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| Autor: | Rino [ Montag 19. Juli 2004, 17:40 ] |
| Betreff des Beitrags: | YB droht Strafanzeige! |
Vier Super-League-Vereinen droht Strafanzeige Den vier Super-League-Vereinen FC Zürich, Young Boys, St. Gallen und Schaffhausen droht von der Sport-Toto-Gesellschaft (STG) eine Strafanzeige, da sie mit der österreichischen Firma "interwetten.com" einen Sponsoring-Vertrag haben. Dies ist gemäss der STG illegal. Wie der ehemalige St. Gallen- und GC-Trainer sowie FCB-CEO Roger Hegi, heute Präsident der STG, gegenüber dem Ostschweizer Radiosender "Top" sagte, habe man die Vereine mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass ausländische Glückspiel-Gesellschaften in der Schweiz keine Werbung machen dürfen. Dies sei ein Verstoss gegen das Lotterie-Gesetz. Bei den Spielern von Aufsteiger Schaffhausen prangte das Logo von "interwetten.com" sogar auf der Brust, da die österreichische Firma bei den Ostschweizern als Hauptsponsor auftritt. Daher sagte Hegi: "Wir müssen rechtlich auch gegen die Schaffhauser vorgehen." Sportjurist (und FCZ-Vizepräsident) Urs Scherrer stösst sich am Vorgehen der STG: "Die Toto-Gesellschaft hat einen Vertrag mit der Swiss Football League. Und nun geht sie gegen einzelne Mitglieder davon vor." Allerdings glaubt Scherrer, dass die betroffenen Klubs der vorerst nur angedrohten Strafanzeige gelassen entgegen sehen können. "Die Toto-Gesellschaft stützt sich offenbar auf das Lotterie-Gesetz aus dem Jahre 1923. Darin ist das angesprochene Verbot aber nicht explizit erwähnt. Der Interpretationsspielraum ist riesig. Es liegt nun an der Toto-Gesellschaft, die Rechstwidrigkeit zu belegen." Dass diese Art von Werbung illegal sein sollte, ist auch Markus Vogelsanger, der bei der V+F AG für Sportwerbung für die Vermarktung des FCZ und der Young Boys zuständig ist, nicht bekannt: "Beim Tennis-Turnier von Gstaad ist ´interwetten.com´ beispielsweise als Co-Sponsor aufgetreten, ohne dass dies beanstandet worden wäre." Zudem sei im Eishockey der österreichische Wett-Anbieter beim SC Bern und den ZSC Lions als Sponsor tätig. "Selbst auf dem nationalen Fussball-Markt ist ´interwetten.com´ kein neuer Name. Bei den Young Boys sind die Österreicher seit anderthalb Jahren mit Bandenwerbung präsent." Unbestätigten Gerüchten zufolge soll die STG sogar zwei Nationalliga-B-Vereinen im Eishockey die Erlaubnis gegeben haben, weiterhin für ´interwetten.com´ werben zu dürfen. "Es könnte sein, dass die Toto-Gesellschaft ihre Monopol-Stellung im Fussball zu verteidigen versucht, weil ´interwetten.com´ immer stärker in den Markt drängt", mutmasste deshalb Vogelsanger. (Quelle: Si) |
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| Autor: | Rino [ Mittwoch 21. Juli 2004, 16:48 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Wett-Streit in der Super-League - Jetzt redet interwetten.com ZÜRICH – Der Wett-Streit in der Super League geht weiter: Jetzt wehrt sich interwetten.com gegen die Vorwürfe der Sport-Toto-Gesellschaft. Die Vorgeschichte: Die Wiener Firma «interwetten.com» unterstützt in diesem Jahr verstärkt das Sponsoring im Schweizer Sport (Fussball, Eishockey, Tennis). Nach dem Start zur Super League am vergangenen Wochenende reagierte die Sport-Toto-Gesellschaft und drohte den von «interwetten.com» unterstützten Fussballclubs YB, Zürich, St. Gallen und Schaffhausen mit Strafanzeige. Die Werbeaktivitäten würden gegen das Lotterie-Gesetz verstossen. Nun wehrt sich der Sportwetteanbieter mit weltweit über 300'000 Kunden. In einer Pressemitteilung schreibt «interwetten.com», dass sie den betroffenen Klubs juristische Unterstützung gewähre. Wenn sich die Sport-Toto-Gesellschaft so strikt aufs Gesetz berufe, stelle sich die Frage, ob deren eigenes Produkt «sporttip» überhaupt dem geltenden Gesetz entspräche. «interwetten.com» beruft sich auf eine Pressemitteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements vom 19. Mai 2004: «Die Sport-Toto-Gesellschaft bietet ... auf dem Gebiet der ganzen Schweiz ... neuerdings die nach Ansicht des Bundesamtes für Justiz nicht gesetzeskonforme Buchmacherwette sporttip mit fixen Quoten an.» Rund um das Lotterie-Gesetz sind noch etliche Fragen ungeklärt. Selbst das Bundesamt für Justiz räumt ein, dass vieles nicht mehr mit den modernen Entwicklungen mitzuhalten vermag und zeitgemässe Antworten schwierig seien. interwetten.com stellt sich auf den Standpunkt, dass der Vorwurf des illegalen Verhaltens von YB, Zürich, St. Gallen und Schaffhausen auf wacklichen Beinen stehe. Viel mehr ziele das Vorgehen der Sport-Toto-Gesellschaft einzig darauf, das Monopol im Wettbereich zu festigen. |
