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 Beitrag Verfasst: Montag 23. Mai 2005, 15:25 
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Nun ist zu hoffen, dass GC n och Federn lässt in den beiden letzten Spielen. Ansonsten nützt uns wohl ein Sieg eh nix mehr um uns für den Europacup der Vierlierer zu qualifizieren. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage könnte uns sogar noch der FC Zürich überholen. Dies würde dann Rang 5. bedeuten. Ziel vor der Saison war ein Platz zwischen 2 und 5. Dies wäre damit erreicht. Bravo Herr Zaugg zum erreichen des Saisonziels. Nur ist es leider schade, das man nicht zu höherem fähig war, wenn man sieht wie schwach die anderen Teams um uns rum waren.

Auf ein schönes Saisonfinale beim letzten Heimspiel im Neufeld!


:hoppyb:


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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Mai 2005, 07:40 
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BZ, 28.5.2005

Ein letztes Mal in dreifacher Hinsicht

Im letzten Saisonspiel ge-gen Schaffhausen (16.15 Uhr, Sat.1 live) tritt YB morgen das letzte Mal in der Super League im Neufeld an. Stéphane Chapuisat bestreitet seine letzte Partie. Und es geht um die Uefa-Cup-Qualifikation.
Die Stimmung ist gut bei YB. Nach dem gestrigen Training drehen die Spieler in der Garderobe die Stereoanlage auf, sie scherzen miteinander und albern herum. Man spricht auch bereits über die kommenden Ferien. Bevor für die Profis allerdings die fussballfreie Zeit beginnt, steht noch ein Spiel an, welches in dreifacher Hinsicht eine Dernière darstellt.


Letztes Saisonspiel

Will YB seine letzte Chance auf eine Teilnahme am Uefa-Cup wahren, muss es gegen Schaffhausen unbedingt gewinnen. Ob es dann reicht mit der Qualifikation für den europäischen Wettbewerb entscheidet sich allerdings in der Ostschweiz. Dort muss St. Gallen die Grasshoppers schlagen. Mit einem Heimsieg ihrerseits würden die Young Boys dann die Zürcher punktemässig einholen und dank des besseren Torverhältnisses auf Rang Drei vorrücken. «Ich hoffe, die St. Galler wollen ihr Publikum für die durchzogene Saison entschädigen und geben gegen GC noch einmal alles», sagt Gürkan Sermeter.

Der YB-Mittelfeldspieler ist aber der Meinung, dass es den Bernern nichts bringt, zu stark nach St. Gallen zu schauen. Umso mehr ist Sermeter überzeugt, dass sein Team am Sonntag alles daran setzen muss, um von einem allfälligen Ausrutscher der Zürcher profitieren zu können. «Es wird allerdings nicht einfach werden, Schaffhausen zu schlagen», betont er, «schon gar nicht so einfach wie in der Vorrunde.» Damals, im zweiten Saisonspiel, hatte YB die Nordostschweizer mit 6:1 besiegt. Mittlerweile habe sich Schaffhausen jedoch längst an den Super-League-Rhythmus gewöhnt und stelle ein äusserst kämpferisches Team, so Gürkan Sermeter: «Die Schaffhauser haben noch die Möglichkeit, Aarau zu überholen und damit den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Das wird sie bestimmt zusätzlich motivieren».


Letztes Neufeld-Spiel

Gegen Schaffhausen spielen die Young Boys das letzte Mal ein Meisterschaftsspiel im Berner Neufeld. Möglicherweise kommen im Sommer aber noch die Partien im UI-Cup dazu. «Eine Möglichkeit wäre auch, für den UI-Cup nach Thun auszuweichen. Doch wir würden unsere Heimspiele fast sicher im Neufeld spielen», sagt Sportchef Marcel Hottiger. «Ich hoffe aber, dass wir noch Dritter werden.»

Vier Saisons lang hat YB im schmucken Kleinstadion um Punkte gekämpft. Ab August wird dann wieder vorwiegend der FC Bern seine Heimspiele in der 2. Liga Interregional dort austragen. «Ich habe sehr gerne im Neufeld gespielt. Mir hat das Stadion mit der Holztribüne und dem Chalet gefallen», sagt Joël Magnin. Und Gürkan Sermeter, der mit YB noch im alten Wankdorf gespielt hat und nächste Saison auch im neuen Wankdorf zum Einsatz kommen wird, gibt zu, dass beim Abschied etwas Wehmut aufkommt: «Das Neufeldstadion war ein gutes Zuhause für YB. Wir waren dort über weite Strecken sehr erfolgreich.»


