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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. August 2021, 14:29 
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Fast 35 Millionen winken

Was macht YB mit dem Geldregen?

Ist es opportun, kaum hat man sich für die Champions League qualifiziert, vom schnöden Mammon zu sprechen? Klar ist es das! Zumindest aus YB-Sicht. Die Berner können wieder im Geld schwimmen, wie in Entenhausen Dagobert Duck …

Sportchef Christoph Spycher zum Thema Millionenregen: «Wenn man achtzehn Monate ohne Zuschauer spielen muss, tut es gut, finanziell plötzlich eine solch gute Situation vorzufinden. Aber jetzt steht mal die Freude von Spielern und Staff im Vordergrund, die sich einen Traum erfüllen konnten.»

Schlüsseln wir doch im Detail auf, was YB einnehmen wird. Es beginnt mit der Startprämie für die Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase von 15,6 Millionen Euro. Das sind 16,8 Mio. Franken. Dann kriegt jeder Teilnehmer einen Koeffizienten-Betrag, der aufgrund der Leistungen der Klubs in den vergangenen zehn Jahren ausgeschüttet wird. Für jedes Team gibts einen Anteil von 1,137 Millionen Euro. Der erste erhält diesen Betrag also mal 32. Der letzte mal eins. YB ist in dieser Rangliste auf Platz 60. Allerdings sind fünf aktuelle Teilnehmer hinter den Bernern, so dass sie diesen Betrag mal sechs rechnen können, sollte sich Sheriff Tiraspol gegen Dinamo Zagreb durchsetzen. Das wären dann 6,8 Millionen Euro – 7,3 Mio. Fr.

Fernsehgeld ein kleiner Anteil

Ende Saison kommt ein Anteil aus dem Marktpool gemäss dem Wert des Fernsehmarktes dazu, der in der Schweiz naturgemäss nicht sehr hoch ist. Das werden dann gegen zwei Millionen Franken sein. Ein bisschen mehr als nach der ersten CL-Kampagne von YB.

Wird das Wankdorf-Stadion dreimal gefüllt, wovon man ausgehen kann, wenn nicht neue Covid-Bestimmungen das noch verhindern, gibts nochmals dreimal 1,5 Millionen Franken, also 4,5. Und last but hoffentlich nicht least, hoffen wir doch auf einige YB-Punkte in den sechs Gruppenspielen. Sind es vier wie 2018, kommen nochmals 2,8 Mio. Euro für einen Sieg und 930'000 für ein Unentschieden hinzu. Total 3,7 Millionen Euro – 4 Mio. Fr.

Die Rechnung sieht also folgendermassen aus: 16,8 (Startprämie) + 7,3 (Koeffizientenbetrag) + 2 (Marktpool) + 4,5 (Spieleinnahmen) + 4 (Punkteprämien). Macht: 34,6 Millionen Franken. Wahnsinn!

«Grosse Veränderungen wird es nicht geben»

Und was passiert mit diesen Millionen? Wird alles auf die Kante gelegt – oder gibts allenfalls nochmals eine Kaderauffrischung für die Königsklasse? Nochmals Spycher: «Grosse Veränderungen wird es nicht geben. Die Spieler, die das geschafft haben, verdienen es, nun auch zu spielen. Zudem können wir nicht eine Mannschaft auf die Champions League ausrichten. Egal, wieviele Transfers wir machen würden.»

Abwarten und Tee trinken. Fakt ist: Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame werden nach ihren Achillessehnenrissen in der Champions League allenfalls im letzten Spiel im Dezember ein Thema sein können. Da hätte YB also durchaus konkreten Handlungsbedarf.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 79664.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. August 2021, 15:26 
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Der YB-Sportchef Christoph Spycher sagt: «Es ist komplett unrealistisch, dass wir die Mannschaft auf die Champions League ausrichten»

Die Young Boys erreichen zum zweiten Mal die Gruppenphase der Champions League. Was in dieser Königsklasse-Herrlichkeit fast untergeht: Was ist eigentlich, wenn die Berner in dieser Saison nicht Meister werden?

