 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
Rino
|
Verfasst: Montag 28. November 2016, 19:42 |
|
Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:01 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
01.12.2016  Zitat: Doumbias Rückkehr
«Was für eine Geschichte!» – oder eben auch nicht
Seydou Doumbia trifft am Samstag mit dem FC Basel auf die Young Boys, seinen Ex-Verein. Aussergewöhnlich ist das nicht: Die Hälfte des Basler Kaders hat diese Erfahrung schon gemacht.
«Was für eine Geschichte!» ist eine der vielen Phrasen der Sportberichterstattung. Verwendet, wenn ein Skirennfahrer bei seiner Rückkehr nach einer Verletzung an dem Hang das Rennen gewinnt, an dem er als Kind zum ersten Mal auf dem Schnee stand. Oder wenn ein Fussballer ein Tor erzielt gegen einen Verein, bei dem er einst in der Jugend spielte. «Ausgerechnet er!»
Wir Konsumenten haben uns an diese Geschichten gewöhnt, und nur ganz selten erstaunen sie uns. Denn oft sind sie konstruiert, irgendetwas gibt es immer, mit dem sich ein Ereignis in der Welt des Sports würzen lässt.
Am Samstag spielt der FC Basel gegen die Young Boys. Weil Marc Janko gesperrt fehlt und Andraz Sporar zuletzt angeschlagen war, wird aller Voraussicht nach Seydou Doumbia in der Angriffsspitze spielen. Der Ivorer kehrt in seine alte Heimat zurück, wo er in zwei Saisons zwischen 2008 und 2010 für die Berner 50 Tore erzielte und Liebling der Massen war. 13 Spieler des FC Basel haben diese Erfahrung schon gemacht
Doumbias Rückkehr widmet die Sportpresse seit Tagen Nebensätze. Jetzt, da der Samstag näherkommt, sind es ganze Absätze, ganze Geschichten, eine nach der anderen.
Und wenn Seydou Doumbia in seiner einstigen Heimstätte auflaufen wird, werden wir das an dieser Stelle ebenfalls besonders herausheben. Wir werden die Reaktionen der Fans beschreiben und Doumbias Worte notieren, die er im Anschluss ans Spiel in der Interviewzone sagen wird.
Nur ist eine solche Rückkehr ganz und gar nichts Aussergewöhnliches. Ein Dutzend der 27 Basler Kaderspieler hat schon einmal gegen einen Ex-Verein gespielt (» zur Liste unter dem Artikel).
Einige von ihnen wissen sogar, wie es sich anfühlt, gegen die ehemaligen Farben spezielle Spielszenen zu erleben: Germano Vailati hat beispielsweise im St. Galler Tor einen Elfmeter gehalten, geschossen von Mauro Lustrinelli, der für Vailatis ehemaligen Verein Bellinzona antrat. Tore gegen den Verein der Jugend: nichts Neues
Andere haben erlebt, wie sich ein Torerfolg gegen den Ex-Verein anfühlt. Beispielsweise hat Elyounoussi mit Molde im ersten Spiel gegen Sarpsborg gleich zweimal getroffen. Gegen den Verein seiner Jugend, bei dem er als marokkanischer Immigrant fussballerisch gross geworden ist.
Oder Marc Janko: Mit den Salzburgern, bei denen wenige Wochen zuvor der österreichische Getränkekonzern Red Bull eingestiegen war und heftige Proteste ausgelöst hatte, kehrte er als 22-Jähriger nach Maria Enzersdorf zurück. Gegen den VfB Admira Wacker, dem Janko als Siebenjähriger beigetreten war und der ihm den Einstieg in den Berufsfussball ermöglicht hatte, erzielte der Stürmer das letzte Tor zum 4:0-Sieg. Neun Tore gegen sechs Vereine – YB ist nicht darunter
Seydou Doumbias Rückkehr nach Bern ist frei von solchen Nebengeschichten aus seiner Jugend. Der Rechtsfuss hat das Handwerk des Fussballers an der Elfenbeinküste erlernt, ist mit 19 Jahren nach Japan ausgewandert, kam dann in die Schweiz, verliess diese nach zwei Jahren in Richtung Russland, wo er bei ZSKA Moskau mit 95 Toren in 150 Spielen seine erfolgreichste Zeit erlebte. Nach Umwegen über die AS Roma und einem Leihgeschäft zu Newcastle ist Doumbia beim FC Basel gelandet. Ausgeliehen für ein Jahr. Zurück nach Rom will er nicht, nach Bern muss er; am Samstag als Arbeitnehmer des FC Basel.
Gegen sechs Mannschaften hat Doumbia seine neun Tore für den FCB erzielt. Gegen Bern hat der 28-Jährige noch nicht getroffen. Sechs Minuten im ersten Spiel gegen die Young Boys reichten dem besten Basler Torschützen dafür nicht.
Aber vielleicht trifft er ja im Stade de Suisse. Was wäre das für eine spezielle Geschichte! Oder eben auch nicht. http://www.tageswoche.ch/de/2016_49/spo ... -nicht.htm
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:05 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
01.12.2016  Zitat: «Ich werde YB nicht verlassen, um nach Basel zu gehen»
Am Samstag empfängt YB den FC Basel. Im Vorfeld des Spitzenspiels ist das Interesse an Guillaume Hoarau gross. Am Donnerstag stellte sich der Berner Topskorer den Medien und sprach dabei über seine Rolle.
Er erscheint 20 Minuten zu spät, aber dafür vereinnahmt er innert Sekunden die ganze Runde auf der YB-Geschäftsstelle. Am Samstag empfangen die Berner den FC Basel, ihre Hoffnungen im Duell gegen den Branchenprimus ruhen in erster Linie auf Topskorer Guillaume Hoarau.
Der Franzose nimmt dies gelassen; im nach dem legendären YB-Torjäger Geni Meier benannten Raum gibt er bereitwillig Auskunft. Nur die Mütze mag der 32-Jährige nicht abnehmen. Denn: «Ich habe meine Haare nicht gegelt, die Frisur sieht schrecklich aus.»
4 Tore haben Sie in den letzten beiden Meisterschaftsspielen erzielt, es läuft Ihnen momentan hervorragend. Guillaume Hoarau: Meine Situation ist sehr positiv, das stimmt. Schiesst ein Stürmer Tore, ist er zufrieden, zumal er damit der Mannschaft helfen kann.
Wie zufrieden sind Sie mit der Situation der Mannschaft? Wir wollen in der Meisterschaft weiter siegen, im Cup so weit wie möglich kommen, und unser Ziel war auch, die Gruppenphase der Europa League zu überstehen. Das hat nicht geklappt. Wenn ich hätte wählen können, hätte ich lieber weniger Tore geschossen, dafür mit dem Team die K.-o.-Phase der Europa League bestritten.