Letztes Chapuisat-Spiel

Nach seinem 100. Spiel im YB-Dress tritt mit Stéphane Chapuisat am Sonntag der erfolgreichste Schweizer Fussballer aller Zeiten von der nationalen Bühne ab (siehe auch Seite 37). Noch steht der Entscheid aus, ob Chapuisat ein Angebot aus Katar annimmt, um dort noch eine Saison anzuhängen. In der Schweiz wird man Chapuisat aber nicht mehr als Spitzenfussballer erleben. «Ich hoffe, dass viele Leute am Sonntag zum letzten Spiel von Stéph kommen. Es ist ein grosser Fussballer, der Abschied nimmt», sagt Joël Magnin. Der Betroffene selber sieht dem Sonntag wie erwartet ziemlich gelassen entgegen: «In erster Linie ist die Partie wichtig für YB», sagt Chapuisat. Später lässt der Stürmer aber dennoch durchblicken, dass es speziell sein werde, zum letzten Mal in einem Schweizer Stadion aufzulaufen.

Chapuisat ist der Hauptakteur eines Nachmittags des dreifachen Abschieds. Vielleicht aber spricht man nach dem Spiel nur vom überraschenden Sprung der Young Boys auf Rang 3. Wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am Besten.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Mai 2005, 07:48 
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Bund, 28.5.2005

Fahnenabzug» im Neufeld

Am Sonntag tragen die Young Boys ihr letztes Meisterschaftsspiel im Neufeldstadion aus
69 Partien sind gespielt, am Sonntag folgt der 70. und letzte Meisterschaftsmatch, den die Young Boys vor dem Um-zug ins Stade de Suisse im Neufeldstadion austragen. Gleichzeitig geht die Fussball-saison 2004/05 zu Ende.

Nein, die Young Boys spielen am Sonntag wahrscheinlich nicht zum letzten Mal im Neufeldstadion: Weil das Stade de Suisse erst ab August zur Verfügung steht, müssten die Berner Fussballer ihre Partie(n) im UI-Cup hier austragen. Anders wäre es, sollte sich YB in der letzten Runde auf Kosten des Grasshopper-Clubs doch noch für den Uefa-Cup qualifizieren. Die Schweizer Klubs greifen in Runde 2 der Qualifikation ein – die Young Boys könnten im neuen Stadion spielen.

Eine Qualifikation für Europa war das erklärte Ziel der Berner in ihrer letzten Neufeld-Saison. Sie können es nur noch erreichen, wenn GC am Sonntag in St. Gallen verliert, sie selber gleichzeitig aber gegen Schaffhausen gewinnen. Die Möglichkeit, dass diese Konstellation eintrifft, erscheint gering. «Wir werden versuchen, die letzte Chance wahrzunehmen», sagt zwar YB-Trainer Hans-Peter Zaugg, aber viel Euphorie klingt da nicht mehr mit. Zaugg weiss: Eine bessere Ausgangslage hat YB vor allem in den Heimspielen gegen Aarau (1:1), den FC Zürich (1:1) und St. Gallen (2:3) verspielt.
Obwohl die letzte Saison eine andere Tendenz aufzeigt, erwiesen sich die Gelb-Schwarzen in den fast vier Jahren Neufeld als heimstark. Sie gewannen 38 von 69 Spielen – einige davon sind unvergessen geblieben.


Schällibaum: «Die Finalrunde!»

Einer, der die YB-Zeit im Neufeldstadion geprägt hat, ist der ehemalige Trainer Marco Schällibaum. Er verliess die Young Boys vor zwei Jahren in Richtung Servette, heute ist er bei Concordia Basel in der Challenge League tätig.
Schällibaum hatte zum Neufeldstadion eine ganz besondere Beziehung: «Es war ja auch für mich eine unvergessliche Zeit», erzählt er, «als wir vom Wankdorf in dieses alte Stadion zügelten. Es lag eine ungewisse Zukunft vor uns – aber schon bald zeigte sich, dass dieses Neufeld viel Charme hatte. Ich empfand jedes Heimspiel als Fest für uns und die Fans.» Man habe ja auch nicht immer gut gespielt, aber dann habe man zusammen mit dem Publikum gelitten. Zuletzt aber habe die Heimstärke den Ausschlag gegeben, dass YB in der ersten Saison nach dem Aufstieg gleich die Qualifikation für die Finalrunde geschafft habe – erstmals seit den Zeiten von Trainer Martin Trümpler 1994. Deshalb bezeichnet Schällibaum den entscheidenden 1:0-Sieg gegen St. Gallen vom 9. Dezember 2001 als schönste Neufeld-Erinnerung.


