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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 10:14 |
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September 2016  Zitat: Neue Ziele für YB
Die Wahrheit schmerzt YB will sich künftig nicht mehr mit dem FC Basel messen. Der Entscheid und dessen direkte Kommunikation tun weh. Vernünftig ist er alleweil.
Ein Kommentar von Silvan Kämpfen
Sein erstes Interview als YB-Verwaltungsrat gab Urs Siegenthaler mit der Muttenzerkurve im Hintergrund. In breitem Baseldeutsch erklärte er, dass er nur vier Mal pro Jahr in Bern sei und dass es «natürlich völlig unrealistisch» gewesen sei, den FC Basel angreifen zu wollen. Eine skurrile Szenerie und ein Schlag ins Gesicht für jeden YB-Anhänger. Kein Fan will so jemanden in seinem Verein haben. Die Wut, ja der Hass, all die «Hou ab!»-Plakate, sie waren mehr als verständlich. Der YB-Beirat forderte die sofortige Absetzung Siegenthalers, der nicht mehr tragbar sei. Der DFB-Scout kommt dem zuvor und tritt zurück.
So verständlich der Unmut über Siegenthalers Person ist, so verständlich ist aber eben auch der neuerliche Strategie-Wechsel des BSC YB.
"Der selbst proklamierte Angriff auf Basel war und ist nichts anderes als herausgeschmissenes Geld".
Regelmässig hat sich die Berner Führungsetage in den letzten Jahren mit Kampfansagen an den FCB hervorgetan. Und es gab auch Zeiten, da war man sehr nah dran. Die Finalissimas von 2008 und 2010 sind noch jedem präsent. Sie verblenden aber auch die Wahrheit über den Rückstand, welchen YB seitdem jeweils am Saisonende auf den Klub vom Rheinknie aufwies: 16 Punkte, 23 Punkte, 29 Punkte, 13 Punkte, 12 Punkte, 14 Punkte. Das sind Welten. Aus dem YB-Umfeld hiess es bis zuletzt, man befinde sich auf einem guten Weg. Das mag für die Grundstimmung in und um den Verein zutreffen, für die Identifikation mit dieser wirklich tollen Mannschaft – zusammengesetzt aus erfahrenen, starken Persönlichkeiten wie Guillaume Hoarau und einem unvergleichlichen Reservoir an Talenten. Die bittere, nüchterne Wahrheit lautet jedoch: Der selbst proklamierte Angriff auf Basel war und ist nichts anderes als herausgeschmissenes Geld.
Denn auch wenn YB den bisherigen Weg konsequent weiterginge und auch wenn der FC Basel nun einmal eine Schwächephase einziehen würde: Es ist in absehbarer Zeit schlicht nicht möglich, während einer gesamten Saison mit Rotblau mitzuhalten. Zu gross ist die finanzielle Kluft in den letzten Jahren geworden. Das liegt primär nicht daran, dass man beim FCB – wie immer wieder hervorgehoben wird – «gute Arbeit geleistet» wird und im Rest der Liga angeblich nicht. Grund ist viel eher der alljährliche Geldsegen der UEFA – seit der letzten Finalissima spielte der FCB fünf Mal in der Champions League –, der letztlich dazu führt, dass Basel immer weiter davonzieht und national eigentlich gar nichts mehr falsch machen kann. Ebenso unrealistisch wie Meister zu werden, ist es für Gelb-Schwarz, an die Honigtöpfe der Champions League heranzukommen. Erst recht nach der neuerlichen Reform der UEFA. Und so hätten die Rihs-Brüder immer weiter Millionen in den Klub hineingepumpt, ohne dass dabei jemals ein nennenswerter Ertrag herausgeschaut hätte.
