Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
22.02.2022
Zitat:
Sion-Trainer Tramezzani für vier Spiele gesperrt
Der FC Sion muss in der Super League in den nächsten vier Partien ohne Trainer Paolo Tramezzani auskommen.
Der 51-jährige Italiener hatte sich am Sonntag beim 1:1 gegen Leader Zürich «in aggressiver Art und Weise in die technische Zone des Gegners begeben und auf dem Spielfeld die Konfrontation mit dem Unparteiischen gesucht», begründete die Liga die Strafe. Tramezzani war in der 68. Minute vom Spiel ausgeschlossen worden.
Vorausgegangen war ein Foul von Sions Verteidiger Marquinhos an Becir Omeragic, das eine Rote Karte gegen den Brasilianer zur Folge hatte. Dieser wird für zwei Partien gesperrt, wie auch St. Gallens Jordi Quintilla, der beim 2:0-Sieg der Ostschweizer in Lugano ebenfalls vom Platz gestellt worden war.
Vorverkaufsstand am Freitagnachmittag: 23'000 (davon 19'840 Dauerkarten).
Vincent Sierro: «Jede Partie ist wie ein Final»
Der 26-Jährige wurde einst beim FC Sion Profi. Seit 2019 steht der Mittelfeldspieler bei YB unter Vertrag und erwartet nun gegen die Walliser eine knifflige Aufgabe.
Vincent, wie sehr schmerzen späte Gegentore wie zuletzt gegen GC? Es ist wahnsinnig ärgerlich, dass wir auf diese Art und Weise zwei Punkte liegen lassen. Wir traten in Zürich an, um das Spiel zu gewinnen, gehen zweimal in Führung, obwohl wir nicht unseren besten Match machen – und dann kassieren wir so spät das 2:2. Das schmerzt sehr, und klar ist, dass uns das nicht mehr passieren sollte. Ich hoffe, wir ziehen die Lehren daraus.
Bleibt der Titelgewinn das grosse Ziel? Natürlich! Das haben wir weiterhin im Kopf, und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können. Das Gute ist auch: Es stehen immer noch 14 Runden bevor. Aber es macht keinen Sinn, ständig davon zu reden. Entscheidend ist, dass wir unsere Spiele gewinnen und es uns gelingt, den Rückstand auf den FC Zürich zu verringern. Für uns ist jede Partie wie ein Final, und klar ist: Manchen Ausrutscher dürfen wir uns nicht mehr leisten.
Nun kommt der FC Sion ins Wankdorf. Was für ein Spiel erwartest Du? Wir treffen auf einen Gegner, der am Sonntag gegen Zürich eine sehr gute Leistung gezeigt hat und der zweifellos über grosse Qualität verfügt. Jedem ist bewusst, dass es eine richtig gute Leistung braucht, um sich gegen Sion durchzusetzen. Aber wir treten vor eigenem Publikum an und haben eine sehr gute Mannschaft, da muss der Sieg unser Anspruch sein.
Du bist beim FC Sion gross geworden. Gibt es noch Kontakte zu Leuten im Club? Ja, ich kenne immer noch viele Leute. Das fängt bei der Führung an mit Präsident Christian Constantin und dessen Sohn Barthélémy, der als Sportchef arbeitet. Kontakt habe ich vor allem mit zwei Spielern, Goalie Kevin Fickentscher und Stürmer Gaëtan Karlen. Wenn ich im Wallis bin, gibt es schon mal ein gemeinsames Essen.
Im Spiel werden aber sicher keine Geschenke verteilt. Ich hätte nichts dagegen, wenn Kevin gegen uns nicht sein bestes Spiel machen würde… (lacht). Selbstverständlich will ich den Sieg, aber Kevin und Gaëtan tun ebenfalls alles, um drei Punkte zu holen. Die Freundschaft ruht während etwas mehr als 90 Minuten. Danach werden wir uns unabhängig vom Resultat wieder unterhalten.