Bickel: Das 7:0 gegen Lausanne

Sportchef war damals Fredy Bickel, der später in Bern aufgrund massiver Differenzen mit den Investoren seinen Posten räumen musste. Bickel, inzwischen Sportchef beim FC Zürich, hat an seine Neufeldzeit aber sehr angenehme Erinnerungen: «Wir wussten sehr schnell, dass hier etwas zu erreichen war: Es war die Zeit der grossen Emotionen – das Zusammenleben mit den Zuschauern war für mich etwas einmaliges.» Und das unvergesslichste Spiel? Bickel entscheidet sich für den Match gegen Lausanne am 29. September 2001. Die Young Boys – NL-A-Neulinge – gewannen gleich 7:0. Das war der höchste Sieg im Neufeld – gefolgt vom 6:1 der Young Boys gegen Schaffhausen im Juli 2004.


Zaugg: Die beste Heimbilanz

Etwas anders als sein Vorgänger hat der aktuelle YB-Trainer Hans-Peter Zaugg das Neufeldstadion nicht wirklich in sein Herz geschlossen. Er sei nie ein Fan dieser Anlage gewesen, gesteht Zaugg, der das Neufeld länger als alle andern kennt: Als Mittelfeldmotor beim FC Bern (Ära Hans-Otto Peters) hat er einst hier in der Nationalliga B gespielt. «Schon damals», erinnert er sich, «hat mich die Rundbahn gestört. Heute bin ich froh, dass wir bald in das neue Stadion einziehen können.» Zaugg hat in den bald zwei Jahren seines YB-Wirkens im Neufeld viele Siege erlebt – in der Saison 2003/04 gabs unter ihm die beste Heimbilanz. Dennoch will er im Rückblick kein Spiel besonders hervorheben: «Wir wurden damals nicht in erster Linie wegen unserer Heimstärke Tabellenzweite, sondern wegen unserer guten Auswärtsbilanz.»
Und doch gabs unter Zaugg unvergessene Neufeld-Spiele: Am eindrücklichsten war mit Sicherheit jener Match gegen Servette (23. November 2003), in dem sich Joël Descloux (eingewechselt in der Schlussminute) vom Spitzen-sport verabschieden musste. Eine Woche zuvor gabs mit dem 5:3 gegen Aarau (dreimal Chapuisat) die torreichste Neufeldpartie zu sehen. Und unvergessen: Die vier Chapuisat-Tore beim 5:1 gegen Wil (24. April 2004).



Die Partien vom Wochenende
Samstag: Basel - Xamax (20.15 Uhr).
Sonntag: YB - Schaffhausen, FC Zürich - Aarau, St. Gallen - GC (alle 16.15 Uhr).


kommentar


Mehr als eine Überbrückung

«Strukturell und sportlich gefestigt erwarten die Young Boys angesichts des Wankdorfneubaus längerfristig wirtschaftlich wieder bessere Perspektiven. Bis es so weit ist, sind drei in jeder Hinsicht schwierige Neufeldjahre zu überbrücken – vor allem sportlich keine Selbstverständlichkeit.»

So stand es im «Bund»-Kommentar am 9. Juli 2001, nachdem im altehrwürdigen Wankdorfstadion zwei Tage zuvor das letzte Spiel stattgefunden hatte. Dazu ist heute dreierlei festzuhalten: Die Zeit im Neufeld dauerte nicht drei, sondern aus verschiedenen Gründen vier Jahre; den sportlichen Überlebenskampf bestanden die Young Boys entgegen allen anders lautenden Befürchtungen weit besser als erwartet. Und Drittens: sie können dank «wieder besseren wirtschaftlichen Perspektiven» der kurzfristigen Zukunft tatsächlich mit Zuversicht entgegenblicken.
Dennoch kommt ein klein wenig Wehmut auf: Im «spitzen-sportuntauglichen» Neufeldstadion haben die Young Boys die Jahre nicht einfach schlecht und recht überbrückt, vielmehr haben sie am Waldrand des Bremgartenwaldes eine neue Heimat gefunden und sich in dieser Zeit auch bei der sportbegeisterten Berner Jugend nachhaltig in Erinnerung gerufen. Mit viel Engagement haben all die verschiedenen Spieler, Trainer und Funktionäre in der Bundesstadt in Sachen Fussball etwas bewegt. Zwar gab es immer wieder zwischenmenschliche und resultatmässige Rückschläge einzustecken (im Sport gehört das zum Spiel), aber vor dem letzten Meisterschaftsmatch im Neufeld kann festgestellt werden: In diesem alten Stadion haben die Young Boys auf dem Weg zurück an die nationale Spitze neue Freunde gewonnen.
Das zählt unter dem Strich. Und umso grösser sind nun natürlich die Hoffnungen, welche die Young Boys ins neue Stadion begleiten.

