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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2020, 10:40 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 18. Dezember 2020, 17:41 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Alles zum Spiel YB - LuganoDie personelle Situation bei YBBeim Spiel gegen den FC Lugano muss YB-Trainer Gerry Seoane auf folgende Spieler verzichten: Sandro Lauper, Fabian Lustenberger, Esteban Petignat, Vincent Sierro und Marvin Spielmann (alle verletzt oder rekonvaleszent). Fraglich sind die Einsätze von Jean-Pierre Nsame und Felix Mambimbi. «YB zeigte eine beeindruckende Reaktion»Joël Magnin (49) war Spieler bei Lugano und YB, danach jahrelang Nachwuchstrainer bei den Bernern. Seit seiner Freistellung bei Xamax ist er ohne Job - aber deswegen nicht tatenlos. *** Joël, Anfang Juli endete Deine Zeit als Trainer bei Xamax. Was hast Du seither vor allem gemacht? Eigentlich wäre es ideal gewesen, bei anderen Trainern zu hospitieren, Stages im Ausland zu machen und mich so weiterzubilden. Aber der Plan ging wegen der Corona-Pandemie leider nicht auf. Also schaute ich viele Spiele am Fernsehen, von Champions League über Super League bis Challenge League, und ich machte für mich Analysen. Was fällt auf? Gibt es Trends? Möglichkeiten gab es stets genug: Praktisch jeden Tag hätte ich mir ein Spiel aus irgendeiner Liga anschauen können. Wärst Du bereit, bald wieder eine Mannschaft zu übernehmen? Ja, absolut. Ich habe die Freistellung bei Xamax verarbeitet und bin bereit. Vielleicht trete ich schon im Januar ein neues Amt an. Welchen Eindruck hast Du von YB? Einen sehr guten. Es gab zuletzt eine Phase, in der man sah, dass das happige Programm viel Substanz kostete. Bemerkbar machte sich für mich auch das Fehlen von Fabian Lustenberger. Aber am Mittwoch in Basel zeigten die Young Boys beim 2:0 eine beeindruckende Reaktion speziell auf die Niederlage gegen Servette, sie waren aggressiver und präziser als der Gegner und verdienten sich den Sieg. Und wie siehst Du die Entwicklung des FC Lugano? Vor dieser Saison gab es im Kader kaum Veränderungen. Lugano setzt auf Kontinuität, steht defensiv solid und ist ein zäher Gegner. Wenn die Mannschaft in Führung geht, versteht sie es meistens sehr gut, den Vorsprung zu verteidigen. Du hast von 1999 bis 2002 bei Lugano gespielt, bevor Du bei YB unterschrieben hast. Welche Erinnerungen hast Du an die drei Jahre im Tessin? Überwiegend positive. Wir boten erfrischenden Fussball, hatten mit Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi zwei der Attraktionen der Liga und verpassten 2001 den Meistertitel nur knapp. Und neben dem Fussball bot das Tessin eine sehr hohe Lebensqualität. Was für eine Partie erwartest Du nun im Wankdorf? YB spielt immer auf Sieg, das wird auch jetzt so sein. Aber auf der anderen Seite steht ein Gegner, der weiss, wie er verteidigen muss. Es ist eine interessante Ausgangslage. MatchprogrammDas Matchprogramm zum Spiel YB - Lugano gibt es als Online-Version und zum Herunterladen. Onlineversion (ISSUU): https://issuu.com/bscyb1898/docs/20201219-yb-luganoDownload (PDF): https://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/ ... no_WEB.pdf
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 12:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.12.2020  Zitat: Gleich zwei Top-Duelle: Die ersten vier der Liga unter sich
Kurz vor der kurzen Winterpause bietet die Super League den Super-Samstag: Die ersten vier nach Verlustpunkten spielen unter sich. Basel empfängt St. Gallen, die Young Boys den FC Lugano.
In der herkömmlichen Tabelle nach effektiv errungenen Punkten ist der FC Zürich einen Punkt vor Lugano Vierter. Aber die Tessiner werden im neuen Jahr das Heimspiel gegen YB und das Auswärtsspiel gegen Sion nachholen. In der Rangliste nach Verlustpunkten sind sie sogar Zweite: 1. YB 9 Verlustpunkte. 2. Lugano 13. 3. St. Gallen 14. 4. Basel 17. Diese Rangliste zeigt den FC Basel, der den Meistertitel nach vier Jahren zurückgewinnen will, in keiner günstigen Position.
Der Match der generösen Gastgeber
Will man den Erfahrungswerten glauben, wird Basel gegen St. Gallen nicht gewinnen können. Denn in den letzten elf Spielen zwischen Baslern und Ostschweizern waren die Gastgeber jedes Mal grosszügig. Immer überliessen sie dem jeweiligen Gast den Sieg oder zumindest einen Punkt. Auf diese Weise siegten Basel fünfmal in St. Gallen und St. Gallen viermal in Basel. Zwei Spiele endeten unentschieden. Für die Basler wiederum spricht nach der Niederlage gegen YB, dass sie seit Ende 2015 nur gerade zweimal zwei Meisterschaftsspiele nacheinander verloren, zuletzt in der Mitte der Saison 2019/20.
St. Gallens Trainer Peter Zeidler blickt über den Fussballplatz hinaus. Es sei ein Privileg, dass man in diesem schwierigen Herbst überhaupt Fussball spielen könne, sagte er gegenüber dem St. Galler Tagblatt. Der Deutsche weiss am besten, wovon der spricht. Gerade diese Woche wurde der Teenager Leonidas Stergiou, seit langem eine feste Grösse in St. Gallens Abwehr, positiv auf das Coronavirus getestet. In Basel wird ihn wie schon beim 0:0 gegen Lugano der ebenfalls junge Franzose Yannis Letard ersetzen.
