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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Dienstag 20. März 2012, 18:33 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Freitag 23. März 2012, 11:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.03.2012  Zitat: Rückkehr ohne Rachegelüste
Marco Schneuwly steht vor einem speziellen Match. Erstmals tritt er mit Thun gegen seinen Ex-Klub YB an.
Die Geschichte ist aufgelegt. Ein Stürmer, dessen Dienste bei seinem Stammklub nicht mehr gefragt waren, kehrt zum ersten Mal mit seinem neuen Arbeitgeber an die alte Wirkungsstätte zurück. Die Rede ist von Marco Schneuwly, der sich in der Winterpause dem FC Thun angeschlossen hat. Für den Gegner vom Sonntag, den BSC YB, hat er zwischen 2004 und 2011 mit kurzen Unterbrüchen die Knochen hingehalten. Seine beste Zeit erlebte er zwischen 2007 und 2009, als er mit Seydou Doumbia und Alberto Regazzoni ein sehr gut harmonierendes Sturmtrio bildete. Ein Kreuzbandriss Ende November 2009 brachte die Karriere des kräftigen Freiburgers ins Stocken. Nach der Genesung schaffte er unter seinem einstigen Mentor Vladimir Petkovic den Sprung zum Stammspieler nicht mehr. Das bewog ihn im letzten Frühling, sich mit Thun in Verbindung zu setzen.
Als Schneuwly sich mit den Oberländern praktisch schon handelseinig war, liess ihn der neue YB-Trainer Christian Gross wissen, er wolle ihn unbedingt weiter in der Mannschaft haben. Der ehemalige U-17 Europameister fühlte sich geschmeichelt und erteilte Thun eine Absage. Es folgte ein sportlich unbefriedigende Vorrunde, in der Schneuwly meist Nassim Ben Khalifa und Emmanuel Mayuka den Vortritt lassen musste. Also nahm er wieder Kontakt auf mit den Thuner Verantwortlichen, die ihm ohne lange zu zögern einen Vertrag bis 2014 unterbreiteten. Der ältere Schneuwly passe vom Profil her vorzüglich zum FC Thun, sagt Sportchef Andres Gerber. Er sei ein «bodenständiger Typ ohne Allüren, ehrlich, zuverlässig, bescheiden». Trainer Bernard Challandes lobt die Beharrlichkeit seines Stürmers, der dann präsent ist, wenn sich ihm die Chance dazu bietet.
Challandes’ spitze Bemerkungen
Als sich der Journalist im Kabinengang der Arena Thun mit Schneuwly unterhält, kann sich der temperamentvolle Challandes ein paar spitze Bemerkungen nicht verkneifen: «Was wollen Sie von Marco hören? Dass er wütend ist auf Gross? Das mag für die Medien interessant sein. Doch Marco bringt es nichts, wenn er es YB heimzahlen will. Denn was passiert dann? Er verkrampft sich.» Der Angesprochene sagt, er habe keine Rachegefühle. «Als mir Gross zu verstehen gab, dass er auf andere setzt, wusste ich, dass es Zeit ist zu gehen.»
Schneuwly brauchte nicht lange, um sich an seinem neuen Arbeitsplatz wohlzufühlen. Sein jüngerer Bruder Christian, den YB ausgeliehen hat, und sein alter Kumpel Marc Schneider erleichterten die Integration. Die Neuverpflichtung hat auch nicht mit Toren gegeizt: Der Schütze der ersten drei Meisterschaftstore in der Rückrunde hiess jedes Mal Marco Schneuwly. Dieser hätte nichts dagegen einzuwenden, wenn er am Sonntag wieder jubeln könnte. Der Rückkehr ins Stade de Suisse blickt er mit gemischten Gefühlen entgegen. «Es ist ein spezielles Gefühl, erstmals als Mitglied der Gastmannschaft das Stadion zu betreten, welches über sechs Jahre meine Heimat war.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ru ... y/27705187
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shalako
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Verfasst: Freitag 23. März 2012, 11:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.03.2012  Zitat: Keine Revanche-Gelüste gegen alten Verein
YB gegen Thun ist auch YB gegen Marco und Christian Schneuwly. Die Brüder kehren am Sonntag erstmals gemeinsam nach Bern zurück.
Im Januar ist Marco Schneuwly seinem Bruder gefolgt. Wegen mangelnder Aussicht auf Spielpraxis hat der 26-jährige Stürmer die Young Boys nach insgesamt zehn Jahren verlassen und sich dem FC Thun angeschlossen. Dort spielt seit dem vergangenen Sommer bereits Christian Schneuwly, der von YB für ein Jahr ausgeliehen wurde.
