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 Betreff des Beitrags: Stéphane Chapuisat - Chefscout
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2009, 15:34 
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Chapuisat künftig zuständig für Spielerrekrutierung

Verstärkung in der sportlichen Leitung des BSC Young Boys: Künftig wird der ehemalige Nationalspieler Stéphane Chapuisat, der bisher in den Bereichen Scouting und Stürmertraining tätig war, zuständig für die gesamte Spielerrekrutierung. Sportchef Alain Baumann wird dadurch entlastet; er koordiniert weiterhin das Ressort Sport.

Die technische Leitung bei YB setzt sich demnach wie folgt zusammen: Cheftrainer: Vladimir Petkovic; Sportchef: Alain Baumann; Transfers und Scouting: Stéphane Chapuisat; Nachwuchs: Stefan Freiburghaus.

Stéphane Chapuisat gilt als erfolgreichster Schweizer Fussballer aller Zeiten: Er bestritt 103 Länderspiele (eine WM- und zwei EM-Teilnahmen), mit Borussia Dortmund gewann er nebst zwei Bundesliga-Titeln die Champions League, mit GC wurde er Schweizermeister, mit YB Vizemeister und Schweizer Torschützenkönig. Viermal war der heute 40-Jährige als Schweizer Fussballer des Jahres ausgezeichnet worden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2009, 15:51 
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Transfers und Scouting: Stéphane Chapuisat


was macht jetzt eigentlich werner gerber?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 12:11 
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20min.ch, 11.12.2009

«Ich drücke trotzdem YB die Daumen»

Lausanne ist sein Stammklub, bei den Young Boys ist er angestellt: Für den Ex-Internationalen Stéphane Chapuisat (40) schlagen vor dem Cup-Match zwischen den beiden Mannschaften zwei Herzen in seiner Brust.

Stéphane Chapuisat, am Sonntag treffen YB und Lausanne aufeinander. Welcher Klub soll Ihrer Meinung nach in die Halbfinals kommen?
Stéphane Chapuisat: Ich habe zwar meine Karriere einst bei Lausanne lanciert und bin mit meinem Stammklub immer noch eng verbunden, aber ich drücke am Sonntag trotzdem YB die Daumen. Bei den Bernern habe ich einen schönen Rücktritt feiern dürfen und hier bin ich auch als Chefscout angestellt.

Wie sieht Ihr Pflichtenheft beim Leader aus?
Ich schaue mich nach Talenten um – vor allem in der Romandie. Habe ich einen vielversprechenden jungen Spieler gefunden, gebe ich der Klubleitung meine Empfehlung ab. Das Finanzielle regeln dann andere. Es ist eine Arbeit, die mir sehr viel Spass macht. Deshalb willigte ich sofort ein, als mich Herr Niedermaier (YB-CEO Stefan Niedermaier, Red.) vor kurzem fragte, ob ich mein Pensum von 50 auf 80 Prozent erhöhen wolle.

Dank Ihnen wechselte auch U17-Weltmeister Nassim Ben Khalifa von Lausanne zu GC...
Ja, gut. Vor zwei Jahren, als ich in Payerne für den Fussball-Verband die Stürmer trainierte und noch nicht für YB arbeitete, holten die Zürcher meine Meinung über Ben Khalifa ein. Ich habe zwei Jahre lang mit ihm gearbeitet und konnte nur Gutes über ihn sagen. Man konnte damals schon erkennen, dass er als Angreifer riesiges Potenzial hat.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/-Ich-druecke-trotzdem-YB-die-Daumen--29302663

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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 12:14 
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Berner Zeitung, 11.12.2009

Chapuisat und der neue Einfluss bei YB

Stéphane Chapuisat ist bei den Young Boys neu für die Spielersuche zuständig. Der frühere Weltklassestürmer besitzt gute Kontakte im Fussballgeschäft, sein Wissen wird bei YB sehr geschätzt. Derzeit sucht Chapuisat Stürmer.

Es ist ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Stéphane Chapuisat, seit einigen Monaten 40 Jahre alt, sitzt in seinem Büro im Stade de Suisse am Computer. Der Übergang vom Fussballplatz ans Pult verläuft bei Chapuisat in mehreren Schritten. Noch unterrichtet er zusammen mit Thomas Häberli, einem anderen früheren YB-Angreifer, talentierte Nachwuchsspieler der Young Boys im Torabschluss. «Diese Aufgabe werde ich im nächsten Jahr noch einige Monate ausüben», sagt Chapuisat. «Später wird man schauen müssen, ob es zeitlich drinliegt.» Vermutlich aber wird er sich ab März nur noch um jene Arbeit kümmern, die er offiziell erst am 1.Januar 2010 beginnt, aber natürlich bereits jetzt fleissig erledigt.