YB – Lugano, das zweite Gipfeltreffen vom Samstag, ist auch das Duell von zwei der Besten ihres Fachs: YBs Luzerner Trainer Gerardo Seoane misst sich mit Luganos Berner Trainer Maurizio Jacobacci. Seoane weiss, dass Lugano seit geraumer Zeit eine Knacknuss ist. Die Tessiner haben nur gerade eines der letzten 18 Meisterschaftsspiele verloren.
Im Schlussspurt vor Weihnachten ist der Super-Samstag nicht der einzige brisante Tag in der obersten Liga. Spitzenduelle (Basel – YB, St. Gallen – Lugano) fanden schon am (Super-)Mittwoch dieser Woche statt, und mit dem Spiel St. Gallen – YB in der 14. Runde wird das Herbstpensum unter der nächsten Woche abgeschlossen.
Die Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:
Young Boys – Lugano (Duelle der Saison 2019/20: 2:0, 0:0, 1:2, 3:0). – Samstag, 18.15 Uhr. – SR Jaccottet. – Absenzen: Lustenberger, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt); Guidotti (verletzt). – Fraglich: Nsame und Mambimbi; Covilo. – Statistik: Es ist das Duell der Mannschaften, die bislang erst je ein Spiel verloren haben. Im Unterschied zur letzten Saison weisen die Berner in den Auswärtsspielen bislang den (leicht) besseren Punktedurchschnitt vor als in den Heimspielen. Luganos Rückstand von vier Verlustpunkten auf Leader YB rührt von den vielen (5) Unentschieden her. Der letzte Sieg der Luganesi in Bern, ein 2:1, geht auf den April 2017 zurück. Seither holten die Berner aus sechs Duellen im Wankdorf 16 Punkte. https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 04241.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 12:16 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.12.2020  Zitat: Vor dem letzten Heimspiel
Mit jedem Spiel steht YB bei den Fans tiefer in der Schuld
Die Young Boys können wegen Corona noch immer keine Gäste bewirten. Und müssen sich allmählich fragen, wie sie Fans und Partner entschädigen können.
Als Thomas Steffen im Sommer 2019 seine Unterschrift unter den neuen Vertrag setzte, dachte er sich: Das wird gut. Steffen ist Inhaber und Geschäftsführer beim Weinhändler Terravigna, mit seiner Firma war er bis zum vergangenen Jahr Silberpartner bei den Young Boys. Er entschied sich, die Zusammenarbeit auf ein neues Niveau zu heben und als Goldpartner einzusteigen.
Steffen unterschrieb ein neues Engagement mit einer Zuwendung im sechsstelligen Bereich. Darin enthalten waren diverse Dienstleistungen. Steffen würde eigene Kunden dreimal pro Halbjahr in der eigens nach seiner Firma benannten Lounge empfangen können. Er hätte Sitzplätze im besten Sektor, eine Mitgliedschaft im sogenannten Sky Club, Plätze im Pub-Bereich einer tieferen Loge, würde Inserate im Clubmagazin schalten können. Er wäre einer jener Top-Kunden, mit denen die Young Boys einen beachtlichen Teil ihres Umsatzes erwirtschaften.
Am Samstag lädt YB zum letzten Heimspiel des Jahres. Doch die edlen Logen bleiben leer, ebenso die restlichen Plätze. Die Partie gegen Lugano findet wie alle anderen derzeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vor der Pandemie empfingen die Young Boys bei einem Spiel bis zu 1500 VIP-Kunden. Der Hospitality-Bereich im Wankdorf wurde vor drei Jahren modernisiert. Er erstreckt sich über drei Stockwerke, mit jeder Etage nimmt die Exklusivität zu. Die VIP-Zone ist ein Stolz des Clubs. Und eine Goldgrube.
2020: Bewirtung nur an drei Heimspielen
Zuoberst befindet sich neben Steffens Terravigna-Lounge auch der Presidents Club, das Nonplusultra. 60 Gäste wurden hier während des Spiels verwöhnt. Die Teigwaren waren gelb-schwarz, es gab edlen Schinken und Terrine, in der Wand lagerten formidable Weine, die Bar bot eine feine und vor allem teure Auswahl an Gin. Der Preis für eine einjährige Mitgliedschaft stieg im Sommer 2019 von 25’000 auf 30’000 Franken.
Im Sky Club, der zweitbesten Adresse im Stadion, fanden 100 Mitglieder Platz, eine Doppelmitgliedschaft kostete 18’000 Franken pro Saison. Entschied sich ein Kunde, die Mitgliedschaft nicht zu verlängern, rückte der nächste nach. YB war auch neben dem Fussballfeld ein Erfolgsmodell.
Dann kam die Pandemie.
Am 8. Februar bestritten die Young Boys gegen Sion das letzte Heimspiel, bevor die Corona-Welle auch über die Schweiz schwappte. Bis zum Ende der vergangenen Saison Anfang August folgten sieben weitere Partien in Bern, bei denen maximal 1000 Zuschauer anwesend sein durften. Und bei denen der Club deshalb seine Leistung gegenüber einem Grossteil der zahlenden Kundschaft nicht erbringen konnte.