Warum aber kommt diese Erkenntnis, diese Kapitulation der Investoren erst jetzt? Wahrscheinlich hat die beiden Unternehmer und Velo-Fans einfach nie jemand richtig aufgeklärt über die Aussichtslosigkeit ihres Vorhabens. Die YB-Angestellten – von den teuren Spielern über den Sportchef bis zum Trainer – haben ja auch keinerlei Interesse daran, an ihrem eigenen Ast zu sägen. Ihre Jobs sind letztlich davon abhängig, dass die Rihs-Brüder weiter investieren – im Irrglauben, dass irgendwann auch wieder etwas reinkommt. Wahrscheinlich hat man sie immer wieder vertröstet. Zur optimistischen Saisonvorschau wies man auf die letzte Rückrunde hin, wo YB mit dem bereits davongezogenen FCB auf Augenhöhe spielte. Und man sprach wohl auch wieder von der Chance zur Champions-League-Qualifikation. Das Ergebnis: 9 Punkte Rückstand nach 7 Runden und zwei klare Niederlagen gegen Mönchengladbach.
"Nur weil Siegenthaler Basler ist, hat er eben nicht weniger Recht, wenn er den Rihs-Brüdern dieselbe schmerzhafte Botschaft verkündet wie am Dienstag im SRF: vergesst den Meistertitel, vergesst die Champions League."
Vermutlich trauten die Investoren den anhaltenden Erfolgsversprechen nicht mehr. Sie holten mit Urs Siegenthaler einen externen Berater an Bord, der zwar im menschlichen und kommunikativen Bereich erhebliche Defizite aufzuweisen scheint – auch wir von ZWÖLF haben mit ihm unsere Erfahrungen gemacht –, aber dessen Fussballsachverstand kaum von der Hand zu weisen ist. Nur weil Siegenthaler Basler ist, hat er eben nicht weniger Recht, wenn er den Rihs-Brüdern dieselbe schmerzhafte Botschaft verkündet wie am Dienstag bei SRF: vergesst den Meistertitel, vergesst die Champions League.
Natürlich ist dieser grosse Einschnitt aus Fansicht überhaupt nicht verständlich. Man will ja schliesslich etwas gewinnen oder zumindest davon träumen dürfen. Darum geht es im Fussball. Und für die Attraktivität der Liga ist das Zurückbuchstabieren der Berner erst recht eine Katastrophe. Vielleicht hätte YB den Kurswechsel auch nicht so offensiv kommunizieren sollen. Aus Investorensicht aber macht er Sinn. Die Kosten des hochdotierten Kaders stehen letztlich in keinem Verhältnis zum Ertrag, und das wird auch nie der Fall sein. Natürlich gibt es da Präsidenten – Ancillo Canepa oder Christian Constantin zum Beispiel –, denen dies weniger zu denken gäbe. Sie sind auch mehr Fans als Investoren. Die emotionale Komponente steht bei ihnen zuoberst, auch wenn dies seinen Preis hat. Die Rihs-Brüder dagegen dürften sich stärker von rationalen Argumenten leiten lassen und von der Frage, ob die Rechnung am Ende aufgeht.
Das tut sie bei weitem nicht, und so gesehen hat der Entscheid, den FCB einfach ziehen zu lassen, eben seine Logik. Ebenso Sinn macht es, weiter auf den Nachwuchs zu bauen. YB hat die besten Junioren des Landes und baut mit Abstand die meisten Jungen in die erste Mannschaft ein. Es kommt nicht von ungefähr, dass die grössten Talente nach Bern wechseln. Das garantiert auch für die Zukunft valable Transfereinnahmen. Sportlich muss YB in dieser Liga auch mit einem substanziell kleineren Budget den Anspruch haben, die Europacup-Plätze zu belegen und vielleicht auch einmal den Cup zu gewinnen. Am Ende der Saison beträgt der Rückstand auf den FCB dann nicht mehr 14 Punkte, sondern 25. Aber so drauf an kommt das ja eigentlich nicht mehr. Diese Wahrheit schmerzt auch den neutralen Fussballfan. http://www.zwoelf.ch/neue-ziele-fuer-yb/
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 10:24 |
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16.09.2016  Zitat: YB und eine Chronologie der Entlassungen
In den letzten 8 Jahren war es selten ruhig um die Berner Young Boys. Eine Chronologie der wichtigsten Personalentscheidungen.
