Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. September 2010, 17:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12
Beiträge: 3258
Wohnort: Bern
BSC Young Boys - FC Thun

Bild vs. Bild

Stadion Wankdorf, Bern
Sonntag, 26. September 2010
Zeit: 16.00 Uhr

Bild


Webseiten FC Thun:
http://www.fcthun.ch
http://fly-agaric.net
http://www.redwhiteboys.ch
http://www.oschtblock.ch.tc
http://www.thunfans.ch
http://fly-dragon-thun.npage.ch
http://betasthun.npage.ch
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Thun

http://www.gnfs.ch

Forum FC Thun:
http://www.aebikurve.ch/forum

Fotos FC Thun:
http://fly-agaric.net
http://www.redwhiteboys.ch/?site=gallery&season=1011

Statistiken / Vergleiche vs. FC Thun:
http://www.football.ch/sfl/777836/de/team.aspx
http://www.football-lineups.com/team/FC_Thun
http://www.swissgrounds.ch/liga_swiss/CH_1.htm
http://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-thun
http://de.soccerway.com/matches/2010/09 ... hun/947301
http://www.stat-football.com/en/t/swi10.php?h2h=2011


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Freitag 24. September 2010, 14:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21
Beiträge: 3440
Wohnort: In der Brauerei
Vorschau YB - Thun

BSC Young Boys - FC Thun, Sonntag, 26. September 2010, 16:00 Uhr, Stade de Suisse, Bern. - Die Situation beim BSC Young Boys präsentiert zwei Tage vor dem Berner Derby gegen den FC Thun wie folgt:

Verletzte Spieler:
Emiliano Dudar (schwere Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch), Hassan Lingani (Schienbeinverletzung), Roman Bürki (Rückenbeschwerden).

Einsatz fraglich:
Scott Sutter (Fussprellung).

Gesperrter Spieler:
Thierry Doubaï (eine Spielsperre nach gelb-roter Karte in St. Gallen).

Resultat Hinspiel:
17.07.2010, Thun – YB 1:1, Tore: 1. Proschwitz 1:0; 94. Bienvenu 1:1.

Bitte mit ÖV anreisen:
Die Matchbesucher werden gebeten, den öffentlichen Verkehr zu benutzen. Rund um das Stadion stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung.

Vorverkauf:
Bis am Freitag Nachmittag wurden rund 20‘000 Tickets (inkl. 15‘200 Jahreskarten) verkauft.

Matchprogramm:
Das Matchprogramm kann als PDF-Datei heruntergeladen werden: MP YB - Thun
http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/file/MP/mp_20100926_yb-thun-web.pdf

Radio:
Radio Gelb-Schwarz (RGS) überträgt das Spiel live unter http://www.radiogelbschwarz.ch. Im Stadion ist der Kommentar von RGS für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.

U21-Heimspiel:
Die U21 des BSC Young Boys spielt morgen Samstag um 16:00 Uhr im Stadion Neufeld ihr 1.-Liga-Meisterschaftsspiel gegen den FC Fribourg.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 06:56 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 25.09.2010

Das Derby YB - Thun aus Sicht der Sportchefs

Alain Baumann und Andres Gerber spielten für YB und Thun - und erzählen vor dem Derby am Sonntag in Bern (16 Uhr).

«Derbys sind immer mit besonderen Emotionen und Erinnerungen verbunden, und deshalb freue ich mich sehr auf das Duell mit Thun am Sonntag. Als ich noch bei YB spielte, gab es in der Meisterschaft keine Derbys gegen den FC Thun, der in der 1.Liga war und später in der Nationalliga B. Zwischen 1999 und 2001 trat ich dann als Thun-Spieler viermal gegen die Young Boys an – die Bilanz ist mit einem Sieg und einem Unentschieden bei zwei Niederlagen knapp negativ. Brutal war für uns eine 2:8-Niederlage im alten Wankdorfstadion.