YB-Meisterschaftsspiele im Neufeld

Saison 2001/2002 (Schällibaum) 153 350 Zuschauer


10 Siege31: 7 Tore (Durchschnitt 9000, dreimal ausverkauft)
3 Unentschieden 5:5
4 Niederlagen 2:11
17 Spiele 38:2333 Punkte



Saison 2002/2003 (Schällibaum) 148 400 Zuschauer


11 Siege 26: 8 (Durchschnitt 8250, zweimal ausverkauft)
3 Unentschieden 4: 4
4 Niederlagen 6:12
18 Spiele 36:2436 Punkte



Saison 2003/2004 (Zaugg) 141 650 Zuschauer


12 Siege37:12 (Durchschnitt 7850, zweimal ausverkauft)
4 Unentschieden 4: 4
2 Niederlagen 2: 4
18 Spiele 43:2040 Punkte



Saison 2004 / 2005 (Zaugg) 118 050 Zuschauer


5 Siege14: 5 (Durchschnitt 7400)
6 Unentschieden6: 6
5 Niederlagen8:17
16 Spiele28:2821 Punkte



Total Meisterschaftsspiele im Neufeld


(ohne YB - Schaffhausen von morgen Sonntag)
69 Spiele 381615 145:95 Tore 130 Punkte
Total 561 450 Zuschauer


Das letzte Spiel

Die Young Boys und insbesondere Stéphane Chapuisat möchten sich am Sonntag nach Spielschluss vom Neufeld verabschieden. Damit dies in einem würdigen Rahmen geschehen kann, werden die Zuschauer gebeten, den Neufeldrasen nach dem Schlusspfiff nicht zu betreten. (-et)

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Mai 2005, 07:58 
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Bieler Tagblatt, 28.5.2005

Neufeld: YB-Abschied

Das letzte Bier auf der Stehrampe

Morgen Nachmittag um 16.15 Uhr spielt YB gegen Schaffhausen seine letzte Meisterschaftspartie im Neufeld. Vier Saisons lang war das romantische Kleinstadion ein Hauptschauplatz des Schweizer Fussballs.

Bernhard Giger


Die YB-Wurst soll es im neuen Stadion weiterhin geben. Aber mit dem letzten Spiel im Neufeld geht trotzdem eine grosse Ära zu Ende: jene der Stehrampe. Auch im neuen Stadion wird es ein paar hundert Stehplätze haben, doch die Zeiten sind vorbei, als die Fans in der Halbzeit wie die Mannschaften die Seiten wechseln konnten, um immer hinter dem Tor des Gegners zu sein. Das konnte man im Neufeld auch nicht mehr, weil die Stehrampe hinter dem Tor auf der Waldseite für die Fans der Gästemannschaft reserviert war.

Aber zumindest herumstreunen konnte man, schnell einen Kollegen treffen, der sich von der anderen Ecke des Stadions mit Natel meldete. Im neuen Wankdorf wird das nicht mehr möglich sein. Für die Sicherheit mögen möglichst viele Sitzplätze nützlich sein, für die sozialen Kontakte nicht.

Kaum Probleme mit Fans

Die Stehrampe ist die Heimat des echten Fussballfans. Im Neufeld war sie - wörtlich - die Gegenseite von Tribüne und VIP-Zelt. Prominenz hat man im Sektor C kaum gesehen. Cüpli wurden keine geschlürft, auf den billigen Plätzen floss das Bier. Man durfte dort, im Gegensatz zur denkmalgeschützten Holztribüne, auch rauchen. Regelmässig strich der Duft von urchigem Schweizer Gras über die Ränge. Und man sagte Du zueinander.
Im zweiten Jahr wurde hinter der Stehrampe eine weitere, gedeckte Tribüne aufgestellt. Sie wird jetzt wieder abgebaut, wie Platzwart Beat Biedermann bestätigt. Auch die Drehbanden werden verschwinden und der Aufbau über der Tribüne für das Fernsehen. Angst, «dass es hier nun einsam wird», hat der Platzwart keine. 19 Fussballteams, auch Frauen, spielen neben YB im Neufeld. Hauptmieter sind der FC Bern und die GGB-Leichtathleten. «YB», so Biedermann, «war im Prinzip einen Tag pro Woche da.» Und erwartete dann jeweils einen tadellos gepflegten Rasen.
Dreimal wöchentlich schneidet ihn der Platzwart. Wenn YB spielte, ging er am Matchtag selber ein viertes Mal mit dem Rasenmäher hinaus aufs Feld. Der frühere YB-Trainer Marco Schällibaum habe ihn einmal gefragt, ob er den Rasen nicht noch kürzer schneiden könne, erzählt Biedermann. Er habe ihm dann geantwortet, man könne den Boden schon einebnen und vielleicht von Marazzi eine Betonschicht einziehen lassen. Biedermann lacht. Und man spürts: Es waren gute Jahre mit YB. Bloss das i-Tüpfchen, so Biedermann, habe gefehlt: der Meistertitel.
Mit den Fans habe er nie grosse Probleme gehabt, sagt der 38-jährige Platzwart, der mit seiner Familie im kleinen Chalet neben der Holztribüne wohnt. Das Gärtli hinter dem Häuschen sei nie vertrampelt worden. Und nur an ein einziges Mal kann er sich erinnern, als es richtig «Lämpe» mit Fans gegeben habe. Abgesehen natürlich von den Vandalenakten, zu denen es gekommen ist, als Basel und dann GC in Bern Meister geworden waren.

