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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Bierflasche
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Verfasst: Dienstag 14. März 2023, 16:08 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Die Gründung des FC Young BoysHeute vor 125 Jahren, am 14. März 1898, gründeten die Gymnasiasten Max Schwab, Hermann Bauer, Franz Kehrli und Oskar Schwab den FC Young Boys (ab 1925 BSC Young Boys). Der Clubname Young Boys entstand in Anlehnung an den damals sehr populären Basler Verein Old Boys, die Clubfarben gelb und schwarz wurden übernommen. Laut Clubchronik wurde das erste Spiel am 17. Juni 1898 gegen den FC Viktoria ausgetragen und siegreich gestaltet. Anfangs traten die Young Boys als Schülerteam des FC Bern an. Doch als in der ersten Mannschaft des FC Bern immer häufiger Young Boys zum Einsatz kamen, fühlten sich die etablierten Bern-Spieler bedrängt und sahen sich in ihren Rechten als zahlende Mitglieder beeinträchtigt. So wurden die Young Boys vor die Wahl gestellt, sich entweder dem FC Bern anzuschliessen oder aber auf die Mitgliedschaft beim Stadtclub zu verzichten um eigene Wege zu gehen. Mit grosser Mehrheit wurde auf die Fusion verzichtet. YB wurde 1900 in die Schweizerische Fussball-Association aufgenommen. In der Saison 1900/01 nahmen die Young Boys erstmals an einer Meisterschaft in den obersten beiden Ligen der Schweiz teil (Serie B). 1903 wurde man erstmals Schweizer Meister. Die Fan-Dachverbände Ostkurve und gäubschwarzsüchtig haben anlässlich des Jubiläums ein Büchlein veröffentlicht, welches in digitaler Form unter diesem Link zu finden ist. https://issuu.com/bscyb1898/docs/gschichtsbu_echli_def
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Bierflasche
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Verfasst: Dienstag 14. März 2023, 16:08 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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er ist das exklusive Jubiläumstrikot[/b] Heute feiert der BSC YB seinen 125. Geburtstag. Zur Feier des Tages lüften wir das Geheimnis um das Design des exklusiven Jubiläumstrikots. Das hochwertige Nike-Shirt ist inklusive altem Kult-Logo (1971 - 2002), Jubiläumslogo-Badge und Sponsorenaufdrucke komplett in Schwarz und Gold gehalten. Die Vorderseite sowie die Trikotnummern sind mit DNA-Streifen veredelt und im Nacken wurden die Jahrzahlen 1898 und 2023 integriert. Das Trikot ist ab sofort in unserem Onlineshop erhältlich. Ab Dienstagmittag, 14. März 2023, wird das Jubiläumstrikot auch im Fanshop-Wagen auf dem Quartierplatz erhältlich sein (Öffnungszeiten: 12.00 - 19.00 Uhr). «Es het, solangs het...» Zum Onlineshop
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shalako
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Verfasst: Dienstag 14. März 2023, 16:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.03.2023  Zitat: 125 Jahre YB
Die Stadt Bern in Gelb-Schwarz
Aus Anlass des 125-Jahr-Jubliäums von YB wurden die Berner Hauptgassen am Dienstag mit 140 YB-Fahnen geschmückt. Zudem begann der Verkauf der Jubiläumstrikots. Impressionen aus einer Stadt in Gelb-Schwarz. https://www.bernerzeitung.ch/die-stadt- ... 7064352353
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shalako
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Verfasst: Dienstag 14. März 2023, 16:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.03.2023  Zitat: YB: Stadt Bern schmückt sich zum 125. Geburi, Sondertrikot da
Bern feiert heute Geburtstag! YB wurde vor 125. Jahren gegründet, die Stadt hüllt sich in die Clubfarben. Am Sonntag wartet das Jubiläumsspiel gegen den FCB.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 14. März 1898 wurde YB gegründet, heute feiert der Club das 125. Jubiläum. - Das Spiel gegen den FC Basel vom Sonntag (16.30 Uhr) ist ausverkauft. - In Bern hängen hunderte von YB-Flaggen.
Wer heute Morgen in der Stadt Bern unterwegs ist, sieht vor allem eines: Gelb-Schwarze Flaggen! Die Bundesstadt hat sich zu Ehren von Super-League-Leader YB herausgeputzt. Die Young Boys feiern heute Dienstag nämlich ihren 125. Geburtstag.