Mittlerweile hat sich eine gesunde Rivalität zwischen den zwei Berner Klubs entwickelt. Ich finde, dass der FC Thun heute wieder gut und solid arbeitet. Nach der Champions-League-Teilnahme vor fünf Jahren durchlebte der Verein eine schwierige Phase. Es zeigte sich, dass es als kleiner Klub heikel ist, mit Millioneneinnahmen und Begehrlichkeiten umzugehen. Doch nach dem Abstieg haben kluge und besonnene Leute wie Andres Gerber das Ruder übernommen, und heute hat der FC Thun wieder ein sympathisches Image. YB und Thun verstehen sich gut, es ist kein Hass vorhanden wie in anderen Derbys in Glasgow oder zwischen Schalke und Dortmund. Und für uns ist es schön, ist Thun wieder in der Super League, was mehr Zuschauer ins Stade de Suisse lockt. Ich hoffe auf 25000 Besucher am Sonntag.

Ich kenne Ändu schon sehr lange. Er stammt ja aus Belp, ich aus Schliern, doch ich bin halt einige Jahre älter, sodass wir bei den Junioren nie zusammenspielten. Kennen gelernt haben wir uns bei YB, und wir verstanden uns sofort sehr gut. Bis heute sind wir Kollegen geblieben. Ich schätze Ändus ruhige, freundliche Art. Ich glaube, wir sind ähnliche Typen. Ab und zu höre ich, dass Ändu und ich allenfalls zu lieb für das Fussballgeschäft seien. Ich halte dagegen: Man kann nett und korrekt sein und auch fair und ehrlich, dabei aber in der Sache bei Bedarf auch hart und konsequent.

Ich hätte früher niemals gedacht, dass Ändu nach seiner aktiven Karriere weiter im Fussball arbeitet. Er sagte immer, dass wäre nichts für ihn. Aber es ist halt schon so: Die Faszination des Fussballs lässt einen nicht mehr los. Sportchef oder früher Teammanager ist eine tolle Herausforderung für mich. Wahrscheinlich ist es bei YB wegen des Rummels stressiger als bei Thun, doch Ändu hat andere Probleme als ich und ebenfalls eine interessante Aufgabe.

Mit Ilja Kaenzig haben wir einen Chef bei den Young Boys, der viel von Fussball versteht. Er gibt uns allen Vertrauen, das schätze ich. Und ich bin, wie Ändu Gerber, ja keiner, der das Rampenlicht oder die Öffentlichkeit sucht. Aber klar ist auch: Als YB-Sportchef erscheint man automatisch regelmässig in den Medien.

Im Hinblick auf das Derby am Sonntag hoffe und glaube ich, dass wir den FC Thun am Sonntag mit einem Heimsieg überholen und in der Tabelle langsam nach oben vorrücken. Unser Ziel ist bekanntlich, endlich mal einen Titel zu gewinnen. Das aktuelle Team hat auf jeden Fall das Potenzial dazu, zumal es sich an die Europacup-Zusatzbelastung gewöhnen wird. Abgerechnet wird im Mai 2011 – und nicht Mitte September 2010.»

Alain Baumann (44) ist seit Januar 2008 YB-Sportchef. Zuvor war er von 2005 an Teammanager der Young Boys.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

«An die Derbys gegen YB habe ich natürlich schon ein paar Erinnerungen. Die einen sind positiv. Etwa wenn ich daran denke, wie ich 2004 zwei Tore für Thun erzielte, beim 3:1-Heimsieg. Andere sind negativ. In der Saison unseres Abstiegs vor drei Jahren waren wir meistens chancenlos. Vor allem, wenn wir in Bern spielten. Einmal lagen wir bereits zur Pause 0:4 im Rückstand. Thun gegen YB – darauf dürfen sich alle im Kanton Bern freuen, das ist kein Hassderby. Die Klubs haben ein freundschaftliches Verhältnis. Ich habe in meiner Karriere auch mit Lausanne und GC Derbys erlebt. In Zürich, da mag zwischen den Fans etwas mehr Zündstoff vorhanden sein. Als Spieler habe ich die Rivalität aber nie so extrem wahrgenommen, wie das in einigen Medien vor jedem Zürcher Derby dargestellt wird. Als Kind in Belp war ich YB-Fan. Später habe ich bei den Young Boys meinen ersten Profivertrag unterschrieben und sechs Saisons für YB gespielt. Unterdessen bin ich mit dem FC Thun aber viel stärker verbunden. Das ist ja klar, bei allem, was ich hier erlebt habe. Als ich in die erste Mannschaft von YB kam, war Alain Baumann bereits ein arrivierter Spieler. Er hat meinen Weg also fast von Beginn an verfolgt. Wir haben ein tolles Verhältnis und kennen uns auch privat sehr gut. Vor Jahren, als Alain noch in der Versicherungsbranche tätig war, habe ich bei ihm Verträge abgeschlossen. Einmal kaufte ich ihm sogar sein gebrauchtes Auto ab. Seit wir zurück sind in der Super League, haben wir noch mehr miteinander zu tun als zuvor. Unsere Ausgangslage ist aber verschieden. Alain steht viel mehr Geld zur Verfügung. Dafür muss er höhere Erwartungen erfüllen.