Ende August 2021: Als den Young Boys am Dienstagabend gegen Ferencvaros Budapest der zweite Champions-League-Einzug geglückt ist, sagt der neue Trainer David Wagner: dass er auch dem Vorgänger Gerardo Seoane danke, der mit dem Meistertitel in der vergangenen Saison die Teilnahme an der Qualifikation erst möglich gemacht habe.

Ende August 2018: Als den Young Boys gegen Dinamo Zagreb der erste Champions-League-Einzug geglückt war, sagte der neue Trainer Gerardo Seoane: dass es ihm unglaublich viel bedeute für diese Leute, «die das aufgebaut haben». Seoane meinte den Sportchef Christoph Spycher, bestimmt auch die Investorenbrüder Andy und Hans-Ueli Rihs, die YB mit gut 50 Millionen Franken angeschoben hatten – und sicher auch den Vorgänger Adi Hütter.

In den Parallelen zwischen Wagner und Seoane zeigt sich: Entweder hat Wagner rasch verstanden, wie geredet und gelebt wird in diesem YB-Betrieb – oder er braucht sich nicht zu verstellen, es passt einfach. Es ist allen bewusst, dass diese solide Erfolgsmaschine nicht von heute auf morgen gebaut worden ist – und nicht von einem Einzelnen.

Der Hütter-Seoane-Mix

Heute, nach vier Meistertiteln in Serie, ist kaum mehr vorstellbar, was YB unter Hütter mit dem Titel 2018 durchbrochen hatte, diesen Fluch von 32 Jahren ohne Meistertitel. Damit warf Hütter einen langen Schatten, bis sich Seoane immer mannigfaltiger von Hütter emanzipierte, nicht nur mit der Champions-League-Teilnahme, sondern auch mit weiteren Titeln und mit der souveränen Art der Kommunikation, intern und extern.

Auch Seoane wirft einen Schatten auf den Nachfolger, umso mehr, nachdem Wagner in drei Ligaspielen erst ein Mal gewonnen hat. Aber mit zwei 3:2-Siegen gegen Ferencvaros und dem Einzug in die Königsklasse machte Wagner seinerseits ein Schrittchen zur Emanzipation. Der Sportchef Spycher beschreibt ihn als «sehr klar», er analysiere und kanalisiere sehr schnell. In taktischer Hinsicht hebt er Wagner von den Vorgängern ab, indem er sie in die Nähe von beiden rückt. Wagners Ansatz sei ein Mix aus den Konzepten von Hütter und Seoane, sagt Spycher: eine grundsätzlich offensive Herangehensweise mit einer aggressiven Mannschaft, die nach vorne verteidigt. Und es ist auch eine selbstbewusste Mannschaft, die sich in Budapest nicht irritieren liess vom 1:2-Rückstand, vom Tollhaus-Stadion, von den Absenzen der wohl wichtigsten Spieler, Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame.

Es klingt wie aus einer anderen Zeit, was Spycher im Oktober 2017 in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte: «Manchmal kommt man sich komisch vor, wenn die Fussballschweiz von uns hören will, dass wir Basel herausfordern. Basel hat zwei gute Stürmer verloren und wieder zwei gute Stürmer geholt. Basel bleibt Basel.» Sechs Monate später war YB Meister, bald darauf in der Champions League.

Im Geschäftsjahr 2018 machte YB ein Plus von 17 Millionen Franken, 2019 eines von 21 Millionen. Aber YB blieb YB. Die Gewinne änderten nichts am Geschäftsmodell der Berner, sie träumten nicht von den Champions-League-Achtelfinals, sondern arbeiteten weiter wie bisher. Sie leisteten sich ab und zu einen Zuzug von höchstens gut 2,5 Millionen Franken, trieben aber nicht die Löhne in die Höhe und gewannen Titel um Titel, weil sie vieles gut machten auf und neben dem Feld. Und: weil der FC Basel in der Ära des Präsidenten Bernhard Burgener allzu sehr mit sich selber beschäftigt war. Weil Basel nicht Basel blieb.