Thomas Steffen stellt mit seiner Firma auch den Wein für die VIP-Bewirtschaftung an YB-Partien bereit. 2020 konnte er gerade mal für drei Heimspiele ausliefern. Als VIP-Kunde konnte er die meisten der im Vertrag vorgesehenen Leistungen nicht beziehen, deshalb haben ihm die Young Boys letzten Sommer eine Entschädigung angeboten. Für den Berner, dessen Onkel Willi Steffen für YB in der legendären Vierfach-Meister-Mannschaft der 50er-Jahre verteidigte, war sofort klar, dass er auf einen Teil davon verzichtet. Wie viel, will er nicht sagen. «Aber wir haben das einvernehmlich gelöst, es ist ein freundschaftliches Verhältnis.»
VIP-Behandlung erfahren nicht alle im Stadion. Im Falle der «normalen» Fans ist dieser Leistungsausfall in den AGB geregelt, diese schliessen eine Rückerstattung des Clubs bei höherer Gewalt aus – also auch bei einer Pandemie. Die Young Boys zeigten sich insofern kulant, als sie jenen, die ihr Abo bis Ende nächster Saison verlängerten, einen Rabatt von 10 oder 20 Prozent gewährten.
Die Stiftung Konsumentenschutz sieht das Verhalten der Sportclubs kritisch. «Eine Rückerstattung müssten im Prinzip all jene problemlos einfordern können, deren Leistungen nicht erfüllt werden konnten», sagt Geschäftsleiterin Sara Stalder, «dagegen kann man sich auch via AGB nicht rechtlich absichern.»
Im Falle der VIPs und Sponsoren zahlte YB im Sommer rund die Hälfte der offenen Beträge zurück, was einem tiefen einstelligen Millionenbetrag entsprochen hat, wie CEO Wanja Greuel sagt. Und jetzt?
Fast 17’000 Saisonkarten verkauft
Diese Woche richteten Sportchef Christoph Spycher und Greuel Videobotschaften an Fans und Partner, wie die VIP-Kunden vom Club auch genannt werden. In salbungsvollen Worten, eingeleitet von gefühlsduseliger Musik, die Kernbotschaft: Für die Leistungen, welche die Young Boys ihren Fans und Partner versprochen hätten, werde man Ende Saison geradestehen. «Das ist Ehrensache», sagt Greuel in einem der Videos.
«Ohne Fans gibt es kein Interesse von Sponsoren. Und ohne Sponsoren gibt es keine tolle Mannschaft.» YB-Goldpartner Thomas Steffen
Im Sommer entspannte sich die Situation, Zuschauer in den Stadien schienen plötzlich eine nicht mehr allzu ferne Zukunftsvision. Rund 17’000 Saisonkarten hat YB verkauft, 1300 davon entfallen auf VIP-Kunden wie Steffen. Rund acht Prozent der Abobesitzer sind also sogenannte Partner. Sie sind aber für das erheblich grössere Stück am Einnahmekuchen besorgt. Der Verkauf von normalen Saisonkarten brachte YB im Sommer rund 6 Millionen Franken ein, jener für VIP-Kunden gegen 10 Millionen. Doch nur beim Heimspiel gegen Vaduz Anfang Oktober konnte YB sein Versprechen einlösen, es ist die einzige Partie, die vor mehr als 1000 Zuschauern stattfinden durfte. Und beim gegenwärtigen Verlauf der Pandemie dürfte das bis mindestens in den Frühling so bleiben. Der Club wird bei seinen Anhängern erneut tief in der Schuld stehen.
«Wir wollen uns kulant zeigen», sagt Greuel. Verliere YB jetzt Saisonkartenbesitzer, werde sich das später auswirken. Der CEO fügt trotzdem an, einen Teil der Schuld mit Aktionen begleichen zu wollen. Und auch, indem man an die Solidarität der Fans appellieren wolle. Nach zwei Jahren mit einem Gewinn von je rund 20 Millionen Franken wird YB 2020 einen Verlust im mittleren einstelligen Millionenbereich schreiben. «Wirtschaftlich», sagt Greuel, «stehen wir immer noch auf gesunden Beinen. Aber wir müssen unbedingt auch an die mittel- und langfristige Zukunft denken.» Eine nach Hilfe schreiende Bitte an die Fans, auf ihren Anspruch zu verzichten, wie zuletzt beim SCB, ist bei YB nicht zu erwarten.
Doch wie ist die Stimmung bei den Anhängern? Vertreter von Fanclubs wollten sich auf Anfrage nicht äussern. Ein Blick ins Fanforum zeigt, dass auch diesmal viele Anhänger bereit sein dürften, auf Geld zu verzichten. «Gerade Sportvereine sind für den Konsumenten in der Regel eine Herzensangelegenheit», sagt Konsumentenschützerin Stalder, «und diese emotionale Komponente nutzen die Clubs aus.»
Thomas Steffen will YB wieder entgegenkommen. Und er hofft, dass im Stadion bald wieder Leben einkehrt. «Ohne Fans gibt es kein Interesse von Sponsoren. Und ohne Sponsoren gibt es keine tolle Mannschaft.» Zuschauer vor Ort sind für Schweizer Fussballclubs wie die Young Boys nach wie vor die Substanz erfolgreichen Wirtschaftens. Es scheint, als müssten sie noch länger darauf verzichten. https://www.bernerzeitung.ch/mit-jedem- ... 7756024823
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 12:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.12.2020  Zitat: Höhenflug mit Maurizio Jacobacci
Was ein Porsche über den Arbeitersohn verrät
Er gilt als Wandervogel ohne Glamour – doch nun formt er den FC Lugano zu einem Spitzenteam. Dass der Berner unterschätzt wird, hat viel mit seiner Vergangenheit zu tun.