Alain und ich mögen uns auch deshalb, weil wir beide ehrlich und bodenständig sind. Natürlich gibt es im Fussballbusiness Typen, die immer versuchen, einen Vorteil für sich herauszuholen. Das stört mich nicht, ich will aber einfach ich selber bleiben. Ich habe bemerkt, dass einige Berater einen Bogen um mich machen, weil sie wissen, dass es bei mir nichts zu holen gibt. Ich weiss aber nicht, ob man mich mit meiner Art in jedem Klub so arbeiten liesse. Doch ich bin überzeugt, auch so erfolgreich zu sein. Als Profi konnte ich mir nicht vorstellen, später Trainer oder Sportchef zu werden. Vor eineinhalb Jahren hat es sich dann trotzdem ergeben. Einfach so. Der Klub suchte einen Nachfolger für Helmut Dapp. Ich war zu dieser Zeit verletzt und spürte, dass meine Zeit als Spieler zu Ende ging. Weil mein Vertrag noch ein Jahr lief, bot es sich an, dass ich die Funktion wechselte.

Zu Beginn musste ich jedoch Lehrgeld bezahlen. Plötzlich wurde Outlook zu meinem wichtigsten Arbeitsinstrument. Zuvor hatte ich kaum gewusst, wie dieses Programm funktioniert. Eine meiner ersten Aufgaben war es, die Spieler, die kurz zuvor meine Teamkollegen gewesen waren, von einem Lohnverzicht zu überzeugen, um Geld zu sparen. Unterdessen hat sich mein Tagesablauf normalisiert. Zurzeit läuft es ruhig. Ich kann auch mal zu Hause arbeiten. Das schätze ich – und meine Familie auch. Gerade jetzt, im Dezember, werde ich zum zweiten Mal Vater.»

Andres Gerber (37) ist seit Juni 2009 Sportchef des FC Thun.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Das-Derby-YB--Thun-aus-Sicht-der-Sportchefs-/story/29458258

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 06:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 25.09.2010

Im Fussball-Derby ist YB Favorit

Im Derby gegen Thun ist YB favorisiert – doch die Torproduktion der Young Boys lässt in dieser Saison noch zu wünschen übrig.

Im Sommer 2002 stieg der FC Thun in die damalige NLA auf, seither traf YB in der obersten Spielklasse in 24 Partien auf die Oberländer. Die Bilanz der favorisierten Stadtberner ist sehr gut: 12 Siege, 8 Unentschieden, 4 Niederlagen, 42:26 Tore. Sogar glänzend ist sie in Partien in Bern, wo YB in 12 Duellen achtmal siegte und bloss einmal verlor – am 14.April 2005 setzte sich Thun im Neufeldstadion nach rascher 2:0- und zwischenzeitlicher 4:0-Führung schliesslich 4:2 durch. Mario Raimondi, heute bei YB, erzielte einen Treffer für die Thuner, die am Ende der Saison Zweite wurden und sich kurz darauf für die Champions League qualifizierten.

YB seit 13 Derbys schadlos

Fünfeinhalb Jahre aber sind eine lange Zeit, insbesondere im Fussball, und so darf man YB im morgigen Derby als Goliath bezeichnen – der David aus Thun war nach seinem Sternenliga-Abenteuer zwischenzeitlich in gröbsten Turbulenzen, kehrte aber in diesem Sommer nach zwei Saisons in die Super League zurück – und ist nach einem Viertel der Saison einen Rang vor YB klassiert. «Thun ist ein unangenehmer Gegner», sagt Vladimir Petkovic, aber auch der Trainer weiss, was man von den Young Boys am Sonntag erwartet: «Natürlich wollen und müssen wir ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger gewinnen.»

