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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Juli 2022, 23:47 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Samstag 23. Juli 2022, 23:27 
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YB: Stars zeigen sich auf der Ersatzbank bei bester Laune

Zweites Pflichtspiel, zweiter Sieg für YB. Die Berner setzen sich in Lettland knapp aber verdient mit 1:0 durch. Auf der Bank sitzen wieder prominente Namen.

Das Wichtigste in Kürze

- Christian Fassnacht köpfelt YB auswärts gegen Liepaja zum 1:0-Sieg.
- Trotz vieler Stars auf der Bank, ist die Laune bei den Bernern offenbar ausgezeichnet.
- Am Sonntag geht es um 16.30 Uhr im Tourbillon gegen Sion weiter.

Mit 1:0 setzt sich YB auswärts in Lettland gegen Liepaja durch. Und legt damit eine gute Basis für das Rückspiel nächste Woche in Bern. Doch ein Spaziergang ist der erste Auftritt in der Quali zur Conference League nicht. Das bestätigt auch Trainer Raphael Wicky im Interview mit dem «YB-TV».

«Ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben», so der Walliser. «Wir wollten dominant auftreten, hatten gute Chancen für 3-4 Tore. Der Gegner ist sehr tief gestanden, hat die Räume eng gemacht. Aber wir haben uns trotzdem Chancen erspielt», analysiert Wicky.

Den goldenen Treffer erzielt Christian Fassnacht, er trifft wie schon gegen Zürich per Kopf. Und er ist einer von nur sechs Spielern, der bereits zum Saisonstart in der Startelf stand. Ansonsten dreht Coach Wicky am grossen Rotations-Rad – und das muss er sogar.

Gute Laune auf der Bank bei YB

Denn: Die unglaublich breite Bank bei YB hat auf dem Papier gehörig Pulverfass-Potential. Spieler wie Niasse, Mambimbi oder Garcia kommen in Lettland nicht zum Einsatz. Filip Ugrinic (Knieprobleme), Lewin Blum, oder Kevin Rüegg machen die Reise nicht einmal mit.

Doch bisher scheinen Raphael Wicky und sein Staff die richtige Einsatz-Verteilung zu finden. 20 verschiedene Spieler kommen in den ersten zwei Partien schon zum Einsatz. Und die Stimmung bei YB scheint auch auf der Bank ausgezeichnet zu sein, wie Bilder aus Lettland zeigen.

Von Pulverfass bisher keine Spur – da hilft sicher auch die Ernennung von Ex-Captain Steve von Bergen zum Sportchef. Er entlastet Christoph Spycher und hat genug Zeit, nahe an der Mannschaft zu sein. Der neue VR-Delegierte kann es sich jetzt auch leisten, nicht selber nach Lettland zu reisen.

Am Sonntag geht es für die Berner um 16.30 in Sion weiter. Weil auch die Walliser ihr Startspiel gewonnen haben, trifft der Tabellenführer auf den ersten Verfolger.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-st ... e-66227754

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Samstag 23. Juli 2022, 23:37 
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«Es wäre idiotisch, bei diesen Temperaturen zu trainieren»

Die Hitzewelle macht auch vor den Super-League-Stadien keinen Halt. 20 Minuten hat mit Protagonisten von YB, FCB und GC darüber gesprochen, wie sie mit den warmen Temperaturen umgehen.

Darum gehts

- Auch am Wochenende wird es in der Schweiz brennend warm.
- Trotzdem stehen am Sonntagnachmittag drei Super-League-Partien auf dem Programm.
- 20 Minuten hat sich bei YB, FCB und GC umgehört, wie die Fussballer mit der Hitze umgehen.

Eine Hitzewelle rollt zurzeit über die Schweiz und stellt neben Amateursportlern auch die Profikicker in der Super League vor grosse Herausforderungen. 20 Minuten hat sich beim FC Basel, YB und GC umgehört, wie Protagonisten der drei Clubs mit den hohen Temperaturen umgehen, die auf sie auch am kommenden Sonntagnachmittag warten werden.

Bereits um 14.15 Uhr gegen Servette ran muss am Sonntag der FCB. Auf die Frage, wie er denn die Anspielzeit am Sonntagnachmittag finde, meint der Basler Cheftrainer Alex Frei: «Ich halte mich zurück. Meine Aussagen kommen nicht immer gut an», und ergänzt dann vielsagend: «Ja, was soll ich sagen? Es gibt eben Leute, die auf die Idee kommen, das Spiel um 14.15 Uhr anzupfeifen. Es ist, wie es ist.»