Die neue Saison war erst eine Runde alt, da lag Maurizio Jacobacci schon flach. Zwei Tage lang hatte er 40 Grad Fieber, dann verschwand es wieder. Corona hatte er nicht, er vermutet, dass Anstrengung der Grund war.
Manchmal hilft es, ein Sportler zu sein: Sportler lernen, positiv zu denken. Und das macht auch Jacobacci an diesem Tag in Bellinzona. «Ich sage mir: An diesem Virus sterbe ich nicht», sagt er, «ich würde zugrunde gehen, wenn ich negativ wäre. Ich will so gut wie möglich durchs Leben kommen, so prekär die Situation auch ist.»
Am kommenden 11. Januar wird er 58. Sein ganzes Leben hat er im Fussball verbracht, zuerst als Spieler und seit über 25 Jahren als Trainer. Er hat gerade eine gute Zeit. Mit dem FC Lugano liegt er auf Platz 3, unbesiegt in acht Spielen, saisonübergreifend gar seit sechzehn Spielen.
Und was sagt Jacobacci? Er sagt: «Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen.» 39 Punkte sollten dafür reichen, denkt er, 23 fehlen noch, bevor Lugano am Sonntag gegen den FC Zürich aufläuft. Für Jacobacci hat das nichts mit Bescheidenheit zu tun, es entspringt nur dem vordringlichsten Ziel des Vereins, nicht abzusteigen. Wenn das geschafft sei, sagt er, könne man noch immer versuchen, mehr zu erreichen.
«Grossvater tönt doch gut»
Lugano ist ein Club mit wechselvoller Geschichte, mit drei Meistertiteln bis 1949 und drei Cupsiegen bis 1993, aber auch mit finanziellen Dramen und sportlichen Abstürzen. Präsident Angelo Renzetti versucht seit langem, für seinen Club solide Käufer zu finden, weil das Engagement ihn schon viel Kraft gekostet hat. Jacobacci hat genau gewusst, wohin er geht, als er dem Ruf aus Lugano folgte. Ein Jahr und eineinhalb Monate ist das jetzt her, Lugano stand als Neunter schlecht da. Jacobacci wusste auch: Renzetti konnte ihm finanziell nicht viel bieten und vorerst nur einen Vertrag bis zum Saisonende.
Er führte Lugano auf Rang 5, 2 Punkte fehlten zur Europa League. In der Deutschschweiz wurde diese Leistung nur marginal wahrgenommen, weil das oft der Fall ist, wenn es um das Tessin geht. Und weil das oft auch der Fall ist, wenn es um Jacobacci geht, um diesen Buben italienischer Einwanderer aus einem Berner Arbeiterquartier. Kaum ein Trainer ist mehr unterschätzt worden im Schweizer Fussball als er.
Die Augen glänzen, wenn er von den ersten Spielen von Esperia Bern erzählt, die er als Knirps mit seinem Vater auf einem Platz verfolgte, der so eng und klein war, dass die Bäume ins Spielfeld ragten. Sie glänzen oft in diesem Gespräch im Café beim Bahnhof von Bellinzona, weil es zuerst einmal um Fussball geht und Fussball sein Motor ist; und weil es auch um seine Familie geht. Seine Kinder haben ihren Weg gemacht, der Sohn als Bestatter, die Tochter als Primarlehrerin, das macht ihn besonders stolz. Er hat drei Enkel und findet: «Grossvater, das tönt doch gut.»
17 Stationen als Trainer
Jacobacci ist viel unterwegs gewesen in seinem Leben: zehn Stationen als Spieler, siebzehn als Trainer. Es sind so viele, dass es beim Zählen leicht einen Fehler geben könnte. Auf seinem langen Weg hat er sich auch schon die Frage gestellt, wieso er so lange warten musste, bis er als Cheftrainer in der Super League seine Chance erhielt. «Was habe ich für eine Lobby?», hat er sich gefragt.
Jacobacci ist ein Arbeiter. Dass er sich einmal einen Porsche geleistet hat, dass er eine illustre Lebenspartnerin hat, Ilona Hug, die frühere Frau des verstorbenen Kickboxers Andy Hug, dass er Wert legt auf ein modisches Äusseres – das mag alles sein, aber es ändert nichts daran, dass er die Werte eines Arbeiters in sich trägt.
«Ich kann nur mit Leistung überzeugen», sagt er. Und weil er das weiss und weil er sich für nichts zu schade ist, stieg er auch an Orten ein, die unattraktiv scheinen mögen: in Chiasso, Delsberg, Baden, Vaduz, Kriens oder Schaffhausen, in der 1. Liga, in der Challenge League, im Nachwuchs, als Assistent. Jacobacci sagt: «Ich bin immer bereit, einen Schritt zurück zu machen.» Vielleicht liegt es genau daran, dass sein Profil lange ungeschärft war, oder anders: dass er als Hansdampf galt.
Zweimal konnte Jacobacci in der Super League schnuppern. Einmal, 2000 bis Ende 2002, war er Assistent bei GC, als es noch eine grosse Nummer war. Mit Hans-Peter Zaugg wurde er Meister, Marcel Koller ersetzte ihn durch Carlos Bernegger, kurz bevor es wieder einen Titel gab. Und Jacobacci ging nach Delsberg, Hauptsache, Arbeit.