Entlastung für Baumann

Stéphane Chapuisat ist bei YB neu zuständig für die «gesamte Spielerrekrutierung», wie der Verein vor wenigen Tagen leicht sperrig mitteilte. Sportchef Alain Baumann wird dadurch entlastet, er koordiniert aber weiterhin das Ressort Sport und sitzt neben Chapuisat sowie Trainer Vladimir Petkovic und Nachwuchschef Stefan Freiburghaus in der technischen Leitung. Und natürlich ist Stefan Niedermaier, der CEO, nach wie vor in die Vorgänge involviert, er ist die starke Figur im Gefüge – und von Chapuisat begeistert: «Er ist ein grosser Fachmann und besitzt ausgezeichnete Kontakte.»

Chapuisat war als Fussballer kein Lautsprecher, leise artikulierte er sich, bescheiden waren seine Aussagen, und heute sagt er: «Ich hoffe, meine Ideen bei YB einbringen zu können.» Und, ja, in seiner langen Karriere habe sich schon der eine oder andere Kontakt ergeben. Chapuisat gilt als erfolgreichster Schweizer Fussballer aller Zeiten, zum besten ist er selbstredend auch gewählt worden. Als dribbelstarker Torjäger bestritt er 103 Länderspiele (eine WM- und zwei EM-Teilnahmen), mit Dortmund gewann er nebst zwei Bundesliga-Titeln die Champions League, bei GC wurde er Meister und bei YB Torschützenkönig. Viermal wurde Chapuisat als Schweizer Fussballer des Jahres geehrt. Wer mit einer solchen Visitenkarte im Wohnzimmer eines umworbenen Talents sitzt, dürfte Jüngling und Eltern durchaus beeindrucken. «Aber mein Name allein bringt nichts», sagt Stéphane Chapuisat, «wir müssen den Spielern auch Perspektiven bieten.»

Zwei, drei Stürmer im Kopf

Chapuisats Installierung ist der vorerst letzte Schritt bei YB auf dem Weg zu verbesserten Strukturen. «Mit Chapuisat sind wir noch besser aufgestellt», sagt Alain Baumann, der Sportchef. Man könnte ja den Aufstieg Chapuisats durchaus als Beschneidung der Kompetenzen Baumanns interpretieren, zumal YB zuletzt nicht immer glücklich auf dem Transfermarkt agierte. Davon aber wollen die Protagonisten nichts wissen. «Die beiden arbeiten eng zusammen», sagt Stefan Niedermaier. Und Chapuisat erklärt: «Ich beobachte Spieler und mache Vorschläge, der Trainer und der Sportchef müssen dann entscheiden, ob es die Richtigen sind, ehe es um die Finanzierung geht.»

Bei YB sind sie begeistert vom neuen

Spielerrekrutierungsverantwortlichen. Kürzlich sei Chapuisat an einer Sitzung bestens vorbereitet erschienen und habe zahlreiche Fussballer präsentiert, die den bis Saisonende verletzten Marco Schneuwly (Kreuzbandriss) ersetzen könnten. Bei Chapuisat tönt das so: «Natürlich habe ich zwei, drei Stürmer im Kopf. Aber im Winter, mitten in der Saison, ist es schwierig, Spieler zu verpflichten.» Und sowieso, man müsse Fussballer wochenlang beobachten, sie auch menschlich kennen lernen. Denn: «Das Gefüge bei YB stimmt, die Mischung und die Stimmung im Team sind gut. Man darf das nicht kaputt machen. Für mich ist das Wichtigste im Fussball, dass die Chemie in der Kabine stimmt.»

Werner Gerber weiter tätig

Und so geht Stéphane Chapuisat seinen neuen Job behutsam an. Es gibt viel zu tun, schliesslich gilt es auch, einen Nachfolger für den überragenden Seydou Doumbia zu finden, der im nächsten Sommer ins Ausland wechselt – und vor einer ähnlich glänzenden Karriere wie einst der Fussballer Chapuisat steht. Sechs Leute sind im Scoutingbereich für YB unter Chapuisat auf Mandatsbasis tätig, der bisherige Chefscout Werner Gerber ist nach wie vor in einer verantwortlichen Position eingebunden. Chapuisat sagt: «Wir sind ein Team. Das ist mir wichtig.» Und natürlich wird die Zusammenarbeit mit der Fussballschule in der Elfenbeinküste intensiviert, Anfang Januar fliegt Chapuisat zusammen mit Stefan Niedermaier nach Abidjan. «Im Zuge dieser Reise wird Chapuisat das Projekt übernehmen», sagt Niedermaier.

