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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. März 2022, 10:29 
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BSC Young Boys - FC Luzern

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Stadion Wankdorf
Samstag, 5. März 2022
Zeit: 18:00 Uhr

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 Beitrag Verfasst: Freitag 4. März 2022, 16:47 
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Alles zum Spiel YB - Luzern


Personelle Situation / Vorverkaufsstand

Verletzt / rekonvaleszent:
Camara, Sulejmani, Maceiras, Monteiro, Petignat.

Vorverkaufsstand am Freitagmittag:
23'400 (davon 19'850 Dauerkarten)



Xavier Hochstrasser: «Mit Alberto Regazzoni telefoniere ich jede Woche»

Von 2006 bis Anfang 2011 bestritt Xavier «Zaza» Hochstrasser 156 Partien (15 Tore, 14 Assists) für YB. Heute ist der ehemalige Mittelfeldspieler bei einer Versicherung angestellt – und nebenbei lässt er sich zum Trainer ausbilden.

***

Xavier, Du bist erst 33 – und schon seit längerem nicht mehr Profi. Was führte zum Rücktritt?
Gesundheitliche Probleme zwangen mich leider dazu, mit Fussball aufzuhören. Ich musste mir ein künstliches Hüftgelenk einsetzen lassen. Anfänglich tat ich mich schwer, den anderen zuschauen zu müssen - es war wichtig für mich, Distanz zu gewinnen. Inzwischen geht es mir mir wieder richtig gut. Ich jogge bis zu fünf Mal pro Woche und habe keine Schmerzen mehr, wenn ich Sport mache. Ausserdem möchte ich meine Trainerausbildung vorantreiben. Und natürlich verfolge ich das Geschehen in der Super League aufmerksam.

Welche Mannschaft interessiert Dich am meisten?
YB, obwohl ich Genfer bin. In Bern verbrachte ich die beste Zeit meiner Laufbahn mit unvergessenen Momenten wie im Champions-League-Playoff gegen Tottenham. Im ersten Spiel gelang mir ein Tor beim 3:2-Sieg, im Stadion Wankdorf herrschte eine grossartige Stimmung. Wir verloren das Rückspiel zwar 0:4, aber auch dort, an der White Hart Lane, war die Atmosphäre aussergewöhnlich. Die Zeit bei YB war einfach cool. Ich lernte Leute ausserhalb des Fussballs kennen, mit denen ich heute noch befreundet bin. Und sehr gerne besuche ich gelegentlich Spiele im Wankdorf.

Mit welchen Spieler von damals hast Du noch Kontakt?
Am meisten mit Alberto Regazzoni. Er ist ein sehr guter Freund geworden, mit dem ich sicher jede Woche einmal telefoniere.

Welchen Eindruck hast Du von der aktuellen Mannschaft?
Bei der 0:1-Niederlage am Dienstag gegen Servette hatte ich das Gefühl, dass einige Spieler nach überstandenen Verletzungen noch etwas Zeit brauchen. Die Mannschaft ist nach den Abgängen im Winter nicht mehr die gleiche wie im alten Jahr. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass dieses Kader immer noch über sehr viel Qualität verfügt.

Ist es noch realistisch, an die Titelverteidigung zu denken?
Der Rückstand auf den FC Zürich ist nun ziemlich gross. Trotzdem sage ich nicht, dass die Titelverteidigung für YB ein Ding der Unmöglichkeit ist. Der Fussball hat schon viele verrückte Geschichten geschrieben.

Nun kommt der FC Luzern nach Bern. Was erwartest Du von dieser Partie?
Einen YB-Sieg. Ich tippe auf ein 3:0 und glaube, dass Jordy Siebatcheu zweimal trifft. Wenn Christian Fassnacht wieder fit ist, geht das dritte Tor auf sein Konto. Wenn er nicht dabei ist, erzielt Nicolas Moumi Ngamaleu den Treffer. Ich hoffe, dass ich diesmal mit meiner Prognose richtig liege. Am Dienstag hatte ich auch mit einem YB-Erfolg gegen Servette gerechnet…


Luzerns Kampf um den Ligaerhalt

Die Zentralschweizer überwinterten am Tabellenende. Nun haben sie sich unter ihrem neuen Trainer Mario Frick sechs Punkte Vorsprung auf Lausanne erarbeitet. Die Hoffnung auf Platz 8 geben sie nicht auf – noch stehen zwölf Runden bevor.

***

1:0 gegen Sion, 1:1 bei Servette, 2:1 in Lausanne – der FC Luzern hatte sieben Punkte in drei Partien geholt, bevor er am Mittwoch den FC Zürich hätte stoppen wollen. Allerdings gelang es nicht, die Serie der Ungeschlagenheit auszubauen: Die Zentralschweizer verloren gegen den Leader 0:2. Die für sie gute Nachricht kam an diesem Abend aus dem Wallis. Lausanne ging gegen Sion leer aus und hat nach dem 0:1 unverändert sechs Punkte Rückstand auf die Luzerner, die Barrageplatz 9 belegen.

Beim FCL, der auf Rang 10 überwinterte, gab es vor dem Start ins neue Jahr einige personelle Änderungen. An der Seitenlinie steht nun der 47-jährige Mario Frick, der in der Vorrunde noch Trainer in Vaduz gewesen war und die Liechtensteiner an die Spitze der Challenge League geführt hatte. Die Frage, worin er den Reiz der Aufgabe in Luzern sehe, erklärte er in einem Satz: «Ich sehe die Chance, nicht das Risiko.»

Neue Gesichter gibt es auch im Spielerkader. Von Lugano wurde Asumah Abubakar übernommen – und der 24-jährige Stürmer aus Ghana erwies sich bereits als Verstärkung. Er erzielte gegen Sion das Siegtor, und er war in Lausanne für beide Treffer zuständig, Auf der rechten Seite verteidigt neu Mohamed Dräger, der 24-Jährige kam von Nottingham Forest und erzielte ebenfalls schon einen Treffer (beim 1:2 in Lugano). Für die zentrale Defensive holten die Luzerner das Duo Denis Simani (Vaduz) sowie Serkan Izmirlioglu (Wil). Und im Angriff soll Marko Kvasina (kam vom belgischen Club Oostende) für neuen Schwung sorgen. Bei seinem Einstand gegen Servette glückte ihm gleich sein erstes Tor.

Luzern eröffnete als Cupsieger die Saison mit der Partie gegen Meister YB und leistete seinen Beitrag zu einem Spektakel. Am 24. Juli reichte gegen die Berner aber eine 3:1-Führung nicht zu einem Punktgewinn. Am Ende setzte sich der Gast dank Treffern von Meschack Elia und Jordy Siebatcheu (2) 4:3 durch. Die Begegnung in Bern endete mit einem Remis. Luzern führte bis tief in die Nachspielzeit 1:0, ehe Nicolas Moumi Ngamaleu in der 94. Minute ausglich.