Viele Trinkpausen für die Regeneration

Bei Rotblau trainiere man momentan viel am Morgen, weil es da drei bis vier Grad kühler sei als am Nachmittag, erzählt Frei. Der 43-Jährige weiter: «Es wäre idiotisch, wenn wir um drei oder vier Uhr nachmittags trainieren würden.» Frei gestatte seinen Spielern im Training «sehr viele Trinkpausen», wie sein Trainerkollege Raphael Wicky bei YB.

Der Walliser betont, dass «Ernährung, Regeneration, Schlaf und viel trinken» die zentralen Faktoren seien, um mit der Hitze umzugehen. «Wir haben mit der Mannschaft geredet und sie nochmals auf das aufmerksam gemacht», so Wicky, der mit seinem Team am Sonntag um 16.30 Uhr beim FC Sion zu Gast ist.

Wickys Schützling Fabian Rieder meint ebenfalls, dass viel zu trinken am Tag vor einem Spiel und am Spieltag selber, das sei, «was die Spieler am ehesten machen können». YB-Captain Fabian Lustenberger findet, dass man sich an die Wochenende-Hitze gewöhnen könne, wenn es schon die ganze Woche lang warm sei.

GC sieht Hitze als Vorteil

Zeitgleich wie Sion – YB findet am Sonntag um 16.30 Uhr im Letzigrund die Partie GC gegen Lugano statt. Bei den Hoppers sieht man betreffend der hochsommerlichen Temperaturen kein Problem. «Die Hitze darf am Sonntag keine Ausrede sein», stellt GC-Captain Amir Abrashi klar.

Beim Rekordmeister habe man die letzten zwei Wochen genau das gleiche Pensum absolviert wie zuvor. «Wir haben in der Hitze trainiert, um uns daran zu gewöhnen. Egal, ob es 35 Grad waren», erklärt Abrashi und verspricht: «Das wird uns am Sonntag am Match zugutekommen.»


https://www.20min.ch/story/es-waere-idi ... 7094525852

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Samstag 30. Juli 2022, 15:41 
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Guter Start, bessere Laune

Zwei Runden sind in der noch jungen Super-League-Saison erst gespielt und die Young Boys aus Bern grüssen mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 7:0 von der Tabellenspitze. Ob das Ende der Saison noch so ist steht in den Sternen, eine Prognose ist unmöglich. Aber, und das ist entscheidend, bei den Berner stimmt wieder deutlich mehr zusammen, als noch im letzten Jahr.

Klar gibt es die Fans, die, nachdem ihr Team gut in die Saison gestartet ist, bereits vom Meistertitel reden. Es gibt aber auch solche, die lediglich davon träumen. Und ein Erfolgslauf zu Beginn des Fussballjahres lässt diese Träume zumindest etwas realistischer erscheinen, ob sie letztlich in Erfüllung gehen, das lässt sich aber noch nicht sagen.

Einen solchen vielversprechenden Start in die Meisterschaft erwischte dabei auch der BSC Young Boys. Zwei Spiele, zwei Siege – ein 4:0 gegen den amtierenden Meister und ein mehr oder weniger unproblematischer 3:0-Erfolg im ersten Auswärtsspiel im Wallis. Ja, vor allem mit Blick auf die Konkurrenz, insbesondere dem Topduo der letzten Saison aus Zürich und Basel, lässt sich da schon etwas erahnen. Der Meister FCZ kommt momentan auf einen Punkt, der letztjährige Zweitplatzierte Basel holte deren zwei.

Fans strömen in Massen ins Stadion

Was sich in diesem Jahr aber nicht geändert hat ist die Begeisterung in der Hauptstadt für ihren Herzensclub «YB». Zum Heimauftakt gegen Zürich war das Wankdorf ausverkauft, und auch bei den weiteren Heimspielen dürfte den Bernern, was die Zuschauerzahl angeht, wohl niemand so schnell den Rang ablaufen – die Begeisterung und auch die Zuversicht ist spürbar.

Und das auch innerhalb des Teams: «Ja klar, der Start war super. Und es tut gut, zu sehen, wie sich alle mit uns freuen, wenn wir gewinnen. Aber diesen positiven Auftakt gilt es nun zu bestätigen», meint etwa Abwehrspieler Cédric Zesiger.

Dabei sind es aber nicht nur die Siege, die die Anhänger des Branchenprimus, zumindest wenn man die letzten Jahre hernimmt, positiv stimmen. Es ist vor allem auch die positive Entwicklung im Vergleich zum letzten Jahr. Agierten die Berner zum Ende der Saison nach der bisher längsten Serie von sieglosen Partien fast schon etwas eingeschüchtert, macht es den Anschein, dass man die Selbstverständlichkeit zum Siegen auf das neue Fussballjahr hin wieder zurückerlangt hat.