Zusammen blühen die Brüder aus dem freiburgischen Wünnewil im Berner Oberland auf. Alle sechs FCT-Tore der Rückrunde erzielten sie, je drei. «Ich freue mich wirklich sehr, wieder mit Marco im gleichen Team zu spielen», meint der drei Jahre jüngere Christian. Und Marco bestätigt: «Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber der Wechsel war positiv für mich. Zudem ist es schön, mit dem Bruder zu spielen.»
Ungewisse Rückkehr
Negative Gedanken gegenüber YB haben sie nicht, auch Marco nicht, der zuerst von Trainer Christian Gross gelobt, dann nicht mehr eingesetzt wurde: «Es gibt keinerlei Rache- oder Revanche-Gelüste. Ich wollte einfach wieder spielen.» Der Stürmer, der nach zwei Spielsperren am Sonntag wieder mittun kann, hat noch Kontakt zu YB-Akteuren und wohnt nach wie vor in Bern. «Es wird speziell, am Sonntag mit einem anderen Leibchen einzulaufen.»
Christian weiss noch nicht, ob er im Sommer zu YB zurückkehren wird: «Ich habe mich noch nicht entschieden. Ich fühle mich in Thun sehr wohl.» Und seit Marco da ist, blüht der Mittelfeldspieler noch mehr auf. «Aber das ist auch ein Verdienst der Mannschaft, alle arbeiten enorm hart», betont Christian. http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... n-11143956
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shalako
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Verfasst: Freitag 23. März 2012, 11:31 |
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22.03.2012  Zitat: Gegen YB geht Thun gern auf den Platz
Seit der Rückkehr in die Super League hat der FC Thun kein Derby gegen YB verloren. Am Sonntag können die Oberländer im Stade de Suisse auf Platz 3 vorstossen – und den Kantonsrivalen überholen.
1:1, 0:2, 0:1, 1:1, 2:2, 1:1. So endeten in der laufenden und in der vergangenen Saison die Berner Fussballderbys zwischen YB und Thun – aus Sicht der Stadtberner. Seit der FC Thun im Sommer 2010 in die Super League zurückkehrte, hat er gegen die Young Boys nicht verloren. Die Tatsache missfällt YB-CEO Ilja Kaenzig: «Das kann doch nicht sein, dass wir seit beinahe zwei Jahren auf einen Erfolg gegen die Thuner warten», sagt er, und er klingt dabei auch ein bisschen erstaunt. Schliesslich ist das Budget in Bern um ein Vielfaches höher als jenes in Thun. In jeder Transferperiode verpflichtet YB neue, oft prominente Spieler, während in Thun unterdessen sieben Spieler zur Stammformation gehören, die irgendwann im Lauf ihrer Karriere von den Young Boys für nicht gut genug befunden wurden. Trotzdem liegt der letzte YB-Sieg gegen den Kantonsrivalen beinahe vier Jahre zurück. Am 30.März 2008 liessen die Young Boys den Thunern beim 4:0 im Lachenstadion keine Chance. Ende Saison stiegen die Oberländer für zwei Jahre in die Challenge League ab.
Die Europa League lockt
Am Sonntag nimmt YB im heimischen Stade de Suisse den nächsten Anlauf Richtung Derbysieg, doch die Thuner reisen mit viel Selbstvertrauen nach Bern. «Mit dieser Serie im Rücken gehen wir auch am Sonntag mit einem guten Gefühl auf den Platz. Wir wissen, was wir können, und werden nicht versuchen, ein Unentschieden zu ermauern», sagt Captain Roland Bättig. Er vergisst aber nicht, zu erwähnen, dass die letzten Spiele genauso zugunsten der Stadtberner hätten kippen können. «Schliesslich waren es immer sehr umkämpfte Partien.»
Der Bilanz zum Trotz steht für Bättig fest: «Aufgrund der Grössenunterschiede zwischen den Klubs ist YB immer Favorit gegen uns.» Bättig und Co. können die Verhältnisse übermorgen zumindest temporär umkehren. Mit einem Sieg würde Thun die Young Boys in der Tabelle überholen und auf Platz 3 vorstossen. Zudem ist der Zweite, der FC Luzern, ebenfalls bloss einen Verlustpunkt vor den Oberländern. «Die Ausgangslage ist verführerisch», sagt Bättig. «Doch wir sind uns ebenso bewusst, dass auch unser Vorsprung auf Servette und Zürich klein ist.» Der Mittelfeldspieler geht nicht so weit, zu sagen, dass die Europa-League-Qualifikation das erklärte Ziel seines Klubs sei, aber: «So wie diese Saison verläuft, können wir ja schlecht behaupten, wir seien mit Platz 5 oder 6 zufrieden. Wir wollen so lange wie möglich vorne dabei bleiben.»