Der Kampf um den Verbleib in der Credit Suisse Super League ist das eine Ziel, das andere ist die Verteidigung der Cuptrophäe. Das Team von Mario Frick steht im Halbfinal – Gegner am 20. April ist der FC Lugano.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. März 2022, 13:01 
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05.03.2022

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David Wagner unter Druck bei YB

«Dem Sportchef geht es wie mir: Er ist maximal unzufrieden»

Der Trainer versucht zu erklären, wie er mit YB im Meisterkampf innerhalb weniger Wochen komplett den Anschluss verlieren konnte. Und er sagt: «Ich habe im Fussball schon verrücktere Sachen erlebt, als 13 Punkte aufzuholen.»

Mit welchem Gefühl haben Sie am Mittwoch dem FCZ zugeschaut?

Ich habe in erster Linie auf Luzern geschaut, unseren nächsten Gegner.

Praktischerweise spielten die beiden gegeneinander.

Hätten sie das nicht getan, hätte ich das Spiel des FC Luzern geschaut. Dem gilt unsere Aufmerksamkeit.

Der FCZ hat schon wieder gewonnen, nun sind es 13 Punkte Rückstand. Was ist passiert in diesen fünf Wochen seit Beginn der Rückrunde?

Dieser Rückstand ist frustrierend, er entspricht nicht unserem Anspruch. Natürlich trage ich als Verantwortlicher für diese Situation auch die Enttäuschung und den Frust in mir. Ich habe die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir wieder besser Fussball spielen. Denn eigentlich haben wir ja plötzlich angefangen, unsere Chancen zu verwerten.

Immerhin.

Das war das Problem in einer Phase, in der wir gut gespielt und doch viele Punkte verloren haben. Nun ist uns die spielerische Leichtigkeit abhandengekommen, aktuell ist alles harte Arbeit.

Sie finden also auch, dass die Mannschaft seit dem Jahreswechsel schlechter spielt?

Es gab auch in der Vorrunde Ausnahmen, aber generell hatten wir damals mehr Dominanz, eine gute Offensivstruktur, viel Harmonie zwischen den Spielern und Automatismen, die griffen. Das alles fehlt uns jetzt. Und ich finde es wahnsinnig schwierig, darüber zu reden, denn alles, was ich jetzt sage, klingt nach Entschuldigung. Das will ich nicht, mein Ansatz ist, dass wir besser Fussball spielen und uns der Kritik stellen.

War das 0:1 bei Servette ein Tiefpunkt in dieser Saison?

Ich habe jetzt nicht die ganze Vorrunde im Kopf, aber ich fand keines der sechs Spiele in der Rückrunde wirklich überzeugend. Es gab den Auftakt gegen Lugano, auch da hatten wir keine Fülle an Chancen, es war sehr zäh. Das Spiel gegen Basel war ebenso wenig von Leichtigkeit geprägt, da hatten wir aber auch eine spezielle personelle Situation. Sion war ein Schritt in die richtige Richtung, insbesondere bei eigenem Ballbesitz, da hatten wir die Hoffnung, dass wir darauf aufbauen können. In Genf hat man gesehen: Das haben wir nicht geschafft.

Woher kommt diese spielerische Mühe?

Die Zusammenhänge sind ja hoch und runter diskutiert worden. Es gab und gibt Verletzte, es gab Transfers. Wir mussten neue Hierarchien bilden, neue Verbindungen innerhalb des Teams, neue Automatismen schaffen. Das ist schwierig, wenn man viele Angeschlagene hat. Wenn diese zurückkommen, sind sie zwar spielfähig, aber es fehlt ihnen der Rhythmus. Vielleicht bräuchten sie Testspiele, ohne Druck, jetzt müssen sie aber gleich performen. Dazu kommt die Ausgangslage, dem FCZ hinterherlaufen zu müssen. Für viele Spieler ist das neu.

«Wir haben im Winter Automatismen verloren, die über viele Jahre hinweg aufgebaut wurden.»

Sie haben das Verletzungspech angesprochen, YB konnte noch kaum je längere Zeit in Vollbestand spielen. Leidet auch das Training darunter?

Von der Qualität her: ja. Wir sind froh, dass wir gute Verbindungen zur U-21 haben, man sieht auch, wie viele Jungs schon im Kader gewesen sind. Auf der einen Seite ist das positiv, das sind alles eigene Spieler. Aber wenn sehr viele davon im Training sind, dann ist klar, dass die Qualität nicht auf absolutem Toplevel ist. Und das ist auch so, wenn Spieler von einer Verletzung zurückkommen. Dann sind sie vielleicht trainings-, aber noch nicht matchfit.

Ein aktuelles Beispiel: Christian Fassnacht.

Genau, er hat am Donnerstag erstmals das Teamtraining vollständig absolviert.

Also ist er trainings-, aber noch nicht matchfit?

Das ist sehr individuell. Das haben wir bei Meschack Elia gesehen, er hat vor seinem Einsatz gegen Sion auch nur zweimal trainiert. Für fünf oder zehn Minuten geht so etwas immer, aber wir sprechen von 90 Minuten, und zwar von Anfang an, mit der gewohnten Qualität, der gewohnten Intensität. Das kann einer, der vier bis sechs Wochen oder gar Monate verletzt war, nicht erreichen.

Sie sprechen jetzt viel von Qualität. Würden Sie sagen, dass YB davon in der Winterpause mehr verloren als gewonnen hat?

Ich finde, einen Verlust hatten wir, was die spielerische Qualität betrifft, nicht. Aber wir haben natürlich Automatismen verloren, ebenso wie Hierarchien, freundschaftliche Verbindungen, Strukturen, die über viele Jahre aufgebaut wurden.

Schwierige Voraussetzungen für eine Aufholjagd.

Das ist so. Aber ich will das keinesfalls zu negativ sehen, weil durch diese Transfers auch Youngster wie Fabian Rieder zu mehr Verantwortung und Spielzeit kommen. Und wir sehen einen Lewin Blum, den wahrscheinlich die wenigsten auf der Rechnung hatten, er macht das meiner Meinung nach herausragend gut. Wie auch Aurèle Amenda, der gegen Basel zu seinen ersten Minuten in der Super League gekommen ist. Sie alle stehen für den YB-Weg.

