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 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2011, 11:21 
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FC Freienbach - BSC Young Boys (CH-Cup 1/16)


Bild vs. Bild

Sportplatz Chrummen, Freienbach
Sonntag, 16. Oktober 2011
Zeit: 14:30 Uhr


Bild


Webseiten FC Freienbach:
http://www.fc-freienbach.ch
http://de-de.facebook.com/FCFreienbach
http://www.stades.ch/Chrummen-photos.html

Freienbach:
http://www.freienbach.ch


Zuletzt geändert von Rino am Mittwoch 12. Oktober 2011, 11:59, insgesamt 2-mal geändert.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 20. September 2011, 07:16 
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19.09.2011

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Zitat:
Nur bei YB freut man sich über die Auslosung

Die Stimmungslage bei den vier verbleibenden Berner Vereinen könnte nach der Auslosung der 2. Runde im Schweizer Fussball-Cup nicht unterschiedlicher sein.

Der BSC Young Boys trifft in der 2. Runde des Schweizer Cups auf den FC Freienbach. Die Schwyzer sind einer von nur zwei interregionalen 2. Ligisten, die die erste Hauptrunde überstanden haben. Bei YB freut man sich sehr über das Los, gibt Mediensprecher Albert Staudenmann gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz zu.

Die Rollen seinen bei dieser Affiche natürlich klar verteilt, von einem Freilos will Staudenmann aber nicht sprechen. Er glaubt, dass es bei dieser Auslosung nur Sieger gebe und freue sich auf den wunderbaren Platz in Freienbach. Dieser sei mehreren YB-Akteuren schon bekannt, weil die Nationalmannschaft jeweils dort trainiert.

Grosse Freude bei Freienbach

Beim FC Freienbach ist die Stimmung nach der Auslosung ausgelassen. «Wir sind mega glücklich, das wird ein super Erlebnis», schwärmt Susanne Stöcklin, die beim interregionalen 2. Ligisten für den Spielbetrieb verantwortlich ist. Man werde alles tun, um sich perfekt auf das Spiel vorzubereiten und hoffe auf ein Dorffest.

Susanne Stöcklin ist sich bewusst, dass es für den FC Freienbach sehr schwierig werde, den Bernern ein Bein zu stellen. Natürlich hege man aber den Wunsch, die nächste Runde zu erreichen. «Bei allem Realismus darf es natürlich nie sein, dass man mit der Einstellung ins Spiel steigt, man sei sowieso chancenlos.»

Enttäuschung beim FC Breitenrain

Weit weniger Freude ist beim Berner 1. Ligisten FC Breitenrain zu verspüren. Den FC Tuggen könne man Zuhause schlagen, aber sei nicht ein sonderlich attraktiver Gegner, berichtet Präsident Urs Huber. Statt auf Tuggen wäre man lieber auf einen Super-League-Verein getroffen. «Der Zeitpunkt wäre für den Verein ideal gewesen, um etwas zu verdienen», erklärt Huber.

Die Schwyzer hätten eine starke Mannschaft und es sei immer möglich, dass man gegen einen Verein aus der gleichen Liga verliere. Er sei natürlich trotzdem zuversichtlich und hoffe, dass der FC Breitenrain dann in der dritten Runde auf einen Super-League-Verein treffe. Ob dieser YB heisse, sei hingegen nicht so wichtig.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24019047

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2011, 11:47 
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Wohnort: In der Brauerei
Extrazug nach Freienbach

Wie zu (fast) jedem Auswärtsspiel organisieren gäubschwarzsüchtig, die Ostkurve Bern und der BSC YB in Zusammenarbeit mit den SBB einen Extrazug nach Freienbach.

Zugbillete gibt es an jedem bedienten Bahnschalter (YB-Ticket): CHF 22.00 (Halbtax) / CHF 44.00 (ohne Halbtax); alle SBB-Abonnements sind gültig.

