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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Februar 2018, 16:13 
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BSC Young Boys - FC Thun

Bild vs. Bild

Stadion Wankdorf
Sonntag, 18. Februar 2018
Zeit: 16.00 Uhr

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Webseiten FC Thun:
http://www.fcthun.ch
http://www.blocksued.ch
http://www.redwhiteboys.ch
http://www.oschtblock.ch.tc
http://www.thunfans.ch
http://fly-dragon-thun.npage.ch
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-thun/ ... n_938.html
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Thun
https://twitter.com/fcthun_official
http://www.facebook.com/fcthun?sk=wall&filter=2
http://www.gnfs.ch
http://www.stades.ch/Thun-Arena-photos.html

Forum FC Thun:
http://www.aebikurve.ch/forum

Fotos FC Thun:
http://fly-agaric.net
http://www.redwhiteboys.ch/?site=gallery&season=1011
https://www.facebook.com/sportclick1

Statistiken / Vergleiche vs. FC Thun:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-thun
https://www.transfermarkt.ch/bsc-young- ... ht/2866994
http://www.football-lineups.com/team/FC_Thun
http://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-thun
https://de.soccerway.com/matches/2018/0 ... un/2467128
https://de.soccerway.com/teams/comparis ... 5B%5D=2180
https://www.fussballdaten.de/schweiz/2018/22
https://www.fussballdaten.de/vereine/yo ... -thun-1898
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... fc-thun/11
http://de.fcstats.com/vergleich,bsc-you ... 1,1016.php


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2018, 09:42 
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--------------------wölfli------------------
mbabu------nuhu-----von bergen----benito
fassnacht---sow-----sanogo-----sulejmani
---------assalé----------hoarau----------

yb - fc thun 3:0

sulejmani, assalé, hoarau

23'000


Zuletzt geändert von JFK am Samstag 17. Februar 2018, 17:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. Februar 2018, 10:50 
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16.02.2018

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Zitat:
ZIEHT MAN BISHERIGE SAISON IN BETRACHT, IST THUN GEGEN YB KLARER FAVORIT

Der BSC Young Boys trifft am Sonntag im Rahmen der 22. Runde der Raiffeisen Super League im Berner Derby auf den FC Thun. Im Datacenter informiert euch sport.ch über Formstände, Verletzungen, Sperren, Direktbegegnungen, wagt eine Prognose und listet Wissenswertes zum Spiel auf.

FORMSTAND

Der Spitzenreiter der Super League tritt zurzeit definitiv wie ein Spitzenreiter auf. Beide Super League Spiele von diesem Jahr konnte man auf souveräne Art und Weise für sich entscheiden. Insbesondere die Offensive um das Trio Sulejmani, Hoarau und Assalé ist zurzeit meisterwürdig. Die Berner sind definitiv in Schwung, doch mit dem FC Thun wartet nun ein Gegner, gegen welchen sie in dieser Saison noch keinen Punkt holen konnten.

Der FC Thun ist äusserst beeindruckend in dieses Jahr gestartet, konnte man doch auswärts in Zürich gegen den Tabellendritten gewinnen. Im letzten Spiel empfing man dann den FC Basel und man musste wenig überraschend als Verlierer vom Platz gehen. Die Berner Oberländer sind definitiv eine Wundertüte und man darf gespannt sein, ob sie ihren grossen Kantonsrivalen erneut mächtig ärgern können.

WISSENSWERTES ZUM SPIEL

- Die Thuner sind in dieser Saison bisher definitiv der grosse Angstgegner des Spitzenreiters. Beide Duelle gingen verloren, wobei vor allem das Heimspiel mit der 0:4-Niederlage äusserst schmerzlich war. Insgesamt konnte man gegen die Berner Oberländer seit drei Spielen nicht mehr gewinnen und das, obwohl man davor gleich achtmal de Suite gewinnen konnte. Reisst die Mini-Serie des FC Thun nun am Sonntag?

- Der aktuelle Torschützenleader Miralem Sulejmani hat zurzeit einen richtigen Lauf. In jedem der letzten sechs Spiele, in welchen er eingesetzt wurde, erzielte er ein Tor und insgesamt schoss er in den letzten zehn Meisterschaftspartien ebensoviele Tore. Nur einmal konnten die Berner nicht gewinnen, wenn er traf; und zwar, als man gegen den FC Thun mit 1:3 verloren hat.