Hat Challandes Lust auf mehr?
Ein erfolgreiches Derby könnte auch die Vertragsgespräche mit Trainer Bernard Challandes beschleunigen. Für die Klubverantwortlichen steht fest, dass sie nach der Sommerpause mit dem Neuenburger zusammenarbeiten möchten. Gleiches gilt für die Spieler. «Nichts spricht gegen Challandes», sagt Bättig, dessen eigener Vertrag sich nach zwölf Einsätzen in der Vorrunde automatisch für die kommende Spielzeit verlängerte. Challandes indes hat seine Pläne noch nicht kundgetan. Vor einigen Wochen sagte der Routinier unter den Schweizer Coachs, er wolle vorerst die weitere Entwicklung der Rückrunde abwarten. Ausserdem droht dem 60-Jährigen im Sommer die Operation des chronisch schmerzenden Knies. Die Nachricht, ob Challandes in Thun bleibt, ist nächste Woche zu erwarten. Der Ausgang der Partie bei YB ist dafür nicht massgebend, ein weiterer Derbyerfolg könnte die Lust beim Trainer auf eine weitere Saison im Oberland aber durchaus vergrössern. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31200135
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 23. März 2012, 17:40 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Vorschau YB - ThunBSC Young Boys - FC Thun, Sonntag, 25. März 2012, 16:00 Uhr (Sommerzeit), Stade de Suisse Nationalstadion, Bern. Die Situation beim BSC Young Boys: Einsatz fraglich: Dusan Veskovac (Rückenbeschwerden), Alain Nef (krank). Gesperrte Spieler: Josh Simpson (eine Spielsperre nach roter Karte), Elsad Zverotic und Michael Silberbauer (Sperre nach vierter gelber Karte). Vorverkauf: Bisher wurden rund 18'000 Tickets (davon 13'500 Jahreskarten) abgesetzt. Kids Day: Spezielles Rahmenprogramm für die jüngsten Fans. Kinder von 6 bis 16 Jahren bezahlen CHF 5.00 Eintritt. www.bscyb.ch/kidsdayBitte mit ÖV anreisen: Die Matchbesucher werden gebeten, den öffentlichen Verkehr zu benutzen. Rund um das Stadion stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung. Radio: Radio Gelb-Schwarz (RGS) überträgt das Spiel live unter www.radiogelbschwarz.ch. Im Stadion ist der Kommentar von RGS für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. März 2012, 12:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.03.2012  Zitat: Kann YB die Blockade lösen?
Die Kritik der letzten Tage ist nicht spurlos an Christian Gross vorbeigegangen. Am wöchentlichen Pressetermin zeigte er sich erbost.
Als Christian Gross gestern vor den Medien Auskunft zur morgigen Partie gegen Thun erteilte, stauchte er zunächst einen Journalisten zusammen. Dieser hatte sich erfrecht, zu fragen, ob sich der YB-Trainer manchmal einsam vorkomme in seinem Job. Später bekam ein zweiter Berichterstatter den Unmut von Gross zu spüren. Er solle seine Analyse selber machen und bitte nicht ihn angehen, ob von den Thunern einer eine Chance hätte auf einen Stammplatz bei YB.
Es ist verständlich, dass bei den Bernern nicht eitel Sonnenschein herrscht nach den dürftigen Auftritten in Luzern, Lausanne und im Zürcher Letzigrund. «Die Leistungen in den letzten drei Wochen sind unbefriedigend», sagt Gross. Und ausgerechnet jetzt kommt mit dem FC Thun ein Team ins Stade de Suisse, das auch diese Saison wieder für Furore sorgt. Die Oberländer haben nur einen Punkt weniger als die Nummer 1 auf Kantonsgebiet. Gross spricht von einem defensiv starken Gegner, der sehr solidarisch auftrete. Von seinem Team erhofft er sich eine Rückkehr zum schwungvollen, mutigen Spiel, das Anfang Rückrunde zu beobachten war.