Die Flaggen mit allen historischen Club-Logos schmücken die Gassen der Innen- und Altstadt und von der Kornhausbrücke bis zum Breitenrainplatz. Eine tolle und aufwändige Aktion!
Zudem stellen die Berner heute ihr Jubiläums-Sondertrikot vor. Pünktlich zur Geburtstagswoche wartet am Sonntag nämlich gleich ein Kracher auf die Fans: YB empfängt am Sonntag um 16.30 Uhr im Wankdorf den FC Basel.
Das Spiel ist bereits ausverkauft – und zwar mit erhöhtem Fassungsvermögen. Wie der Verein schreibt, finden dank eines Umbaus des Gästesektors und weiteren Anpassungen neu 31'500 Fans im Wankdorf Platz. Zuvor waren es 31'120.
Sportlich sind sich die Anhänger in dieser Saison das Feiern bereits gewohnt. Die Berner führen die Tabelle mit einem komfortablen 16-Punkte-Vorsprung an. Der 16. Meistertitel für Gelb-Schwarz dürfte schon bald Tatsache sein.
Auch im Cup ist das Team von Trainer Raphael Wicky noch vertreten. Im Halbfinal reist YB am 4. April zum FC Basel. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-st ... a-66447918
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shalako
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Verfasst: Dienstag 14. März 2023, 16:48 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.03.2023  Zitat: Die ganze Stadt in «Gäub-Schwarz»
Heute vor exakt 125 Jahren gründeten Max Schwab, Hermann Bauer, Franz Kehrli und Oskar Schwab den FC Young Boys. Für die Bernerinnen und Berner gab es am Morgen in der Innenstadt nun ein «Gäub-Schwarzes» Erwachen.
Manch ein YB-Anhänger wird am Dienstagmorgen mit einem besonders breiten Grinsen im Gesicht auf der Arbeitsstelle eingetroffen sein. Grund dafür: unzählige YB-Flaggen, die über Nacht angebracht wurden und die Berner Innenstadt in den Farben Gelb-Schwarz schmücken.
Dahinter steckt aber etwa kein Streich, sondern eine vom BSC Young Boys organisierte Aktion zum 125-Jahr-Jubiläum. Am 14. März 2023 auf den Tag genau feiert der Club aus Bern nämlich Geburtstag. Die «Flaggen-Aktion» war dabei nur eine Aktion, die sich die YB-Verantwortlichen für das Jubiläumsjahr ausgedacht haben. Im Verlaufe des Jahres folgen weitere Programmpunkte, Aktionen und Ausstellungen, wie beispielsweise das Jubiläumsspiel mit grossem Rahmenprogramm am Sonntag gegen den FC Basel. (Mehr zum Jubiläumsjahr beim BSC YB lesen Sie demnächst in der Jungfrau Zeitung).
Eingeläutet wurde das Jubiläumsjahr allerdings schon im vergangenen Dezember mit «YB fiiret Wiehnachte». Die beiden Schwab-Brüder Max und Oskar, die Mitgründer des Vereins waren, erhielten zu Weihnachten 1897 nämlich einen Fussball geschenkt. Angelehnt an diese Geschichte wurde in der YB-Familie schon über die Festtage gefeiert. Dazu entstand als Symbol für die Gründung auch ein extra gestalteter Jubiläumsball. https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/208260/
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Gonzo
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Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 00:43 |
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Gonzo
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Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 00:44 |
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Gonzo
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Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 00:45 |
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Gonzo
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Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 00:57 |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 15:06 |
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14.03.2023  Zitat: YB-Fans und ihr Herzensverein
Sie klauen Stadionrasen und schlafen im Trikot
Wie fühlt es sich an, wenn ein Fussballclub Teil des Lebens ist? Zum runden YB-Geburtstag erzählen eingefleischte Fans von ihrer Beziehung zum Verein.
Der BSC Young Boys feiert Geburtstag. Am 14. März ist es auf den Tag genau 125 Jahre her, seit eine Handvoll Gymnasiasten den Berner Fussballverein gründete. Als Vorbild diente seinerzeit ausgerechnet ein Basler Club. Von den damals populären Old Boys liess man sich nicht nur für den Namen inspirieren, sondern übernahm auch gleich deren Farben.
