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 Betreff des Beitrags: Stadion Wankdorf - Noch 200 Tage!
 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Januar 2005, 08:44 
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BZ, 11.1.2005

Das lange Warten aufs erste Tor

Noch 201 Tage dauerts bis zum ersten Match im Wankdorf am 31. Juli. Die neue Ära wird mit einem dreitägigen Fest markiert. Neben König Fussball regiert dann aber auch der Kommerz: Shopping und Events sind angesagt.

Die Ungeduld wird immer grösser. Nach vier Jahren im «Exil» auf dem Neufeld warten die Fans sehnlichst auf den Kick-off auf dem neuen Wankdorf-Rasen. Wenn jedoch YB-Fussballer und Fans ins Nordquartier heimkehren, wird nicht mehr der Ball im Mittelpunkt stehen – sie werden in ein Stadion ziehen, das unter anderem auch Schulen, Büros, Wohnungen, Kongressräume und ein riesiges Einkaufszentrum beherbergen wird (vgl. Kasten). Laut Marazzi-Direktor Werner Müller sind 81 Prozent der Nutzflächen vermietet. Zudem sollen ein Fitnesscenter mit Arzt- und Physiotherapiepraxen sowie eine Diskothek einziehen.


Kick-off mit Blitzturnier

An den Eröffnungsspielen in 201 Tagen, am Sonntag, 31. Juli, «werden die Emotionen überlaufen», versprach gestern vor den Medien Ralph Ammann, Leiter Event- und Stadionvermarktung der Stade de Suisse Wankdorf AG. Neben YB werden fünf weitere Teams ein Blitzturnier bestreiten. Welche das sind, konnte Ammann noch nicht bekannt geben. Es würden aber «Knaller» sein, versprach er. Am Tag zuvor steigt eine fünfstündige Eröffnungsshow mit vornehmlich Schweizer Bands, die eher Kulturgänger befriedigen soll, führte Ammann aus. Damit deutet er sein Ziel an: «Ich will aus Bern eine Eventstadt machen.» Das Wankdorf sei schliesslich nicht einfach ein Fussball-, sondern ein Eventstadion.


Dreitägige Eröffnungsfeier

Am 1. August wird die dreitägige Eröffnungsfeier mit einem Volksfest abgeschlossen. Dann haben die Leute auch Gelegenheit, einen Blick in die sonst verborgenen Räume des Stadions zu werfen – beispielsweise den Spielerbereich mit Garderoben und Mannschaftswhirlpool.


7500 Saisonkarten verkauft

Seit letzten November läuft der Ticketverkauf für die 32 000 Sitz- und rund 1100 Stehplätze. Laut Eventleiter Ralph Ammann wurden bisher über 7500 Sitzplatz-Saisonkarten verkauft. Weniger gefragt sind die Stehplätze (165 Karten). «Ich erwarte, dass wir einen Zuschauerschnitt von 20 000 erreichen und 15 000 Abos absetzen können», so Ammann. Von den 13 Logen (186 Plätze) sind 9 vertraglich gebunden, 4 noch offen. Bei den Businessseats sind 450 von 1040 Plätzen weg, und ausverkauft ist der Futureclub. Ab dem 21. April gelangen die Tickets für die Eröffnungstage in den Verkauf.


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Das Center öffnet am 24. August

Für das Shoppingerlebnis im Wankdorf sorgt Coop. Der Grossverteiler tritt zusammen mit den Versicherungen Suva und Winterthur als Hauptinvestorin auf (je 120 Millionen Franken). Coop ist Generalmieter der 32'000 Quadratmeter Verkaufsflächen. Das «Wankdorf Center», so der neue Name, ist «rund drei Viertel so gross wie das Shoppyland», sagte Peter Schmid, Leiter Verkaufsregion Bern. «Hier kommt eine einzigartige Kombination von Sport und Kommerz unter ein Dach», so Schmid. Mit der Eröffnung am 24. August entsteht in Bern erstmals ein «Coop Megastore». Dort werden rund 24'000 Artikel angeboten – mit Hausbäckerei. Ein italienischer Gastro-Betrieb und ein Mall-Café ergänzen das 270-plätzige Coop-Restaurant. Wesentlich für das Einkaufserlebnis ist gemäss Schmid der attraktive Mix von 35 Geschäften. 90 Prozent der Verträge seien unterzeichnet. Das Angebot umfasst zum Beispiel Sportartikel (YB-Sponsor Athleticum), Heimelektronik, Schuhe, Mode, Uhren und Schmuck, Kosmetik, Apotheke, Geschenke, Bücher und Medien. Neben rund 630 Parkplätzen bestehen auch ÖV-Anschlüsse.wyl