Andy und Hansueli Rihs sind seit 2008 Mehrheitsaktionäre bei den Berner Young Boys. In diesen acht Jahren wurden schon viele Trainer, Sportchefs und CEOs installiert und wieder entlassen.
Den negativen Höhepunkt erlebte der Klub aber diese Woche, als er mit Sportchef Fredy Bickel, CEO Alain Kappeler und Verwaltungsratsmitglied Urs Siegenthaler den Abgang von gleich drei wichtigen Figuren kommunizieren musste. Eine Chronologie:
- Juli 2008: Trainer Martin Andermatt muss nach einem Punkt aus den ersten drei Saisonspielen gehen - August 2010: CEO Stefan Niedermaier wird nach einem kolportierten Machtkampf mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Benno Oertig, der die «Phase 3» ausruft, entlassen - Januar 2011: Mit Sportchef Alain Baumann muss eine Ikone bei den Young Boys den Platz räumen - Mai 2011: Nach drei Jahren ist die Zeit von Coach Vladimir Petkovic abgelaufen - April 2012: Nach weniger als einer Saison trennt sich YB von Trainer Christian Gross - Juli 2012: Benno Oertig legt sein Amt als VR-Präsident nieder, es ist zugleich das Ende der teuren Vorwärtsstrategie «Phase 3» - Oktober 2012: Ilja Känzig muss nach zwei Jahren in Bern als CEO zurücktreten - April 2013: Mit Martin Rueda kann sich auch Gross' Nachfolger nicht mal ein Jahr im Amt halten - August 2015: Coach Uli Forte muss den Klub kurz nach Saisonstart verlassen - September 2016: Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler fallen dem Sparkurs zum Opfer und müssen am selben Tag gehen - September 2016: Urs Siegenthaler, erst ein halbes Jahr zuvor für «sportliche Belange» in den YB-Verwaltungsrat geholt, räumt nach einem Eklat das Feld http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... tlassungen
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 12:35 |
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18.09.2016  Zitat: In Trümmer gelegt
Wie Verwaltungsrat Siegenthaler dem Sportchef Bickel eine lautstarke Lektion erteilte, ihn hinterging und am Ende bei YB selber gehen musste
Bern «Hou ab», stand auf den Transparenten in der Fankurve. Hau ab, Siegenthaler, war die Botschaft an diesem Donnerstagabend, als die Berner Volksseele während des Europa-League-Spiels gegen Olympiakos Piräus kochte. Urs Siegenthaler war nicht da.
Am Freitag ist er in Bern. Der Verwaltungsrat um YB-Besitzer Andy Rihs trifft sich zur Krisen- sitzung. Irgendwann sieht Siegen-thaler ein, dass es für ihn nur eines geben kann: den Rücktritt. Wegen der Umstände sei «eine Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden», lässt er sich per Communiqué vernehmen. Er rollt im Mercedes aus der Stadiongarage und entschwindet.
Es ist das Ende eines sechs- monatigen Missverständnisses mit Siegenthaler. Und das Ende einer Woche, die genügt hat, um das Ansehen eines Clubs mit stolzer Geschichte in Trümmer zu legen.
Auslöser ist das Mail von YB am Dienstag um 10.35 Uhr, in dem es heisst: «BSC YB passt seine Organisationsstruktur an.» Was nüchtern tönt, wird zum Sprengsatz: Die operative Führung wird ersetzt, Alain Kappeler als CEO und Fredy Bickel als Sportchef.
«Im gegenseitigen Einvernehmen», heisst es. Was für ein läppischer Versuch, die Realitäten zu vernebeln. Kappeler wäre gerne geblieben, aber angesichts der Vorgänge im Verein fühlte er sich offensichtlich nicht mehr wohl. Er reagierte mit seinem Rücktritt, und das schon in der Vorwoche. Bickel wiederum dachte nie ans Auf- geben, zu sehr hing er an YB. Er musste gehen – nicht zuletzt auf Betreiben von Siegenthaler.
