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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Hauptstadt
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 00:54 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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Yeeeaaahhhh!!!! Es ist so geil! 
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2018  Zitat: Leit-Wölfli, Netflix-Mbabu, Tormonster Hoarau
Das sind alle Berner Meister-Helden
Wie ticken sie? Was ist ihre Vergangenheit? Was ihre Rolle? Das sind die 20 YB-Meisterhelden. Dazu Trainer Adi Hütter, der sekundiert wurde von Harry Gämperle, Christian Peintinger und Martin Fryand. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 11963.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2018  Zitat: Rückblick in 3 Teilen
Die Erlösung für YB nach 32 Jahren
Zum ersten Mal seit 1986 ist YB wieder Schweizer Meister. Ein Rückblick auf die 32-jährige Durststrecke in drei Teilen.
Der Absturz
Verlorener Cupfinal, verspielter Meistertitel, finanzielle Schieflage und ein doppelter Abstieg – zwischen 1991 bis 1999 erlebten die Young Boys mehr schwarze statt gelb-schwarze Jahre:
- 1991: Mit nur einem Gegentreffer in der ganzen Kampagne zieht YB souverän in den Cupfinal ein. Gegen Sion träumen die Berner dank einer 2:0-Pausenführung bereits vom Titel – am Ende verlieren sie 2:3. - 1993: In der Meisterschaft ist alles angerichtet, der Titel in greifbarer Nähe. Im Direktduell gegen den einzig verbliebenen Konkurrenten Aarau nimmt das Unheil für YB 4 Runden vor Schluss dann aber seinen Lauf. Am Ende bleibt den Bernern nur Platz 2. - 1997-1999: Nach dem Abstieg in die NLB (1997) rappelt sich YB auf und schafft den sofortigen Wiederaufstieg – um sich dann gleich wieder zu verabschieden. Je zwei Niederlagen gegen Delémont und Yverdon besiegeln den zweiten Fall in die Zweitklassigkeit innert 3 Jahren.
Der Neuanfang
Mit dem erneuten Aufstieg 2001 und dem provisorischen Umzug ins Neufeld-Stadion beginnt in Bern eine neue Ära.
- 2001: YB verliert in der gesamten Saison kein einziges Heimspiel und steht 3 Runden vor Schluss als Aufsteiger fest. In der Hauptstadt ist die Fussball-Euphorie zurück. - 2001: Am 7. Juli findet das letzte Spiel im altehrwürdigen Wankdorf-Stadion statt, ehe dieses dem Erdboden gleich gemacht wird. 22'000 Zuschauer sehen zum Abschied ein 1:1 gegen Lugano. - 2001-2005: Bis die neue Spielstätte bezugsbereit ist, weichen die Berner ins Stadion Neufeld im Nordwesten der Stadt aus. 2002 wechselt Stéphane Chapuisat zu YB. Bis zum Umzug ins Stade de Suisse verbringen die Hauptstädter mit Spielern wie Gürkan Sermeter oder Harutyun Vardanyan sorglose Zeiten im Exil.
Die Enttäuschungen
Zwei verlorene Cupfinals, zwei verlorene Meisterschafts-Finalissimas und weitere Cup-Blamagen zementieren zwischen 2006 und 2016 das «Verliererimage» der Berner.