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Januar 2005, 08:47 
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Bund, 11.1.2005

Kurzes Leben für den Naturrasen

Die Betreiber des Stade de Suisse Wankdorf Bern wollen so rasch als möglich auf Kunstrasen umstellen
Kaum ausgerollt, wird für den Naturrasen im Wankdorf bereits wieder ein Abnehmer gesucht. Kunstrasen sei viel besser geeignet für verschiedenste Grossanlässe als eine natürliche Unterlage, sagen die Stadionverantwortlichen.

Die Betreiber des Stade de Suisse Wankdorf Bern haben ihre Affinität zu Kunstrasen nie verborgen. Lange bevor die Uefa im November grünes Licht für Wettbewerbsspiele auf einer künstlichen Unterlage gegeben hatte, schwärmten sie von den Vorzügen, die ein solches Spielfeld besitze: Kunstrasen sei viel robuster und pflegeleichter und deshalb besser geeignet für die Durchführung von verschiedensten Grossanlässen als ein Naturrasengeviert. Weil sich die oberste europäische Fussballbehörde mit der Zulassung von Kunstrasenfeldern Zeit liess, entschieden sich die Wankdorf-Betreiber im Sommer 2004 contre cœur, das neue multifunktionale Stadion mit einem herkömmlichen Rasen auszurüsten. Kostenpunkt: 400 000 bis 500 000 Franken. Der Rollrasen aus dem deutschen Ingolstadt dürfte in Bern allerdings nur zu einem kurzen Gastspiel kommen. Stade-de-Suisse-Eventchef Ralph Ammann gab gestern am Rande einer Pressekonferenz zur Mantelnutzung des Stadions bekannt, dass der Rasen möglichst rasch herausgerissen werden soll. Wobei herausgerissen das falsche Wort ist, denn die oberste Schicht des Rasens würde aufgerollt und anderswo wieder ausgerollt. Die Stadionbetreiber sind derzeit daran, Abnehmer für den Naturrasen zu finden.

Der Einbau eines Uefa-zertifizierten Kunstrasens ist nicht ganz billig. Laut Christian Moroge, Präsident der Sportplatzkommission im Schweizerischen Fussballverband, kostet ein Standardplatz rund 1,5 Mio Franken.

Bono unsicher, Kuno kommt

«Ein Kunstrasen würde mir das Leben vereinfachen», erklärte Ammann. Der Eventverantwortliche möchte im Wankdorf nach der Eröffnungsparty möglichst rasch Konzerte, Musicals und andere Sportveranstaltungen durchführen. So hat Ammann die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass die Rockband U2 im Rahmen der Europatournee im August 2005 in Bern einen Halt einlegt. Das Problem sei, dass Auf- und Abbau für die Show der Iren sehr zeitaufwändig seien, wodurch das Stadion über eine Woche lang nicht für Fussball genutzt werden könne.
Ob Weltstar Bono und seine Band 2005 im neuen Wankdorf spielen werden, ist unsicher. Hingegen ist klar, dass Lokalstar und YB-Fan Kuno Lauener die Fans betören wird – wenn auch nur mit den Sugar Babies. Die aus Fussballliebhabern bestehende Ad-hoc-Formation tritt im Rahmen des dreitägigen Eröffnungsfestes auf, das vom 30. Juli bis am 1. August über die Bühne geht. Wer nebst den Sugar Babies auftritt, wollte Ammann nicht verraten. Er kündigte für den 30. Juli ein rund dreistündiges Kulturhappening mit diversen Berner Bands aus den verschiedensten Musiksparten an. Diese umrahmen ein rund 70-minütiges «fernsehgerecht aufbereitetes Eröffnungsspektakel».
Am 31. Juli steht ein Blitzturnier mit YB und zwei ausländischen Equipen auf dem Programm. Ob eine der ganz grossen Mannschaften wie Real Madrid, Barcelona oder Juventus Turin dabei ist, lasse sich derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen, sagte Ammann.
Der Nationalfeiertag ist als «Fest für das breite Publikum» überschrieben, an dem alle Besucherinnen und Besucher sämtliche Räumlichkeiten des neuen Fussballstadions besichtigen können. Sein Ziel sei es, «eine spannende Show auf die Beine zu stellen, die allen gefällt», sagte Ammann, der an der Expo.02 für das Programm auf der Arteplage Neuenburg verantwortlich zeichnete.


