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BZ, 27.1.2005
«Es sind noch Details zu klären»
Hans-Peter Zaugg ist wohl auch in der nächsten Saison YB-Trainer. Ihm wurde eine Vertragsverlängerung bis 2006 angeboten. Er will als Cupsieger ins neue Stadion einziehen. Und die Fans mit Offensivfussball begeistern.
Hans-Peter Zaugg, am Dienstag wurde Ihnen von den YB-Verantwortlichen ein neuer Vertrag bis Ende Juni 2006 angeboten. Haben Sie die Offerte bereits angenommen?
Hans-Peter Zaugg: Nein. Bis jetzt habe ich den neuen Vertrag noch nicht unterschrieben. Dies wird frühestens nächste Woche im Trainingslager in Marbella geschehen. Allerdings wurde mir nicht ein pfannenfertiger Vertrag vorgelegt, sondern ein Entwurf. In Spanien setze ich mich mit unserem Präsidenten Peter Mast und dem Sportchef Reto Gertschen zusammen, um die letzten Details zu klären.
Für Sie steht aber fest, dass Sie sich mit dem YB-Vorstand einigen?
Davon gehe ich aus. Ich denke, wir liegen mit unseren Vorstellungen nicht weit auseinander. Dass es noch einzelne Punkte zu besprechen gibt, ist zu diesem Zeitpunkt normal.
Hätten Sie nicht lieber ein längerfristiges Angebot erhalten?
Die Vertragsdauer spielt für mich keine Rolle. In letzter Zeit sind die Vereine vorsichtiger geworden – auch YB. Es werden immer weniger langfristige Verträge abgeschlossen. Weder mit Spielern noch mit Trainern. Auch wenn ein längerer Vertrag für mich finanziell interessanter wäre: Aus Sicht der Klubs ist dieses Vorgehen absolut verständlich. Die wirtschaftliche Lage lässt es nicht zu, hohe Abfindungen zu bezahlen.
Es hat aber lange gedauert, bis sich die Verantwortlichen öffentlich dazu bekannt haben, weiter mit Ihnen arbeiten zu wollen.
Das ist Interpretationssache. Es mag sein, dass man gegenüber der Öffentlichkeit etwas zurückhaltend war, was die Trainerfrage betrifft. Ich habe aber intern immer das Vertrauen aller Beteiligten gespürt. Insbesondere vom Präsidenten und auch von Peter Jauch (CEO des Stade de Suisse Wankdorf, die Red.). Beide haben mir versichert, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden sind. Ihnen ist wichtig, dass mit mir endlich Ruhe im Umfeld eingekehrt ist.
Die sportliche Situation war bei diesen Gesprächen kein Thema?
Selbstverständlich war sie das. Wir waren uns aber immer einig, dass die ausbleibenden Resultate im letzten Herbst in erster Linie mit der prekären Personalsituation zu erklären sind.
Die Vertragsunterzeichnung würde bedeuten, dass Sie im Sommer mit YB ins neue Wankdorfstadion umziehen.
Für mich wäre das natürlich eine Supersache. Ich will mit YB eine Heimmacht werden. Das neue Stadion soll eine uneinnehmbare Festung darstellen. Allerdings muss ich sagen, dass für mich der Ehrgeiz, mit YB tolle Spiele zu zeigen und zu gewinnen, genau gleich gross wäre, wenn wir noch eine weitere Saison im Neufeld spielen würden.
Vor Beginn dieser Saison haben Sie bemängelt, dass Ihre Wünsche betreffend der Kaderzusammensetzung zu wenig berücksichtigt wurden. Wird sich im Hinblick auf die nächste Saison diesbezüglich etwas ändern?
Das ist immer auch eine Frage des Geldes. Zurzeit steht noch nicht fest, wie viel nächste Saison in Spielerkäufe investiert wird. Seitens der Investoren wurde uns aber signalisiert, dass wir uns mit unseren Wünschen an sie wenden dürfen, wenn ein interessanter Spieler auf dem Markt ist. Bereits jetzt ist klar, dass Stéphane Chapuisat ersetzt werden muss. Als Ersatz suchen wir einen Stürmer von Format, der wie er das Zeug zum Publikumsliebling hat. Natürlich behalten wir auch die Situation bei Servette im Auge. Allerdings sind wir nicht die Einzigen.
Was möchten Sie mit YB noch alles erreichen?
Wir wollen weiter guten Offensivfussball zeigen und zudem defensiv stabiler werden. Damit wollen wir erreichen, im neuen Stadion im Europacup vertreten zu sein. Ein weiteres Ziel ist der Cupfinal, den wir gewinnen wollen.
_________________ For Ever
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