- Bei YB ist der Sturm definitiv das Prunkstück. Mit 29 Stürmer-Toren haben die Young Boys den mit Abstand gefährlichsten Sturm der Liga (über zehn Tore Vorsprung auf die Zweitplatzierten). Bei Thun hingegen strahlt vom Mittelfeld die meiste Torgefahr heraus. Die Thuner Mittelfeldspieler erzielten 16 Treffer und damit gar einen Treffer mehr als das YB-Mittelfeld.

Verletzungen und Sperren

BSC Young Boys: Fassnacht, von Ballmoos (beide verletzt)

FC Thun: Bigler, Rodrigues, Alessandrini, Sorgic, Faivre, Schwizer (alle verletzt)

VON SPERRE BEDROHT

BSC Young Boys: Sow, Bertone

FC Thun: Facchinetti, Tosetti

IM FOKUS:

Guillaume Hoarau (BSC Young Boys): Der YB-Stürmerstar ist wieder voll da. Der Franzose musste einen Grossteil der Hinrunde verletzt passen, doch bereits in der Winterpause hat Hoarau angedeutet, dass er in der Rückrunde wieder voll angreifen wird. Bisher liess er seinen Worten Taten folgen, erzielte er doch in den bisherigen zwei Spielen drei Tore. Mit einem Hoarau in Topform dürfen die Berner noch mehr vom ersten Meistertitel seit über 30 Jahren träumen.

LETZTE 5 DIREKTBEGEGNUNGEN

- 09.08.2017: BSC Young Boys vs. FC Thun 0:4 (Super League)
- 28.05.2017: FC Thun vs. BSC Young Boys 0:0 (Super League)
- 04.03.2017: BSC Young Boys vs. FC Thun 3:2 (Super League)
- 11.12.2016: FC Thun vs. BSC Young Boys 2:3 (Super League)
- 06.08.2016: BSC Young Boys vs. FC Thun 4:1 (Super League)

RESULTATTIPP DER REDAKTION

Die Young Boys sind in einer wirklich guten Form und ein drittes Mal werden sie sich von den Thunern nicht überraschen lassen. Die Berner Oberländer werden jedoch munter mitspielen, doch gegen die offensive Power von YB ist momentan kein Kraut gewachsen. Der Leader schlägt den FC Thun mit 3:1.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. Februar 2018, 16:21 
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Infos zu BSC Young Boys - FC Thun

Verletzt:
Von Ballmoos

Fraglich:
Fassnacht (krank)

Vorverkaufsstand am Freitagnachmittag:
15'200 (davon 11'600 Jahreskarten)

Die Matchbesucher werden gebeten, den Vorverkauf zu benutzen und frühzeitig zu erscheinen. Für die Anreise werden die öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen.

Anreise- und Parking-Infos (Grafik):
http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/A ... arking.png

Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.

Vorverkauf Cupspiel YB - Basel

Nach dem Spiel gegen den FC Thun öffnet das Kassenhaus 1 an der Papiermühlestrasse für den Verkauf von Tickets und das Einlösen von Vorkaufsrechten für den Cup-Halbfinal YB-Basel vom 27. Februar. Aktueller Verkaufsstand: 19'000.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. Februar 2018, 17:02 
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Thun vor dem Spiel gegen YB

http://fcthun.ch/de/News#news-entry-2234


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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. Februar 2018, 18:11 
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16.02.2018

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Zitat:
«Eine Defizitgarantie ist eine Riesengefahr»

YB und Thun pflegen eine besondere Beziehung. Vor dem dritten Derby der Saison sprechen die Sportchefs Christoph Spycher und Andres Gerber über Hierarchien, Geld und den Zusammenhalt aus gemeinsanen WG-Zeiten.

Wir konstatieren: YB im Veston, der FC Thun in Jeans und Pulli. Zufall oder Spiegel der Verhältnisse?
Christoph Spycher: Ich komme gerade von einem Referat, deshalb der Anzug (lacht). Ich mag es ja am liebsten sportlich. Veston und Jeans müssen manchmal reichen, im Sommer auch mal eine kurze Hose.

Andres Gerber: Da geht es mir ähnlich.