Kappelers Abgang verkam in der Öffentlichkeit zur Randnotiz. Es war vielmehr Bickels Ende, das die tumultuösen Stunden auslöste.
Der Löw-Vertraute wurde wie ein Messias begrüsst
Hintergrund der Ereignisse ist die Absicht von Andy und Hansueli Rihs, den Besitzern von Verein und Stade de Suisse, das Defizit zu senken. Das ist noch nichts Unredliches, auch nicht für Milliardäre, aber sie sind gelangweilt, Jahr für Jahr Millionen einschiessen zu müssen und dem FC Basel trotzdem weiter hinterherzuhinken. Darum haben sie Urs Siegenthaler als Verwaltungsrat zugezogen, um den Betrieb zu durchleuchten und eine Analyse für eine Neuausrichtung zu erstellen.
Siegenthaler, der Vertraute und Einflüsterer von Weltmeister- trainer Joachim Löw, sollte endlich für die Sportkompetenz stehen, die dem Verwaltungsrat stets gefehlt hat. Es gab Leute im Verein, die ihn als Messias begrüssten und sich von ihm viel erwarteten, auch ein Coaching von Sportchef Bickel.
In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» im Juni 2010 sagte Siegenthaler: «Fussball besteht aus Angst, aus Harmonie, aus einer Einheit, aus fliessendem Wasser. Wenn man das nicht sieht, wenn man das nicht spürt, helfen alle taktischen Lektionen nichts.» Es lässt sich leicht vorstellen, dass er die Berner Vorstände mit ähnlich schwülstigen Reden für sich einzunehmen versuchte.
Ansonsten wurde der Ton mit der Zeit rauer. Ein paar Wochen ist es erst her, seit Siegenthaler im Eleven, dem Restaurant im Stade de Suisse, Bickel so laut eine Lektion erteilte, dass das auch Unbeteiligte an Nebentischen hören konnten. Sie ging ungefähr so: «Hör mir zu! Du kannst von mir noch viel lernen! Behandle die Spieler wie Spieler, nicht wie Menschen! Sie müssen Angst haben, wenn du in die Kabine kommst, und zittern, wenn sie zu dir ins Büro kommen.»
Wenigstens redete Siegenthaler in diesem Moment einmal mit Bickel, er hielt das sonst nicht für nötig. Lieber redete er mit anderen über Bickel, etwa mit Talentmanager Christoph Spycher oder Chefscout Stéphane Chapuisat.
Bickel war für Rihs der «beste Sportchef der Schweiz»
Bickel war auf den 1. Januar 2013 nach Bern zurückgekehrt nach einem lauten Ende seiner erfolgreichen Zeit beim FC Zürich. YB überwies für ihn gar eine Entschädigung. In Bern pflegte Bickel die Wohlfühloase weiter, die über die Jahre entstanden war. Er konnte die Entlassung von Martin Rueda durchsetzen, die Einstellung von Uli Forte, die Entlassung von Forte, die Einstellung von Adi Hütter. Er konnte Transfers durchsetzen, die ein paar Millionen kosteten wie von Milan Vilotic, Miralem Sulejmani und Loris Benito, als Andy Rihs noch in Spendierlaune war, den Angriff auf Basel im Mai 2015 zum Ziel erklärte und Bickel als «besten Sportchef der Schweiz» bezeichnete.
Im Januar wurde Bickels Vertrag unbefristet verlängert. Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger sagte, sie seien mit seiner Arbeit «sehr zufrieden».
Dann kam Siegenthaler. Und mit ihm änderte alles.
Siegenthaler gelang es, die Zweifel an Bickel zu nähren, die es in der Führung trotz öffentlicher Lobhudeleien schon bei der Vertragsverlängerung gegeben hatte. Natürlich lassen sich sportliche Gründe für die Kritik an Bickels Arbeit finden: dass der versprochene Titel ausgeblieben ist; dass YB vom Januar 2013 bis zu diesem Sommer 59 Punkte auf Basel verlor und auch jetzt schon neun Punkte zurückliegt; dass er Spielern wie Lecjaks und Rochat die Verträge ohne Not verlängerte.
