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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 11:44 
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MIRALEM SULEJMANI BLEIBT BEI YB

Der BSC Young Boys hat den auslaufenden Vertrag mit Miralem Sulejmani um zwei weitere Saisons bis im Sommer 2022 verlängert. Der 31-jährige Offensivspieler spielt seit fünf Jahren bei YB und wurde mit den Bernern zuletzt drei Mal in Folge Schweizer Meister. Überhaupt weiss der Serbe bestens, wie man Titel gewinnt: In seiner bisherigen Karriere wurde er nicht weniger als 8-mal Meister (3 mit YB, 3 mit Ajax Amsterdam und 2 mit Benfica Lissabon), 2-mal Cupsieger (je einmal mit Ajax und Benfica) und 2-mal Ligacupsieger (mit Benfica). Sulejmani hat nach einer längeren Verletzungspause in der vergangenen Super-League-Saison zu alter Form zurückgefunden und gezeigt, dass er weiterhin ein wichtiger Eckpfeiler des Teams ist. "Wir sind überzeugt, dass er mit seinen Qualitäten für uns auch in den nächsten beiden Jahren sehr wertvoll sein wird", sagt Sportchef Christoph Spycher. Bisher kommt Sulejmani bei YB auf 162 Ernstkämpfe mit 43 Toren und 47 Assists.


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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 17:32 
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MIRALEM SULEJMANI ÜBER SEINE VERTRAGSVERLÄNGERUNG

Miralem Sulejmani hat seinen Vertrag beim BSC Young Boys um zwei Jahre verlängert. Der Mittelfeldspieler stand bei YB-TV für ein Interview zur Verfügung.




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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 20. August 2020, 17:02 
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Kampfansage von YB-Star Sulejmani

«Ich will wieder ein wichtiger Spieler werden»

Miralem Sulejmani (31) ist nach der Vertragsverlängerung der dienstälteste YB-Spieler. Der Serbe ist gleichzeitig überglücklich, dass die Geschichte weitergeht, und traurig für Guillaume Hoarau.

Miralem Sulejmani, Sie hatten immer den Wunsch geäussert bei YB bleiben zu wollen. Nun dürfen Sie das auch. Wie glücklich sind Sie über die Verlängerung um zwei Jahre?
Ich bin aufgeregt, echt glücklich und froh darüber, dass die Geschichte mit YB weitergeht. Mit all den Verletzungen, die ich in den letzten Jahren hatte, ist es alles andere als einfach gewesen. Aber ich habe immer an mich geglaubt und daran, dass ich fit zurückkommen würde. Und so glaube ich auch, dass ich wieder wichtig für das Team werden könne. Es ist ein spezieller Moment für mich.

Was sind Ihre weiteren Ziele?
Als erstes: gesund und fit zu bleiben. Dann, wie gesagt, wichtig für die Mannschaft zu sein. Und drittens die Fans glücklich zu machen.

Sportchef Christoph Spycher hat gesagt, dass er gespürt habe, dass YB ihnen echt am Herzen liege und Sie auf Ihr Herz gehört hätten. Sind Sie nach fünf YB-Saisons derart in Bern verliebt?
Ich nehme nun meine sechste Saison in Angriff. Ich habe mich von der ersten Stunde an wie zu Hause gefühlt hier. Der Klub kennt mich sehr gut, ich kenne den Klub sehr gut. Ich fühle mich grossartig. Die Familie ist hier, die sich auch toll fühlt. Die Kids gehen zur Schule. Die Stadt ist fantastisch zum Leben, das Land auch. Wir haben gemeinsam viel erreicht mit drei Titeln in Folge, sind aber immer noch hungrig und freuen uns auf die neue Saison.

Sie hatten einen ganz dicken Vertrag, haben da bei der Verlängerung massive Abstriche machen müssen.
Sagen wir es so: Es hat am Ende für beide Parteien gestimmt.

Und ein Gefühl kennen Sie ja noch nicht in der Schweiz: Cupsieger zu sein… In zehn Tagen steigt der Final.
Klar. Auch wenn wir den Gegner noch nicht kennen. Das ist schon schräg, dass nun zuerst ein Champions-League-Qualifikationsspiel steigt. Und erst dann das letzte Spiel der alten Saison. Vor drei Jahren hatten wir bereits die Chance zum Double. Wir habens nicht gepackt. Dieses Jahr wollen wir das nachholen.