Ein Ort für alle

Wenn die Basler da waren, wurde es kritisch. Hemmungslos schossen sie ihre Leuchtraketen auf die YB-Fans auf der Stehrampe. Auch sonst konnten es die Fans, jene von YB eingeschlossen, oft nicht lassen, das Feld einzunebeln. Meistens aber blieb der Wellenschlag der Emotionen auf der verbalen Ebene, sank allerdings auf der Stehrampe schnell einmal unter die Gürtelline.
Auch das war eine ihrer Eigenarten: Sie spiegelte das ganze Spektrum des Fussballfiebers. Während in der Mitte der Rampe die antirassistischen Fans der «Halbzeit» multikulturelle Vielfalt zelebrierten, mussten sich daneben die tamilischen Bierverkäufer und die dunkelhäutigen Spieler der Auswärtsmannschaft dümmste Schmähungen anhören.
Aber auch dies konnte man auf der Stehrampe: Dem vorlauten Nachbarn einfach einmal sagen: «Häb d' Schnure». Und ihm dann - feucht-fröhlich - zuprosten.
Die Stehrampe im Neufeld war einer der letzte Orte der Stadt, wo sich alle trafen. Die aus Bümpliz und die aus dem Kirchenfeld. SVP-Wähler und SP-Sympathisanten. Prolos, Studenten, Verkäuferinnen und die gerade angesagten DJs der Szene. Die Steh- rampe war Demokratie, bloss Sitzplätze sind Klassengesellschaft.


YB will nicht bezahlen

bg. Droht dem Berner Fussballklub eine Betreibung aus Zürich? Laut «Tages-Anzeiger» verlangt das Polizeidepartement der Stadt Zürich 83 800 Franken für den Polizeieinsatz beim Europacup-Spiel im Juli 2004 gegen Roter Stern Belgrad im Hardturm. Für YB «überrissen viel», wie die Zeitung Geschäftsführer Peter Mast zitiert. YB hat bis jetzt etwas mehr als 30 000 Franken überwiesen. Und beim Zürcher Stadtrat - der Exekutive - Einspruch erhoben. Ohne Erfolg: Der Stadtrat hat die Einsprache abgelehnt.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Mai 2005, 11:03 
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jungs, chlinä tipp, nähmet d sunne creme mit.. 8)


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Mai 2005, 21:51 
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Sehr, sehr schade wurde wegen eines mickrigen Punktes die UEFA Cup Teilnahme verpasst. :cry:


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Mai 2005, 22:59 
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das gloubsch nid, dr fetscherin het dr zaugg im liveran interview gfragt ob jetzt dr ui cup ä strafufgab sig. druf het dr zaugg gseit, nei ganz sicher nid meh heig sech ja ou agmäldet. bis dahäre aus okay herr zaugg. durf het ä aber no gseit das meh probiert eventuell ä rundi z'überstah, so im sinn meh darf nid zviu erwarte. :angryfire:

huere siech Zaugg!!! jetzt zeig di mau chli motiviert. über ui cuop i uefa cup mues doch s'ziel si!

zaugg raus !!!


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 Beitrag Verfasst: Montag 30. Mai 2005, 08:00 
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BZ, 30.5.2005

Letzte Ehrenrunde im Ford

Stéphane Chapuisat wird kurz vor Schluss der Partie YB – Schaffhausen ausgewechselt. Die Fans beklatschen und feiern ihn mehrere Minuten lang. Dann lässt er sich mit seiner Tochter auf die Ehrenrunde chauffieren.


Bild
Stéphane Chapuisat mit seiner Tochter Cindy auf der Ehrenrunde / Keystone


Die Matchuhr zeigt die 88. Spielminute an, der Ersatzschiedsrichter steht an der Seitenlinie. Er hält die Tafel in die Luft, die den nächsten Wechsel anzeigt. Dort blinkt die Nummer 9 – eine Nummer, die in diesem Moment mehr aussagt als tausend Worte dies je tun könnten. Stéphane Chapuisat geht nicht nur raus, er beendet seine Karriere. Die Partie YB – Schaffhausen ist noch im Gang, doch sie wird zur Nebensache. Obschon es um den Einzug in den Uefa-Cup geht, wenden sich die Blicke der Zuschauer vom Totomat ab, das für YB wichtige Zwischenresultat der Partie St. Gallen – GC interessiert niemandem mehr. 7500 Augenpaare fokussieren auf den YB-Spieler mit der Rückennummer 9: Die Leute schreien und klatschen. Chapuisat tritt von der Fussballbühne ab.


