|
Auch bei den Young Boys hat Trainer Hans-Peter Zaugg die Qual der Wahl: Marco Wölfli und Patrick Bettoni sind beide gute Goalies. Beide haben in dieser Saison gleich viele Partien gespielt, eine klare Nummer 1 gibt es nicht. Diese Situation gefällt Patrick Bettoni nicht. Er hat vom Trainer eine Entscheidung verlangt. «Wenn ich mich dauernd fragen muss, ob ich das nächste Mal spiele, kann ich nicht ruhig arbeiten», sagt Bettoni. Er ist 29 Jahre alt, die nächsten vier, fünf Jahre sollen «die besten seiner Karriere» werden. Hans-Peter Zaugg hat Bettoni bewusst nach Bern geholt, um Marco Wölfli «mehr Druck» zu machen als zuletzt Paolo Colavitti, der sich in seine Rolle als Nummer 2 geschickt habe. Weniger Mühe mit der Ungewissheit hat Marco Wölfli - auch wenn ihm nicht immer ganz klar gewesen sei, warum er nicht spiele. «Ich weiss, was ich kann», sagt Wölfli, «das Vertrauen des Trainers ist mir nicht mehr so wichtig.» Zaugg gab schliesslich dem Wunsch Bettonis statt und bestimmte eine Nummer 1. Bevor er aber seine Entscheidung - für Wölfli - kommunizierte, verletzte sich dieser. Bis zur Winterpause steht Konkurrent Bettoni im Berner Tor.
NZZ
|