Da ist Spielfreude, Offensivdrang und auch Wille zu sehen. Wille, den Kritikern zu beweisen, dass dies im abgelaufenen Jahr nach vier Meistertiteln in Folge lediglich ein Ausrutscher war. Wille, jenen die nicht mehr an das Team glaubten zu zeigen, dass Erfolg eben kein Selbstläufer sondern der Lohn für harte Arbeit ist.

Ruhig und besonnen

Dass man innerhalb des Teams nach dem gelungenen Saisonstart nicht, wie wohl vereinzelte Anhänger, in absolute Euphorie verfällt, ist logisch und sollte auch nicht sein. Dass Erfolg mitunter ein Faktor in Sachen «guter Stimmung» spielt, ist unbestritten. «Die Stimmung ist super im Team, aber das war auch schon in der Vorbereitung so. Viele kennen sich schon länger und auch mit den Neuzugängen klappt das super. Man merkt, dass hier etwas heranwächst», fasst Zesiger passend zusammen.

Einen nicht unerheblichen Einfluss darauf wie es innerhalb einer Mannschaft, aber auch auf dem Spielfeld läuft, hat natürlich auch der Trainer. Und auch hier scheint die Vereinsführung rund um Sportchef Steve von Bergen, den Kandidaten gefunden zu haben, der eben die Stärken der Mannschaft wieder besser hervorzuheben weiss, als vielleicht noch seine Vorgänger Matteo Vanetta oder auch David Wagner.

Mit Raphael Wicky zauberte man auch jemanden aus dem Hut, mit dem wohl die wenigsten gerechnet hätten, der aber mit seiner eher ruhigen, besonnenen und unaufgeregten Art, so macht es zumindest bisher den Anschein, gut zum letztjährigen Drittplatzierten passt.

Der Traum vom Titel

Es sind Kleinigkeiten, die aktuell bei YB einfach etwas besser zu stimmen scheinen, als bei der Konkurrenz – gewisse Zahnrädchen, die schon besser ineinandergreifen, während es bei anderen Teams noch einen Feinschliff braucht.

Doch wie eingangs erwähnt, ist das nur eine Momentaufnahme, eine Tendenz. Gut möglich nämlich, dass bei Zürich, Basel oder auch einem anderen Team, die erwähnten Zahnrädchen plötzlich greifen und die Auftaktsiege der Berner schneller vergessen machen, als einem lieb ist. Denn vom Meistertitel redet oder träumt man nach der letzten Saison nicht mehr nur in Bern …


https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/201754/

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2022, 10:15 
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04.08.2022

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«Gelb-schwarze» Treue für alle Sinne

In Sachen Zuschauerzahlen macht dem Club aus der Hauptstadt so schnell niemand was vor. In den letzten Jahren spielten die Berner in der Super League jeweils vor den meisten Zuschauern. Zum Bersten voll ist dabei auch immer der Fansektor D. Laute Fangesänge, tolle Choreos und gute Stimmung sorgen für ein Fussballerlebnis, das nicht alltäglich ist. Ein Erlebnisbericht!

Bevor ich meine berufliche Leidenschaft als Journalist vor nun schon fast zehn Jahren entdeckte, war ich zwar sportinteressiert, aber keineswegs ein fleissiger «Fussballstadion-Gänger». Zumindest zog es mich recht selten in grössere Stadien, sondern viel mehr auf kleiner Bolzplätze, wo Amateurmannschaften auf deutlich unspektakulärere, dafür oftmals lustigere Weise um Sieg oder Niederlage kämpften.

Das änderte sich in den letzten Jahren. Von kleineren Sportanlagen, wie beispielsweise jene des FC Vaduz mit knapp 6000 Plätzen in Liechtenstein, tastete ich mich, begründet durch den Jobwechsel ins Berner Oberland, nach und nach an die etwas grösseren Spielstätten heran. So ging es von der 10'000 Zuschauer fassenden Stockhorn Arena, der Heimspielstätte des FC Thun Berner Oberland, dann auch ins Berner Wankdorfstadion des BSC Young Boys, das mehr als 30'000 Personen Platz bietet.

Gelb-schwarz, so weit das Auge reicht

Und so war es auch vergangenen Sonntag, als in der dritten Runde der Super League das Heimspiel gegen die Grasshoppers aus Zürich anstand. Einzig mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal die Partie nicht von einer Pressetribüne, sondern vom Fansektor D mitverfolgte. Also dort, wo die YB-Anhänger jeweils ihr Team mit Gesängen unterstützen und anpeitschen und, ohne die andren Fans beleidigen zu wollen, die wohl etwas «fussballverrückteren» oder, sagen wir, «angefresseneren» Zuschauer die Spiele mitverfolgen.