Mit drei Meistertitel sind Sie ja jetzt bereits eine lebende YB-Legende…
Das ist natürlich eine grosse Ehre für mich. Zudem ist es speziell, weil YB ja eine derart lange Zeit keinen Titel mehr geholt hatte.

Apropos Legende: Sie haben die ganze Zeit über mit Guillaume Hoarau gespielt und mit ihm drei Meistertitel geholt. Nun muss er gehen. Was geht da in Ihnen vor?
Ich fühle mit ihm mit. Es ist nicht einfach. Fussball ist nicht immer einfach. Da gibt es immer wieder schwierige Momente. Wir haben fünf Jahre zusammen verbracht. Er war von Beginn weg für mich da. Ich habe sehr viel von ihm gelernt. Wir und er müssen nun vorwärtsschauen. Tja… (schweigt lange)


https://www.blick.ch/sport/fussball/kam ... 52161.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 5. November 2020, 20:23 
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Fit, gesund, erfolgreich bleiben und weitere Titel sammeln

Begonnen hat Miralem Sulejmanis beeindruckende Karriere bei Partizan Belgrad in den Klubfarben schwarz-weiss, in einem der beiden Grossvereine der serbischen Hauptstadt. Doch seit fünf Jahren ist «Mira-MiraMiralem», wie die YB-Fans skandieren, mit Herz, Leib und Seele Gelb-Schwarzer.

Der Mann, dessen Ballbehandlung mit dem linken Fuss für jeden Fussball-Liebhaber eine Augenweide ist, der mit seinen Eckbällen und Freistössen immer wieder beim Gegner für höchste Alarmstimmung sorgt, ist ein absoluter Ausnahmekönner – seine meist mit dem linken «Gold»- Fuss geschlagenen Pässe, ob mit dem Aussen- oder Innenrist, erreichen den Adressaten mit einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Von Diego Maradona, dem besten Linksfuss aller Zeiten, wollen wir hier nicht sprechen.
Vergleichbar ist Sulejmanis linker Fuss derzeit in Fussball-Europa nur mit einem einzigen Mann – dem Weltfussballer des Jahres 2018, dem Kroaten in Diensten von Real Madrid, Vize-Weltmeister Luka Modric – mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Modric mit rechts genauso stark ist wie mit links. Zufall oder nicht – der erstgeborene Sohn, den Ehefrau Vesna zur Welt brachte, trägt den Namen Luca.

Nicht nur vom Glück verwöhnt

Nach seinem Wechsel von Benfica Lissabon zu den Young Boys war der Mann mit der Nummer 10 nicht nur vom Glück verwöhnt, immer wieder warfen kleinere und grössere Blessuren den für den Meister so wertvollen Supertechniker zurück und hatten teils mehrwöchige Pausen zur Folge. Vor elf Jahren für mehr als 20 Millionen Franken zu Ajax Amsterdam geholt, war im Sommer lange Zeit nicht sicher, ob der Vertrag mit den Young Boys verlängert werde. Nicht schwache Leistungen, sondern vielmehr die vielen Verletzungen stellten Sulejmanis weiteres Wirken im Wankdorf in Frage.
Am 10. August war es dann so weit, verkündete die YB-Medienabteilung die frohe Botschaft. Der Vertrag wurde um zwei weitere Jahre verlängert. Miralem Sulejmani: «Ich bin jetzt fünf Jahre im Klub und fühle mich sehr wohl. Man muss sehen, dass ich hier bin, um meinem Beruf nachzugehen , doch wichtig ist auch, dass meine Frau, die Kinder und ich sich wohlfühlen. Ich habe im Verein gute Beziehungen, die Kameradschaft ist hervorragend, es gefällt mir bei YB, und das war der Schlüssel, um zu bleiben. YB, die Stadt Bern, die ganze Schweiz, alles ist für uns perfekt.»
Auch mit der derzeit zweifellos schwierigen Lage kommt die Familie Sulejmani gut zurecht. «Ich habe eine sehr starke Frau, sie hegt und pflegt unseren Nachwuchs und auch mich…Luca, mittlerweile neunjährig, begreift die Situation, auch wenn es schwierig war, ihm alles zu erklären. Das Leben ist derzeit komisch, insbesondere für ein Kind. Das Verhalten in der Schule ist speziell, dazu kommt, dass er die Bewegung liebt, den Sport. Ich dränge ihn zu nichts, aber er liebt alles, was mit Sport und Bewegung zu tun hat, nicht nur Fussball, er mag auch Eishockey und andere Sportarten. Die dreijährige Luzia begreift logischerweise noch nicht die ganze Tragweite des Virus.»
Eingeschränkt sind während der Pandemie auch die Kontakte mit den anderen Familienmitgliedern. Sulejmanis Eltern und seine Schwester leben in Belgrad. Macht er sich Sorgen um sie? «Es ist eher so, dass sie sich um ihren Sohn und dessen Familie in der Schweiz Gedanken machen», sagt der YB-Mittelfeldspieler, der den Kontakt per Telefon und Skype aufrecht hält.