Bern ab 11.48 Uhr
Burgdorf ab 12.03 Uhr
Herzogenbuchsee ab 12.16 Uhr
Langenthal ab 12.23 Uhr
Freienbach SBB an 13.27 Uhr

Freienbach SBB ab 16.46 Uhr
Langenthal an 18.22 Uhr
Herzogenbuchsee an 18.28 Uhr
Burgdorf an 18.42 Uhr
Bern an 19.03 Uhr


Billete für das Spiel gibt es noch bis Samstag Mittag im YB-Fanshop.
Im Zug werden wie gewohnt Getränke zu fairen Preisen verkauft. Mit dem Einsteigen in den Extrazug wird die Auswärtsfahrtenregelung akzeptiert.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2011, 19:28 
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12.10.2011

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Hoffen auf die Sensation

Zweitligist FC Freienbach empfängt im Schweizer Fussball-Cup am Sonntag die Berner Young Boys. Die Höfner erwarten bis zu 4000 Zuschauer – und hoffen auf den grossen Coup.

In der interregionalen Gruppe 6 der 2. Liga besetzt der FC Freienbach zurzeit den 4. Platz. Im Schweizer Fussball-Cup sind sie bereits in die Sechzehntelfinals vorgestossen. Freienbach und der FC Schattdorf sind noch die einzigen Teams, welche nicht aus den obersten drei Ligen kommen. Der Gegner am Sonntag ist dementsprechend von grossem Kaliber. YB ist aus sportlicher Sicht der klare Favorit, für den Klub am Zürichsee aber ein Traumlos.

Grosses Interesse am Spiel

Bereits wurden 1500 Tickets für das Cup-Spiel abgesetzt, was Benjamin Fuchs, den frisch gewählten Präsidenten des FC Freienbach, durchaus zufriedenstellt. Erwartet werden aber zwischen 3000 und 4000 Besucher. Das gibt für den Klub viel Arbeit. Der Sportplatz Chrummen wird mit zwei Tribünen im Osten und Westen erweitert, auf beiden Seiten werden so 800 neue Sitz- und 600 Stehplätze geschaffen.
Hinzu kommt die gedeckte Tribüne mit 500 Plätzen und über 2000 Stehplätze. Für die Verpflegung der Fans gibt es fünf zusätzliche Ess- und Getränkestände und genügend portable Toiletten.
Das Interesse der Medien am Spiel ist gross. Für das Fernsehen wird ein Kameraturm aufgestellt, und es werden rund dreissig Medienleute erwartet. Radio Central und ein Berner Regionalradio übertragen das Spiel live, das Schweizer Fernsehen bringt einen Beitrag des Spiels im «Sportpanorama». Der FC Freienbach weiss, wie man mit grossen Mannschaften umgeht. Schliesslich gastierte eben noch die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft auf der Chrummen. Bei den Vorbereitungen zur Europameisterschaft 2008 kamen sogar mehrere tausend Leute an die Trainings der Schweizer Nati.


http://www.zsz.ch/zszobersee/storys.cfm?vID=16602

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2011, 19:37 
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Sicherheit und Kosten im Griff

freienbach. Das Cup-Spiel vom Sonntag ist für den FC Freienbach mit Kosten und Aufwand verbunden. Aber es soll auch ein Fussballfest werden. Und zwar ein friedliches.

500 YB-Fans werden erwartet. Sie ha-ben bereits einen Marsch vom Bahnhof Freienbach zum Fussballplatz Chrummen angekündigt. Ein beliebtes Ritual bei Auswärtsspielen, das nicht immer problemlos verläuft. Benjamin Fuchs, Präsident des FC Freienbach, ist überzeugt, dass alles gesittet zu- und hergehen wird. Die Zusammenarbeit mit den YB-Verantwortlichen sei bestens. Die Fanbegleitung in Bern ist vorbildlich. Auch Berner Polizisten sind auf der Reise dabei und begleiten die Fans im Extrazug und auf ihrem Gang zum Fussballplatz.

Keine Leuchtfackeln

Der Sportplatz wird grossräumig abgesperrt und es wird zusätzliches Personal für die Eintrittskontrolle angestellt. Gefährliche Gegenstände und Leuchtfackeln sollen sichergestellt werden. Dem Klub wurde ein Sicherheitsexperte vom Schweizerischen Fussballverband zur Seite gestellt. Der Verband hat zusammen mit den beiden Klubs alle Mass­nahmen besprochen. Dazu gehören Absperrungen, der Einsatz von Sicherheitskräften und der Polizei sowie ein zusätzliches Sicherheitsdispositiv, das in Not­fäl­len eingreifen kann.