Auf nationaler Ebene schiessen Sie Tor um Tor. Ist es nicht frustrierend, dass YB dennoch 15 Punkte hinter Basel liegt? Fussball ist ein Mannschaftssport. Ich versuche meine Arbeit so gut wie möglich zu machen, also möglichst oft zu treffen. Wir haben im defensiven Bereich zudem grosse Fortschritte gemacht, erhalten viel weniger Tore als früher. Es ärgert mich, sind wir in der Europa League nicht weitergekommen. Aber in der Meisterschaft ist es ein anderer Fall. Basel spielt in einer eigenen Kategorie.
Was unterscheidet Basel von den Young Boys? Wir müssen täglich an uns arbeiten, um uns dem FCB anzunähern, wir wollen als Team wachsen. Man spricht von finanziellen Mitteln, diese ermöglichen den Baslern sicher etwas mehr als uns. Aber auf dieser Ebene entscheiden Details, und diese sind bei ihnen weniger negativ als bei uns. Trotzdem dürfen wir nicht neidisch sein. Basel repräsentiert den Schweizer Fussball in Europa sehr gut. Aber...
Ja? ... bevor ich von YB weggehe oder hier meine Karriere beende, möchte ich einen Titel gewinnen. In der Meisterschaft ist das schwierig, das ist uns bewusst.
Mit Basel könnten Sie regelmässig international spielen. Hatten Sie nie Kontakt mit dem Klub? Mein Name stand einmal auf einer Liste mit anderen Stürmern, als der FCB nicht wusste, wie es mit Marco Streller weitergehen würde. Seither gab es keinen Kontakt mehr. Im Fussball weiss man zwar nie. Aber: Ich werde YB nicht verlassen, um nach Basel zu gehen.
Wie wichtig ist die Partie vom Samstag für Sie? Es geht um Prestige, für uns ist das ein Bonusspiel. Und wir haben Lust, Basel zu schlagen, zumal das in dieser Saison noch niemandem gelungen ist.
Wie würden Sie Ihre Rolle im Team beschreiben? Es ist meine Arbeit, Tore zu schiessen. Aber es geht um mehr. Ich bin 32-jährig, will den jüngeren Spielern helfen, versuche ihnen das weiterzugeben, was ich gelernt habe. Ich sehe mich wie ein grosser Bruder für sie.
Können Sie das präzisieren? Mich interessiert die Psychologie eines Fussballers. Ich gebe der mentalen Arbeit viel Beachtung, der Kopf ist entscheidend. Es ist wichtig, Selbstvertrauen zu haben. Viele junge Spieler sind talentiert; verpassen sie eine Karriere, weil es im mentalen Bereich nicht stimmt, ist das schade.
Ob in der Garderobe oder auf der Geschäftsstelle, Sie gelten bei YB als Animator. Ich bevorzuge eine Garderobe, in der es lebt, gelacht wird. Ich mag Musik, und bei uns gibt es viele andere, die das auch tun. Musik ist das einfachste Mittel, für eine gute Atmosphäre zu sorgen. Diese Momente in der Garderobe werden mir nach der Karriere fehlen, deshalb versuche ich so viel wie möglich aufzusaugen.
Ist es schwierig, den Mittelweg zwischen Animator und Fussballer zu finden? Ich bin, wie ich bin, spiele keine Rolle. Deshalb ist es für mich kein Problem. Ich singe viel und überall, das habe ich bei allen Vereinen gemacht. Es gibt viele Fussballer, die gerne singen. Es ist für die meisten aber einfacher, vor 50'000 Zuschauern zu spielen, als vor 20 zu singen. Für mich ist es dasselbe. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29300001
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
02.12.2016  Zitat: Wenn YB am liebsten trifft, macht der FCB dicht
von Eva Tedesco - YB und der FCB sind immer für Tore gut. Am Samstagabend ist ein Offensivspektakel aber nicht garantiert.
Gibt YB kurz vor dem Pausenpfiff Vollgas, steigt die Chance der Berner, am Samstag gegen den FCB zu gewinnen. Legen die Bebbi ihre berüchtigte FCB-Effizienz nach dem Tee oder in der Nachspielzeit an den Tag, wird es schwierig, gegen den Meister zu bestehen.
Der FCB ist nicht nur nach Punkten, sondern auch nach Toren einsame Spitze in der Liga. Was Rotblau international (nur 2 Tore in 5 CL-Partien) nicht gelingt, läuft in der Meisterschaft wie am Schnürchen. 47 Tore hat Basel in 16 Runden erzielt. Die meisten Treffer (10) schiesst der FCB zwischen der 76. und 90. Minute, 9 in der ersten Viertelstunde der 2. Hälfte und selbst in der Nachspielzeit sind es noch 4 Tore.
Während der YB-Torstärke hält Basel dicht
Aber auch die Berner sind treffsicher und haben mit 36 Treffern am zweitmeisten Tore geschossen. Besonders häufig bringt Gelbschwarz zwischen Minute 46 und 60 das Runde im Eckigen unter (11 Tore). Auch in der YB-Viertelstunde sind es noch 8 Tore. Und von wegen langsame Berner: 6 Treffer in der Startviertelstunde ist Liga-Bestwert.
Können sich die Fans am Samstag auf ein Torspektakel einrichten? Bedingt, denn wie die Grafik der Gegentore zeigt, halten sowohl Basler (12 Gegentore) wie Berner (21) hinten dicht. YB kassierte bislang in der ersten halben Stunde lediglich 4 Gegentore, genau so viele sind es zwischen der 46. und 60. Minute.
Die YB-Chance: Basel ist nicht nur in der Champions League vor dem Halbzeitpfiff besonders anfällig auf Gegentreffer, auch national «chlöpfts» gern. Fünfmal zappelte das Netz hinter FCB-Keeper Vaclik zwischen der 31. und 45. Minute. Besonders gut scheinen Pausenansprachen von Trainer Urs Fischer anzukommen: Zwischen der 46. und 60. Minute hat in dieser Saison noch kein Team gegen Rotblau getroffen. http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/19372034
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:12 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
02.12.2016  Zitat: Hoarau vor dem FCB-Knüller
«Ich würde YB nicht für Basel verlassen»
Guillaume Hoarau stand einst auf der FCB-Einkaufsliste. Dass er sich damals für YB entschied, bereut der Stürmer vor dem Spiel gegen Basel nicht.
Zweiter gegen Erster, Vize-Meister gegen Meister: YB gegen Basel am Samstagabend (20 Uhr) hat alle Vorzeichen eines Spitzenkampfs. Wären da nur nicht die 15 Punkte, die der FCB bereits vor den Bernern liegt.