Das sind hoffnungsvolle Talente. Aber fehlen der Mannschaft nach dieser Transferperiode Leaderfiguren? Solche, die das Selbstverständnis vorleben, mit dem YB jahrelang die Liga dominierte?

Nein! Uns fehlen diese Automatismen, die Leichtigkeit und Überzeugung, gut Fussball spielen zu können. Die Frage nach den Leaderfiguren kommt ja immer nur dann, wenn es nicht so gut läuft.

«Im Sommer rechneten wir mit mehr Abgängen, es wurden weniger. Im Winter rechneten wir mit weniger Bewegungen, es wurden mehr.»

Dann braucht es sie halt am meisten.

Ja, das verstehe ich auch. Aber das würde nicht automatisch dazu führen, dass wir besser Fussball spielen. Jeder hätte gerne noch mehr Leader in seinem Team, jeder würde gerne immer alle Spieler behalten. Dass wir das nicht konnten, ist ein Umstand, den es als solchen zu akzeptieren gilt. Aber er ist nicht dafür verantwortlich, dass wir im Moment nicht gut spielen.

Es dürfte aber schon nicht geholfen haben, dass im Winter so viele Spieler gingen.

Im Sommer rechneten wir mit mehr Abgängen, es wurden weniger. Im Winter rechneten wir mit weniger Bewegungen, es wurden mehr. Aber so läuft das oft im Geschäft. Nach der ersten Rückrundenpartie gab es noch Transfers. Den grössten Nachteil hatte ohnehin unser Sportchef Christoph Spycher, der hatte ganz wenig Ruhe in dieser Zeit. (lacht)

Von den Wintertransfers konnte sich bislang nur Edimilson Fernandes in Szene setzen. Sind die anderen noch nicht so weit?

Sein grosser Vorteil ist, dass er Liga und die Spieler kennt. Und Erfahrung hat – neben seiner Vielseitigkeit.

Nach dem Abgang von Christopher Martins wurde die verlorene physische Komponente bewusst mit Cheikh Niasse kompensiert. Gespielt aber hat der Senegalese erst ein paar Minuten, zuletzt gar nicht mehr.

Geduld! Cheikh ist ein richtig feiner Junge mit viel Talent, der sich hier bestimmt durchsetzen wird. Es hilft ihm natürlich nicht, dass es uns im Moment nicht läuft. Er ist zweimal reingekommen und konnte nicht helfen, das Resultat über die Zeit zu bringen. Das hat ihn selber auch geärgert.

Ärger war ihm auch nach dem Heimsieg gegen Basel anzusehen, als er keine Minute zum Einsatz kam.

Prinzipiell will jeder spielen, das ist klar, aber gegen Basel war er neu dabei, kannte er noch nicht mal alle Namen der Mitspieler. Ich erinnere daran, wie lange Kiki (Martins, d. Red) gebraucht hat, bis er richtig performt hat. Das ist normal.

In der Vorrunde fehlte oft die Zeit, um zu trainieren. Jetzt ist sie da. Gehen Ihnen als Trainer langsam die Argumente aus, wenn nach acht Monaten die Leistungen nicht besser werden?

Wir haben jetzt mehr Zeit, um die erwähnten Dinge aufzubauen: Automatismen, Harmonie, ein Gefühl für die verschiedenen Spielszenen. Es fällt aber natürlich auch da ins Gewicht, wenn immer wieder fünf, sechs Leute fehlen. Die ursprüngliche Idee, dass wir uns mit einer kompletten Mannschaft und viel Trainingszeit entwickeln können, die haben wir so leider noch nicht hinbekommen.

In der 33 Spiele umfassenden Vorrunde war die Belastung enorm, schon damals gab es Ausfälle. Wie wichtig war da die Rolle der Rotation?

Es gab eine Phase, da hatten wir viele Spiele, und dennoch musste ich fast immer die Gleichen aufs Feld schicken, weil wir so wenige waren.

Es kam damals Kritik auf, Sie würden zu wenig rotieren.

Ich habe das damals nicht verstanden. Irgendwann wurde auch eine Statistik an mich herangetragen, dass ich quantitativ fast so viele Spieler eingesetzt hatte wie die anderen YB-Trainer in vorherigen Jahren. Umgekehrt muss man natürlich auch sagen, dass Rotation besonders dann gut geht, wenn du viele gesunde Spieler hast. Zwei bis drei mögen weniger gespielt haben und waren gesund, aber da ging es nicht mehr um Rotation, sondern um eine andere Einordnung punkto Leistung.

Im Staff wurden die vielen Verletzungen bestimmt analysiert. Mit welchen Erkenntnissen?

Es sind extrem viele Verletzungen, aber solche ohne Gegnerkontakt sind selten, spontan kommen mir nur Joël Monteiro und Miralem Sulejmani in den Sinn. Selbst Camaras extrem unglücklicher Armbruch resultierte aus einem Zweikampf im Training. Auf Christian Fassnachts Fuss landete in St. Gallen ein Gegenspieler, dazu gab es Zusammenprälle, Fouls, allerhand Kontaktverletzungen. Dann gab es die muskulären Verletzungen, aber sie sind deutlich in der Minderheit. Auch wir denken über alles nach: Kunstrasen, Belastungssteuerung, Reha, Physiotherapie, Diagnose. Wir lassen nichts aus. Aber wir finden keinen klaren Schlüssel, kein Muster.

Wenn sich die Spieler auch im Training verletzen, ist das schon sehr unglücklich.

Fussball ist ein Kontaktsport. Die Vorfälle im Training ereigneten sich jetzt nicht nach überharten Zweikämpfen. Es ist wahnsinnig frustrierend, weil es deinen ganzen Rhythmus stört, deine Automatismen, alles, was du aufbaust beziehungsweise aufbauen wolltest. Wir erhalten kaum Gelegenheit dazu.

«Ich sehe mich in der Verantwortung für alles, was bis jetzt passiert ist.»

Mit Ihrer Verpflichtung im Sommer wollte die Clubführung auch einer Sättigung entgegenwirken in einem Team, das viermal den Titel gewonnen und bis dahin keinen grossen Umbruch mehr erlebt hatte. Sie waren der einzige neue Impuls – wie viel zusätzlichen Druck erzeugt das?

Die Umstände waren klar, die Erwartungshaltung war es auch. Ich sehe mich in der Verantwortung für alles, was bis jetzt passiert ist. Das umfasst die tollen Abende in der Champions League genauso wie jetzt die Situation in der Liga und im Cup. Da erfüllen wir derzeit unsere Ansprüche nicht.

Es sieht stark danach aus, als würden Sie mit YB keinen Titel gewinnen. Was heisst das für Ihr Arbeitsverhältnis?

