höhen und Tiefen in Berlin, Siegermentalität und die Vorzüge von Pal Dardai.

rbb|24: Fabian Lustenberger, Sie haben sich vor drei Wochen einen Achillessehnenriss zugezogen und mussten operiert werden. Wie geht es Ihnen inzwischen?

Fabian Lustenberger: Die erste Reha-Phase ist gut verlaufen, die Wundheilung ebenfalls. Jetzt versuche ich, möglichst schnell wieder gesund zu werden. Insgesamt ist die Rede von sechs bis neun Monaten Ausfallzeit. Aber letztlich geht es vor allem darum, wieder vollständig fit zu sein.

Die Schweizer Meisterschaft mit den Young Boys Bern konnten Sie immerhin noch auf dem Platz feiern, als Kapitän der Mannschaft. Es war bereits der vierte Titel in Folge. Verraten Sie uns doch bitte ihr Geheimnis!

Uns macht gut, dass wir eingespielt sind, dass in den letzten Jahren gut gearbeitet wurde im Verein. Ich merke das tagtäglich: Es herrscht ein gutes Klima, von oben nach unten. Wenn im Verein gute Strukturen bestehen, es klare Abläufe gibt, dann ist das Endprodukt auch meistens Erfolg. Bei uns ist es das auf jeden Fall. Hinzu kommt nach jetzt vier Meistertiteln in Folge natürlich auch ein gewisses Selbstverständnis. Nach dem Motto: Wenn wir an unsere Grenze kommen, wenn wir unsere Leistung abrufen, dann können uns Wenige schlagen. Das ist ein gutes Gefühl.

Von Titeln konnten Sie in den zwölf Jahren bei der Hertha BSC ja nur träumen. Denken Sie dennoch gerne an die Zeit zurück?

An jeden einzelnen Tag. Klar gab es auch schwierige Momente, das ist ganz normal, wenn man so lange in einem Verein ist. Aber grundsätzlich bereue ich keine Sekunde, damals diesen Schritt gemacht zu haben.

Welche waren denn die schwierigen Momente?

Natürlich die Abstiege, vor allem der zweite mit dem Relegationsspiel in Düsseldorf, wo ich auf der Tribüne saß. Und dann stehst Du da und weißt nicht, was passiert. Und dann das Nachspiel mit der Gerichtsverhandlung. Der ganze Verein wusste nicht, wie es weitergeht. Deswegen war das sicher eine sehr, sehr schwierige Phase.

Und die guten Erinnerungen?

Wir hatten die Aufstiege, die schön waren. Mit Pal Dardai haben wir uns für die Europa League qualifiziert. Meinen Abschied fand ich persönlich überragend. Auch wenn wir das letzte Spiel auf den Sack gekriegt haben gegen Leverkusen (Hertha verlor zu Hause mit 1:5, Anm. d. Red.), aber das ganze Drumherum, mit den Zuschauern, mit der Abschiedsfeier, die ich organisiert habe, das sind alles Sachen, die man in Erinnerung behält.

Haben Sie denn noch Kontakt nach Berlin?

Nicht mehr allzu viel, das muss ich zugeben. Weil die Spieler, mit denen ich damals viel zu tun hatte, die sind auch nicht mehr da. Deshalb ist der Kontakt eher noch zu Leuten außerhalb der Mannschaft da. Mit Henrik Kuchno (Fitnesstrainer der Hertha, Anm. d. Red.) zum Beispiel. Oder mit Leuten, die nicht mehr dort sind, die ich aber in meinem zwölf Jahren in Berlin kennengelernt haben. Zu Sami Allagui etwa habe ich noch guten Kontakt, oder zu Maik Franz.

Aber die Spiele der Mannschaft verfolgen Sie schon noch?

Der Fokus ist nicht mehr so auf der Hertha, dass ich mir zu jedem Spiel einen Wecker stelle. Aber das Spiel auf Schalke zum Beispiel habe ich mir angeschaut, so gut es ging. Ich habe nebenbei die Kinder fertig gemacht. Man verfolgt es, man fiebert ein bisschen mit und man drückt natürlich die Daumen, weil man durch die zwölf Jahre so mit dem Verein verbunden ist, dass man ihm nur das Beste wünscht. Und nach den schwierigen Wochen sieht es jetzt ja ganz gut aus und ich hoffe, dass es noch die zwei Spieltage anhält und die Klasse gehalten wird.

Was muss sich innerhalb des Vereins verändern, damit die Resultate in der nächsten Saison näher an die Ansprüche in Berlin herankommen?

