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 Betreff des Beitrags: Thun möchte Berisha verpflichten
 Beitrag Verfasst: Freitag 13. Mai 2005, 08:16 
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
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BZ, 13.5.2005

Viel Arbeit für Thuns Strategen

Nach dem 1:1 am Mittwoch gegen YB steht fest, dass der FC Thun die Qualifikation zur Champions League absolviert. Doch wer spielt nächste Saison im Oberland? Es gilt, zahlreiche Abgänge zu ersetzen.

Johan Berisha würde nächste Saison gerne für den FC Thun spielen / KeystonePlatz 2 ist gesichert, die Champions-League-Qualifikation erreicht. Der FC Thun wird in der zweiten von drei Runden auf dem Weg in die kontinentale Königsklasse in den Bewerb eingreifen – Vizepräsident Hannes Imboden erklärte am Mittwochabend nach dem 1:1 gegen YB, dass die Thuner bereits ein Gesuch beim europäischen Fussballverband (Uefa) deponiert haben. «Wir möchten das Rückspiel am 3./4. August im Stade de Suisse Wankdorf bestreiten», sagte Imboden. Das Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde findet bereits Ende Juli statt, also vor der offiziellen Eröffnung des neuen Fussballtempels in Bern. «YB soll natürlich das erste Spiel im neuen Wankdorf bestreiten», sagte Imboden.

Parallel zur Vorfreude auf den ungewohnten Auftritt an der Schwelle zur Champions League gegen einen lukrativen Gegner planen die Berner Oberländer aber auch intensiv die nächste Saison. Ein Überblick über die einzelnen Positionen zeigt, dass die zahlreichen Abgänge und der drohende Ausverkauf der Stars kompensiert werden soll.


Tor: Benaglio als Wunsch


Weiterlaufender Vertrag: Alain Portmann. – Stammkeeper Fabio Coltorti wechselt den Verein und dürfte zu GC gehen.

Als Nachfolger von Coltorti sind laut Trainer Urs Schönenberger YB-Keeper Marco Wölfli, Aaraus junger U20-Nationalgoalie Swen König sowie U21-Auswahltorhüter Diego Benaglio (VfB Stuttgart) im Gespräch. Sportchef Werner Gerber hat mit Benaglio, der in der Bundesliga nur Ersatz ist, bereits gesprochen. «Er wäre eine gute Lösung», sagt Gerber, «es kann aber auch sein, dass wir einen anderen Goalie verpflichten.» Der junge Alain Portmann hat mit einer tadellosen Leistung gegen YB vorgestern bewiesen, dass auch er ein Kandidat für die Super League wäre.


Abwehr: Vieles offen

Weiterlaufende Verträge: Sehid Sinani, Ljubo Milicevic, Armand Deumi, David Pallas, Lukas Schenkel, Selver Hodzic. – Pascal Cerrone wird Thun Richtung FC St. Gallen verlassen.

Bleiben alle Akteure mit weiterlaufenden Kontrakten in Thun, muss einzig Cerrone ersetzt werden. Der langjährige YB-Spieler Martin Lengen steht mit Yverdon vor dem Aufstieg in die Super League. Er wäre ein starker Nachfolger Cerrones und in der Defensive vielseitig einsetzbar. Viele Spielerberater, die sich in der Szene auskennen, gehen aber davon aus, dass die überragenden Innenverteidiger Armand Deumi (Frankreich, Basel, FC Zürich, YB) und Ljubo Milicevic (St. Gallen, YB) Thun trotz Rang 2 verlassen werden. «Im Fussball ist alles möglich», sagt Werner Gerber, «noch sind die beiden bei uns.» Klar ist, dass YB-Ersatzspieler Nicolas Kehrli als Neuzugang gehandelt wird. «Und wir haben auch junge Schweizer und Südamerikaner auf unserer Liste», sagt Gerber.


Mittelfeld: GC will Gerber

Weiterlaufende Verträge: Michel Renggli, Andres Gerber, Silvan Aegerter, Nenad Savic, Nelson Ferreira. – Baykal geht zu Basel, Mario Raimondi zu YB.