Die Sache mit dem «Bärndütsch»

Auf seine Ziele in der laufenden Saison angesprochen, denkt Miralem Sulejmani zuerst an seine Fitness, an die Verletzungen in den letzten Jahren. «Ich möchte vor allem gesund bleiben, um dem Team bestmöglich helfen zu können und meine Leistung auf den Platz zu bringen.»
Was die ganze Mannschaft betrifft, steht für den Mann, der sich mit insgesamt acht Karriere-Meistertiteln und drei Cupsiegen Erfolge gewöhnt ist, ganz klar die Wiederholung der letzten Saison im Fokus. «Wir wollen wieder Meister und, wenn möglich, Cupsieger werden und in der Europa League die Gruppenphase überstehen.» Klar, wer in seiner Karriere schon so viel erreicht hat wie er, kann sich nur hohe Ziele setzen.
Stark verbessert hat sich Miralem Sulejmani auch im «Bärndütsch». «Ich verstehe mittlerweile fast alles, es tönt ähnlich wie holländisch und dort lebte ich ja während vier Jahren. Doch zu sprechen wage ich noch nicht. Ich hasse es, Fehler zu machen.» Auch neben dem Platz…


https://baernerbaer.ch/sport/fit-gesund ... l-sammeln/

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. März 2021, 22:33 
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09.03.2021

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YB-Flügel Sulejmani

«Micky» war ihre Zaubermaus – aber dann ist etwas zerbrochen

Bei Ajax Amsterdam, Gegner von YB in der Europa League, war für Miralem Sulejmani einst eine Weltkarriere aufgegleist. Doch statt dem Aufstieg begann eine Entfremdung.

Als Miralem Sulejmani nach Amsterdam kommt, liegt ihm ein Land zu Füssen. Es ist 2008, die ganze Liga kennt den schüchternen Jungen mit den schmalen Schultern, sie nennen ihn Micky, er ist ihre Zaubermaus, der beste Nachwuchsspieler der Saison, mit dem kleinen Heerenveen hat er es bis in den Europacup gebracht.

Als Miralem Sulejmani die Stadt verlässt, gibt es hämische Kommentare. Es ist 2013, unter vielen Fans gilt der Serbe als gescheitert, ihre haushohen Erwartungen hat er nicht erfüllen können.

Sulejmani kann milde lächeln, wenn er heute daran zurückdenkt. 32 Jahre alt ist er jetzt, er ist ein geerdeter Mensch und mit sich im Reinen. Wenn die Young Boys am Donnerstag im Achtelfinal der Europa League auf Ajax Amsterdam treffen, taucht Sulejmani unweigerlich ein in die aufregendsten Kapitel seiner Vergangenheit.

Er ist sehr gefragt in diesen Tagen, am Dienstag in Bern scharen sich die Journalisten grüppchenweise um ihn. Und weil dieser ungemein höfliche Sulejmani so zuvorkommend ist, gibt er draussen Interviews, bis ihm vor Kälte die Knie schlottern.