Schwierig. Sehr schwierig.

Sie lachen.

Ich kann mich nur erinnern, als Pal Dardai das Erste mal kam, da hat er uns auch vor dem Abstieg gerettet. Und in den dann folgenden drei Jahren haben wir zwei Mal die Europa League erreicht. Es geht im Fußball so schnell. In die eine oder die andere Richtung. Es ist immer schwierig zu sagen, was sich ändern muss. Ich habe es eingangs gesagt: Wenn die Strukturen passen, wenn die richtigen Leute am Werk sind, dann kann man erfolgreich sein. Und Hertha war erfolgreich und wird auch wieder erfolgreich sein. Im Fußball gibt es diese Auf’s und Ab’s. Die wenigsten Mannschaften sind davon nicht betroffen. Wenn ich bedenke, dass Wolfsburg vor wenigen Jahren noch zwei Mal hintereinander in der Relegation war, dann sagt das schon alles.

Was für Spielertypen braucht die Mannschaft Ihrer Meinung nach?

Das ist schwierig, weil ich die Leute, die jetzt da sind, nicht kenne. Als ich da war, war es eine starke Gruppe. Da war Salomon Kalou, der sehr viel Erfahrung hatte. Da war Vedad Ibisevic, der sehr viel Erfahrung hatte. Da waren Per Skjelbred, Thomas Kraft, Basti Langkamp. Die Mischung hat gestimmt, zwischen älteren und jungen. Und es ist ein wichtiger Faktor, dass die Achse stabil ist. Das hätte Hertha, aber ich glaube auch, dass man ein bisschen Zeit haben muss, um einen Umbruch zu vollziehen. Wenn man sieht, wieviele Leute gekommen sind in den letzten zwei Jahren. Da ist es normal, dass man nicht so eingespielt ist und so funktionieren kann. Aber vielleicht schweißt eine Situation, wie sie jetzt ist, auch zusammen. So wie es bei uns damals war.

Sie kennen Hertha-Coach Pal Dardai gut, haben selber vier Jahre unter ihm gespielt. Ist er auch für die Zukunft der richtige Mann an der Seitenlinie?

In erster Linie war jetzt wichtig, dass die Stabilität wieder zurückgekommen ist. Das hat er damals mit uns geschafft und das hat er auch jetzt wieder geschafft. Wenn Du Abstiegskandidat bist und sieben Spiele in Folge nicht verlierst, dann ist das ein gutes Zeichen. Und ich glaube, dass darauf in der Berichterstattung viel zu wenig Aufmerksamkeit liegt. Ob Pal Dardai der richtige Trainer für die kommende Saison ist, das ist für mich aus der Ferne schwierig. Die Leute die kommen, mit Fredi Bobic, die müssen definieren, in welche Richtung es gehen soll.

Hertha hat jetzt noch zwei Spiele, gegen Köln und gegen Hoffenheim. Was glauben Sie, wo steht Hertha am Ende?

Sie holen vier Punkte aus den zwei Spielen. Dann sind sie gerettet und welcher Tabellenplatz es dann genau ist, glaube ich, interessiert keine Person. Mir persönlich wäre das jedenfalls relativ egal.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Lukas Scheid.

https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021 ... erger.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. August 2021, 11:55 
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YB-Captain kämpft sich zurück

Der Knall, der alles verändert hat

Nach einem Achillessehnenriss fällt Fabian Lustenberger seit bald vier Monaten aus. An ein Training mit Ball ist noch lange nicht zu denken. Und die Zukunft des 33-Jährigen ist ungeklärt.

Ein Knall kündet den schlimmsten Moment in der Karriere von Fabian Lustenberger an. Er liegt am Boden, er glaubt, eine Berührung am Fuss gespürt zu haben, vor allem hörte er dieses Geräusch, das die meisten, die im Training im Turnerstadion Wankdorf sind, noch stunden- und tagelang beschäftigen wird.

YB-Teamarzt Jan Montagne kann sich an ein Doppel im Tennis erinnern, als sein hinter ihm spielender Partner einen Ball ins Netz schlug und er dachte, der Kollege habe aus Wut den Schläger auf den Boden geschlagen. Tatsächlich war die Ursache für den Knall ein Achillessehnenriss beim Mitspieler.

So muss man sich dieses Geräusch vorstellen. Lustenberger nimmt an, ein Teamkollege habe ihm ein Bein gestellt. Doch als er sich umsieht, befindet sich kein Mitspieler in unmittelbarer Nähe. Der YB-Captain greift runter zur Ferse und bemerkt die Delle, die nicht vorhandene Spannung auf der Wade. Da ist er überzeugt: Die Achillessehne ist gerissen.