Der Aufbau ist die grösste Baustelle der Thuner. Werner Gerber weilte einige Tage in Argentinien und Brasilien, und er sagt, dass der Nachfolger Raimondis auf der linken Seite «mit grösser Wahrscheinlichkeit» aus Südamerika stammen werde. Qualitativ sind die Thuner – bleiben alle Spieler – nicht schlecht besetzt, allerdings fehlts an den Alternativen. Gut möglich, dass auf Grund der internationalen Mehrbelastung noch einige hoffnungsvolle Spieler wie Fabian Geiser von YB geholt werden. Gefahr droht, weil zwei Leistungsträger mit konstant ausgezeichneten Darbietungen das Interesse der Konkurrenz geweckt haben. Michel Renggli spielt seit Wochen vorzüglich, und der überragende Andres Gerber ist bei GC und Trainer Hanspeter Latour ein Wunschkandidat für die rechte Seite. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gerber uns verlässt», sagt Sportchef Gerber über Spieler Gerber. «Er geniesst bei uns ein sehr hohes Ansehen, ist Captain, und auch seiner Familie gefällt es hier.» Die Thuner überlegen sich deshalb, den Vertrag mit Sympathieträger Gerber vorzeitig zu verlängern. Patrick Baumann gehört eigentlich noch den Thunern, er ist derzeit an Xamax ausgeliehen. «Die Neuenburger haben eine Option», sagt Gerber, «so wie wir eine auf Ojong haben.» Vielleicht aber wird das ehemalige Supertalent Baumann zum Thema in Thun.


Sturm: Rama und Berisha?

Weiterlaufende Verträge: Mauro Lustrinelli, Gelson, Adrian Moser.

Auch Mauro Lustrinelli wird umworben. YB-Trainer Hans-Peter Zaugg sähe den Torjäger gerne in Bern, auch GC und St. Gallen sind Kandidaten. «Auch hier: Er hat einen Vertrag, und ich rechne, dass er bei uns bleibt», sagt Werner Gerber. Samuel Ojong ist von Xamax ausgeliehen, er hat nicht überzeugt und dürfte Thun wieder verlassen müssen. Milaim Rama ist in Augsburg (deutsche Regionalliga) unglücklich, er liebäugelt mit einer Rückkehr ins Oberland. Auch Johan Berisha, bei YB nicht mehr erwünscht, ist nach eigenen Angaben interessiert an erneuten Auftritten im Thuner Dress. Und Schönenberger sagt, dass der 20-jährige YB-Stürmer Marco Schneuwly «ein interessanter Angreifer» sei. Laut Werner Gerber werden auch die treffsicheren Challenge-League-Stürmer Aguirre (Yverdon), Ianu (Bellinzona) und Njanke (Meyrin) beobachtet. Und der junge Omar Pape weilte schon oft in Thun – der Senegalese dürfte verpflichtet werden. «Absolut lächerlich» sei das Gerücht, die Thuner wollen Stéphane Chapuisat von YB holen. «Er ist bald 36 Jahre alt und passt nicht in unsere Philosophie», sagt Gerber deutlich.


Fazit: Es gibt viel zu tun

Am Mittwoch standen einige Akteure der U19-Mannschaft Thuns im Kader. Eventuell rückt der eine oder andere ins Fanionteam nach. So oder so: Bis die neue Thuner Equipe steht, haben Trainer Urs Schönenberger und Sportchef Werner Gerber viel zu tun. «Unsere Perspektiven sind dank Rang 2 sehr gut», sagt Gerber. Und: «Ich denke, wir werden nicht eine schwächere Mannschaft als in dieser Saison haben.»

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Juni 2005, 07:57 
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BZ, 2.6.2005

Auf dem langen Weg zurück

Er ist schwer enttäuscht von YB. Der FC Thun ist schwer enttäuscht von ihm: Johan Berisha, 25 Jahre alt, Stürmer, Langzeitpatient, auf Jobsuche. Wie ein grosses Talent durch böse Verletzungen aus dem Tritt geriet.