YB wird viel Geld verdienen dank der Champions-League-Teilnahme 2021, mit rund 25 Millionen Franken wird hinlänglich gerechnet, womit sich die Corona-Verluste und die in diesem Sommer bisher fehlenden Transfereinnahmen auffangen lassen. Wenn nicht noch ein unwiderstehliches Angebot eintrifft, wird YB heuer erstmals seit vielen Jahren keinen Millionenverkauf realisieren – und es verschmerzen.

«Wir sind gut beraten, auf unserem Weg zu bleiben. Wir versuchten nicht, in einer anderen Liga zu spielen – das wird auch jetzt der Schlüssel sein», sagt Spycher. Wie richtig der Weg war, bekamen die Berner von der Corona-Pandemie unfreiwillig vorgeführt. 2020 brach der Umsatz um 33 Millionen ein, der Verlust betrug 5 Millionen – aber YB hatte ausreichend Reserven, um einschneidende Veränderungen zu vermeiden.

Unabhängigkeit so und so

Die Spieler willigten in Lohneinbussen ein, was auch daran lag, dass sie vom Klub transparent über die finanziellen Verhältnisse informiert worden waren. Es ist ein wertschätzender Umgang, der weiter gepflegt werden dürfte. YB wird das Kader mit Blick auf die Champions League von sich aus kaum markant verändern. Die Innenverteidigung etwa scheint ohne Lustenberger eher schmal besetzt, Spycher aber sagt: «Es ist komplett unrealistisch, dass wir die Mannschaft auf die Champions League ausrichten. Wir brauchen eine Mannschaft, die gewachsen ist – und es gibt Spieler, die sich gewisse Sachen verdient haben.»

Die Mannschaft wird auf die Super League ausgerichtet, wo Basel nach der Ära Burgener vielleicht wieder eher Basel ist. Der FCB ist besser gestartet als YB, am Sonntag begegnen sich die beiden Teams; in zwei Wochen empfangen die Berner den bisher verlustpunktlosen FC Zürich. Es geht im Moment der Champions-League-Herrlichkeit vielleicht vergessen: dass YB unter Umständen auch Identitätsfragen bevorstehen, Debatten darüber, wie wichtig es ist, Meister zu werden. «Der Meistertitel ist die Basis von allem», sagt Spycher. Denn wie auch Wagner bewusst war am Dienstagabend: Erst mit dem Meistertitel schafft sich YB überhaupt die Chance, an der Champions-League-Qualifikation teilzunehmen und sich Unabhängigkeit zu sichern, finanzielle Unabhängigkeit.

Wenn Spycher sagt, der Meistertitel sei die Basis, so zeigt sich: YB ist YB geblieben, aber der Anspruch hat sich verändert. Wie sagte er im Interview 2017 auch: «Es gibt keine Anzeichen für einen Rückfall», für einen Rückfall in wiederkehrende Turbulenzen früherer Tage. Er behielt recht. Und heute sagt er: «Es ist sonnenklar. Irgendeinmal kommt der Moment, in dem es nicht so läuft, wie man es sich wünscht. Aber ich bin überzeugt, dass wir gefestigt genug wären, damit umzugehen. Wer im Erfolg den Weg weitergeht, muss ihn auch im kurzfristigen Misserfolg konsequent weitergehen.» Auch darin würde sich Unabhängigkeit spiegeln: wenn die Berner nichts infrage stellen würden, falls sie in dieser Saison nicht Meister werden würden.