Lustenberger spürt kaum Schmerzen, er steht unter Schock. Tausend Gedanken rasen ihm durch den Kopf: Was mache ich jetzt? Wie geht es weiter?

War es das?

Die verdrängten Gedanken

Eine Woche zuvor traf man ihn zu einem langen Gespräch mit Steve von Bergen, seinem Freund und Vorgänger als Captain bei YB. Auf das Karriereende angesprochen, sagte Lustenberger: «Ich tue mich noch schwer mit diesem Thema. Kürzlich meinte meine Frau, ich solle mich langsam, aber sicher mit der Zeit nach der Karriere beschäftigen. Aber ich kann doch jetzt nicht sagen: In drei Jahren höre ich auf und mache dieses und jenes.»

Das Interview war für die Beilage zum Meistertitel vorgesehen. Lustenberger war gut gelaunt, er witzelte mit von Bergen, machte sich Gedanken zur möglichen Meisterfeier. «Vielleicht werden sich neue Löwen herauskristallisieren», sagte er. «Vielleicht kommt auf einmal Silvan Hefti nach vorne. Oder Cédric Zesiger – stille Wasser sind tief.» Die Zeit war unbeschwert. Eine lange, anstrengende und erneut erfolgreiche Saison neigte sich dem Ende zu. Die Young Boys sicherten sich kurz darauf gegen Lugano den vierten Meistertitel in Folge. Hefti, Zesiger, Lustenberger feierten.

In der darauffolgenden Woche im Abschlusstraining vor der nun unbedeutenden Partie gegen den FC Zürich: Die Spieler hüpfen über kleine Hürden, Lustenberger hat das schon tausendfach gemacht. Es ist eine harmlose Übung, eine Allerweltsbewegung eigentlich – und dann: zack, ohne Fremdeinwirkung geschieht das Malheur. Lustenbergers Welt steht mit einem Knall auf dem Kopf. «Den 21. April», sagt der 33-Jährige, «werde ich nie mehr vergessen.»

Seit 15 Jahren ist Lustenberger Profifussballer. 12 davon verbrachte er beim Bundesligisten Hertha Berlin, wo er auch dank seiner Verlässlichkeit zur Institution wurde. Mal machte ihm ein Muskelfaserriss zu schaffen, mal zwickte der Rücken, gravierend verletzt war Lustenberger in seiner langen Karriere jedoch nie.

Auch deshalb ist die Erfahrung für Lustenberger jetzt so ungewohnt. Dazu kommt sein Alter, das instinktiv Fragen aufwirft und Zweifel sät, ob er nicht zu alt sei, um sein vormaliges Niveau noch einmal zu erreichen. Lustenberger weiss das, wenn ihn sein Optimismus mal verlässt, macht er sich diese Gedanken auch. Seine Frau, mit der er drei Kinder hat, habe ihn gerade kürzlich wieder an die Zeit nach der Karriere erinnert. Und doch sagt er: «Es fällt mir schwer, mich damit zu befassen. Zu gern bin ich Fussballer.»

Das riesige Pech

Rund dreieinhalb Monate sind seit dem Achillessehnenriss vergangen. Die Reha läuft nach Plan. Aber an ein Training mit Ball ist nicht zu denken, ja, noch nicht einmal joggen kann Lustenberger. Der Fortschritt kommt in kleinen Schritten. Jeder einzelne muss mühsam erarbeitet werden.

Ein Achillessehnenriss ist für einen Sportler enorm schwerwiegend – ähnlich wie die Ruptur des Kreuzbandes im Knie. Bei beiden Blessuren wird von einer Ausfalldauer von sechs bis neun Monaten ausgegangen. Wobei der Riss der Achillessehne viel seltener ist, sie ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Montagne behandelt in seiner Praxis fast wöchentlich Patienten mit Kreuzbandrissen, aber solche mit einer Achillessehnenruptur, sagt er, könne er nach neun Jahren an einer Hand abzählen.

Umso bitterer ist für YB, was im Frühling passiert. Knapp einen Monat nach Lustenberger reisst bei Jean-Pierre Nsame die Achillessehne. Auch bei ihm ohne Fremdeinwirkung. Der Abwehrchef und der Topskorer fallen lange aus, ein grosser Dämpfer, der zu einem Faktor im soeben gestarteten Meisterrennen werden könnte. Und natürlich wird sofort nach Gründen gesucht, auch das Unerklärbare soll schliesslich erklärbar sein. Der Kunstrasen sei schuld, wird spekuliert. Aber YB spielt seit Jahren auf dieser Unterlage. Und bei Lustenberger passierte der Unfall auf Naturrasen. «Reines Pech», sagt Montagne zu den Verletzungen von Lustenberger und Nsame.