80 Prozent beträgt Chapuisats Pensum, daneben ist er als Botschafter und Werbeträger diverser Organisationen und Firmen tätig. «Ich bin stolz, darf ich bei einem grossen Verein wie YB arbeiten», sagt er. Und möglicherweise passt das ja ganz gut: Der ehemalige Weltklassestürmer Stéphane Chapuisat sucht in seiner Funktion als Chefspielersucher bei den Young Boys zum Start gleich mal mindestens einen begabten Angreifer.


Khalifa zu GC vermittelt

Stéphane Chapuisat ist schon seit Jahren auf Fussballplätzen unterwegs – unglücklicherweise für die Young Boys aber noch nicht so lange im Sold des Berner Fussballvereins. Denn vor bald drei Jahren wurde Chapuisat von den Grasshoppers gefragt, ob er ein grosses Stürmertalent kenne. Chapuisat, der die besten Schweizer Nachwuchsspieler damals im Ausbildungszentrum des Verbandes in Payerne trainierte, zögerte nicht lange und empfahl GC den damals 15-jährigen Nassim Ben Khalifa von Lausanne. Zu diesem Verein besitzt Chapuisat exzellente Beziehungen. Und so landete das Ausnahmetalent Ben Khalifa bei GC – und der an der U17-WM überragende Weltmeister wird heute mit 17 Jahren bereits regelmässig in der Super League eingesetzt. «Ben Khalifa besitzt riesiges Potenzial. Es war nicht so schwierig, sein Talent zu erkennen», sagt Chapuisat bescheiden. In Zukunft aber sollen solche Nachwuchshoffnungen bei den Young Boys landen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Chapuisat-und-der-neue-Einfluss-bei-YB/story/15485193

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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Dezember 2010, 16:06 
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11freunde.de, 01.12.2010

»Unser Modell ist Vorbild«

Heute abend spielen die Young Boys Bern gegen den VfB Stuttgart in der Europa League. Mit dem Berner Scout und Stürmertrainer Stéphane Chapuisat sprachen wir über Umbrüche bei YB und den Schweizer Fußball.

Heute sind Sie Scout und Offensv-Trainer bei Young Boys Bern. Hätte es nach einer solchen Spielerkarriere nicht etwas mehr sein können?

Ich bin sehr zufrieden. Mir gefällt meine Arbeit, und YB ist ein toller Verein

Mit Ihrer Vita könnte man eigentlich Chef-Trainer in einer großen europäischen Liga werden.

Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden. Ich habe das bei meinem Vater erlebt (Pierre-Albert Chapuisat ist Trainer. Zuletzt arbeitete er beim FC Sion, d. Red). Als Trainer bist du oft unterwegs und selten zu Hause. Ich schätze es sehr, bei meiner Frau und unseren Kindern zu sein und einen festen Wohnsitz zu haben.

Sie wollten allerdings zunächst nicht für Young Boys arbeiten.

Das kann man so nicht sagen. Es bedurfte einfach ein paar Abklärungen und Erfahrungen. Nun passt es. Bei YB ist es wie in einer Fußballmannschaft: Alle verfolgen die gleichen Ziele.

Nämlich?

Bern hat schon lange keinen Titel mehr gewonnen. Es wird Zeit. Alle bemühen sich tagtäglich, diesem Ziel näher zu kommen.

Young Boys Bern befindet sich im Umbruch. Mit Ilja Kaenzig hat der Verein einen neuen Manager verpflichtet. Warum dieser Wechsel?

Die Entscheidungsträger wollten den sportlichen Bereich stärken und entschlossen sich deshalb für einen Wechsel an der Spitze.

Was haben Sie denn vorher gemacht?

Es geht darum, die bestehenden Strukturen zu verfeinern. Es wurde eine hervorragende Basis gelegt, um die hohen Ziele zu erreichen. Diesen Weg wollen wir weitergehen. Das Berner Modell mit einem multifunktionalen Stadion und einem Traditionsklub ist ein zukunftsträchtiges Modell. Vorbildlich – nicht nur für den Schweizer Fussball.

Welche Ziele verfolgen Sie persönlich?

Ich trainiere alle Offensivspieler der Jugendmannschaften. Mir gefällt die Aufgabe, die jungen Stürmer näher an den Profifussball zu führen.

Das Ziel könnte die Nationalmannschaft sein. Die Schweiz ist nur Dritter in der EM-Quali-Gruppe G. Was fehlt, um oben mitzuspielen?