8500 Saisonabos verkauft


Zufrieden sind die Stadionbetreiber mit dem Vorverkauf für die Saison 2005/2006. 7500 gewöhnliche Sitzplätze, 165 Stehplätze, 150 Businessplätze, 570 Future-Club-Sitze und 9 von 13 Logen sind bis dato verkauft. Das unveränderte Ziel seien 15 000 Saisonabonnemente, sagte Ammann, der aber schon mit 12 000 verkauften Dauerkarten «gut leben» könnte.


[i] Eröffnungsfest


Tickets können ab dem 21. April auf der Webseite http://www.stadedesuisse.ch bezogen werden.

Megastore und 35 Läden

Rund drei Wochen nach der Stadioneröffnung, am 24. August 2005, wird das zweigeschossige Einkaufszentrum im Stade de Suisse Wankdorf Bern in Betrieb genommen. Um ein «Coop Megastore» mit einer Verkaufsfläche von 5000 Quadratmetern sind 35 Einkaufsläden, zwei Restaraunts und ein Café gruppiert. Die grössten Mieter nebst Coop sind die Firmen Athleticum Sport Markets, Interdiscount, C&A (Mode), Dosenbach Ochsner (Schuhe) und Weltbild (Bücher, CDs). Erstmals auf dem Platz Bern vertreten sind die Firmen Fruit & Passion (Kosmetik), Coop Vitality-Apotheke und Bagatt (Schuhe). Im Wankdorf entstehe ein einzigartiger Mix von Sport und Kommerz, erklärte Peter Schmid, Leiter Coop Verkaufsregion Bern. Mit der Eröffnung des Einkaufszentrums entstehen rund 250 Arbeitsplätze. (ruk)

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Januar 2005, 09:27 
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8500 Saisonabos verkauft

Zufrieden sind die Stadionbetreiber mit dem Vorverkauf für die Saison 2005/2006. 7500 gewöhnliche Sitzplätze, 165 Stehplätze, 150 Businessplätze, 570 Future-Club-Sitze und 9 von 13 Logen sind bis dato verkauft. Das unveränderte Ziel seien 15 000 Saisonabonnemente, sagte Ammann, der aber schon mit 12 000 verkauften Dauerkarten «gut leben» könnte.


Nicht gerade sehr viel, bis zum heutigen Zeitpunkt! :roll:


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Januar 2005, 10:38 
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dünkt ds nume mi, oder geits im neue wankdorf immer weniger um ds schutte. mir wei ä fussball-tempel, nid es multifunktionells veranstaltungs-dingsbums! kunstrasen sone scheiss, viu technoider geits ja wohl nümme! aber äbe dr umsatz mues stimme, uds sportleche ghört nume no am rand derzue.

iregenwie wünsche ich mir das alte wankdorf zurück. :?


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Januar 2005, 10:42 
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iregenwie wünsche ich mir das alte wankdorf zurück.


ich auch ! ! !

ich werde dieses doofe multifunktionale stadion wohl nie richtig mögen.


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