Im Endeffekt wird ihm nun vorgehalten, die finanziellen Vorgaben nicht erfüllt und keine millionenschweren Transferüberschüsse erwirtschaftet zu haben. Mag zutreffen, aber Bickel konnte wichtige Verträge nicht allein unterschreiben. Dafür brauchte es immer auch die Zustimmung und Unterschrift des Verwaltungsrates um Kienberger, den verlängerten Arm der Rihs-Brüder. Zudem gibt es mit Barbara Hayoz im VR eine Verantwortliche für die Finanzen.
«Siegenthaler, du bisch so fausch wie dini Haar!»
Am Dienstag streitet Siegenthaler gegenüber dem «Tages-Anzeiger» ab, dass es je einen Machtkampf mit Bickel gegeben habe. Im Schweizer Fernsehen hält er fest: «Man hat vor Jahren schon mal nach den Sternen gegriffen, sprich: Basel angegriffen. Was natürlich völlig unrealistisch ist.» Als er das im Basler Dialekt erklärt, sitzt er beim Champions-League-Spiel vor der Muttenzer Kurve im Stadion des FCB , für den er so gerne tätig wäre und bei dem er dennoch nicht willkommen ist.
Am Mittwoch versucht Peter Marthaler als Verwaltungsrat die Vorgänge und die Art der Kommunikation zu erklären: «Hintendrein weiss jeder besser, wie man es besser anders gemacht hätte.» Er tut es in einem schnippischen Ton, der YB gar nicht gut ansteht.
Der Zorn der Fans entlädt sich am Donnerstag während des Spiels gegen Olympiakos. Auf einem Spruchband heisst es zum Beispiel: «Siegenthaler, du bisch so fausch wie dini Haar!» Der rund zwanzigköpfige Beirat von YB, bestehend aus Sponsoren (Visana), Vertretern der Wirtschaft (Migros), Politikern oder Kulturschaffenden, fordert Konsequenzen von der Rihs-Führung. Das kann nur eines heissen: Siegenthaler muss weg.
Der bekennende Toupetträger zieht anderntags die Konsequenzen und geht, weil er spüren muss, dass er sonst dazu gezwungen würde. Bei TeleBärn behauptet Kienberger: «Es ist verständlich, dass er zum eigenen Schutz den Rücktritt erklärte. Er hat den Schritt von sich aus gemacht – im Interesse von YB, aber auch von sich selbst.»
Morgen Auftritt der Rihs-Brüder – und weitere Umstürze?
Kienberger wird an einem Pressetermin gefragt: Kommt Bickel zurück? «Ich sage es ausdrücklich: Der Entscheid, die Entlassung, ist gemeinsam gefällt worden. Und auf diesen Entscheid werden wir nicht zurückkommen.» Eigentlich sollte Paul Meier, ein Nachwuchstrainer beim Schweizer Verband, neuer Sportlicher Leiter werden. Er war Siegenthalers Wahl. Aber was jetzt? «Es ist eine ganz neue Ausgangslage, die wir analysieren müssen», sagt Kienberger.
Am Samstag wünscht sich die «Berner Zeitung» Christoph Spycher als Nachfolger Bickels. Siegenthaler schweigt, Bickel ebenso. Heute spielt YB im Cup in Bazenheid. Morgen reden die Brüder Rihs öffentlich. Ihre Emotionalität ist bekannt. Darum darf man nichts ausschliessen, auch weitere Umstürze in der Führung nicht. http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_1 ... legt-73499
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 19:40 |
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18.09.2016  Zitat: «So kann man keinen Erfolg haben»
YB-Legende Lunde entsetzt über Berner Chaostage
YB-Legende Lars Lunde ist nicht nur entsetzt über die Berner Chaostage. Er hat auch eine Idee, wie es mit YB weitergehen kann.
