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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. November 2021, 19:47 
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UEFA und Young Boys Bern streiten: Was genau bedeutet das Wort "Scheiße"?

"Scheiß UEFA" riefen Fans von Young Boys Bern bei einem Qualifikationsspiel in der Champions League, die UEFA-Disziplinarkammer verhängte eine Strafe von 10.000 Euro. Im Verfahren stritten der Klub und das Gericht: Was bedeutet das böse Wort eigentlich genau?

Minutiös hielt der Sicherheitsbeauftragte der UEFA das Fehlverhalten fest. "Rufe gegen die UEFA. Wann? In der 38 und der 63. Minute, ohne besonderen Grund. 'Scheiß UEFA - Fuck UEFA'. Wo? Südtribüne, Unterrang. Wer? Fans von Young Boys Bern" - so steht es in dem offiziellen Dokument der UEFA-Disziplinarkammer zum Verfahren.

Die Rufe sollen demnach beim 3:2-Hinspielsieg der Berner zu Hause gegen Ferencvaros Budapest am 18. August 2021 gefallen sein. Die Bestrafung folgte nun durch die Sportgerichtsbarkeit der UEFA. In der Begründung der Disziplinarkammer ist ein bemerkenswerter Verlauf des Verfahrens sichtbar, in dem der Klub mit den UEFA-Richtern über die Bedeutung des Wortes "Scheiße" debattiert. Das Urteil wurde bereits am 25. August 2021 gefällt, aber erst in der Nacht zum 25. November veröffentlicht.

Bern: "'Scheiße' heißt nicht 'Fuck' und auch nicht unbedingt 'Scheiße'"

Was sagen die Young Boys Bern dazu? Die Beobachtungen des UEFA-Sicherheitsbeauftragten zu den Rufen seien "teilweise richtig", räumt der Klub in einer Stellungnahme gegenüber der UEFA-Disziplinarkammer ein. "Scheiß UEFA" bedeute aber nicht wie von dem UEFA-Personal interpretiert "Fuck UEFA". Im Wortlaut teilte der Klub dem Gericht mit: "Zweimal während des Spiels sangen die Fans 'Scheiß UEFA', was nicht 'Fuck UEFA' bedeutet, wie im entsprechenden Bericht angegeben."

Der Klub führte weiter aus, dass es auf Schweizerdeutsch verschieden Interpretationsmöglichkeiten des Wortes gebe. "Scheiße" müsse dem Klub aus Bern zufolge "nicht unbedingt 'Scheiße' bedeuten". Der Begriff könne auch Unmut ausdrücken, wenn bestimmte Dinge nicht funktionierten. "Im vorliegenden Kontext sind die 'Scheiß UEFA'-Gesänge eher eine Bekundung der Unzufriedenheit als eine Beleidigung", so Young Boys Bern. Der Klub erachte daher eine Bestrafung diesbezüglich "als weder verhältnismäßig noch gerechtfertigt".

UEFA-Richter: "Es ging nicht um Unzufriedenheit"

Die Disziplinarkammer der UEFA unter Vorsitz des österreichischen Richters Thomas Partl widersprach dieser Argumentation und sah eine Herabwürdigung. "Die Disziplinarkammer ist der Auffassung, dass die Gesänge nicht verwendet wurden, um Unzufriedenheit auszudrücken oder um eine Diskussion zu einem bestimmten Thema anzustoßen", heißt es in der Urteilsbegründung. Die Gesänge seien auf eine beleidigende und provokative Weise benutzt worden, "was unangemessen für ein Sportereignis wie ein Spiel der UEFA Champions League" sei.

Der Klub werde daher wegen "eines Verstoßes gegen Artikel 16, Absatz 2, Buchstabe e der Rechtspflegeordnung der UEFA" bestraft. Doch dieser Artikel birgt Probleme.

Möglicher Eindruck: Die UEFA bestraft Beleidigungen gegen die UEFA

Denn Artikel 16.2.e ermöglicht die Bestrafung bei "Verbreitung provokativer, einer Sportveranstaltung unangemessener Botschaften aller Art, insbesondere solcher politischen, ideologischen, religiösen oder beleidigenden Inhalts". Dabei geht es ausdrücklich nicht um Rassismus, Homophobie, Antisemitismus oder Sexismus - Diskriminierung wird in einem gesonderten Artikel geregelt. Artikel 16.2.e bezieht sich auf andere Vorfälle.

"Das kann dann problematisch sein, wenn eigentlich zulässige Meinungsäußerungen eingeschränkt oder bestraft werden", sagt der Berliner Sportrechtler Holger Jakob im Gespräch mit der Sportschau. "Erst recht, wenn das vermeintliche Opfer der Beleidigung gleichzeitig das Urteil über die Strafe fällt. Und dieser Eindruck kann hier entstehen, auch wenn die Gerichtsbarkeit der UEFA auf dem Papier unabhängig von dem Verband agiert." Seiner Einschätzung zufolge sei der DFB-Kontrollausschuss in der Zeit bis zur Pandemie auch aus diesem Grund eher zurückhaltend vorgegangen, wenn der DFB das Ziel von entsprechenden Plakaten oder Gesängen war.

Der Fall Bern gegen UEFA ist kurios ob der Diskussion um ein böses Wort. Die Rechtsprechung über Beleidigungen gegen die UEFA ist dagegen völliger Alltag, sie werden fast standardisiert behandelt. "Solche Fälle haben wir im Dutzend", sagt ein Mitglied der UEFA-Sportgerichtsbarkeit im Gespräch mit der Sportschau. Und so wurde auch Union Berlin bestraft.

Union-Fans vergleichen UEFA mit Mafia - 10.000 Euro Strafe

Union hatte in der in der Qualifikation zur UEFA Europa Conference League in Finnland bei Kuopion PS im Olympiastadion Helsinki gespielt. Der Klub muss nun einem ebvenfalls am 25. November veröffentlichten Urteil zufolge 10.000 Euro Strafe dafür zahlen, da die Fans 90 Sekunden lang ein Plakat mit der Aufschrift "Can't stop fans - UEFA = Mafia" zeigten.

Hintergrund war die UEFA-Maßgabe, dass wegen der Coronavirus-Pandemie keine Auswärtsfans in der Quali zugelassen waren. Die EM war von der UEFA zuvor teils uneingeschränkt als große Party ausgerichtet worden. In Finnland waren dann aber offiziell 300 Union-Fans zugelassen.

Sowohl die Young Boys Bern als auch Union Berlin haben nun zwei Möglichkeiten: Sie können die Urteile annehmen und jeweils 10.000 Euro zahlen oder die Urteile vor der Berufungskammer der UEFA anfechten.


https://www.sportschau.de/fussball/cham ... e-100.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Freitag 26. November 2021, 15:50 
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Geldstrafe von der Uefa

«Scheiss»-Sprechchöre kosten YB 10’000 Euro

Ein Protokoll zeigt, wie zart die Gemüter beim europäischen Fussballverband offenbar sind. Insgesamt muss der Verein für das Ferencvaros-Heimspiel fast 50’000 Euro blechen.