Breitseite gegen die Stürmer
Vor allem aber wünscht sich Gross, dass YB wieder einmal ein Tor erzielt. Seit fast 300 Meisterschaftsminuten hat sein Team nicht mehr getroffen. In einem solchen Moment sind die Stürmer die Erstkritisierten. Im aktuellen Fall zu Recht: Raúl Bobadilla, der in der Winterpause mit einem Millionenvertrag ausgestattet wurde, war zuletzt mehr Ärgernis als Verstärkung. Emmanuel Mayuka blieb nach der Rückkehr vom Afrika-Cup blass und liess jeglichen Sinn fürs Zusammenspiel mit seinem Angriffspartner vermissen. «Bobadilla und Mayuka: Das funktioniert bisher nicht», stellt Gross nüchtern fest. Mayuka ist ihm zu egoistisch, «und er bewegt sich zu wenig». Er glaubt, dass der junge Sambier am Afrika-Cup viel Energie verloren hat.
Etwas anders gelagert sind die Probleme beim von Borussia Mönchengladbach gekommenen Bobadilla. «Raúl will der ganzen Fussballschweiz beweisen, was er draufhat», weiss Gross. Gegen seinen Ex-Club GC sei er übermotiviert gewesen. «Er wollte mit dem Kopf durch die Wand.» Der Chefcoach gibt Bobadilla und Mayuka gegen Thun eine weitere Chance. Wieder in die Stammformation rückt David Degen, der Rotsünder Simpson ersetzt. Den Platz von Silberbauer, der gesperrt ist, übernimmt Pascal Doubai. Fraglich ist der Einsatz von Veskovac, den Rückenprobleme plagen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ka ... y/27447831
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. März 2012, 12:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.03.2012  Zitat: Hinkender Riese, flinker Zwerg
YB und Thun im Vergleich: Eine Auslegeordnung zu zwei sehr unterschiedlichen Clubs vor dem Derby.
Zwischen den Young Boys und dem FC Thun liegen Welten. Gelb-Schwarz operiert aktuell mit einem Budget von rund 25 Millionen Franken. Den Berner Oberländern stehen knapp 5 Millionen zur Verfügung (siehe unten stehende Aufstellung). YB leistet sich Spieler wie Farnerud, Simpson, Silberbauer und Bobadilla, deren Jahresgehälter sich um die Millionengrenze bewegen. Bei Thun kommen Leistungsträger wie die Gebrüder Schneuwly, Captain Bättig und Ghezal auf eine Summe von höchstens 250'000 Franken.
Riesig ist die Differenz auch beim Betreuerstab. YB-Trainer Christian Gross, Assistenzcoach Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler verdienen gesamthaft mindestens 2 Millionen Franken. In Thun kostet das vierköpfige Coachingteam unter der Leitung von Bernard Challandes weniger als 1 Million Franken.Ganz anders präsentieren sich die Kräfteverhältnisse auf dem Feld. Dort ist der flinke Zwerg aus dem Oberland drauf und dran, den hinkenden Riesen aus der Hauptstadt zu überholen.
Gewinnen die Thuner morgen im Stade de Suisse, liegen sie zwei Punkte vor YB. Ein durchaus mögliches Szenario, denn Thun war im Herbst an gleicher Stätte siegreich und hat in der Rückrunde von fünf Spielen nur eines verloren. Für YB wäre es ein weiterer Tiefschlag in einer Saison, die so gar nicht nach Plan verlaufen ist. Statt um Titelehren kämpft das Team gegen den Absturz ins Niemandsland der Tabelle. Zuletzt blieb es gegen Luzern, Lausanne sowie die Grasshoppers tor- und sieglos. Die von Hilflosigkeit, offensiver Harmlosigkeit und Konfusion geprägten Auftritte sorgen für viel Ärger unter den Fans. Ihnen will nicht in den Kopf, wieso es die teuerste Mannschaft aller Zeiten nicht fertigbringt, mediokre bis schwache Gegner in die Knie zu zwingen.
Zu wenig volksnah, zu asketisch
Im Zentrum der Kritik stehen zwei Personen, die gar nicht auf dem Feld stehen: Stade-de-Suisse-Chef Ilja Kaenzig und Trainer Christian Gross. Viele Berner tun sich schwer mit dem Disziplinfanatiker Gross, der mit GC und Basel grosse Erfolge gefeiert hat. Er ist ihnen zu wenig volksnah, zu verbissen, zu asketisch. Vor allem aber nehmen sie es ihm übel, dass er weniger spektakulären Fussball spielen lässt als sein Vorgänger Petkovic. Nach neun Monaten im Amt ist klar: Der Zürcher Coach wird das Berner Publikum nur dann für sich gewinnen können, wenn er mit YB eine Meisterschaft oder einen Cupfinal gewinnt.