Als Spieler haben Sie zusammen bei GC gespielt. Wie sind diese Zeiten noch präsent?
Spycher: Die gemeinsame Zeit bei GC war grossartig, wir haben da auch in einer Art WG gelebt.

Gerber: Also in deiner Wohnung, wo aber ich gekocht habe! (lacht)

Spycher: Keine Details, das kommt nicht gut. (grinst)

Gerber: Und geputzt!

Spycher: Auf jeden Fall ist damals der Zusammenhalt entstanden, der jetzt noch da ist.

Mit der gemeinsamen Vergangenheit: War Gerber eine der Bezugspersonen, die Sie um Rat gefragt haben, bevor Sie bei YB als Sportchef einstiegen?
Spycher: Vorher nicht, aber nachher. Mir war klar, es wird viel Neues auf mich zukommen. Und mich interessierte, wie Andi mit gewissen Dingen umgeht.

Zum Beispiel?
Spycher: Für mich war eigentlich klar, dass ich bei Spielen auf der Tribüne sitzen würde, ich schaue da immer mit «Chappi» (Stéphane Chapuisat, Chefscout / die Red.). Aber ich wollte mich genauer mit Vor- und Nachteilen auseinandersetzen. Da unten kannst du unterstützend wirken, Ersatzspieler beobachten, die Stimmung aufnehmen. Andererseits kann die Distanz von der Tribüne aus auch ein guter Input sein für das Trainerteam.

Sie, Andres Gerber, sitzen ja in der Regel auf der Spielerbank. Warum eigentlich?
Gerber: Das hat sich so ergeben. Nötig ist es sicher nicht, und es kommt immer auf die Konstellation an, auf Trainer, Assistent, Sportchef. Eigentlich siehst du ja von oben besser. Aber unten bist du mehr unter deinesgleichen, du kannst mehr mitgehen. Und natürlich kann man auch mal mit­reden.

Basels Sportchef Marco Streller hat kürzlich gesagt, am Spieltag sei es als Sportchef schwieriger als vorher. Wie erleben Sie das?
Gerber: Ich kann das nachfühlen. Die Verantwortung ist eine ganz andere. Früher, als ich bei Thun Captain war, dachte ich, ich trage viel Verantwortung. Wenn ich das mit heute vergleiche, war das harmlos. Je nach Ausgangslage bin ich als Sportchef schon vor dem Spiel angespannt, während der Partie halte ich es häufig fast nicht aus.

Spycher: Das Schlimmste ist die Machtlosigkeit. Ich kann dem Trainer in der Pause die eine oder andere Sichtweise mitgeben, mehr nicht. Dazu kommt: Als Sportchef musst du weiter ­denken.

Inwiefern?
Spycher: Man sieht die Konsequenzen, die eine Niederlage haben kann. Als Spieler überlegt man sich die finanziellen Zusammenhänge nicht, etwa, wie sich ein gutes Abschneiden auf die Transfereinnahmen auswirken könnte.

Sie sind Vertreter einer neuen Generation von Ex-Profis auf dem Sportchefposten. Haben Sie eine Trainerkarriere je in Betracht gezogen?
Gerber: Ich wollte nie Trainer werden. Wobei: Sportchef auch nicht. (schmunzelt) Aber der Trainerjob kam für mich schon deshalb nicht in Frage, weil man so viele Diplome machen muss. (beide lachen) Im Ernst: All das Theoretische ist nicht meines. Ich war schon als Spieler ein intuitiver Typ. Mich hat die Taktik nie wirklich interessiert. «Wuschu» hingegen sehe ich schon eher als Trainer.

Spycher: Ich habe die Diplome bis zum B+ gemacht. Und ich hätte auch gerne weitergemacht, weil ich es in der ersten Zeit nach meiner Spielerkarriere spannend fand. Aber das A-Diplom kann man nur machen, wenn man eine Mannschaft übernimmt. Andy Egli war mein erster Profitrainer. Er war in Bern, Luzern, Mannheim, St. Gallen, Aarau und so weiter und so fort. So stelle ich mir das Familienleben nicht vor.

Der Sportchef kann einen Club viel stärker prägen als ein Trainer. Sollte es nicht auch Lehrgänge für Sportchefs geben?
Gerber: Fakt ist: In jedem Verein präsentiert sich die Situation anders, es gibt ja auch solche ohne Sportchef. Da ist es schwierig, Anforderungen festzulegen. Ich verstehe, wenn man das kritisch hinterfragt, aber auch als Sportchef kann man ja, sofern die Leistung nicht stimmt, jederzeit entlassen werden.