«Die Leute waren begeistert.»
Emile van de Sande, Sportjournalist

Dass er nach Bern gefunden hat und bei YB in seiner sechsten Saison steht, ist noch immer erstaunlich. Die Weltkarriere war aufgegleist für ihn. Er sagt: «Alles kam, wie es kommen musste. Ich bin zufrieden damit.»

Im Sommer 2007 kommt ein noch nicht einmal 18-jähriger Junge aus dem serbischen Belgrad nach Heerenveen. Wer sich die Bilder ansieht von damals, der versteht, wer und wie Sulejmani heute ist. Da ist das Mühelose, sein Tempo, da sind die Flanken und die Schüsse, die wild schlenkernden Arme. Sulejmani, der Superflügel. Und da ist das Rätselhafte, Geheimnisvolle, da sind die grossen Augen. Miralem, der Melancholiker.

Vorab ist alles gut. Sulejmani findet in Gerald Sibon einen Lehrmeister. Der Holländer macht damals seine letzten Spiele, er ist nicht nur 14 Jahre älter als Sulejmani, sondern auch zwei Meter gross und 90 Kilogramm schwer. «Wir waren ein grossartiges Duo», sagt Sulejmani lachend. 30 Tore schiessen sie zusammen in einer Saison. Sulejmani scheint zu schweben, vor allem aber lassen sie ihn schweben in Holland. «Die Leute waren begeistert von ihm», erinnert sich der Sportjournalist Emile van de Sande von «Voetbal Primeur», «vor allem, weil er zuvor komplett unbekannt war.»

Wie schwer wiegen 20 Millionen?

Auch in Holland nehmen die Grossen von den Kleinen, ein Wechsel scheint unabdingbar. Fast 20 Millionen Franken überweist Ajax im Sommer 2008 an Heerenveen, mehr als einst für Huntelaar, Ibrahimovic oder Suarez. Es ist viel Geld für die damalige Zeit und einen 18-jährigen Nobody – und es ist bis heute der teuerste Transfer innerhalb der Eredivisie. «Niemand stellte diese Summe infrage», sagt Van de Sande.

Das sorgt für Aufsehen, auch international. Als Sulejmani im Herbst mit Ajax im Uefa-Cup auf Hamburg trifft, fragt ihn ein deutscher Journalist, wie viel er wohl dereinst für Real Madrid wert sein könnte. «Ich wäre doch grössenwahnsinnig, wenn ich jetzt über Real sprechen würde», sagt der hilflose Sulejmani, «ich bin doch gerade mal 19 Jahre alt.»

Viel Geld bringt Druck mit sich. Und Druck kann lähmen. Auf seinem Rücken hat Sulejmani die 10, am Wochenende sind 50’000 Fans im Haus, wenn es nicht läuft, gibt es schnell Pfiffe. Er ist ein erstes Mal verletzt, kämpft sich zurück. Trainer ist Marco van Basten, er verliert sich darin, Sulejmani, Suarez und Klaas-Jan Huntelaar zusammen in ein System zu pressen, und hat wenig Zeit für individuelle Bedürfnisse.

Erste Missverständnisse treten auf. Das Publikum erhofft sich vom Trio in der Offensive Wunderdinge. Van Basten muss gehen, für ihn kommt Martin Jol. Mit ihm versteht sich Sulejmani schlecht. Jol sagt in der Presse, Sulejmani sei nicht fit genug. Sulejmani ist der Meinung, Jol stelle ihn falsch auf.

Sulejmanis Beziehung zum Anhang leidet. Die 20 Millionen Franken bekommt er nicht weg, drohend klingen sie immer mit, wenn von ihm die Rede ist. «Du lernst, damit umzugehen», sagt Sulejmani, «aber gut ist es nicht.»

Einmal, es ist im Dezember 2011, verstolpert er bei einem 4:0 gegen Den Haag ein paar Chancen, erzielt aber ein Tor und bereitet eines vor. Die Fans pfeifen Sulejmani aus. «Das Publikum bei Ajax ist im ganzen Land als sehr anspruchsvoll bekannt», sagt Sportjournalist Van de Sande. «Und an dem Tag ist zwischen den Fans und Sulejmani etwas zerbrochen.»