Das letzte Berner Derby in der Super League übrigens gewannen die Young Boys im April 2008 gleich 4:0 in Thun (Tore: zweimal Hakan Yakin, Thomas Häberli und Raimondi) – und der erwähnte 4:2-Erfolg im April 2005 war tatsächlich der letzte Sieg der Thuner. Seither blieben sie in allen 13 Begegnungen gegen YB sieglos (sieben Unentschieden, sechs Niederlagen, 7:23 Tore!). YB-Trainer Petkovic hat erst einen Ernstkampf gegen Thun bestritten (1:1 zum Saisonstart), und auch die meisten Akteure der Young Boys waren im Frühling 2008 noch nicht dabei, als der Kantonsrivale abstieg.

Mayuka bester Torschütze

Einer der zahlreichen jungen, begabten und neuen Akteure bei YB ist Emmanuel Mayuka. Der erst 19-jährige Angreifer wurde im Sommer von Maccabi Tel Aviv verpflichtet und soll behutsam als Nachfolger Seydou Doumbias aufgebaut werden. 50 Tore hatte Doumbia ja in den letzten zwei Saisons erzielt, seine Effizienz wird vermisst, und deshalb ist es keine Überraschung, dass die Berner in den ersten neun Partien bloss 10 Treffer erzielt haben – vor Jahresfrist waren es zum gleichen Zeitpunkt 20! «Die 30 Tore, die Doumbia letzte Saison geschossen hat, wollen wir auf mehrere Spieler verteilen», sagt Trainer Petkovic. Auf ziemlich bescheidenem Niveau ist das YB bisher gelungen – keiner hat mehr als 3 Treffer erzielt, und der beste Torschütze ist Emmanuel Mayuka. In nur vier Einsätzen und insgesamt bloss 223 Spielminuten hat der Sambier 3 Tore erzielt. Zuletzt war er am Mittwoch beim 2:1-Sieg in St.Gallen Doppeltorschütze, und es ist anzunehmen, dass sich der trickreiche und agile, clevere und torgefährliche Mayuka vorerst einen Stammplatz erkämpft hat.

Im Schnitt trifft Mayuka bisher alle 56 Ligaminuten, damit übersteigt er sogar die fantastischen Doumbia-Dimensionen. «Aber man sollte von ihm jetzt nicht erwarten, dass er in jeder Partie ein Tor erzielt», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig. «Junge Fussballer brauchen Zeit, und die geben wir Mayuka.» Immerhin hat sich der neue Spektakelmacher in kurzer Zeit vom unbekannten afrikanischen Reservisten, der aus einer ausländischen Liga verpflichtet wurde, zum Hoffnungsträger entwickelt – genau wie Doumbia 2008.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Im-FussballDerby-ist-YB-Favorit/story/27851206

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 07:23 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 25.09.2010

Die Rückkehr eines Ungeliebten

Am Sonntag spielt Thuns Verteidiger Marc Schneider in Bern gegen YB. Er kehrt ins Stade de Suisse zurück, wo er nie glücklich wurde.

Marc Schneider war der einzige Spieler aus der Super League, den der FC Thun nach dem Aufstieg verpflichtete. Ansonsten konnten die Oberländer nur Spieler aus der Challenge League holen. Mit Schneider sollte ein bisschen Erfahrung, «ein bisschen Super League» ins Team von Murat Yakin kommen. Thun holte den Verteidiger aber auch, um der Defensive die nötige Stabilität zu verleihen.

Ein Schritt, der in Bern belächelt wurde. Denn Schneiders letztes Engagement bei Thuns sonntäglichem Gegner stand unter einem schlechten Stern. Schneider und YB – das passte überhaupt nicht zusammen. Der Blondschopf wurde von YB im Sommer 2008 verpflichtet. Trainer war damals Martin Andermatt, der Schneider unbedingt haben wollte. Er sollte eine «einheimische» Integrationsfigur werden. Mit sechs Jahren FC Zürich, zwei Meistertiteln und einem Cupsieg im Rucksack.

