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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. August 2021, 23:43 
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Martins vor Partie gegen Cluj

«Die Champions League wäre ein Traum»

Es ist alles angerichtet für das Millionenspiel zwischen YB und Cluj. Christopher Martins stellt sich vor der Partie den Fragen von Blick.


https://www.blick.ch/sport/fussball/int ... 40098.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Dezember 2021, 22:51 
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«Kiki muss daraus lernen»

Das sagt YB-Trainer Wagner zum Platzverweis von Martins

YB verliert im Wankdorf 1:2 gegen Servette. Das sagt YB-Trainer Dave Wagner zur unerwarteten Pleite.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 42718.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Januar 2022, 02:02 
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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Montag 31. Januar 2022, 15:48 
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10 Millionen Ablöse News

Spartak Moskau verkündet die Ankunft von YB-Profi Christopher Martins

Der Aderlass bei den Young Boys geht weiter: Auch Mittelfeldspieler Christopher Martins verlässt die Berner.

Den 24-jährigen Luxemburger zieht es nach Russland: Spartak Moskau bot für den Mittelfeldprofi laut “Blick” 10 Mio. Franken Ablöse. Eine Summe, die YB-Sportchef Christoph Spycher nicht ablehnen konnte. Offenbar ist bereits alles in trockenen Tüchern. Spartak Moskau kündigt die Ankunft von Martins auf seinen sozialen Kanälen jedenfalls bereits an.

Der luxemburgische Nationalspieler wechselte im Sommer 2019 für 2 Mio. Euro Ablöse von Olympique Lyon zu den Young Boys und stand noch bis 2024 unter Vertrag.

https://www.4-4-2.com/super-league/yb-b ... r-martins/


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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. Februar 2022, 00:25 
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Martins wechselt zu Spartak Moskau

Nach zweieinhalb Jahren bei YB mit zwei Schweizer Meistertiteln und einem Cupsieg zieht Christopher Martins Pereira weiter: Der YB-Mittelfeldspieler wechselt zum russischen Traditionsklub Spartak Moskau. Der Vertrag sieht vor, dass der 24-jährige Luxemburger die Saison auf Leihbasis in Moskau zu Ende spielen wird und dann von Seiten Spartaks eine Kaufpflicht zum Zug kommt. Der neue Vertrag zwischen Spartak und Christopher Martins Pereira wird dann über weitere fünf Jahre bis Sommer 2027 laufen.

Christopher Martins war im Sommer 2019 von Olympique Lyon zu YB gekommen und absolvierte seither 68 Pflichtspiele (5 Tore, 2 Assists). Für die luxemburgische Nationalmannschaft hat er bereits 49 Länderspiele bestritten.

«Die physische Spielweise von Christopher Martins hat unserer Mannschaft gut getan; er hat seine Qualitäten in den letzten Jahren eindrücklich bewiesen und sich den Transfer redlich verdient», sagt Sportchef Christoph Spycher. «Wir haben im zentralen Mittelfeld viele Optionen mit routinierten Spielern und aufstrebenden Jungen. Aber wir sind auch darum bemüht, noch einen zusätzlichen Spieler auf dieser Position zu holen, um das physische Element, das uns nach dem Abgang von Christopher Martins fehlt, zu kompensieren.»

Der BSC Young Boys bedankt sich herzlich bei Christopher Martins Pereira und wünscht ihm für die private und berufliche Zukunft alles Gute.




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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Februar 2022, 00:11 
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Der Luxemburger geht für fast 10 Millionen zu Spartak Moskau

Martins-Deal macht YB noch reicher

Noch nie hat YB ein derart turbulentes Winter-Transferfenster erlebt wie heuer. Die letzten Deals: Martins geht zu Spartak Moskau, Bürgy nach Dänemark, und auch der Nsame-Abgang zu Venezia ist fix.

Nach Michel Aebischer (25) verliert YB einen zweiten Mittelfeld-, Aggressiv- und Schlüsselspieler: Christopher Martins (24) wechselt in die russische Premier Liga zu Rekordmeister Spartak Moskau, der katastrophal schlecht auf Platz 9 steht. Die Russen leihen Martins bis Ende Saison aus. Danach kommt eine bindende Kaufpflicht zum Zug, die einen Vertrag bis 2027 vorsieht und YB fast 10 Millionen Franken einbringt. Eine Wahnsinnssumme, die den finanziell ohnehin am besten dastehenden Meister noch reicher macht. «Christopher hat sich den Transfer redlich verdient», sagt Sportchef Christoph Spycher väterlich. «Wir werden darum bemüht sein, einen Spieler zu holen, um das physische Element, das nun fehlt, zu ersetzen.»