Das Bild, das YB in den letzten Tagen abgegeben hat, sei miserabel gewesen, sagt Lars Lunde (52), der heutige Trainer des Berner Drittligisten Weissenstein.
«Dieses Chaos haben die tollen Berner Fans nicht verdient», sagt Lunde. Er versteht auch nicht, weshalb es eine YB-Sportkommission brauche, in welcher Leute sitzen, die keine Fussballfachleute sind. Wie etwa Präsident Werner Müller.
Lunde: «Nur so ist es zu erklären, dass man auf einen wie Urs Siegenthaler kommen kann. Der hatte in der Schweiz doch nie Erfolg. Und er ist Basler. Das geht doch nicht!»
Es sei typisch, dass mit Verwaltungsrat Richard Gostony einer Siegenthaler portiert habe, der wenig Ahnung vom Fussball hat. «So kann man keinen Erfolg haben.»
Der Däne bedauert die Entlassung von Fredy Bickel. «Das ist ein Guter! Aber vielleicht war Fredy zu wenig hart. Er hätte zum Beispiel den Vertrag mit Scott Sutter nicht verlängern dürfen oder hätte Jan Lecjaks längst verkaufen müssen.»
Und wie weiter? «Mit Bickel, der nun nicht mehr da ist, Chefscout Stéphane Chapuisat und Talentmanager Christoph Spycher verfügt YB über unglaublichen Fussball-Sachverstand. Das gilt es zu nutzen. Es braucht nun eine kleine Sportkommission mit dem neuen Sportchef, der für mich Spycher heissen sollte, dann Chappi und Trainer Adi Hütter. Mehr nicht.»
Ob die YB-Bosse das gleich sehen? Lunde: «Ich weiss es nicht.» Weil man bei YB im Moment wohl nichts wissen kann.
Wie geht es weiter bei YB? Die Investoren Andy und Hansueli Rihs, sowie Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger informieren am Montag im Stade de Suisse an einem Mediengespräch (11 Uhr). http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 03846.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 22:23 |
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18.09.2016  Zitat: Christian Gross im «Sportpanorama»
«Weiss nicht, was YB in den letzten 6 Jahren gemacht hat»
Im «SRF» geht der ehemalige YB-Trainer mit seinem alten Arbeitgeber hart ins Gericht.
YB macht mit den Entlassungen von Sportchef Fredy Bickel, CEO Alain Kappeler und dem Abgang von Verwaltungsrat Urs Siegenthaler turbulente Zeiten durch.
Diese gehen auch an Ex-YB-Trainer Christian Gross nicht spurlos vorbei. «Bei YB hat man zu schnell zu viel gewollt. Es fehlt die Kontinuität. Es ist ein Zick-Zack-Kurs, den die Berner fahren» sagt er im «Sportpanorama».
Mit einem Titel in den letzten 50 Jahren könne man den FCB natürlich nicht herausfordern. Gross weiter: «Jedem neuen, der Impulse bringen könnte – wie jetzt Urs Siegenthaler – gibt man praktisch keine Chance.»
Dem Polizistensohn aus Höngg fehlt die Entwicklung: «Ich habe die beiden Quali-Spiele gegen Gladbach gesehen. Die Mannschaft ist keinen Zentimeter weiter als noch vor sechs Jahren. Ich weiss nicht, was sie in dieser Zeit gemacht haben.» http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 04909.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 22:24 |
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18.09.2016  Zitat: Die nächste Generation Young Boys
Das U-21-Team von YB hat sich in der Spitzengruppe der 1. Liga etabliert. Beim 6:1 gegen Düdingen zeigten mehrere YB-Talente, dass sie das Zeug haben, dereinst in der Super League zu spielen.
Bei den Young Boys ist in der letzten Woche kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Welche Strategie die Verantwortlichen in Zukunft auch immer anwenden wollen – eine Tatsache scheint in Stein gemeisselt: dass in den nächsten Jahren noch mehr auf den eigenen Nachwuchs gesetzt werden soll.