Auch wenn danach noch 19 Runden zu spielen sind, ist es für YB bereits das Spiel der letzten Chance. Der grösste Trumpf von Trainer Adi Hütter ist dabei Guillaume Hoarau, der mit sechs Toren in den letzten vier Partien seine Qualitäten bewiesen hat.
Seit der Stürmer seine Muskelverletzung auskuriert hat, sind die Gelb-Schwarzen unbesiegt (vier Siege, zwei Unentschieden). In den fünf Spielen ohne Hoarau gabs zuvor nur einen einzigen Dreier.
Dabei hatte einst nicht viel gefehlt, und der Franzose würde morgen im FCB-Leibchen ins Stade de Suisse einlaufen. Als 2015 Marco Streller vor dem Karriere-Ende stand, waren die Bebbi auch an Hoarau interessiert.
Dieser verlängerte dann aber in Bern, der FCB verpflichtete Marc Janko (33) als Streller-Ersatz und rüstete ein Jahr später mit dem Ex-Berner Seydou Doumbia (28) nach. Hoarau trauert seinem Entscheid nicht nach. «Ich würde YB nicht für Basel verlassen», sagt er vor dem Knüller zu «SRF».
Für die Basler geht die Rechnung mit bisher 15 Meisterschafts-Toren ihres Sturm-Duos ebenfalls auf. Einzig auf der europäischen Bühne haben Janko und Doumbia die Goal-Flaute immer noch nicht überwunden. Die nächste und eventuell letzte Chance bietet sich am nächsten Dienstag in der Champions League gegen Arsenal London. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 42690.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:14 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
02.12.2016  Zitat: YB bittet zum Spitzenspiel
Bevor sich dem FC Basel am kommenden Dienstag gegen Arsenal die letzte Chance bietet, doch noch europäisch zu überwintern, reist die Mannschaft von Urs Fischer morgen Samstag zum Spitzenkampf der Super League nach Bern. Die zweitplatzierten Young Boys liegen in der Tabelle zwar schon fünfzehn Punkte hinter dem Leader, haben zuletzt aber überzeugt. Der FCB seinerseits konnte sich diese Woche fast schon ungewohnt ungestört vorbereiten.
Urs Fischer betont es bei jeder Gelegenheit: Die vielen Siege und der damit verbundene grosse Vorsprung in der Tabelle seien keine Selbstverständlichkeit. Bei weitem nicht. Von einer bereits gefallenen Vorentscheidung in der Super League will der Trainer des FC Basel daher nichts wissen. Das anstehende Spiel gegen die Berner Young Boys bezeichnet Fischer gar als unglaublich wichtig.
In jüngster Vergangenheit wusste der Gegner aus Bern zu überzeugen. Vier der letzten fünf Meisterschaftsspiele haben die Young Boys gewonnen. Dabei schossen sie siebzehn Tore, drei mehr als der FC Basel im gleichen Zeitraum. Der FCB seinerseits, konnte sich so intensiv wie nur selten auf das kommende Duell vorbereiten.
Seit vergangenem Sonntag und dem letzten Ernstkampf gegen den FC Sion, stand weder ein internationales Spiel auf dem Programm, noch fehlten zahlreiche Stars aufgrund von Nationalmannschaftseinsätzen. Diesen Umstand nutzte Trainer Urs Fischer und gab seinen Spielern erst einmal zwei Tage frei. Erholt und vollständig konnte dafür ab Mittwoch trainiert werden. So standen Übungen auf dem Programm, für die die Zeit letztmals in der Saisonvorbereitung reichte.
Gemischt sind die Erinnerungen an das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Spielzeit. Da ist auf der einen Seite das aus Basler Sicht hervorragende Resultat. Am vierten Spieltag gab es im St. Jakob-Park einen 3:0 Sieg. Da ist aber auch diese erste Halbzeit.
Eine Halbzeit, in der der FCB grosse Mühe bekundete und in der die Zuschauer mehr als vierzig Minuten auf den ersten Torabschluss warten mussten. YB-Trainer Adi Hütter überraschte damals mit seiner Taktik. Der Österreicher schickte nämlich nur drei Verteidiger aufs Feld.
Fünfzehn Punkte beträgt aktuell der Vorsprung des FC Basel auf den ersten Verfolger aus Bern. Ein Sieg morgen Samstag, und auch Urs Fischer müsste sich wohl so langsam aber sicher mit dem Wort Vorentscheidung anfreunden. https://telebasel.ch/2016/12/02/yb-bitt ... tzenspiel/
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:19 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.12.2016  Zitat: Adi Hütter: «Der Abstand zu Basel ist immer noch gross, und das stinkt mir»
Der FC Basel ist gut und hat Klasse – Adi Hütter, der Trainer der Young Boys, geniert sich nicht, das zu sagen. Heute will er mit seiner Mannschaft nichts desto trotz dem Tabellenführer der Super League die erste Niederlage beibringen. Im Interview mit der TagesWoche erklärt der 46-jährige Österreicher, warum YB schon wieder so weit hinter Basel liegt und warum Guillaume Hoarau unersetzlich ist.
Adi Hütter, nehmen wir an, am Samstag kommt jemand, der mit dem Schweizer Fussball nicht so vertraut ist, zum Gipfeltreffen zwischen dem Zweiten und dem Tabellenführer ins Stade de Suisse. Wie erklären Sie dem, dass der FC Basel nach 16 Runden schon wieder mit 15 Punkten Vorsprung führt? Das direkte Duell haben wir verloren, da sind schon mal drei Punkte weg. Und dann denke ich an viele Unentschieden, wo wir dir bessere Mannschaft waren, wo wir klar gewinnen müssten. Uns hat in der Phase, als Guillaume Hoarau ausgefallen ist, ein Spieler gefehlt, der die entscheidenden Tore macht. Und wir hatten zu Beginn die Champions-League-Qualifikation mit hochintensiven Spielen gegen Schachtjor Donezk und Mönchengladbach und eine Phase mit Unruhe im Verein, während Basel gemütlich in die Saison starten konnte.
Wie haben sich diese Unruhen im Verein und die Personalrochaden ausgewirkt? Es soll keine Ausrede sein, aber wir haben eine schwierige Zeit im Verein hinter uns, und es ist nicht so, dass das spurlos an uns allen vorübergegangen ist. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie das Ganze überdauert hat. Sie hat sich auch in dieser schwierigen Phase sehr ordentlich präsentiert.
Erwarten Sie nun ein Signal von Ihrer Mannschaft? Welches Signal? Für mich? Wir müssen zwei Sachen unterscheiden: Basel hat von 16 Spielen 14 gewonnen und zwei unentschieden gespielt. Das spricht Bände. Auf der anderen Seite sind wir seit zehn Spielen ungeschlagen, von den letzten 15 Spielen haben wir nur ein einziges verloren. Wir sind grundsätzlich ordentlich unterwegs, aber man muss die Klasse von Basel anerkennen. Wenn wir ein Zeichen setzen, dann für uns. Wir wollen die Gelegenheit nutzen und werden alles daran setzen, die ersten zu sein, die den FC Basel schlagen.