YB in der Champions League – die Millionen sprudeln

bir. Dank dem Sprung von YB in die Champions League wird jedem Super-League-Klub Geld zufliessen – sogenannte Solidaritätszahlungen der Uefa. Als YB 2018 letztmals in der Königsklasse unterwegs war, strich jeder Klub 500 000 Euro ein. Doch das ist nichts im Vergleich mit dem, was den Bernern gutgeschrieben wird. 2018 waren es am Ende 26,8 Millionen Euro. Allein von der Uefa, ohne Zuschauereinnahmen.

Jedem der 32 Teilnehmer sind 2021 als Antrittsgage für die Gruppenphase 15,64 Millionen Euro sicher. Dazu kommen Millionenbeträge auf der Grundlage der Uefa-Klub-Rangliste, des jeweiligen Fernsehmarkts und der Performance.

Der Champions-League-Klub mit dem besten Uefa-Koeffizienten erhält 36 Millionen, derjenige mit dem geringsten 1,1. YB ist im hinteren Bereich der Tabelle klassiert und erhielt 2018 5,5 Millionen. Auch der Schweizer Fernsehmarkt wirft im Vergleich zu den grossen Ligen wenig ab: YB erhielt damals 2,2 Millionen. Dank dem 1:1 gegen Valencia und dem 2:1-Sieg gegen Juventus kamen für YB 2018 3,9 Millionen an Leistungsprämien dazu. 2021 entlöhnt die Uefa einen Sieg mit 2,8 Millionen und ein Remis mit 930 000 Euro.


https://www.nzz.ch/sport/fussball-yb-mi ... ld.1642165

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. September 2021, 16:16 
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Spycher erläutert die Faszination «Königsklasse» für die YB-Spieler

YB-Sportchef erklärt, wie sich seine Spieler für «kleinere» Spiele mental anders vorbereiten müssen als auf CL-Partien.


https://www.srf.ch/play/tv/sport-clip/v ... Ratio=16_9

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. September 2021, 14:43 
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YB-Sportchef Spycher vor Atalanta-Knaller

«Wir müssen über uns hinauswachsen»

Ist YB nach dem Sieg gegen Ronaldos Manchester United nun im zweiten Spiel der Champions League plötzlich gegen Atalanta Bergamo Favorit? YB-Sportchef Christoph Spycher relativiert.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 70692.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Freitag 29. Oktober 2021, 16:35 
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Sportchef ist nach Von-Ballmoos-Verletzung gefordert

Christoph Spycher, wen holt YB als neuen Goalie?

Just bevor es in Villarreal um die Wurst in der Champions League geht, steht YB ohne Goalie da. Die Nummern eins und zwei sind verletzt, es muss ein Junior ran. Oder wird der Sportchef noch aktiv?

Blick: Wie müde ist YB?
Christoph Spycher: Die Belastung ist schon enorm. Aber ich glaube nicht, dass wir physisch müde sind. Sonst hätten wir nicht zweimal eine derartige zweite Halbzeit hinlegen können. Gegen Lausanne hats gereicht. In Lugano nicht.

Also sind derart schlechte Halbzeiten wie in diesen beiden Spielen ein mentales Problem?
Wir müssen diese Probleme jedenfalls aufarbeiten. Denn zwei solche Halbzeiten geben einem zu denken. Dann darf man sich nicht beklagen, wenn man ausscheidet.

Ist das Kader doch zu dünn, um nach Belieben zu rotieren?
Das ist eine Spekulation. Gewisse Spieler, die gegen Lugano eingewechselt wurden, standen gegen Lausanne zu Beginn auf dem Platz. Nein, daran liegts nicht.

Und nun haben Sie zu allem Überfluss noch ein Goalie-Problem. Wie gehts David von Ballmoos?
Es ist klar, dass er ausfallen wird. Aber es wird in den nächsten Tagen noch weitere Untersuchungen geben. Dann werden wir wissen, ob er operiert werden muss oder nicht.

Ob seine ausgerenkte Schulter operiert werden muss?
Genau. Es ist bei dieser Art Verletzung immer eine Möglichkeit, dass sie operativ behandelt werden muss.