Wiedersehen mit Loris Benito
Der FC Sion tritt mit einem Altbekannten im Wankdorf an: Der 30-jährige Linksverteidiger Loris Benito, der mit YB zwei Meistertitel feierte, steht seit Ende Januar bei den Wallisern unter Vertrag.
Der FC Sion war nahe dran am Sieg. Nach 96 Minuten führte er gegen den FC Zürich - aber begnügen musste er sich am Ende doch mit einem Unentschieden. Weil der Leader einen Penalty zugesprochen erhielt, den Antonio Marchesano in der 97. Minute zum 1:1 verwandelte. «Das Resultat fühlt sich für uns an wie eine Niederlage», sagte Loris Benito. Der 30-Jährige, der 2018 und 2019 mit YB den Meistertitel gewann, stiess Ende Januar zu den Wallisern. Zuvor war der 13-fache Nationalspieler nach der Vertragsauflösung mit Bordeaux einige Monate ohne Club gewesen.
Gegen Zürich gehörte Benito zu einer Dreierabwehr, in der auf der rechten Seite ein zweiter Zugang verteidigte: Gaetano Berardi. Der 33-Jährige spielte bis im Sommer bei Leeds United, war danach aber bis Ende Jahr vereinslos. Und im defensiven Zentrum agierte Jan Bamert, der 2017 von GC zu Sion wechselte. «Loris, Gaetano und ich haben viel kommuniziert», sagte Bamert, «ich habe mich in dieser Konstellation sehr wohlgefühlt.»
Auskommen muss der Tabellenachte im Wankdorf ohne seinen Trainer Paolo Tramezzani, der nicht an der Seitenlinie stehen darf, sondern auf der Tribüne sitzen muss. Der Italiener war am Sonntag des Feldes verwiesen worden. Tramezzani wurde erstinstanzlich für vier Spiele gesperrt.
Die Bilanz der ersten zwei Duelle in dieser Saison ist ausgeglichen: In der 3. Runde setzte sich Sion daheim 1:0 durch, den entscheidenden Treffer erzielte Anto Grgic per Elfmeter. Die Partie in Bern entschied der Meister für sich – und das auf spektakuläre Weise. 0:2 lag das Team von Trainer David Wagner nach 16 Minuten zurück, antwortete aber mit vier Toren (Doublette von Wilfried Kanga, Nicolas Moumi Ngamaleu sowie Miralem Sulejmani) und gewann schliesslich 4:3.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
26.02.2022
Zitat:
YB darf sich keine Patzer mehr leisten
In ihren beiden Auswärtsspielen nach der Winterpause hat YB in der Nachspielzeit den Sieg vergeben und remisiert. Aber um den FCZ einzuholen, müssen die Berner irgendwann eine Siegesserie starten.
Der Auftakt zu einer aus Berner Sicht wünschenswerten Serie könnte am Samstag erfolgen, wenn die Young Boys ab 18 Uhr daheim gegen Sion spielen.
Am 22. November 2015 gewann der FC Sion mit einem 1:1 letztmals einen Punkt bei YB. Seither setzte es für die Walliser im Wankdorf zwölf Niederlagen am Stück ab. Dennoch muss man diese Serie stark relativieren: Zehn dieser zwölf Heimspiele, davon die letzten acht, gewannen die Berner mit nur einem Tor Unterschied. Sion stand beispielsweise Ende Oktober 2018 sehr nahe am Sieg. Die Sittener führten nach 28 Minuten 2:0 und nach 86 Minuten noch 2:1. Aber Roger Assalé und Sékou Sanogo, beide längst nicht mehr in Bern tätig, führten mit sehr späten Toren noch die Wende zum 3:2 herbei.