Das würde der Liga gut tun, aber die Spannung nicht zurückbringen. Wir sind ja nicht allein für die Liga verantwortlich. Es haben viele Mannschaften schon die Möglichkeit gehabt, Basel zu schlagen. Und es sind einige Spiele dabei gewesen, da denkst du: sie machen nicht mal einen Punkt. Und dann kann der FC Basel das Spiel doch noch drehen. Wie daheim gegen Lausanne. Diese Basler Mentalität – das ist schon etwas, was beeindruckend ist. Das ist eben ein gewisser Mythos, das ist auch Qualität. Und so summieren sich die Punkte.
Kann man denn überhaupt davon reden, dass YB der Jäger des FC Basel ist? Wenn wir gegeneinander spielen, dann habe ich nie das Gefühl, dass wir klar unterlegen wären. Aber der Punktabstand ist sehr, sehr gross und spricht eine deutliche Sprache. Ich weiss nicht, ob man dann noch der Jäger ist, auch wenn wir auf Platz 2 sind. Wir müssen grundsätzlich auf uns schauen. Wir haben sehr viele Spiele gehabt, und der Ausfall von Schlüsselspielern hat uns immer wieder weh getan. Ich erinnere an die vielen Unentschieden im Herbst, als uns Guillaume Hoarau gefehlt hat.
Von ihm hängt so viel ab? Er ist einfach der Spieler bei uns, der den Unterschied ausmacht. Er macht halt das 1:0, nicht das 3:0 oder 4:0. Und er macht das 2:1, wenn ein Spiel auf der Kippe steht, so wie in Lausanne, wo wir in der 87. Minute den Ausgleich kassieren und er eine Minute später den Siegtreffer erzielt. Mit seiner Anwesenheit und seinen Toren könnten wir sieben, acht Punkte mehr haben.
Sie schwärmen in höchsten Tönen von Guillaume Hoarau. Wir haben ein sehr inniges Verhältnis, und für YB ist er ein Goldstück. Da geht es nicht nur ums Toreschiessen, sondern darum, wie er auftritt. Guillaume Hoarau ist ein Topstar, und dennoch ist die Bescheidenheit, die er an den Tag legt und wie er anderen hilft für mich beeindruckend. Das zeichnet ihn aus. Das Toreschiessen ist sein Job, dafür ist er da, aber er ist viel mehr als das. Alle anderen können sich an ihm aufrichten. Wenn er dabei ist, sind die anderen 20 Prozent besser. Das bedeutet sehr viel.
Aber er ist verletzungsanfällig und wird im März 33 Jahre alt. Er ist physisch stark, aber das Alter ist sicher ein Thema und der Kunstrasen nicht das Idealste für ihn. Als ich vor einem Jahr zu YB gekommen bin, musste er operiert werden und ich habe mir Sorgen gemacht um ihn. Dann kam er zurück, hat in 18 Spielen 17 Tore gemacht, und wir haben am Ende in der Rückrunde einen Punkt mehr geholt als Basel. Es ist einfach schade, dass er wieder zwei Monate ausgefallen ist. In dieser Zeit haben wir in fünf Spielen neun Punkte verloren. Mit ihm wäre der Abstand nicht ganz so gross geworden, davon bin ich überzeugt. Wenn wir dann gegen Basel gewinnen, reden wir noch von vier Punkten. Aber jetzt, mit den 15 Punkten Vorsprung, hat es Basel schön.
Ist es nur eine mentale Frage, um mit Basel auf Augenhöhe zu spielen, oder was müssen Sie Ihrer Mannschaft am Samstag mit auf den Weg geben? Wir haben ja schon bewiesen, dass wir daheim gegen Basel gewinnen können. Seit ich in Bern bin, sind wir in allen Begegnungen mit dem FCB nie die schlechtere Mannschaft gewesen. Aber Basel hat zum richtigen Zeitpunkt das Tor gemacht. Das 3:0 in der Vorrunde ist zu hoch, denn in der ersten Halbzeit habe ich damals fast nur YB gesehen. Meiner Meinung nach sind wir absolut auf Augenhöhe.
Woran liegt es denn, dass YB sein Spiel nicht über 90 Minuten durchziehen kann? Weil uns das Tor fehlt. Wir haben es bisher noch nie geschafft, in Basel 1:0 in Führung zu gehen. Dann müsste man mal sehen was passiert. Aber natürlich hat Basel Qualität, sie stehen gut, sie verteidigen relativ sicher in Zone 2, haben ein gutes Umschaltspiel. Und sie haben individuelle Klasse, wie man in Sion wieder gesehen hat, wo sie aus wenig viel machen.
Und hinterher wird mal wieder über den Basel-Bonus debattiert. Dazu haben sich schon so viele Menschen geäussert, da braucht es meinen Senf nicht dazu.
Wundert es Sie, dass in Basel bei aller Dominanz dennoch über den Trainer diskutiert wird? Damit beschäftige ich mich nicht, das ist nicht mein Thema und steht mir auch nicht zu. Mich interessieren nur die Fakten: 16 Spiele, 14 Siege, zwei Unentschieden, ganz klar Tabellenführer. Und international ist es für Basel ganz bestimmt keine einfache Champions-League-Gruppe gewesen. Ich finde, dass Urs Fischer ein toller Trainer und ein guter Typ ist – mehr kann ich dazu nicht sagen.
Urs Fischer hat zum 4:3 von YB gegen Sion und dem wilden Spielverlauf sinngemäss gemeint, da könne man auch ins Casino gehen. Wie ist es Ihnen am Spielfeldrand ergangen? Erst mal habe ich Freude gehabt, dass wir gewonnen haben. Und wir haben viele Menschen begeistert mit diesem Spiel. Natürlich kann man Fussball unterschiedlich betrachten: Es gibt die Sichtweise der Spieler, des Trainers, die der Fans. Wir sind dazu da, vor 23'000 Zuschauern nicht ein Null-zu-Null runterzukratzen oder ein Eins-zu-Null mit zwei Torchancen. Ich habe lieber ein 4:3 und ein Spektakel als ein 1:0. Aber am Ende des Tages geht es trotzdem um den Sieg.
Und wie wird eine solche Partie aufgearbeitet? Lob für die vier Tore oder werden die Fehler bei den drei Gegentoren thematisiert? Beides, beides! Beim Stand von 2:3 haben wir Glück, dass wir nicht das vierte bekommen. Und am Ende hätten wir auch noch höher gewinnen können. Natürlich ist nicht alles gut gewesen, aber die Mentalität der Mannschaft, dieses Spiel gewinnen zu wollen, das hat mir Spass gemacht. Und dafür habe ich sie gelobt.