Für eine kleine Fussballnation wie die Schweiz ist es nie eine Selbstverständlichkeit, an einer grossen Endrunde teilnehmen zu können. Es muss bei uns vieles zusammen passen, damit wir mit den allerbesten Nationen mithalten können. Wir waren bei den letzten vier großen Turnieren dabei. Das kann man nicht immer erwarten. Aber ich glaube auch dieses Mal daran, dass es der Schweiz gelingen wird, die Barrage-Spiele (Endrunde, d. Red.) zu erreichen.

Wo steht der Schweizer Fußball im Vergleich zum Deutschen?

Wir sind nicht Deutschland. Man kann die beiden Länder nicht vergleichen und ähnliche Erwartungen haben. Die Schweizer Liga hat nicht die finanziellen Möglichkeiten wie die Bundesliga. Uns fehlen die entsprechenden Fernsehgelder. Wir haben andere Ressourcen. Der U-17-Weltmeistertitel zeigt allerdings, dass auch wir Schweizer gute Jugendarbeit leisten.

Das sieht man im Team von Ottmar Hitzfeld. Mit Nassim Ben Khalifa (18), Xherdan Shaqiri (19) oder Moreno Costanzo (22) stehen sehr junge Spieler im Kader.

Das ist ein Zeichen für die Qualität unserer jungen Spieler. Hitzfeld weiß ganz genau, auf wen er bauen kann.

Der VfB Stuttgart ist der heutige Gruppen-Gegner von Young Boys Bern. Der VfB führt die Gruppe H souverän an. Sind die Schwaben eine Nummer zu groß für Bern?

Stuttgart ist schon qualifiziert. Der Fokus liegt beim VfB sicherlich eher auf der Meisterschaft. Wir haben in dieser Saison schon mehrmals gezeigt, dass wir auch ganz große Teams ärgern können.

http://www.11freunde.de/international/134551

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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Freitag 19. August 2011, 12:17 
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Hallo alle miteinander,

wir haben ein Interview mit Stéphane Chapuisat geführt, in dem er sich u.a. über seine Arbeit bei den YB Bern spricht. Zu lesen gibts das ganze hier:

http://www.eckball-magazin.de/2011-08/f ... vestieren/

Viel Spaß beim lesen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. März 2013, 17:53 
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Der neue Auftrag für den Chefspäher

In der Ära Kaenzig flog Stéphane Chapuisat in der ganzen Welt herum, um Spieler zu beobachten. Seit dem Führungswechsel bei YB hat der Chefscout die Order, den Fokus verstärkt auf die nationale Szene zu richten.

Stéphane Chapuisat ist der Mann mit dem grössten Palmarès bei YB. 103 Länderspiele hat der Romand bestritten, mit Borussia Dortmund errang er nationale (zweimal Deutscher Meister) und internationale Titel (Champions League 1997) von Bedeutung, bei allen Clubs, bei denen er in seiner langen Karriere unter Vertrag stand, gelang ihm fast in jedem zweiten Match ein Tor.

Was Chapuisat nie war: ein Mann der vielen Worte; geschweige denn ein Polemiker. Das ist er auch jetzt nicht, wenn man ihn auf die sportliche Krise beim BSC YB anspricht. Die Situation sei unbefriedigend für einen ambitionierten Verein, doch er sei «zu wenig nahe an der ersten Mannschaft dran, um fundierte Kritik zu üben». Was natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Stéphane Chapuisat hat als Chefscout sehr wohl Einblick in das Innenleben. Seit Fredy Bickel als Sportchef zu YB zurückgekehrt ist, sowieso. Die beiden Männer sind seit etlichen Jahren freundschaftlich verbunden und tauschen sich auf der Geschäftsstelle regelmässig aus. «Wir haben die gleiche Wellenlänge», sagt Chapuisat. Bickel war es, der den populären Stürmer in einer abenteuerlichen Aktion vom Grasshopper-Club nach Bern lotste im Jahre 2002. Er lud die Presse ein, um Chapuisats Verpflichtung bekannt zu geben, obwohl der YB-Verwaltungsrat den Transfer noch gar nicht abgesegnet hatte. Dieses Geschäft beschleunigte das Zerwürfnis zwischen Bickel und dem damaligen VR-Präsident Peter Jauch.