Nsame bringt mindestens sieben Millionen ein

Auch über die Bühne gegangen ist der Transfer von Jean-Pierre Nsame (28) zum FC Venezia. Er wird fix bis Ende Saison ausgeliehen. Danach ist alles offen. Die Optionen: Rückkehr zu YB (weshalb der Vertrag des Kameruners gestern vorsorglich bis 2024 verlängert wurde) oder ein Kauf durch den FC Venezia. Beide Optionen sind möglich im Fall von Ligaerhalt oder Abstieg des Aufsteigers. Sicher ist: Zieht der FC Venezia die Option, kriegt YB richtig fett Geld in der Höhe einer bereits fixierten Summe. Man kann von mindestens sieben Millionen Franken ausgehen.

Erstaunlich am Deal: Für YB ist Nsame noch nicht genügend fit, um sofort helfen zu können. Es fehlen laut Trainer David Wagner zehn bis 15 Prozent. Den Serie-A-Klub kümmert das wenig. Man könne damit leben, wenn Nsame erst im März hundertprozentig fit sei. YB hat da mit offenen Karten gespielt. Name sagt nicht «adieu», sondern «au revoir»: «Ich bin überzeugt, dass dieser neue Impuls bei mir viel bewegen kann. Ich möchte mit Venezia die Serie A erleben und bin froh, dass er Transfer zustande gekommen ist.»

Bürgy wird nach Dänemark ausgeliehen

Auch Nicolas Bürgy (26) geht. Der Berner ist in der Innenverteidigung nur die Nummer 5 hinter Lustenberger, Camara, Lauper und Zesiger und würde kaum mehr zum Einsatz kommen. In der Vorrunde hatte er einige Einsätze, sogar in der Champions League gegen Atalanta Bergamo wie auch bei Villarreal, weil viele Innenverteidiger verletzt fehlten. Bürgy wechselt leihweise bis Ende Saison zu Viborg FF, dem Achten der dänischen Superliga. Die Dänen besitzen eine Kaufoption.

YB auf der Höhe des FCB – mindestens

Machen wir also die Buchhaltung: YB kassiert für Silvan Hefti 5 Millionen Franken von Genoa. Bologna lässt sich die Dienste von Aebischer (Leihe plus Kaufpflicht im Fall des Ligaerhalts im Sommer) in etwa gleich viel kosten. Bei Nsame streicht YB rund 7 Millionen ein, wenn ihn Venezia kauft. Und nun für Martins 10 Millionen. Unter dem Strich: 27 Millionen. Womit YB dem FC Basel (die Haupttransfers: 7,5 Millionen für Zhegrova an Lille und 16,5 für Cabral an die Fiorentina, macht 24) plötzlich die Stirn bietet …


https://www.blick.ch/sport/fussball/der ... 95188.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Februar 2022, 00:21 
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Aderlass beim Meister

YB leiht Nsame an Venezia aus – auch Martins und Bürgy gehen

- Jean-Pierre Nsame wechselt leihweise bis Ende Saison in die Serie A.
- Auch Christopher Martins und Nicolas Bürgy verlassen den Meister am internationalen Deadline-Day.
- Mit Michel Aebischer und Silvan Hefti verloren die Berner schon letzte Woche wichtige Teamstützen.

YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame wird die laufende Saison in Italien beenden: Die Young Boys haben eingewilligt, dass Nsame bis Saisonende an den Serie-A-Klub Venezia ausgeliehen wird. Nach dieser Spielzeit werde die Situation neu beurteilt, wobei zum jetzigen Zeitpunkt sowohl eine Rückkehr nach Bern als auch eine definitive Übernahme von Venezia in Frage komme, schreiben die Young Boys. Der Super-League-Torschützenkönig der letzten beiden Saisons hat seinen Vertrag mit YB gleichzeitig bis 2024 verlängert.