Die Kosten eines Cup-Spiels

Der Aufwand für ein derartiges Spiel ist beträchtlich, auch in finanzieller Hinsicht. «Wir sprechen hier von einem mittleren fünfstelligen Betrag, der für die Vorbereitungen für dieses Spiel ausgegeben wird», sagt Fuchs. Doch er ist zu­versichtlich, ein Verlustgeschäft wird es wohl kaum. Die Tickets kosten zwischen 17 und 40 Franken. So müssten bei et- was mehr als 2000 verkauften Eintritten die Kosten bereits gedeckt sein, rechnet Fuchs vor.

Das Spiel soll ein Fussball- und Volksfest werden und sei auch eine Belohnung für die 1. Mannschaft, die es nach dem knappen Ausscheiden im letzten Jahr eine Runde weiter geschafft hat. Fuchs hofft für das Spiel, dass es zur Verlängerung und zum Penaltyschiessen kommt. «Ab und zu stolpert auch eine grosse Mannschaft.» Dies weiss auch Christian Gross, der aktuelle Trainer von YB. Deshalb hat er sich am vergangenen Sonntag das Spiel des FC Freienbach gegen Chur 97 live am Spielfeldrand angeschaut. Der Gegner soll schliesslich nicht unterschätzt werden.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2011, 12:15 
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Ein Eschenbacher will YB im Cup ins Straucheln bringen

Cup-Duell David gegen Goliath: Diesen Sonntag empfängt der FC Freienbach (2. Liga Int.) den Superligisten YB. Mitten im Geschehen steht beim Underdog der Eschenbacher José Meier – für den Mittelfeldspieler (22) ist es das Highlight seiner Karriere.

Fussball. – «Ich bin jetzt schon ein bisschen nervös. Die Anspannung und Vorfreude steigt von Tag zu Tag», sagt José Meier. Das bevorstehende Cup-Abenteuer ist im Leben des 22-Jährigen derzeit omnipräsent. Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen – von überall her wird er auf den grossen Auftritt vom nächsten Sonntag angesprochen.

Für den Eschenbacher ist es der erste Ernstkampf gegen ein Super League-Team. Doch er hat Erfahrung, wie man als Underdog eine höherklassige Mannschaft fordert: Letzte Saison stand er mit Freienbach in der ersten Cup-Hauptrunde und brachte mit seinem Klub den Challengeligist Winterthur an den Rand einer Niederlage (2:3 nach Verlängerung).

«Das war erstklassig. Obwohl ich verletzungsbedingt nicht spielte und wir knapp verloren, war es speziell schön. 1500 Zuschauern feuerten uns in der Chrummen an – und jetzt wird die Atmosphäre im Stadion noch eindrücklicher», so Meier. Gegen YB werden es wohl mehr als doppelt so viele Fans sein. Der Verein rechnet mit 3000 bis 4000 Zuschauern, über 1500 Tickets sind schon weg.

Eigene Qualitäten ausspielen – kein Abwehrbollwerk

Der Klub ist gerüstet für den Ansturm: Dank zwei Zusatztribünen gibt es im Stadion nun insgesamt zirka 1300 Sitz- und 2600 Stehplätze. Dazu kommen fünf zusätzliche Verpflegungsstände und mehrere portable Toiletten. Punkto Organisation scheint in Freienbach alles bereit zu sein für die Cup-Sensation – auch die Spieler?

«Klar, wir brennen auf den Einsatz und sind gut vorbereitet. Die Analyse des Gegners und das taktische Training fielen gründlicher aus als bei einem normalen Saisonspiel», so Meier. Das Rezept, um dem Zweitplatzierten der Super League Paroli zu bieten, steht: Möglichst lange kein Tor kassieren, aber sich nicht verstecken.

«Der Fokus liegt klar auf der Defensive, aber nur hinten zu mauern bringt nichts. Wir wollen unsere offensivenund technischen Stärken ausspielen – das zeichnet unser Spiel aus», sagt Meier zuversichtlich. Er hofft darauf, mit seinem Team die robusten und abgeklärten YB-Spieler mit schnellem Kurzpassspiel, aufopferndem Kampfgeist und kaltblütiger Chancenauswertung ins Schwitzen zu bringen.

Mittelfeld-Duell gegen YB-Star Farnerud?

Falls YB mit der Stammformation aufläuft, bekommt es der Eschenbacher im zentralen Mittelfeld mit grossen Kalibern zu tun – dem dänischen Internationalen Michael Silberbauer und dem schwedischen Nationalspieler Alexander Farnerud. «Sich gegen solch internationale Klassespieler zu behaupten, wäre ein tolle Erfahrung.»