Schneiders Selbstkritik

Doch YB verzeichnete einen miserablen Start in die Saison, und auch Schneider sah in den ersten Spielen alles andere als gut aus, konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Dann passierte das, was für einen Fussballer wohl unter der Rubrik «dumm gelaufen» abgelegt werden muss. Andermatt wurde gefeuert, der neue Trainer Vladimir Petkovic spielte mit der Dreierkette, einem Defensiv-System, das nicht den Qualitäten von Schneider entspricht. Und Petkovic machte auch kein Geheimnis daraus, dass er nicht auf Schneider setzte. Bereist nach einem halben Jahr hörte der Verteidiger dann zum ersten Mal, er könne sich einen neuen Verein suchen. Doch Schneider will die Schuld nicht den anderen in die Schuhe schieben und reflektiert durchaus selbstkritisch: «Ich habe in den ersten Spielen bei YB schlecht gespielt. Dann kam noch eine dumme Rote Karte dazu und schliesslich landete ich auf der Ersatzbank.»

Nach weiteren 18 unglücklichen Monaten in Bern entschloss sich Schneider, in Thun einen Dreijahresvertrag zu unterschreiben. Der mittlerweile 30-jährige Familienvater ist in Uetendorf aufgewachsen und wechselte nach seiner Juniorenzeit bei Lerchenfeld mit 15 Jahren zum FC Thun, wo er unter Hanspeter Latour mit dem jetzigen Sportchef Andres Gerber zusammenspielte. Gerber war es, der Schneider schliesslich wieder nach Thun holte: «Marc spielte bei YB unter seinem Wert. Ich wusste, dass er mehr kann, wenn er eine andere Rolle bekommt. Und für uns war es wichtig, einen erfahrenen Profi zu holen, der im Fussball schon Erfolg und Misserfolg erlebt hat.» Dazu brauchte Thun unbedingt Führungsspieler. Gerber: «Ob er eine Binde am Arm hat oder nicht, Marc Schneider ist sowieso ein Captain.»

Seit er wieder im Oberland spielt, gehört Schneider zur Stammformation. Und seine konstant guten Leistungen geben auch keinen Anlass, warum sich dies mittelfristig ändern sollte. Die Viererkette der Thuner ist stabil, nicht zuletzt dank Schneider. Und auch in der Vorwärtsbewegung stimmt das Rendement. Thun gehört zu den Super-League-Mannschaften, die über die Aussenpositionen am meisten Druck entwickeln können. Schneider ist regelmässig an der gegnerischen Cornerflagge anzutreffen, wo er mit seinem starken linken Fuss gute Flanken schlägt.

Für Thun ist der Transfer von Schneider ein Glücksfall. Aber auch umgekehrt. Denn als der Defensiv-Allrounder bei Thun den Vertrag unterschrieb, spielten die Oberländer in der Challenge League. Und es war damals keineswegs sicher, dass der Aufstieg Tatsache würde. Er entschied sich trotzdem für eine Rückkehr in die alte Heimat, seine familiäre und berufliche Zukunft im Hinterkopf. Dass er jetzt trotzdem wieder Wochenende für Wochenende in den Super-League-Stadien spielen kann, ist ein unverhofftes Zückerchen.

Die Rückkehr ins Stade de Suisse ist für ihn eine besondere Motivation. Und Marc Schneider möchte seinen ehemaligen Kritikern beweisen, dass er besser spielen kann, als er es im gelb-schwarzen Dress getan hat. «Wir freuen uns alle enorm auf das Spiel in Bern. Wir sind vor YB klassiert und wollen das auch nach dem Derby am Sonntag bleiben.»

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 07:33 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Sonntagblick, 26.09.2010

Flickflack-Verbot für YB-Mayuka!

YB-Trainer Petkovic will von Emmanuel Mayuka (19) Tore sehen und keine Zirkuseinlagen. Mit 5 Treffern in 2 Spielen hat der junge Sambier auch die Zweifel von YB-Boss Ilja Kaenzig zerstreut.