Es ist unbefriedigend. Ich weiss, dass die Champions League für den Verein viel bedeutete, aber eine Gruppenphase im Europacup war einfach ein Ziel von vielen. Ein anderes haben wir mit dem Cup verpasst, und in der Meisterschaft ist jetzt noch eine riesige Aufgabe zu bewältigen.

Spüren Sie denn den Rückhalt der sportlichen Führung noch?

Wir sind total ehrlich miteinander und viel im Dialog. Dem Sportchef geht es genau wie mir: Christoph Spycher ist maximal unzufrieden mit unseren Leistungen. Die gilt es zu verbessern. Und darüber sind wir ständig im Austausch.

Wie sieht es mit dem Druck von aussen aus? Man ist längst nicht mehr überall der Meinung, dass Sie noch der richtige Trainer für YB sind.

Auf den sozialen Medien bin ich gar nicht unterwegs, drumherum lese ich generell eher wenig. Aber wenn ich mit mir selber schon maximal unzufrieden bin, kann ich mir vorstellen, wie das anderen gehen muss, die diesem Club nahestehen. Das ist vollkommen in Ordnung, aber es erzeugt nicht mehr oder weniger Druck auf mich. Ich habe das schon oft erlebt, in England, in Deutschland auch in einer viel grösseren Dimension. Das ist Teil dieses Geschäfts, es ist unangenehm und nichts, was man sich herbeiwünscht.

Ausserhalb Berns schmunzelt man ja darüber, wie ruhig es bei YB ist.

Für mich macht das keinen Unterschied. Den wesentlichen Druck mache ich mir selber. Dann ist das egal, in welcher Liga du spielst. Es geht darum, dass ich nicht zufrieden bin, und daran ändert sich auch nichts, wenn ich Erklärungen für schlechte Resultate liefere. Ich mag eigentlich gar nicht darüber sprechen. Wenn ich gefragt werde, gebe ich Antwort. Aber es hilft niemandem. Am Ende hilft uns: besser Fussball spielen und gewinnen. Weil gut Fussball spielen und nicht gewinnen, das hatten wir schon.

Wieso sind Sie Ihrer Meinung nach auch dann noch der richtige Trainer, wenn YB keinen Titel gewinnt?

Diese Beurteilung nehmen andere vor. Ich will meine Arbeit einfach so gut wie möglich machen. Und das führt hoffentlich dazu, dass wir besser spielen.

Für die 100-Tage-Bilanz ist es etwas spät, bald sind Sie schon 300 Tage hier. Wie hat sich Ihr Leben eingependelt zwischen dem Arbeitsort Bern und der Familie in Deutschland?

Ich war schon lange nicht mehr zu Hause. (lacht) Sehr lange. Das war eigentlich auch in Deutschland so, wenn du 300 Kilometer von zu Hause weg arbeitest, bist du selten dort. Aber die private Herausforderung war mir klar. Ich mache das seit zwölf Jahren, war immer für längere Zeit von meiner Familie getrennt. Das habe ich mir selber ausgesucht, also auch da gilt: kein Jammern.

Glauben Sie noch an den Titel?

Ich habe im Fussball schon viele verrückte Sachen erlebt, verrückter, als 13 Punkte aufzuholen, wenn man noch zweimal gegeneinander spielt. Aber unser Thema muss ein anderes sein: besser Fussball spielen, schon am Samstag gegen Luzern.


Zur Person

David Wagner (50) ist seit Juni 2021 Trainer von YB. Der gebürtige Hesse verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Los Angeles, begann dann in Deutschland mit dem Fussball. Er war Stürmer, debütierte mit 20 Jahren für Frankfurt in der Bundesliga, traf später beim FSV Mainz in der Zweiten Bundesliga auf Jürgen Klopp. Wagner war Klopps Trauzeuge und pflegt engen Kontakt zum Welttrainer. Später wurde Wagner Trainer im Nachwuchs von Borussia Dortmund, stieg mit Huddersfield in die Premier League auf, wechselte zu Schalke, wurde dort nach anfänglichen Erfolgen wegen einer Serie von 18 sieglosen Spielen entlassen. Mit seiner Frau, mit der er seit 27 Jahren verheiratet ist, hat Wagner zwei erwachsene Töchter. Lea ist Sportmoderatorin beim Südwestdeutschen Rundfunk und der ARD, Lynn studiert soziale Arbeit.


YB - Luzern

Samstag, 18 Uhr. – Stadion Wankdorf. – SR Fähndrich.

So könnte YB spielen: von Ballmoos; Blum, Lustenberger, Zesiger, Garcia; Ngamaleu, Sierro, Lauper, Rieder; Elia, Siebatcheu. – YB ohne: Camara, Sulejmani, Maceiras, Monteiro, Petignat.


https://www.bernerzeitung.ch/dem-sportc ... 2563574893

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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. März 2022, 22:03 
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Später Ausgleich – YB wird für Chancenwucher bestraft

In der zweiten Halbzeit spielen fast nur noch die Young Boys, doch Dräger trifft für Luzern zum 2:2. Der nächste Rückschlag für YB.

Das letzte Aufeinandertreffen dieser Mannschaften im Wankdorf endete Unentschieden – 1:1 hiess es damals. Ngamaleu gelang der Ausgleich für YB erst in der Nachspielzeit. An diesem Abend lief es umgekehrt: Die Gäste aus Luzern kommen kurz vor Schluss zum 2:2.

Die späten Gegentreffer, sie haften den Young Boys im Jahr 2022 irgendwie an. Bislang passierte das allerdings auswärts, zuhause gewann der Meister alle drei Partien seit dem Rückrundenstart.

So sah es gegen Luzern auch aus: Nach zehn Minuten führten die Hausherren schon mit 2:0. Ein Flugkopfball von Siebatcheu nach Flanke von Fernandes und ein Mambimbi-Abstauber nach tollem Rush von Blum zeugten vom Willen bei den Bernern, auf die Siegerstrasse zurückzukehren.

Die Passivität gegen Ende der ersten Halbzeit wurde dann aber bestraft: Innenverteidiger Burch gelang der Ausgleich. Zesiger fälschte dessen Schuss nur leicht ab, aber eben genug, dass von Ballmoos daneben griff.

Im zweiten Durchgang drückte YB auf den dritten Treffer, kam diesem mehrmals auch sehr nahe. Marius Müller verwehrte Sandro Lauper aber den Erfolg, lenkt dessen Weitschuss reflexartig an den Pfosten.