Jeder will ihn umarmen

Unter tosendem, mehrere Minuten andauernden Applaus verabschiedet sich Chapuisat auf dem Rasen von seinen Teamkollegen. Jeder will ihn umarmen, fest an die Brust drücken, auch Goalie Marco Wölfli, der zu diesem Zweck aus seinem Tor spurtet. Stolz halten YB-Fans auf der Stehrampe ihre Schilder in die Luft (die schwarze 9 auf gelbem Grund), die eigentlich ins «Nünitram» der städtischen Verkehrsbetriebe gehören, aber – seit Chapuisat für YB stürmt – immer öfters aus den Trams verschwinden und im Neufeldstadion wieder auftauchen.

Für Chapuisat kommt Marco Schneuwly aufs Feld. Das Spiel dauert noch ein paar Minuten. Und hätten die Gelbschwarzen in der Nachspielzeit noch das 5:1 erzielt, es ist nicht sicher, obs überhaupt jemand bemerkt hätte. Denn mittlerweile sitzt Chapuisat zusammen mit seiner Tochter Cindy auf der Ladefläche des schwarzen Ford-Pick-ups, der die beiden auf die Ehrenrunde führt. Sie winken in die Menge und lesen die Transparente: «Merci Chapuisat», «Chappi – ein Mythos in Gelbschwarz», «Am achten Tag schuf Gott Chapuisat.»
Später wird der Altmeister von Journalisten umringt, sie kritzeln seine Worte auf Notizpapier, er spricht in unzählige Mikrofone: «Genau so habe ich mir meinen Abschied vorgestellt», sagt er lächelnd. Er sei zwar enttäuscht, «denn wir wollten uns für den Uefa-Cup qualifizieren». Trotzdem überwiege die Freude, dass er nach einem Sieg zurücktreten kann. Das Schönste aber sei: «Ich habe noch einmal ein Tor erzielt.» Es war das 242. seiner glorreichen Karriere – und leider wohl das letzte. Wenn der beste helvetische Stürmer nicht doch noch einmal ins Ausland wechselt, nach Katar oder in die USA. Zu seiner Zukunft sagt der Oldie: «Jetzt geniesse ich erst einmal meine verdienten Ferien. Dann prüfe ich die Angebote, bespreche mich mir meiner Familie und entscheide, ob ich weitermache oder mit Fussballspielen aufhöre.»


Berisha: Angebot aus Thun

Während die Medienleute und die vielen Kinder vor dem Kabineneingang Stéphane Chapuisat fast erdrücken, steht Johan Berisha daneben und schaut dem Treiben skeptisch zu. Berisha war zuletzt lange Zeit verletzt, YB wollte den Vertrag mit dem Stürmer nicht verlängern. Jetzt, so sagt er, «habe ich ein unterschriftsreifes Angebot vom FC Thun». Bis am kommenden Mittwoch will er sich entscheiden, ob ers annimmt oder nicht.

Berisha und Chapuisat sind nicht die Einzigen, die während des letzten YB-Heimspiels im Neufeld verabschiedet werden. Auch Masseur Klaus Kühne, die Spieler Ivan Knez, Sadik Coubadja, Elvir Melunovic und Alain Rochat verlassen die Young Boys. Sie alle erhielten zum Abschied Blumen von YB-Präsident Mast.
Aber nur Chapuisat ist in einem Pick-up auf die Ehrenrunde chauffiert worden.



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… und am Ende fehlte ein Törchen

Mit einem 4:1 gegen Schaffhausen verabschiedet sich YB vom Neufeld. Der Uefa-Cup aber wurde verpasst.
Es war der echte Partyschocker. Wie wenn bei einem scharfen Liveact in einer begeisternden Location plötzlich das Licht ausgeht und auch die Musik nicht mehr spielt. Antonio Dos Santos, der Scharfschütze Schaffhausens, jagte den Ball aus rund 20 Metern wunderbar und unhaltbar ins Lattenkreuz zum 1:2-Anschlusstor. Den sensationellen Knaller des Brasilianers dürften indes nicht viele Zuschauer im Berner Neufeld gesehen haben – exakt in jener Sekunde gab auch der mit Spannung erwartete Totomat auf der anderen Stadionseite über die Anzeigetafel bekannt, dass GC in St. Gallen 3:2 in Führung gegangen war. Man notierte die 65. Minute – und gering, ganz gering waren nun die Chancen der Young Boys geworden, doch noch Rang 3 und damit einen Uefa-Cup-Platz zu erreichen.