«Im schweizer­deutschen Wortschatz gibt es mehrere Interpretations­möglichkeiten des Begriffes ‹Scheiss› oder ‹Scheisse›, damit müssen nicht Exkremente gemeint sein. Man kann damit auch ausdrücken, wenn etwas nicht funktioniert oder wenn einem etwas missfällt.»

Diese Zeilen stammen nicht aus einem Sprachführer «Wie fluche ich auf Schweizerdeutsch?», sondern sind Auszüge aus einem offiziellen Protokoll des europäischen Fussballverbandes Uefa.

https://editorial.uefa.com/resources/02 ... 603_a_.pdf

Es geht um Vorkommnisse während des Heimspiels der Young Boys gegen Ferencvaros Budapest von Mitte August. Zweimal, in der 38. und der 63. Minute, hätten YB-Fans den Verband mit «Scheiss Uefa»-Sprechchören beleidigt.

«Man liest nicht jeden Tag eine Urteilsbegründung, in der sich die Uefa und ein Champions-League-Verein über die tiefere semantische Bedeutung des Wortes ‹Scheisse› streiten», schreibt ein Projektmanager der Vereinigung europäischer Fussballfans auf Twitter. Die Sportfreunde des Fussballblogs «Zum Runden Leder» haben den Tweet aufgenommen.

YB wehrt sich vergebens

Beim eingangs dargelegten Sprachkurs handelt es sich um die Argumentation des BSC Young Boys. Im ursprünglichen Sicherheits­rapport war «Scheiss Uefa» mit «Fuck Uefa» übersetzt worden. Diesbezüglich konnte YB die Wogen ein wenig glätten.

Den Interpretations­spielraum hingegen liess der Verband nicht gelten: Die Gesänge hätten weder Missfallen ausgedrückt, noch zu einer Diskussion zu einem bestimmten Thema angeregt. Es seien einzig und allein «beleidigende» und «provokative» Äusserungen gewesen, «die nicht an einen Sportanlass gehören».

Der Verband stützt sich bei seinem Urteil auf seine Rechtspflegeverordnung: Unter Artikel 16, «Ordnung und Sicherheit bei Uefa-Wettbewerbsspielen», ist festgehalten, dass «Vereine für unangemessenes Verhalten seitens ihrer Anhänger haftbar sind», dazu gehört etwa auch «die Verbreitung provokativer, einer Sportveranstaltung unangemessener Botschaften aller Art».

Insgesamt 47’125 Euro Busse

Weil YB in den letzten zwei Jahren nicht aktenkundig gegen Artikel 16.2.e verstossen hat, belässt es die Uefa bei einer Geldstrafe von «nur» 10’000 Euro. Denn das Protokoll gibt auch Einblick in den Bussenkatalog: Zum Preis für das zarte Gemüt einiger Funktionäre kommen 3375 Euro hinzu, weil Gegenstände aus dem Publikum in Richtung Spielfeld geflogen waren. Weitere 15’750 Euro werden für das Zünden von Pyrotechnika verrechnet. Und dass die Fans im Sektor D die Treppen blockierten, und zwar «vom Anfang bis zum Ende des Spiels», kostet den Schweizer Meister noch einmal 18’000 Euro.

Während die letzten drei Vergehen immer wieder vorkommen dürften, seien Bussen im Zusammenhang mit Fangesängen «sehr selten», wie YB-Mediensprecher Albert Staudenmann sagt. Weiter kommentieren will der Verein die Affäre nicht: «Der Fall ist für uns abgeschlossen.»


https://www.bernerzeitung.ch/scheiss-sp ... 9126519634

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Montag 29. November 2021, 01:48 
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Das meint Blick

YB-Wagner braucht den Neustart im Winter

Meister YB gewinnt in der Super League nur noch sporadisch. Das Selbstverständnis aus den Zeiten von Adi Hütter und Gerry Seoane gibts unter David Wagner nicht mehr, schreibt Fussballreporter Matthias Dubach.

FCZ-Spieler Blerim Dzemaili betonte es trotz Zürcher Sieg: YB sei noch immer die beste Mannschaft der Super League.

Das mag sein. Aber YB ist nicht mehr die erfolgreichste. Nur ein Sieg in den letzten neun Pflichtspielen. Das wäre sogar für einen Abstiegskandidaten mager. Klar: Darunter waren die Champions-League-Partien gegen Villareal und Atalanta.

Aber auch das Cup-Out in Lugano und Liga-Spiele ohne Sieg gegen St. Gallen, Luzern, GC und nun Zürich. Schon nach 13 Super-League-Runden hat YB dreimal verloren – der Nimbus als gelb-schwarze Dampfwalze ist weg.

Eine ungewohnte Lage für YB

Diese jahrelange Selbstverständlichkeit, wie noch zu Adi Hütters und Gerry Seoanes Meister-Saisons die Liga von der Spitze aus zu dominieren, gibts unter dem neuen Trainer David Wagner nicht mehr. Es ist eine neue, ungewohnte Lage für die Siegmaschine YB.

Für die Berner und Wagner gibts nun nur einen Weg aus der Krise: Die Nerven behalten, sich irgendwie in die Winterpause zu mogeln und dann einen Neustart zu machen.

Mit fitten Schlüsselspielern und einem nach dem mutmasslichen Europa-Out schlankeren Spielplan lassen sich der FCZ und Basel besser jagen.

Denn wirklich gross dürfte der Rückstand auf die Rivalen bis Weihnachten nicht werden. YB hat nun in der Super League noch vier Heimspiele auf Kunstrasen in Serie!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 25098.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. November 2021, 01:28 
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Darum tut sich YB derzeit so schwer

Von den letzten neun Pflichtspielen hat YB nur eines gewonnen. Wo liegen die Gründe, dass es dem Serienmeister derzeit alles andere als nach Wunsch läuft? blue-Moderator Mevion Heim begibt sich auf Spurensuche.

Er sei kein Freund, Verletztenlisten herunterzubeten, meint Mevion Heim ganz Yakin-like. «Aber wenn gleichzeitig Camara, Zesiger, Lustenberger und Nsame fehlen, dann kann das selbst YB mit einer so breiten Bank nur schwer kompensieren.» Kommt hinzu, dass mit Christian Fassnacht auch noch ein wichtiger Mann in der Offensive ausfällt.

«Vielleicht liess man sich von der möglichen Champions-League-Qualifikation und dem Sieg gegen Manchester United früh blenden», nennt er einen zweiten möglichen Grund. So seien möglicherweise gewisse Details und kleinere Probleme nicht konkret angegangen worden.

Der dritte Grund: Für viele YB-Spieler sei es auch eine schwierige Situation, weil sie es sich gar nicht mehr gewohnt seien, wenn mal nicht alles wie am Schnürchen laufe.