Young Boys – Sion (erste Duelle der Saison: 0:1, 4:3). – Samstag, 18.00 Uhr. – SR Bieri. – Absenzen: Fassnacht, Camara, Maceiras und Petignat (alle verletzt); Marquinhos (gesperrt), Bua, Adryan und Doldur (alle verletzt). – Fraglich: Elia und Sulejmani; – . – Statistik: Die Young Boys haben keines ihrer letzten sechs Meisterschaftsspiele verloren, aber durch zwei Unentschieden in Auswärtsspielen haben sie gegenüber Leader Zürich noch zwei weitere Punkte eingebüsst. Sion verlor gegen YB – daheim oder in Bern – 19 der letzten 21 Duelle in der Meisterschaft. Der einzige Sieg der Sittener in dieser Zeit war das 1:0 im Tourbillon früh in der Saison. Sions letzter Sieg in Bern datiert weiterhin vom 17. August 1996. Unter Trainer Paolo Tramezzani hat sich die Mannschaft gesteigert und stabilisiert. In den letzten sechs Runden ging nur noch ein Match (0:1 in Luzern) verloren.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
26.02.2022
Zitat:
Populär in der RomandieYB, der Welsch-Meister
Am Samstag treffen die Berner auf den FC Sion. Längst sind sie es, die mehr Fussballer aus der Westschweiz haben. Das hat seine Gründe – und schafft Vorteile im Scouting.
Am Samstag kommt der FC Sion, die Young Boys kämpfen um den Anschluss im Meisterrennen, die Walliser gegen eine lange Serie von Liga-Niederlagen in Bern. Auf dem Rasen könnten vier, vielleicht fünf oder auch sechs Spieler aus der Romandie stehen – die meisten von ihnen auf der Seite von YB.
Ist der Club aus der Bundesstadt auch ein club de la ville fédérale? Mais oui! YB ist frankofon wie nie zuvor, vereint 11 Fussballer aus der Westschweiz, gar 17 mit französischer Muttersprache in seinem Team. Noch 1986 war der Meistercaptain Jean-Marie Conz aus dem Jura einsamer Stolz aller Romands in Bern, später waren Joel Descloux, Alain Rochat oder Joel Magnin beliebt, im annähernd meisterlichen Team von 2010 spielten François Affolter oder Xavier Hochstrasser.
Ab 2015 fanden immer mehr Spieler aus der Westschweiz den Weg nach Bern, gestandene Fussballer und aufstrebende Talente, Steve von Bergen, Denis Zakaria, Yvon Mvogo oder Kevin Mbabu. Heute heissen die welschen Aushängeschilder Ulisses Garcia, Vincent Sierro oder Quentin Maceiras.
«Das Gefühl in der Romandie ist heute: YB zählt dazu, ist ein Club aus der Gegend wie Lausanne, Servette, Sion», sagt der Genfer Valentin Schnorkh, der für «Le Matin» dem welschen Publikum die Young Boys näher bringt. In seiner Heimat stellt er ein gesteigertes Interesse an YB fest, «das hängt mit dem Erfolg, der guten Arbeit, aber auch mit der frankofonen Identität zusammen».
Castella trägt die DNA
Ein Seriensieger entwickelt Sogwirkung. Als der FC Basel 2010 zu seinen acht Titeln de suite ansetzte, prägte er mit seinen Farben auch so manchen Berner Pausenplatz. Ab 2018 wurde frisch bezogen – schliesslich kennen die Jüngsten immer nur die vorherrschenden Kräfte.
Neben Erfolg hilft auch das richtige Personal. Natürlich schauen die Genfer hin, wenn Garcia spielt, natürlich bindet ein Felix Mambimbi Freiburger von Granges bis Courtepin, auf jeden Fall orientieren sich Unterwalliser auch dank Vincent Sierro wieder vermehrt nach Bern. Entscheidend aber ist, wer auf Dauer da ist.