Ein Augenschein anlässlich der 1.-Liga-Partie der U-21-Equipe gegen den SC Düdingen (YB gewann souverän 6:1) beweist: Die nächste Generation steht in den Startlöchern, und sie hat einiges an fussballerischer Klasse zu bieten. Und obgleich alle YB-Spieler gegen die Freiburger einen guten Job ablieferten, stachen einige Akteure heraus, die vielleicht schon bald im Fanionteam auftauchen könnten.
Alessandrini: Der Organisator
Elia Alessandrini (Geburtstag: 3. 3. 1997) fungiert als Captain der U-21-Equipe und vereint sämtliche Attribute, die ein Führungsspieler braucht: Er redet viel mit den Mitspielern, organisiert als zentraler Abwehrchef die Defensive. Alessandrini strahlt in seinen Aktionen Ruhe aus, besticht mit solider Angriffsauslösung und Antizipationsvermögen.
Der schlaksige Defensivmann sorgt auch für Gefahr bei offensiven Standardsituationen, gegen Düdingen verwertete er zudem souverän einen Elfmeter zum 3:1 – allerdings verursachte er auch den Gegentreffer nach einem ungestümen Foul im eigenen Strafraum. Alessandrinis grösstes Plus scheint indessen seine Antrittsschnelligkeit auf den ersten paar Metern zu sein.
Der Verteidiger könnte früher oder später seine Chance im Fanionteam erhalten, weil Spieler aus dem Profiteam wie Steve von Bergen oder Alain Rochat auch nicht jünger werden.
Taveira: Der Leichtfüssige
Samuel Taveira Coutinho (31. 5. 1997) ist ein Albtraum für alle Aussenverteidiger. Das feingliedrige Leichtgewicht erinnert in seiner Spielweise an den Argentinier Ángel Di María. Der Flügelspieler erzielte gegen Düdingen ein Traumtor zum 1:0, das seine Stärken zum Ausdruck brachte. Coutinho ist eine technisch starke Rakete, fast nicht vom Ball zu trennen (gegen Düdingen nur mit Fouls) und mit einer tollen Schusstechnik gesegnet.
In dieser Saison erzielte er in der 1. Liga 5 Tore, überzeugte als Unruheherd und Ideengeber. Tauchte gegen Düdingen in der ersten Halbzeit (wurde zur Pause ausgewechselt) indes jeweils auch für einige Minuten ab. Gelingt es ihm, mehr Konstanz in sein Spiel zu bringen und die Gier, in jeder Aktion etwas Aussergewöhnliches bewerkstelligen zu wollen, aufrechtzuhalten, könnte er in der ersten Mannschaft bald Druck auf den dünn besetzten Flügelpositionen ausüben.
Ciftci: Wirbelwind mit Auge
Enes Ciftci (6. 4. 1997) auf dem Rasengeviert zu beobachten, kommt einer Augenweide gleich. Ciftci ist körperlich der kleinste Fussballer im YB-Nachwuchs, aber technisch einer der grössten. Im offensiven Zentrum zieht er Bälle an wie ein Magnet, in fast jeder Ballaktion zeigt er seine Kreativität, der Regisseur hinter der Sturmspitze ist ein offensiver Freigeist.
Ciftci kann als Vorbereiter oder als Torschütze glänzen (gegen Düdingen erzielte er das 4:1 und das 5:1) und zudem den Rhythmus eines Spiels bestimmen. Die Frage ist, ob er dereinst physisch bei den Profis mithalten kann – rein fussballerisch könnte er in der Super League sicher mithalten.
Wehrlin: Der schnelle Robuste
Die klassische Nummer 9, der robuste Strafraumstürmer, ist im modernen Fussball ein rares Gut geworden. Selbst Nationen wie Deutschland oder Spanien beklagen, dass ihnen dieser Spielertypus auszusterben droht. Wonsio-Zuo Wehrlin (10. 1. 1997) hat das Zeug zur klassischen Nummer 9. Und sogar noch mehr.