Nächster Ernstkampf am Mittwoch

Bereits am Mittwoch gilt es für YB wieder ernst. Die Berner empfangen im Nachtragsspiel das im dritten Rang klassierte Lugano (20.30 Uhr live auf blue Sport). Bei einem weiteren sieglosen Spiel könnte auch die Trainerfrage aufkommen. In den sozialen Medien werden zumindest immer mehr Stimmen laut, die eine Entlassung David Wagners fordern.

Was Heim davon hält und was er von Sportchef Christoph Spycher in der aktuellen Situation erwartet? Die Antworten gibts im Video oben.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 87965.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. November 2021, 11:41 
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YB: Nun herrscht wieder Maskenpflicht im Wankdorf

Bei Heimspielen von YB muss ab sofort wieder eine Maske getragen werden. Der Verein reagiert damit auf Verschärfungen der Berner Kantonsregierung.

Das Wichtigste in Kürze

- Bei den YB-Heimspielen gilt wieder eine generelle Maskenpflicht.
- Der Verein reagiert damit auf Verschärfungen der Berner Kantonsregierung.
- Am Mittwoch spielt YB gegen Lugano.

Die Situation rund um das Coronavirus verbessert sich in der Schweiz nicht. Die Berner Kantonsregierung hat deshalb neue Regeln zur Eindämmung beschlossen. Die Massnahmen gelten seit Montag und vorerst bis zum 23. Dezember.

Unter anderem müssen alle Besucher ab 12 Jahren auch an Veranstaltungen mit Zertifikatspflicht eine Maske tragen. Betroffen davon ist auch YB. Ab sofort gilt im Wankdorf wieder eine generelle Maskenpflicht.

Das teilte der Schweizer Meister in einer Mitteilung mit. Die Maske darf demnach lediglich beim Konsum von Getränken und Speisen abgelegt werden.

YB spielt jetzt vier Heimspiele in Serie. Am Mittwoch kommt Lugano ins Wankdorf.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-nu ... f-66055885

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. November 2021, 17:37 
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Problem an der Seitenlinie?

Wagner der schlechteste YB-Trainer seit neun Jahren!

Die YB-Krise! Zuletzt wies ein Berner Coach in der Saison 2012/13 einen so tiefen Punkteschnitt auf wie David Wagner. Das sind die Baustellen.

1,69 Punkte pro Spiel. Das ist der Punkteschnitt von David Wagner, der im Sommer vom dreifachen Meistertrainer Gerry Seoane übernahm. Der Luzerner hat nun Leverkusen in der Bundesliga auf Platz drei geführt.

Selbstredend hatte Seoane (2,32!) und auch «Erlöser» Adi Hütter (2,11) klar bessere Werte. Erstaunlich: Selbst Uli Forte ist mit 1,70 Punkten pro Spiel einen Hauch besser als Wagner. Um schlechtere Werte zu finden, muss man in den Archiven bis in die Saison 2012/13 zurückblättern. Damals holten zuerst Martin Rueda 1,23 und nach dessen Rauschmiss Bernard Challandes in seinen zehn Spielen gar nur 1,1 Punkte pro Partie. Das war dann historisch schlecht und YB landete folgerichtig auf dem unfassbar schlechten siebten Schlussrang.

Davon ist YB drei Ränge, aber nur vier Pünktchen entfernt. Unglaublich! Zum Glück hat Gelbschwarz die beiden Nachtragsspiele im Köcher. Nur sind das unberechenbare Pfeile. Am Mittwoch gegen das formstarke Lugano, das nun vier Mal (!) in Serie gewonnen hat. Und zum Vorrundenabschluss wartet Basel, das sowas von heiss darauf ist, den Meister bis zu Weihnachten zu distanzieren.

Gewinnt YB aber diese beiden Spiele, liegt es nur noch drei Punkte hinter dem FCZ und einen hinter dem FCB. Doch wenn nicht, dann brennt der Tannenbaum. Doch woran liegts, dass YB in diese Krise geraten ist?

Vier Gründe für die Misere

Im Moment herrscht in der Meisterschaft Sturmflaute. Sechs Tore in den letzten fünf Spielen. Das ist zu wenig, um ganz vorne zu sein. Nun merkt man die Absenz von Jean-Pierre Nsame mehr denn je. Und auch jene von Christian Fassnacht, der in Abwesenheit des Kameruners der beste YB-Skorer ist. Insgesamt hat YB mit 29 nicht viele Tore weniger geschossen als der FCZ (33) und der FCB (32). Aber die Berner haben sie «blöd» verteilt. 20 der 29 Tore haben sie in den vier Siegen gegen Luzerm, Zürich, Lausanne und Servette erzielt.

Wagner rotiert wenig. Dies deshalb, weil er in jedem Spiel unter Druck steht und sich gezwungen sieht, die Mehrheit der Stammelf zu bringen. Und auch in der Champions League geht es in der letzten Runde noch um etwas. Da will man sich nicht dem Vorwurf aussetzen, nicht alles fürs europäische Überwintern getan zu haben.

Diesmal haben nicht alle YB-Transfers eingeschlagen. So besteht Wagners Stammelf ausschliesslich aus Spielern, die schon letzte Saison hier waren. Wilfried Kanga hat die Super-League-Tauglichkeit bisher vermissen lassen. Joël Monteiro war bislang nur verletzt, Yannick Toure auch lange, nun spielt er in der U21. Und Alexandre Jankewitz? Denn kann man nicht beurteilen, weil Wagner ihn nicht spielen lässt.

Was zu Problem Nummer vier führt. Wagner hat einige Spieler quasi aussortiert, die ihm nicht genügen: Publikumsliebling Miralem Sulejmani, Marvin Spielmann, Alexandre Jankewitz, Nico Maier. Und auch Nicolas Bürgy, den er in der Not nun braucht.

Viel Probleme! Am Mittwoch gegen Lugano brauchts zwingend drei Punkte. Sonst wird die Liste wohl noch länger …


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 28590.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 02:01 
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Immer wieder Vorfälle im StadionKreativ und gewalttätig: Warum Fussballfans sind, wie sie sind

Seit den Ausschreitungen beim Zürcher Derby stehen einmal mehr die Fragen im Raum: Wie funktioniert eine Fankurve? Und wie sollen Politik und Öffentlichkeit mit ihnen umgehen?

Die Bemühungen gibt es, einen Kontakt mit der Südkurve herzustellen. Mit einem führenden Kopf darüber zu reden, was die Menschen an- und umtreibt, sich als die treuesten Anhänger des FC Zürich zu verstehen.

Und es gibt wegen ihnen ja auch einiges zu besprechen. Mit seinem live vom TV übertragenen Angriff auf den Sektor der Grasshoppers-Anhänger beim Zürcher Derby vom 23. Oktober hat ein Teil der Südkurve dafür gesorgt, dass die nationale Politik wieder einmal an der Repressionsschraube dreht.

Ab Sommer 2022 sollen Zuschauer nur noch mit personalisierten Tickets an Spiele der Super League kommen. Das fordert die KKJPD, die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren. Am 10. Dezember sollen die Bewilligungsbehörden von Kantonen und Städten darüber befinden.