- 2006: Siegessicher steigt YB in den Cupfinal gegen das unterklassige Sion. Stapi Tschäppät reserviert vorsorglich bereits den Bundeshaus-Balkon. Die Feier platzt: Die Berner verlieren im Penaltyschiessen. - 2008: Auch dank 24 Toren von Hakan Yakin kommt es am letzten Spieltag zur Finalissima gegen Basel. YB verliert diskussionslos mit 0:2. - 2009: Wieder treffen die Berner im Cupfinal auf Sion – und erleben ein Déjà-Vu der übleren Sorte. Wie 1991 verspielen sie ein 2:0 und verlieren 2:3. Der Sittener Siegtreffer fällt in der 88. Minute. - 2010: Trotz einem zwischenzeitlichen Polster von 13 Punkten kommt es am letzten Spieltag erneut zu einer Finalissima gegen den FCB. Auch, weil die Berner am zweitletzten Spieltag gleich 1:5 gegen Luzern verlieren. Wieder verliert YB 0:2, wieder geht der Titel ans Rheinknie. - 2011: Christian Gross löst Vladimir Petkovic als Trainer ab. Seine Mission «aus Bären Grizzlies zu machen» scheitert. Gross wird 5 Runden vor Saisonende entlassen. - 2011-2014: Der Berner Cup-Fluch nimmt seinen Lauf. Gleich 4 Mal in Serie scheitert YB bereits vor der Winterpause. Buochs, Wil, Winterthur und Le Mont heissen die Spielverderber. - 2016: Chaotische Tage bei YB. Die Berner trennen sich von Sportchef Fredy Bickel und Verwaltungsrat Peter Siegenthaler. Mit der Ernennung von Christoph Spycher zum Sportchef kehrt Ruhe ein. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -32-jahren
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2018  Zitat: Der Weg zum Meistertitel
Es ist geschafft! Die Young Boys sind Schweizermeister. Ein Saisonrückblick.
Nein, es war nicht einfach. Den ersten Meistertitel nach 32 Jahren zu holen, war ein Kraftakt, der seinesgleichen sucht. Denn die laufende Saison hat den Young Boys einiges abverlangt. Dadurch sind jedoch Spiele und vor allem Tore entstanden, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten werden. Ein Rückblick auf 32. meisterliche Spieltage: https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/17348704
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:41 |
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28.04.2018  Zitat: Stimmen zum YB-Titel
Meisterhaftes Drehbuch für YB: «Ein Sieg wie im Film»
Die Reaktionen der YB-Spieler zum 1. Meistertitel der Berner nach 32 Jahren.
Rückstand, Penalty zum Ausgleich, Penalty pariert, Last-Minute-Tor zum Titel: Der Verlauf der Partie Young Boys-Luzern liess keinen Spieler unberührt. Eine Auswahl der Reaktionen:
Guillaume Hoarau: «Es ist ein Sieg wie im Film: In der letzten Minute! Ich möchte diesen Titel Andy Rihs widmen, der uns vor kurzem verlassen hat. Auch Max Urscheler (Hoaraus verstorbenem Spielervermittler, Anm. d. Red.). Ich liebe Bern. Hopp YB.»
Hoarau, der begnadete Entertainer, war auch derjenige, der den Fans nach dem Titel als Erster einheizte:
Jean-Pierre Nsame (Meisterschütze): «Der Klub hat so viele Jahre darauf gewartet. Wir haben eine wunderbare Gruppe. Es ist ein kollektiver Erfolg. Ich habe von der Vorarbeit meiner Mitspieler profitiert. Wir standen von Anfang an an der Spitze und haben das ganze Jahr dafür gearbeitet. Alle verdienen es.»
Steve Von Bergen: «Ich habe noch mit Marco (Wölfli) vor dem Spiel darüber gesprochen. So eine Geschichte mit dem gehaltenen Elfmeter und dem Tor in der letzten Minute - solche Emotionen kannst du nur im Sport haben. Es ist ein unglaubliches Gefühl für das ganze Team, den Staff, die Fans, ganz Bern.»
Christian Fassnacht: «Es ist fast too much, was hier abgeht. Wer dieses Drehbuch geschrieben hat, ist ein ganz Grosser: Penalty, gehalten, an die Latte, Tor kurz vor Schluss. Perfekt.»
Thorsten Schick: «Wir haben von Tag 1 der Vorbereitung an gesagt: Das ist unser Ziel. Jeden Tag, ob kalt oder heiss, haben wir hart dafür gearbeitet. Es geht über's Kollektiv.»