Die Zwischenbilanz für Sie und die Saison der Young Boys fällt nicht ganz so euphorisch aus. Im Europacup sind wir ausgeschieden, das tut uns weh. Dafür überwintern wir nach fünf Jahren mal wieder im Cup. Und in der Meisterschaft sind wir, für die vielen Spiele, die wir hatten und die vielen Verletzungen, trotz allem ordentlich unterwegs. Und wer spielt denn mit der jüngsten Mannschaft in der Liga? Das ist YB. Gegen den FCB kommt vielleicht Michel Aebischer mit seinen 19 Jahren zum Einsatz. Darauf sind wir schon stolz, es ist unsere Philosophie, immer mit zwei, drei, vier Jungen zu spielen.
Kann man so gegen den FC Basel gewinnen geschweige denn ihn in der Tabelle hinter sich lassen? Warum nicht? Ich glaube daran. Weil wir speziell daheim einen sehr guten Fussball spielen und die Leute begeistern. In den letzten fünf Heimspielen haben sie 17 Tore von uns gesehen, im Schnitt machen wir fast vier Tore pro Spiel. Noch mal: Natürlich sind die Basler gut, das darf man ruhig sagen und da geniere ich mich auch nicht. Doch wir sind auch auf einem guten Weg, wir haben uns gesteigert – aber der der Abstand ist immer noch gleich gross. Das stinkt mir, ehrlich gesagt, schon.
Adi Hütter und die Basel-Connection
Aus Hohenems im Vorarlberg stammend hat Adolf «Adi» Hütter in Österreich für den Grazer AK, LASK Linz, Altach, den SV Austria Salzburg (drei Mal Meister, Uefa-Cup-Final 1994 gegen Inter Mailand) und Karpfenberg gespielt sowie von 1994 bis 1997 14 Länderspiele bestritten, ehe er mit 36 Jahren bei den «Red Bull Junioren» in Salzburg für eine Saison den erfahrenen Part spielte – unter Trainer Thorsten Fink. Als Trainer des SV Grödig absolvierte Hütter 2012 eine Praktikumswoche beim FC Basel unter dem damaligen Chefcoach Heiko Vogel.
2014/15 führte Hütter Salzburg zum Meistertitel, verliess den vom Red-Bull-Konzern gesteuerten Club aber nach nur einem Jahr wieder – auch, weil er sich, wie er sagt, nicht als reinen Ausbildungstrainer begreift. Im September 2015 verpflichteten die Young Boys Hütter als Nachfolger von Ueli Forte. Mit dem aktuellen Co-Trainer des FC Basel, Markus Hoffmann, verbindet den 46-jährigen Hütter eine Freundschaft – und sie wohnen in der Nähe von Salzburg kaum einen Kilometer Luftlinie auseinander. http://www.tageswoche.ch/de/2016_49/spo ... %C2%BB.htm
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:25 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.12.2016  Zitat: Noch nie war YB so weit von Basel entfernt
YB – Basel ist am Samstag ein Schlagerspiel, aber nicht der erhoffte Spitzenkampf. In den Basler Meistersaisons seit 2007/08 war die Differenz zwischen YB und Basel nach 16 Runden nie so gross.
So sehr man in Bern auch versucht, den Abstand zum besten Schweizer Klub zu verringern und selber einmal Meister zu werden, wird der Unterschied schier von Jahr zu Jahr grösser.
In der laufenden Spielzeit sind die Young Boys in Auswärtsspielen zu schwach, als dass sie den Baslern mit deren 14 Siegen (und zwei Unentschieden) in 16 Spielen Paroli bieten könnten. Die zwei Auswärtssiege zum Saisonbeginn in St. Gallen und letzten Sonntag in Lausanne sind bei weitem zu wenig.
Basel alleine auf weiter Flur
In der Saison 2007/2008 begannen die Basler ihre unvergleichliche Razzia mit acht Meistertiteln in neun Jahren, zuletzt sieben ohne Unterbruch. In dieser Zeit brachten es die Young Boys ein einziges Mal fertig, nach 16 Runden vor dem Dauerrivalen zu liegen. In jener Saison 2009/2010 führten sie mit 35:31 Punkten, in der Endabrechnung hatten die Basler um drei Punkte die Nase vorne. So nahe am Ziel wie damals unter Trainer Vladimir Petkovic waren die Berner seither nie mehr.
Der Showdown fand am 16. Mai in Bern statt. YB und Basel brachten je 77 Punkte mit. Aufgrund der Torverhältnisse reichte den Gästen ein Unentschieden, während YB einen Sieg benötigte, um erstmals seit 24 Jahren Meister zu werden. Der Match im ausverkauften Stade de Suisse war spannungslos. Valentin Stocker nach 39 und Scott Chipperfield nach 61 Minuten liessen mit ihren Toren alle gelbschwarzen Träume platzen. Am Schluss stand es 0:2. Nur drei Spieler aus jener Partie sind heute noch für die beiden Mannschaften tätig: Scott Sutter und Marco Wölfli (als Ersatzgoalie) bei YB, Überläufer Seydou Doumbia bei Basel. Xherdan Shaqiri spielte damals als linker Verteidiger.
Unterschiede werden immer grösser
Seither sind die Unterschiede im Leistungsvermögen tendenziell grösser geworden. Die Basler hatten die Berner vor einem Jahr nach 16 Runden um 12 Punkte abgehängt, diesmal sind es sogar 15 Punkte. So weit weg vom Fenster waren die Berner noch nie. Zwei Faktoren haben die Schere auseinandergehen lassen. Zum einen stagniert YB seit Jahren. Die derzeit 29 Punkte sind zwar der drittbeste Wert in der betrachteten Zeit, es ist aber nur ein durchschnittlich guter Wert. Die Punktzahlen nach jeweils 16 Runden reichen mit einer Ausnahme von 25 bis 35. Andererseits dominiert der FC Basel in der Liga deutlicher als je zuvor. Die 44 Punkte bedeuten einen einsamen Rekord. Die zweithöchste Punktzahl (37) datiert aus der vergangenen Saison. Für Basel hält der Trend seit nunmehr fünf Saisons an. Die Steigerung in dieser Zeit: 30, 31, 35, 37, 44 Punkte. Bei 48 Punkten werden die Basler beim Maximum ankommen.
«Ein Zeichen setzen»
YB-Trainer Adi Hütter ist weit davon entfernt, dem Spiel am Samstag eine höhere Bedeutung beizumessen. «Die Bilanz des FC Basel spricht Bände», sagte der Österreicher. «Aber wir wollen die erste Mannschaft sein, die Basel schlägt. Damit könnten wir immerhin ein Zeichen setzen.» Auf die zuletzt wieder torreich gewordenen Spiele der Young Boys angesprochen, sagt Hütter: «Ich sehe es lieber, wenn wir 4:3 gewinnen als 1:0. Die Fans haben einfach mehr davon.»