Der 28-jährige Nsame hatte sich im letzten Mai einen Achillessehnenriss zugezogen und hat seither kein Pflichtspiel mehr mit YB bestritten. Beim Rückrunden-Auftakt gegen Lugano (1:0) fehlte Nsame aufgrund einer Corona-Erkrankung.

Martins nach Russland ...

Der Luxemburger Christopher Martins wechselt von Bern zum russischen Rekordmeister Spartak Moskau. Der physisch starke 24-Jährige, der mit YB noch einen bis im Sommer 2023 gültigen Vertrag besass, wird die Saison mit den Russen auf Leihbasis zu Ende spielen, anschliessend kommt eine Kaufoption zum Tragen. Sein neuer Vertrag mit Spartak läuft bis im Sommer 2027. Martins war vor zweieinhalb Jahren von Olympique Lyon zu YB gewechselt und absolvierte seither 68 Pflichtspiele (5 Tore).

... Bürgy nach Dänemark

Der 3. YB-Spieler, der am Deadline-Day den Klub verlassen hat, ist Nicolas Bürgy. Er wechselt leihweise bis zum Saisonende zu Viborg FF. Der dänische Klub besitzt anschliessend eine Kaufoption für den Innenverteidiger. Bürgy kam bereits als 12-Jähriger vom FC Belp zu YB und durchlief danach alle Juniorenstationen. 2015 unterschrieb er bei den Young Boys seinen ersten Profivertrag. Nach verschiedenen leihweisen Gastspielen kehrte er zu den Gelb-Schwarzen zurück und wurde 2020 mit YB Schweizer Meister.

"Es ist auch so, dass wir noch einen Spieler verpflichten werden."
Autor: Christoph Spycher YB-Sportchef

Vor Nsame, Martins und Bürgy verliessen in der Winterpause schon namhafte Spieler wie Michel Aebischer (Bologna) und Silvan Hefti (Genoa) die Berner Richtung Ausland.

YB-Sportchef Christoph Spycher hält aber fest: «Wir sind noch immer sehr gut aufgestellt.» Und er ergänzt: «Es ist auch so, dass wir noch einen Spieler verpflichten werden.» Die Abgänge seien kein Zeichen von einer Aufgabe im Meisterrennen sondern vielmehr Ausdruck davon, dass man Vertrauen in die verbliebenen Spieler habe, so Spycher.


Winter-Transfers in der Schweiz

In der Schweiz ist das Transfer-Fenster noch bis zum 15. Februar geöffnet. Lokal ausgebildete Spieler unter 21 Jahren dürfen gar noch bis Ende März den Klub wechseln.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ergy-gehen

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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Samstag 5. Februar 2022, 00:57 
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 Betreff des Beitrags: Re: (35) Christopher Martins Pereira
 Beitrag Verfasst: Montag 25. Juli 2022, 23:32 
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24.07.2022

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Wenn Trainer nach Russland wechseln

Trotz dem Krieg in der Ukraine und der Verbannung aus dem internationalen Fussball läuft in Russland die Meisterschaft weiter. Zahlreiche Westeuropäer haben die Liga verlassen. Andere bleiben ihr treu oder brechen ausgerechnet jetzt dorthin auf – wie Guillermo Abascal oder Joe Zinnbauer.
Von Peter B. Birrer

Sie siedeln in den russischen Fussball über, ausgerechnet jetzt – und schweigen. Wahrscheinlich haben sie keinen besseren Rat als verstummen.

Guillermo Abascal trainierte den FC Basel interimistisch und hegte Ambitionen auf mehr. Doch in Basel endete für ihn der Weg wegen fehlender Resultate. Also wechselte er im Juni in die russische Premjer Liga zu Spartak Moskau. In Basel hören sie nichts mehr von ihm, keine SMS, keinen Pieps. E-Mail-Anfragen für eine Kontaktaufnahme der «NZZ am Sonntag» beantwortet er nicht abschlägig, sondern gar nicht. Er ist weg.

Oder doch nicht ganz. Denn Russland legt sich nach dem Angriffskrieg gegen die Ukraine eine eigene Realität zurecht – auch im Fussball. Die Landesauswahlen und alle Klubs bleiben zwar von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, aber im Land selbst rollt der Ball, als wäre die Welt wie eh und je.