Die Luzerner kamen kaum vors Tor, doch nach einem Eckball kurz vor Schluss packte Mohamed Dräger – wieder ein Verteidiger – den Hammer aus. Genau dieses Abschlussglück war es, das dem Meister an diesem Abend gefehlt hat. Ngamaleu scheiterte noch einmal am starken Müller. Rieder, Siebatcheu, Garcia – sie alle verfehlten das Tor knapp.


https://www.bernerzeitung.ch/gegen-luze ... 6364469064

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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. März 2022, 22:05 
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2:0-Führung verspielt:

«Momentan stimmt vieles nicht» – YB patzt auch gegen Luzern

YB lässt erneut Punkte liegen. Gegen Luzern gibt es trotz grösseren Chancen nur ein 2:2. Der Abstand zum FCZ wird damit wohl eher anwachsen.

B findet auch gegen den FC Luzern nicht aus der Krise. Gegen den Vorletzten liegen die Berner bis kurz vor der Pause mit zwei Längen in Front, danach gibt der Meister den sicher geglaubten Sieg aber noch aus der Hand.

Dabei hatte David Wagner vor der Partie noch eine Kampfansage verlauten lassen. «Es geht darum, sich den Kritikern zu stellen», sagte der YB-Trainer. Genau das tat sein Team in der Startphase dann auch. Fernandes entwischte in der 8. Minuten auf der rechten Seite und flankte zur Mitte, wo Siebatcheu zur frühen Berner Führung einnicken konnte. Und keine zwei Minuten später klingelte es erneut im Netz von FCL-Goalie Müller. Dieses Mal legte Blum nach einem schönen Antritt zur Mitte, Burch konnte nur noch vor die Füsse des einschussbereiten Mambimbi klären – 2:0 für YB nach gerade einmal zehn Minuten.

Von Luzern, das bis zum ersten Gegentor frech begonnen hatte, kam danach lange nicht viel. Erst kurz vor dem Pausenpfiff fanden die Gäste unter gütige Mithilfe von YB wieder ins Spiel. Innenverteidiger Burch konnte nach einem Doppelpass mit Campo unbedrängt den rechten Flügel entlang spazieren und schickte den ehemaligen FCB-Spieler in die Tiefe. Dessen Hereingabe fand erneut Burch, dessen leicht abgelenkter Schuss von Ballmoos durch die Handschuhen rutschte.

Müller rettet mit starkem Reflex

Die Berner erwischten nach dem Seitenwechsel den besseren Start. Lauper versuchte sich aus 25 Metern, Müller lenkte den Ball mit einer Glanztat noch an die Querlatte. Der FCL meldete sich erst nach knapp einer Stunde und der Einwechslung des wirbligen Abubakar zurück. Klare Torchancen konnten sich die Zentralschweizer trotz der zunehmenden Spielanteile keine erspielen.

YB-Youngster Rieder verpasste zehn Minuten vor Ende mit seinem Flachschuss die Vorentscheidung. Auch Siebatcheu setzte seinen akrobatischen Volley-Versuch ebenfalls etwas zu hoch an. Dafür jubelten in der 85. Minute plötzlich die Luzerner. Winter-Neuzugang Dräger hämmerte nach einer abgewehrten Ecke den Ball zum 2:2 ins Netz. In der Nachspielzeit rettete Müller mit einem starken Reflex den Luzernern einen Punkt und stürzte YB tiefer in die Krise. Sollte der FCZ am Abend gegen Schlusslicht Lausanne gewinnen, beträgt der Abstand auf YB elf Spiele vor Schluss 15 Punkte.

Stimmen zum Spiel

Fabian Lustenberger (YB): «Das Spielglück war nicht auf unserer Seite. Zu unserem Unvermögen kommt noch Pech dazu. Wir müssen weiterschaffen und das Glück zurück erkämpfen. Wir haben gut angefangen, dann aber nicht mehr gut gespielt. Wir konnten die Räume nicht zustellen. In der zweiten Halbzeit hatten wir genügend Chancen, das Spiel zu entscheiden. Der FCL hat den Punkt aber nicht gestohlen. Wir müssen das akzeptieren.»

Christian Fassnacht (YB): «Momentan stimmt vieles bei uns nicht. Es muss einiges passieren, so kann es nicht weitergehen. Ich habe das Gefühl ,wir haben unsere Prinzipien verloren. Die Gegner kaum atmen lassen, immer gepresst. Wir haben das am Anfang gut gemacht, aber dann den Gegner kommen lassen. Wir ziehen uns dann zurück. Es ist einfach nicht die gleiche Mentalität.»


https://www.20min.ch/story/zeigt-yb-ein ... 2580172275

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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. März 2022, 22:07 
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05.03.2022

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2:2 im Wankdorf

Luzerner Gewaltsschuss bringt YB um den Sieg

- Die Young Boys kommen in der 25. Super-League-Runde zuhause gegen Luzern nicht über ein 2:2 hinaus.
- Der Meister verspielt eine 2:0-Führung, der Ausgleich fällt erst kurz vor Schluss.
- Im anderen Spiel vom Samstag trifft Leader FCZ auswärts auf Lausanne (live bei SRF).

Ein Gewaltsschuss kurz vor Schluss hat YB einen Sieg zunichte gemacht. Nach einem FCL-Corner kam Mohamed Dräger mehrere Meter hinter dem Strafraum an den Ball und zog voll ab. Das Geschoss fand seinen Weg an allen Beinen vorbei in die linke untere Ecke des Berner Tors zum 2:2.

Damit sicherte sich der Tabellen-Vorletzte der Super League auswärts beim Meister einen Punkt, und YB kann derweil weiterhin nicht gänzlich überzeugen. Nach den Partien gegen St. Gallen (3:0 verspielt) und GC (zweimal eine Führung hergegeben) sowie dem schwachen 0:1 gegen Servette unter der Woche folgt der nächste Dämpfer in der Rückrunde. Der FCZ könnte seinen Vorsprung schon am späten Samstagabend weiter ausbauen.

Der Ausgleich hatte sich nach der Pause beim Stand von 2:1 für die Berner allerdings nicht abgezeichnet. Das Heimteam war nach einer grösstenteils eher passiven 1. Halbzeit bemüht um den 3. Treffer, scheiterte aber wiederholt an FCL-Goalie Marius Müller oder an Ungenauigkeiten.

Blitzstart von YB

Zu Beginn hatte man früh gemerkt, dass YB dieses Spiel eigentlich gewinnen will. In einem Energieanfall stellte der Meister innerhalb von 111 Sekunden auf 2:0. Erst versenkte Jordan Siebatcheu eine Flanke von Edimilson Fernandes per Kopf in den Maschen (8.), dann liess die FCL-Verteidigung dem 20-jährigen Lewin Blum massiv zu viel Platz im Strafraum und Felix Mambimbi schloss den Angriff gekonnt ab.