Wie 2018. Diesmal ist es die andere Seite.
Ja. Er fällt sicher mal wochenlang aus. Auch ohne OP.

Und sein Backup Guillaume Faivre ist verletzt. Wie sieht es da aus?
Guillaume trainiert wieder. Im Moment noch individuell mit Goalietrainer Christoph Born.

Aber für einen Einsatz ist es zu früh.
Wir schauen von Tag zu Tag.

Dann steht in St. Gallen einer der Jungen zwischen den Pfosten. Abdullah Laidani, der 18-Jährige, der gegen Lugano reinkam, oder der ein Jahr weniger junge Leandro Zbinden?
Zwischen den Beiden gibts einen positiven Konkurrenzkampf um die Nummer drei. Aber dass Abdullah Laidani in Lugano auf der Bank sass, zeigt auf, wer die Nase leicht vorne hat. Bis Faivre bereit ist, spielt einer der Jungen.

St. Gallen ist das eine. Villarreal am Mittwoch das andere. Da wirds für Faivre auch kaum reichen und dann muss plötzlich ein 18-Jähriger in der Champions League im heissen Estadio de la Ceramica ran. Oder werden Sie auf dem Markt noch aktiv, wen holen sie?
Wir tätigen sicher keinen Panikkauf. Zuerst müssen wir mal wissen, wie lange Dävu ausfällt.

Dann beginnt das Sondieren also, sobald sie diese Diagnose haben …
Wir werden natürlich alle Optionen prüfen. Ein Zuzug müsste nicht nur qualitativ, sondern auch menschlich zu uns passen.

Einziger Positivpunkt im Moment: Fabian Lustenberger ist bald zurück!
Fabian ist sehr gut unterwegs, trainiert wieder mit dem Team. Aber er hat sehr lange nicht gespielt, weshalb wir nichts überstürzen. Er soll auf seinen Körper hören. Zuerst wird er in der U21 beginnen. Es gibt Hoffnung, dass er dieses Jahr noch eingreifen kann.

Und Jean-Pierre Nsame, der auch die Achillessehne gerissen hatte?
Er hat sich die Verletzung später als Fabian Lustenberger zugezogen, weshalb er noch nicht so weit ist. Aber auch er ist auf einem guten Weg. Bei ihm geht die Tendenz in Richtung Rückrunde.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 44173.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Samstag 30. Oktober 2021, 22:59 
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Christoph Spycher, braucht YB einen neuen Goalie?

YB-Stammkeeper David von Ballmoos hat sich unter der Woche im Cup verletzt und muss unters Messer. blue Sport hat vor dem Spiel gegen St. Gallen bei Sportchef Christoph Spycher nachgefragt, wie YB auf den Ausfall reagieren wird. Die Antwort gibts im Video oben.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 46355.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 31. Oktober 2021, 19:58 
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YB-Sportchef im Interview

«Die Fehler müssen wir so oder so abstellen»

Christoph Spycher erklärt nach dem Cup-Aus gegen Lugano und dem 1:3 in St. Gallen die neue Goalie-Konstellation bei YB und warum der Trainer wem vertraut. Und er spricht über die Herausforderungen als Kaderplaner.

Seriensieger in ganz Europa kennen die Schwierigkeiten im zweiten Quartal der Saison: Hohe Belastung trifft auf hohe Erwartung. Hat YB den Herbst-Blues?

Wir haben die Phase nach der letzten Länderspielpause unglücklich angefangen. Gegen Luzern spielten wir mit einem Mann weniger, ein reguläres Tor wurde aberkannt. Seither hat in jedem Spiel etwas anderes gefehlt: Gegen Villarreal die Effizienz, gegen Lausanne und Lugano kamen wir jeweils eine Halbzeit lang nicht auf unser gewohntes Niveau, in St. Gallen litten wir unter individuellen Fehlern. Wenn man nüchtern analysiert, kann man konstatieren: Personell sind wir gerade am Limit, wir sind zu wenig effizient und schenken Gegentore zu einfach her.