Im Moment plagen Gross ganz andere Sorgen. Weil es ihm bisher nicht gelungen ist, eine durchschlagskräftige Equipe zu formen, steht er unter zunehmendem Druck. «Der Trainerstab und die Spieler müssen eine Reaktion zeigen», fordert Kaenzig vor dem Derby.
Der Delegierte des Verwaltungsrates ist unbestritten ein Experte mit guten Verbindungen in der Fussballszene. Was dem gebürtigen Innerschweizer aber fehlt, ist das Charisma, die Hemdsärmligkeit, das Kumpelhafte und das lokale Netzwerk des früheren Stadionchefs Stefan Niedermaier. Das erschwert es ihm, die Marke YB glaubhaft zu verkaufen. Zumal diese im August 2010, als Niedermaier abgesetzt wurde, neu positioniert wurde. Damals läuteten die Investoren die «Wachstumsphase 3» ein, die in eine YB-Dominanz in der Super League und in regelmässigen Champions- League-Teilnahmen münden soll.
Stadionbesitzer als Mäzene
Die Vorwärtsstrategie war bisher ein Rohrkrepierer. Die vergangene Saison beendeten die Berner Young Boys auf dem 3. Schlussrang, 16 Punkte hinter Meister Basel. Heuer weisen sie nach 24 Spielen 35 Punkte auf. Diese Bilanz ist umso enttäuschender, als im letzten Sommer und während der Winterpause eine stattliche Summe für Neuverpflichtungen wie Silberbauer, Mveng, Veskovac, Zverotic, Ojala, Simpson, Vitkieviez und Bobadilla ausgegeben wurde.
Die mässigen Resultate drücken auf Zuschauerzahlen, Saisonkarten-Verkauf und Umsätze im VIP-Bereich. Für ein Unternehmen, das 70 bis 80 Prozent seiner Einnahmen über den Spielbetrieb generiert, eine besorgniserregende Entwicklung. Vorbei sind die Zeiten, als sich Einnahmen und Ausgaben ungefähr die Waage hielten. Die Löcher stopfen bis auf weiteres die Gebrüder Rihs und Benno Oertig, die sich lange Zeit dagegen sträubten, als Mäzene zu fungieren. Nicht auszudenken, was passiert, wenn den Stadionbesitzern eines Tages die Lust vergeht, Jahr für Jahr Millionen einzuschiessen.
FC Thun – Insel der Harmonie?
Ein minimales Budget, viele Spieler aus der Region, ein bodenständiger Sportchef, keine Hotelübernachtungen vor den Spielen: Der FC Thun ist so etwas wie der Gegenentwurf zu YB. Mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln haben es die Oberländer geschafft, sich nach einem zweijährigen Intermezzo in der Challenge League wieder in der obersten Liga zu etablieren. Was mittelfristig betrachtet fast wichtiger ist: Sie geniessen einen guten Ruf. Speziell bei jungen Schweizer Spielern hat sich herumgesprochen, dass sie in Thun bessere Perspektiven haben als bei Basel, YB oder Sion.
«Wir bewegen uns in einer Nische», sagt Sportchef Andres Gerber. Das hat seine Vorteile. Einerseits kann Thun seine Arbeit meistens fernab des Scheinwerferlichts erledigen. Andererseits ist die Erwartung bei Publikum und Sponsoren geringer als bei einem Spitzenclub. Gerber: «Wir dürfen vorne mitspielen, müssen aber nicht.» Diese Lockerheit färbt auf die Spieler ab. Sie geniessen es, bei der Vergabe der Europa-League-Plätze mitzumischen.
Der FC Thun eine Insel der Harmonie? Mitnichten. Der Verein lebt auch nach dem Umzug ins neue Stadion von der Hand in den Mund. Hätte er in der laufenden Saison nicht Andrist und Lezcano verkauft, könnte er keine ausgeglichene Rechnung präsentieren. Zudem liegen die Thuner seit längerem im Clinch mit der Stadionbesitzern. Der Machtkampf könnte den Verein zum zweiten Mal innert weniger Jahre in seinen Grundfesten erschüttern. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Hi ... y/26283945
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. März 2012, 12:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.03.2012  Zitat: Fokussiert und entschlossen, direkt und dünnhäutig
YB-Trainer Christian Gross ist unter grossem Siegesdruck. Er gibt sich vor dem Derby gegen den FC Thun am Sonntag kämpferisch.