Sulejmani hat die allerhöchsten Ansprüche an sich selbst. Und es trifft ihn, wenn andere denken, dass er sie nicht erfüllen kann. Pfiffe aus der Kurve wären in Bern undenkbar. Bei YB ist er Publikumsliebling. Nicht nur, weil er die Erwartungen erfüllen konnte. Sondern vielleicht auch, weil seine ruhige, zurückhaltende Art besser ankommt.

Unter Trainer Frank de Boer hat Sulejmani seine beste Zeit bei Ajax. Im ersten Halbjahr der Saison 2010/11 schiesst er elf Tore, in seinem 150. Spiel für den Club spielt der Meister zu Hause gegen Roda, die Fans sind dem Serben wieder wohlgesinnter, «ich erinnere mich sogar an ein nettes Plakat in der Kurve zu meinem Jubiläum». Nach einer halben Stunde muss Sulejmani verletzt vom Feld. Probleme mit dem Meniskus, Operation, vier Monate Pause. «Es war bitter, weil in dem Moment hatte für kurze Zeit alles zusammengepasst.»

«Das war mein grösstes Spiel.»
Miralem Sulejmani

Von diesem Schock erholt sich die Beziehung zwischen Sulejmani und Ajax nie mehr. Nach der Genesung gleist der Flügel bald einmal seinen Transfer nach Portugal zu Benfica auf. Als das auskommt, wird Sulejmani in die zweite Mannschaft verbannt, er sitzt seinen Vertrag aus.

Mit dem Abschnitt Amsterdam hat Sulejmani abgeschlossen. Aber mit dem Wettbewerb Europa League hat er noch immer eine Rechnung offen. Mit Ajax stand er je einmal im Sechzehntel- und im Achtelfinal, mit Benfica schaffte er es 2014 bis ins Endspiel. «Das war mein grösstes Spiel», sagt er. Und dieses grösste Spiel war für ihn früh zu Ende: Nach 20 Minuten wurde Sulejmani brutal umgegrätscht, musste mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden, Benfica verlor später im Penaltyschiessen.

Seit Miralem Sulejmani seine Kunst in der kleinen Super League zum Besten gibt, gehen sie manchmal vergessen, diese Momente auf der grossen Bühne. Für die Teamkollegen wird das Spiel am Donnerstag ihr grösstes Erlebnis sein, für ihn ist es die 86. Partie im Europacup. «Doch davon zu erzählen, das würde nicht zu ihm passen», sagt Captain Fabian Lustenberger.

Trainer Gerardo Seoane scheint im Spiel auf ihn setzen zu wollen, am Wochenende gegen Vaduz wurde er wie andere Stammspieler geschont. Die grossen Momente sind rarer geworden, die schmalen Schultern haben viel getragen über all die Jahre. Aber ab und an blitzt es noch auf, sein Können, die Flanken, die Schüsse. Sulejmani, der Superflügel. Wie damals, als Miralem, dem Melancholiker, ein Land zu Füssen lag.


https://www.bernerzeitung.ch/micky-war- ... 3438122899

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. März 2021, 01:39 
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Miralem Sulejmani vor dem Spiel gegen Ajax

Fünf Jahre hat Miralem Sulejmani für Ajax Amsterdam gespielt. Nun trifft er am Donnerstag mit dem BSC Young Boys im Achtelfinal der Europa League auf den holländischen Meister.




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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. März 2021, 15:23 
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Ein Herz für Amsterdam

Das sagt YB-Sulejmani vor dem Kracher gegen Ajax

Sowohl in Amsterdam wie auch in Bern ist YB-Star Miralem Sulejmani Meister und Vater geworden. In beiden Städten gewann er gleich viele Titel. Nun kehrt er zurück. Und ist emotional bewegt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 92291.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. März 2021, 10:18 
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Miralem Sulejmani – der Old Boy der Young Boys

Vor dem Europa-League-Achtelfinal zwischen Ajax und YB erkundigen sich die Niederländer vor allem nach dem erfahrensten YB-Spieler: Miralem Sulejmani. Die Verletzungsserie des Serben begann schon, als er ein junger Spieler bei Ajax war.