Der Berner Christian Franke ist seit Jahren bei den Young Boys, seit 2017 ist er Nachwuchschef. Auch er glaubt, dass sich die Wahrnehmung von YB in der Romandie verändert hat – und sieht die Gründe dafür in der Aufstellung des Sportbereichs. Der Genfer Gérard Castella, bei YB ebenfalls seit 2017 einer von drei Ausbildungschefs, trägt Club-DNA in seine Heimatstadt und weiss umgekehrt genau, welche Talente im dortigen Regionalfussball gerade von sich reden machen. Der Waadtländer Stéphane Chapuisat, bei YB Chefscout, hat immer ein Ohr in Lausanne, Steve von Bergen, heute Trainer im Nachwuchs, eines in Neuenburg.
YB pflegt die Kontakte in die Romandie gezielt
Mit dem Freiburger Fussballverband AFF unterhalten die Young Boys seit zehn Jahren eine Partnerschaft, über 90 Vereine sind darin involviert, so viele, wie bei den restlichen Partnerschaften im Oberaargau, im Emmental, in der Region Bern und im Berner Oberland zusammen. Kurz: YB pflegt seine Kontakte in die Romandie gezielt und intensiv.
68 Jahre alt ist Castella, noch immer erreicht man ihn zwischen zwei Fussballtrainings und während einer Zwischenverpflegung. Noch immer ist er viel unterwegs, pendelt zwischen Bern und Genf, schaut bei seinen alten Clubs in Carouge, Meyrin und bei Servette vorbei. «Ich spüre viel Zuwendung für YB», sagt er. Kürzlich habe ihn ein Supporterverein von älteren Servette-Fans gebeten, für sie Tickets für eine Champions-League-Partie in Bern zu organisieren. Leute wie Castella transportieren die Emotionen, die YB vermittelt, bis in den westlichsten Winkel des Landes.
Das zahlt sich aus, weil aus der Romandie nicht nur Talente, sondern immer wieder auch fertig ausgebildete Fussballer zu den Young Boys wechseln. Zakaria stiess aus der Challenge League zu YB, Mbabu lancierte in Bern seine Karriere neu. Vergangene Woche spielte Zakaria mit Juventus Turin in der Champions League, Mbabu schied mit Wolfsburg in der Gruppenphase aus. «YB», sagt Castella, «ist heute eine Etappe, wenn du bei Servette, bei Lausanne bist und das Ausland anpeilst.»
Derzeit tun sich die Young Boys schwer, ihren Erfolg aus den letzten vier Jahren zu verwalten. Der Leader FCZ ist enteilt, die Spielfreude stockt. Was Castella für eine Verankerung in allen Regionen aber vordergründiger erscheint, ist die Authentizität. Wer zu YB komme, sagt er, müsse geduldig und auch auf eine gewisse Weise geerdet sein. «Faire du cinéma», sagt er, das sei nicht erwünscht.
Constantins Liebeserklärung
Und damit ins Wallis, zu Christian Constantin. Wer schliesslich soll besser erklären können, wie YB in der Romandie ankommt, als der Präsident des FC Sion? «Écoute», fängt er an, wie denn auch sonst, «ich bin stolz, wenn ich am Samstag im Stadion bin und all diese Spieler sehe.» Edimilson Fernandes? Hat Constantin einst für 7 Millionen Franken nach West Ham verkauft. Vincent Sierro? Er ging von Sion einst für 2 Millionen zu Freiburg. Maceiras wird verletzt fehlen, Joel Monteiro vielleicht wieder spielen. Toll sei das, sagt Constantin, wenn junge Walliser dank des Fussballs herumkämen. Und danach in Bern landen?
Hier setzt er an zu einer kleinen Liebeserklärung auf den Fussball in der Bundesstadt. Er erinnert sich – an Spiele im alten Wankdorf als Goalie bei Xamax und Lugano, an Cupfinals und viele Länderspiele, «auf Naturrasen natürlich», an Freistösse von Georges Bregy, an einen strahlenden Conz mit Pokal. Als die Young Boys in den 90er-Jahren nah am Konkurs waren, liess Constantin einmal 150 Flaschen Weisswein vor dem Stadion abladen, YB verkaufte sie, 35 Franken die Flasche, das Geld stopfte Löcher. «Die Rivalität beschränkte sich eigentlich immer auf den Cup», sagt Constantin, lacht und verabschiedet sich.