Der Vielflieger

So viel zur Geschichte aus einer Zeit, als Gelbschwarz seine Spiele wegen des Stadionneubaus im Neufeld austrug und die Fans häufiger glücklich machte als in den letzten zwei Jahren. Die wiederholten Abstürze unter den Trainern Gross und Rueda haben wie der von ganz oben angeordnete Strategiewechsel (Stichwort «Phase 3») zu einem frostigen Klima geführt rund um die Institution YB. Chapuisat beispielsweise wusste nach dem abrupten Abgang von Stefan Niedermaier, der ihn 2008 zu YB zurückgelotst hatte, nie so recht, woran er war. «Es war nicht immer einfach für mich.» Niedermaiers Nachfolger Ilja Kaenzig setzte beim Scouting andere Schwerpunkte: Der geografische Radius wurde stark ausgedehnt, die Zusammenarbeit mit der Fussballschule in der Elfenbeinküste beendet, Ingo Winter, mit dem Kaenzig schon in Hannover zusammengearbeitet hatte, zum Gesamtkoordinator Scouting ernannt. Chapuisat seinerseits erhielt den Auftrag, vermehrt ins Ausland zu reisen, um Spieler zu beobachten. Er habe viele Flugkilometer zurückgelegt in den vergangenen zwei Jahren, erzählt der 43-Jährige.

Nach Kaenzigs Freistellung ist Chapuisats Einsatzgebiet wieder bedeutend überschaubarer geworden. Unter Bickel gilt die Maxime, vermehrt auf den eigenen Nachwuchs und in der Schweiz ausgebildete Talente zu setzen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe YB keinen einzigen Schweizer Nachwuchsspieler erworben, gibt Chapuisat zu bedenken. «Dieses Reservoir wollen wir in Zukunft wieder vermehrt anzapfen.»

Der Anwalt von Afum und Gerndt

Samuel Afum und Alexander Gerndt gehören zu den Fussballern, deren Entwicklung der Chefscout längere Zeit verfolgt hat, bevor sie während der Winterpause zu YB stiessen. Afum hat er das erste Mal an einem Match beobachtet, als er noch in seinem Heimatland tätig war. Im Frühling 2010, als es darum ging, einen Nachfolger für Seydou Doumbia zu bestimmen, schaffte es der Ghanaer in die engste Auswahl. Am Ende entschied sich YB für Emmanuel Mayuka, weil der bereits Erfahrungen in einer ausländischen Liga (Israel) vorweisen konnte. Chapuisat behielt Afum weiter im Auge und bekam so mit, wie dieser in Ägypten immer unzufriedener wurde, weil der Meisterschaftsbetrieb nach der Stadionkatastrophe in Port Said im Februar 2012 eingestellt worden war. Er konnte Bickel überzeugen, dass der 22-jährige Afrikaner die richtige Verstärkung für die YB-Offensive war, die sich nach dem Abgang von Raúl Bobadilla sehr schmalbrüstig präsentierte.

Alexander Gerndt, den zweiten Neuen, hat Chapuisat in der schwedischen Liga kennen gelernt. Als sich die Gelegenheit bot, den Nordländer dem finanziell klammen Utrecht abzukaufen, griffen die Berner zu. Wie sein Sturmpartner Afum hat der 6-fache schwedische Internationale in den ersten Einsätzen kaum etwas bewegen können. Chapuisat mahnt zu Geduld: «Neue Spieler brauchen immer eine Angewöhnungszeit. Sie müssen zuerst die Laufwege der Teamkollegen kennen lernen; erst danach können sich gewisse Automatismen einspielen.» Afum sei ein Stürmer «mit viel Potenzial»; Gerndt habe sowohl in Schweden als auch in Holland Goalgetter-Qualitäten bewiesen.

Der Stürmertrainer

Stéphane Chapuisat nimmt bei YB neben dem Scouting-Job eine zweite Aufgabe wahr: Er leitet das Stürmertraining in der Nachwuchsabteilung. Dreimal in der Woche steht er mit 14- bis 21-jährigen Fussballern auf dem Platz. Er lässt sie aus allen möglichen Positionen aufs Tor schiessen. Immer wieder. «Sie sollen dadurch an Sicherheit gewinnen. Das ist enorm wichtig, denn in einem Match muss ein Stürmer sehr schnell entscheiden und handeln.»

Chapuisat setzt in seinen Lektionen konsequent auf einen Zweimannsturm. «Das erhöht die Chance, dass sich zumindest einer von zwei bei den Profis durchsetzt.» Das ist bei YB schon lange keinem Eigengewächs mehr gelungen, doch zumindest haben in jüngster Zeit mit Michael Frey und Haris Tabakovic wieder einmal zwei Talente laut an die Türe geklopft. Laut Chapuisat gibt es im YB-Nachwuchs noch zwei, drei weitere Stürmer, die Hoffnungen machen. Einen zukünftigen Topstürmer hingegen hat der einstige Topstürmer noch keinen ausgemacht. Was zeichnet einen solchen aus? «Er besitzt einen guten Instinkt, will heissen: Er weiss, wo er sich hinstellen muss und spürt fast immer, wo die Mitspieler stehen oder wohin sie sich bewegen.» So einfach die Tipps aus berufenem Mund tönen: Umsetzen können sie nur wenige.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/16760511

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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Mai 2013, 22:09 
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«Die Woche» mit Stéphane Chapuisat




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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Samstag 29. April 2017, 13:49 
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29.04.2017

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Immer Alternativen auf dem Radar

Er trägt einen klingenden Namen, hat aber nie das Rampenlicht gesucht. Weder zu seiner Zeit als grandioser Fussballer noch heute als Chefscout. Was tut Stéphane Chapuisat bei YB?