2008 lieh er bei Sion die Diplome, damit Charly Roessli den Chef geben konnte. Mit dem «Intermezzo», wie er es nennt, konnte er sich nicht identifizieren. Er beendete es nach drei Monaten, ging nach Kriens und schaffte den Aufstieg in die Challenge League.
Nach drei Saisons war er arbeitslos, das war er schon einmal ein ganzes Jahr gewesen, und er machte sich Gedanken über seine Zukunft, denn so viele Clubs mit professionellen Strukturen gibt es nicht in der Schweiz. Diesmal war er ein halbes Jahr ohne Arbeit, und darum rief er in Schaffhausen den damaligen Präsidenten Aniello Fontana an und fragte: «Darf ich vorsprechen?» Er durfte, blieb fast viereinhalb Jahre und führte Schaffhausen mit zwei Aufstiegen in die Challenge League zurück.
Baden rettete er vor dem Abstieg, den Nachwuchs von Sion stabilisierte er, die Mannschaft von Wil ebenso. Nicht überall lief es ihm gut, in Vaduz nicht, bei Wacker Innsbruck nicht. In Vaduz hatte er das Gefühl, dass gegen ihn lobbyiert wurde, in Innsbruck war er mit seinen Ideen am falschen Ort und blieb bloss für elf Spiele.
Kein Luxus in Lugano
Bis er also selbst der Chef eines Super-League-Teams war, musste er 55 werden. Das war im Februar 2018, der FC Sion war abgeschlagen Tabellenletzter, als Christian Constantin den U-21-Trainer Jacobacci zum Retter in der Not beförderte. Zum Einstand setzte es ein 0:1 in Lugano ab, und «ich stand schon auf der Kippe», erinnert sich Jacobacci. Er warf Pajtim Kasami vorübergehend aus der Mannschaft, weil dieser nur für Unruhe sorgte, und leitete so die Wende zum schliesslich sicheren Ligaerhalt ein.
Nach einem schlechten Start in die neue Saison war es für ihn schon wieder vorbei im Wallis. Mit Constantin streitet er noch immer vor Gericht um zehn Monatslöhne. Von Sion ging es als Trainer nach Bellinzona in die Promotion League. «Ich bin immer dahin gegangen, wo es Bedarf gegeben hat», sagt er.
Darum ist er jetzt in Lugano. Er lässt das spielen, was die Spieler hergeben, es ist ein intensives Spiel mit viel Ordnung und Laufbereitschaft. Luxus liegt nicht drin, die Partien sind immer ein hartes Stück Arbeit. Dafür stehen auch die Siege: 2:1, 1:0, 1:0, 1:0. Jacobacci sagt: «In schwierigen Momenten kann man nur als Mannschaft bestehen» https://www.bernerzeitung.ch/was-ein-po ... 9436931712
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 22:44 |
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19.12.2020  Zitat: Zweimal eine Führung verspielt: YB kommt gegen Lugano nur zu einem Remis
YB und Lugano, die besten Super-League-Teams nach Verlustpunkten, teilen sich mit einem 2:2 in Bern die Punkte geteilt. Die überlegenen Berner tun in der zweiten Hälfte zu wenig für den Sieg.
Die Luganesi, die in den letzten sieben Meisterschaftsspielen nie mehr als ein Tor kassiert hatten, gerieten zweimal in Rückstand und glichen zweimal schier aus dem Nichts aus. Beim ersten Mal durch einen herrlichen Vollrist-Schuss aus etwa 25 Metern des slowenischen Internationalen Sandi Lovric, beim zweiten Mal nach 70 Minuten, als Mattia Bottani nach einer nicht geratenen Abwehr von Goalie David von Ballmoos abstaubte.
Die Berner hätten gemäss den Torchancen mit einer höheren Führung als mit 2:1 in die Pause gehen müssen. Das 3:1 wäre auch in der zweiten Halbzeit möglich gewesen, aber Luganos Goalie Noam Baumann wehrte einen Versuch von Ali Camara aus kurzer Distanz mit einem verblüffendem Reflex ab. Die Young Boys kontrollierten den Match durchwegs, nach dem 2:2 konnten sie jedoch nicht auf eine stärkere Offensive umschalten.
Der lange Franzose Theoson Siebatcheu, Jean-Pierre Nsames Stellvertreter, war noch nicht oft zum Zug gekommen. Mit der Fussverletzung, die sich Nsame in Basel zugezogen hatte, bekam Siebatcheu die Chance, sich von Spielbeginn an zu zeigen. Die erste Halbzeit brachte er mit zwei Toren in Nsames Stil hinter sich. Beim 1:0 verwertete er mit einem Kopfball eine Flanke von Miralem Sulejmani. Später verwandelte er souverän einen Handspenalty. Kurioserweise lief das Spiel nach dem Hands von Akos Kecskes im Strafraum rund zwei Minuten weiter, ehe Schiedsrichter Adrien Jaccottet beim nächsten Unterbruch den VAR konsultieren und auf Penalty entscheiden konnte.
YBs Trainer Gerardo Seoane machte sich die Ausgeglichenheit seines Kaders zunutze. Im Vergleich zu der Startformation beim 2:0-Sieg am Mittwoch in Basel nominierte er sechs andere Spieler. Nur das Ersetzen des verletzten Topskorers Jean-Pierre Nsame durch Theoson Siebatcheu war eine unumgängliche Massnahme, die weiteren fünf Wechsel hatten den Sinn einer Rotation.