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| Autor: | SS-Berna [ Donnerstag 22. Juli 2004, 11:19 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
die sollen sich in den arsch schauen.. gegenseitig.. lässt doch die mannschaften selber auswählen wer von wem gesponsort werden darf.. |
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| Autor: | shalako [ Samstag 24. Juli 2004, 10:59 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
24. Juli 2004, 02:18, Neue Zürcher Zeitung Apropos Wetten, dass . . . Die Fernsehsendung «Wetten, dass . . .?» macht Sommerpause. Aber auch ohne Thomas Gottschalk herrscht hierzulande in den Mannschaftssportarten Fussball und Eishockey Wettfieber. Ursache für grössere (Er-)Regungen hinter den Kulissen ist die verstärkte Präsenz des österreichischen Glücksspiel-Anbieters Interwetten. Die Firma, nach eigenen Angaben im Vorjahr mit 131 Millionen Euro Umsatz, verstärkt die werbliche Präsenz, unter anderem als Partner auf den Trikots der Fussballklubs Schaffhausen, St. Gallen, YB und FC Zürich. Der Auftritt der ausländischen Konkurrenz rief die Sport-Toto-Gesellschaft (STG) auf den Plan. Deren Exponenten betrachten das Vorgehen von Interwetten, via Sponsoring zum Beispiel mit Links auf Internet-Plattformen neue Kunden zu erschliessen, als illegal. Die STG argumentiert, nur sie selber, die Landeslotterie (heute Swisslos) und die Loterie Romande besässen in der Schweiz die Bewilligung für die Durchführung von Wetten und Lotterien. Wer dem Publikum die Teilnahme an gewerbsmässigen Wetten ausländischer Provenienz ermöglicht, der verstösst laut STG gegen ein 70 Jahre altes Gesetz. Das sieht als Sanktionen Busse, Haft und Pflicht zum Schadenersatz vor. Über die Interpretation der Satzungen gehen die juristischen Meinungen meilenweit auseinander. Sport-Toto-Direktor Roger Hegi hat die Rolle des Sheriffs übernommen. Der frühere Aufbauer und Fussball-Coach muss, Ironie des Schicksals, miterleben, wie just seine früheren Kollegen nach Österreich schielen. YB oder der FCZ schlossen mit Interwetten Dreijahresverträge ab. Der Nobelklub GC dagegen lehnte dessen Sponsoring- Offerte ab. Hegi hat auf Rasen wohl den sichereren Stand. Auf Glatteis bewegt er sich im Eishockey, obwohl dessen Ligaführung unter Franz Zölch stramm Solidarität mit der STG zeigt, die auf verschiedenen Kanälen pro Jahr über 80 Millionen Franken in den Schweizer Sport pumpt. Von dieser Summe fliessen weniger als eine Million ins Eishockey. Zölch versucht mit dem Versprechen die Gemüter zu besänftigen, Eishockey in den sporttip des Sport-Toto aufzunehmen, damit für die Eis-Zunft einen Mehrwert zu schaffen. Die Klubs wollen aber Bares auf den Tisch. Für einen Internet-Link bezahlte Interwetten im Vorjahr 25 000 bis 30 000 Franken. Neu halten die ZSC Lions, Kloten oder der SC Bern Abstand zum fremden Wettanbieter. Der Meister etwa hat Angst vor einem Musterprozess, den der Monopolist STG auf dem Buckel des populären SCB anstreben könnte. Trotzdem: Im Eishockey gärt es. Der im Marketing dribbelstarke Nationalliga-B-Verein Thurgau erfüllt heuer einen Zweijahresvertrag mit Interwetten vorbildlich. Toto-Direktor Hegi gab wegen «unklarer Informationslage» den Ostschweizern grünes Licht. Das Gstaader Tennisturnier nahm Interwetten auf die Stirnseite der Bandenwerbung am Centre Court, ohne dass Prozessdrohungen bekannt wurden. Gegen Weltmeister Roger Federer riskiert die STG im besten Fall ein X für ein Unentschieden. Jürg Vogel |
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