In der Meisterschaft ist der Schaden überschaubar. Im Cup jedoch ist die Chance auf einen Titel nach dem 1:2 bei Lugano vergeben.

Wir sind alles andere als zufrieden mit der Art, wie wir die letzten Spiele aufgetreten sind. Das ist nicht unser Anspruch. Doch es gab auch in den letzten vier Jahren immer solche Phasen. Da ist es jeweils wichtig, ruhig zu bleiben, zu analysieren, zu schauen, was man beeinflussen kann und was nicht.

Nach dem 1:3 in St. Gallen sagte der stellvertretende Captain Christian Fassnacht: «Irgendetwas stimmt nicht, das müssen wir in den nächsten Tagen besprechen.» Was meint er? Herrscht auch eine mentale Müdigkeit?

Die Belastung ist sicher extrem hoch im Moment. Aber das ist nicht neu für uns, das kennen wir aus den letzten Jahren. Aktuell kommt einfach vieles zusammen. Wir hoffen, bald auf die Energie von Rückkehrern zählen zu können. Aber Fehler, wie sie uns zuletzt unterlaufen sind, müssen wir so oder so abstellen.

«Alles hat eine Kehrseite, auch die Aufgebote für die Nationalmannschaft.»

Was auffällt: Die Spielminuten sind weniger breit übers Kader verteilt als vergangene Saison. Woran liegt das?

Die Spielminuten werden durch die Belastungssteuerung und die Leistungskomponente beeinflusst, auf dieser Basis fällt der Trainer Entscheidungen. Jeder hat die Chance, sich aufzudrängen.

Aber Spieler wie Marvin Spielmann oder Miralem Sulejmani haben den Anschluss doch längst verloren.

Wenn man sich die Einsatzzeiten anschaut, dann kann man das so interpretieren. Aber jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich anzubieten. Im Fussball kann es schnell gehen, in alle Richtungen.

Gibt es Spieler, denen der Trainer nicht vertraut?

Der Trainer gibt die Spielphilosophie vor. Entsprechend müssen die Spieler ihre Stärken anbieten, sie einsetzen. Der Trainer stellt diese Fussballer auf, von denen er sich die grössten Erfolgschancen verspricht.

Mit den vielen Verletzungen steuert das Team auf einen bekannten Teufelskreis zu: Je mehr Spieler fehlen, desto mehr Belastung fällt auf die Gesunden ab.

Das ist eine logische Konsequenz. Wenn Spieler fehlen, kann man weniger rotieren, andere werden stärker forciert.

In der Innenverteidigung fällt nun auch Mohamed Camara aus. Länger?

Er wurde am Sonntag untersucht, seine Verletzung ist im muskulären Bereich. Auch er fehlt uns vier bis sechs Wochen.

Umso willkommener wäre ein Comeback von Captain Fabian Lustenberger. Wann rechnen Sie damit?

Den Fahrplan gibt in erster Linie sein Körper vor. Er hat grünes Licht fürs Training, hat dort die Belastung gesteigert. Sicher wird er bald bereit sein, aber er war lange Zeit weg, deswegen erfolgt der Aufbau Schritt für Schritt.

War die Entscheidung riskant, die Saison auf dieser Position ohne zusätzlichen Back-up anzutreten?

Die Frage ist als Sportchef in der Schweiz immer: Wie breit stellst du dein Kader zusammen? Wir hatten mit Lauper, Camara, Bürgy, Zesiger und Lefort fünf Spieler, die diese Position spielen können. Du musst aufpassen, dass du nicht plötzlich acht Spieler für einen Posten im Kader hast, und sechs davon sind unzufrieden. Zesiger startete stark in die Saison, Camara machte tolle Spiele, und beide sind jetzt verletzt. Natürlich sind wir nun für einige Spiele etwas dünn besetzt.