Es ist eine Massnahme, die alle treffen wird, die in ein Schweizer Fussballstadion wollen. Dabei zielt sie eigentlich in erster Linie auf jene, die bei den Spielen in den Kurven stehen, hüpfen, singen, Choreografien organisieren. Und Pyros zünden. Und gewalttätig werden können.

Der Reflex ist immer derselbe. Sobald es im Umfeld eines Fussballspiels zu Gewalt kommt, die in bewegten Bildern festgehalten wird, fragt sich eine breitere Öffentlichkeit: Was ist das eigentlich, eine Fankurve? Wie funktioniert sie? Und warum verhält sie sich für Aussenstehende so unberechenbar?

Die Antworten können nicht anders als unbefriedigend ausfallen. Weil es «die» Kurve nicht gibt. Die Basler Muttenzerkurve tickt nicht gleich wie die Berner Ostkurve – und die wiederum anders als die Zürcher Südkurve.

Gemeinsamkeiten gibt es trotzdem. Die heutigen Fanszenen sind aus einer Bewegung entstanden, die sich um die Jahrtausendwende in den Kurven der Schweizer Stadien etablierte. Angetrieben von der Faszination für die italienische und südamerikanische Fanszene mit ausdauernden Gesängen, Choreografien und brennenden Seenotfackeln.

Zwischen Kreativität und zerstörerischem Potenzial

Jede Kurve hat ihren Capo, der die Lieder vorgibt, die gesungen werden, damit der gemeinsame Gesang koordiniert wird und mehr Kraft entfaltet. Wahrscheinlich entsteht deswegen von aussen der Eindruck, alle Kurven seien total hierarchisch strukturiert und müssten sich darum recht einfach selbst regulieren können.

In Wirklichkeit gibt es in allen Kurven diverse Untergruppen. Strikt organisierte und eher lockere. Solche, die aktiv die gewaltsame Auseinandersetzung mit gleichgesinnten Gruppen gegnerischer Clubs suchen. Solche, die sich lieber um neue Lieder und Choreografien kümmern. Und ganz viele Leute, die einfach so in der Kurve stehen. Weil sie die Stimmung mögen. Weil sie ihren Club nach vorne schreien wollen. Weil sie ihn und den Fussball als Fan begleiten.

Das ist eine Mischung, die viel Kreativität freisetzen kann. Und gleichzeitig zerstörerisches Potenzial hat. Und um alles noch verwirrender zu machen, lassen sich die beiden vermeintlichen Pole nicht immer einfach trennen.

"Ja, es ist nur eine Minderheit, die Gewalt ausübt. Verpfiffen wird trotzdem niemand."

Am Beispiel des FCZ erzählt, heisst das: Wenn Präsident Ancillo Canepa nach der Attacke auf GC-Fans davon redet, dass «einige wenige» den Ruf der grossen Mehrheit beschädigen, hat er einerseits recht. Weil es tatsächlich eine Minderheit ist, die auf Gewalt aus ist, und sich viele Kurvengänger über die Aktion massiv genervt haben.

Andererseits besteht der breite Konsens, dass niemand verpfiffen wird. Und dass die Kurve ein Ort ist, an dem auch mal Mist gebaut werden darf. «Wo sonst soll das denn in unserer Gesellschaft noch möglich sein?», fragt ein langjähriges Kurvenmitglied, laut eigenen Aussagen ohne Hang zur Gewalt.

Die Südkurve bietet juristische Diente an

Beim FCZ gibt es fünf offizielle Fanclubs: Letzi, Tigers, 1896, Region Solothurn und Letzi Junxx. Die einen sehen sich in der Tradition der Ultras, die anderen, die Letzi Junxx, «repräsentieren die Schwulen, Lesben und Bisexuellen». Alle schreiben sich die Unterstützung für ihren FCZ auf die Fahne.

Dazu gibt es ganz viele weitere Gruppierungen. Sie heissen Boys, Paradox, 43 (für die Stadtkreise 4 und 3), RD (für Reservoir Dogs), Locoz, Vecchia Brigata oder Outcast Society. Früher, im alten Letzigrund, war die Flachpassbar in der Haupttribüne ein Treffpunkt für sie. Heute ist es das Attika an der Hohlstrasse, vorzugsweise am Freitag.

Die Südkurve hat eine Website, durchaus professionell gemacht, sie bietet juristische Dienste an und stellt einen Vertreter im Vorstand des Vereins FC Zürich, der nichts mit dem Verwaltungsrat der FCZ AG zu tun hat, zu der die Profiabteilung gehört.

In der Kurve steht alles: Chefarzt, Verlagsleiter, Jurist, Bankangestellter, Lehrer, Student, Journalist, Arbeitsloser, Ungebildeter, Schläger. So plakativ es tönt, so ist es eben: Es ist ein Abbild der Gesellschaft. Hier wird gesungen, gejohlt, geflucht, gejubelt, geraucht, getrunken und gekifft. Irgendwie ist es wie die Langstrasse an einem Samstagabend im Sommer.

Das diverse Bild von der Selbstregulierung

Informell wird die Kurve von einer kleinen Gruppe geführt und betreut. Und darum wäre interessant, ihre Gedanken zu erfahren. Die Bestrebungen, einen Kontakt aufzubauen, laufen ins Leere. Das überrascht eigentlich nicht weiter. Man braucht nun nicht gleich die Omertà zu bemühen, das wäre zu hoch gehängt. Aber während die Basler Kurve Kontakt zu Medien unterhält, um die eigene Sichtweise darzulegen, ist es bei FCZ-Fans verpönt, mit Journalisten zu reden.

Und wenn eine Zeitung einmal forsch vorgeht und einen Fan an die Öffentlichkeit zerrt, wie der «Blick» das im November 2011 tat, bleibt das nicht ohne Folgen. Vier Journalisten wurden tote Fische in den Briefkasten gelegt. Was bei der sizilianischen Mafia als Todesdrohung ernst zu nehmen gilt, war hier wohl mehr eine Kinderei. Und doch war das bedenklich.

Im Sektor D 24–27 steht das Herz der Südkurve, auf grauem Beton, seit die dunkelroten Sitze vor elf Jahren und einem Spiel gegen St. Gallen handstreichartig abmontiert worden sind. 166 bis 300 Franken kostet die Saisonkarte. Wenn der Platz nicht reicht wie beim Derby gegen GC oder Basel, wird ausgewichen auf die Blocks daneben.

GC und Basel, das sind die grossen Feindbilder beim FCZ-Anhang, «Scheiss-GC», «Scheiss-Basel», und nach dem letzten Derby kommt es dann «ein paar Idioten» (Canepa am Tag danach) in den Sinn, eine GC-Fahne klauen zu wollen. Das ist das eine, eine Mutprobe vielleicht, um sich in der eigenen Kurve starkzumachen. Das andere sind die Fackeln, die in den GC-Sektor geworfen werden. Die Täter sind jung und vermummt.