Telegramm
Young Boys – Lugano 2:2 (2:1)
SR Jaccottet. – Tore: 19. Siebatcheu (Sulejmani) 1:0. 28. Lovric (Lavanchy) 1:1. 41. Siebatcheu (Handspenalty) 2:1. 70. Bottani (Sabbatini) 2:2.
Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (84. Hefti), Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht (76. Moumi Ngamaleu), Aebischer (67. Martins), Rieder, Sulejmani (67. Gaudino); Mambimbi (76 Elia), Siebatcheu.
Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Facchinetti; Custodio; Lavanchy, Macek (60. Lungoyi), Lovric (81. Covilo), Guerrero (81. Daprelà); Ardaiz (60. Sabbatini), Bottani (74. Gerndt).
Bemerkungen: Young Boys ohne Nsame, Lustenberger, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Lugano ohne Guidotti und Oss (beide verletzt). Verwarnungen: 22. Lavanchy (Foul), 36. Kecskes (Hands), 67. Maric (Foul), 73. Garcia (Foul), 77. Camara (Foul), 79. Custodio (Foul). https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 04902.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 22:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.12.2020  Zitat: Lugano holt Remis gegen YB
Bottani kontert Siebatcheus Doppelpack
Der FC Lugano ringt den Young Boys im Wankdorf ein 2:2 ab. Die Berner schaffen es zu Hause nicht, ihre spielerische Überlegenheit in einen Sieg umzumünzen.
Es wurde die erwartet enge Partie — und sie stand in der Schlussphase auf der Kippe. Hier ein gut aufgelegtes YB, gestärkt durch das letzte Erfolgserlebnis im Spitzenkampf gegen Basel, da ein schon die ganze Saison sehr stabiles Lugano.
Die Young Boys hatten mehr vom Spiel, aber Bottani hatte für die Tessiner in der 70. Minute zum 2:2 getroffen, Lugano spürte den Aufwind. Sabbatini versuchte es nochmals, YB-Flügel Ngamaleu fiel auf der anderen Seite im Strafraum, erhielt aber keinen Pfiff — dann war Schluss.
YB-Trainer Gerardo Seoane muss sich in diesen Wochen ja jedes Mal aufs Neue entscheiden, wieviel er an seiner grundsätzlich sehr erfolgreichen Mannschaft verändern will. Gegen Lugano liess er sechs Neue auflaufen, mit Mambimbi und Siebatcheu war der Sturm im Vergleich zur Partie in Basel (2:0) komplett neu formiert — auch, weil Torjäger Nsame mit einer Fussprellung ausfiel.
Siebatcheu trifft doppelt
Siebatcheu, im Sommer als Hoarau-Ersatz angepriesen, ist bei den Young Boys bislang vor allem zu Kurzeinsätzen und nicht auf Touren gekommen. Am Samstag, in seiner zweiten Partie von Beginn weg, erlebte er sein erstes Erfolgserlebnis für Gelb-Schwarz. Eine mustergültige Sulejmani-Flanke verwertete er nach 20 Minuten per Kopf.
Lugano war für YB der erwartet unangenehme Gegner. Trainer Maurizio Jacobacci liess kompakt verteidigen und aggressiv kontern. Und dank eines perfekt platzierten Schusses von Lovric von der Strafraumgrenze aus glichen die Tessiner aus. Die YB-Antwort folgte auf dem Fuss. Lugano-Verteidiger Kecskes sprang der Ball im eigenen Strafraum an die Hand, Jacottet pfiff erst, nachdem er sich via Video vergewissert hatte. Die Verantwortung übernahm Siebatcheu, und so stand es zur Pause 2:1.
Vom 2:2 profitieren konnte St. Gallen oder Basel aber nicht profitieren: Die beiden YB-Verfolger trennten sich am späten Samstagabend 0:0.
Telegramm
Young Boys – Lugano 2:2 (2:1)
SR Jaccottet.
Tore: 19. Siebatcheu (Sulejmani) 1:0. 28. Lovric (Lavanchy) 1:1. 41. Siebatcheu (Handspenalty) 2:1. 70. Bottani (Sabbatini) 2:2.
Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (84. Hefti), Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht (76. Moumi Ngamaleu), Aebischer (67. Martins), Rieder, Sulejmani (67. Gaudino); Mambimbi (76 Elia), Siebatcheu.
Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Facchinetti; Custodio; Lavanchy, Macek (60. Lungoyi), Lovric (81. Covilo), Guerrero (81. Daprelà); Ardaiz (60. Sabbatini), Bottani (74. Gerndt).
Bemerkungen: Young Boys ohne Nsame, Lustenberger, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Lugano ohne Guidotti und Oss (beide verletzt). Verwarnungen: 22. Lavanchy (Foul), 36. Kecskes (Hands), 67. Maric (Foul), 73. Garcia (Foul), 77. Camara (Foul), 79. Custodio (Foul).
Rangliste: 1. Young Boys 12/25. 2. St. Gallen 11/19. 3. Basel 12/19. 4. Lugano 11/18. 5. Zürich 12/18. 6. Lausanne-Sport 12/15. 7. Servette 12/15. 8. Luzern 12/13. 9. Sion 11/8. 10. Vaduz 11/6. https://www.bernerzeitung.ch/bottani-ko ... 1039799656
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 22:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.12.2020  Zitat: Das YB-Jahr 2020
Der Meister ist verwundbar, aber er verrichtet harte Arbeit
YB muss sich von Lugano ein 2:2 abtrotzen lassen – und beschliesst am Dienstag in St. Gallen ein strapaziöses Halbjahr.