Meine Bekannten, dank denen ich mit einem «Bring a friend»-Ticket im Sektor D sein konnte, besitzen natürlich, wie insgesamt fast 20'000 andere, eine Saisonkarte. Der Ansturm darauf ist jeweils so gross, dass es sogar eine Warteliste gibt.

Dementsprechend gross war dann auch der Andrang am Spieltag, wie eigentlich immer. Mit etwas mehr als 26'000 Zuschauern war die Partie gegen die Grasshoppers, anders als vor zwei Wochen gegen den amtierenden Meister Zürich, zwar nicht ausverkauft, die leeren Plätze im Wankdorf taten einer guten Stimmung aber keinen Abbruch. Lag möglicherweise auch am Aufruf des BSC YB, dass möglichst alle mit einem YB-Trikot ins Stadion kommen sollen. So ergaben die vielen gelben Trikots gepaart mit den einzelnen schwarzen Sitzen das ideale «gelb-schwarz»-Muster.

Stehen ist fast schon Pflicht

Apropos Sitze: Diese gibt es zumindest auf der linken und rechten Seite auch im Sektor D – lediglich in der Mitte müssen, oder besser gesagt dürfen, die Leute stehen. Als sitzverwöhnter Journalist machte ich es mir etwa 20 Minuten vor Spielbeginn im Schatten gemütlich – übrigens reiste ich unüblicherweise mit dem Boot nach Bern. Bei den hohen Temperaturen bot sich der Weg über die Aare aber ideal an, Abkühlung im nicht mehr ganz so kühlen Fluss inklusive.

Während ich dann dort sass und auf den Anpfiff wartete, war um mich herum einiges los. Fans, die das letzte Heimspiel gegen Zürich nochmal Revue passieren liessen, Anhänger, die sich mit Bier und einer YB-Wurst eindeckten, und es waren auch die ersten Jubelrufe in Richtung der YB- und Pfiffe gegenüber den Gäste-Spielern zu hören. Halt einfach richtige Stadionatmosphäre, dachte ich mir und genoss es.

Dann plötzlich wurde es etwas ruhiger, Personen standen neben mir auf und streckten ihren YB-Schal in die Höhe. Bei genauerem Hinschauen bemerkte ich, dass nicht nur die Fans im «D», sondern im ganzen Stadion ihre Mannschaft mit erhobenem Schal beim Einlaufen begrüssten.

Und dann ging es los: «Hopp YB, hopp YB, hopp YB»-Rufe im Zusammenspiel mit Schlagzeugrhythmen und einer Person, die durch ein Megafon schreiend jeweils Anweisungen für die nächsten Gesänge durchgab. Dazu kamen gut 20 Personen, die kleinere und grössere Fahnen durch die Luft schwenkten. Glücklicherweise nur direkt hinter dem Kasten von David von Ballmoos, ansonsten wäre mein Sichtfeld wohl deutlich eingeschränkter gewesen.

Auf Nachhaken bei meinen Bekannten hin wurde mir dann aber gesagt, dass das völlig normal sei. Galt übrigens auch dafür, dass man trotz gemütlichem Sitzplatz nicht dort drauf sass. «Als richtiger Fan steht man während den 90 Minuten», war zu vernehmen. Weigern konnte man sich da nicht, da vor einem sowieso alle stehend das Heimteam unterstützten.

Der 13. Mann

Und dann wurde man eigentlich einfach mitgerissen von den Dingen, die während des Spiels im Fansektor aufkamen. Man pfiff oder fluchte bei fragwürdigen Entscheidungen des Unparteiischen, beklatschte gelungene Aktionen der YB-Akteure oder philosophierte mit seinem Sitznachbarn über Abseitsentscheidungen, verpasste Chancen oder gelungene Spielzüge. Begleitet wurde das ganze von nicht aufhören wollenden und lauten Fangesängen. Und als, kurz bevor Jean-Pierre Nsame in der 31. Minute den Siegtreffer markierte, der Song «Stöht uf, wenner Bärner siid …» angestimmt wurde, wusste ich, dass es den oft genannten «13. Mann auf dem Feld» definitiv gibt!

Getreu dem Motto: «Jetzt erst recht» verstummten die Fangesänge dann auch kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit, als GC den Ausgleich erzielte, nicht. Im Gegenteil: Es wurde noch lauter mitgesungen und angefeuert. Genutzt hat es am Ende zwar nichts, auch wenn YB dem 2:1-Siegtreffer unglaublich nahekam.