Speziell auf seine möglichen Gegner eingestellt hat sich Meier nicht. Doch etwas genauer habe er die YB-Partien in jüngster Zeit schon verfolgt. Farnerud sei quirlig und ein typischer Linksfuss – vorab bezüglich Schnelligkeit müsse er auf der Hut sein, betont der 22-Jährige.

Trotz minimaler Chance träumt der Allrounder im Dress des FC Freienbach vom Weiterkommen im Cup und vom persönlichen Coup. «Eine Tor vorzubereiten oder gar einen Treffer zu erzielen, wäre perfekt. Nati- und YB-Goalie Marco Wölfli mit einem Weitschuss oder stehenden Ball zu bezwingen, das Grösste», betont der ausgewiesene Freistossspezialist.

«Der Match des Lebens» just zur richtigen Zeit

Die wichtigste Partie in seiner bisherigen Fussballerkarriere liege günstig, so Meier: «Der YB-Match kommt für mich zum idealen Zeitpunkt. Es läuft mir momentan sehr gut. Nach meiner Verletzung in der Vorbereitung bin ich wieder fit und gut in Form.» Wegen einer Oberschenkel-Entzündung musste er im Sommer einen Monat pausieren. Rechtzeitig zum Saisonstart – seiner zweiten bei Freienbach – stiess der Leistungsträger wieder zum Team.

Dank seiner Spielübersicht, Pass- sicherheit und Schussstärke avancierte er bereits letzte Saison zum Teamleader. Das Ziel habe er sich bereits beim Wechsel gesteckt. Seither fühlt er sich äusserst wohl im Klub. Trotz neuformierter Mannschaft besticht das Team auch diese Saison mit schönem Kombinationsfussball und treffsicherem Sturm – fast so wie Meiers Lieblingsverein Barcelona. Aber nicht gleich erfolgreich: Mit fünf Punkten Rückstand liegt Freienbach derzeit in der Gruppe 6 auf dem fünften Platz.

Sieg gegen YB – erst auf dem Sofa

Den Jugendtraum vom Profifussball hat Meier inzwischen begraben. Doch er will wieder zurück in die 1. Liga.

«Das ist das Ziel, am liebsten via Aufstieg mit Freienbach.» Nach seiner Juniorenzeit beim FCRJ schnupperte er am Obersee als Jungspund in der dritthöchsten Spielklasse. Doch der Durchbruch blieb ihm verwehrt. Nach einem kurzen Abstecher zu Eschenbach sammelte er bei Erstligist Tuggen von 2008 bis 2010 weitere wertvolle 1. Liga-Erfahrungen.

Trotz grossem Cup-Auftritt habe der Fussball in seinem Leben nicht mehr erste Priorität, sagt der Sachbearbeiter einer Krankenkasse, der mit seiner Freundin in Eschenbach wohnt. Er wolle die berufliche Laufbahn forcieren, eventuell ein Studium beginnen.

Doch vorerst gilt seine Konzentration dem Cup-Abenteuer. Selbst bei einer seiner Lieblingsbeschäftigungen, dem virtuellen Spiel mit Kollegen, ist Fussball Trumpf: «Auf der Konsole bezwinge ich sogar YB», sagt er schmunzelnd und mit einem Augenzwinkern.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2011, 12:19 
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13.10.2011

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Wer hat hier eigentlich Heimvorteil?

Es ist ein veritabler Cup-Knaller: Am Sonntagnachmittag trifft der FC Freienbach auf YB. Logisch, dass der «Kleine» Heimrecht geniesst. Nur fühlen sich etliche Berner Spieler und Funktionäre auf dem Chrummen ebenso zu Hause.

YB- und Natigoalie Marco Wölfli steht auf dem Chrummen-Rasen in Freienbach. Er muss schmunzeln, als er im Rahmen des Nati-Zusammenzugs auf das bevorstehende Cup-Spiel angesprochen wird. «Eigentlich könnte ich gleich hierbleiben und mir ein permanentes Zimmer im Hotel ‹Panorama› mieten!» Wie wahr – trainierte Wölfli die letzten Wochen mit der Nati in Freienbach, kehrte gestern nach Bern zurück und checkt am Samstag bereits wieder im Hotel in Feusisberg ein, um sich auf den Cup-Knaller mit YB vorzubereiten.