Wenn sich die Niederländer nach ihrem Schweizer Europa-League-Gegner erkundigen, kann es um den gewöhnungsbedürftigen Vereinsnamen gehen. Die «Young Boys» sind im europäischen Fussball nicht Allgemeingut. Ein anderes Thema ist der Vergleich mit Ajax, weil YB in der heimischen Super League der Konkurrenz ähnlich entschwebt wie der Traditionsklub aus Amsterdam in der Eredivisie. Und da ist ein inzwischen langjähriger YB-Spieler, den sie in Amsterdam nicht vergessen haben: Miralem Sulejmani.

Der Serbe kam 2008 als damaliger Rekordtransfer für über 16 Millionen Euro als noch nicht 20-Jähriger aus Heerenveen zu Ajax und blieb bis 2013. Auf der Ajax-Website sind vor dem Match gegen YB zehn seiner schönsten Ajax-Tore zu sehen. Er bot mit seinem feinen linken Fuss bisweilen grosses Kino. Einige Szenen erinnern an YB-Tore. Auf dem Rasen jubelte er mit Christian Eriksen, auf der Trainerbank klatschte Marco van Basten in die Hände. Die Zeit war gut, aber kein Rausch. Sulejmani lässt auch schlechtere Zeiten in Amsterdam Revue passieren, schon damals plagten ihn Verletzungen. Im vierten Jahr warf ihn ein lädierter Meniskus aus der Bahn, das wurde zum Anfang seines Ajax-Endes.

Wenn der 32-jährige Sulejmani länger über diese Zeit spricht und an jene in Bern denkt, fällt ihm irgendwann selbst auf, dass «es immer wieder um Verletzungen geht». Der Körper ist ein Grund dafür, dass der Serbe die letzten Jahre in Bern verbracht hat und nicht woanders. In den Niederlanden feierte er drei Meistertitel, in der Schweiz ist er auf dem Weg zum vierten.

Kommt er in Amsterdam zum Einsatz, ist er mit seinen 85 Europacup-Partien nach Daley Blind (89) der international erfahrenste Spieler auf dem Rasen. 2014 verlor er mit Benfica Lissabon gegen den FC Sevilla den Europa-League-Final; er musste da nach einem rüden Foul bereits nach 25 Minuten vom Platz, es war nicht die letzte Verletzung. 2020 verlängerte Sulejmani den Vertrag in Bern bis 2022. Das ist als Vertrauensbeweis des Klubs zu werten. Im Gegenzug soll der Spieler, der zu den Topverdienern gehört, auf Geld verzichtet haben. Jedenfalls haben die Young Boys einen Old Boy dabei, der in Amsterdam nicht ganz unbekannt ist.


https://www.nzz.ch/sport/miralem-sulejm ... 7#register

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. September 2021, 15:50 
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Nach dem 0:1 in Bergamo

Die traurige Akte Sulejmani und die Chance gegen Villarreal

Die Niederlage bei Atalanta offenbart Schwächen im YB-Kader – und manchmal fehlt auch schlicht der Mut: Erkenntnisse nach dem 0:1.

Die Lücke hinter Fassnacht

Für Miralem Sulejmani ist es eine kleine Aufheiterung an einem enttäuschenden Abend. Wieder einmal fand Trainer David Wagner keine Verwendung für ihn, obwohl YB ab der 68. Minute einen Rückstand aufholen musste. Dem serbischen Goldfuss, jahrelang eine prägende Figur, droht bei den Young Boys ein Abtreten durch den Hinterausgang. Aber die Fans vergessen ihn nicht. Als die Ersatzspieler am Mittwochabend nach dem 0:1 im Stadio di Bergamo Laufübungen absolvieren, wird der 33-Jährige von den mitgereisten Anhängern mit Sprechchören bedacht.

Die Akte Sulejmani verdeutlicht eine Schwachstelle in der Berner Kaderplanung. Während die Young Boys im zentralen Mittelfeld ein Überangebot haben und sich etwa im Sturm der talentierte Felix Mambimbi jede Einsatzminute hart erarbeiten muss, ist die Personaldecke am Flügel dünn. Nicolas Ngamaleu und Christian Fassnacht sind gesetzt, auf das verletzungsbedingte Fehlen des Schweizer Nationalspielers reagierte Wagner in Bergamo, indem er wie schon gegen Manchester United auf ein 4-2-3-1-System umstellte und Elia an die rechte Seite beorderte.