Längst ist YB bekannter und erfolgreicher als sein einstiges Idol. Aktuell kommt im Schweizer Fussball niemand an die Berner heran – mit grosser Wahrscheinlichkeit stemmt YB in dieser Saison wieder mindestens einen Pokal in die Höhe. Und auch bei den Fans sind die Gelb-Schwarzen meisterlich unterwegs, seit mehreren Jahren hat YB den höchsten Zuschauerschnitt der Liga.
Tausende Anhängerinnen und Anhänger unterstützen ihre Mannschaft Wochenende für Wochenende im heimischen Wankdorf. Sie reisen dem Team in andere Schweizer Stadien und gar ins Ausland hinterher, investieren viel Zeit und Geld, identifizieren sich so stark mit ihrem Club, dass dessen Erfolg oder Misserfolg ihre Gefühlslage bestimmt.
Warum tun sie das? Eingefleischte Fans – 17-jährig bis 70-jährig – erzählen über die Faszination YB.
Das YB-Virus sprang auf die Tochter über
Markus Stöckli ist heute 70 Jahre alt. Vor 60 Jahren hat sich sein Leben gelb-schwarz gefärbt. Als er mit seinem Vater im alten Wankdorfstadion die Treppen hochstieg, um sich sein erstes YB-Spiel anzusehen. «Kaum blickte ich auf den Rasen, schoss Geni Meier auch schon ein Tor», erinnert sich Stöckli. Meier gehört bis heute zu den treffsichersten YB-Spielern aller Zeiten. Und Stöckli ist bis heute YB-Fan geblieben.
Im Sektor C12. Da sitzt Markus Stöckli zu 99 Prozent, wenn YB im Wankdorf spielt. Neben ihm: seine Tochter Eliane Stöckli. Wer von beiden der grössere YB-Fan ist, lässt sich schwer sagen. Beide brennen für den Club – «in guten wie in schlechten Zeiten». Beide haben ein Saisonabo, beide sagen, der Spielplan takte ihr Leben. «Ich geniesse es extrem, dass wir diese Leidenschaft für den Fussball teilen», sagt Eliane Stöckli. Durch YB sei ihre Tochter-Vater-Beziehung noch enger geworden. Tränen, Freudenschreie, Frust – die Stöcklis haben an den Matches schon so manches Gefühlschaos zusammen durchgestanden.
«Für mich ist es etwas vom Schönsten, dass alle meine Kinder gelb-schwarzes Blut haben», sagt Markus Stöckli. Neben Eliane sind auch die beiden Söhne eingefleischte Fans. Der eine fiebert jeweils in der Ostkurve mit. Nur Markus Stöcklis Frau hat kein Saisonabo.
«Für mich ist es etwas vom Schönsten, dass alle meine Kinder gelb-schwarzes Blut haben.» Markus Stöckli, YB-Fan
Schon als Kind schaute sich Eliane Stöckli die Fussballspiele von Vater Markus an, der für seinen Arbeitgeber im Firmenteam kickte. Seine Passion für YB sprang schnell auf die Tochter über: «Für mich gibt es bis heute keinen anderen Club.» Auch wenn sie mit diesem schon «ewige Tiefen» erlebt habe.
Was YB so speziell macht? «Der Club ist für alle da», sagt Eliane Stöckli. Sogenannte Modefans stören sie nicht: «Ist doch schön, wenn das Stadion voll ist.» Auch habe es im Gegensatz zu früher viel mehr Frauen im Stadion. «Das liegt vielleicht auch daran, dass die YB-Frauen nun mehr einbezogen werden», mutmasst Markus Stöckli, der wie seine Tochter in Köniz wohnt.
Ein Stück YB-Geschichte haben sich die beiden auf jeden Fall gesichert: Nach dem letzten Spiel im alten Wankdorfstadion im Jahr 2001 rannten Vater und Tochter auf den Platz: «Wir haben uns ein Stück Rasen mitgenommen», sagt Eliane Stöckli. Tagelang habe sie danach noch Erde unter den Fingernägeln gehabt.