Er braucht es noch immer. Dieses Gefühl, auf dem Rasen zu stehen, den Ball am Fuss zu spüren und in einem Team dabei zu sein – selbst wenn er in diesen Trainings nur noch sporadisch mitmacht. So auch an diesem sonnigen Montagmorgen, an dem er die Offensivtalente aus dem YB-Nachwuchs wie jede Woche zum Stürmertraining bittet. Er, das ist Stéphane Chapuisat, einer der ganz Grossen des Schweizer Fussballs: Champions-League-Gewinner mit Borussia Dortmund, WM-Teilnehmer, 103-facher Nationalspieler, 106 Tore in der Bundesliga.

Im Sommer 2006 hatte er seine glanzvolle Karriere dort beendet, wo sie einst ihren Anfang nahm: bei seinem Stammverein Lausanne. Zuvor trug er von 2002 bis 2005 das Dress der Young Boys und erzielte in drei Saisons 50 Ligatore. Es war nur ein vorübergehender Abschied aus Bern: 2008 kehrte er zu YB zurück und war zuständig für das Scouting beim Nachwuchs. Zwei Jahre später stieg er nach dem Abgang von Werner Gerber zum Chefscout des Clubs auf – eine Funktion, die er bis heute ausübt. Das Spezialtraining – am Montag mit den Stürmern der U-15/U-16, am Donnerstag mit jenen der U-17 bis U-21 – ist eine von mehreren Aufgaben, die sein Jobprofil vorgibt. Eine, die der 47-Jährige als Abwechslung zu den vielen Stunden am Bürotisch sehr schätzt. Wenn er aufzuzählen beginnt, was ein guter Stürmer heute alles mitbringen muss, dringt sofort wieder der Fussballer von einst durch: «Er muss schnell sein, braucht eine gute Technik, muss den Ball unter Druck mitnehmen können, vor dem Tor gut antizipieren, für jede Situation sofort eine Lösung sehen. Und», schmunzelt Chapuisat genüsslich, «er muss natürlich beidfüssig sein.» Dass er dies in seinen Trainingseinheiten besonders forciert, hat einen guten Grund. Mit seinem genialen linken Fuss konnte er zaubern, gelang ihm fast alles. Und mit dem anderen? «Ich darf gar nicht daran denken, wie oft ich mit dem rechten Fuss Chancen vergeben habe. Wäre ich beidfüssig gewesen, hätte ich in meiner Karriere noch viel mehr Tore erzielt.»

Die Vorarbeit im Fall Assalé

Aus den Talenten treffsichere Stürmer zu machen, ist eine der Tätigkeiten von Stéphane Chapuisat bei YB, wo er einen normalen Arbeitsvertrag mit Kündigungsfrist besitzt. Wie das Beobachten der YB-Gegner, das er mit seinem Team von vier Teilzeitangestellten erledigt. In erster Linie ist er aber der Chefscout des Clubs und für alle Spieler zuständig, die für das Profiteam interessant werden könnten. «In dieser Funktion», sagt er, «muss ich immer bereit sein und Lösungen in der Hinterhand haben.» Er ist gefordert, wenn Spieler den Club verlassen, wenn es Langzeitverletzte zu ersetzen gilt oder wenn auf einer bestimmten Position eine Verstärkung angestrebt wird. Dann muss er der Sportkommission, die von Verwaltungsrat Ernst Graf geleitet wird und zu der neben Chapuisat auch Sportchef Christoph Spycher, Trainer Adi Hütter und im Sommer auch der jetzige Schweizer U-19-Nationaltrainer und baldige YB-Ausbildungschef Gérard Castella gehören, Namen von Spielern vorschlagen, welche die Lücken schliessen könnten.