Und klar war nach Spielende vielen Leuten die Enttäuschung und oft auch die Ungläubigkeit über die vielen vergebenen Torchancen ins Gesicht geschrieben. Einfach so das Stadion zu verlassen, kam für den Grossteil der Anhänger im Sektor aber nicht infrage. Geduldig wartete man, bis die Mannschaft nach gut zehn Minuten vor der Fankurve aufschlug und sich mit Beifall für die Unterstützung bedankte. Es war jener Moment, der auch bei mir, als seltener Gast in Fankurven, Gänsehaut bescherte. So laut und leidenschaftlich wurde die Mannschaft trotz zwei verspielten Punkten gefeiert und bejubelt, sodass man sagen muss: Wer solche Fans im Rücken hat, der kann sich glücklich schätzen!

So wird es also sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mir im Hexenkessel Wankdorf ein Spiel vom Fansektor und nicht von der Pressetribüne angeschaut habe. Denn was dort vor sich geht in Sachen Stimmung, Emotionen und Leidenschaft ist am Spielfeldrand mit Topsicht und sitzend nicht mal ansatzweise spürbar – es ist Fussball pur, mit all seinen Facetten!


https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/201883/

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2022, 22:13 
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05.08.2022

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YB: Verletzungshexe schlägt schon wieder zu

YB startet durchaus erfolgreich in die Saison. Auffallend ist aber, dass am Donnerstag in Finnland gleich acht Spieler verletzt oder rekonvaleszent fehlen.

Das Wichtigste in Kürze

- YB schlägt das finnische Team Kuopion PS in der Conference-League-Quali mit 2:0.
- Es fehlen zahlreiche Akteure – die Verletzungshexe schlägt auch in dieser Saison zu.
- So wird am Freitag publik, dass Christian Fassnacht mehrere Wochen ausfällt.
- Am Sonntag spielt YB auswärts beim FC Basel (16.30 Uhr).

Es läuft bei den Young Boys. Fünf der ersten sechs Saisonspiele können die Berner gewinnen, kassieren dabei nur ein einziges Gegentor.

Und: In der Conference-League-Quali steht man nach dem 2:0-Hinspiel-Erfolg gegen Kuopion vor dem Einzug in die Playoffs.

Ein Blick auf das Matchblatt vom Donnerstag dämpft den Enthusiasmus allerdings etwas. In Finnland fehlen gleich acht (!) Spieler verletzt oder rekonvaleszent. Dabei hat die Saison doch gerade erst angefangen.

Garcia fällt drei Wochen aus

Ein Déja-vù? In der vergangenen Spielzeit schlägt die Verletzungshexe bei YB immer wieder zu. Kaum einmal kann Gelbschwarz aus dem Vollen schöpfen.

Immer wieder verletzen sich Stammspieler und fallen lange aus. Es ist auch ein Grund, weshalb YB nie richtig auf Touren kommt.

Geht es jetzt etwa im gleichen Stil weiter? Am Mittwoch verkündet der Club, dass Verteidiger Ulisses Garcia (26) mit einer Muskelverletzung rund drei Wochen ausfallen wird. Sein potenzieller Ersatz, Kevin Rüegg (24), ist nach seinem Debüt ebenfalls angeschlagen.

Fassnacht wird mehrere Spiele fehlen

Captain Fabian Lustenberger (34) wird beim Liepaja-Heimspiel zuhause in der Pause mit Beschwerden ausgewechselt. Seither steht der Abwehrchef nicht mehr auf dem Platz. Was mit ihm los ist, kommuniziert YB nicht.

Christian Fassnacht (28) und Cheik Niasse (22) machen die Reise nach Finnland gar nicht erst mit. Fassnacht überstreckt sich im Spiel gegen GC das Knie, wird in der Halbzeit ersetzt. Nun fällt der Flügelspieler mehrere Spiele aus und muss mit einer einmonatigen Verletzungspause rechnen.

Damit dürfte ein möglicher Auslandstransfer in diesem Sommer endgültig geplatzt sein. Gerüchte aus der Türkei hatten sich zuletzt lange gehalten.

Auch ein Problem hat Filip Ugrinic (23). Der Neuzugang vom FCL bringt es bisher nur auf einen Kurzeinsatz beim Saisonauftakt gegen den FCZ.

Zudem fehlt mit Sandro Lauper ein polyvalent einsetzbarer Spieler schon länger. Der 25-Jährige hat in dieser Saison noch keine einzige Partie bestritten. Wann kommt er zurück? Offen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ve ... u-66236718

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Samstag 6. August 2022, 12:42 
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06.08.2022

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YB lässt seine Fans das Auswärtstrikot präsentieren

Die meisten Fussball-Klubs engagieren Models, um neue Trikots zu präsentieren. Bei YB hat man sich entschieden, diesmal echte Fans für den Launch zu «buchen».