Seriensieger verlieren schnell an Sympathie, die Young Boys indes haben davon in der Romandie trotz ihrer Dominanz in den letzten Jahren kaum eingebüsst. «Die Exponenten waren hier immer beliebt, allein ein Guillaume Hoarau hat viel fürs Image des Clubs getan», sagt Sportjournalist Schnorkh. «Die ungeliebte Konkurrenz – in der Romandie sind das noch immer GC, Basel, der FCZ» , sagt Castella.
«Noch was», schiebt Constantin per SMS nach. Bei allem guten Willen für YB aus dem Westen: Das Wallis sei nicht die Romandie, es sei immer schon eigenen Dynamiken ausgesetzt gewesen. Also doch noch: Gallischer Geist, die Wagenburg-Mentalität. Ein bisschen Konfliktpotenzial für die Begegnung am Samstag hält man sich bei aller Sympathie frei.
Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
Heimsieg als Ziel, Applaus für Hoarau
Die Young Boys sind in der Credit Suisse Super League seit sieben Spielen ungeschlagen. Aber sie haben auch in der Phase ohne Niederlage zu oft unentschieden gespielt und damit den Rückstand auf Leader FCZ nicht verkürzen können. Seit Beginn der zweiten Saisonhälfte heisst die Losung: Heimsieg, Auswärtsremis, Heimsieg, Auswärtsremis. Diese Serie gilt es am Samstag zuhause gegen den FC Sion unbedingt auszudehnen – und dann am Dienstag in Genf gegen Servette mit einem Auswärtserfolg zu durchbrechen. Schliesslich ist der fünfte Meistertitel in Folge, was es in der 124-jährigen Klubgeschichte noch nie gegeben hat, weiterhin das grosse Ziel – im Wissen, dass Zürich bisher eine hervorragende Saison spielt und vor dem Heimspiel gegen Basel vom Sonntag zehn Punkte vor den ersten Verfolgern liegt. YB ist gefordert und kann sich nicht mehr viele Ausrutscher erlauben. Gut zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass der eine oder andere verletzte Spieler demnächst wieder im Kader stehen und den Spielraum von Trainer David Wagner vergrössern wird.
Die Walliser haben sich zuletzt gefestigt und geben für alle Teams einen hartnäckigen und robusten Gegner ab. Auch die Young Boys stellen sich auf harten Widerstand ein.
Die ruhmreiche Berner Geschichte der letzten Jahre ist eng mit dem Namen Guillaume Hoarau verbunden. Der heutige Sion-Stürmer wird am Samstag vor dem Spiel vom BSC Young Boys und seinem Sportchef Christoph Spycher offiziell verabschiedet. Während der Pandemie bei einem «Geisterspiel» wäre der Rahmen für diese Ehrerweisung nicht würdig gewesen. Am Samstag ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um nochmals «Merci, Gui!» zu sagen. Hoaraus Zeit bei YB in Zahlen: Meister 2018, Meister 2019, Meister 2020, Champions-League-Teilnehmer 2018 (mit zwei Goals zum 2:1-Heimsieg gegen Juventus), Cupsieger 2020, Torschützenkönig in der Saison 2018/19 mit 24 Treffern. Kurz und sehr gut: Applaus, wem Applaus gebührt!
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
26.02.2022
Zitat:
Sion-Horrorbilanz geht auch mit Coach Constantin weiter
Dieses Mal halten die YB-Nerven
YB setzt den FCZ im Fernduell unter Druck, gewinnt 3:1 gegen die von Christian Constantin gecoachten Sittener.