Abascal steht auf dem Rasen der Gazprom-Arena in St. Petersburg. Weisse Turnschuhe, dunkle Hose, weisses Hemd. Wie seinerzeit in der Schweiz. Das zeigen Bilder auf Youtube. Der Spanier verliert in den Tagen vor dem Meisterschaftsstart mit Spartak den Supercup-Final gegen Zenit St. Petersburg 0:4. Danach entschuldigt er sich bei den Fans dafür. Der Match ist ein Ereignis. Über 60000 Zuschauer in St. Petersburg, russische Nationalhymne, Dampfsäulen, Feuerwerk, Konfettiregen. Und am Ende wie überall das überstrapazierte «We Are the Champions» der britischen Rockband Queen.

Alltag im russischen Fussball. Eine Welt für sich, die sich vordergründig nicht so leicht aus dem Lot bringen lässt. Fussball, Emotionen, Sieg, Niederlage. Krieg? Nein. Es ist leicht, Abascal moralisch zu verurteilen. Wie kann er nur nach Moskau arbeiten gehen. Er hat die Stelle auch darum, weil sonst kaum ein Trainer Russland aufsucht. Abascal schweigt. Jedes Wort könnte falsch verstanden oder ihm im Mund umgedreht werden.

Wie viel zahlt Moskau für Martins?

Noch nicht für Spartak im Einsatz ist zu diesem Zeitpunkt der Mittelfeldspieler Christopher Martins. Er hatte länger Ferien und griff erst Mitte Juli beim Saisonauftakt in Grozny ein. Martins war bis Ende 2021 bei den Young Boys unter Vertrag und wegen seiner Robust- und Unerschrockenheit bekannt. Ein paar Wochen vor Kriegsbeginn wechselte er nach Moskau. Dort ist er noch immer.

Martins trägt YB offenbar über sechs Millionen Euro ein. Er ging leihweise, aber es heisst, dass er für den definitiven Transfer nach Moskau einmal auf dem Rasen stehen musste, dieser also beim Erfüllen von minimalen Bedingungen definitiv wurde. Die Millionen sollen in drei Tranchen nach Bern gelangen, die erste Rate ist bis Ende August fällig.

Den Transaktionen sollte eigentlich nichts im Wege stehen, sofern Spartak Moskau nicht noch auf der Sanktionsliste erscheint und der Klub über eine Bank verfügt, die nicht vom internationalen Zahlungsverkehr abgetrennt ist. Im kuriosesten Fall könnte sonst ein mit Rubel gefüllter Koffer den Weg von Moskau nach Bern finden. So fasst jemand im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die unübliche Lage in ironische Worte.

Die Personalie Martins ist ein heisses Eisen. Spricht man Verantwortliche der Young Boys darauf an, verändert sich deren Körperhaltung. Wer äussert sich schon gern über einen Millionen-Deal mit Russland. Martins lässt ausrichten, nicht reden zu wollen. Auch der Kontakt zu seiner französische Agentur verflüchtigt sich.

Auf der Spartak-Website ist ein klubinternes Video zu sehen, in dem Martins sagt, dass er «happy» sei und mit den Mitspielern zusammen «fun» haben wolle. Auf Englisch sagt er: «Ich bin happy in Russland, happy bei Spartak – und ich liebe Moskau.» Er bekräftigt seine russische Liebe.

Die Mauer des Schweigens ist nicht ganz dicht. Luxemburg hatte im März in Bosnien ein Testspiel. Zuvor hatte der Nationaltrainer Luc Holtz auch den damals 50-fachen Nationalspieler Martins zur Medienkonferenz mitgenommen. Natürlich rückte weniger das Testspiel und Bosnien, sondern mehr der Krieg und Russland in den Fokus. Martins sagte: «Es ist nicht einfach, über etwas zu reden, von dem man nicht sehr viel Ahnung hat. Ich bereue nichts. Wenn ich einen Entscheid treffe, ziehe ich den auch durch.» Laut luxemburgischen Medienvertretern wirkte Martins damals locker. Ganz im Gegensatz zum Nationaltrainer. Ob er oder der Medienchef des Verbandes die Lage falsch einschätzte, ist einerlei.