Und als er Elia, den deutlich auffälligsten Berner Offensivspieler, nach 66 Minuten überraschend auswechselte, brachte er nicht etwa Sulejmani oder Marvin Spielmann, die Aussenspieler auf der Ersatzbank, sondern Fabian Rieder. Natürlich beabsichtigte der Trainer eine defensivere Ausrichtung, und doch war es auch ein kleines Misstrauensvotum gegenüber den beiden. Es lief schon die 82. Minute, als Wagner Spielmann schliesslich doch noch aufs Feld schickte. Die Wirkung blieb aus.

Sulejmani wurde in dieser Saison erst in 6 von 18 möglichen Partien eingesetzt, er bringt es lediglich auf 238 Minuten. Spielmann kommt auf 9 Auftritte und 383 Minuten, letztes Wochenende musste er in der U-21-Equipe aushelfen. Sulejmanis Vertrag läuft im Sommer aus, er wird sehr wahrscheinlich nicht mehr verlängert. Und Spielmann wird sich mit einem Abgang beschäftigen, ein Wechsel in die amerikanische MLS soll ihn reizen. Aber er wurde im letzten Jahr zum ersten Mal Vater, es wäre ein grosser Schritt für die junge Familie.

Das YB-Fremdeln in der Fremde

Es war am Mittwoch im gut und eher zu zwei Dritteln als nur zur Hälfte gefüllten Stadion von Atalanta nicht nur dem starken Gegner geschuldet, dass die Berner auf fremdem Terrain einmal mehr nicht ihre ganze Wucht entfalten konnten. «Auswärts fehlt uns vielleicht noch etwas der Mut», sagt Verteidiger Sandro Lauper, der sich vor dem Gegentor von Duvan Zapata düpieren liess, «es muss uns gelingen, dass die Abläufe aus den Heimspielen auch auf anderen Plätzen greifen.» Die Young Boys sind rund um ihre Europacup-Auftritte in der internationalen Nachrichtenflut seit je her auch mal Opfer eines Spruchs, auch der holländische Nationalspieler Marten de Roon konnte am Mittwoch nicht widerstehen.

So richtig verprügelt wurde YB in Bergamo ja nicht, das 0:1 aber reiht sich ein in diverse Auswärtsniederlagen in Europa in den letzten Jahren, in ernüchternde Erlebnisse in Amsterdam, Rom, Herning (gegen Midtjylland) oder Porto.

Dennoch haben die Young Boys ihre Bilanz in der Fremde in den letzten zwei Jahren verbessern können. Die Qualifikation für die Champions League im Rückspiel gegen Ferencváros (3:2) und der Sieg im Achtelfinalrückspiel der Europa League in Leverkusen (2:0) sind Reifezeugnisse der jüngeren Vergangenheit. Sie hübschen eine ansonsten durchzogene Auswärtsbilanz der letzten Jahre auf: In 14 Spielen seit den letzten Abenteuern in der Champions League 2018 haben die Young Boys nun fünfmal verloren, nur dreimal gewonnen und dabei 13 Tore erzielt.

Die neue Ausgangslage in der Gruppe

Die Bilder gehen um die Welt, sie werden zweifelsfrei auch die Young Boys im Teamhotel in Bergamo erreichen. Cristiano Ronaldo liefert sie, dessen Homecoming zu Manchester United sowieso nicht arm an kitschigen Kapiteln ist. In der zweiten Partie der YB-Gruppe läuft im Old Trafford die fünfte Minute der Nachspielzeit, genau jene Minute also, in der vor zwei Wochen in Bern durch das 2:1 von Jordan Siebatcheu das Unheil über den englischen Weltclub hereinbrach.

