St. Galler Tagblatt, 26.09.2009
Abegglens Tage der Premieren FUSSBALL. Am Mittwoch feierte Nico Abegglen eine Premiere. In der Partie gegen Basel gehörte er erstmals in der Super League der Startformation des FC St.Gallen an. Auch heute (17.45 Uhr) gegen die Young Boys dürfte er von Anfang an spielen.
Markus Scherrer
Jeweils am Tag vor einem Spiel lädt St. Gallens Trainer Uli Forte zu einer Pressekonferenz ein, an der er unter anderem über den bevorstehenden Gegner und die aktuelle personelle Situation spricht, an die er aber stets auch einen Spieler mitzunehmen pflegt. Gestern, am Tag vor der Heimpartie gegen die Young Boys, durfte Nico Abegglen seinen Vorgesetzten begleiten. Für den 19jährigen Stürmer des FC St. Gallen sind es Tage der Premieren. Am Mittwoch gehörte er zum ersten Mal in der Super League der Startformation der Ostschweizer an.
Gestern durfte er erstmals vor einer Partie an einer Pressekonferenz teilnehmen. Forte sprach in diesem Zusammenhang von einem Début. Und heute dürfte Abegglen, der Schweizer U20-Nationalspieler, auch zum ersten Mal zu Hause in einer Meisterschaftspartie zu jenen elf Akteuren gehören, die gegen die Young Boys versuchen werden, das 0:4 vom Mittwoch in Basel vergessen zu machen.
Forte über Abegglens StärkenForte wollte sich zwar öffentlich noch nicht festlegen, ob Abegglen erneut von Beginn weg spielen wird. Doch wenn er sagt, der junge Stürmer habe «seine Sache in Basel gut gemacht», lässt dies den Schluss zu, dass er im Angriff nichts ändern wird. Dass er am Mittwoch den jungen Abegglen dem erfahrenen Moreno Merenda vorzog, kam überraschend. Auch wenn er in den Tagen vor der Partie laut darüber nachdachte, einen solchen Wechsel vorzunehmen. «Ich wollte mehr Speed reinbringen», sagt Forte.
Das sprach für Abegglen. Denn wenn sich der Trainer zu den Stärken des Stürmers äussern muss, sagt er unter anderem: «Er ist ein Akteur, der schnell ist und der über eine gute Technik verfügt.» Ausserdem sei er spielintelligent und ein grosses Versprechen für die Zukunft.
Für Abegglen selber war es ein «Supergefühl, in Basel von Beginn weg auflaufen zu können». Nur ein anderes Resultat hätte er sich bei seiner Premiere gewünscht. «Doch wir haben Geschenke verteilt.
Gegen Basel wird man dafür bestraft», sagt Abegglen. Es könnten Fortes Worte sein.
Bis Herbst 2002 bei StaadDer Ruf, eines der grossen Talente des FC St. Gallen zu sein, eilte Abegglen voraus, seit er im Herbst 2002 vom FC Staad ins U14-Team des Ostschweizer Traditionsclubs gewechselt hatte. Er habe danach jede Stufe im Nachwuchs durchlaufen, sagt er. Manchmal ging es schneller als geplant.
Als er noch mit der U18-Equipe die Meisterschaft hätte bestreiten können, wurde er bereits ins U21-Team integriert.
Auch die Trainer, die sich in der Vergangenheit in St. Gallen versuchen durften, sahen Abegglens Potenzial. Unter Rolf Fringer bestritt er ein Testspiel. Krassimir Balakov liess ihn mit der ersten Mannschaft trainieren.
Und Forte war es nun, der Abegglen erstmals in einer Super-League-Partie von Beginn weg einsetzte, nachdem er im Cup in Giubiasco in der Verlängerung das 2:1 erzielt hatte.
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