Allerdings knüpfte das Heimteam nicht an diese Leistungen an. Die Berner liessen die Gäste spielen und kamen selbst kaum zu Chancen. Die Luzerner ihrerseits lange auch nicht zu zwingenden, sie legten aber einen Steigerungslauf hin. Sorgte erst nur Nikola Cumic vor YB-Goalie David von Ballmoos für Gefahr (22./38), zog dann auch das ganze Team mit.

Stürmer Marko Kvasina verpasste wegen eines wichtigen Eingreifens durch Von Ballmoos zwar zuerst eine Grosschance, doch nur eine Minute später (41.) war Marco Burch erfolgreich. Der Verteidiger verkürzte mit seinem 1. Saisontor auf 1:2, der Ball war noch ganz leicht abgefälscht worden.

In der 2. Halbzeit kamen die Innerschweizer zwar zu weniger Chancen, die entscheidende versenkten sie aber zum rettenden Tor im Kasten.

So geht's weiter

Für beide Teams geht es am kommenden Sonntag in der Super League weiter. YB bekommt es auswärts in Lausanne mit dem nächsten Abstiegskandidaten zu tun und wird diesmal 3 Punkte holen wollen, während der FCL zuhause die Grasshoppers empfängt.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... m-den-sieg

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YB verspielt gegen Luzern wieder eine Führung: «So kann es nicht weitergehen»

Die Young Boys führen gegen Luzern schnell 2:0, am Ende steht es 2:2. Weil die Innerschweizer sich für einen couragierten Auftritt belohnen.

Es war, als ob sie es allen zeigen wollten, dass sie es doch noch können, die Young Boys. Am Dienstag hatte sich der Meister äusserst schwergetan in Genf und sich auf dem Weg zu seiner fünften Saisonniederlage gegen Servette (0:1) erschreckend uninspiriert und harmlos präsentiert. Am Samstag nun gegen Luzern lief das Kombinationsspiel wieder, zumindest zu Beginn.

«Wir brauchen mehr als nur meine Rückkehr. Es stimmt momentan vieles nicht bei uns. So kann es nicht weitergehen. Es muss viel passieren. Wir haben etwas unsere Prinzipien verloren. Früher spielten wir Powerfussball. Heute lassen wir die Gegner immer wieder kommen. Nachdem 2:0 zogen wir uns zurück, statt weiterzuspielen und vielleicht mit 4:0 in die Pause zu gehen. Die Mentalität hat sich verändert.»
Christian Fassnacht, YB

In der 8. Minute flankte Edimilson Fernandes auf Jordan Siebatcheu, und der Berner Liga-Topskorer erzielte mit einem Flugkopfball sein 16. Saisontor. 111 Sekunden später rollte bereits der nächste Angriff auf FCL-Goalie Marius Müller, und nach einer scharfen Hereingabe durch den jungen Lewin Blum und dem energischen Nachsetzen von Felix Mambimbi musste der Deutsche erneut hinter sich greifen.

Doch mit Führungen hatten die Young Boys in der letzten Zeit mehrmals Mühe. Sowohl gegen St. Gallen (3:3) als auch gegen die Grasshoppers (2:2) verspielten sie in der Rückrunde bereits einen Vorteil und handelten sich so einen beträchtlichen Rückstand auf den FC Zürich ein. Auch am Samstag kam Luzern nach dem verpatzten Start besser in die Partie. Erst scheiterte Marko Kvasina am herausstürmenden David von Ballmoos, doch noch vor der Pause schaffte die Mannschaft von Mario Frick durch Marco Burch den Anschluss.

«Von einem Führungs-Trauma würde ich nicht sprechen. Es ist aber so, dass wir es jeweils nicht schaffen, den Sack zu zumachen, wenn wir führen. Wir sind auch zu wenig clever. Und zum eigenen Unvermögen kommt oft noch Pech dazu.»
Fabian Lustenberger, YB

In der Folge besass die Mannschaft von David Wagner zwar mehrere gute Möglichkeiten, es war ihr aber anzumerken, dass ihr die Leichtigkeit und das Selbstverständnis, die sie in den letzten Jahren ausgezeichnet hatte, längst abhandengekommen sind. Luzern spielte indes weiter nach vorne und wurde für seinen Mut belohnt.

In der 85. Minute traf Mohamed Dräger nach einem Eckball mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze. Die Berner dürften also weiter an Boden einbüssen zum FC Zürich, während Luzern einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf aus dem Wankdorf entführt.

Young Boys - Luzern 2:2 (2:1)
24445 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 8. Siebatcheu (Fernandes) 1:0. 10. Mambimbi (Blum) 2:0. 41. Burch (Campo) 2:1. 85. Dräger 2:2.
Young Boys: von Ballmoos; Blum (90. Moumi Ngamaleu), Lustenberger, Zesiger, Lefort (61. Garcia); Fernandes (61. Fassnacht), Sierro (46. Rieder), Lauper, Mambimbi; Elia (61. Kanga), Siebatcheu.
Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Sidler; Gentner, Jashari, Campo (72. Tasar), Ugrinic (57. Schulz); Kvasina (80. Ndiaye), Cumic (57. Abubakar)
Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani, Camara, Maceiras, Monteiro und Petignat (alle verletzt). Luzern ohne Frydek, Monney und Schürpf (alle verletzt).
Verwarnungen: 52. Elia (Foul). 77. Rieder (Foul). 93. Garcia (Foul).


https://www.watson.ch/sport/fussball/90 ... 0-fuehrung

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Nur Remis gegen Luzern

Jetzt kann YB den Titel vergessen

Der Druck auf David Wagner wird grösser. Nach der Pleite gegen Servette holt YB gegen Luzern nur ein Unentschieden.

Das Spiel

Spätestens seit der Niederlage unter der Woche gegen Servette herrscht in Bern Ernüchterung. Titelchancen? Winzig. Coach David Wagner steht unter Druck. Und dieser ist seit Samstagabend nicht minder geworden – im Gegenteil. Zwar legt seine Mannschaft gegen den Zweitletzten Luzern wie die Feuerwehr los. Nach nur zehn Minuten führt YB 2:0. Jordan Siebatcheu und Felix Mambimbi schliessen zwei wunderschöne Aktionen erfolgreich ab. Doch dann nehmen die Berner Tempo raus. Luzern findet besser ins Spiel und belohnt sich kurz vor der Pause. Marco Burch, der beim 2:0 der Berner noch unglücklich ausgeschaut hat, bringt den FCL zurück in die Partie.