Eine Woche später ist Basel im Letzigrund, zum Klassiker. Die Kurve läuft über, von Block 27 bis 31. Auf den Rängen bleibt es nicht ruhig, aber friedlich. Assan Ceesay gelingt in der 95. Minute der Ausgleich zum 3:3. Die Stimmung explodiert. Auf die positive Art. Der Besuch im Stadion ist ein Erlebnis.

4000, 5000 stehen in der Südkurve. Sie prägen das Bild des FCZ, positiv wie negativ. Weil sie diese Grösse erreicht hat, ist sie auch schwieriger zu kontrollieren. Und sorgt für mehr Aufsehen. Wenn am Freitagabend dagegen beim Heimspiel des FC Winterthur aus der Bierkurve ein Becher voller Pommes Frites den Schaffhauser Valon Hamdiu am Hinterkopf trifft, geht das unter und findet medial keinen Widerhall. Der Reflex ist einfach: Ach, die Bierkurve, die ist doch sympathisch … Dabei tummeln sich auch hier Hitzköpfe.

Seenotfackeln: 1000 Grad heiss und in der Schweiz verboten

Gibt es medienwirksame Bilder von Gewalt, wird von Politikerinnen und Medien gerne geklagt, die sogenannte Selbstregulierung der Kurven funktioniere nicht. Das Problem: Was sich die breite Schweizer Öffentlichkeit unter Regulierung vorstellt, unterscheidet sich stark von dem, was die Kurven darunter verstehen.

Beispiel Pyrotechnik: Seenotfackeln, die 1000 Grad heiss werden können, sind in der Schweiz gemäss Sprengstoffgesetz verboten. Entsprechend sieht es nach wenig Selbstkontrolle der Kurven aus, wenn jede Woche in den Schweizer Stadien gezündet wird, bis die Nebelschwaden übers Spielfeld ziehen.

Für die Ultras in den Kurven aber sind «Pyros» Teil ihrer Fankultur – solange sie nicht geworfen werden. Es kann auch als eine Art der Regulierung gesehen werden, wenn einer in der Muttenzerkurve nur dann eine Fackel abbrennen darf, wenn er bewiesen hat, dass er verantwortungsvoll damit umgehen kann. Es ist bloss nicht die gesetzeskonforme Art.

Nach dem Zürcher Derby bestand die Reaktion in einer fünfminütigen Ansprache einer führenden Figur vor dem Spiel gegen Basel. Via Megafon gab es einen «selbstkritischen Appell an die Verantwortung gegenüber der eigenen Kurve», wie der FCZ auf seiner Website vermeldet.

In der Südkurve wird intensive Jugendarbeit geleistet

Derzeit erlebt die Südkurve einen starken Zulauf von jungen Fans. Sie sind zwischen 15 und 20 Jahre alt. Vornehmlich junge Männer, wie in allen Kurven – aber auch viele junge Frauen. Zum Auswärtsspiel in Sitten reisten 1100 FCZ-Fans, so viele wie lange nicht.

Nach eineinhalb Jahren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie scheint bei den Jugendlichen die Lust gross zu sein, rauszugehen, etwas zu erleben und Party zu machen. Die Südkurve bietet genau das: Viele Emotionen in einem Freiraum, der nur wenig Geld kostet – in Zürich eine absolute Seltenheit.

Ein enger Beobachter der Szene sagt, die gestandenen Kurvenkräfte durchlebten mit all den Neuzugängen gerade eine schwierige Phase: «Die leisten derzeit intensive Jugendarbeit.»

Für ihn hat der öffentlichkeitswirksame Petardenwurf vom Oktober nicht nur mit der speziellen Zürcher Situation zu tun, dass sich FCZ- und GC-Gruppierungen seit Jahren eine Art Kleinkrieg leisten, der auch in Schulen und im Ausgang weitergeht. Sondern auch mit dem Zuzug frischer Kurvengänger. Keiner, der über die Tartanbahn des Letzigrunds gerannt ist, wird daran gedacht haben, mit welch repressiven Massnahmen Politik und Polizei reagieren könnten.

Für diese Seite gilt übrigens Ähnliches. Auch hier werden Politikerinnen frisch in neue Ämter gewählt. Und kommen auf Ideen, die ihre Vorgänger bereits mehrfach gewälzt und zum Teil erfolglos versucht haben. Wie jene der personalisierten Tickets.

Es ist der x-te Versuch, die hässlichen Auswüchse rund um den Profifussball in den Griff zu bekommen. Erfolgsaussichten? Zumindest fraglich. Bis jetzt haben repressive Massnahmen stets zu einer Radikalisierung der Kurven und damit zu mehr Gewalt rund um Fussballspiele gesorgt. Das ist keine schöne Aussicht, aber eine realistische.


https://www.bernerzeitung.ch/warum-fuss ... 3107352650

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 13:14 
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Q&A zu digitalen Sammlerstücken

Milliardenmarkt NFTs – auch YB mischt nun mit

Digitale Werke revolutionieren gerade den Kunstmarkt, der US-Sport verdient zig Millionen damit. Nun hat auch der Schweizer Fussballmeister Lunte gerochen.

«Oh my God», sagt Mike Winkelmann im März dieses Jahres, gefolgt von ein paar Kraftausdrücken. Der 40-jährige Amerikaner sitzt auf seinem Sofa und reibt sich fassungslos die Augen. «Das heisst: Digitale Künstler sind gekommen, um zu bleiben.» Gerade hatte der unter dem Namen Beeple bekannte Künstler seine Collage «Everydays: The First 5000 Days» bei Christie's, dem wohl renommiertesten Auktionshaus der Welt, für 69 Millionen Dollar versteigert. Eine immense Stange Geld für eine digitale Datei, ein sogenanntes NFT, das sich jede und jeder im Internet gratis anschauen und gar herunterladen kann.

Digitale Werke haben in den letzten zwölf Monaten für eine kleine Revolution im Kunstmarkt gesorgt. Beeples Rekordwerk ist nur die Spitze des binären Eisbergs. Es werden zig Millionen mit rein digitalen Werken generiert. Da will auch der Sport mitverdienen. Was früher Panini-Bildli waren, sind heute NFTs.

YB-NFTs: «Innert drei Stunden ausverkauft»

Wie so oft kommt der Trend aus den USA, ist der US-Sport Vorreiter. Die Basketball-Liga NBA ist schon seit 2019 auf dem NFT-Markt aktiv. Es wurden mittlerweile rund 350 Millionen Dollar umgesetzt, einzelne NFTs wurden für mehr als 200’000 Dollar verkauft. Europas Fussball-Topligen vermarkten digitale Sammelkarten meist zentral, oft in Kooperation mit dem französischen Start-up Sorare. Die Sammelkarte von Superstar Cristiano Ronaldo wechselte dieses Jahr für fast 290’000 Dollar ihren Besitzer.