Die Dimension der Verletzung realisiert Lustenberger erst nicht, er sagt sich, nun verpasse er halt die letzten Saisonspiele, in der Vorbereitung werde er zurück sein. Als wolle sein Kopf das Malheur nicht wahrhaben. Bei YB werden die nächsten Schritte eingeleitet. Teamarzt Montagne bespricht sich mit Sportchef Christoph Spycher, holt sich Meinungen von anderen Ärzten ein. Gemeinsam mit Lustenberger wird entschieden, sich der Operation bei Lukas Weisskopf in Rheinfelden zu unterziehen. Der Chirurg ist eine Kapazität, 2015 war er der Schweizer Sportarzt des Jahres.

Es besteht die Möglichkeit, den Achillessehnenriss konservativ zu behandeln, die Sehne kann zusammenwachsen. Bei Sportlern wird jedoch in den allermeisten Fällen operiert. Weisskopf näht die Enden der Sehne zusammen, zudem nimmt er ein Stück der Plantarissehne, um die Rekonstruktion zu verstärken. In den ersten Monaten nach der Operation gilt höchste Vorsicht. Lustenberger muss ein Spezialschuh tragen. Dieser sieht aus wie ein Moonboot, der innere Aufbau ist vergleichbar mit einem Stöckelschuh. Dadurch, dass die Ferse erhöht ist, wird die Achillessehne entlastet. Der Innenschuh wird von Zeit zu Zeit abgesenkt und die Belastung so stückweise erhöht.

Die ungeklärte Zukunft

Zwei bis dreieinhalb Stunden täglich arbeitet Lustenberger in der Reha. Zuerst tut er dies nur in Basel, wo er hin und wieder auch Nsame begegnet. Der Stürmer liegt im Prozess rund einen Monat zurück. «Wir sitzen beide im gleichen Boot und teilen das Pech. Sollte er mich überholen», sagt Lustenberger, «müsste dies mir zu denken geben.»

Seit kurzer Zeit trainiert Lustenberger ab und zu in Bern, nahe am Team ist er trotzdem nicht, das ist gar nicht möglich, solange er nicht auf dem Platz trainieren kann. Mit dem neuen Trainer David Wagner hat er sich ein paarmal ausgetauscht, vor Auswärtspartien pflegt er eine Nachricht in den Team-Chat zu senden. Bei Spielen im Wankdorf sitzt er auf der Tribüne. Kaum auszuhalten sei das, sagt Lustenberger. «Ich will dem Team helfen, kann aber nicht. Das ist frustrierend. Aber das geht jedem verletzten Spieler so.»

Am 21. Dezember werden acht Monate seit der Verletzung vergangen sein, bei den Young Boys rechnen sie nicht damit, Lustenberger und Nsame vor der Winterpause einsetzen zu können. Sie wollen beide nicht unter zeitlichen Druck setzen. Lustenberger selbst aber hat sich als Ziel gesetzt, 2021 noch mindestens ein Spiel zu bestreiten. Darauf arbeitet er hin, es dient ihm als Ansporn.

Nächsten Sommer läuft sein Vertrag aus, im Papier ist eine Option auf eine Verlängerung festgeschrieben, diese wird bei einer gewissen Anzahl Spiele ausgelöst. Lustenberger wird diese aufgrund seines Ausfalls nicht erreichen können. Und da gibt es ja noch den Faktor neuer Trainer. Unter Gerardo Seoane galt er als wichtigster Spieler, wird das Wagner auch so sehen? «Natürlich ist es eine neue Ausgangslage», sagt Lustenberger. «Aber ich werde mich dieser stellen.»

In Gesprächen mit Sportchef Christoph Spycher habe er gespürt, dass ihn der Verein zu hundert Prozent unterstütze. Er hoffe schwer, dass es für ihn bei YB über den Sommer hinaus weitergehe. «Es wird an mir liegen, zu zeigen, dass ich noch gut genug bin», sagt Fabian Lustenberger.

Der Knall am 21. April mag sein Leben verändert haben. Aber er soll nicht den Ausgang seiner Zeit bei YB bestimmen.


https://www.bernerzeitung.ch/der-knall- ... 3936619858

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