Basels Trainer Urs Fischer zollt den Young Boys jeden Respekt: «YB hat Qualität, ist in einer guten Verfassung und stabil. Ich rechne damit, dass die Tagesform und Details entscheiden werden.» Fischer relativiert den 3:0-Sieg seiner Mannschaft im Hinspiel: «Es war ein zu klares Resultat. In der ersten Halbzeit war YB besser.»
Luzern – Vaduz (erste Direktbegegnung der Saison 2016/17: 3:1). – Samstag, 17.45 Uhr. – SR Tschudi. – Absenzen: Haas (verletzt); Göppel (krank), Grippo, Janjatovic (beide verletzt), Felfel, Siegrist und Konrad (alle rekonvaleszent). – Fraglich: Marco Schneuwly (krank); -. – Statistik: Um den Schwung aus dem 5:1-Sieg gegen Lugano zu nutzen, müssen sich die Vaduzer bei einer Mannschaft behaupten, die erstklassig in Form ist. Nach der Serie von drei Niederlagen bis Mitte Oktober holten die Luzerner 13 Punkte aus fünf Spielen. Nur beim spektakulären 2:2 gegen YB gaben sie Punkte ab. Auch die Direktbegegnungen sprechen ausschliesslich für das Team von Trainer Markus Babbel. Von den elf Spielen seit April 2009 gingen acht für den FCL aus, die übrigen drei endeten unentschieden. Ein paar Siege der Luzerner kamen allerdings in umstrittenen Spielen zustande.
Young Boys – Basel (0:3). – Samstag, 20.00 Uhr. – SR Lechner (AUT). – Absenzen: Sanogo (gesperrt), Joss, Wüthrich und Rochat (alle verletzt); Janko (gesperrt), Bua und Kutesa (beide verletzt). Fraglich: Kubo, Zakaria; -. – Statistik: In diesem ewigen Rivalentum mit meist grossen Leistungsunterschieden müssen die Young Boys am Samstagabend für alle andern Super-League-Klubs eine Lanze brechen. Der FCB ist mit 14 Siegen und 2 Unentschieden auch nach 16 Runden ungeschlagen. Wer, wenn nicht die Young Boys im eigenen Stadion sollen den Baslern die erste und womöglich einzige Niederlage der Saison beibringen? Es geht an sich nicht mehr um Punkte im Meisterrennen. Es geht für die Young Boys um die Ehre und darum, allen anderen Mannschaften zu zeigen, dass man nicht PSG oder Arsenal heissen muss, um die Basler an einem guten Tag zu besiegen. Die Chance, die Sion letzten Sonntag daheim gegen Basel nicht wahrnahm, muss jetzt YB nutzen. Die Berner gewannen immerhin zwei ihrer letzten drei Heimspiele gegen Basel. http://www.fm1today.ch/gegen-basel-ist- ... nie/363494
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:29 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.12.2016  Zitat: Rückkehr nach Bern: Seydou Doumbia und die verlorene Liebe
Seydou Doumbia kehrt mit dem FCB nach Bern zurück. An den Ort, wo er einst vergöttert wurde. Tempi passati. Die Liebe der Berner Fans ist erloschen. Ein Wechsel zu Basel, zum Erzrivalen, das konnten sie selbst Doumbia nicht verzeihen. Nun kehrt der Ivorer nach Bern zurück.
Ein verregneter Sommertag Anfang Juni gleich neben dem Bahnhof Wankdorf in unmittelbarer Nähe des Stade de Suisse: Rund zwei Dutzend Dosen-Künstler wuseln über den Kiesplatz vor der rund 60 Meter breiten und 6 Meter hohen Wand auf der Rückseite des Gebäudes von Baustoffhändler Urs Bridevaux.
Inmitten farbiger Schriftzüge entsteht ein Bild von Seydou Doumbia. Über die ganze Höhe der Wand. Der YB-Kultstürmer in Jubelpose. Er, immer noch er, der Lord, die Tormaschine mit dem Schmetterantritt.
Zwar stürmt der Franzose Guillaume Hoarau seit einer Saison für die Berner, doch an Doumbia kommt er noch lange nicht heran.
In 64 Meisterschaftsspielen für die Young Boys hat er 50 Tore erzielt. «Ein Riesenwert für einen Stürmer», sagt Marco Schneuwly, heute in Diensten des FC Luzern, damals Doumbias Partner im YB-Sturm.
Die Fans der Berner vergöttern ihn, widmen ihm einen eigenen Song, «Doumbia, my lord», angelehnt an den Gospel-Song «Kumbaya, my lord».
«Er war der absolute Liebling der Fans. Das war schon sehr speziell», sagt David Degen, der zeitgleich mit Doumbia im Sommer 2008 zu YB stiess. Und das, obschon auch er den Bernern keinen Titel bescherte.
Da genügten selbst 13 Punkte Vorsprung in der Winterpause 2010 und 30 Doumbia-Tore in dieser Saison nicht.
Basel fing YB auf der Zielgeraden ab, gewann die Finalissima im Stade de Suisse mit 2:0 und feierte den 13. Meistertitel vor den am Boden zerstörten YB-Anhängern.
«Respekt für YB ist immens»
Als Doumbia die Young Boys im Sommer 2010 verlässt, ist er 22 Jahre alt. Trotz seiner Hammer-Statistiken bringt auch er den Bernern keinen Titel.
Dafür spült sein Transfer zu ZSKA Moskau rund 15 Millionen Franken in die Klubkassen. Bis heute Rekord für die Berner.
In Moskau wirbelt Doumbia weiter, wird zweimal Torschützenkönig in Russland. Im Sommer 2015 der Wechsel zur AS Roma.
Doumbias Karriere gerät ins Stocken. Die Römer leihen ihn erst zu ZSKA aus, dann im Februar 2016 zu Tottenham in die Premier League. Doumbia spielt kaum.
Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic, zu Doumbias YB-Zeiten Trainer der Berner, sagt gegenüber der «Nordwestschweiz»: «Doumbia hätte aus seiner Karriere nach der Zeit bei YB wohl noch mehr machen können. Sein Potenzial war enorm. Aber er hat leider einiges Verletzungspech gehabt; das hat seine Entwicklung beeinflusst.»
Um wieder Schwung in die Karriere zu bringen, entscheidet sich der 28-jährige Ivorer, einen Schritt zurückzumachen. Am 28. Juni wird sein Wechsel zum FCB bekannt.