Das Wichtigste in Kürze

- Die Young Boys haben kürzlich ihr Auswärtstrikot für diese Saison präsentiert.
- Dabei fällt auf: Anstelle von Models dürfen Fans das neue Schmuckstück zeigen.

Der Traditionsklub FC St. Pauli macht es schon einige Jahre, jetzt zieht YB nach. Die Berner präsentieren ihr neues Shirt für Auswärtsspiele auf spezielle Art und Weise. Anstelle von Model sind Fans in den weissen Trikots zu sehen.

«Anfang Jahr haben unsere Fans das Design des Trikots via Socios-Abstimmung bestimmt», schreibt der Klub dazu. «Aus diesem Grund wurde auch das Fotoshooting mit YB-Fans durchgeführt, die für das Gewinnershirt gestimmt haben.»

Mit dem Shirt haben die Berner wortwörtlich noch eine weisse Weste. Die Feuertaufe in der Conference League gegen das finnische Kuopion endet in einem 2:0-Auswärtssieg.

Ob es nun auch am Sonntag zum Einsatz kommt? Dann ist YB nämlich zu Gast beim FC Basel im Joggeli, Anpfiff ist um 16.30 Uhr. Rotblau könnte mit einem Sieg auf zwei Punkte an Gelbschwarz herankommen – und das mit einem absolvierten Spiel weniger ...


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-la ... n-66235387

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. August 2022, 23:38 
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08.08.2022

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Pirmin Schwegler im Basler St. Jakob-Park

Nimmt der Bayern-Chefscout hier Rieder unter die Lupe?

Seit Anfang 2021 ist Pirmin Schwegler Chef-Scout von Bayern München. Am Sonntag sitzt er im Joggeli. Mit Block und Handy ausgestattet. Stellt sich die Frage: Wen beobachtet er?

Schwegler (35), ehemaliger Profi bei Leverkusen, Frankfurt, Hoffenheim und Hannover (262 Bundesliga-Einsätze), kam dank seines Vorgängers Marco Neppe im November 2020 in die Scouting-Abteilung des FC Bayern. Gleich nachdem der Luzerner seine Aktivkarriere in Australien bei Western Sydney beendet hatte. Ein paar Monate später wurde er neuer Chef-Scout, weil Neppe zum Technischen Direktor aufgestiegen ist.

Privatausflug oder Berufsreise?

Und wenn nun der Chef der Scouting-Abteilung des Weltklubs einen Trip nach Basel unternimmt, dann kann dies zwei Gründe haben.

- Der erste: Es ist eine Privatreise. Möglich. Schwegler lief immerhin in der Saison 2005/06 für YB auf. Aber warum macht er sich dann immer wieder Notizen?
- Der zweite: Er ist beruflich da. Und weil Bayern viele Scouts hat, der Chef aber persönlich kommt, dann will er sich ein vertiefendes Bild machen von einem Spieler, den man schon länger auf dem Radar hat.

So, und nun beginnt das Rätselraten: Wen schaut sich Schwegler bei Basel vs. YB an? Die klar wahrscheinlichste Variante: Fabian Rieder (20), das YB-Juwel. Champions-League-Torschütze gegen Manchester United. Mit 20 so reif wie viele 25-Jährige. Aktueller Marktwert laut Transfermarkt: acht Millionen. Doch zu diesem Preis wird YB ihn niemals ziehen lassen. Rieder ist das personifizierte Tafelsilber der Berner.

Das sind die weiteren Kandidaten

Und wenn es nicht Rieder ist? Es gibt eine Reihe von Namen bei YB und beim FCB, die in Frage kommen. Hier die Kandidatenliste:

Cédric Zesiger (24)
Miguel Chaiwa (18)
Meschack Elia (25)
Fabian Rieder (20)
Cheikh Niasse (22)
Andy Diouf (19)
Liam Millar (22)
Sergio Lopez (23)
Wouter Burger (21)
Andy Pelmard (22)

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 76034.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. August 2022, 23:47 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2022/2023
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. August 2022, 19:51 
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Spitzenreiter bei den Verletzten

Achtet YB nicht genug auf die Gesundheit der Spieler?

Verletzungssorgen werfen die Young Boys immer wieder zurück. Ein Experte wundert sich über die Trainingsmethoden der Berner.

Pi Zürcher erinnert sich genau an den Dialog diesen Sommer. Die Thuner bereiteten sich im Trainingslager in Gstaad und Schönried auf die Saison vor, noch in der Woche zuvor waren die Young Boys vor Ort gewesen. Als der Konditionstrainer des FC Thun dem Platzwart sagte, man benötige den Rasen einmal pro Tag, antwortete dieser erstaunt, YB hätte den Platz oft zweimal genutzt. Zürcher konnte den Einwand zwar verstehen, er findet aber: «Mehr bedeutet nicht zwingend besser.»