Das Spiel
YB atmet tief durch. Anders als zuletzt in St. Gallen (3:3) und im Letzigrund gegen GC (2:2) bleibt der Meister von einem späten Ausgleich verschont – und verkürzt den Abstand zum FCZ vorübergehend auf sieben Punkte.
Allerdings müssen die Berner auch dieses Mal zittern. Zwar beantwortet Rieder Sions zwischenzeitliches 1:1 umgehend mit dem 2:1, aber das Nerven beruhigende 3:1 will lange Zeit nicht fallen.
Und so braucht es kurz vor Schluss einen Racioppi-Reflex, welcher Stojilkovics 2:2 verhindert. Erst danach macht der eingewechselte Elia den Deckel drauf.
YB hat die Gäste grösstenteils im Griff, ist spielbestimmend und der Dreier dementsprechend verdient. Das einzige Manko: Die Siegsicherung hätte durchaus früher erfolgen können.
Sions Warten auf ein Liga-Erfolgserlebnis in Bern geht unterdessen weiter. Der letzte Punktgewinn im Wankdorf datiert vom 22. November 2015, der letzte Triumph war am 17. August 1996.
Die Tore
21. Wesley 1:0 (Eigentor) | Über die rechte Seite rollt der YB-Angriff mit Ngamaleu (200. YB-Pflichtspiel). Wesley will den Pass ins Zentrum unterbinden, das geht gehörig schief. Von seinem Bein prallt der Ball so unglücklich ab, dass er über Fickentscher hinweg ins Tor fliegt.
55. Filip Stojilkovic 1:1 | Ein schlechtes YB-Zuspiel landet bei Bamert, welcher umgehend Stojilkovic auf die Reise schickt. Der Sion-Stürmer sprintet Lustenberger davon und bezwingt den herauseilenden Racioppi mit einem feinen Chip.
57. Fabian Rieder 2:1 | Kanga behauptet im Strafraum den Ball, legt ab für Rieder, der per Flachschuss YB schon wieder in Führung bringt.
88. Meschack Elia 3:1 | Siebatcheus Kopfball nach einem Eckball pariert Fickentscher, den Nachschuss aus kurzer Distanz versenkt Elia, der zuvor eingewechselt wurde und sein Comeback feiert.
Der Beste
Fabian Rieder ist aktiv an allen Fronten. Der Youngster macht denn auch folgerichtig das Game-Winning-Goal und tritt den Corner, der zum 3:1 führt.
Der Schlechteste
Gaetano Berardi sollte der Sion-Abwehr Stabilität verleihen. Doch der Tessiner ist heillos überfordert.
Das gab zu reden
CC coacht – mal wieder. Diesmal weil Paolo Tramezzani gesperrt ist. Es ist der elfte Einsatz auf der Sion-Bank des Klubbesitzers. Bilanz nun: 5 Siege, 1 Remis, 5 Niederlagen. Und so kann auch CC die Sion-Horrorbilanz in Bern nicht aufpäppeln: Kein Punkt seit sechs Jahren. Kein Sieg seit 1996!
So gehts weiter
Am kommenden Dienstag duelliert sich YB auswärts mit Servette (20.30 Uhr), Sion empfängt am Mittwoch Lausanne (18.00 Uhr).
Bemerkungen: YB ohne Von Ballmoos, Fassnacht, Maceiras, Sulejmani, Camara, Petignat, Zbinden (verletzt). – Sion ohne Adryan, Doldur, Bua (verletzt), Tramezzani, Marquinhos (gesperrt). – 74. Schuss an die eigene Latte Stojilkovic.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
26.02.2022
Zitat:
YB - Rieder: «Nun hoffe ich auf einen Punktverlust von Zürich»
YB erledigt im Meisterkampf seine Hausaufgaben! Die Berner bezwingen den FC Sion mit 3:1. Das sind die Stimmen zum Spiel.