Die Fans hielten es auf dem Rasen lange aus, für die Spieler ging die Party eine Etage tiefer weiter. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ie-im-film
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:44 |
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28.04.2018  Zitat: Die Titelhelden im Bild
Das sind die YB-Meistermacher
Das Warten hat ein Ende. Am Samstag endete die 32-jährige Durststrecke der Titellosigkeit in der Hauptstadt. Wir zeigen, wer am Ursprung des Meistertitels stand. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... stermacher
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:46 |
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28.04.2018  Zitat: Reaktionen: «Wahnsinn, Wahnsinn»
Riesige Freude bei den Young Boys nach dem 2:1-Sieg über Luzern und 12. Meistertitel. Spieler und Trainer zeigen sich in Interviews überwältigt.
Kurz nach Spielende stand Steve von Bergen für ein Interview vor die Teleclub-Kamera. «Das kann man nur im Sport erleben», sagte der Verteidiger. Angesprochen auf Torhüter Marco Wölfli meinte er: «Seine Geschichte ist so schön!» Unmittelbar darauf betonte von Bergen, wie stolz er auf die Mannschaft sei. «Ich finde keine Worte, das ist einfach Wahnsinn, Wahnsinn!», frohlockte der 34-Jährige daraufhin. Er verspüre nur Emotionen. «Wir haben die ganze Saison gekämpft – unglaublich, das haben wir uns verdient», fügte der ehemalige Nationalspieler noch an.
«Ich kann es nicht realisieren», sagte Christian Fassnacht. Der 24-Jährige fand vor lauter Glücksgefühlen kaum Worte. Einen kurzen Moment hält der Flügelspieler inne und lobt dann den Gegner: «Luzern hat es uns extrem schwer gemacht.» Zumal sein Team etwas unter Druck gestanden sei. «Weil der Rahmen für eine Meisterfeier heute stimmt.» Fassnacht gab zwar zu bedenken, dass jeder gewusst habe, welche Qualität in der Mannschaft stecke. «Unbewusst haben wir uns doch Druck gemacht», gab er offen zu.
Wölfli findet kaum Worte
Jean-Pierre Nsame, der in der 89. Minute den siegbringenden Treffer zum 2:1 erzielte, sprach gegenüber SRF von einem «hochverdienten Erfolg». «Wir haben alle sehr, sehr hart gearbeitet und alle sind mitgezogen», hob der Mittelstürmer hervor. Anschliessend kommentierte er seinen erfolgreichen Torschuss: «Ich kann nicht in Worte fassen, dass ausgerechnet ich für die Entscheidung gesorgt habe.»
Von den Emotionen überrumpelt war auch Marco Wölfi beim Kurz-Interview mit Teleclub. «Ich weiss gar nicht, was dazu sagen», meinte der Goalie zum in der 76. Minute mirakulös parierten Penalty. «Es ist einfach genial» – mehr konnte der 35-Jährige im Freudentaumel nicht mehr von sich geben, auch weil gleichzeitig er mit dem Öffnen einer Champagnerflasche beschäftigt war.
«Wie im Film»
Meistertrainer Adi Hütter erlebte die Partie als «absoluten Krimi». Vor dem Anpfiff hatte er betont, wie wichtig es sei, dass die Mannschaft an ihre Stärken glaube. «Wir müssen Souveränität und Qualität zeigen – und uns auf das Wesentliche konzentieren», hatte seine Vorgabe gelautet. Nachdem die Mannschaft diese erfüllte, ging der Österreicher im Gespräch mit SRF zuerst auf die Glanztat des Torhüters beim Penalty der Luzerner ein: «Wölfli hält uns im Spiel und dann macht Jean-Pierre, der so wichtig für uns ist, das entscheidende Tor.» Danach seien alle Dämme gebrochen. «Auch bei mir», schmunzelte der 48-jährige Coach.
«Wie im Film» wähnte sich während dem Spiel auch Guillaume Hoarau. Und der Streifen endete für alle Berner im Happy-End. Auf SRF gab der Stürmer abschliessend eine Liebeserklärung an alle YB-Fans und die Stadt Bern ab. Diese wird in der Nacht auf Sonntag mit Sicherheit ausgiebig erwidert. https://www.derbund.ch/sport/fussball/R ... y/16552703
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:48 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2018  Zitat: Meistertrainer Adi Hütter
Der Mann mit dem goldenen Händchen
YB-Coach Adi Hütter: Er hat eine ganze Stadt erlöst. Von einer Meisterleistung im Grossen – und im ganz Kleinen.