Immer am Freitag zur Mittagszeit empfängt Christian Gross interessierte Medienvertreter zum Gedankenaustausch über Fussball und die Welt im Stade de Suisse. Der YB-Trainer ist mal witzig, meistens ernsthaft, immer fokussiert, bespricht Themen mit Vorliebe ausführlich und schätzt es, herausgefordert zu werden. Gestern, zwei Tage vor dem Derby gegen Thun, ist das Journalistenaufgebot grösser als gewöhnlich. Medien aus dem ganzen Land interessieren sich für das zuletzt heftig ins Trudeln geratene Grossexperiment in Bern. YB ist in der Krise und Gross unter Druck, so ist das, und der Trainer lässt in seinen Erklärungen keine Zweifel offen, einen Weg aus dem Schlamassel zu finden. «Ja, wir waren zuletzt schwach», sagt er einmal, «ich bin überhaupt nicht zufrieden. Doch in den nächsten 4 Runden spielen wir dreimal zu Hause. Wir werden unsere Leistungen steigern.»
Die Erklärungen
Es gibt ja gerade einige Baustellen im talentierten YB-Team. Gross ist das ebenfalls aufgefallen. Er fordert ein besseres Zusammenspiel der Offensivspieler und mehr Torgefährlichkeit, ruft den einen Stürmer, Raúl Bobadilla («Er will zu viel und will der ganzen Fussballschweiz beweisen, dass er ein Torjäger ist»), zu weniger Einzelaktionen und den anderen, Emmanuel Mayuka, zu mehr Laufarbeit auf. Gross erwartet selbstredend eine Steigerung von allen Akteuren, beispielsweise von Matias Vitkieviez, dem die gestiegenen Erwartungen seit dem ersten Länderspiel für die Schweiz Ende Februar gegen Argentinien (1:3) zu schaffen machen würden. «Das Aufgebot für das Nationalteam hat ihm Energie abgesaugt», behauptet Gross.
Der Trainer spricht lange und viel und von den schlechten Bodenverhältnissen zuletzt, er erwähnt die teilweise unglücklichen Spielentwicklungen in den letzten Wochen und die miserablen Trainingsbedingungen in Bern, irgendwann verliert er sich im Detail. «Nein, ich habe selbstverständlich einen Plan, wie wir auf die Siegerstrasse zurückkehren», antwortet der Trainer auf die Frage, ob er nicht auch vor einem Rätsel stehe, weil die vielen starken YB-Einzelspieler zuletzt derart harmlos agierten. Gross formuliert bald Altbekanntes in neuen Worten («Ich erwarte einen schwungvollen, mutigen, dynamischen Auftritt von uns»), vergisst aber nicht, «Entschlossenheit» von seinen Akteuren zu verlangen – und wirkt erstaunlich dünnhäutig für einen, der in mehr als drei Jahrzehnten im Fussballgeschäft trotz vielen Erfolgen auch schon den einen oder anderen Gegenwind gespürt hat.
Die teilweise heftige Kritik der letzten Tagen ist nicht spurlos an Christian Gross vorbeigegangen. Der 57-Jährige weist ja gerne mal einen Journalisten mit scharfen Worten zurecht. Am Wort «Beamtenfussball», um die YB-Spielweise zu beschreiben, zum Beispiel hatte er im letzten Herbst gar keine Freude. «Wenn mir etwas nicht passt, teile ich das dem Journalisten mit», sagt Gross. So funktioniert er, seine Direktheit ist auch unter Fussballern bekannt (und gefürchtet).
Der Ausraster
Gestern allerdings liess Gross den Respekt vor einem ihm unliebsamen Medienvertreter vermissen. Die Frage war, wie einsam ein Fussballtrainer in der Krise sei. Das genügte für einen Gross-Ausraster. In seiner Schimpftirade war der YB-Trainer laut und beleidigend, es war in diesem Moment zu spüren, unter welchem Erfolgsdruck er gerade steht. Und man stellte sich vor, wie das für seine Fussballer sein könnte, wenn sie ihre Fehler vom strengen Trainer schonungslos vorgehalten bekommen.
In überhitztem Klima also wollen die Young Boys morgen – mal wieder – zum Befreiungsschlag ansetzen. Gemessen am hohen Potenzial, muss YB Rang 2 nach wie vor zwingend als Ziel haben. Bei einer weiteren Niederlage gegen den FC Thun aber müsste sich Christian Gross noch stärker der Krisenkommunikation widmen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25053579
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Bierflasche
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Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 10:13 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Meisterschaft, YB - Thun 4:0 (2:0)
Die Young Boys bezwingen den FC Thun vor 23'736 Zuschauern verdient mit 4:0. Spycher und Bobadilla trafen vor der Pause, Degen und Mayuka schossen die Tore nach dem Seitenwechsel.