In einem leeren Stadion gibt es auch Neues zu entdecken. Etwa das akustische Engagement der überzähligen Spieler auf der Tribüne. Zwischen YB und Lugano lief die Schlussphase, der Meister suchte das Führungstor, nachdem er zweimal eine Führung verspielt hatte. Jeder Pfiff auf dem Platz fand sein Echo aus der engagierten YB-Entourage.
Es wurde für YB das erwartet enge Spiel gegen ein vorzüglich eingestelltes Lugano. Das Team von Trainer Jacobacci stand gut, verteidigte hart und konterte flott, es glich Siebatcheus Torpremiere für YB mit Lovrics Kunstschuss zum 1:1 aus. Und es fand auch nach Siebatcheus zweitem Treffer per Handspenalty zurück ins Spiel.
Das 2:2 ist für Lugano ein gutes und für die Young Boys kein endlos enttäuschendes Resultat, auch wenn der Frust direkt nach dem Schlusspfiff hörbar war. Wer will, kann das Berner Geschrei von der Tribüne dem unbedingten Siegeswillen zurechnen, der die Young Boys bis in ihre Ersatzreihen erfasst zu haben scheint. Sie haben ein Halbjahr hinter sich, das sich in diesem letzten Heimspiel des Jahres ganz gut spiegelt: Es war ein hartes Stück Arbeit.
Der kleine Umbruch im Sommer
Und ungeachtet, ob St. Gallen oder Basel zur Winterpause noch am Meister vorbeiziehen: 2020, es war im Schweizer Fussball trotz aller Widrigkeiten das Jahr der Young Boys.
Noch im Sommer wurde in Bern nicht nur über Titel gejubelt, sondern auch gespannt beobachtet, wie sie bei YB den Umbruch zu meistern gedachten. Im Club standen gewichtige Veränderungen an. Goalie Wölfli gab seinen Rücktritt, für Stürmer Hoarau gab es keinen Platz mehr. Mit den beiden Vereinsgrössen verloren die Young Boys nicht zwingend an Qualität auf dem Platz, wohl aber an Führungskraft in der Kabine.
Sportchef Christoph Spycher hatte in dem Zusammenhang schon früh durchblicken lassen, dass er von diversen Leistungsträgern aus den vergangenen Meisterjahren einen Schritt nach vorne erwarte. Von Goalie von Ballmoos, von Flügel Fassnacht, von Aufbauer Aebischer.
Seoane: «Ein brutal hoher Rhythmus»
Und wie sich die Young Boys schliesslich durch diesen Herbst spielten, ist beachtlich. Seit Juni hatten sie kaum Pausen, das Spiel gegen Lugano war die 37. Partie seit dem Erwachen des Fussballs aus der Corona-Schockstarre. «Es ist ein brutal hoher Rhythmus», sagt am Samstag der selber ein wenig ermattete Trainer Gerardo Seoane. Der Meister flog in diesem Halbjahr nicht über alle hinweg, er zeigte sich verwundbar, Servette hat ihm jüngst die erste Heimniederlage seit Oktober 2018 zugefügt. Aber er gewinnt die meisten Spiele, hat in der Liga nur dieses eine Mal verloren – und er hat erstmals seit 2014 mal wieder eine europäische Gruppenphase überstanden.
Auch da lastete Druck auf den Bernern. Hinter der AS Roma, aber vor dem rumänischen Meister Cluj und ZSKA Sofia durfte in der Europa League der zweite Platz erwartet werden. Als im entscheidenden Spiel gegen Cluj das grosse Zittern einsetzte und Gedanken an das alte, im entscheidenden Moment stets versagende YB aufkamen, setzten sich die Berner entschlossen zur Wehr. «Ich finde, wir haben uns nach einem harzigen Start gut weiterentwickelt – und da Charakter gezeigt», sagt Seoane.
Nach der Niederlage gegen Servette stand mit dem Auftritt beim durch drei Siege in Folge erstarkten FC Basel ein Prüfstein an. Die Art und Weise, wie ihn YB aus dem Weg räumte, war eines Leaders würdig: Erst überragend, später verwaltend, siegten die Berner problemlos mit 2:0.
Die Abgeklärtheit der Young Boys hat viel mit Seoane zu tun. Der 42-jährige Luzerner hat bei YB als Trainer ein riesiges Erbe angetreten, weil der Österreicher Adi Hütter in Bern nach 32 Jahren jenen Bock umstiess, von dem sie womöglich gerade in Basel albträumen. Aber Seoane hat gezeigt, dass er mehr kann, als in einem intakten Gefüge zu verwalten. Heute ist er ein gemachter Schweizer Erfolgstrainer, der seinen Schritt ins Ausland sorgfältig planen kann.
Den Ruf des Karrieristen, der ihm nach dem raschen Abgang in Luzern zeitweise anhaftete, hat er abgelegt. Seoane ging nicht nach dem ersten Titel und auch nicht nach dem zweiten. Sportchef Spycher hat den Vertrag mit ihm eben bis 2023 verlängert. So lange wird er kaum bei YB bleiben, aber er rennt nicht weg, wenn irgendein Club aus einer grösseren Liga in die Rettungspfeife bläst. https://www.bernerzeitung.ch/der-meiste ... 3860437365
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 22:57 |
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19.12.2020  Zitat: Zähes Lugano ringt Leader YB ein Unentschieden ab
Die Luganesi, die in den letzten sieben Meisterschaftsspielen nie mehr als ein Tor kassiert hatten, gerieten zweimal in Rückstand und glichen zweimal schier aus dem Nichts aus. Beim ersten Mal durch einen herrlichen Vollrist-Schuss aus etwa 25 Metern des slowenischen Internationalen Sandi Lovric, beim zweiten Mal nach 70 Minuten, als Mattia Bottani nach einer nicht geratenen Abwehr von Goalie David von Ballmoos abstaubte.