Noch am gleichen Tag zerstört der Künstler des Doumbia-Graffitos beim Bahnhof Wankdorf sein eigenes Werk. Eine Woche später schaut an selber Stelle Guillaume Hoarau von der Wand.
Die Liebe der Berner Fans ist erloschen. Ein Wechsel zu Basel, zum Erzrivalen, das konnten sie selbst Halbgott Doumbia nicht verzeihen.
Heute kehrt Seydou Doumbia zurück, zurück an seine alte Wirkungsstätte, zurück ins Stade de Suisse. In Rot-Blau. So ändern sich die Zeiten.
Als Mensch hat sich Doumbia nicht gross verändert. Er ist kein Mann der grossen Worte, doch sein Lachen ist ansteckend, genauso wie seine fast immer gute Laune.
Für Skandale hat er nie gesorgt, auch vergass er nie, woher er kommt und was ihn ausmacht. Als er im Sommer nach YB, der verflossenen Liebe gefragt wurde, sagte er: «Die Young Boys liegen mit immer noch sehr am Herzen. Mein Respekt für diesen Klub ist immens.»
Kaum zu glauben, dass er heute jubeln würde, sollte er ein Tor erzielen. Und wie die Fans wohl reagieren werden?
«Ich denke, dass er nicht ausgepfiffen wird», sagt Marco Schneuwly, «die Fans wissen, was er geleistet hat.»
Doumbia, der Strafraumstürmer
Als Mensch der Gleiche, als Fussballer aber ist Doumbia definitiv ein anderer. Vladimir Petkovic sagt: «Im Vergleich zur YB-Zeit läuft Doumbia heute etwas weniger. Er ist vom Stoss-Stürmer zum Strafraum-Stürmer geworden. Aber er ist torgefährlich geblieben. Seine fussballerischen Qualitäten sind nach wie vor aussergewöhnlich.»
Da pflichtet ihm auch Marco Schneuwly bei: «Er hat alles, kann mit links, rechts und dem Kopf Tore schiessen. Das macht ihn so unberechenbar.»
Neun Mal traf er für Basel bis jetzt. Vielleicht bessert er sein Skore heute weiter auf. Es wäre ein Stich ins Herz aller YB-Fans – und eine Genugtuung für alle Basler. http://www.grenchnertagblatt.ch/sport/f ... -130764108
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2016, 00:33 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.12.2016  Zitat: «Du denkst: Die holen keinen Punkt. Und dann gewinnen sie doch»
YB-Trainer Adi Hütter stinkt der Rückstand auf Leader FCB vor dem heutigen Spitzenkampf gewaltig. Aber er kommt ihm bekannt vor.
Adi Hütter, kann man YB mit gutem Gewissen noch als Jäger Basels bezeichnen? Wir sind zwar auf Tabellenplatz 2, doch ob man mit 15 Punkten Rückstand noch Jäger ist? Der Abstand ist sehr, sehr gross. Uns haben Verletzungen von Schlüsselspielern immer wieder wehgetan. Guillaume Hoarau ist fast den ganzen Herbst ausgefallen und fehlte uns sehr. Ohne ihn haben wir in fünf Wochen fünfmal unentschieden gespielt.
Sie machen die Differenz einzig an Hoarau fest? Er ist einer, der den Unterschied ausmachen kann, wenn wir zurückliegen oder es unentschieden steht. Er schiesst das 1:0 oder das 2:1 und macht aus einem Punkt drei. Immer wieder.
Heisst: Hätte er durchgespielt, wären Sie näher an Basel dran? Hoarau ist für YB ein Goldstück. Ein Topstar, der mich mit seiner Bescheidenheit beeindruckt. Toreschiessen ist sein Job, doch er ist viel mehr als nur ein Torjäger. Er richtet die Teamkollegen auf. Wenn er da ist, sind die anderen 20 Prozent besser. Ich bin überzeugt, dass wir ohne seine Verletzung sieben, acht Punkte mehr gewonnen hätten. Wenn ich mir das fussballerische Auftreten der beiden Mannschaften anschaue, sehe ich keinen grossen Unterschied.
Die Punktedifferenz sagt aber eben anderes. Was die Direktbegegnungen angeht, waren wir nie klar unterlegen. Und über 90 Minuten nie die schlechtere Mannschaft. In den Direktduellen sind wir auf Augenhöhe. Nur wird die Meisterschaft in 36 Runden entschieden.
«Guillaume Hoarau ist ein Goldstück. Wenn er da ist, macht er die Kollegen 20 Prozent besser.»
Was ist YB also, wenn nicht Jäger? Wir wollen einfach unsere Ziele erreichen. International sind wir gescheitert, doch in der Qualifikation zur Gruppenphase haben wir immerhin Schachtar Donezk eliminiert. Das war ein Coup. Im Schweizer Cup sind wir dabei. Und in der Meisterschaft, ja (zögert und lächelt), klar würden wir gerne irgendwann vor Basel stehen, der Abstand stinkt auch mir. Aber es ist halt der Wahnsinn, wie sie immer Spiele dabei haben, die sie drehen. Bei denen du denkst: Die holen keinen Punkt – und dann gewinnen sie trotzdem.
Der FCB weiss, wie man gewinnt – Spiele und Titel. Das ist natürlich eine Qualität, ein gewisser Mythos, sie haben die Mentalität und das Vertrauen in sich selbst. So summiert sich das. 14 Siege in 16 Spielen sprechen Bände. Man muss die Stärke eines Gegners auch anerkennen können. Doch Basel macht manchmal aus wenig viel.
Und entzieht der Super League so die Spannung. Wir spielen nicht für den Rest der Schweiz und können den Spannungsgrad der Liga nur in den Direktbegegnungen beeinflussen. Aber ja: Wir würden gerne ein Zeichen setzen und die erste Mannschaft sein, die Basel schlägt.
Bevor Sie zu YB kamen: Wussten Sie, wie zementiert die Verhältnisse an der Schweizer Spitze sind? Natürlich war mir das bewusst. Es erinnert mich an meine Zeit in Salzburg: Kaum hatte die Saison begonnen, hatten wir zehn Punkte Vorsprung. Da wäre keiner der Gegner auf die Idee gekommen, zu sagen, wir wollen Meister werden. Wir spielten in einer eigenen Liga.
Jetzt lernen Sie die andere Seite kennen. Ja, aber: Ich habe vor gut einem Jahr hier begonnen, meine Zeit ist noch lange nicht vorbei. Ich möchte, dass wir das eines Tages spannender gestalten. Wir müssen uns sorgfältig Gedanken machen, was wir für die Zukunft tun wollen.