Spycher: Ich glaube, es gibt beim Verband schon Bestrebungen, die in diese Richtung führen. Eine Vereinheitlichung ist, wie Andy gesagt hat, schwierig, aber es gibt gewisse Bereiche, in denen Ausbildungen sinnvoll wären.

Welche denn?
Spycher: Als Sportchef braucht es grundsätzlich ein unternehmerisches Denken, ein Grundverständnis für die Buchhaltung, die Finanzen. Aber elementar und für mich auch das Schönste in unserem Beruf ist, Menschen aus verschiedensten Gebieten zu führen, gemeinsam eine Dynamik zu entwickeln und etwas zusammen zu erreichen.

Gerber: Ich bin froh, habe ich einst die kaufmännische Lehre gemacht. Ich bin beim FC Thun in der Geschäftsleitung, da ist es dienlich, wenn man die Zusammenhänge sieht. Doch bringt mir da ein Modul etwas? Das Wichtigste als Sportchef sind Erfahrung und Beziehungen.

Und inwiefern kann man als Sportchef von der Spielerkarriere profitieren?
Gerber: Sie verschafft einem Glaubwürdigkeit gegenüber Trainer und Spielern. Ich weiss, was Druck bedeutet. Oder die Enttäuschung, verletzt oder Ersatz zu sein.

Spycher: Aktuell sind in der Schweiz die Ex-Profis auf dem Vormarsch. Aber das ist eine Momentaufnahme. In Deutschland gibt es auch sehr gute Trainer wie Tedesco und Nagelsmann, die nicht Profis waren. Die Vergangenheit als Spieler gibt einem als Sportchef eine Grundakzeptanz. Doch eines ist klar: Die Spieler sind gnadenlos. Sie bewerten dich nur aufgrund des Handelns als Sportchef.

Gerber: Klar.

Spycher: Jordan Lotomba beispielsweise wird wohl kaum wissen, wie ich als Spieler war. Deshalb ist es schlecht, wenn man als Sportchef immer von früher redet. So wird man auf Dauer nicht ernst genommen.

Gerber: Das ist wie zwischen Vater und Sohn.

Sie haben von Beginn an gesagt, Spycher werde seinen Job als Sportchef gut machen. Warum?
Gerber: Es ist das Gesamtpaket. Seine Vergangenheit als Spieler und Talentmanager, er ist eine Identifikationsfigur und glaubwürdig. Betrachte ich seine Wahl als Konkurrent, hätte YB gerne einen anderen nehmen dürfen. (schmunzelt) Aber für YB war es die beste Wahl.

YB und Thun pflegen eine in der Super League einzigartige Zusammenarbeit. Spieler wechseln hin und zurück, es gibt viele Leihgeschäfte. Das ist ein Wettbewerbsvorteil.
Gerber: Es ist ein Vorteil, ganz klar. Es hilft, dass die Hierarchie zwischen den beiden Clubs gegeben ist. Was für uns glücklicherweise nicht bedeutet, dass wir jedes Spiel gegen YB verlieren . . .

Mit anderen Worten: Wäre Thun so gross wie YB, wäre die Beziehung eine andere?
Gerber: Es würde mehr Spannungen geben, klar. YB arbeitet ja auch nicht mit Basel zusammen.

Spycher: Dafür haben beispielsweise die Zürcher Clubs die Nähe zu Vereinen aus der Challenge League. Sie können Spieler an Rapperswil-Jona verleihen, an Winterthur und Schaffhausen.

Könnten Sie eigentlich einfach so den Posten des anderen übernehmen?
Spycher: Theoretisch schon. Der Job ist grundsätzlich der gleiche. Die Voraussetzungen sind ­anders.

Gibt es Situationen, in denen Sie gerne tauschen würden?
Spycher: Eine der grossen Stärken des FC Thun ist die Ruhe, mit der gearbeitet wird. Ruhe bringt nicht automatisch Erfolg, aber sie hilft. Bei YB in Ruhe zu arbeiten, ist schwieriger.