«Dann können wir den Spieler auf die Liste der Visionen nehmen.»
Stéphane Chapuisat


Wie zuletzt Ende Januar, als Yuya Kubo ein attraktives Angebot von Gent annehmen wollte. «Das kam für uns relativ überraschend, obwohl wir wussten, dass sich einige Clubs für Kubo interessierten», sagt der Chefscout. Der Zeitpunkt kurz vor dem Rückrundenstart war alles andere als ideal. Die sportliche Leitung von YB beschloss, den Japaner zu ersetzen. Es musste aber schnell gehen, da das Transferfenster für die Rückrunde bald schloss. Nur einige Tage später meldeten die Berner: «Roger Assalé leihweise zu YB.»

Er habe den Yvorer schon eineinhalb Jahre auf dem Radar gehabt, nachdem er aus seinem Informantennetz einen Tipp erhalten habe, sagt Chapuisat. Der Stürmer sei aber lange kein Thema gewesen, weil YB keinen Bedarf auf dieser Position hatte und keinen weiteren Ausländer verpflichten wollte.» Trotzdem hatte der Chefscout den wirbligen Assalé nie aus den Augen gelassen. «Es war schwierig, den Spieler im Januar kurzfristig vor Ort in Afrika zu beobachten.» So musste er darauf verzichten, sich von Assalé bei dessen Club Mazembe in der Demokratischen Repulik Kongo selber ein Bild zu machen. Chapuisat hatte jedoch Video-Sequenzen für Sportchef Spycher und Trainer Hütter vorbereitet. Und Sékou Sanogo, der ebenfalls aus der Elfenbeinküste stammt, konnte weitere relevante Infos beisteuern. Ausserdem hatte der YB-Chefscout das Interesse bei Assalées Club in Afrika schon lange deponiert.

Dann ging es schnell: Assalé reiste zu einem Treffen in die Schweiz, Spycher wie Chapuisat erhielten im persönlichen Gespräch einen sehr guten Eindruck und fanden eine «optimale Lösung»: Assalé wird gratis bis Ende Mai ausgeliehen, verbunden mit einer Kaufoption. «So haben wir die Möglichkeit, Assalé während einer halben Saison zu beobachten, zu sehen, wie er sich hier akklimatisiert und wie er sich ins Team integriert. Diese Situation ist ideal für uns», meint Chapuisat zufrieden.

Im «Standby»-Modus

Das Scouting sieht er als rollenden Prozess. «Das macht es so spannend. Immer wachsam zu sein auf dem Markt, Spieler auf dem Radar zu haben und bereit zu sein, wenn uns jemand verlässt.» Nicht immer kommen Abgänge so unerwartet wie jener von Kubo. «Oft sind wir vorgewarnt, oder es gibt Gerüchte», sagt Chapuisat. Dann gelte es, einen Plan B bereit zu halten. Im Fall von Yvon Mvogo, der zu RB Leipzig wechselt, hatte YB den Nachfolger mit David von Ballmoos schon aufgebaut. Bei Denis Zakaria wäre man ebenfalls gerüstet, sagt er, ohne Namen nennen zu wollen. Auch Yoric Ravet wurde in der Winterpause immer wieder mit Clubs in Europa in Verbindung gebracht. Und Guillaume Hoarau ist nach seiner gravierenden Verletzung zumindest ein Fragezeichen. «Christoph Spycher und ich versuchen, für alles eine Alternative zu haben. Im Moment», sagt Chapuisat, «ist aber nichts konkrekt.» Ausserdem hätten alle YB-Spieler ausser Kevin Mbabu, dessen Ausleihe bis im Sommer befristet ist, weiterlaufende Verträge. Deshalb befindet sich der vierfache Familienvater derzeit quasi im «Standby»-Modus.

Doch woher würde Ersatz kommen? «Das hängt immer von der Position und der Rolle des Spielers ab», erklärt Chapuisat. Generell gelte es, zuerst beim eigenen Nachwuchs zu schauen, danach im Schweizer Markt. «Mit von Bergen, Sanogo und Hoarau steht unser Gerüst auch für nächste Saison», sagt er. Deshalb sei es das Ziel, vor allem junge, hungrige Spieler auf der Liste zu haben, «Rohdiamanten», wie er sie nennt. Spielertypen, die noch nicht bei den grossen Clubs sind, wie Thuns Christian Fassnacht. Chapuisat ist überzeugt, dass YB praktisch alle Kandidaten bis zur Promotion League kennt, die vom Potenzial her interessant sind für einen Club wie YB.