Das Plakat war im Stade de Suisse allgegenwärtig: Eine Grossaufnahme vom milde lächelnden Adi Hütter und dem Schriftzug «Trainergott».
In Bern liebte man ihn schon lange, jetzt verehrt man ihn auch: Adi Hütter, der Erlöser. «Ich freue mich so sehr, diesen 32-jährigen Fluch beendet haben», sagt der Erlöser selber, kurz nach der Entscheidung am Spielfeldrand, mitten im Fan-Meer.
Die Young Boys sind nicht irgendwie Meister geworden. Die derzeit 16 Punkte Vorsprung auf Serienmeister Basel zeigen: Die gesamte Saison war eine einzige Machtdemonstration, orchestriert von Trainer Adi Hütter.
Jean-Pierre, der Edel-Joker. Ein extrem wertvoller Spieler für uns, schiesst das entscheidende Tor. Dann brachen alle Dämme, auch bei mir. Autor: Adi Hütter
Mit einer fast schon beängstigenden Konstanz sind die Berner durch die Saison gesurft, haben endlich auch Spiele gewonnen, in denen sie eigentlich nicht gut gespielt haben. Mit einem Wort: meisterlich.
Hütter hat aus einer Verlierer- eine Gewinnertruppe geformt.
Der meisterliche Schachzug
Und als i-Tüpfchen beweist Hütter im Herzschlag-Final gegen den FC Luzern Nerven aus Stahl. In einer emotionsgeladenen Partie wechselt der Österreicher pünktlich zur YB-Viertelstunde Jean-Pierre Nsame für den für einmal abschlussschwachen Roger Assalé ein.
Mit Nsame auf dem Platz kratzt Goalie Marco Wölfli einen Elfmeter. So wird Hütter die Geschichte wohl auch einmal seinen Enkeln erzählen: «Wölfli hält uns im Spiel, wo Roger Assalé zuvor das Tor schiessen muss. Er hält uns im Spiel, gibt uns nochmals die letzte Kraft. Und Jean-Pierre, der Edel-Joker. Ein extrem wertvoller Spieler für uns, schiesst das entscheidende Tor. Und dann brachen alle Dämme, auch bei mir. Ich werde das mein ganzes Leben lang nicht vergessen.» https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -haendchen
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2018  Zitat: YB besiegt den Fluch des Scheiternsvon E. Tedesco, Bern - Kein anderer Fussballclub der Schweiz verkörperte das Scheitern so wie YB. Nun kann man das Wort «veryoungboysen» aus dem Wortschatz streichen. Im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine explodierte ein Reaktorgehäuse. Zwischen dem Irak und dem Iran tobte der Erste Golfkrieg. In London heiratete Prinz Andrew seine Sarah Ferguson. Eros Ramazzotti trällerte mit «Adesso tu» die Schweizer Jahreshitparade rauf und runter. Die Verfilmung von Umberto Ecos gleichnamigen Roman «Der Name der Rose» faszinierte die Kinogänger. Boris Becker gewann Wimbledon, Alain Prost die Formel-1-WM, und Argentinien wurde in Mexiko Fussball- Weltmeister. Und dann war da in jenem Jahr noch YB. Am 24. Mai 1986 schlugen die Young Boys Xamax auswärts 4:1 und feierten den 11. Meistertitel ihrer Clubgeschichte. Es sollte der Anfang einer 32-jährigen Leidenszeit sein, die an diesem Samstag, dem 28. April 2018, kurz vor 21 Uhr ihr Ende fand. Den Bernern ist der Meistertitel vier Runden vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Der ersehnte Triumph ist nicht nur für die Berner eine Erlösung, sondern auch für die Schweizer Fussballfans, die unter der Basler Vorherrschaft litten. FCB-Anhänger natürlich ausgenommen. 