In der zweiten Halbzeit ist YB also wieder gefordert. Sie versuchen, das Spiel wieder an sich zu reissen. Und es gelingt ihnen. Doch die Spieler von Wagner sind vor dem Tor zu fahrlässig. Unter anderem die Torschützen aus der ersten Hälfte scheitern. Von Luzern kommt in dieser Phase dagegen zu wenig. Doch wegen Berner Unvermögen bleibt die Partie offen. Und dann passiert es: Luzerns Mohamed Dräger trifft nach einer Ecke zum 2:2 Unentschieden – in der 85. Minute. Das Wankdorf ist bedient. Luzern feiert den einen Punkt wie einen Sieg. Für den amtierenden Meister ist es die nächste Enttäuschung in der laufenden Spielzeit. Zwar bleibt YB auch im 8. Spiel in Folge gegen Luzern ungeschlagen. Doch das ist ein sehr schwacher Trost.

Die Tore

8. Jordan Siebatcheu 1:0 | Lauper mit einem schönen Pass in die Tiefe auf Fernandes. Dieser setzt zur gefühlvollen Flanke an, die den Kopf von Siebatcheu findet. Der YB-Goalgetter hat keine Mühe, zum 1:0 einzunicken.

10. Felix Mambimbi 2:0 | Blum geniesst nur Begleitschutz vom FCL und trabt in den Strafraum. Er spielt die Kugel flach zur Mitte. Burch lenkt die Kugel unglücklich ab, so dass Mambimbi das leere Tor vor sich hat und nur noch einschieben muss.

41. Marco Burch 2:1 | Campo wird über rechts lanciert. Er legt geschickt zurück auf Burch, der sofort abzieht. Der Ball wird noch ganz leicht von Zesiger abgelenkt und landet im YB-Tor.

85. Mohamed Dräger 2:2 | Nach der Ecke klärt Fassnacht, aber nur bis zu Jasari, der sofort auf Dräger auflegt. Dieser zieht aus über 20 Metern ab und versenkt das Ding im Kasten.

Der Beste

Mannomann, was für ein Bumms! Volley, schnörkellos, ohne jegliches Zögern. Der Wahnsinnstransfer Mohamed Dräger bucht ganz spät das 2:2. Sein vierter Skorerpunkt beim FCL!

Der Schlechteste

Jordan Lefort irrt vor Luzerns Anschlusstor ohne GPS in der Gegend herum. Auch sonst bringt er zu wenig auf die Reihe.

Das gab zu reden

Christian Fassnacht ist zurück. Nicht ganz einen Monat nach seiner Bänderverletzung am rechten Sprunggelenk darf der Nationalspieler wieder ran. Trotz viel Initiative des Zürchers reicht es YB nicht zu drei Punkten.

So gehts weiter

Die Young Boys spielen am Sonntag, 13. März auswärts gegen Lausanne (14:15 Uhr). Luzern empfängt am gleichen Tag GC (16:30 Uhr).

YB – Luzern 2:2 (2:1)

Wankdorf, 24'445 Fans SR: Fähndrich (5)

YB: Von Ballmoos; Blum, Lustenberger, Zesiger, Lefort; Fernandes, Lauper, Sierro, Mambimbi; Siebatcheu, Elia.

Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Sidler; Jashari; Gentner, Ugrinic; Campo; Kvasina, Cumic.

Tore: 8. Siebatcheu (Fernandes, Lauper) 1:0. 10. Mambimbi (Blum, Lauper) 2:0. 41. Burch (Campo) 2:1. 85. Dräger (Jashari) 2:2.

Einwechslungen YB: Rieder (46. für Sierro). Garcia (61. für Lefort). Kanga (61. für Elia). Fassnacht (61. für Fernandes). Ngamaleu (90. für Blum).

Einwechslungen Luzern: Abubakar (57. für Cumic). Schulz (57. für Ugrinic). Tasar (72. für Campo). Ndiaye (80. für Kvasina).

Gelb: 52. Elia. 77. Rieder. 93. Garcia (alle Foul)

Bemerkungen: YB ohne Maceiras, Sulejmani, Camara, Petignat, Monteiro (verletzt). Luzern ohne Sorgic, Schürpf, Frydek (verletzt). – 51. Pfostenschuss Lauper.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 91416.html

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YB kommt gegen Luzern nur zu einem 2:2-Remis

Meister YB muss im Kampf gegen den FCZ den nächsten Dämpfer hinnehmen: Gegen den FC Luzern gibt es trotz drückender Überlegenheit zuhause nur einen Punkt.

Das Wichtigste in Kürze

- Meister YB kassiert im Meisterrennen den nächsten Rückschlag.
- Die Berner kommen gegen den FC Luzern zuhause nicht über ein 2:2 hinaus.
- Die Zürcher könnten den Vorsprung am Samstagabend auf 15 Zähler ausbauen.

Der FC Luzern leistet dem Tabellenführer FCZ auswärts in Bern die nächste Schützenhilfe im Titelkampf: Die abstiegsbedrohten Innerschweizer entführen dank eines späten Ausgleichstreffers einen Punkt bei Meister YB.

«Wir sind sehr enttäuscht», ärgert sich YB-Captain Fabian Lustenberger. «Wir stehen wieder einmal gefühlt mit leeren Händen da. Wir können uns nichts vorwerfen – wir hatten die Chancen. Darum ist es bitter, aber wir müssen uns dieser Situation stellen.»

Der Meistertitel ist für die Berner mit dem grossen Rückstand auf den FCZ vorerst kein Thema mehr. «Es geht jetzt darum, Spiele zu gewinnen. Wir geben weiter Gas, versuchen, jedes Spiel zu gewinnen, so wie wir es heute gemacht haben.»

Bei Christian Fassnacht überwiegt nach dem vergebenen Sieg der Frust. «Wenn man zuhause gegen Luzern 2:2 spielt, ist das aus unserer Sicht klar zu wenig. Warum wir so passiv werden und das Spiel aus der Hand geben, weiss ich auch nicht.»

Die Innerschweizer starten mutig – und werden postwendend dafür bestraft. Nach nur acht Minuten steht es 1:0 für YB. Lauper leitet ein und bedient Fernandes, der unbedrängt zur Mitte flankt. Dort trifft Siebatcheu per Flugkopfball zum 1:0.

Luzern-Treffer als Weckruf für die Berner

Und die Berner machen aus dem frühen Nackenschlag für Luzern einen Doppelschlag: Nur zwei Minuten später arbeiten sich Blum und Elia per Doppelpass zum FCL-Strafraum vor. Mambimbi steht in der Mitte völlig frei und schiebt unbedrängt zum 2:0 ein.

