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Zuschauerzahlen
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Autor:  shalako [ Dienstag 4. Oktober 2005, 08:04 ]
Betreff des Beitrags:  Zuschauerzahlen

20min.ch, 04.10.2005


Wankdorf: Gurkt YB weiter, sollen die Preise purzeln

Nur gut 9000 Fans verfolgten am Sonntag den YB-Match im Stade de Suisse. Droht dem neuen Fussball-Tempel ein Finanz-Debakel? Die Stadionbetreiber wehren ab, wollen aber die Preispolitik überdenken.

«Noch zwei solche YB-Spiele und die Katastrophe ist perfekt», poltert der langjährige YB-Fan Ernst Reinhard. Tatsächlich kam beim Match Young Boys – Yverdon vom letzten Sonntag wenig Stimmung auf: Kein Wunder – mit bloss 9113 Zuschauern verzeichnete das Stade de Suisse einen Minusrekord.

Die lausigen Besucherzahlen könnten den neuen Fussball-Tempel in Bedrängnis bringen. Für den wirtschaftlichen Erfolg braucht es pro Match rund 15 000 Zuschauer. Trotzdem geben sich die Betreiber optimistisch: «Das wird auf jeden Fall besser», sagt Stefan Niedermaier vom Stade de Suisse. «YB kennt seine Pflicht, das Stadion mit Leben zu füllen.» Von einer drohenden Finanzmisere will Niedermaier nichts wissen: «Die ersten drei Jahre werden wir bestimmt nicht nervös.»

Kalt lassen ihn die leeren Ränge im Stadion aber offenbar doch nicht: «In einzelnen Bereichen müssen wir wohl unsere Preispolitik überdenken.» Und auch wenn derzeit noch die Hoffnung überwiegt: Ganz auf die Karte Fussball setzt das Stade de Suisse nicht. «Im Sommer kommt einiges auf Bern zu – zwei bis drei musikalische Topacts sind todsicher», so Niedermaier.

Autor:  black_panther [ Dienstag 4. Oktober 2005, 08:17 ]
Betreff des Beitrags: 

Naja, wenigstens etwas positives könnten diese miesen Zuschauerzahlen haben... hoffen wir, dass die Preise fallen!!!

Autor:  Bier_Boxer [ Dienstag 4. Oktober 2005, 08:58 ]
Betreff des Beitrags: 

isch o kes wunder bi dene gägner. bim nächschte heimspiel gäge schaffhuse wirds sicher nid besser. es wird zyt, dass sion u luzärn wider ir a mitkicke....

Autor:  black_panther [ Dienstag 4. Oktober 2005, 09:32 ]
Betreff des Beitrags: 

Oh ja, dass si no Zite gsi.

Aber z'Problem sich, das z'Bärner Vouk haut sehr lunisch isch, und sich zum teu nid mit YB cha idenifiziere. U de chöme si haut nume ab und zue ä Match cho luege. U de isches ja verständläch, dass si nid bi so "Grümpu-Turnier-Mannschafte" chöme...

Ig wär derfür, dass YB, d'Stadion-Leitig, d'Stadt Bärn und event. dr Kt. Bärn chlei meh würde mache, um d'Lüt für YB z'begeistere. So wi das mi Vater bi mir gmacht het. Sit mire Jugend gits für mi nüt angers usert YB!!!

Autor:  roeschu [ Dienstag 4. Oktober 2005, 10:05 ]
Betreff des Beitrags: 

wieso sollte er? der kanton bern hat definitiv wichtigere Aufgaben als YB aus der Zuschauerpatsche zu helfen.

das muss yb schon alleine schaffen.

Absolutes ja zu Sion. Immerhin, es besteht ja die Möglichkeit das der Cupfinal wieder in Bern ist dieses Jahr. Und mit ein wenig Glück gibts endlich eine Revanche für 1990. YB 2 - 0 in Führung und verliert noch mit 2 - 3 vor 45000 Zuschauer...und trotzdem geil.