Gute zweite Hälfte

Dazu hätte es einer Niederlage der Grasshoppers bedurft. Früh waren die Zürcher in St. Gallen an diesem Sonntagnachmittag 0:2 in Rückstand geraten, und als Stéphane Chapuisat kurz nach der Pause das 1:0 für YB erzielt hatte, schien sich ein wundersames Saisonende für die Berner anzukündigen. In regelmässigen Abständen allerdings kam dann die Kunde aus der Ostschweiz von GC-Toren. Am Ende siegte YB nach einer guten Vorstellung in der zweiten Halbzeit und weiteren, teilweise fein herausgespielten Toren von Thomas Häberli, Francisco Neri und erneut Häberli 4:1. GC allerdings rettete ein 3:3 in St. Gallen und damit nach 34 Runden einen Zähler Vorsprung über die Zeit.

Ein St.-Gallen-Törchen also fehlte YB schliesslich. Oder aber ein eigener Treffer in diesem Frühling in einem der vielen ungenügenden Heimspielen die bloss mit einem Remis geendet hatten. «Es ist müssig, jetzt darüber zu spekulieren, in welcher Partie wir dieses Tor verpasst haben», sagte YB-Trainer Hans-Peter Zaugg. Fakt sei, dass die Tabelle am Schluss ein gerechtes Bild zeige: «Wir sind Vierter. Das ist eine Tatsache.»
Letztlich war diese Dernière ein Spiegelbild dieser durchwachsenen YB-Spielzeit: Ein fürchterliches Geknorze vor der Pause sowie einige herausragende und entscheidende Aktionen der Offensivspieler. «Ich bin stolz, dass wir in den letzten neun Partien nicht mehr verloren haben», sagte Zaugg. «Jetzt freue ich mich sehr aufs neue Stadion und auf die nächste Saison.»


Im UI-Cup lockt Marseille

Nach den kurzen Ferien – Trainingsbeginn ist bereits am 10. Juni – werden vom YB-Personal weitaus stärkere Leistungen gefordert sein. Auch im ungeliebten UI-Cup. Anfang Juli greifen die Berner in der 2. Qualifikationsrunde gegen den Sieger aus AA Gent (Belgien) und dem Vertreter aus Estland ein. Bleiben die Young Boys siegreich, käme es in der 3. Runde gegen den französischen Spitzenverein Olympique Marseille zu einem reizvollen Aufeinandertreffen. Der Weg in den Uefa-Cup ist allerdings sehr weit. Selbst wenn Marseille ausgeschaltet würde, müssten die Berner noch zwei weitere Runden überstehen. Es wäre einfacher gewesen, via Super League das europäische Geschäft zu erreichen – ein Törchen mehr …

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. Mai 2005, 08:04 
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Bund, 30.5.2005

Zuletzt spielte nur der Totomat nicht mit

Nach einer schwachen, torlosen ersten Halbzeit drehten die Young Boys vehement auf: Der FC Schaffhausen wurde 4:1 bezwungen
6:1 hatte YB letzten Sommer zuhause gegen Schaffhausen gewonnen, gestern liessen die Berner zum Saisonabschluss ein 4:1 folgen. In der Endabrechnung fehlte ihnen zur Teilnahme an der Uefa-Cup-Qualifikation ein Punkt.

Es war erst in der zweiten Halbzeit ein unterhaltsames und spektakuläres Spiel, das die 7500 Zuschauer zu Gesicht bekamen. Vor der Pause war bei sommerlicher Hitze Langeweile angesagt – dann aber weckte der abtretende Stéphane Chapuisat Freund und Feind aus der allgemeinen Lethargie: Sein sehenswerter Treffer zum 1:0 nach exakt 55 Spielminuten lancierte den Match neu. Zuletzt gabs einen sicheren 4:1-Erfolg der Young Boys zu beklatschen, denen der Mann am Totomat die ganz grosse Festfreude allerdings verdarb: Das 3:3 des Grasshopper-Club in St. Gallen machte den Sieg der Berner «nutzlos»; YB spielt im Sommer im UI-Cup statt in der Uefa-Cup-Qualifikation.