Das Wichtigste in Kürze
- Dank dem Sieg beträgt der Rückstand von YB auf den FCZ vorerst sieben Punkte. - Beim FC Sion steht Christian Constantin für den gesperrten Tramezzani an der Seitenlinie. - Das sind die Stimmen zum Spiel.
YB bleibt in der Super League dem Leader FCZ auf den Fersen! Die Berner bezwingen Sion im Wankdorf mit 3:1.
Dank dem Sieg verkürzt der amtierende Meister den Rückstand auf die Zürcher vorerst auf sieben Punkte. Schon am Sonntag erhält der FCZ im Knüller gegen Basel (16.30 Uhr) aber die Möglichkeit, mit einem Sieg den 10-Punkte-Vorsprung wieder herzustellen.
Fabian Rieder, YB-Mittelfeldspieler und Man of the Match gegen Sion, wird sich das Spiel am Sonntag genau ansehen. «Natürlich hoffe ich auf einen Punktverlust von Zürich. Aber das können wir nun mal nicht beeinflussen. Wichtig ist, dass wir heute gewonnen haben», so der YB-Regisseur.
Dass Rieder gegen die Walliser an allen drei Toren direkt oder indirekt beteiligt ist, ist für den 20-Jährigen nicht so wichtig: «Wir haben als Team einen guten Match gezeigt und schlussendlich auch verdient gewonnen.»
Mit der Leistung der Young Boys ist auch Teamkollege Lewin Blum zufrieden: «Es war ein guter Abend für YB. Wir konnten umsetzten, was wir während der Woche angeschaut haben.»
Dass Sion für den Meister nur selten gefährlich wird, hänge laut Blum mit der soliden Defensive seiner Mannschaft zusammen. «Unsere präventive Verteidigungsarbeit hat gut funktioniert. Deshalb haben wir nicht viel zugelassen.»
Rückkehr von Loris Benito
Trotzdem gelingt den Wallisern in der zweiten Halbzeit der Anschlusstreffer, auf welchen die Young Boys prompt mit einem zweiten Tor reagierten.
«Das wurmt mich schon. Es ist eine ungeschriebene Regel im Fussball, dass man nach einem Tor extrem konzentriert sein muss. Der schnelle Treffer von YB hat alles über den Haufen geworfen», ärgert sich Sion-Verteidiger Loris Benito.
Für den ehemaligen YB-Akteur ist es ohnehin ein spezieller Abend. Zum ersten Mal trifft Benito nach seinem Abgang wieder auf den Ex-Verein: «Es war ein sehr schönes Gefühl, obwohl ich während 90 Minuten in der gegnerischen Mannschaft gespielt habe.»
An die Zeit bei den Bernern erinnert sich der 30-Jährige gerne zurück: «Das ist mein zuhause. Ich habe hier die schönste Zeit meiner Karriere erlebt. Es ist hochemotional.» Kann er sich eine Rückkehr zu YB vorstellen? «Ja, auf jeden Fall», sagt Benito im Video-Interview.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
26.02.2022
Zitat:
YB schlägt Sion 3:1
Hoffnungsträger Elia kommt, sieht und trifft
Die Young Boys besiegen Sion und verkürzen den Rückstand auf den FCZ. Hoffnung gibt das Comeback von Meschack Elia.
Es ist eine verrückte Phase. Und sie wird am Ende entscheidend sein. Die 56. Minute läuft, als Sion im Wankdorf durch Filip Stojilkovic zum 1:1 ausgleicht. Eine Minute später führen die Young Boys nach einem Tor des überragenden Fabian Rieder schon wieder. Und diesmal geben sie den Vorsprung nicht mehr her – nicht wie vor Wochenfrist bei GC oder vor drei Wochen in St. Gallen, als sie gar das Kunststück schafften, nach der Pause ein 3:0 zu verspielen.