Gerber: Ich würde gerne den Tabellenplatz tauschen. (schmunzelt) Im Ernst: Bei uns ist die Anspannung grundsätzlich enorm gross. Läuft es YB nicht, wird es Zweiter oder Dritter. Bei uns hingegen geht es um die Existenz. Ich hätte gerne mal die Gewissheit, dass es nicht immer ums Überleben geht.

Vor etwa eineinhalb Jahren hat der FC Thun Geld bei der Bevölkerung gesammelt, während die YB-Besitzer die Ausgaben der vergangenen Jahre beziffert ­haben.
Gerber: Das ist schon seit Jahren so, dass YB sich in anderen Sphären bewegt. Für mich ist das nicht relevant. Wenn ich über Geld im Fussball nachdenke, dann nicht unbedingt in Bezug auf YB.

Sondern?
Gerber: Dann denke ich über die ganzen Milliarden nach, die generell in den Sport fliessen. Davon dem FC Thun eine Million abzutreten, wäre sicher kein Problem. (lacht) Das geht wohl vielen kleinen Vereinen so. Wir haben uns ernsthaft schon überlegt: Gibt es auch für uns jemand Vermögendes, der sich uns als Hobby vorstellen könnte, ohne sich viel einzumischen?

Spycher: Die Brüder Rihs haben unglaublich viel Geld in YB investiert, klar. Aber bei meiner Amtsübernahme war die Vorgabe: Wir wollen keine Minusbilanzen mehr decken! Das ist die Situation jetzt, da ist auch Druck. Und es ist eine gute Herausforderung.

Macht einen das als Sportchef besser?
Spycher: Ich glaube schon. Es treibt die Leute aus der Komfortzone, wenn sie mehr aufs Geld achten müssen.

Steht YB vielleicht gar deswegen sportlich so gut da?
Spycher: Möglicherweise. Eigentlich ist es ja wahnsinnig, welchen Einfluss die Champions League auf unsere Liga hat. Wer Basel ohne diese Einnahmen bewusst angreifen will, setzt falsche Anreize. Das bläht dich auf, so, dass du irgendwann wieder zusammenfallen musst. Deswegen ist es wichtig und richtig, dass wir bei uns nur so viel ausgeben, wie wir einnehmen.

Gerber: Eine Defizitgarantie ist eine Riesengefahr. Das zeigt sich im Fussball, das zeigt sich in der Privatwirtschaft. Plötzlich steigen da die Prämien, die Verhandlungen werden schwieriger mit den Agenten, plötzlich brauchts neue Kleider, neue Busse im Nachwuchs, neues Personal.

Deswegen bereiten Ihnen etwa die neuen Mittel von Lausanne keine schlaflosen Nächte?
Gerber: Nein. Weil die Gefahr auch gross ist, daran zu scheitern. Ich würde das dem Club nie wünschen, sie haben das alles auch zurückhaltend kommuniziert. Aber auch sie werden lernen müssen, damit umzugehen.

Würde eigentlich der Titel von YB etwas ändern für den FC Thun?
Gerber: Da kommt mir spontan nichts in den Sinn. Weisst du etwas von einer Wette oder Prämie? (schaut lachend zu Spycher) Es hat bestimmt kleinere Auswirkungen, vielleicht verlieren wir einen Fan an YB. Aber Fussball wird im Kanton Bern noch wichtiger, also wäre das vor allem positiv. Und ich würde es allen bei YB von Herzen gönnen.

Hat umgekehrt ein Abstieg von Thun Konsequenzen für YB?
Spycher: Ich weiss nicht. Das wünsche ich niemandem von euch. Thun hat eine Nische gefunden in dieser Liga, sie haben sich als Ausbildungsverein platziert und machen das sehr gut.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/17289316

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. Februar 2018, 18:20 
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Lachsbrötchen, Läckerli, YB-Würste?

Am Sonntag empfängt YB den FC Thun zum Derby. Einst stellte für die Oberländer fast jedes Spiel in der Super League einen Höhepunkt dar. Nun will Trainer Marc Schneider die Siege gegen YB nicht überbewerten.

Als der FC Thun 2002 die Vorrunde als Aufsteiger auf dem dritten Rang abschloss, stellte Trainer Hanspeter Latour im letzten Training vor der Winterpause Champagner und Lachsbrötchen bereit. Die Botschaft: Wir haben allen Grund zu feiern.