Danach überlässt YB den Gästen aber zunehmend das Feld. Kurz vor der Pause belohnt sich Luzern für den beherzten Auftritt. Campo zieht von rechts in die Mitte und bedient den aufgerückten Burch. Dessen Schuss lenkt Zesiger noch leicht ab und in die Maschen.

Nach dem Seitenwechsel kommt YB dann wieder besser ins Spiel, hat durch Lauper nach 51 Minuten die Grosschance. FCL-Keeper Müller kann den Abschluss des YB-Defensivakteurs aber noch an den Pfosten lenken.

YB klar besser – aber Luzern trifft

Im zweiten Durchgang haben die Berner das klare Übergewicht, sind aber im Abschluss zu nachlässig. Das rächt sich in Minute 85: Fassnacht klärt nach einem Eckball schlecht, Dräger kommt zum Abschluss. Der Schuss des Tunesiers schlägt zum 2:2 im YB-Kasten ein.

Damit verpasst YB die Chance, den Rückstand auf den Tabellenführer FCZ wenigstens vorerst zu verkürzen. Die Zürcher haben ihrerseits schon am Samstagabend die Chance, auf 15 Punkte zu enteilen. Der Leader gastiert beim Liga-Schlusslicht in Lausanne.

«Ich denke, der Punktgewinn für beide Mannschaften ist verdient», meint Luzern-Torschütze Dräger. «Wir können relativ früh in Führung gehen, der 0:2-Rückstand war ein kleiner Dämpfer. Charakterlich war es sehr stark, die Schlussphase war etwas hitzig.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ko ... s-66122855

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Nächste Enttäuschung für YB – wackelt jetzt Wagners Trainerstuhl?

Auf das 0:1 gegen Servette folgt für YB ein 2:2 gegen Luzern – und das nach einer 2:0-Führung. Der Traum vom fünften Meistertitel in Folge muss wohl begraben werden. Und der Druck auf Trainer David Wagner nimmt zu.

«Wir hinken unseren Erwartungen hinterher», sagte YB-Sportchef Christoph Spycher schon vor der Partie gegen Luzern und machte keinen Hehl daraus, dass man nicht zufrieden sei mit der aktuellen Situation. Nebst dem grossen Rückstand auf Leader FCZ sind die Berner auch im Cup schon ausgeschieden und haben auch das Ziel, europäisch zu überwintern, verpasst.

Nur logisch, dass Trainer David Wagner langsam aber sicher in Frage gestellt wird. Und Spycher verzichtete im blue-Interview auch auf ein klares Bekenntnis für den Coach. «Es gibt keine Garantien. (...) Wir diskutieren viel intern und bewahren die Ruhe, aber es ist auch klar, dass wir gewisse Sachen analysieren und am Schluss den besten Entscheid für den Verein fällen werden», so der Sportchef.

Jeder müsse sich hinterfragen, was er dazu beitragen könne, um den Klub wieder dahin zu bringen, wo man hinwolle, sagt Spycher. «Das gilt auch für mich. Ich habe die sportliche Verantwortung.» In seiner bald sechsjährigen Amtszeit als YB-Sportchef musste Spycher noch keinen Trainer entlassen. Adi Hütter und Gerardo Seoane machten ihre Sache so gut, dass sie eigentlich nie zur Debatte standen und am Ende weggelotst statt freigestellt wurden.

Die Kritik an David Wagner nimmt nach dem 2:2 gegen Luzern am Samstagabend indes immer mehr zu. Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr schaffte es YB nicht, eine (2:0-)Führung über die Zeit zu bringen. Beim 3:3 zum Rückrundenauftakt gegen St. Gallen lagen die Berner sogar 3:0 voraus, beim 2:2 gegen GC vor zwei Wochen verspielte YB zweimal eine Führung.

Wagner sieht auch viel Positives

Von einem Trauma mag David Wagner nach der nächsten grossen Enttäuschung – am Dienstag verlor ein erschreckend harmloses YB in Genf mit 0:1 – aber nicht sprechen. Stattdessen sagt der Trainer, dass er gegen Luzern trotz der frühen Führung alles andere als zufrieden war mit der ersten Halbzeit. «Das war nicht gut. In der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt, mit dem einzigen Schuss kassieren wir noch den Ausgleich. Das ist natürlich extrem bitter und tut weh. Es darf uns nicht passieren, dass wir eine 2:0-Führung aus der Hand geben.»

Wagner sieht in den zweiten 45 Minuten sogar «unsere beste Halbzeit in diesem Jahr». Dass das Spiel dennoch nicht gewonnen werden konnte, sei «extrem enttäuschend und ärgerlich – und ich bin dafür verantwortlich». Der Deutsch-Amerikaner hadert vor allem mit der mangelnden Effizienz seiner Offensivspieler. So weiss Wagner auch, wie YB wieder zum Siegen kommt: «Wir müssen einfach so spielen wie in der zweiten Halbzeit und effizienter sein.»

«Es muss einiges passieren bei uns»

Captain Fabian Lustenberger sieht auch das Glück nicht auf Seiten der Berner. «Es kommt einiges zusammen in diesem Jahr. Zum eigenen Unvermögen kommt auch noch Pech dazu», sagt er. «In den letzten vier Jahren ging es nur bergauf, in der letzten Saison hätten wir wohl am Ende noch das 3:2 gemacht, dieses Jahr haben wir das nicht.»

Auch Christian Fassnacht findet deutliche Worte. «So wie es momentan läuft, kann es einfach nicht weitergehen. Es muss einiges passieren bei uns», so der 28-Jährige, der nach überstandener Bänderverletzung sein Comeback gab. «Ich habe das Gefühl, wir haben unsere Prinzipien verloren. Früher spielten wir Power-Fussball, Angriff um Angriff, und gaben dem Gegner kaum Zeit zum Atmen. Heute haben wir uns nach dem 2:0 zurückgezogen, statt einfach weiterzumachen.»

Eine indirekte Kritik an den Trainer? «Es ist einfach nicht mehr ganz die gleiche Mentalität vorhanden», sagt Fassnacht zumindest. Obwohl er finde, dass es innerhalb der Mannschaft eigentlich stimme. Auch in der Kommunikation mit dem Trainer sehe er «kein Problem».

Der amtierende Meister brauche nun dringend wieder Erfolgserlebnisse, um die Saison am Ende doch noch irgendwie versöhnlich abzuschliessen. An den fünften Meistertitel in Folge glaubt nun aber wohl auch in Bern keiner mehr. Leader FCZ marschiert weiter von Sieg zu Sieg und hat nach dem 2:0 in Lausanne schon 15 Punkte Vorsprung auf die Berner.


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 20794.html

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