Meschack Elia erhöht kurz vor Schluss für YB auf 3:1 (88.). Was sich nüchtern liest, ist bei den Bernern mit grosser Hoffnung verbunden. Der schnelle Stürmer war auf der langen Verletztenliste der Young Boys mit die grösste Absenz, bei seinem ersten Einsatz in der Rückrunde benötigt er nach seiner Einwechslung nur wenige Minuten, um seinen Wert zu unterstreichen. Elias Tor bedeutet die Entscheidung – und erspart dem Heimteam diesmal ein Zittern in der Nachspielzeit.
Es ist ein verdienter Sieg. Die Young Boys gingen zwar durch ein Eigentor Wesleys nach Flanke von Nicolas Ngamaleu glücklich in Führung (21.), sie waren aber über weite Strecken das aktivere, bessere Team. Bis auf die ersten Minuten nach der Pause, als die Gäste aus dem Wallis ausgleichen konnten.
Doch diesmal brachen die Berner nicht ein, sie holten sich stattdessen den wichtigen Sieg und verkürzen den Rückstand auf den FCZ auf sieben Punkte. Der Zürcher Leader empfängt am Sonntagnachmittag den FC Basel.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
26.02.2022
Zitat:
Heimsieg gegen Walliser:
Dank Rieder und Comeback-Tor von Elia – YB holt wichtige Punkte im Titelrennen
Während die Fussball-Schweiz den sonntäglichen Knaller zwischen Zürich und Basel erwartet, macht Meister YB seine Hausaufgaben: 3:1 gegen Sion.
Zum Auftakt der 23. Runde in der Super League legt YB vor: Mit einem 3:1-Sieg zuhause gegen aufsässige Sittener kann das Team von Trainer David Wagner (50) den Rückstand auf Leader Zürich zumindest bis Sonntag auf sieben Punkte verkürzen. Es ist gut möglich, dass dann der FCZ gegen den drittplatzierten FCB Punkte liegen lässt.
Am Samstagabend für die vermeintlichen «Big Points» verantwortlich ist unter anderem Fabian Rieder. Der YB-Youngster (20) macht eine starke Partie, ist der Dreh- und Angelpunkt im Berner Mittelfeld und schlägt im wichtigsten aller Momente zu: Als die Sittener in der 55. Minute nach einem sehenswerten Konter durch Filip Stojlković zum zwischenzeitlichen 1:1 trafen, hat Rieder postwendend die Antwort bereit und bringt seine Farben im direkten Gegenzug wieder in Führung (57.). Die sehenswerte Hacken-Vorlage kam von Wilfried Kanga.
Dusel-Tor in Halbzeit 1
Im ersten Durchgang ging YB durch ein kurioses Tor in Führung, als eine Hereingabe von YB-Ngamaleu vom Sion-Brasilianer Wesley abgefälscht und für Goalie Fickentscher zur unhaltbaren Bogenlampe wurde (21.). Folgerichtig wurde das Tor schliesslich Unglücksrabe Wesley als Eigentor gutgeschrieben. Der Rest der ersten Halbzeit sowie auch die zweiten 45 Minuten waren geprägt von vielen Zweikämpfen und leicht überlegenen Bernern.
Weil Meschack Elia bei seinem Comeback nach ausgestandener Bänderverletzung auch gleich noch ein Tor erzielt (88.), stehts am Ende 3:1. Daran ändern konnte auch Sion-Boss Christian Constantin nichts, der den nach seinem Ausraster am vergangenen Sonntag gegen den FCZ gesperrte Sion-Trainer Paolo Tramezzani an der Seitenlinie ersetzte. Sion wartet seit dem 17. August 1996 auf einen Sieg im Wankdorf und bleibt zum vierten Mal in Folge ohne Punkt. YB darf wieder etwas hoffen und wird – wie der Rest der Fussball-Schweiz – am Sonntag gespannt in den Letzigrund blicken.
Mitglieder in diesem Forum: Baidu [Spider] und 42 Gäste
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.