Nebst Wölfli bewältigte auch David Degen die gleiche «Tour», daneben stehen noch sechs weitere Akteure in den YB-Reihen, die wegen eines Nati-Zusammenzugs die Sportanlage in Freienbach bestens kennen. Die Frage darf also erlaubt sein: Wer hat am Sonntag eigentlich Heimvorteil?

Ein Mix von Heimspiel

«Es ist wohl ein Mix von Heimspiel», meint Benno E. Oertig. Der YB-Verwaltungsrats-Präsident lebt in Freienbach und freut sich besonders auf die spezielle Cup-Affiche. «Es ist natürlich eine schöne Überraschung, dass ich ein YB-Spiel quasi mit den Finken schauen gehen kann», meint Oertig schmunzelnd. Ansonsten habe er bisher aber nicht viel mit dem FC Freienbach zu tun gehabt. «Ich schaue mir immer mal wieder die Resultate an – und habe auch schon nach jungen Talenten für unsere Foundation gesucht!»

Auch Hansueli Rihs, zusammen mit seinem Bruder Andy Mehrheitsaktionär bei YB, kennt sich in den Höfen bestens aus. In seiner «Luegeten» ob Pfäffikon gibts nach dem Cup-Knaller eine Pasta-Party mit Team und Fans. Auf sportliche Geschenke kann Freienbach aber trotz der regionalen YB-Verbindungen nicht hoffen. «Leider geht das nicht, denn wir sind auf den Erfolg angewiesen», meint Oertig. Und Rihs fügt an: «Ein Sieg ist einfach Pflicht!»

Nichts dem Zufall überlassen

Derweil YB nichts dem Zufall überlässt (Trainer Christian Gross beobachtete Freienbach letzten Sonntag, ab Samstag ist das Team bereits wieder im Hotel ‹Panorama› und trainiert beim FC Wollerau), wird beim FC Freienbach der Cup-Sonntag emsig vorbereitet. Die ON treffen Präsident Benjamin Fuchs, dessen Engagement für den interregionalen 2.-Liga-Klub in den letzten Wochen merklich zugenommen hat. «Ich nehme mir dafür gerne Zeit, kann es mir als Unternehmer auch eher erlauben.» Fuchs ist erst seit September im Amt – und erlebt gleich einen solchen Höhepunkt. «Ich habe diesen Knaller natürlich nicht geplant», meint der Pfäffiker.

Damit der «Knaller» auch über die Bühne gehen kann, muss im Chrummen noch einiges verändert werden. Kurz nach der Auslosung standen bereits die Sicherheitsdelegierten von Verband, YB und der Kapo vor der Tür, um gemeinsam ein Sicherheitskonzept auszuarbeiten. «Wir stellen Infrastruktur für 4000 Leute bereit!»

Vorverkauf läuft gut

Bereits wurden im Vorverkauf an die 2000 Tickets abgesetzt. Die Fans kommen in den Genuss von zwei zusätzlichen Tribünen, auf der Ostseite entsteht der YB-Sektor mit eigenem, abgetrenntem Eingang. «Hinzu kommen zusätzliche Toiletten und Verpflegungsstände sowie Bauten für die Medien.» Rund 30 Journalisten aus Print und Radio sowie SF und Tele Züri sind vor Ort.

Urplötzlich im Zentrum des Interesses steht Freienbach-Trainer Jakob Turgut. Was ein solcher Cup-Match für einen Spieler bedeutet, weiss er aus eigener Erfahrung. «Als wir 1999 gegen GC spielten, stand ich selbst auf dem Platz!» Deshalb vermittelt Turgut seinen Mannen seit einigen Wochen, worum es am Sonntag geht. «Es soll ein unvergesslicher Tag werden!»

Mehr als ein Volksfest

Nur ein Volksfest soll der 1/16-Final zwischen dem 2.-Ligisten und dem Super-League-Verein aber nicht nur sein. «Klar versuchen wir, unsere Chancen auszunützen.» Konkret heisst dies: «Möglichst lange das 0:0 halten und auf Freistösse lauern.» Turgut glaubt an sein Team, welches mit schnellen Leuten gespickt ist.