Nach drei Auswärtsspielen in Folge konnten die Young Boys endlich wieder ein Heimspiel austragen. Die Gelbschwarzen legten gegen Thun gut los und kamen nach einer energischen Einzelleistung von Bobadilla schon nach wenigen Sekunden zur ersten guten Chance. Der YB-Stürmer scheiterte mit seinem Schuss an Thuns Schlussmann Da Costa.
Die Gäste setzten sich vor allem mit Distanzschüssen in Szene. Wittwers Schuss flog knapp vorbei, wenig später konnte Wölfli einen tückischen Abschluss Schirinzis abwehren, Nef klärte letztlich.
Dann stand das Heimteam dem Führungstor ganz nahe, als Degen nach 20 Minuten nach einem Pass Bobadillas nur die Latte traf. Nach einer halben Stunde foulte Schindelholz im Strafraum Bobadilla, Schiedsrichter Studer zeigte auf den Penaltypunkt. Spycher verwandelte auch den dritten Penalty in diesem Jahr souverän, YB führte 1:0 (31.). Kurz vor der Pause kamen die Young Boys zum zweiten Treffer. Costanzo spielte einen Corner kurz auf den wirbligen Martinez, dessen Flanke verwandelte Bobadilla mit einem schönen Kopfball zum 2:0 (43.). Die Führung für YB zur Pause war verdient.
Die Thuner verstärkten danach die Offensivbemühungen. Wittwer mit seinem Schuss an den Aussenpfosten und Christian Schneuwly mit einem Schlenzer hatten die Gelegenheiten zum Anschlusstor. YB besass viele Konterchancen, agierte aber lange zu ungenau. Der aufgerückte Debütant Gonzalez, später Bobadilla und Mayuka scheiterten nacheinander an Da Costa oder an einem Thuner Abwehrspieler. Das erlösende dritte Tor fiel dann aber doch noch. Der stark agierende Doubai lancierte Degen auf der rechten Seite, dieser scheiterte vorerst. Mayuka setzte nach und Degen spedierte den Ball über die Torlinie (82.).
Nachdem Marco Schneuwly kurz vor dem Ende für Thun nur den Innenpfosten getroffen hatte, war Mayuka für den Schlusspunkt besorgt. Der Sambier setzte sich nach einem Zuspiel Degens sehenswert durch und bezwang Da Costa mit einem Schuss in die linke Torecke zum 4:0-Endstand.
Stadion: Stade de Suisse Zuschauer: 23736 Schiedsrichter: Studer
Tore: 31. Spycher (Penalty; Foul an Bobadilla) 1:0. 43. Bobadilla (Martinez) 2:0. 82. Degen (Mayuka) 3:0. 90. Mayuka (Degen) 4:0.
Auswechslungen: 57. Schneider für Bättig. 66. Mayuka für Vitkieviez. 79. Lecjaks für Bobadilla. 83. Volina für Schirinzi. 84. Ben Khalifa für Martinez.
Ersatz: YB: Benito, Raimondi, Mveng, Nuzzolo. Thun: Djukic, Fabiano, Manière, Bajraktaraj, Salamand.
Bemerkungen: YB ohne Farnerud (krank), Simpson, Silberbauer, Zverotic (alle gesperrt), Veskovac (verletzt) und Frey (U21). Thun ohne Ghezal, Reinmann, Lüthi, Siegfried (alle verletzt) und Rama (nicht im Aufgebot). 20. Lattenschuss Degen. 60. Schuss von Wittwer an den Aussenpfosten. 88. Pfostenschuss M. Schneuwly.
Verwarnungen: 34. Degen (Unsportlichkeit), 37. Schirinzi (Foul), 63. Schneider (Foul).
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 15:48 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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26.03.2012  Zitat: Die Hierarchie bleibt bestehen
Die Young Boys rücken im Derby die Relationen zurecht. Der 4:0-Sieg gegen den FC Thun könnte ein erster Schritt aus der Krise sein.
Im Fussball verschieben sich die Gefühlswelten manchmal schnell. Am letzten Wochenende flogen im Letzigrund Bierbecher, als sich die YB-Spieler von den mitgereisten Anhängern verabschiedeten. Gestern, als sich das Berner Derby dem Ende entgegenneigte, war die Welt für den YB-Anhang wieder in Ordnung. Er liess Mayuka hochleben, nachdem er das 4:0 mit ein paar spektakulären Überschlägen und einem Salto abgerundet hatte. Kurze Zeit später verabschiedete er die Sieger mit einem warmen Applaus.