Die Berner hätten gemäss den Torchancen mit einer höheren Führung als mit 2:1 in die Pause gehen müssen. Das 3:1 wäre auch in der zweiten Halbzeit möglich gewesen, aber Luganos Goalie Noam Baumann wehrte einen Versuch von Ali Camara aus kurzer Distanz mit einem verblüffendem Reflex ab. Die Young Boys kontrollierten den Match durchwegs, nach dem 2:2 konnten sie jedoch nicht auf eine stärkere Offensive umschalten.
Der lange Franzose Jordan Siebatcheu, Jean-Pierre Nsames Stellvertreter, war noch nicht oft zum Zug gekommen. Mit der Fussverletzung, die sich Nsame in Basel zugezogen hatte, bekam Siebatcheu die Chance, sich von Spielbeginn an zu zeigen. Die erste Halbzeit brachte er mit zwei Toren in Nsames Stil hinter sich. Beim 1:0 verwertete er mit einem Kopfball eine Flanke von Miralem Sulejmani. Später verwandelte er souverän einen Handspenalty. Kurioserweise lief das Spiel nach dem Hands von Akos Kecskes im Strafraum rund zwei Minuten weiter, ehe Schiedsrichter Adrien Jaccottet beim nächsten Unterbruch den VAR konsultieren und auf Penalty entscheiden konnte.
Young Boys - Lugano 2:2 (2:1) SR Jaccottet. Tore: 19. Siebatcheu (Sulejmani) 1:0. 28. Lovric (Lavanchy) 1:1. 41. Siebatcheu (Handspenalty) 2:1. 70. Bottani (Sabbatini) 2:2. Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (84. Hefti), Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht (76. Moumi Ngamaleu), Aebischer (67. Martins), Rieder, Sulejmani (67. Gaudino); Mambimbi (76 Elia), Siebatcheu. Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Facchinetti; Custodio; Lavanchy, Macek (60. Lungoyi), Lovric (81. Covilo), Guerrero (81. Daprelà); Ardaiz (60. Sabbatini), Bottani (74. Gerndt). Bemerkungen: Young Boys ohne Nsame, Lustenberger, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Lugano ohne Guidotti und Oss (beide verletzt). Verwarnungen: 22. Lavanchy (Foul), 36. Kecskes (Hands), 67. Maric (Foul), 73. Garcia (Foul), 77. Camara (Foul), 79. Custodio (Foul). https://www.watson.ch/sport/fussball/95 ... liveticker
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. Dezember 2020, 23:00 |
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19.12.2020  Zitat: Unentschieden gegen Lugano
Zweimal in Führung, aber nur ein 2:2 für YB
- Die Young Boys und der FC Lugano trennen sich 2:2. - Die Tessiner gleichen die Partie zweimal wieder aus. - Trotz Punktverlust bleibt YB auch nach diesem Wochenende Leader.
Der FC Lugano hat seine Zähigkeit in der Fremde ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Trotz zweimaligem Rückstand sicherten sich die Tessiner im Wankdorf einen Punkt. Damit ist das Team von Maurizio Jacobacci seit mittlerweile 10 Auswärtsspielen ohne Niederlage.
Dass Lugano der Punktgewinn gelang, lag auch am Nachlassen der Berner in der zweiten Halbzeit. Nach einem souveränen ersten Durchgang und einer 2:1-Führung schaffte es das Heimteam nicht, die Entscheidung herbeizuführen. Stattdessen traf Mattia Bottani in der 70. Minute nach einer missglückten Abwehr von YB-Torhüter David von Ballmoos zum Ausgleich.
Nsame-Ersatz Siebatcheu trifft doppelt
Bei YB schien es lange so, als würde der Ausfall des Goalgetters Jean-Pierre Nsame (Blessur am Fuss) kompensiert werden. Jordan Siebatcheu, der in der YB-Hackordnung für gewöhnlich hinter Nsame anstehen muss, überzeugte nämlich mit einem Doppelpack:
- 19. Minute: Miralem Sulejmani setzt sich auf der linken Seite durch und flankt ins Zentrum, wo Siebatcheu den Ball per Kopf zum 1:0 ins Tor wuchtet. Es ist sein 1. Tor im YB-Trikot. - 37. Minute: VAR Esther Staubli meldet sich bei Schiedsrichter Adrien Jacottet, dem ein Handspiel im Lugano-Strafraum entgangen war. Siebatcheu läuft beim Penalty an und trifft links unten zum 2:1.
Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Sandi Lovric in der 28. Minute. Der 22-Jährige vollendete eine sehenswerte Tessiner Kombination mit einem satten Distanzschuss.
So geht es weiter
Für YB bedeutet das Unentschieden das zweite sieglose Heimspiel in Folge – das gab es unter Trainer Gerardo Seoane noch nie. Den nächsten Sieg könnten die Berner bereits am Dienstag einfahren. Mit St. Gallen wartet auswärts allerdings ein weiteres Team aus der Verfolgergruppe. Lugano spielt am Mittwoch zuhause gegen Lausanne-Sport. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -2-fuer-yb
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