Im November 2021 ist dieser Trend nun auch im Schweizer Sport angekommen. Fussballmeister YB hat seine eigenen NFTs, in diesem Fall digitale Autogrammkarten der Spieler, lanciert. Die Päckli, auf Neudeutsch «Bundle» genannt, enthielten NFTs von drei Spielern und kosteten 98 Franken. «Die Päckli waren innert drei Stunden ausverkauft. Einige gar bereits innert der ersten Stunde nach der Veröffentlichung», sagt Reto Steffen, als CDO Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für alles Digitale bei den Young Boys.

Lauper und Co. für 200 Dollar verkauft

Von jedem der 30 Spieler gibt es genau 50 Karten. Gehandelt werden die ersteigerten Karten nun auf dem YB-eigenen Online-Marktplatz. Dort war am Dienstag die günstigste angebotene Karte von Stürmer Elia für 998 Dollar zu haben. Dem Verkäufer winkt bei einem Verkauf ein sattes Plus. Lustenberger, Aebischer und Lauper wechselten bereits für 200 Dollar die Besitzerin.

Doch was sind diese NFTs genau, warum sind Menschen bereit, dafür Unsummen zu bezahlen, und wie können Sportler und Clubs damit Geld generieren? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was sind NFTs überhaupt?

Der Abkürzung kommt aus dem Englischen und steht für «Non-Fungible Token». Sinngemäss übersetzt kann von einem «nicht ersetzbaren Wertschein» gesprochen werden. Es handelt sich um ein nur digital existierendes, einzigartiges Objekt. NFTs sind meist einzelne animierte oder collagierte Bilder, Videos oder auch Musikstücke. Es existiert von den Objekten nur eine einzige Originaldatei, ein Unikat. Stichwort: Exklusivität.

Während die klassischen Panini-Sammelbilder fast ausschliesslich einfache Fotos sind, kommt die digitale Variante visuell ansprechender daher. Bei den NFTs der 30 YB-Spieler handelt es sich um animierte Bilddateien.

Wieso sind manche NFTs so teuer, wenn ich diese doch einfach im Netz anschauen kann?

Bei der digitalen Kunst ist es nicht anders als bei der «greifbaren»: Das Original der «Mona Lisa» von Leonardo da Vinci hängt im Pariser Louvre. Auch wenn Abertausende Kunstdrucke davon in privaten Haushalten auf der ganzen Welt hängen und Bilder davon im Internet zu sehen sind, es sind nur Kopien, die niemals nur annähernd den Wert des Originals erreichen werden. So verhält es sich auch bei den NFTs.

Die Non-Fungible Token haben ein digitales Echtheitszertifikat. Dieses ist durch die Blockchain-Technologie, bekannt von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether, fälschungssicher. Die digitale Besitzurkunde ist dezentral auf einer Vielzahl von Computern gespeichert. Nur eine Person ist verifizierter Besitzer des Originals.

Die digitale Autogrammkarte eines jeden Spielers wurde auf 50 Stück limitiert. Wieso setzt YB nicht auf Exklusivität? «Wie viel ist ein Fan bereit auszugeben?», habe man sich im Club gefragt, sagt Reto Steffen. «Streut man beispielsweise 10’000 NFTs von einem unserer Spieler, fällt der Preis in den Rappenbereich. Gibt es jeden nur einmal, ist der Preis zu hoch. Bei 50 Karten pro Spieler können sich mehr Anhänger eine Karte leisten, da die Preise tiefer liegen als bei Unikaten.»

Wie lässt sich als Sportlerin oder Club damit Geld verdienen?

Erst mal verdient eine Liga, ein Club oder eine Sportlerin mit dem Direkt- oder Lizenzverkauf der eigenen NFTs Geld. Die Käufer der YB-NFTs investierten fast 50’000 Franken. Zudem erhält der Ersteller der Dateien bei jedem weiteren Handel einen Anteil des Verkaufspreises.

NFTs dienen aber auch zur Fanbindung. «Insbesondere in den aktuellen Zeiten physischer Distanz stellt sich für viele Clubs nicht nur die Frage nach zukünftigen Einkommensquellen, sondern auch die Frage, wie Fans oder Mitglieder gehalten und einbezogen werden können», sagt Moritz, Krypto-Experte bei der in Davos ansässigen Firma NFT Design Works. Oftmals gehe es für ihre Kunden auch darum, Jugendliche, die viel mehr Zeit als die ältere Generation in der digitalen Welt verbringen, «weiterhin für den Sport in der realen Welt zu begeistern». NFT-Käufer würden etwa Kunden im Fanshop oder Besucher im Stadion.

Wer soll denn die NFTs kaufen oder handeln?

Generell kann jede und jeder NFTs kaufen und verkaufen. Dazu braucht es auf den meisten Handelsplattformen – wie Opensea, Rarible oder Superrare – ein Benutzerkonto und ein Guthaben in einer Kryptowährung. Experte Moritz warnt jedoch: «Grundsätzlich gilt es, darauf zu achten, in welcher Währung die Transaktion durchgeführt wird und ob hohe Transaktionskosten anfallen.»

«Sicherlich sind junge wohlhabende Krypto-Enthusiasten eine Zielgruppe für viele der Projekte. Doch der Markt ist sehr heterogen.»
Moritz, Krypto-Experte bei NFT Design Works

Viele NFT-Projekte sprechen nicht die breite Masse an, sondern sind auf eine bestimmte Zielgruppe ausgelegt. «Sicherlich sind junge wohlhabende Krypto-Enthusiasten eine Zielgruppe für viele der Projekte», sagt Moritz. Doch sei der Markt generell sehr heterogen. Es gebe Projekte «nahezu in jeder Preisklasse». Die Spannweite der Kaufgründe ist gross. Einige Sportfans kaufen günstige NFTs aus Freude am Sammeln und Verbundenheit mit dem Sport. Am anderen Ende der Skala stehen Vermögensverwalter, die besondere NFTs, meist aus dem künstlerischen Bereich, als Wertanlagen in ihre Portfolios aufnehmen und auf eine Wertsteigerung spekulieren.

YB belohnt den «Supersammler»

Auch bei YB-NFTs winkt dem fleissigen Sammler eine Wertsteigerung, nicht digital, sondern analog: Wer Ende Februar jeden der 30 Spieler als NFT in seinem Besitz hat, wird dafür vom Club belohnt. Der «Supersammler» bekommt vier Tickets der höchsten Kategorie für ein Heimspiel und ein getragenes Originaltrikot. Am Dienstagabend kosteten die günstigsten NFTs auf dem YB-Marktplatz rund 40 Dollar, somit muss der Supersammler mindestens 1200 Dollar investieren.

Traditionalisten fahren günstiger: Bei 45 Franken lag am Dienstag das Höchstgebot auf dem grössten Schweizer Online-Marktplatz für ein volles Panini-Album, es ist jenes der Fussball-WM 1986. Für sein Geld bekommt der Käufer auch hier noch mehr – nein, kein Trikot, keine Eintrittsbillette – sondern ein zu zwei Dritteln gefülltes Exemplar des gleichen Albums.


Kurz-Interview mit Reto Steffen, CDO bei YB

Was erhofft sich YB vom Einstieg in den boomenden NFT-Markt?

