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espace.ch, 20.05.2008
YB versteigert Stade de Suisse
Einmal selber im Stade de Suisse Fussball spielen: Der BSC Young Boys versteigert auf eBay sein Stadion für einen Plauschmatch. Das höchste Angebot lag gestern Abend bei rund 1500 Franken. In vier Tagen läuft die Versteigerung aus.
Welcher Fussballfan träumt nicht davon, einmal selber in der Kabine zu sitzen, in der Hakan Yakin seine Schuhe schnürt? Oder nach der Partie unter derselben Dusche zu stehen wie die Weltmeisterkicker aus Italien?
Der BSC Young Boys und die Stade de Suisse AG machen diesen Traum möglich: Auf der Internet-Auktionsplattform eBay wird das Schweizer Nationalstadion seit letztem Donnerstagmorgen für einen Plauschmatch versteigert.
«Ein Stadion für alle»
Der Startpreis der Auktion lag bei 500 Franken. Gestern Abend betrug das höchste Gebot schon etwas mehr als 1500 Franken. YB-Medienchef Charles Beuret sagte gestern auf Anfrage, er rechne damit, dass es noch «deutlich höhere Gebote» geben werde. Normalerweise kostet die Rasenmiete 8000 Franken.
Bereits in der Vergangenheit konnten Firmen oder Verwaltungen das Stade de Suisse für einzelne Spiele mieten. «Mit dieser Auktion beschreiten wir nun aber einen neuen Weg», so Beuret. «Wir wollen zeigen, dass das Stadion wirklich allen offen steht.»
Die Austragung des Spiels ist zwischen dem 1.Juli und dem 31. Dezember angesetzt und erfolgt nach Rücksprache mit den Stadionbetreibern, wie es auf der eBay-Seite heisst.
«Plauschmatch»
Geld verdienen werde man mit dieser Aktion zwar nicht, sagt Beuret. Für Firmen sei das Angebot aber «sicherlich äusserst attraktiv». Für ein Unternehmen oder für eine Privatperson könne ein Spiel im Stade de Suisse eine «willkommene Gelegenheit sein, um Prestige und Ansehen zu erlangen».
Unterklassige Vereine können sich zwar – wie alle anderen – ebenfalls an der Versteigerung beteiligen. Den regionalen Fussballklubs empfiehlt Beuret aber, «lieber auf ihren eigene Plätzen zu spielen». Dort seien sie mit Sicherheit besser aufgehoben. Aus diesem Grund habe man die Aktion klar als «Plauschmatch» deklariert.
Wie bei früheren Versteigerungen, etwa als Anfang dieser Rückrunde das Trikot von Hakan Yakin auf eBay für 500 Franken veräussert wurde, fliesst der Reinerlös in die Kasse der YB-Nachwuchsabteilung.
Geringe Unkosten
Wegen des Kunstrasens seien die Unkosten, die für YB und die Stadionbetreiberin bei der Vermietung des Stadions entstehen, «nicht sehr hoch», sagt Beuret.
Jedenfalls vermochten selbst (politische) Schwergewichte wie Toni Brunner oder Toni Bortoluzzi vom FC Nationalrat dem synthetischen Rasen nichts anzuhaben, als sie vor kurzem darauf spielten.
_________________ For Ever
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