Zufrieden war auch Chiara Bühlmann, der im Rahmen des Kids Day die Ehre zufiel, Moreno Costanzo zu befragen fürs Stadionfernsehen. «Hast du gut gespielt, oder hast du viele Fehler gemacht», fragte das Mädchen aus Goldiswil bei Interlaken keck. Der verschwitzte Spielmacher nahm es mit Humor: «Es war sicher kein perfektes Spiel.»
YB kam unbeschadet davon
Das konnte nach den Ergebnissen der letzten Wochen niemand ernsthaft erwarten. Zumal kurzfristig auch noch der unbestrittene Chef auf dem Platz, Alexander Farnerud, krankheitshalber ausfiel. Seinen Job übernahm Costanzo. Sekundiert wurde er vom jungen Pascal Doubaï. Die zwei machten ihre Sache wie der erstmals von Beginn weg eingesetzte González ganz ordentlich. Zumindest eine Halbzeit lang. Danach gerieten sie wie die ganze Mannschaft in ein rund 25-minütiges Zwischentief. Es war die Phase, in der die frecher, mutiger und schneller spielenden Gäste den Ton angaben. Weil ihnen im Strafraum die Effizienz und in der einen oder anderen Situation auch die fussballerische Klasse fehlte, kam YB unbeschadet davon.
Ab der 70. Minute machten wieder die Gastgeber die Musik. Der junge González, der seinem Trainer in gewissen Situationen zu ungestüm nach vorne stürmte, scheiterte an Da Costa (71.). Bobadilla und Mayuka konnten den starken Thuner-Hüter ebenfalls nicht überwinden. Geschlagen geben musste er sich erst in der 82. Minute, als Degen von einem Schindelholz-Aussetzer profitierte. Er war die tragische Figur des Derbys. Nach einer halben Stunde hatte er im Strafraum Bobadilla ungeschickt von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwertete Spycher. Und unmittelbar vor der Pause schaute Schindelholz zu, wie Bobadilla eine hohe Flanke von Martínez ins Tor beförderte.
Bobadilla meldet sich zurück
Ein starkes Lebenszeichen gab der zuletzt stark kritisierte Bobadilla von sich. Kaum war die Partie angepfiffen, hatte er Da Costa im Thuner Tor schon ein erstes Mal geprüft. Es folgten etliche weitere Abschlussversuche des leicht grippegeschwächten Argentiniers, bis er nach 80 Minuten seinen Arbeitstag vorzeitig beenden durfte. Bevor Bobadilla zur Dopingkontrolle eilte, strich er die Willensleistung hervor. Jeder Spieler, der auf dem Platz gestanden sei, habe mit viel Herz gekämpft. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist für eine Equipe, die sehr gut entlöhnt wird.
Christian Gross freute sich, dass sein Team aus dem Tunnel gefunden hatte. «Wir sind auf dem Weg zur Besserung.» Gleichzeitig hob der Coach den Warnfinger: Es gebe keinen Grund, nach dem klaren Sieg «alles über den Klee zu loben». Mangelhaft fand er die Angriffsauslösung und das Zweikampfverhalten nach der Pause. Thun-Coach Bernard Challandes ärgerte sich über die Geschenke, die seine Mannschaft den krisengeschüttelten Young Boys gemacht hatte in der ersten Hälfte.
Young Boys - Thun 4:0 (2:0)
Stade de Suisse Wankdorf. - 23'736 Zuschauer. - SR Studer. - Tore: 31. Spycher (Penalty/Foul Schindelholz an Bobadilla) 1:0. 43. Bobadilla (Martinez) 2:0. 82. Degen 3:0. 91. Mayuka 4:0.
Young Boys: Wölfli; Gonzalez, Nef, Ojala, Spycher; Vitkieviez (66. Mayuka), Doubaï, Costanzo, Degen; Bobadilla (79. Lecjaks), Martinez (84. Ben Khalifa).
Thun: Da Costa; Bigler, Matic, Schindelholz, Demiri; Schirinzi (83. Volina), Hediger, Bättig (57. Schneider), Witter; Christian Schneuwly; Marco Schneuwly.
Bemerkungen: Young Boys ohne Silberbauer, Simpson, Zverotic (alle gesperrt), Farnerud (krank) und Veskovac (verletzt). Thun ohne Ghezal, Lüthi, Reinmann, Siegfried (alle verletzt) und Rama (nicht im Aufgebot). 20. Lattenschuss Degen. 60. Pfostenschuss Wittwer. 88. Pfostenschuss Marco Schneuwly. - Verwarnungen: 33. Degen (Unsportlichkeit). 37. Schirinzi (Foul). 63. Schneider (Foul). http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/10056699
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