Was für ein Auftritt: Als Emmanuel Mayuka (19) am Mittwoch gegen St. Gallen zum 0:1 trifft, legt er einen vierfachen Flickflack mit anschliessendem Salto hin. «Ich habe das von meinen Brüdern gelernt», erklärt der Sambier. Hat er keine Angst, sich dabei zu verletzen? «Ach was, wir haben das als Kinder stundenlang auf der Strasse geübt», sagt er und grinst.

Es ist der Tag nach dem Auswärtssieg in St. Gallen. Auch den 2. YB-Treffer hat Mayuka erzielt und ist über Nacht zum Star geworden. Der Regionalsender TeleBärn filmt den YB-Stürmer am Nachmittag beim Spaziergang in der Berner Altstadt. Am Morgen hat ihn ein TV-Reporter aus Südafrika interviewt.

Erleichtert war am Mittwochabend YB-Trainer Vladimir Petkovic. Er ballte die Faust, als die drei Punkte gegen St. Gallen im Trockenen waren. Und verteilte Lob an seinen Doppel-Torschützen: «Er hat im Cupspiel gegen Spiez drei Tore erzielt und jetzt wieder zwei. Mayuka ist mehr als eine Alternative.»

Allerdings verlangt Petkovic von seinem jungen Stürmer Tore – keine Bodenakrobatik. Überschläge wird es vorderhand keine mehr zu sehen geben. Obwohl Mayuka heute gegen Thun wohl in der Startelf steht. Mayuka: «Der Trainer war nicht begeistert von meiner Zirkuseinlage. Er hat mich gebeten, darauf zu verzichten.»

Angetan vom neuen Stürmer ist YB-Boss Ilja Kaenzig: «Vielleicht ging in St. Gallen ein neuer Stern auf. Mayuka besitzt ein Riesen-Potenzial.» Diese Einschätzung erstaunt, denn Kaenzig hatte anfangs Bedenken, hielt Mayuka gar für untauglich. Heute sagt er: «Unglaublich, wie spritzig und vif Mayuka ist.»

Den Sambier freuen solche Komplimente: «Sie spornen mich an, mich jeden Tag weiter zu verbessern.» Von seinem Vater habe er gelernt, dass man «hart arbeiten muss, um etwas zu erreichen».

Aufgewachsen ist Mayuka mit sieben Brüdern und drei Schwestern. «Wir hatten nicht viel. Aber wir konnten Fussball spielen, viel mehr wollte ich gar nicht.»

Der 19-jährige Sambier kam in der Sommerpause von Maccabi Tel Aviv (25 Spiele/6 Tore), auf ausdrückliche Empfehlung von YB-Scout Stéphane Chapuisat. Rund 1,3 Millionen Franken liessen sich die Berner den Transfer kosten.

Für Furore hat Mayuka bereits als 16-Jähriger gesorgt, als er Stammspieler in Sambias U-20-Auswahl an der WM 2007 war. Im Fifa-Report des Turniers werden seine Schnelligkeit erwähnt und – wen wunderts – seine Beweglichkeit: Damals durfte Mayuka seine Treffer noch mit Überschlag und Salto feiern.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 08:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 11. Mai 2004, 22:33
Beiträge: 493
---------------------Wölfli--------------------
Nef------Affolter---------Jemal-----------Lulic
------Hochstrasser----Spycher---------------
Mayuka----------Costanzo--------------Degen
-----------------Bienvenu--------------------

BSC Young Boys - FC Thun 3 : 0

Tore:

YB: Costanzo, Mayuka, Bienvenu
FC Thun: -

Zuschauer: 22'400


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 12:26 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17
Beiträge: 367
yb - thun 2:0

yb: mayuka, rega
thun: -

wir kämpfen uns weiter nach vorne in der tabelle!

:fightwin:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 06:59 
Offline

Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29
Beiträge: 1036
ganz schwachi leischtig vom team. warum het yb immer wieder die rückschläg? chame de eigentlech nie zwöi oder drü spiel hinderenand souverän ufträte? liegts äch wieder einisch a dr mentale stärki?


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 19:54
Beiträge: 292
wo bleibt die leidenschaft???


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 30 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de