Bei Wiederaufnahme des Trainings nach dem Jahreswechsel standen an gleicher Stelle Wasser und Schwarzbrot. Die Botschaft diesmal: Der Ernst des Lebens hat wieder begonnen. In der folgenden Finalrunde fiel der FC Thun zwar noch auf den siebten Rang zurück, mit dem ersten Sieg gegen YB auf höchster Stufe brachte sie dem Club aber immerhin eine denkwürdige Partie.

Die ersten Jahre in der Super League waren für den FC Thun eine aufregende und unbeschwerte Zeit: Die Oberländer waren die Kleinen, für die fast ­jedes Spiel einen Höhepunkt ­darstellte. Als der FC Thun zwei Saisons später den FC Basel bezwang und die Tabellenspitze übernahm, schrieb diese Zeitung vom «grössten Sieg der Club­geschichte». Und Latour verteilte mit seinen Spielern im Berner Oberland Basler Läckerli.

Man stelle sich vor, Trainer Marc Schneider hätte nach einem der beiden Siege gegen die Young Boys mit seiner Mannschaft in der Thuner Innenstadt YB-Würste unters Volk gebracht. Unwahrscheinlich? Unvorstellbar!

Die Zeiten haben sich ge­ändert: Die Thuner sind zwar immer noch die Kleinen, im Konzert der Grossen spielen sie aber schon lange mit. Als es kürzlich darum ging, die Höhepunkte seines ersten Halbjahres als Cheftrainer zu benennen, machte Schneider fast vorwurfsvoll die Bemerkung, man denke sicher an die Derbysiege. Und meinte weiter, dass diese zwar schön und wichtig gewesen seien. Er gewichtete in seiner Erfolgsbilanz aber unter anderem die Weiterentwicklung des Teams höher.

Sorgic fehlt

Dementsprechend erachtet Schneider die Ereignisse beim 4:0 in Bern Mitte August sowie beim 3:1 Anfang Dezember in Thun im Hinblick auf das dritte Derby am Sonntag im Stade de Suisse als vernachlässigbar. «Die zwei Siege geben uns zwar das Vertrauen, dass wir YB schlagen können. Aber sie haben keinen Einfluss auf die Spielvorbereitung», sagt Schneider.

Den Trainer beschäftigt derzeit eher, wie er Stürmer Dejan Sorgic ersetzen kann. Der 28-Jährige, der nach dem Abgang von Simone Rapp nach Lausanne im Sturmzentrum als Fixpunkt vorgesehen ist, dürfte mit einer Oberschenkelzerrung sechs Wochen fehlen. Sein Ausfall ist für die Thuner ein herber Verlust, Ersatz Nicolas Hunziker wusste bisher nicht zu überzeugen.

Sulejmani wieder fit

Solche Sorgen kennen die Young Boys nicht. Beim souveränen Leader ist der formstarke Miralem Sulejmani nach Schulterprellung wieder einsatzbereit, Zudem kehrt Roger Assalé nach Sperre zurück, einzig der grippeerkrankte Christian Fassnacht ist für das Derby fraglich. Sein Ersatz Nicolas Ngamaleu zeigte in Lausanne seine vielleicht stärkste Darbietung im YB-Trikot

Seit 2002 und dem Aufstieg des FC Thun trafen die Teams ­55-mal aufeinander, 27 Partien gewann YB, 11 der FC Thun. ­Dreimal in Folge vermochten die Oberländer aber nie zu gewinnen. «Wir haben zwei Rechnungen offen», sagte der linke YB-Verteidiger Loris Benito am Sonntag nach dem Sieg in Lausanne. Und Innenverteidiger Steve von Bergen meinte: «Wir sind gewarnt. Thun versteht es immer, uns das Leben schwer zu machen. Aber», sagt der Captain mit dem Selbst­bewusstsein des Tabellenführers, «wir werden diesmal ganz sicher anders auftreten.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14343134

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. Februar 2018, 17:23 
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Thun kommt - Bei YB heisst es wieder «Häbet nech am Bänkli»

Leader YB kassierte 2 der bisher 3 Saisonniederlagen gegen Thun. Warum am Sonntag (15:45 Uhr, SRF zwei) alles anders werden dürfte.