YB absolviert mehr Partien als ein europäischer Topclub, die Gegner in der Champions League haben 14 (Atalanta und Manchester) oder 15 (Villarreal) Pflichtspiele absolviert. Bei YB sind es 23. Das wird so weitergehen, mit der Conference League, mit dem nächsten Qualifikationsversuch für die Champions League. Kann man diesem Anspruch als Kaderplaner noch gerecht werden?

Es wird intensiv bleiben. Mit der Champions League haben wir auch Spiele, in denen wir über unserem Level spielen müssen, die Belastung ist grösser. Und sicher ist es schön, sind viele Spieler von uns mit Nationalteams unterwegs. Aber auch das hat eine Kehrseite, ihnen fällt Erholungszeit weg. Es ist viel, was zusammenkommt. Aber wir machen das Beste daraus.

«Du musst aufpassen, dass du nicht plötzlich acht Spieler für einen Posten im Kader hast, und sechs davon sind unzufrieden.»

Stammkeeper David von Ballmoos muss operiert werden, die Nummer 2 Guillaume Faivre ist rechtzeitig fit geworden. Geht YB mit dieser Konstellation in die Winterpause?

Wir werden unsere drei Goalies unterstützen, sie haben unser Vertrauen. Gleichzeitig beurteilen wir den Markt, schauen, welche Möglichkeiten sich ergeben. Alles andere wäre nicht professionell. Jetzt gerade ist das Angebot sehr beschränkt, im Winter ergibt sich vielleicht mehr. Und sowieso müssen wir warten, bis Dävu operiert worden ist.

Aber die Rückrunde ist nicht mit ihm planbar?

Es kommt auf die Operation an. Wir warten die ab, schauen, was geht. Dann entscheiden wir uns für einen Weg.

Faivre ist ein erfahrener Torwart. Und gut genug, um bei YB während Monaten die Nummer 1 zu sein?

Ja. Er hat bei YB schon sehr gute Leistungen gezeigt. Und er geniesst ein gutes Standing in der Garderobe.

Die Situation erinnert an 2018, als Marco Wölfli vor dem ersten Titelgewinn seit 31 Jahren einsprang. Ihm wurde damals mit Alexandre Letellier ein «Sparringspartner» zur Seite gestellt. Sucht man jetzt so was?

Das wäre eines der möglichen Szenarien, ja. Die Konstellation muss stimmen. Und sie wird von zwei Faktoren beeinflusst: wie es unseren Goalies geht und was auf dem Markt möglich ist. Wir werden darum bemüht sein, die beste Entscheidung für YB zu treffen.


https://www.bernerzeitung.ch/die-fehler ... 2392787132

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. November 2021, 23:15 
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23.11.2021

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«Um sachlich zu analysieren, braucht es klare Gedanken»

Am Tag vor dem wegweisenden Spiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo treffen wir YB-Sportchef Christoph Spycher in seinem Büro im Wankdorf. Wie immer ist der ehemalige Nationalspieler in seinen Äusserungen ruhig und sachlich und voller Vorfreude auf die Partie vom Dienstag.

Eben hat er ein Gespräch mit Hanspeter Kienberger, dem Präsidenten des YB-Verwaltungsrats, beendet und ist bereit, die Fragen des Bärnerbär zu beantworten.

Was kann YB in der Champions League noch erreichen?
Die letzten Spiele haben uns wehgetan, es wäre resultatmässig in Bergamo und gegen Villareal mehr möglich gewesen, aber die Effizienz fehlte. Wir müssen heute gewinnen, damit wir noch eine Chance haben. Es wäre ein Traum, europäisch zu überwintern. Die Mannschaft wird alles versuchen, diesen Traum zu erfüllen. Die YB-Fans im Stadion werden bei der Unterstützung ebenfalls eine wichtige Rolle haben.

Stehen für Sie in der Champions League die sportlichen oder die finanziellen Ergebnisse im Vordergrund?
Ganz klar der Sport. Das Geld ist eine willkommene Nebenerscheinung.