Autor:  Marc [ Dienstag 4. Oktober 2005, 10:27 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
YB 2 - 0 in Führung und verliert noch mit 2 - 3 vor 45000 Zuschauer...und trotzdem geil.


waren es nicht 50'000 zuschauer? :wink:

Autor:  roeschu [ Dienstag 4. Oktober 2005, 11:01 ]
Betreff des Beitrags: 

nein, soweit ich mich erinnere wurden dort nur 45000 reingelassen. Genauso glaube ich wie beim Uefacup (oder cupsieger cup?) final Sampdoria vs. barcelona...kann mich aber täuschen

Autor:  Rino [ Dienstag 4. Oktober 2005, 12:44 ]
Betreff des Beitrags: 

Offiziel habe ich auch immer die Zahl 50'000 gelesen, aber ist ja egal. Einige Walliser schafften es eh nicht von der Stadt in Stadion. :drink:

Autor:  shalako [ Donnerstag 6. Oktober 2005, 08:20 ]
Betreff des Beitrags: 

BZ, 06.10.2005


«YB muss viel attraktiver spielen»

Keiner will YB spielen sehen. Auch Stefan Niedermaier ist frustriert. Der Wankdorf-CEO spricht über die Zuschauermisere, den YB-Trainer, billigere Eintrittspreise und sein Ziel: «Wir wollen den Cupfinal jedes Jahr in Bern.»

Bild
Stefan Niedermaier, CEO vom Stade de Suisse Wankdorf / Keystone

Stefan Niedermaier, nur 9113 Zuschauer wollten am Sonntag YB gegen Yverdon im neuen Wankdorfstadion sehen. Das ist ein Debakel. Sind Sie frustriert?

Stefan Niedermaier: Ja, ich bin nicht zufrieden mit dieser Zuschauerzahl. Allerdings ist es für mich auch keine grosse Überraschung. Es sind Herbstferien, viele Leute nehmen Urlaub. Ausserdem füllt der FC Thun mit der Champions League das Stadion regelmässig, am Samstag spielt die Schweiz gegen Frankreich, der SC Bern hat seine Saison gestartet. Das sind Aspekte, die man berücksichtigen muss.


Ihnen kann es ja eigentlich egal sein, wer das Stadion füllt.

Es ist richtig, dass die unerwarteten Partien der Thuner in der Champions League für uns sehr willkommen sind. Aber es ist mir selbstverständlich nicht egal, wie viele Leute an ein YB-Heimspiel kommen. Doch über finanzielle Dinge spreche ich nicht.


Peter Jauch, Ihr Vorgänger als Stadion-CEO, hat einmal gesagt: «15 000 bis 20 000 Zuschauer im Schnitt brauchen wir – oder ich gehe!» Nun ist Jauch sowieso nicht mehr da. Aber war man bei dieser Kalkulierung zu unrealistisch?

Es ist klar, dass wir mit 9000 Besuchern kein Geschäft machen. Die 17 000 Zuschauer im Schnitt, die Peter Jauch auch angege- ben hat, damit der Betrieb rentiert, sind darauf ausgerichtet, dass unsere Investoren und Aktionäre irgendwann etwas verdienen.


Wenn YB weiterhin nicht überzeugt, wird das schwierig.

Ich merke auch, wie die Zuschauer unzufrieden sind. Ich halte mich an den Partien überall im Stadion auf, deshalb merke ich, wie die Leute mit dem Team leiden. YB muss viel attraktiver spielen, das ist klar.


Aber Sie können ja nicht tatenlos zuschauen, wie die treuesten Fans davonlaufen. YB-Trainer Hans-Peter Zaugg ist seit Monaten ein Dauerthema. Das Team wurde toll verstärkt, spielt aber immer noch nicht an der Spitze mit.

Ein Trainer muss dafür sorgen, dass der Verein im Gespräch ist. Er kann das auf zwei Arten tun: Entweder ist er eine aussergewöhnliche Persönlichkeit – oder er lässt attraktiven und auch erfolgreichen Fussball spielen.


Nun steht Hans-Peter Zaugg aber im modernen Stade de Suisse im Trainingsanzug neben der Bank und versprüht wenig Emotionen. Und obwohl er fachlich unumstritten ist, lässt die Attraktivität der YB-Spielweise in den Heimspielen auch zu wünschen übrig.