Diesmal liefert die 95. Minute Momente der Ekstase. Ronaldo besorgt sie, natürlich er, weil er wie so oft in seiner langen Karriere am richtigen Ort steht und gegen Villarreal das 2:1 erzielt. United zieht mit den 3 Punkten in der Gruppe mit YB gleich, die Spanier rutschen mit einem Zähler aus zwei Partien auf den letzten Platz. Für sie heisst es am 20. Oktober in Bern: Verlieren verboten.

Für die heimstarken Young Boys bietet sich gleichzeitig die Gelegenheit, einen Konkurrenten zurückzubinden und einen Schritt zur Überwinterung im Europacup zu machen. Die Gruppendritten qualifizieren sich für die Finalrunde der Europa League. Wobei YB natürlich einen Exploit benötigt. Die Spanier waren Manchester United mindestens ebenbürtig, für sie gilt wie für Atalanta: Ihnen fehlt es vielleicht an Renommee, aber ganz bestimmt nicht an Qualität. Das mussten die Young Boys in Bergamo erfahren.


https://www.bernerzeitung.ch/die-trauri ... 1348160272

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Miralem Sulejmani
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. November 2021, 11:31 
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YB: Was ist bloss mit Publikumsliebling Miralem Sulejmani los?

Seit über sechs Jahren spielt Miralem Sulejmani (32) für YB. Allerdings steht der filigrane Techniker seit dieser Saison kaum noch auf dem Platz. Was ist los?

Das Wichtigste in Kürze

- Bei Meister YB läuft es sportlich derzeit nicht wirklich rund.
- Viele Verletzte, das Aus im Schweizer Cup und nur Rang drei in der Liga.
- Miralem Sulejmani spielt unter Trainer Wagner keine tragende Rolle mehr.

Zweimal portugiesischer Meister mit Benfica, dreimal niederländischer Meister mit Ajax, viermal Schweizer Meister mit YB. Das Palmarès von Miralem Sulejmani lässt sich sehen. Der bald 33-jährige Serbe hat eine eindrückliche Karriere hingelegt.

Doch nun befindet sich der Edeltechniker im Spätherbst seiner Laufbahn. Sein Vertrag in Bern läuft nächsten Sommer aus. Schwer vorstellbar, dass man diesen erneut verlängern wird, unter Trainer David Wagner kommt Sulejmani kaum noch zu Spielzeit.

Meist steht der Mann mit dem goldenen linken Fuss zwar im Aufgebot, kommt aber nur selten zum Zug. Nur gerade dreimal durfte er in der laufenden Spielzeit von Beginn weg ran. Zwei davon waren Cup-Spiele gegen Amateurteams. In der Super League bringt er es auf magere 145 von möglichen 1080 Einsatzminuten.

Ist Sulejmani für Wagner zu wenig schnell?

Hat Sulejmani bei YB den Anschluss verloren? Gegenüber dem «Thuner Tagblatt» sagt Sportchef Christoph Spycher: «Wenn man sich die Einsatzzeiten anschaut, dann kann man das so interpretieren.» Aber jeder Spieler habe die Möglichkeit, sich anzubieten. Im Fussball könne es schnell gehen, in alle Richtungen.

Wagners Spielstil erfordert von den Akteuren viel Laufarbeit, da fehlt Sulejmani die Pace. Gegen Lausanne (3:2) vor einer Woche darf er zwar von Beginn weg ran, muss aber nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit in der Kabine bleiben.

Beim 1:3 in St. Gallen nimmt Wagner in der zweiten Hälfte lieber Aussenverteidiger Ulisses Garcia ins Mittelfeld, als Sulejmani zu bringen.

Starke Konkurrenz bei YB

Möglich also, dass sich die Wege von Sulejmani und YB im kommenden Jahr trennen werden – nach über 200 Spielen und aktuell genau 99 Torbeteiligungen (46 Treffer, 53 Assists). So oder so: Die Fans werden den sympathischen Serben so schnell nicht vergessen. Zu gross sind seine Verdienste in den letzten Jahren.

Neben Sulejmani bringt es auch Marvin Spielmann auf wenig Einsatzzeit. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass auf den Aussenbahnen Christian Fassnacht und Moumi Ngamaleu gesetzt sind. Beide zeigen in dieser Saison konstant starke Leistungen und geben Wagner wenig Anlass, gross zu rotieren.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-wa ... s-66034350

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