Bezüglich der Frage nach dem Heimvorteil haben die beiden Freienbach-Verantworlichen eine ganz eigene Theorie. «Weil ein Grossteil von YB den Platz schon kennt, fühlen sie sich vielleicht ein wenig zu komfortabel und nehmen es ein paar Prozent zu locker.» Wer aber Trainer Christian Gross kennt, weiss, dass dies wohl eher nicht passieren wird. Einen unbestreitbaren Vorteil hat der FC Freienbach aber tatsächlich: Die Sportanlage Chrummen bietet derart gute Verhältnisse, dass sogar die YB-Chef etage ins Schwärmen kommt. «Eine solche Anlage in Bern wäre ein Traum. Ich beneide Freienbach wirklich darum und kämpfe, dass wir dies auch in der Hauptstadt bekommen», gesteht Benno E. Oertig. Und wer weiss – vielleicht kommts dank dem Cup-Spiel zu weiteren Synergien zwischen YB und Freienbach. Gemeinsamkeiten gibts ja eigentlich genug.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2011, 23:25 
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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2011, 23:26 
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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Oktober 2011, 09:08 
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14.10.2011

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«Die Berner etwas ärgern»

Fussball. Am Sonntagnachmittag blickt die Fussball-Schweiz nach Freienbach. Der Höfner Klub aus der 2. Liga interregional versucht im Schweizer Cup, dem BSC Young Boys ein Bein zu stellen. FCF-Trainer Jakob «Köbi» Turgut (33) freut sich auf den Match und sagt: «Wir haben nichts zu verlieren und hoffen auf eine grosse Kulisse.»

Interview: peter hasler
Warum sollen sich die Fussballfans aus der Region am Sonntagnachmittag auf dem Sportplatz Chrummen den Cup-Match ansehen?

Jakob Turgut: Einen Sechzehntelfinal im Schweizer Cup sieht man in Freienbach ja nicht alle Tage... Dazu kommt mit YB ein Gegner mit einem grossen Namen und einem grossen Trainer (lacht). Dann soll ja das Wetter auch noch gut sein.

Der FC Freienbach ist der krasse Aus­senseiter, was spricht dennoch für Ihre Mannschaft?

Wir haben nichts zu verlieren und dürfen mit grosser Freude und Selbst­vertrauen in den Match gehen. Wir wollen befreit aufspielen und den Super-League-Klub etwas ärgern. Zudem verfügen wir über eine ganz schnittige Offensivabteilung, damit wollen wir die Berner etwas reizen.

Sie träumen vom «Spiel der Spiele» – was sehen Sie?

Sehr viele Zuschauer auf dem Sportplatz

Chrummen

und meine coolen Jungs, die mit den Einlaufkids an der Hand neben den prominenten Profis aufs Spielfeld laufen.

Wenn Sie auf einen Sieg von Freienbach wetten würden, was wäre Ihr Wetteinsatz?

(Lacht). Nun, eine Glatze schneiden lassen kann ich mir ja nicht mehr.

Was könnte das Rezept gegen die Berner sein?

Wir werden den Fokus auf unsere Defensive richten, dabei wollen wir uns aber nicht zurückdrängen lassen. YB wird uns unter Druck setzen und pressen. Wenn wir im Ballbesitz sind, versuchen wir ruhig und konzentriert aufzubauen. Das Arbeitsgerät einfach wegzuhauen, das wollen wir vermeiden. Wir möchten mitspielen und wenn sich eine Torchance ergibt, diese dann auch packen. Wir haben im Sturm einige schnelle Leute, die auf eine Chance lauern. Und wenn wir möglichst lange keinen Gegentreffer erhalten, würde uns das natürlich den Rücken stärken.

Haben Sie die Young Boys einmal im Stadion gesehen?

Im Stadion nicht, aber im Fernsehen habe ich mir zwei Super-League-Spiele angesehen. Was ich da gesehen habe, werde ich meinen Spielern in den Trainings und der Teamsitzung erläutern.

Und was wäre das?

(Lacht). Alles werde ich jetzt in der Zeitung nicht erzählen. Nur so viel: Die Aussenverteidiger der Berner gehen gerne in den Angriff. Im Zentrum sind sie auf Kurzpässe fokussiert, um dann ganz schnell die Aussenpositionen zu lancieren. Alles in allem natürlich eine Supermannschaft.