Sie müssen nun aber einen Sparkurs mittragen. Wie gerne tut man das als Trainer? Ich habe schon Vereine trainiert, die in der österreichischen Bundesliga ein Budget von 3,5 Millionen Euro hatten. Trotzdem schafften wir es vor Austria Wien oder Sturm Graz in die Europa League. Sparkurs bedeutet noch lange nicht, dass man schlechter wird. Wichtig zu wissen ist, dass es Spieler gibt, die weniger kosten und trotzdem gut sind. Junge, hungrige, giftige Spieler.
Aus dem eigenen Nachwuchs? Zum Beispiel. Es kann sein, dass gegen Basel der 19-jährige Michel Aebischer im Mittelfeld beginnt. Es gibt aber auch in der Super League interessante Spieler. Fassnacht von Thun zum Beispiel oder Akolo (vom FC Sion). Oder vielleicht finden wir ein Talent im Ausland, das nicht so viel kostet, sich aber gewinnbringend verkaufen lässt.
«Man kann mich bewerten und beurteilen. Mir aber sagen, was ich zu tun habe – das geht nicht.-»
Also ist es nur einerseits Zwang, auf die Jugend zu setzen, anderseits auch eine schöne Herausforderung? Beim FC Liefering hatte ich in der zweiten Liga einst eine Mannschaft mit ausschliesslich 17- und 18-Jährigen, von denen immer wieder ein paar den Sprung zu Red Bull Salzburg schafften. Dort wiederum bildete ich Naby Keïta oder Marcel Sabitzer aus, die jetzt in Leipzig spielen. Oder Kampl (Leverkusen) oder Sadio Mané, der dann zu Southampton ging (und jetzt in Liverpool spielt). Ich habe immer Talente gesucht, geholt und entwickelt. Spieler, die sonst kein Mensch kannte. Seit ich bei YB bin, macht Denis Zakaria fast jeden Match. Hadergjonai (der jetzt in Ingolstadt spielt), Mvogo, Bertone – natürlich forciere ich die. Ich arbeite sehr gerne mit jungen, hungrigen Spielern.
Wenn aber jemand älter und nicht mehr hungrig ist, dann können Sie schonungslos sein. Wenn ein Spieler nicht mehr hungrig ist, hat er bei mir keine Chance. Dann ist er auch nicht geeignet für den Job.
Darum Ihre klare Haltung im Fall Vilotic? Zu diesem Thema äussere ich mich nicht mehr.
Warum kehrten Sie dem Projekt Red Bull dann doch den Rücken, wenn es dort darum geht, Rohdiamanten zu finden und zu entwickeln? Das Problem in Salzburg war, dass man jedes halbe Jahr neu beginnen musste, weil die besten Spieler nach Leipzig transferiert wurden. Das grosse Ziel war die Champions League – aber nach jeder Saison waren die Besten weg.
Selbst die Zuschauer in Salzburg goutieren diesen Durchlauferhitzer nicht mehr länger. Trotz sportlichem Erfolg beträgt der Schnitt nur 8000, die Hälfte von früher. Für mich war das absehbar. Ich habe kürzlich ein Spiel am TV geschaut – fast keine Zuschauer. Viele fanden meinen Entscheid mutig, Salzburg zu verlassen, doch im Endeffekt habe ich es richtig gemacht. Das Problem ist, dass es bei diesem Konzept kaum noch Identifikationsfiguren geben kann.
Trotzdem bleibt Ihr Respekt vor Ralf Rangnick, dem Sportdirektor der Red-Bull-Clubs? Natürlich. Wir haben uns im Guten getrennt. Wie er dieses Projekt angegangen ist und was er auf die Beine gestellt hat, ist grossartig. Ich freue mich, dass er aufgestiegen ist und jetzt für Furore sorgt. Er ist seiner Zeit voraus, hat ein irrsinniges Fachwissen, ist ein Workaholic, und ich bin überzeugt, dass er ein nächstes Projekt schon im Kopf hat. (lächelt) Manchmal geht es ihm zu langsam.
Ohne Rangnick kein BundesligaÜberflieger RB Leipzig. Wo Ralf ist, herrscht eine Philosophie, eine klare Linie. Das ist nicht immer einfach, er ist Sportdirektor und irgendwie doch immer noch Trainer.
«Wenn ein Spieler nicht mehr hungrig ist, hat er bei mir keine Chance.»
Demnach gab es viele Anweisungen? Nein, weil ich das nie zugelassen hätte. Ich kann recht stur sein. Wir haben uns oft ausgetauscht, und ich habe bei ihm auch Rat gesucht, ich mag den konstruktiven Austausch. Aber ich habe mir nie sagen lassen, wie ich etwas zu tun habe. Man kann mich bewerten und beurteilen, mir aber sagen, was ich zu tun und zu lassen habe – das geht nicht.
Was haben Sie aus der Rangnick-Schule mitgenommen? Ich sehe mich nicht als Rangnick-Schüler, aber er hat mir in meiner Sichtweise von Fussball die Augen geöffnet. Ich war immer ein Ballbesitztrainer, anderseits habe ich das Gegenpressing schon früher spielen lassen. Du musst als Trainer eigene Ideen und einen klaren Plan haben, wie du Fussball spielen willst.
Sieht der Fussball von YB so aus, wie Sie ihn sich vorstellen? Wer als Trainer findet, er sei mit sich zufrieden, bleibt stehen. Stillstand ist Rückschritt. Du musst versuchen, immer wieder Neues einzubringen. Doch, ich finde, dass wir einen attraktiven Fussball spielen und begeistern können. Nicht in jedem Spiel, das ist klar, das ging auch mit Salzburg nicht.
Vor allem gilt das für YB nicht in jedem Stadion: Im Stade de Suisse begeistert das Team mit 18 Toren in den letzten 4 Spielen, auswärts hat es erst zweimal gewonnen. Wir tun uns auswärts schwerer, richtig, aber: Die meisten Clubs der Liga bestreiten von 36 Spielen 32 auf Naturrasen – nur in Bern und Thun müssen sie auf Kunstrasen. Wir spielen in der Saison 20-mal auf Kunstrasen und 16-mal auf Naturgras – der ständige Wechsel ist ein Problem. Sicher haben wir bei Heimspielen einen Vorteil, aufs Jahr gesehen ist Kunstrasen aber ein Nachteil.
Sie hätten auch im Stade de Suisse lieber Naturrasen? Manchmal muss man die Gegebenheiten eben nehmen, wie sie sind. Aber: ja.
Trainieren Sie überhaupt noch auf Naturrasen? Nein, in der Regel nur noch im Stadion. Als wir die Trainings noch angepasst haben, waren mehr Spieler verletzt, es ist einfach eine andere Belastung. Gerade jetzt im Herbst mit den tieferen Plätzen. Seit wird darauf verzichten, hatten wir noch zwei muskuläre Verletzungen. http://bazonline.ch/sport/fussball/du-d ... y/30229418
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 20 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |