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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. April 2013, 18:04 
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BSC Young Boys - FC Thun

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Stadion Wankdorf
Sonntag, 14. April 2013
Zeit: 13.45 Uhr

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Webseiten FC Thun:
http://www.fcthun.ch
http://fly-agaric.net
http://www.redwhiteboys.ch
http://www.oschtblock.ch.tc
http://www.thunfans.ch
http://fly-dragon-thun.npage.ch
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-thun/ ... n_938.html
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Thun
http://www.facebook.com/fcthun?sk=wall&filter=2
http://www.gnfs.ch
http://www.stades.ch/Thun-Arena-photos.html

Forum FC Thun:
http://www.aebikurve.ch/forum

Fotos FC Thun:
http://fly-agaric.net
http://www.redwhiteboys.ch/?site=gallery&season=1011

Statistiken / Vergleiche vs. FC Thun:
http://www.sfl.ch/de/Raiffeisen-Super-L ... -Thun.aspx
http://www.transfermarkt.de/de/basics/v ... 2_938.html
http://www.football-lineups.com/team/FC_Thun
http://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-thun
http://de.soccerway.com/matches/2013/04 ... un/1293239
http://www.stat-football.com/en/t/swi10.php?h2h=2011


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. April 2013, 09:28 
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09.04.2013

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Zitat:
Challandes kennt ihre Stärken und Schwächen

Der neue YB-Trainer Bernard Challandes kennt den nächsten Gegner vom Sonntag, den FC Thun, bestens. Die Oberländer aber dürften ihrerseits hoch motiviert antreten.

Thuns Doppeltorschütze Marco Schneuwly blickte nach dem 4:2 am Sonntag in Lausanne in die Runde und fragte skeptisch: «Denkt ihr wirklich, Bernard Challandes übernimmt bei YB?» Von den Journalisten war er über die Niederlage seines Ex-Klubs gegen Servette, die Entlassung von Martin Rueda und das Gerücht, wonach Challandes als Trainer in Bern im Gespräch sei, informiert worden. Bis zur Freistellung im vergangenen November war Challandes der Trainer von Schneuwly und seinen Thuner Teamkollegen gewesen.

Seit Monatag ist Challandes’ Engagement bei YB Tatsache, und der Spielplan will es, dass die Stadtberner ihr nächstes Spiel am Sonntag ausgerechnet gegen die Oberländer bestreiten. Nachfolger Urs Fischer hat Thuns Taktik ein wenig verändert und lässt das Team offensiver agieren, allerdings kennt Challandes Stärken und Schwächen seiner früheren Spieler in- und auswendig.

Dem Wissensvorsprung will Thun am Sonntag den Willen entgegensetzen, es dem früheren Chef zu zeigen. Schliesslich war Challandes’ Abschied in Thun nicht in Minne verlaufen. Nachdem er im Anschluss an eine 0:3-Klatsche in Lausanne die Frage aufgeworfen hatte, wer denn den Weg mit ihm weitergehen wolle, sprachen sich vor allem die Wortführer gegen ihn aus, der Verein musste handeln und stellte den Coach frei.

Thun fehlen Flügelspieler

Urs Fischer könnte deshalb vor der Partie im Stade de Suisse weniger als auch schon als Motivator gefragt sein. Dafür stellt sich ihm eine Denkaufgabe: «Wie soll ich die Seiten besetzen?», fragt sich der Coach, denn die Liste mit fehlenden Flügelspielern wird immer länger. Zuletzt erwischte es Enrico Schirinzi. Der Linksverteidiger traf am Sonntag in Lausanne zwar doppelt, er wurde aber auch zum vierten Mal verwarnt. Schirinzi wird die Partie in Bern ebenso von der Tribüne aus verfolgen wie die verletzten Nelson Ferreira und Renato Steffen. Möglicherweise setzt Fischer auf David Frey als Alternative am Flügel. Das Derby erhielte dann das zweite Bruderduell neben jenem von Marco und Christian Schneuwly. Bei YB steht Freys Bruder Michael unter Vertrag.

Entwarnung erhielt gestern Thuns Captain Roland Bättig. Die Schulterverletzung, die er in Lausanne erlitten hatte, stellte sich gemäss ersten Untersuchungen als nicht gravierend heraus. Das Derby verpasst Bättig dennoch. Auch er ist gesperrt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13662795

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. April 2013, 22:36 
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Ausblick auf YB - Thun (Kids Day)

BSC Young Boys - FC Thun, Sonntag, 14. April 2013, 13:45 Uhr, Stade de Suisse Nationalstadion, Bern.

Die Situation beim BSC Young Boys:

Verletzte Spieler:
Christoph Spycher (rekonvaleszent nach Knieoperation), François Affolter (Schulterverletzung), Josh Simpson (rekonvaleszent nach Beinoperation), Yvon Mvogo (Fingerverletzung).

Vorverkauf:
Bisher wurden 15'500 Tickets (davon 12'100 Jahreskarten) abgesetzt.

Kids Day:
Das Spiel YB - Thun steht im Zeichen der Kinder. Kids von 6 bis 16 Jahren bezahlen nur CHF 5.00 Eintritt. Unter dem Motto «Kids Day» wird den jüngsten Fussballfans ein attraktives Rahmenprogramm geboten.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. April 2013, 23:37 
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12.04.2013

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Zitat:
«YB ist und bleibt das Flaggschiff»

Werner Müller und Markus Lüthi, die Präsidenten von YB und Thun, trafen sich vor dem Derby zum Gespräch, das sich um Bernard Challandes, Nachwuchsprobleme, Sponsorensuche und Arbeiten im Schaufenster drehte.

Markus Lüthi rümpft die Nase, als ihm der «Bund» vorschlägt, das Gespräch an der Autobahnraststätte Münsingen durchzuführen. «Lieber in Bern», schlägt der Verwaltungsratspräsident des FC Thun vor. Also trifft man sich am Tag der Amtseinsetzung von Bernard Challandes in der Schweizerhof-Lounge. Noch bevor das Gespräch beginnt, klingelt Werner Müllers Natel. «Ihr entschuldigt mich, könnte Challandes sein», frotzelt der YB-Präsident. Kurze Zeit später kehrt er an den Tisch zurück. «Fehlanzeige. Er war es nicht.»

Markus Lüthi, YB hat sich entschieden, mit Bernard Challandes die Saison zu beenden. Sind Sie erstaunt über diesen Entscheid?
Markus Lüthi: Nein. Bernard Challandes ist ein Trainer, der innert kürzester Zeit sehr viel Energie und Leidenschaft in ein Team bringen kann.
Werner Müller: Das war ein wichtiges Kriterium. Wir brauchen jemanden mit genau diesen Eigenschaften.

Challandes Leidenschaft ist unbestritten. Bekannt ist er aber auch für sein feuriges Temperament, seine Wutausbrüche und Schiedsrichterbeschimpfungen. Beim FC Thun hatte man irgendwann genug von seinen Ausbrüchen.
Lüthi: Wir sind ein kleiner Klub, der seinem Temperament irgendwann nicht mehr gewachsen war. Es braucht jemanden, der immer wieder ausgleichend auf ihn einwirken kann. Weil wir das in unserer kleinen Organisation nicht hatten, wurde die Zusammenarbeit immer nervenaufreibender, speziell für mich. Wenn der Vulkan Challandes einmal ausgebrochen war, kam ich nicht mehr an ihn heran.

Heisst das, der Vulkan Challandes und der beschauliche FC Thun mit seinen familiären Strukturen passten nicht mehr zusammen?
Lüthi: Als die Resultate nicht mehr stimmten, ja. Dennoch möchte ich eines betont haben: Summa summarum hatten wir mit Bernard Challandes eine gute Zeit.
Müller: In der ersten Saison hat Challandes bei euch einen guten Job gemacht.
Lüthi: Ich kann mir gut vorstellen, dass Challandes bei YB funktioniert.

Thun hat das Image eines beschaulichen, manchmal auch etwas langweiligen Klubs. Stört Sie das?
Lüthi: Nicht im geringsten. Und langweilig empfinde ich das nicht. Ob Umfeld, Zuschauerzahlen oder Budget: Wir sind nun mal ein KMU-Betrieb. YB hingegen hat ein ganz anderes Profil, und das ist auch gut so.
Müller: YB ist traditionellerweise das Aushängeschild des Kantons Bern, und das wollen wir auch bleiben. Unsere Ambition ist es, vorne mitzuspielen. Dass wir ganz andere Möglichkeiten haben als Thun, hängt mit der Infrastruktur und dem Einzugsgebiet zusammen.

Wo bleibt die neue Bescheidenheit, die Sie seit ein paar Monaten propagieren?
Müller: Die leben wir und wenn wir von Bescheidenheit sprechen, meinen wir nicht die sportlichen Ambitionen, sondern unser Handeln und die Art und Weise, wie wir als Klub wahrgenommen werden wollen. Das beginnt mit der Grösse des Kaders der 1. Mannschaft und geht hin bis zur Nachwuchsabteilung. Die Nachwuchsförderung ist für uns ein wichtiger Bestandteil und wir streben auch in Zukunft an, immer talentierte eigene Nachwuchsspieler in die 1. Mannschaft zu bringen, wie dies mit Michael Frey, Marco Bürki und Haris Tabakovic bereits in dieser Saison gelungen ist.

Der FC Thun hat in den letzten Jahren im Nachwuchsbereich eng mit YB zusammengearbeitet. Nun macht sich der Klub wieder selbständig, stellt auf jeder Altersstufe wieder ein eigenes Team.
Lüthi: Die Zusammenarbeit entstand auf Druck der Liga hin. Den Druck finde ich richtig in einem kleinen Land wie die Schweiz, wo es so viele Klubs gibt. Wir haben nach wie vor eine gute Verbindung zu YB, zum Team Bern West und zu Biel, doch wir haben eine zu grosse Lücke nach dem Wegfall unserer U-18-Auswahl. Die Spieler sind aus unserem Radarschirm verschwunden. Wir sind gezwungen, eigenen Nachwuchs zu generieren – nur schon vom Budget her. Immerhin geben wir jährlich fast zwei Millionen dafür aus. In den letzten zwei, drei Jahren haben wir zuwenig Spieler hervorgebracht, die sich auf Profistufe durchsetzen konnten. Der Partnerverbund mit YB bleibt übrigens, einfach die Form wurde angepasst.

Bei YB, das sich die Nachwuchsabteilung rund 3 Millionen kosten lässt im Jahr, sieht die Rechnung noch schlechter aus.
Müller: Wie bereits gesagt, haben wir in der Vergangenheit eindeutig zu wenig Nachwuchsspieler in die 1. Mannschaft gebracht. YB muss für talentierte Nachwuchsspieler eine attraktive Adresse sein. Wem der Sprung in die 1. Mannschaft nicht gelingt, der sollte bei einem Klub in der Region Perspektiven haben.
Lüthi: Wir profitieren von YB. Andreas Wittwer, Kevin Bigler und mein Sohn (Anm. der Redaktion: Benjamin Lüthi) sind alle zu Thun gekommen, nachdem sie bei YB nicht reüssiert oder keine Chance erhalten haben. Das Flaggschiff ist und bleibt unbestritten YB – auch wenn wir derzeit in der Tabelle sehr nahe beieinander liegen.
Müller: Es braucht beide Vereine. Wir haben eine sportliche Rivalität, was auch richtig ist. Doch neben dem Rasen verstehen wir uns gut, nicht?
Lüthi: Es ist alles gut. (lacht)

Es gibt Bereiche, wo die zwei Klubs im gleichen Teich fischen, beispielsweise bei der Sponsorensuche.
Lüthi: Wir bewegen uns punkto Topografie, Einzugsgebiet und Wirtschaftskraft auf einem ausgesprochen kleinen Markt. Es gibt nur wenige Überlappungen, weil die regionale Verankerung eine grosse Rolle spielt. Bei uns engagieren sich nur zwei Firmen, die auch für YB in Frage kämen (Anm. der Redaktion: Migros und Skywork).
Müller: Das ist so.
Lüthi: Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um neue Geldquellen zu erschliessen. Ein paar Überlegungen haben wir schon angestellt, doch spruchreif ist noch nichts. Nur soviel: Wir werden nicht in den Gewässern von YB die Angel auswerfen; sollte trotzdem jemand anbeissen, umso besser.

Der FC Thun hat niemanden, der wie die Gebrüder Rihs bei YB als Bank fungiert. Jetzt, wo die Stadioninvestoren wegfallen, wird die Luft für den Klub noch dünner.
Lüthi: Für uns ändert sich nichts. Die Investoren haben der Stadiongenossenschaft eine fünfjährige Betriebsgarantie gegeben und nicht dem FC Thun. Das Geld floss immer zur Genossenschaft und von dort zu uns seit wir ins neue Stadion eingezogen sind. Insofern ist es kein mutiger Schritt, sondern der einzig mögliche Schritt, weil wir gar kein Geld mehr erhalten hätten via Stadiongenossenschaft. Ich bin überzeugt, dass wir nun das richtige Konstrukt haben.

Herr Müller, war es ein tollkühner Schritt der Thuner-Führung, sich von den Investoren zu lösen?
Müller: Sie werden ihre Gründe gehabt haben, sich zu trennen. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Noch etwas zum Thema Finanzen: Selbstverständlich haben wir das Ziel, schwarze Zahlen zu schreiben. 2013 werden wir - aufgrund der Vergangenheit - ein schwieriges Jahr haben. Wir haben noch ein paar Baustellen vor uns.

Sie sind beide noch nicht sehr lange im Profifussballgeschäft. Was haben Sie am meisten unterschätzt?
Müller: Der langjährige Präsident des FC Schaffhausen, Aniello Fontana, hat mal einen schönen Satz gesagt. ‚Zum Glück gibt es Leute, die nichts von Fussball verstehen. Sonst würde sich niemand mehr in diesem Geschäft engagieren.’ Diesen Ausspruch finde ich treffend, weil viel mehr auf einen zukommt, als man erwartet. Wobei ich wegen der Holdingstruktur bei den Young Boys weniger im Schaufenster stehe als Markus bei Thun.
Lüthi: Präsident eines Super League-Klubs zu sein, ist für mich immer noch ein Dürfen. Es ist eine faszinierende, spannende und facettenreiche Aufgabe. Mir ist bewusst, dass ich dieses Amt nur ausüben kann, weil ich selber Unternehmer bin. Was mir schnell aufgefallen ist: Ein Fussballunternehmen wie den FC Thun zu führen ist eine ganz andere Geschichte als das Leiten einer Firma, die nicht ständig im Rampenlicht steht. Trotzdem müssen wir bei Thun ein wenig strukturierter arbeiten.

Lässt das hektische Tagesgeschäft so etwas überhaupt zu?
Lüthi: Ja.
Müller: Wir haben bei YB im letzten Halbjahr die Organisation und den Stadionbetrieb neu strukturiert, sodass ein professionelleres Arbeiten möglich ist.
Lüthi: Wir würden eigentlich auch eine solche Organisationsstruktur brauchen. Doch wir können uns keine leisten.
Müller: Wir sind grösser und haben mehr Möglichkeiten als ihr in Thun.

Oft wird argumentiert, im Fussball gälten eigene Gesetzmässigkeiten, er sei geprägt von Emotionen, Fehlentscheiden, Glück und Pech. Deshalb liesse sich längst nicht alles planen.
Müller: Der Fussball ist stark vom Erfolg abhängig. Bleiben die Resultate über längere Zeit aus, bleiben die Leute weg, kommt Unruhe auf.
Lüthi: Meiner Meinung nach funktionieren eine hundskommune Firma und ein Profifussballbetrieb ähnlicher, als oft behauptet wird. In beiden Untenehmen braucht es Topleute an der Spitze, im Verkauf, in der Kommunikation. Mag sein, dass ich mit dieser Aussage aus dem Fenster lehne. Doch sie deckt sich mit den Erfahrungen, die ich mache.

Sie nehmen immer noch die Aussensicht ein.
Lüthi: Mag sein. Es bringt nichts, von etwas zu reden, aber nicht zu handeln. Ich nehme das Beispiel Nachwuchs. Erfolgt die Bewertung nach klaren Kriterien? Wird regelmässig mit den Spielern geredet? Macht man mit ihnen eine systematische Karriereplanung? Wenn ja: Wo ist es festgehalten?
Müller: Das ist auch unter anderem der Grund, warum wir mit Fredy Bickel einen ausgewiesenen und erfahrenen Sportchef engagiert haben.

Zum bevorstehenden Derby: Thun liegt nur zwei Punkte hinter YB.
Müller: Halt. Wir liegen nur zwei Punkte vor Thun. (lacht)
Lüthi: Ich bin gespannt. Es dürfte viele Emotionen geben.
Müller: Beide Teams müssen gewinnen.

YB ist etliches stärker unter Druck als Thun.
Müller: Wir stehen immer unter grösserem Druck, weil von uns erwartet wird, dass wir die Thuner schlagen. Wenn wir verlieren, heisst es sofort: ‚Jetzt überchöme die no vo Thun uf d’Kappe’.
Lüthi: Wenn YB gewinnt, ist es normal. Gewinnt Thun, ist es eher überraschend. Deshalb ist es für uns etwas entspannter.
Müller: Das ist der Vorteil des vermeintlich Kleineren.

Werner Müller

Werner Müller ist seit 2012 Verwaltungsrat der Sport und Event Holding AG. Das Amt des Präsidenten der YB Betriebs AG und des Vereins BSC Young Boys übernahm er 2010. Der 60-jährige Spiezer ist bei der national tätigen Senevita AG für die Projektentwicklung und Expansion zuständig. Zuvor war er während 27 Jahren Betriebsleiter der Marazzi AG und damit in leitender Funktion beim Bau des St.Jakob-Parks in Basel und des Stade de Suisse tätig gewesen. Müller ist Vater zweier erwachsener Töchter und lebt in Muri bei Bern.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/12768960

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 Beitrag Verfasst: Samstag 13. April 2013, 09:33 
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Mit Eiern, Charakter und wie die Titanen

Bernard Challandes mischt YB mit seiner Dynamik auf. Der neue Trainer erwartet von seinen Spielern im Derby am Sonntag (13.45 Uhr) gegen Thun grossen Einsatz.

Drei Tage ist Bernard Challandes erst in Bern. Er ist fast wie ein Naturereignis über die zuvor ziemlich leblosen, angeschlagenen Young Boys hereingefallen. YB atmet wieder, zumindest erhält man diesen Eindruck. Wenn Challandes über Fussball spricht, und das tut er fast immer, dann vergisst er Zeit und Termine und redet und redet und redet. Er wäre der ideale Werbeträger für Energydrinks, denn irgendwie scheint dieser 61 Jahre alte Mann über mehr Kraft, Leidenschaft, Enthusiasmus zu verfügen als die meisten anderen Menschen.

Die Dose YB, um im Sprachkontext zu bleiben, ist ja gerade ziemlich leer – und Challandes muss den verunsicherten Akteuren Flügel verleihen. So schnell wie möglich. «Er hat sich nicht verändert und ist immer noch der akribische, temperamentvolle Arbeiter», sagt Verteidiger Alain Nef, der den Coach wie Captain Marco Wölfli («Challandes ist ein glänzender Motivator») aus seiner Zeit in der Schweizer U-21-Auswahl kennt. Beide gehörten aber im Gegensatz zum heutigen YB-Spieler Mario Raimondi nicht zu jener Schweizer U-21-Mannschaft, die 2002 unter Challandes als Titanen heroisiert wurden. Raimondi war damals an der Nachwuchs-Euro keine Stammkraft. «Es hat viele gute YB-Spieler, die wie Raimondi bewiesen haben, dass sie Fussball spielen können», sagt Challandes.

Fussball-Koller vertreiben

Bernard Challandes ist auf einer Mission in Bern, das Ziel heisst Europacup, und weil der Neuenburger nichts zu verlieren oder zu beweisen hat («ich bin doch ein alter Mann und muss eigentlich nicht mehr arbeiten»), stört es ihn auch nicht, vorerst bloss ein Trainer auf Zeit zu sein. «Wenn wir es bis Ende Saison gut machen, dann glaube ich an ein längeres Engagement bei YB», sagt er. Und fügt schalkhaft hinzu: «Ich arbeite auch für die Hälfte des Lohnes, den Marcel Koller verdienen soll.» Der österreichische Nationaltrainer gilt ja als YB-Wunschkandidat für die Zukunft, soll aber laut dem Berner Sportchef Fredy Bickel rund 1,5 Millionen Euro verdienen. Im Jahr.

Unter Challandes wollen die Young Boys nun den Fussballfrust (oder Fussball-Koller) aus Bern vertreiben. «Unser Ziel ist die Europa League», sagt der Coach, der sich eine Prämie fürs Erreichen der Europacup-Plätze festschreiben liess. Ist der Cupsieger Ende Saison unter den ersten vier Vereinen der Super League klassiert, qualifiziert sich auch der fünfte für die Europa-League-Ausscheidung. Dort steht (mit nur einem Punkt mehr als YB) der FCZ, einer von vier Halbfinalisten im Cup neben Basel, GC und Sion – die alle unter den ersten vier rangieren. Fredy Bickel sagt, sein Ziel sei weiterhin Rang 4, wo Sion mit acht Zählern mehr steht. «Es sind bis Ende Saison immer noch 30 Punkte zu verteilen», meint der Sportchef.

Herz und Lust und Messi

Und so will YB morgen im Derby gegen den FC Thun endlich den Weg aus der «Negativspirale», wie Challandes sagt, finden. Der Coach ist auch am Freitagmittag beim Pressetermin in grosser Form. Er erzählt Geschichten aus seinem anekdotenreichen Trainerleben, doziert über Techniker («YB hat viele gute Offensivspieler») und Kämpfer («Thun spielt heute ein bisschen defensiver als unter mir») und Systeme («wichtiger sind das Herz und die Lust») und landet irgendwann bei den «miserablen Trainingsbedingungen» in Bern. Man müsse ja besser als Lionel Messi sein, um auf diesem schlechten Rasen «One-Touch-Fussball» spielen zu können. Im Stade de Suisse dürfen die Young Boys dieser Tage nicht trainieren, die neue Unterlage soll geschont werden. «Es gibt viele Probleme, aber die gibt es immer als Trainer», sagt Challandes, der auch schon erklärte: «Ich bin dafür bezahlt, manchmal nicht schlafen zu können.» Er macht sich viele Gedanken, und auch am Freitag erwähnt er mit knackigen Voten, was er von seinen Spielern erwartet: «Wir müssen Eier und Charakter zeigen.» Und: «Wenn es einem schlecht geht, erkennt man den Menschen am besten.»

Doppelte Prämien für Thun

Ausgerechnet gegen seinen letzten Arbeitgeber FC Thun bestreitet Bernard Challandes am Sonntag seine erste Partie als YB-Trainer. «Ich habe den Thunern damals Urs Fischer als Coach empfohlen», sagt Challandes. «Er war ja unter anderem auch ein Jahr mein Assistent beim FC Zürich.» Taktisch werde es keine grossen Geheimnisse geben, sagt Challandes, der seine Aufstellung nicht verraten will. «Bei uns ist der Konkurrenzkampf gerade in der Offensive sehr gross», sagt der Coach, dem aufgefallen ist, dass die Young Boys in den letzten Partien keine riesigen Laufleistungen zeigten. «Ich will, dass meine Spieler mehr rennen und starkes Pressing betreiben. Es ist toll, wenn ich dann frische und gute Spieler einwechseln kann.»

Spielmacher Moreno Costanzo könnte einer der Profiteure des Trainerwechsels sein. Denn es ist nicht zu erwarten, dass Challandes die gleiche Formation aufs Feld schickt wie Vorgänger Martin Rueda am letzten Sonntag beim 0:2 gegen Servette. Costanzo meint: «Ich hoffe natürlich, mehr spielen zu können.»

Und Challandes sagt, dass Partien gegen Basel und YB für die Thuner die einfachsten seien. «Als Thun-Trainer musste ich da niemanden speziell motivieren», sagt er und verrät: «Zumal es für die Thuner gegen diese Vereine um doppelte Prämien geht.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11503807

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 Beitrag Verfasst: Samstag 13. April 2013, 16:18 
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Ein Derby mit besonderer Note

Das dritte Derby der Saison gegen YB am Sonntag in Bern ist für die Spieler des FC Thun eine spezielle Affiche. Dem früheren Thun- und neuen YB-Trainer Bernard Challandes sei dank.

Ein Duell gegen die Young Boys mit der Möglichkeit, den Kantonsrivalen zu überholen und auf Rang 6 vorzustossen – allein die Affiche ist für sämtliche Spieler des FC Thun Ansporn genug. Zusätzliche Motivation bräuchten die Oberländer vor dieser Begegnung eigentlich nicht, denn bekanntlich gibt es so vieles, das Thun mit YB verbindet. Da ist etwa die jahrelange gemeinsame Nachwuchsarbeit der Vereine. Und die Vergangenheit zahlreicher Thuner Spieler, der Assistenztrainer, des Goalietrainers und des Sportchefs bei den Young Boys. Die Spieler kennen sich auch privat, es ist schon vorgekommen, dass Thuner und Stadtberner nach einem Derby gemeinsam im Ausgang den Verlauf der Partie und das Resultat rekapituliert haben.

Die Begegnung vom Sonntag im Stade de Suisse (13.45 Uhr) hat nun aber für die Thuner eine zusätzliche, eine ganz besondere Note erhalten. Der Grund heisst Bernard Challandes: Er war bis zu seiner Absetzung im November während knapp eineinhalb Jahren Trainer in Thun und wurde am vergangenen Montag bei YB als Nachfolger des freigestellten Martin Rueda präsentiert.

Fischers SMS an Challandes

Vorerst bis Ende Saison ist der 61-jährige Neuenburger in Bern angestellt, die Ironie der Geschichte will es, dass er im ersten Spiel bei seinem zweiten Engagement in Bern nach 1994 gleich auf seine ehemaligen Spieler aus Thun trifft. «Der Fussball schreibt halt diese spannenden, speziellen Geschichten. Das macht ihn aber auch so interessant», sagt Urs Fischer, der beim FC Thun Anfang Januar übernommen hat und dabei zum zweiten Mal in Serie (nach 2010 beim FC Zürich) als Trainer auf Challandes folgte. Das Verhältnis zwischen Vorgänger und Nachfolger ist intakt. Im Frühjahr stattete Challandes Fischer nach einem Match in der Arena Thun einen Besuch in der Trainerkabine ab. Fischer wiederum schrieb Challandes nach Bekanntgabe des Engagements in Bern ein SMS: «Ich habe ihm alles Gute gewünscht, habe aber explizit vermerkt, dass die Glückwünsche nicht für das Derby vom Sonntag gelten», sagt Fischer und lacht. Er glaubt nicht, dass YB dank Challandes’ Insiderwissen über den FC Thun Vorteile entstehen, und sagt, er gehe in der Vorbereitung des Spiels nicht auf die Thematik ein. «Wir müssen nur auf uns schauen und versuchen, eine starke Leistung abzurufen.»

Verteidiger Thomas Reinmann blickt dem Wiedersehen mit dem Ex-Trainer hingegen mit gemischten Gefühlen entgegen. «Er kennt uns gut und kann YB exakt einstellen. Die Aufgabe wird schwieriger für uns.» Natürlich hat der Abwehrspieler auch die Umstände, die zum Abgang von Challandes führten, nicht vergessen. Dass der Trainer während einer anhaltenden Baisse, nach dem verlorenen Spiel in Lausanne, das Team fragte, ob es weiter mit ihm zusammenarbeiten wolle, habe die Spieler in eine heikle Situation gebracht. «Es war nicht immer einfach mit Challandes», sagt Reinmann rückblickend.

Gegen Ex-Trainer und Ex-Klub

Der Routinier, der diese Woche seinen 30.Geburtstag feierte, trifft morgen aber nicht nur auf seinen Ex-Trainer, sondern auch auf seinen Ex-Klub. Als 16-Jähriger debütierte er 1999 für YB, das damals der NLB angehörte. Mehrere Muskelverletzungen verhinderten jedoch den Durchbruch. Über Baden und Vaduz fand er 2009 nach Thun, wo sein Vertrag vor ein paar Monaten bis 2015 verlängert wurde. «Das Kapitel YB ist abgeschlossen, ich bin sehr zufrieden damit, beim FC Thun zu spielen», sagt Reinmann. Drei Punkte morgen in Bern und der Sprung in der Tabelle vor YB würden diese Zufriedenheit noch verstärken.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13504126

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 11:33 
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Premiere gegen Thun

Challandes-Sohn: «Meine Mutter nervte das Getue von Papa»

YB-Trainer Challandes muss Feuer legen, ohne sich an den Schiris die Finger zu verbrennen. Und ausgerechnet die Spieler schlagen, die ihn abwählten!

Es ist gerade mal knapp vier Monate her, als Bernard Challandes blossgestellt wurde: Thun-Präsident Markus Lüthi verkündet in der Presse die Trennung auf Ende Saison. Kurz danach stellt Challandes vor der Mannschaft die Vertrauensfrage. Diese endet negativ – Challandes ist nicht mehr Trainer bei Thun.

Eine üble Demontage. Und ausgerechnet heute kommen die Thun-Spieler ins Stade de Suisse, wo Challandes sein Comeback als YB-Trainer gibt.

Seine Mission ist klar: Der feurige Jurassier muss bei den Spielern die Nonchalance (oder in seinem Fall eher die Nonchallandes?) vertreiben. Dass YB den 61-Jährigen ausgesucht hat, um Costanzo & Co. wieder einzuheizen, ist verständlich. Immerhin nannte ihn Ex-Boss Lüthi «einen Vulkan».

«Ich bin ein Feuermann», sagt Challandes. Das Ziel: Platz 4 und die Europa League erreichen. «Er kann Feuer legen, ist ein guter Trainer und ein guter Motivator. Ich hoffe, dass er es bei YB packt», sagt Mehdi Challandes (25). Bernards Sohn spielt in der Challenge League bei Biel. Seit er auf der Welt ist, ist sein Vater Trainer. Mit den komplett verschiedenen Seiten seines Vaters – der ruhigen, privaten und der impulsiven als Trainer – ist er aufgewachsen. Gestört hats ihn nie. Mehdi: «Fussball ist halt seine Leidenschaft. Meine Mutter aber nervte sein Getue ab und zu. Sie sagte ihm schon: ‹Alle Leute glauben, du bist verrückt!›»

Gebracht hats nichts. In den letzten Jahren wurde Challandes einige Male auf die Tribüne verwiesen. Gehts nach Vulkan Challandes, sind seine Platzverweise nach seiner Schiedsrichter-Therapie Vergangenheit. Schiedsrichter-Therapie – so nennt er sein Engagement bei den Referees. «Das war eine wertvolle Erfahrung. Bei YB werde ich sicher nie auf die Tribüne müssen.»

Der Fussballfreak betreute nach seiner Entlassung die Schiris, zeigte ihnen, worauf sie taktisch achten müssen. Schiri-Boss Carlo Bertolini schwärmt von Challandes und bedauert, dass die Zusammenarbeit nun beendet ist: «Es waren offene und konstruktive Gespräche.» Dass der Romand sich deshalb aber ändert, glaubt er nicht. «Er wird immer Bernard bleiben. Das soll er auch.»

Brandherde überall. Brisanter gehts kaum. Wird der Feuermann überhaupt cool bleiben können? Bertolini schmunzelt: «Lassen wir uns überraschen!»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 70151.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 11:36 
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BSC Young Boys - FC Thun 3:1

Tore:

BSC Young Boys: Afum, Costanzo, Nuzzolo
FC Thun: Schneuwly


Zuschauer: 17'500


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