Ich möchte keine Trainerdiskussion führen. YB-Sportchef Marcel Hottiger ist der starke Mann im fussballerischen Bereich. Ich bin verantwortlich für die wirtschaftliche Seite. Uns geht es finanziell gut – und YB auch. Deshalb haben wir keinen Druck.


Wer aber entscheidet, wann es Zeit für einen Trainerwechsel ist? Hottiger? Sie? Oder doch Jauch?

Sicher nicht Peter Jauch. Sie können mir glauben, dass er sich aus dem Tagesgeschäft verabschiedet hat. Wenn Marcel Hottiger der Meinung ist, es brauche einen neuen Trainer, werden wir das im Verwaltungsrat diskutieren. Ich bin froh, dass Fritz Bösch den Vorsitz übernommen hat. Er ist eine echte Berner Persönlichkeit und wird bald zwei weitere regionale Führungsfiguren in diesem Gremium installieren.


Damit spielt YB aber nicht besser. Wie wollen Sie wieder mehr Leute ins Stadion locken?

Wir werden im Herbst eine ganze Palette an Aktionen bezüglich Dauerkarten lancieren. Es ist auch klar, dass wir den durchschnittlichen Eintrittspreis überdenken müssen. 30 Franken sind viel Geld, zumal wir mit dem SCB einen starken Konkurrenten haben. Ich bin aber der Meinung, dass sich YB und der SC Bern gegenseitig brauchen.


Vorerst folgt am Samstag das WM-Qualifikationsspiel Schweiz – Frankreich. Ist dieser Event ein Millionengeschäft für Sie?

Nein. Konkrete Zahlen werden wir nie bekannt geben, das ist unsere Philosophie. Doch es ist so, dass wir eine faire und angemessene Entschädigung erhalten. Dieses tolle Länderspiel ist, erst zwei Monate nach Eröffnung des Stadions, ein Geschenk.


Bern steht bei Länderspielen und auch beim Cupfinal im Wettbewerb mit Basel und Genf …

… und wir wissen genau, welchen Standortvorteil wir im Herzen der Schweiz besitzen. Ich bin zuversichtlich, dass der Cupfinal in Zukunft wieder jedes Jahr in Bern ausgetragen wird. Das ist eine jahrzehntelange Tradition, die wir wieder einführen wollen. Ich würde es nicht akzeptieren, wenn der Cupfinal im Turnus in Genf, Basel und Bern stattfinden würde. Letztlich wird das eine politische Entscheidung des Fussballverbandes sein.


Sie wirken trotz der tristen Kulisse bei YB-Heimspielen relativ locker. Haben Sie absolut keine Angst vor der Zukunft?

Überhaupt nicht. Erstens weiss ich, dass YB im sportlichen Bereich ausgezeichnet aufgestellt ist. Die Mannschaft wurde sensationell gut verstärkt. Nun ist der Trainer gefordert, das Optimum herauszuholen und zusammen mit den Spielern die Begeisterung beim Publikum wieder zu wecken. Zweitens bin ich überzeugt davon, dass der Fussball in unserem Land vor wunderbaren Jahren steht. Die WM 2006 in Deutschland, die Euro 2008 in der Schweiz – fantastischer könnten die Aussichten gar nicht sein. Drittens ist das Stade de Suisse eine multifunktionale Arena. Es wird bald kulturelle Höhepunkte geben. Und: Wir sind mit der Auslastung unserer zahlreichen Räumlichkeiten sehr zufrieden. Jetzt muss nur noch YB besser spielen.

Autor:  Gonzo [ Donnerstag 6. Oktober 2005, 08:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
Ein Trainer muss dafür sorgen, dass der Verein im Gespräch ist. Er kann das auf zwei Arten tun: Entweder ist er eine aussergewöhnliche Persönlichkeit – oder er lässt attraktiven und auch erfolgreichen Fussball spielen.

Zu dumm, dass bei Zaugg beides nicht vorhanden ist!

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