12-mal hiess der Meister seit 2002 FC Basel. Seit acht Jahren feierten nur noch die Rotblauen die Meisterschaft. In all diesen Jahren hatte Gelb-Schwarz das Nachsehen. Egal, wer Trainer war (u.a. Vladimir Petkovic, Christian Gross, Uli Forte) oder in der Führungsetage die Geschicke führte (Fredy Bickel, Ilja Känzig) – keiner schaffte das neue Wunder von Bern. Adi Hütter wie Christian GrossDer aktuelle Erfolg ist den perfekten Baumeistern zu verdanken. Seit drei Jahren ist Adi Hütter Trainer in Bern. Er bastelte kontinuierlich an seinem Meisterteam – geradlinig, zielstrebig, ehrgeizig, mit kluger Kommunikation. Er brachte die Winner-Mentalität in die Hauptstadt. Der 48-Jährige liess sich nicht von seinem Weg, von seiner Mission abbringen, kämpfte erfolgreich gegen die Schatten der Vergangenheit und die Genügsamkeit an. Und er lebte den Willen, mit Bern die Geschichte neu zu schreiben, mit jeder Faser seines Seins vor. Er veränderte die Mentalität des Clubs, wie es zuvor in der Schweiz nur Christian Gross zu Beginn der Nullerjahre gelungen ist. Der FCB hatte 22 Jahre zwischen dem Titel 1980 und 2002 warten müssen, ehe sein Aufstieg zum Serienmeister begann. Im vergangenen Herbst wollte Werder Bremen Hütter unbedingt in die Bundesliga lotsen. Der Österreicher widerstand der Versuchung, in einer europäischen Top-5-Liga zu arbeiten und sagte: «Meine Mission in Bern ist noch nicht zu Ende.» Es war das Signal an seine Spieler, ihrerseits Lockrufen aus dem Ausland zu widerstehen. Das Team blieb unverändert zusammen. Im Nachhinein war das vielleicht der entscheidende und wichtigste Baustein zum Titel. Die Ruhe in PersonGleichbedeutend wie Christoph Spychers Entscheidung pro Hütter nach dem Aus im Cup-Viertelfinal gegen Winterthur im März 2017. Der Frust in Bern damals war riesig, als feststand, dass man wieder ein Jahr ohne Titel abschliessen muss. Der 40-Jährige bewahrte Ruhe, wie er es generell tut, seit er im Herbst 2016 Sportchef wurde – in einer Zeit notabene, in der YB in einer tiefen Krise steckte. Sie gipfelte in der Entlassung von Sportchef Fredy Bickel, auch CEO Alain Kappeler und VR-Mitglied Urs Siegenthaler mussten den Club verlassen. Spycher nahm die Herausforderung an, blieb stets positiv, und in seinem Sog wurden die Stärken jedes einzelnen Mitarbeiters an die Oberfläche gespült. Er baute am vielversprechenden Gerüst, das er von seinem Vorgänger Bickel übernommen hatte, geschickt weiter. Er machte Stéphane Chapuisat zum Chefscout, der ihm das Vertrauen mit cleveren Transfers dankte, die Millionen (z.B. Zakaria zu Gladbach) in die Kasse spülten oder dies noch tun werden. Assalé, Mbabu, Nuhu, vielleicht auch Sanogo, sind Spieler, die längst in den Notizblöcken der Sportchefs aus dem Ausland stehen und darauf brennen, den nächsten Schritt zu machen. Aber das mit einem Titel auf der Visitenkarte. YB ist viel zuzutrauenDer Meister-Countdown auf www.meistertraum.ch, der Sekunde für Sekunde herunterlief, bis es nach 32 titellosen Jahren so weit war, kann nun getrost geschlossen und das Wort «veryoungboysen» aus dem Wortschatz gestrichen werden. Ob man im Zusammenhang mit YB dereinst dafür das Wort «Serienmeister» ins Vokabular aufnehmen kann und ob das neue Wunder von Bern wie in Basel eine neue Ära einleitet, wird sich zeigen. Sollte der Aderlass im Sommer in Grenzen bleiben und Spycher das Kader weitgehend zusammenhalten können, wird die Konkurrenz auch nach der Saison 2018/19 wenig zu feiern haben. Die wichtigste Entscheidung aber betrifft den Trainer. Wenn Adi Hütter, der seine Mission in Bern wohl beendet hat, nun nicht doch noch der Verlockung einer grossen Liga oder eines Topclubs erliegt, ist den Bernern viel zuzutrauen. Es müssen ja nicht wieder 32 Jahre sein. http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/10625092
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2018  Zitat: Stimmen zur Meisterschaft: «Das ist der Wahnsinn»
Christoph Spycher ist der Architekt der YB-Meistermannschaft. Er, Hans-Ueli Rihs und Alec von Graffenried zum Meistertitel.
Der YB-Sportchef steht strahlend inmitten von Spielern, Sicherheitsleuten und Medienvertretern, das Hemd nass, ein Strahlen auf dem Gesicht. «Das ist der Wahnsinn», sagt Christoph Spycher zu dem, was hinter ihm auf dem Rasen abgeht mit den Tausenden von YB-Fans, die das Meisterteam hochleben lassen.
Die Anspannung sei riesig gewesen, und dann diese Erlösung ganz am Schluss. «Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt» sagt er, dann, mit dem Rückstand, sei es schwieriger geworden.
«Dass dann Marco Wölfli den Penalty hält und Jean-Pierre Nsame, der es nicht einfach hatte, als nach einer starken Vorrunde den Platz an Guillaume Hoarau verloren hat, unser Siegtor erzielt, sind zwei ganz besonders schöne Geschichten.»
Eine schöne Geschichte hat aber auch Spycher selber geschrieben: «Ich bin 2010 als Spieler zu YB gekommen, um den Titel zu holen. Das habe ich nicht geschafft. Nun aber ist es mir in anderer Funktion gelungen. Dieser Titel gehört aber allen hier bei YB, die so viel für diesen Club geleistet haben und unseren tollen Fans natürlich.»
Weitere Stimmen zum Meistertitel:
Hans-Ueli Rihs (YB-Besitzer): «Es ist einfach nur wunderschön, ein unvergesslicher Abend. Ich habe gehofft, dass mein Bruder Andy das noch miterleben darf. Leider konnte er das nicht mehr. Ich bin aber sicher, dass er heute Abend bei uns war, bei diesem grossen Triumph. Was hier bei YB vor allem in den letzten zwei Jahren entstanden ist, macht mir grosse Freude. Ich bin sehr glücklich, dass die Mannschaft die hohen Erwartungen heute erfüllen konnte.»
Alec von Graffenried (Stadtpräsident): «Es war ein unglaublicher Abend, mit dieser Spannung. Zuerst die Parade von Wölfli beim Penalty, dann das Siegtor und diese Explosion im Stadion. Es sind riesige Emotionen. Nun wird es eine grosse Sause geben. Eine erste Party, eine zweite, eine dritte. Ich weiss es noch nicht. Wir werden diese Nacht geniessen.»
Hanspeter Kienberger (YB-Verwaltungsratspräsident): «Die Freude ist riesig, unbeschreiblich. Wir sind alle richtiggehend elektrisiert. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und auf das, was alle bei YB in den letzten beiden Jahren geleistet haben. Elf Freunde müsst ihr sein. Das hat Sepp Herberger, der deutsche Weltmeistertrainer von 1954 in Bern, einmal gesagt. Und dieses Sprichwort passt heute so gut hierher, zu dieser YB-Familie.»
Loris Benito (YB-Verteidiger): «Die Freude ist so gross, die ganze Sache so unfassbar, dass im Moment auch eine Leere herrscht. Es wird einige Tage dauern, bis wir realisieren werden, was das für ein Spiel war, und was hier danach abgegangen ist. Nun werden wir feiern, die ganze Nacht hindurch. Ich habe mich bei Familie und Verwandten abgemeldet. Ich weiss nicht, was in dieser Meisternacht noch alles abgehen wird.» https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18840931
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