Für die YB-Spiele reiste sie aus dem Ausland an
Die 52-jährige Kathrin Naegeli gehört zu jener Fan-Generation, von der YB einiges abverlangte. Kaum zur Anhängerin geworden, durfte sie 1986 als Jugendliche zwar sogleich einen Meistertitel bejubeln. Es sollte jedoch für über drei Jahrzehnte der letzte bleiben.
Ein T-Shirt aus Naegelis YB-Sammlung bringt die lange Durststrecke auf den Punkt: «1986–2018: Ich war dabei», steht dort drauf. Abstiege, Beinahe-Konkurse, denkwürdige Cup-Pleiten, zwei verlorene Finalissimas. «Das musst du zuerst einmal 32 Jahre mitmachen», so Naegeli.
Auch wenn sie das heute mit einem Schmunzeln sagt – zuweilen sei es hart gewesen. In der Saison 2009/2010, als die Young Boys einen Vorsprung von 13 Punkten noch aus der Hand gegeben hatten und es deshalb am letzten Spieltag zum Entscheidungsspiel gegen den FC Basel kam, arbeitete die damalige Journalistin als Korrespondentin in Brüssel. Natürlich reiste die Thunerin, die ihr Saisonabo trotz Auslandsjob behielt, für das Spiel nach Bern – und natürlich verlor YB den Match und mit ihm die gewonnen geglaubte Meisterschaft. «Auf der Rückfahrt nach Belgien war der Zug voller glücklicher Touristen, aber ich hätte nur weinen können», erinnert sich Naegeli.
«Das musst du zuerst einmal 32 Jahre mitmachen.» Kathrin Naegeli, YB-Fan
Ihre einstigen Schulkolleginnen aus dem Fangrüppchen der ersten Stunde wechselten mit den Jahren zu anderen Clubs. Eine wurde Anhängerin von Aarau, eine andere von Neuenburg Xamax, eine von Thun. Naegeli aber blieb Gelb-Schwarz treu, fand bald eine neue Schicksalsgemeinschaft. Seit rund 20 Jahren besucht sie mit der gleichen Handvoll Freundinnen und Freunden die YB-Spiele. Besonders die atmosphärischen, wenn auch sportlich erfolglosen Zeiten im Ausweichstadion Neufeld prägten sie. «Es gab auch damals einiges zu leiden, aber die familiäre Stimmung war einmalig», sagt die Kommunikationschefin der Jungfraubahnen, die sich selber als «recht lauten» Fan beschreibt.
Wenn man Kathrin Naegeli so von früher erzählen hört, könnte fast der Eindruck entstehen, sie trauere den zähen Zeiten auch ein bisschen nach. War es nicht schöner, als man noch von den Titelgewinnen träumen konnte, als jetzt, wo sie so selbstverständlich geworden sind?
Naegeli verneint vehement. «Ich fühle mich nicht gesättigt», sagt sie. Dafür sei die Leidenszeit schlicht zu lange gewesen. Zudem habe man wegen der Pandemie die gewonnenen Pokale nur mit angezogener Handbremse feiern dürfen. «Dadurch konnten wir YB-Fans den mehrjährigen Erfolg noch gar nicht so richtig auskosten.»
Mit den «Ragazzi» an die Auswärtsspiele
Für Janosch Gerber ist der YB «einfach Leidenschaft». Der 17-Jährige aus Studen im Berner Seeland ist seit früher Kindheit YB-Fan. «Während des Matchs miteinander rumhüpfen, miteinander singen – das ist einfach fätzig», erklärt Janosch Gerber seine Treue für die Berner Young Boys. Ging er früher mit seinem Vater an die Spiele, ist er heute mit seinen Kollegen im Sektor D in der Ostkurve anzutreffen, stets im obligaten Fantrikot.
Die Ostkurve ist berühmt-berüchtigt für ihre Rivalitäten mit anderen Vereinen und die Pyrotechniken, die sie während der Spiele anzündet. Janosch Gerber beteuert jedoch, dass er sich noch nie unwohl gefühlt habe in der Kurve: «Wir sind dort eine Familie, das passt so.» Er selbst würde keine Pyros anzünden. Auch negative Zwischenfälle mit anderen Vereinen habe er bislang noch nie miterlebt.
Der Praktikant einer Tagesschule geht wenn möglich jede Woche an die Matches, auch an die Auswärtsspiele. Leisten kann er sich das vor allem dank des Projekts Ragazzi Berna der Fanarbeit Bern. Dieses bietet bei Auswärtsspielen jeweils vergünstigte Fahrten an für die jungen YB-Fans zwischen 10 und 17 Jahren. Auch einen grossen Teil seiner jetzigen Kollegen habe er durch die Ragazzi kennen gelernt.
«Der 28. April 2018 war das Grösste.» Janosch Gerber, YB-Fan
Auf die Frage nach seinem grössten bisherigen YB-Highlight kommt es wie aus der Pistole geschossen: der 28. April 2018. Dann hat Janosch Gerber seinen ersten YB-Meistertitel miterlebt, der zugleich der erste Titel seit 32 Jahren war. Das sei sicher «das Grösste und Schönste» seiner bisherigen Fanzeit gewesen.
Neben seiner Leidenschaft als Fan spielt der 17-Jährige selbst Fussball als Torwart. Wenig überraschend ist sein wichtigstes Vorbild denn auch ein YB-Spieler: die Goalie-Legende Marco Wölfli, der von 1999 bis 2020 für Schwarz-Gelb spielte. Auch der junge Mittelfeldspieler Fabian Rieder sei ein grosses Idol: «Er spielt so bodenständig und bringt stets Ruhe ins Spiel.»
Wenn Janosch Gerber einen Wunsch frei hätte, dann wäre es wohl ein Auslandsspiel von YB in Barcelona. Sein Fussballherz schlägt auch für den FC Barcelona. Im Zweifelsfall würde er aber natürlich für die Berner Young Boys «fanen».
In einer Dreiecksbeziehung mit YB
Wer Heinz Nievergelt in seinem Zuhause im emmentalischen Bätterkinden besucht, betritt ein gelb-schwarzes Reich. Vom Fussabtreter bis zum Wandbild, von der Nagelfeile bis zu den Krücken: Um YB kommt man hier nicht herum.
«In den Jahren hat sich einiges angesammelt», sagt Nievergelt, 67 Jahre alt. Als 6-jähriger Bub war «Hene» erstmals an einem Spiel. Seither zieht sich der Verein wie ein gelb-schwarzer Faden durch sein Leben. Das erste Rendez-vous mit seiner heutigen Frau hatte er 1975 im alten Wankdorf. Der damalige Cuphalbfinal gegen Winterthur bedeutete für YB zwar das Aus, war für Nievergelt und seine Frau aber auch ein Anfang.
Seither führen die beiden zusammen mit YB eine Dreiecksbeziehung. Ihre Agenda richten sie konsequent nach den Spielen, verbinden seit jeher Ferien mit Auswärtsmatches. «Durch YB haben wir schon über 20 Länder bereist», sagt der pensionierte Finanzverwalter. An Spieltagen hissen sie vor ihrem Haus die YB-Fahne – und schlafen nachts im Trikot.
«Im Turnunterricht wurden meine Töchter ausgelacht, wenn sie ein YB-Trikot trugen.» Heinz Nievergelt, YB-Fan
Die Erfolgsserie der letzten Jahre sei ein Genuss gewesen. Das 125-Jahr-Jubiläum des Clubs in diesem Zustand feiern zu dürfen, sei deshalb ein Privileg, sagt Nievergelt. Doch bei ihm schwinge immer auch Demut mit. «Ich vergesse nicht, woher wir kommen.»
Was er damit meint: die weniger erfreulichen YB-Zeiten, die er als langjähriger Fan ebenfalls miterlebt hat. Noch beim letzten runden Geburtstag des Vereins, dem 100-Jahr-Jubiläum, war die Ausgangslage eine ganz andere als heute. YB war ein Liftclub zwischen Erst- und Zweitklassigkeit, spielte vor kaum 5000 Zuschauern. Während sich die Mannschaft sportlich abmühte, kämpfte der Club finanziell ums Überleben.
«YB war damals froh um jeden Fünfliber», erinnert sich Nievergelt. Um den Verein vor dem Konkurs zu bewahren, packte er als Freiwilliger selber an, verkaufte an der BEA am YB-Stand Würste und half bei Lotto-Abenden mit. «Im Turnunterricht wurden meine Töchter in diesen Zeiten ausgelacht, wenn sie ein YB-Trikot trugen.»
Nievergelt ist froh, dass sich die Zeiten geändert haben. Und er schätze es, dass der Verein trotz der jüngsten Erfolge bodenständig geblieben sei und etwa die Abopreise nicht erhöht habe. «Diese Werte müssen wir pflegen», sagt er. Sonst könne es schnell wieder in die andere Richtung gehen.
Sie hält die Fans in Schach
Das wäre doch was, aber ich verfolge die Spiele viel zu gerne als Zuschauerin», dachte sich Barbara Rüegger vor ein paar Jahren, als die Stelle als YB-Fanarbeiterin ausgeschrieben war. Sie bewarb sich nicht. Letztes Jahr war die Stelle wieder vakant. Dieses Mal entschied sich Rüegger anders.
Die 35-Jährige hat den Beschluss nicht bereut. «So kann ich Hobby und Job verbinden», sagt sie. 2022 verpasst sie kein einziges YB-Spiel. Nur ist sie nicht mehr bloss Zuschauerin. Ihr Blick gilt auch der Tribüne. «Ich gehe immer mit der Einstellung an einen Match, dass etwas passieren kann», sagt Rüegger. «Gerade im Sport, wo viele Emotionen im Spiel sind, kann die Stimmung schnell kippen.»
«Es ist nicht an uns, Polizei zu spielen.» Barbara Rüegger, Fanarbeiterin
Rüegger ist eine von drei Mitarbeitenden beim Verein Fanarbeit Bern. Sie hat eine 40-Prozent-Stelle. Zu ihren Aufgaben gehört es, unter den YB-Fans Gewalt- und Rassismusprävention zu leisten. Wie geht das? «Wir machen keine Antiaggressionstherapien für Fans», sagt Rüegger mit einem Augenzwinkern. Es gehe vielmehr um Vernetzungsarbeit und um Gespräche mit den Fans, um diese zu sensibilisieren. Viele seien jung. Zu 70 bis 80 Prozent kommen Männer ins Stadion. «Wenn jemand am Match ‹Schiri, du Schwuchtel› rufe, dann weisen wir ihn darauf hin, warum das nicht geht», so Rüegger, die auch beim Sozialdienst der Stadt Bern arbeitet.
Solche Gespräche seien nicht immer einfach. «Wir Fanarbeitenden sind nicht bei allen gleich gut akzeptiert», sagt Rüegger. Die besten Gespräche entstünden aber oft nach dem Match bei einem Bier.
Grundsätzlich würde sie den Ruf der YB-Fans als gut bezeichnen. Viele seien sehr engagiert, der Zusammenhalt gut. Die Fahrten zu Auswärtsspielen, die der Verein für Jugendliche anbiete, fühlten sich jeweils an «wie auf einer Schulreise», sagt Rüegger.
Und wenn es doch mal zu einer grösseren Auseinandersetzung kommt? «Dann ist es nicht an uns, Polizei zu spielen.» Die Vorfälle würden aber im Team und mit den Beteiligten besprochen und aufgearbeitet.
Sie sorgen für die Stimmung – und manchmal für Schlagzeilen
Jede Anhängerschaft hat ihren harten Kern. Bei YB ist das die Ostkurve, die untere Zuschauertribüne im Sektor D des Wankdorfstadions gleich hinter dem Tor. Fangesänge, Choreografien, Feuerwerk – hier entstehen die Emotionen, die Akustik und die Atmosphäre, die ein Fussballspiel zu einem Erlebnis für alle Sinne machen.
Die «Ultras» sorgen indes nicht nur für positive Schlagzeilen, zuweilen bewegen sie sich in ihren Aktivitäten als Fans im illegalen Bereich. Manche vermummen sich, zünden verbotene Pyrotechnika und liefern sich mit gegnerischen Fangruppierungen mitunter Rivalitätskämpfe. Folglich suchen die Anhänger auch nicht die Aufmerksamkeit der Medien. Eine Anfrage an die Fangruppierung für ein Mitmachen an dieser Porträtserie blieb unbeantwortet, weshalb sie in diesem Beitrag nicht vertreten ist. https://www.bernerzeitung.ch/sie-klauen ... 1340279169
_________________ For Ever
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