Die YB-Fans sind eine leidgeprüfte Spezies. Seit 1987 warten sie auf einen Titel. Die Hoffnung geben sie aber nicht auf. An jedem Heimspiel feuern sie ihre Mannschaft an.

Ein Song hat in dieser Saison besonders Hochkonjunktur. Der Refrain lautet so:

"Häbet nech am Bänkli, häbet nech am Bänkli, YB macht nech itz es Gschänkli. Häbet nech am Bänkli, häbet nech am Bänkli. YB schiesst es Goal, Goal!"

Der Song figuriert auf der «Liste der lebendigen Berner Traditionen». Zu einem Stadionbesuch gehöre demnach ein Bier, eine Wurst und «Häbet nech am Bänkli» singen. Zumindest in dieser Spielzeit hat er seine Berechtigung. Denn die YB-Offensive läuft so richtig heiss:

- YB hat in den letzten 16 Liga-Spielen stets getroffen (Liga-Bestwert) und stellt mit 49 Toren die beste Offensive der Super League. Die Berner egalisierten damit ihren klubinternen Bestwert nach 21 Spielen aus der Saison 2007/08.
- YB stellt mit Miralem Sulejmani (10 Tore), Jean-Pierre Nsame (9) und Roger Assale (8) gleich 3 der 5 besten Skorer der Liga.
- YB blieb seit dem 0:4 gegen Thun in der 4. Runde in 7 Heimspielen ungeschlagen und sammelte dabei 19 von möglichen 21 Punkten.

Thun ist zwar in der aktuellen Saison der Angstgegner der Stadtberner (auswärts verlor YB 1:3). Die Young Boys weisen gegen die Oberländer aber eine eindeutig positive Bilanz auf: Seit der Saison 2003/04 gewann YB 23 von 50 Partien bei 17 Unentschieden und 10 Niederlagen.

YB im Formhoch

Für das Hütter-Team spricht die starke Form. Gegen St. Gallen und Lausanne überzeugte YB auf der ganzen Linie. Und während Thun den verletzten Stürmer Dejan Sorgic ersetzen muss, kann YB aus dem Vollen schöpfen. Roger Assalé kehrt nach seiner Sperre zurück.

Hoffnungsträger beim Team von Coach Marc Schneider ist mit Moreno Costanzo ausgerechnet ein ehemaliger YB-Spieler. Und: Die Thuner haben mehr Auswärtssiege auf dem Konto als Heimsiege (4 zu 3).

Thun macht keine «Gschänkli»

Es wäre schon eine kuriose Geschichte, sollte YB gegen den Kantonsrivalen erneut Federn lassen. Denn ohne den «grossen Bruder» gäbe es Thun in der Super League wohl gar nicht mehr. Etliche Spieler wechselten in den letzten Jahren für gutes Geld zu YB, im Gegenzug profitierte Thun immer wieder von Leihspielern. Auf dem Rasen spielt dies jedoch keine Rolle. «Gschänkli» werden höchstens an die eigenen Fans verteilt.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... am-baenkli

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. Februar 2018, 11:01 
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Von YB einst aussortiert, heute der beste Passgeber der Liga

Der Tessiner Matteo Tosetti (26) ist beim FC Thun aufgeblüht, aber noch nicht am Ziel seiner Träume. Der beste Passeur der Liga bezeichnet sich auch neben dem Platz als hilfsbereiter Charakter. Auch wenn er im Fussball egoistischer sein will.

Nein, nachtragend ist Matteo Tosetti nicht. Selbst wenn es damals ein grosser Schock für ihn war, als die Young Boys ihn aussortierten. «Am selben Tag wie Ezgjan Alioski wurde auch ich rasiert. Wir wurden ins Büro zitiert und man sagte uns: Es reicht nicht, ihr müsst zurück in die U21.» So erzählt es Tosetti ein paar Jahre später ohne jegliche Bitterkeit.

Nach YB suchte er sein Glück in Wohlen und Lugano, aber richtig aufgeblüht und durchgestartet ist er erst, als er vor anderthalb Jahren zum FC Thun kam. Heute ist er sogar der beste Passgeber der Super League.

Und Alioski, notabene, hat sich in der vergangenen Saison zum vielleicht besten Spieler der Liga entwickelt und den Sprung zu Leeds United geschafft. «Wir waren halt nicht die Spielertypen, auf die Trainer Christian Gross stand», sagt Tosetti. «Dann ist es schwierig.»