Nach zweijähriger Verletzungspause sucht Berisha derzeit einen neuen Klub / Keystone«Diesen Abgang habe ich nicht verdient.» Ruhig sitzt Johan Berisha im Restaurant Hochhaus im Wyler und erzählt seine Leidensgeschichte. Es ist die unglaubliche Story eines Pechvogels. In den letzten beiden Saisons hat der Stürmer exakt 12 Minuten für YB gespielt. Am 17. Juli 2004 wars, in St. Gallen. Wenige Tage später erlitt Berisha in einem Testspiel wieder eine gravierende Knieverletzung. Bereits die gesamte Spielzeit 2003/04 musste der einstige U21-Titan aussetzen. «Ich habe aus dieser Zeit meine Lehren gezogen», sagt Berisha. Er wisse nun, auf wen er sich verlassen könne.


Stilloser Umgang von YB

Auf YB jedenfalls nicht. «Es ist eine Schande, wie mit einem verdienten Spieler wie mir umgesprungen wird.» 13 Tore hatte der schlaksige Angreifer noch in der Saison 2002/03 für YB erzielt. Er hielt seinem Stammklub die Treue, schlug ein astronomisches Angebot des FC Zürich aus («ich hätte dreimal so viel verdienen können»), und jetzt, sagt Berisha verbittert, «jetzt werde ich aussortiert wie ein Fremder.» Traurig ist der gebürtige Kosovo-Albaner. «Der Trainer hat mir gesagt, er traue es mir nicht mehr zu, in der Super League zu spielen.» Hans-Peter Zaugg, der YB-Trainer, bestätigt diese Version: «Ich habe Johan gesagt, dass ich nicht mehr auf ihn setze. Es ist besser für ihn, wenn er zu einem Klub geht, bei dem er Spielpraxis sammeln kann.» Zaugg betont, dass er immer fair und offen mit Berisha umgegangen sei. «Na ja, fair ist anders, ich durfte in den letzten Wochen nicht einmal mit dem Team trainieren», sagt Berisha. Schwer enttäuscht ist der frühere U21-Nationalspieler aber vor allem über seine Behandlung durch den Verein. «Nach meiner Operation im letzten Sommer war ich über eine Woche im Spital. Weder der Präsident, noch der Sportchef oder der Trainer riefen an oder kamen zu Besuch.» Deshalb ist Berisha gar nicht unglücklich, dass er YB verlassen muss. «Ich hätte gerne im Wankdorf gespielt, ich wohne nicht weit entfernt. Aber das muss ich nicht haben.»


Werner Gerber verärgert

Still und leise wurde Berisha am Sonntag im Schatten von Stéphane Chapuisat verabschiedet. «Ich denke gerne an die Zeit bei YB zurück, ich war 16 Jahre in diesem Verein. Doch jetzt will ich spielen.» Berisha hat Angebote aus Zürich, Sion, St. Gallen, Aarau, Thun und auch aus Deutschland sowie Frankreich.

Der FC Thun, ehemaliger Klub Berishas, macht das Pokerspiel aber nicht mehr mit. «Wir lassen uns nicht an der Nase herumführen. Seit zwei Wochen erwarte ich eine Antwort Berishas. Jetzt ist es vorbei. Er wird nicht für den FC Thun spielen. Wenn das Geld wirklich wichtiger als die sportliche Perspektive ist, dann verstehe ich diesen Spieler nicht», sagte gestern der extrem verärgerte Thun-Sportchef Werner Gerber.
YB will ihn nicht mehr –der FC Thun auch nicht. Es kann für Johan Berisha wirklich nur aufwärts gehen.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 3. Juni 2005, 13:35 
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Berisha hat beim FC Aarau einen Vertrag für die nächsten zwei Jahre unterzeichnet.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 3. Juni 2005, 17:09 
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Gonzo hat geschrieben:
Berisha hat beim FC Aarau einen Vertrag für die nächsten zwei Jahre unterzeichnet.


ich wünsche ihm dort alles gute......und hoffentlich schlägt er nochmals ein, u zwar derb....! 8)

Merci johan für aus gleistetä!


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