«Es geht uns nicht darum, das grosse Geld zu verdienen. Wir möchten Erfahrungen im stetig wachsenden digitalen Bereich sammeln, von denen wir auch in zukünftigen Projekten profitieren können.

Wie zufrieden ist der Club mit der Lancierung?

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Projekt, die Päckli waren innert drei Stunden ausverkauft. Einige gar bereits innert der ersten Stunde nach der Veröffentlichung.»

Wieso setzt YB nicht auf Exklusivität? Wieso gibt es die Spielerkarten in 50-facher Ausführung?

«Wir haben uns die Frage gestellt: Wie viel ist ein Fan bereit auszugeben? Streut man beispielsweise 10’000 NFTs von einem unserer Spieler, fällt der Preis in den Rappenbereich. Gibt es jeden nur einmal, ist der Preis zu hoch. Bei 50 Karten pro Spieler können sich mehr Anhänger eine Karte leisten, da die Preise tiefer liegen, als bei Unikaten. Wir möchten auch dem YB-Anhang die Möglichkeit bieten, durch unsere digitalen Autogrammkarten den Einstieg in den NFT-Markt zu finden und dazuzulernen.»

Wie sind die Rückmeldungen der Fans?

«Zu sehr grossen Teilen positiv. Natürlich gab es auch kritische Stimmen: «Braucht YB das wirklich?» Aber die machten nur einen kleinen Teil der Rückmeldungen aus.»

Verdient YB auch an den Weiterkäufen mit?

«Es gibt beim Handel auf dem digitalen Marktplatz eine sogenannte ‹Royalty-Fee›, eine Gebühr die beim Weiterverkauf anfällt. Diese Gebühren teilen wir uns mit unserem Marktplatz-Anbieter.»

Der Handel von NFTs über die Blockchain-Technologie sorgt für immensen Energieverbrauch. Wie wird von Ihrer Seite versucht, diesen möglichst klein zu halten?

«Das war intern natürlich ein Thema, da wir uns als Verein Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben haben. Daher haben wir uns für einen Blockchain-Anbieter entschieden, der auf nachhaltige Energiequellen setzt und auch ein dementsprechendes Label hat.»

Was für Projekte sind zukünftig geplant?

«Im nächsten halben Jahr wollen wir Sondereditionen herausgeben. Die NFT-Autogrammkarten wird es auch in den kommenden beiden Saisons geben.»


https://www.bernerzeitung.ch/milliarden ... 8075318403


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Dezember 2021, 22:49 
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Neun Punkte Rückstand

Die Winterpause wird für YB langsam zur rettenden Insel

Die Young Boys wollten nach der Länderspielpause eine Serie starten. Nach dem 1:2 zuletzt gegen Servette und nur einem Sieg lässt sich sagen: Das ist gründlich schiefgegangen.

Natürlich, wenn diese Szene am Samstag anders gelaufen wäre, liesse sich hier womöglich vortrefflich darüber schreiben, wie sie die Young Boys nach schwierigen Wochen endlich gestartet haben, die kleine Erfolgsserie, die Phase der Rehabilitation.

Gekommen ist es anders. Christopher Martins beging gegen Servette kurz vor der Pause dieses Foul, er setzte im ungünstigsten Moment zur Grätsche an: Von schräg hinten, ohne Not, bereits verwarnt. Einerseits ist Martins erst 24 Jahre alt, wie auch sein Trainer David Wagner im Nachgang zu bedenken gab. Andererseits ist Martins auf seiner Position schon über 120 Profipartien schwer, hat für Luxemburg bald 50 Länderspiele absolviert. Dass ihm so ein Malheur zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen unterlief, spricht auch gegen ein gewisses Bewusstsein auf dem Feld. Bereits Mitte Oktober beim 1:1 gegen Luzern wurde er früh verwarnt, stand später seinem Gegenspieler auf den Fuss. Zweimal Gelb-Rot, zweimal brachte er seine Mannschaft so in grosse Probleme. «Leider hat man in der Emotion und im Gefühl des Zweikampfs nicht im Kopf, dass man schon verwarnt ist», versuchte es Wagner so zurückhaltend wie möglich zu formulieren.

Der Platzverweis alleine brachte YB nicht um den Sieg. Doch er lancierte die Partie gegen Servette für die zweite Halbzeit neu. Und in diesem zweiten Umgang bekundeten die Young Boys in Unterzahl Probleme, wie sie sie beim 1:1 gegen Luzern, dem 1:1 in Basel oder dem 3:2 auf dem Weg in die Champions League gegen Ferencvaros noch nicht gekannt hatten. In all diesen Spielen agierte YB jeweils zu zehnt, kam jedoch gegen Luzern zum Ausgleich, gegen den FCB mit einem Remis davon und machte gegen Budapest noch zwei Tore zum 3:2-Heimsieg.

Ein Punkt, gar ein Sieg wäre dringelegen

Dass der Meister aus den beflügelnden Spätsommerwochen nicht mehr der Meister aus der schwierigen Winterzeit ist, weiss man nicht erst seit Samstag. Doch der Vergleich mit Servette zeigte, dass die Young Boys nicht mehr alle Widrigkeiten wegzustecken vermögen. Und davon gibt es nach wie vor einige. Die nicht abreissenden Personalsorgen (für Mittwoch fehlt neu der an den Bändern verletzte Felix Mambimbi), das Hin und Her bezüglich Quarantänemassnahmen rund um die Derniere in der Champions League bei Manchester United, der anwachsende Abstand auf die Ligaspitze.

Trainer Wagner stellte gegen Servette mit einer Mischung zwischen Personalsorgen und Rotationspflicht auf, mit den zwei Riesen Jordan Siebatcheu und Wilfried Kanga im Angriff, wieder im traditionelleren 4-4-2-Gesicht. Zu Kangas 1:0 hätten in der Startphase weitere Tore kommen können.

Zur Pause nahm Wagner gleich beide Stürmer aus dem Spiel, wobei Kanga ein wenig angeschlagen war nach seinem Zusammenprall zuvor mit Servettes Moussa Diallo. Die Wucht der zwei Sturmtanks war weg, von Meschack Elia versprach sich der Deutsche Konterchancen. Und die gab es, Elia übersah einmal den besser postierten Nicolas Ngamaleu, in der Schlussphase blieb er mehrmals an der gegnerischen Abwehr hängen.

Mit Servette jedenfalls war kein Gegner auf dem Platz, der mit dem sich bietenden Raum viel anzufangen wusste. Das 1:1? Eine weitere Unzulänglichkeit der Young Boys, als der wieder von seiner Muskelverletzung genesene Mohamed Camara im Strafraum gegen Grejohn Kyei klammerte und so den Penalty verursachte. Das 2:1? Das dritte Tor nach direktem Freistoss in den letzten Tagen war nach der Mauerschwäche gegen Atalanta und dem starken Schuss von Luganos Sandi Lovric am Mittwoch eine andere Kombination. Ngamaleu sprang in der Mauer nicht hoch, Kastriot Imeris Schuss traf die so entstehende Lücke – und Guillaume Faivres Reaktionszeit liess ein bisschen zu wünschen übrig.