Auf jeden Fall wurde die Thematik schnell abgeklemmt. Martins hat Ende der letzten Saison mit Spartak den Cup-Final gewonnen. Er lädt auf Twitter Bilder hoch, auf denen ein volles Stadion zu sehen ist. Martins küsst die russische Cup-Trophäe.

Luxemburg verfährt mit ihm kulanter, als dies der polnische Verband mit Maciej Rybus tut. Dieser wechselte von Lokomotive zu Spartak und wurde vom polnischen Verband aus der Auswahl verbannt. Begründung laut Communiqué: «Wegen seiner aktuellen Vereinssituation.» Keine WM für Rybus. Seine Frau ist Russin.

Die Fussballtransfers nach Russland halten sich in engen Grenzen. Dem Weltverband Fifa sind bis jetzt keine nennenswerten Streitfälle bekannt. Martins siedelte noch vor dem Krieg über. Er bleibt im Land, wie auch die brasilianische Fraktion in St. Petersburg, die sich sogar noch vergrössert. Auffallend ist, wie wenig Berührungsängste Afrikaner oder Südamerikaner mit Russland haben. Sie haben eine andere Wahrnehmung als die Europäer. Der brasilianische Verteidiger Rodrigão wechselte diesen Sommer innerhalb der russischen Liga für ein paar Millionen Euro von Sotschi nach St. Petersburg.+
Sandro Schwarz hat «klare Haltung»

Mitteleuropäer tun sich schwerer. Der Abascal-Vorgänger bei Spartak heisst Paolo Vanoli, ein früherer Assistent des Tottenham-Trainers Antonio Conte. Vanoli wird von einem einflussreichen Berater gecoacht, der jedoch Anfragen für ein Gespräch abwimmelt. Vanoli sei in Italien in den Ferien, «über Spartak redet er nicht», sagt der Berater. Andere Trainer kehrten Russland früher als Vanoli den Rücken. Etwa die Deutschen Markus Gisdol (Lokomotive) oder Daniel Farke, der Krasnodar verliess, ohne ein einziges Spiel gecoacht zu haben.

Farke ist mittlerweile in Mönchengladbach Trainer. Als er dort vorgestellt wird, wird er zum kurzen Abstecher nach Krasnodar befragt. Farke schafft es, kein Wort darüber zu verlieren und stattdessen Norwich, eine andere Station seines Trainerlebens, in den Fokus zu rücken. Ob er Krasnodar überhört hat, bleibe dahingestellt. Jedenfalls ist die Momentaufnahme symptomatisch für ein Thema, das man am liebsten ausklammert.

Der Trainer Sandro Schwarz redet offen, weil er nicht mehr anders konnte. Er blieb bis zum Sommer bei Dinamo Moskau und ist jetzt bei Hertha Berlin Cheftrainer. Sein monatelanges Ausharren in Moskau erläutert Schwarz in einem Video. Er verurteile den Krieg gegen die Ukraine «komplett», das wüssten alle, «die mich kennen». Die Menschen im Dinamo-Umfeld seien «gut» und hätten zum Thema eine «klare Haltung» – «wie auch wir hier». Es habe im Trainerteam viele Tränen gegeben, er spürte eine «innere Zerrissenheit», er habe «für die Jungs und Mädels im Staff» da sein wollen. Und: «Das hatte nichts mit Sport oder Titeln und nicht mit finanziellen Aspekten zu tun, bitte glaubt mir wirklich alle, es ging einzig und allein darum, den Menschen dort zu helfen.»

Den umgekehrten Weg ging Ende Juni der frühere St.-Gallen-Trainer Joe Zinnbauer. Er bewegt sich wie Abascal: Nicht von Russland weg, sondern zu Russland hin. Ende Juni wird bekannt, dass sich Zinnbauer der deutschen Funktionärs- und Trainer-Diaspora bei Lokomotive Moskau anschliesst. Es gibt einen vom Klub professionell produzierten Clip. Zinnbauer redet Deutsch. Am Ende sagt er auf Russisch: «Vorwärts Lokomotive.» Alles ist gut in Moskau. Der Klub ist wunderbar. Natürlich.

Anfrage an einen Berater: Ist es möglich, mit Zinnbauer zu reden? «Ich schaue mal.» Nichts kommt zurück. Während Tagen. Lasst uns Fussball spielen, Geld verdienen und vergessen.


https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag/s ... ld.1694648

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