Es ist Freitagmorgen und das Training im kalten Regen zu Ende. Zwei Tage vor dem Showdown mit YB haben die Thuner in ihrer Stockhorn-Arena konzentriert gearbeitet. «Man spürt natürlich, dass ein Derby bevorsteht und es kein Spiel wie jedes andere ist», sagt Tosetti. Für ihn schon gar nicht.

«Ich versuche in jeder Partie gegen YB zu zeigen, dass es ein Fehler war, mich fortzuschicken», sagt der 26-Jährige. Aber wütend auf die Berner ist er nicht. «Der Fehler lag auch bei mir. Ich war, ehrlich gesagt, gar noch nicht bereit für einen solch grossen Klub», gibt Tosetti zu.

Noch viele Kontakte nach Bern

Weil er in jener Zeit bei YB im Rahmen der Berufsmatur auch noch auf der Geschäftsstelle im Stade de Suisse gearbeitet hat, bestehen noch immer viele Kontakte nach Bern. Ob er sich gar wünscht, dass YB Meister wird? Tosetti sagt: «Der Bessere soll den Titel holen. Aber YB scheint mir im Moment etwas stärker zu sein.»

Bei aller Sympathie für seinen Ex-Klub ist aber sonnenklar, dass Tosetti mit seinen Thunern die Young Boys am Sonntag zum dritten Mal in dieser Saison schlagen will. «Wir wissen, dass wir es draufhaben», sagt der Flügel, verrät aber nicht, ob der Aussenseiter auch dieses Mal etwas ausgebrütet hat, um die Berner zu überraschen.

Wie beim 4:0 im August im Stade de Suisse, als die Thuner mit Tosetti in der Hauptrolle in Perfektion eine Cornervariante zelebrierten, die YB eine Woche zuvor selber erfolgreich präsentiert hatte. «Wir haben sie aber nicht kopiert», beteuert Tosetti.

Er erzählt, dass er immer wieder das Internet und Youtube durchforste auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um die Gegner bei Standardsituationen zu überraschen. «Ich sah die besagte Variante bei Empoli und staunte nicht schlecht, als YB sie praktizierte. Aber noch mehr staunte dann wohl YB, als wir sie in der nächsten Runde ebenfalls anwandten», sagt Tosetti lachend.

Er selber hat sich mittlerweile zu einem echten Spezialisten für ruhende Bälle entwickelt und überhaupt zu einem grossen Passeur. In der vergangenen Saison ist er hinter Yoric Ravet mit 15 Assists der zweitbeste der Super League gewesen, und in der aktuellen Spielzeit liegt er mit 11 Torvorbereitungen vor Elyounoussi, Campo und Mariani ganz an der Spitze.

«Im Fussball ist es nützlich egoistisch zu sein»

«Das ist mein Charakter. Auch sonst im Leben. Ich versuche immer, anderen zu helfen», sagt Tosetti. «Aber im Fussball ist es manchmal nützlich, etwas egoistisch zu sein. Ich muss torhungriger werden und mehr in den Strafraum gehen.»

In Losone aufgewachsen, hat Tosetti für Locarno gespielt und ist dann 2009 mit der Schweizer U17 in Nigeria Weltmeister geworden. Zwar hat er nur 19 Minuten im Halbfinal gegen Kolumbien mitgewirkt, doch unvergessen bleibt ihm, wie die kleinen Schweizer das grosse Brasilien mit Neymar und Coutinho bezwungen haben. «Das hilft mir heute noch. Ich weiss, dass das kleine Thun jeden Grossen schlagen kann», sagt Tosetti.

Der Tessiner fühlt sich im Berner Oberland vögeliwohl. Seit seine Freundin zu ihm gezogen ist, gar noch wohler. «Und am 26. Juni werde ich Vater. Das motiviert mich auf dem Rasen gleich noch einmal», sagt Tosetti, dessen Eltern zu jedem Spiel aus der Südschweiz anreisen. Der FC Thun hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert.

«Dieses Vertrauen und diese Einschätzung machen mich stark», sagt Tosetti. Und es nährt seine Hoffnung, es könnte eines Tages vielleicht doch noch etwas werden mit einem Engagement in der italienischen Serie A. «Als Tessiner und Milan-Fan träume ich davon.»

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