Zürcher arbeitete einst bei YB im Nachwuchs, er bildete sich später bei Francisco Seirullo weiter, dem langjährigen Direktor für Trainingsmethoden des FC Barcelona. Auf das Thema Doppeltraining angesprochen, meint er, der FC Thun setze bewusst nicht auf diese – auch nicht in der Vorbereitung. Die Regenerationszeit zwischen zwei Einheiten sei zu gering. «Auch wir haben unsere Erfahrungen damit gemacht. Und haben einen andern Trainingsansatz gewählt, um das Risiko von Verletzungen zu minimieren.»

Überbordeten die Young Boys, bei denen in den ersten Saisonwochen die Absenzenliste von zwei auf kürzlich acht Spieler anwuchs, in der Vorbereitung und zahlen dafür nun?

Mit Zürchers Beobachtung konfrontiert, meint YB-Konditionstrainer Martin Fryand, man habe selbstredend die Intensität in den Nachmittagstrainings gesenkt, im Zentrum seien dann weniger anstrengende Übungen mit dem Ball wie etwa Torabschlüsse gestanden. Man habe mit dem neuen Coach Raphael Wicky nicht härter trainiert als in den Jahren zuvor. Unter Gerardo Seoane sei man gar öfter auf dem Platz gewesen. Zur Lage mit zuletzt etlichen Verletzten sagt er: «Wir sind nicht beunruhigt, und die Situation hat sich wieder normalisiert.» Die hohe Intensität in den Trainings sei eine Grundlage bei YB für den Erfolg.

Es ist eine Frage der Philosophie. Was der eine richtig findet, erachtet der andere als falsch.

Die Konkurrenz schneidet besser ab

Mittendrin ist man in der Debatte, die YB seit Jahren begleitet und die im hiesigen Fussball für Verwunderung sorgt. Die Berner sind mit vier Meistertiteln in fünf Jahren zwar der Schweizer Vorzeigeclub, aber in einer Sparte schneiden sie schlecht ab: Regelmässig plagen sie Verletzungssorgen, letzte Saison verhinderten wohl auch diese die Aufholjagd auf den FC Zürich.

Summiert man alle verpassten Partien der Verletzten 2021/22, kommen die Young Boys auf einen Wert von 209. Im Schnitt mussten sie pro Match auf rund sechs Spieler verzichten. Unter allen Clubs der Super und der Challenge League ist das der absolute Höchstwert. An zweiter Stelle folgt Aufsteiger Winterthur mit 190. Zum Vergleich: Spieler des Meisters FCZ verpassten insgesamt nur 88 Partien, Aarau weist mit 79 den Tiefstwert aus.

Das wirf Fragen auf, die rund um YB nicht neu sind: Ist der Kunstrasen schuld an der Häufung der Verletzungen? Ist es der Trainingsansatz? Oder sind die Young Boys schlicht Opfer ihres Erfolgs, weil sie in den letzten Jahren immer im Europacup vertreten waren und die Belastung bei ihnen deshalb höher ist als beim Grossteil der Konkurrenz?

Gegen diese Schlussfolgerung spricht nicht nur das breite Kader, das sie zur Verfügung haben, sondern auch das Beispiel Basel. Der FCB stiess vergangene Saison in der Conference League bis in den Achtelfinal vor und überwinterte – anders als YB – europäisch, er kam auf insgesamt 53 Partien und damit zwei mehr als die Berner. Doch summiert fehlten seine Spieler nur bei 137 Begegnungen.

Welche Rolle spielt der Kunstrasen?

Der Kunstrasen ist immer der erste Grund, mit dem in Diskussionen über die Verletzungen argumentiert wird, auch weil er vielen Vertretern der Branche ein Dorn im Auge ist. Die Young Boys würden ja selbst lieber auf Naturrasen spielen, die unbefriedigende Situation mit dem fehlenden Trainingszentrum lässt das nicht zu. Die sportwissenschaftliche Datenlage in der Kunstrasen-Frage ist dünn, sie sieht aber eher keinen Unterschied zwischen der Verletzungsgefahr auf synthetischer und natürlicher Unterlage.

Auch der Blick auf die Verletzungsstatistik 2021/22 ergibt kein eindeutiges Bild. Mit Lausanne, Wil und Xamax beklagten nebst YB weitere Kunstrasen-Teams überdurchschnittlich viele Absenzen. Thun und Schaffhausen, ebenfalls auf der synthetischen Unterlage daheim, kommen hingegen wie der FCZ und Aarau auf Tiefstwerte.