Sprechen wir über die Meisterschaft. Aufgrund von krassen Fehlentscheidungen der VARs in den Partien Basel – YB und YB – Luzern wurden YB vier Punkte gestohlen. In Basel sah Fedayi San nicht, dass Quentin Maceiras zu Unrecht rot sah, und gegen Luzern entging es Sven Wolfensberger, dass der Pass, der zu einem YBTor führte, einen Luzerner als Absender hatte und kein Abseits vorlag.
Ich finde den VAR grundsätzlich eine gute Sache, aber zuletzt ist zu viel passiert, das nicht hätte passieren dürfen.

Der 80-fache Internationale und SRF-Experte Andy Egli sähe gerne, wenn ehemalige Spitzenspieler die Aufgabe des VAR übernähmen.
Dazu kann ich mich nicht äussern.

Verlieren Sie nie die Beherrschung?
Wieso fragen Sie das?

Weil Sie sich in den Fernsehinterviews nach den Spielen in Basel und gegen Luzern trotz mehrmaligem Nachhaken der Reporter nicht aus der Ruhe bringen liessen und trotz grossem Ärger sachlich blieben.
Ich verliere selten die Nerven, aber auch bei mir gibt es Emotionen. Um sachlich zu analysieren, braucht es aber klare Gedanken und Beherrschung.

In der Vorrunde gab es nicht nur Ärger mit schlafenden VARs, sondern auch mit Verletzungen. Lustenberger, Nsame, von Ballmoos, Fassnacht, Camara, Zesiger, Maier, Petignat die Liste hört fast nicht auf.
Vor allem durch die Langzeitverletzungen von Captain Fabian Lustenberger und Goalgetter Jean-Pierre Nsame fehlte uns viel Leadership. Aber ich sehe immer auch die positive Seite. Viele junge Spieler mussten mehr Verantwortung übernehmen, was sich sicher positiv auf ihre Weiterentwicklung auswirken wird. Davon werden sie und wir in Zukunft profitieren. Vor zwei Jahren befanden wir uns in einer ähnlichen Situation. Überhaupt: Auch in den Meisterjahren galt es, viele Widerstände zu brechen. Das ist auch jetzt der Fall.

Wie sehen Sie die Goalie-Situation? Auch David von Ballmoos wird lange ausfallen.
Wir haben volles Vertrauen in unser momentanes Goalietrio. Aber wir planen mehrgleisig, denn es wäre unprofessionell, würden wir nicht alle Möglichkeiten prüfen

Vor der Winterpause stehen noch sechs Spiele bevor. Wie beurteilen Sie die Aussichten im zu Ende gehenden Jahr?
Zuerst stellt sich die Frage, wer von den Verletzten zurückkommt. Captain Fabian Lustenberger hat jetzt in der U21 einige zufriedenstellende Tests absolviert, er ist am weitesten fortgeschritten. Auch Mohamed Ali Camara und Cédric Zesiger sollten noch vor der Weihnachtspause zurückkehren, Nico Maier hat Spiele in der U21 bestritten und stand schon im Aufgebot. Er ist bereit für einen Ernstkampf. Bei den anderen dürfte es noch etwas länger dauern, bis sie wieder einsatzfähig sind. Uns steht keine einfache Phase bevor, wir sind gefordert. Aber die jungen Spieler brauchen im Hinblick auf ihre weitere Entwicklung diese Herausforderungen.

Was passiert in der Weihnachtspause auf dem Transfermarkt und wie weit sind Sie in den Planungen für die Saison 2022/23?
Wir werden mit Sicherheit nach der Pause gestärkt zurückkommen. Was sonst passiert, ob es den einen oder anderen Transfer gibt, weiss man im Moment nicht. Die nächste Saison ist immer präsent, aber es wäre verfrüht, hier irgendwelche Prognosen bezüglich Zusammensetzung des Teams zu machen.


https://baernerbaer.ch/sport/um-sachlic ... -gedanken/

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