Was werden Sie den Spielern in der Garderobe unmittelbar vor dem Kickoff noch mit auf den Weg geben?

Da lasse ich mir noch etwas einfallen. Ich arbeite gerne mit Bildern oder Sprüchen. Sicher werde ich den Jungs in diesen Tagen auch sagen, dass sie im Mittelpunkt stehen und eine grosse Aufmerksamkeit bekommen. Die Spieler, ja der ganze Verein, soll das auch geniessen. Der FC Freienbach darf sich der Fussball-Schweiz präsentieren. Ein grossar­tiges Erlebnis! Wir wollen von A bis Z eine «gute Falle» machen. Fair sein, nicht nur auf dem Feld, auch am Spielfeldrand. Es ist eine schöne Plattform, die der Klub bekommt. Wir wollen, dass unsere Fans einen tollen Match zu sehen bekommen.

In der Meisterschaft schiessen Ihre Spieler viele Tore, wer bucht denn gegen den Super-League-Klub?

Ernst, Greiler, Forrer – einer wird schon treffen (lacht).

Trainer der Berner ist Christian Gross – ein Trainervorbild für Sie?

Ja, sicher. Christian Gross durfte schon viele Erfolge feiern. Mir gefällt seine ruhige Art, und er hat Charisma. Gross ist eine authentische Person. Ich höre ihm auch in TV-Interviews immer gerne zu. Von seiner Arbeitsweise kann ich mir schon etwas abschauen.

Welche Berner Spieler machen Ihnen am meisten Sorgen?

Sorgen eigentlich nicht... Alle sind gut, sonst würden sie nicht in der Super League spielen. Sehr gut gefällt mir David Degen. Sein Wille und sein Kampfgeist beeindrucken mich. Im Sturm ist Emmanuel Mayuka ein stetiger Gefahrenherd. Er ist schnell und trickreich. Aber insgesamt ist es das Kollektiv, das die Gross-Elf so stark macht.

Wie läuft der Spieltag ab – vom Aufstehen bis zum Spielbeginn?

Am Sonntagmorgen schlendern wir gemeinsam nach Pfäffikon, wo wir dann auch das Mittagessen einnehmen. Danach spazieren wir zurück auf die Sportanlage. Alles ganz locker, easy. Ich werde mit den Spielern reden und versuchen, ihnen Vertrauen zu vermitteln. Ich werde meinen Jungs sagen, dass ein tolles Erlebnis auf sie wartet. Dass sie ohne Angst antreten können und dass YB viel mehr zu verlieren hat als wir. Sicher werden sie nervös sein, aber damit muss ein Spieler zurechtkommen.

Für welchen Klub in der Super League schlägt Ihr Herz?

(Lacht). Nichts gegen YB, doch der FC Zürich steht mir näher.

Sie arbeiten als Primarlehrer in Reichenburg – es kommt Ihnen wohl gelegen, dass gerade Ferien sind.

Das auf jeden Fall. Aber nicht nur wegen dem Cup-Match. Ich hatte zuletzt viel zu tun. Ich machte gerade mit Erfolg das Trainerdiplom (Turgut darf ausser in der Super League auf allen Stufen arbeiten; Red.). Zudem: Ich hatte einige Medientermine, dazu riefen Kollegen an und wollten auch noch ein Ticket für den Sonntagnachmittag (schmunzelt). Und für ein Trainingslager im Winter habe ich auch noch Zeit aufgewendet.

Mit was kann man Ihnen eine Freude machen?

(Überlegt). Vielleicht mit einer Einladung zu einem Wellness-Weekend?

Ihr Lebensmotto lautet?

Mache aus jedem Tag das Beste und stehe wieder auf, wenn Du einmal hingefallen bist.


Worum gehts?

Der in der 2. Liga interregional spielende FC Freienbach (auf Rang 5 in der Gruppe 6) hat das grosse Cup-Los gezogen. In den Sechzehntel­finals empfängt die Mannschaft von Trainer Jakob Turgut am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) den Super-League-Vertreter Young Boys.

Die Berner unter Startrainer Christian Gross sind auf dem Sportplatz Chrummen selbstredend der grosse Favorit, doch FCF-Trainer Turgut meint: «Wir wollen ohne Angst auftreten und unseren Fans ein tolles Fussballfest bieten. Wir freuen uns unglaublich auf den Match.»

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