Was nicht unbedingt für das Argument der erhöhten Verletzungsgefahr auf Kunstrasen spricht. Wie auch, dass die Young Boys diesen Sommer lange gar nicht im Wankdorf trainierten. Erst war das Stadion wegen diverser Konzerte gesperrt, dann weilte Wickys Team eine Woche lang im Berner Oberland.

Zwei Denkweisen prallen aufeinander

Bleiben das Konditionstraining und die damit verbundene Belastungssteuerung. Dazu gilt es etwas auszuholen. Grundsätzlich gibt es zwei Trainingsansätze, den holistischen sowie den analytischen. Auf den holistischen schwören zum Beispiel Trainer aus Portugal und Spanien wie José Mourinho und Pep Guardiola. Er folgt dem Gedanken, dass spielorientiert trainiert wird und etwa Konditionsübungen immer mit Ball stattfinden sollten. Zürcher ist ein Anhänger dieser Methode.

Der analytische Ansatz nimmt die einzelnen Bestandteile des Spiels hingegen auseinander, es wird isoliert trainiert, der Gedanke: Mehr Ausdauer, mehr Speed, mehr Kraft ergibt automatisch eine bessere Teamleistung. Die Schweizer Trainerausbildung in Magglingen folgt dieser Idee, sie ist bei den hiesigen Clubs verbreitet.

Die Italiener haben bei dieser Denkweise eine Vorreiterrolle, ihre Exponenten sind oft gefürchtet für harte Trainings. Diesen Sommer liess Tottenhams Konditionstrainer Gian Piero Ventrone, ein Italiener wie sein Chef Antonio Conte, die Stars nach einem einstündigen Training in der schwülen Hitze der südkoreanischen Hauptstadt Seoul 42-mal um den Platz rennen. Der Sieger war jener Spieler, der als Letztes noch stand. Heung-min Son sank zu Boden, Harry Kane übergab sich. Man kann diese Übung anachronistisch nennen, ein Relikt aus früheren Tagen oder «bestenfalls dumm» wie Zürcher. Fakt ist, dass Tottenhams Trainer Conte, der von jeher auf harte Methoden schwört, als einer der Besten seines Fachs gilt. Und er gegen Doppeltrainings, wie sie YB in Schönried absolvierte, bestimmt nichts einzuwenden hätte.

Was der eine richtig findet, erachtet der andere als falsch.

Die YB-Spieler werden genau überwacht

Fryand wehrt sich vehement gegen den Gedanken, dass bei den Young Boys nicht genug auf die Gesundheit der Mannschaft geachtet werde. Die YB-Spieler tragen bei jedem Training GPS-Tracker, diese liefern beispielsweise die Anzahl Sprints, anhand deren die Belastung abgeschätzt werden kann. Es kann vorkommen, dass eine geplante Übung während des Trainings gestrichen wird, weil die Livedaten eine zu hohe Beanspruchung anzeigen.

Zudem muss jeder Spieler nach dem Training in einer App auf einer Skala von 1 bis 10 angeben, wie intensiv für ihn die Einheit war. Das System hat allerdings Mängel: So wird ein Neuzugang wohl kaum zugeben, dass das Training für ihn zu anstrengend war, möchte er doch seine Einsatzchancen nicht mindern. Deshalb seien die Beobachtungen des Coachingstaffs als Ergänzung zu den Daten enorm wichtig, sagt Fryand, einst Stürmer bei YB und seit 2008 im Amt. Gerade bei Spielern, die schon länger im Team seien, könne ziemlich genau abgeschätzt werden, wie es um deren Befinden stehe.

Fryand argumentiert, dass man beim Konditionstraining in der Vorbereitung die Basis für einen happigen Sommer und Herbst mit voraussichtlicher Mehrfachbeanspruchung lege. Und dass Spieler an die Belastungsgrenze geführt werden müssten, damit Fortschritte erzielt werden könnten. «Gerade bei Neuzugängen dauert es manchmal, bis sie sich an die höhere Intensität gewöhnt haben», sagt er. Und spricht von einer Gratwanderung.

Dass die Anzahl der Verletzten nach dem Saisonbeginn erheblich anstieg, erklärt sich Fryand auch mit Pech. Er verweist auf Christian Fassnacht und Loris Benito, die sich ihre Blessuren in Zweikämpfen mit Gegnern zugezogen hätten. Und sagt: «Jede Verletzung hat seine eigene Vorgeschichte. Sie gehören im Fussball dazu.»

In diesen Tagen wird die Absenzenliste bei den Young Boys wieder kürzer, das leidige Thema rückt vorerst in den Hintergrund. Die Frage, weshalb YB in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungsmiseren geplagt worden ist, bleibt aber.


https://www.bernerzeitung.ch/achtet-yb- ... 3603422704

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