Immerhin: Die Young Boys hatten mit dem Sieg ihre Hausaufgaben gemacht. Allerdings brauchte es sehr viel Zeit, bis das Bollwerk der Schaffhauser (die lange auf ein 0:0 spielten) endlich bezwungen werden konnte. Es war Neri, der in der erwähnten 55. Minute von Eugster klug in die Tiefe lanciert wurde – den Pass des Brasilianers verwertete Chapuisat souverän. Es war der 146. YB-Treffer in fast vier Neufeld-Jahren – es sollten zur Freude der Zuschauer noch drei weitere folgen. Klar, dass das 1:0 das Gesicht der Partie veränderte: Nun fand YB jenen Raum vor, der Ballstafetten zuliess, denn die Schaffhauser waren ihrerseits gezwungen, die Offensive zu forcieren.
Anders ausgedrückt: Jetzt hatten es die Gelb-Schwarzen relativ leicht, den Vorsprung auszubauen. Auch der Anschlusstreffer des grossartigen Technikers Dos Santos (sein Weitschuss traf ins hohe Eck) brachte die Berner nicht mehr von der Siegesstrasse ab, wobei sich der eingewechselte Sermeter als Antreiber (zwei Assists) und der ewig kämpfende Häberli als zweifacher Torschütze besonders hervortaten. Doch wie gesagt: Der Widerstand der Schaffhauser war weitgehend gebrochen. Der letzte Neufeld-Sieg – es war der 39. im 70. Spiel – hätte zuletzt sogar noch höher ausfallen können. (cb)



YB - SCHAFFHAUSEN 4:1 (0:0)
Neufeld. – 7500 Zuschauer. – SR Rogalla. – Tore: 55. Chapuisat 1:0. 61. Häberli 2:0. 65. Dos Santos 2:1. 75. Neri 3:1. 84. Häberli 4:1. – Gelb-rote Karte: 89. Todisco (Abstand nicht eingehalten). – Verwarnungen: 44. Truckenbrod (Foul), 53. Todisco (Reklamieren), 70. Leu, 75. Fernando, 80. Disler (alle Foul). – Bemerkungen: YB ohne Coubageat, De Napoli und Aziawonou (verletzt), Kehrli, Berisha, Maksimovic (nicht im Aufgebot); Schaffhausen ohne Pesenti (verletzt).
Young Boys: Wölfli; Eugster, Steinsson, Disler, Rochat (87. Melunovic); Magnin (70. Sermeter), Friedli, Häberli, Urdaneta; Neri, Chapuisat (88. Schneuwly).
Schaffhausen: Herzog; Miladin (73. Maric), Sereinig, Leu, Fernando; Senn, Tsawa, Truckenbrod, Dos Santos; Hengemühle (72. Bunjaku), Todisco.

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. Mai 2005, 08:06 
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Bund, 30.5.2005

Kommentar: Messlatte wird höher liegen

Ende gut, alles gut? Wer gestern im Neufeld Zeuge der letzten Partie der Saison sowie der würdigen Verabschiedung der abtretenden Spieler war, wird mit Recht feststellen: Um diesen Klub kann es nicht schlecht bestellt sein. Er lebt, und er wird von einem grossen Teil des Berner Sportpublikums mit vielen Sympathien getragen. Und doch ist nach der Saison 2004/05 aus Berner Sicht anzumerken: Sportlich haben die Young Boys Wünsche offen gelassen. Das Team von Trainer Hans-Peter Zaugg hat die gesetzten Ziele trotz Rang 4 nicht ganz erreicht.

Vorab in der zweiten Saisonhälfte waren die YB-Leistungen insgesamt wenig überzeugend. Dafür gibt es gute Gründe. Einer davon ist der unsinnige Spielkalender, der die Berner stärker benachteiligte als die Konkurrenz (dreieinhalb Wochen Pause, dann gleich vier «englische Wochen»). Nur: Diesem Spielplan, der aufgrund von Verschiebungen (Schnee), des Rückzugs von Servette aus der Meisterschaft und aus Rücksicht auf die Nationalmannschaft «schnell, schnell» an einer Sitzung aufgestellt worden war, hatten die Young Boys ohne Murren zugestimmt.
Nur am Rande mit den Termin-problemen zu tun hatte hingegen die Tatsache, dass die Young Boys auch in dieser Saison ausgerechnet jene Spiele verloren – oder nicht gewannen –, auf die es eben ankam: etwa beim Rendez-vous in der Champions-League-Qualifikation (man gab gegen Roter Stern Belgrad im Hinspiel einen 2:0-Vorsprung preis und schied dann auswärts sang- und klanglos aus), dann im viel zu ängstlich bestrittenen Cup-Halbfinal auf dem Letzigrund gegen den FC Zürich, den man in der Meisterschaft an gleicher Stelle noch 5:0 abgefertigt hatte. Oder zuletzt versagte YB in Aarau. Wie im Cup-Halbfinal fehlte den Bernern auch vor einer Woche auf dem Aarauer Brügglifeld die Risikobereitschaft, die sie noch ein Jahr zuvor (2. Schlussrang) ausgezeichnet hatte – unter dem Strich bezahlten die Young Boys dafür mit dem Verpassen der Uefa-Cup-Qualifikation.
Die alte Beschwingtheit muss YB in den nächsten Monaten, wenn die Messlatte im neuen Stadion deutlich höher liegen wird, wieder finden.

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