Nicht ganz unvorstellbar wäre es also gewesen, dass YB aus dieser schwierigen Partie mit einem Punkt oder gar mit dem Sieg davonkommen würde. Geworden ist es ein 1:2 und die vierte Niederlage der Saison, die erste in der Liga im eigenen Stadion. Gerade fällt rund um die Young Boys immer die nächste Bastion, die Winterpause scheint im aktuellen Schlamassel mehr denn je wie eine rettende Insel. «Die Selbstverständlichkeit aus den letzten Jahren ist uns abhandengekommen», sagte Captain Fabian Lustenberger am Samstag.

Spielmann? Maier? Toure?

Es gibt Gründe dafür, einer sind die Absenzen. In der Offensive sind sie nach wie vor gewichtig, dem Trainer fehlen Christian Fassnacht oder Jean-Pierre Nsame, doch ebenso macht es auch den Anschein, als würde er anderen nicht vertrauen. Spieler aus dem erweiterten, in der aktuellen Situation umso interessanteren Kreis haben es unter ihm schwer. Mambimbi? Schaffte es am Samstag zum vierten Mal in die Startelf. Miralem Sulejmani? Weist knapp 200 Einsatzminuten vor. Marvin Spielmann? Steht seit Wochen nicht im Aufgebot und möchte nicht darüber reden. Nico Maier? Erlebte noch im April sein Startelfdebüt – und verbringt die aktuelle Saison vornehmlich in der U-21, wo er Tor um Tor schiesst. Yannick Toure? Der Zugang hat im Nachwuchs schon sechs Treffer erzielt – auf einen Einsatz in der ersten Mannschaft wartet auch er vergebens. Dass die Berner Schlussoffensive am Samstag nach dem 1:2 mit der Einwechslung von Verteidiger Silvan Hefti eingeläutet wurde, dürften einige dieser Fussballer irritiert zur Kenntnis genommen haben.

Eine kleine Siegesserie starten, das war der Plan in der Länderspielpause, davon sprach bei YB der Sportchef Christoph Spycher, davon sprachen Spieler und Trainer. Am Mittwoch vor dem 3:1 gegen Lugano sagte Spycher: «Ich kann dieser Mannschaft punkto Einsatz an kaum einem Tag einen Vorwurf machen. Was fehlt, ist momentan die Intuition, die Leichtigkeit.»

Vier Spiele sind in dieser letzten Tranche der Hinrunde vorbei, drei davon hat YB in der Liga gespielt, und nach nur einem Sieg und mittlerweile neun Punkten Rückstand auf den Leader FCZ muss eine solche Serie weiter warten.


https://www.bernerzeitung.ch/die-winter ... 4205344348

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Dezember 2021, 22:53 
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Zu viele Disziplinlosigkeiten

Das ist das Sündenregister von Meister YB

Das 3:1 gegen Lugano sollte der Start zur YB-Siegesserie werden. Ist es nicht geworden. Ausser die Berner wollen das Wort «Serie» neu definieren. Dahingehend, dass eine solche mit einem Spiel beginnen kann …

- Martins kassiert zum zweiten Mal vor der Pause Gelbrot
- Ngamaleu lässt wiederholt ein Loch in der Mauer zu
- Camara begeht immer wieder dämliche Fouls
- ...und keine YB-Fans im Old Trafford

Natürlich ist diese Spielerei ein bisschen bösartig. Doch nach dem 3:1 vom Mittwoch im Verfolgerduell gegen Lugano sprach jeder Gelbschwarze davon, damit eine Serie starten zu wollen. Ob Trainer David Wagner, Captain Lustenberger oder sonst ein Spieler - alle betonten, man wolle nun durchstarten, den Rückstand verringern, Die Konstellation mit vier Heimspielen ausnützen.

Und nun ist alles mit Spiel zwei schon Makulatur! 1:2 gegen Servette nach Führung. Ein Schock!

«Ein Schock ist es nicht, aber extremst enttäuschend», sagt Coach David Wagner. «Das war nach dem Lugano-Spiel nicht abzusehen. Wir haben uns das natürlich vollkommen anders vorgestellt. Wir wollten unbedingt diese Serie starten.»

Martins ist ein Wiederholungstäter

Wieder sind es eklatante Disziplinlosigkeiten, die YB um die Früchte der Anstrengung bringen. Denn den Willen kann man den Gelbschwarzen nicht absprechen. Sie geben sich Mühe. Sie sind eifrig, spielfreudig. Auch in Halbzeit eins, selbst wenn der Coach das anders sah. Doch dann passieren diese Dinge immer und immer wieder, die nicht passieren dürften.

Da ist zum einen der Platzverweis gegen Kiki Martins. Eine Minute vor der Pause darf man gelbvorbelastet niemals zu einer solchen Hochrisiko-Grätsche ansetzen. Zumal es dem Luxemburger bereits im Oktober beim 1:1 gegen Luzern passiert ist, vor dem Break Gelbrot zu kassieren. Wagner: «Situation falsch eingeschätzt, falsche Entscheidung getroffen in einem Bereich des Spielfelds, wo es relativ ungefährlich ist. Aber das passiert in der Hitze des Gefechts. Da dankt man dann leider nicht nach. Das war ärgerlich.»

Gibts nun einen Denkzettel in Form eines harten Gesprächs? «Natürlich werde ich mit Kiki reden», sagt Wagner, um abzuschwächen: «So wie ich mit jedem Spieler nach einem Spiel spreche. Daraus muss er lernen, Er ist noch ein junger Kerl.»

Mauerfall bei Ngamaleu

Doch das war erst der Gamechanger, dieses Gelbrot. Es folgen die Tore, die beide auch durch Disziplinlosigkeiten und Unkonzentriertheiten entstehen. Beim Penalty für Servette reisst Ali Camara den Genfer Grejohn Kyei völlig unbedacht im Strafraum um. Auch nicht das erste dämliche Foul des Guineers. Und bei Kastriot Imeris zweitem Treffer springt Moumi Ngamaleu in der Mauer als einziger nicht hoch. Genau dorthin fliegt der Ball. Schon in der Champions League gegen Atalanta hatte Ngamaleu mit einem Abdrehen in der Mauer den späten Ausgleich der Bergamasken mitverschuldet. «Das war ein super getretener Freistoss. Aber ich habs noch nicht gesehen und kann deshalb nicht sagen, ob sich die Mauer richtig verhalten hat», so Wagner.

Apropos Champions League. Dort geht es für YB im Old Trafford gegen Manchester United weiter. Am Mittwoch ohne eigene Fans, denn die haben nach dem Quarantäne-Beschluss des Bundesrats ihre Tickets zurückgegeben. Mittlerweile ist der Entscheid aufgehoben. Zu spät für YB ...

Pleiten, Pech und Pannen, wohin man guckt im Moment beim Meister.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 42689.html

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