Erst wenn eine Lücke nicht aus dem internen Nachwuchs oder auf dem Schweizer Markt geschlossen werden kann, wird der Fokus aufs Ausland gerichtet. Dort ist YB aber ein kleiner Player. «Bei den besten Spielern im Alter von 20 oder 21 haben wir in der Regel keine Chance», räumt Chapuisat gleich mit Illusionen auf. «Diese Talente sind heute nur noch etwas für die finanzkräftigsten Vereine.» Ein Club wie die Young Boys müsse deshalb taktisch vorgehen. Spieler finden, die viel Potenzial haben, dieses aber noch nicht zeigen konnten, z. B. wegen Verletzungen oder fehlender Spielpraxis. Oder unzufriedene Talente, die eine falsche Wahl getroffen haben, vielleicht zu früh ins Ausland gegangen sind. Ein Beispiel ist Kevin Mbabu, den YB von Newcastle ausleihen konnte.

Beim Recherchieren bedienen sich die YB-Späher neben Tipps und Dossiers vor allem der Online-Plattform Wyscout, auf der sich Spieler aus unzähligen Ligen bei ihren Einsätzen nachverfolgen lassen. Vieles sei inzwischen aus Kostengründen Videoarbeit geworden. Im Normalfall beobachtet er einen Spieler erst dann im Ausland, wenn ein Transfer für den Club in Frage kommt.

«Letztlich», gibt Chapuisat zu bedenken, «sind die Transfers eine Frage des Preises. Oft ist ein Spieler zwar interessant, liegt aber nicht in den Dimensionen unseres Budgets. Dann», scherzt er, «können wir ihn in der Datenbank auf die Liste der Visionen nehmen.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Im ... y/23138343

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 Betreff des Beitrags: Re: Stéphane Chapuisat
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. April 2018, 15:51 
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«Habe ein Auge dafür»

YB-Chefscout Chapuisat und das Gespür für gute Stürmer

Seit über 10 Jahren beliefert der Ex-Nati-Stürmer die Berner Young Boys mit Offensiv-Power – manchmal auch unkonventionell.

Roger Assalé, Miralem Sulejmani, Jean-Pierre Nsame. Die drei derzeitigen Top-Torschützen der Super League tragen allesamt Gelb-Schwarz. Der derzeitige Erfolg von YB gründet auf der Offensive. Und diese wiederum gründet auf Stéphane Chapuisat.

Wir mussten kurzfristig Yuya Kubo ersetzen und hatten kein Budget.
Autor: Stéphane Chapuisatüber Roger Assalés Verpflichtung


103 Mal jagte der Lausanner für die Schweizer Nati dem Ball über den Rasen hinterher, heute jagt er für die Young Boys Stürmertalenten über den ganzen Globus hinterher.

«Ich habe wohl ein Auge dafür, weil ich selber Stürmer war», so der heute 48-Jährige. «Ich habe immer grosse Freude daran, wenn einer ‹meiner› Spieler hier gute Leistungen zeigen kann.»

Proaktiv Alternativen suchen

Eng ist dabei die Zusammenarbeit mit Sportchef Christoph Spycher. «Es ist eine Team-Arbeit», so Chapuisat. «Zuerst definieren wir ein Profil. Dabei versuchen wir immer, zwei bis drei Kandidaten zu beobachten.» Er versuche, für alle möglichen Abgänge im Voraus eine Alternative zu haben.

Sein weltweites Netz an Kontakten hilft ihm dabei, auf Spieler aufmerksam zu werden. Dann nehme er die Kandidaten meist persönlich und vor Ort unter die Lupe.

Glücksgriff Assalé

Eine Ausnahme bildet ausgerechnet Liga-Topskorer Assalé. Chapuisat erklärt: «Wir mussten kurzfristig Yuya Kubo ersetzen und hatten kein Budget. Ich habe Roger aus der Distanz immer verfolgt und sofort angerufen.»

Aus der Not gaben die Berner einem Spieler, den man nur aus Videos kannte, einen Leihvertrag mit Kaufoption. «Wir haben schnell gemerkt, dass die Chemie stimmt und dass er ein guter Spieler ist.»

Nach vier Monaten übernahm YB im letzten Juni den Ivorer ganz – und erhält im Austausch bis heute Tore am Laufband. Keine Überraschung, sind auch Trainer und Klubführung äusserst zufrieden mit Chapuisat.

- YB-Trainer Adi Hütter: «Er hat die Nase und das Gespür dafür, welche Spieler die Qualität haben, Tore zu schiessen. Chapuisat ist ein unglaublich wichtiges Element bei YB.»

- YB-Sportchef Christoph Spycher: «Chapuisat ist mein engster Vertrauter. Er ist sehr gut in der Spielerbeurteilung. Dank ihm haben wir unglaublich viel Qualität in der Offensive.»

Doch Chapuisat hat nicht nur ein Auge für Offensivspieler; er gilt auch als Entdecker von Nati-Goalie Yvon Mvogo. Wie er das geschafft hat, erfahren Sie im Video unten:


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... e-stuermer

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