Denn Wehrlin ist nicht nur ein robuster Fussballer, der die Bälle halten und auf seine Mitspieler ablegen kann, er überzeugt auch durch einen satten Antritt auf den ersten Metern. Dies ist eine seltene Kombination. Und weil Wehrlin technisch ganz gut mit der Kugel umzugehen weiss und bereit ist, defensive Pflichten wahrzunehmen, könnte er seinen Weg im Profibereich machen. Ein Versprechen für die Zukunft ist er allemal, auch wenn ihm gegen Düdingen der eine oder andere Ball versprungen ist. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19591153
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 23:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.09.2016  Zitat: Heute Tag der Entscheidung in Bern
Kommt bei YB Spycher an die Macht?
An Tag sieben der YB-Chaostage reden endlich die Bosse. Stellen sie Christoph Spycher als Sportchef ad interim vor?
YB hat diese Woche mit seiner Selbstzerfleischung nicht nur für grandiose Unterhaltung gesorgt. Es hat diese Selbstzerfleischung ebenso grossartig miserabel kommuniziert. Ein dilettantisches Communiqué. Ein unterirdischer Auftritt von VR-Präsident Hanspeter Kienberger und Verwaltungsrat Peter Marthaler, dem Initianten der legendären Medienmitteilung. Der groteske Auftritt von Ex-VR Urs Siegenthaler.
Nur drei hielten sich bislang bedeckt: Werner Müller, Präsident der Betriebs-AG, der den geschassten Fredy Bickel portiert und gestützt hat. Und die Besitzer des Klubs, die Rihs-Brothers. Sie sind Alleinaktionäre der Sport&Event-Holding AG, der YB-Muttergesellschaft. Sie haben den Sparkurs angeordnet, weil sie keinen Bock mehr hatten, jährlich zehn oder mehr Millionen Franken in ein hoch defizitäres Unternehmen einzuschiessen.
Heute ist Tag der Entscheidung. Heute treten sie vor die Medien. Die ganze Schweiz ist gespannt, möchte in die Champions Lounge des Stade de Suisse schauen. Nur YB will das nicht. Eine Liveübertragung haben die Berner abgelehnt.
Was werden die Herren Rihs sagen? Sich mal bei Fans und Sponsoren entschuldigen. Und skizzieren, wie es nach der Entlassung von Fredy Bickel und dem Abgang von Siegenthaler im Sportbereich weitergeht.
Spycher als möglicher Kandidat
Im Vordergrund dürfte die Lösung mit Christoph Spycher stehen. Einem waschechten, bodenständigen und fussballkompetenten Berner, der derzeit Talentmanager ist. Die grosse Frage ist: Macht Spycher das, vielleicht interimistisch? Ist er bereit für das kalte Bad? Logik und Vorsicht sagen: nein. Handkehrum: Kann YB tiefer fallen? Auch ein Nein. Was heisst, ein Sportchef hat eine gute Ausgangslage mit einem Klub, der praktisch gegroundet ist. Wie es die Fans gestern am Cupspiel in Bazenheid auf einem Spruchband nennen: «YB het dr bescht VR sit dr Swissair – Grounding?!»
Immerhin: Das Team ist beim regionalen Zweitligisten nicht gegroundet. Trotz 40-Minuten-Anlaufs bis zum ersten Tor durch Michi Frey. Danach gibts ein 7:1. Und ein Bad in der Fanmenge für Spieler und Trainer Adi Hütter. Denn diese sind die Leidtragenden des Kasperlitheaters: Fans, die ihr Herzblut und Spieler, die ihren Schweiss für YB vergiessen.
Und wenn es doch nicht Spycher wird? Ex-HSV-Sportdirektor Peter Knäbel? Ex-St.-Gallen-Sportchef Heinz Peischl? Eine andere, abstruse Lösung? Alles Spekulation. YB ist zu allem fähig. Zu allem. http://www.blick.ch/sport/fussball/heut ... 05073.html
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shalako
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Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:31 |
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19.09.2016  Zitat: Inside/Offside
Hennen, Enten, YB-Chefs
Im FC Sion werden Probleme anders geregelt. Könnten sich die Young Boys etwas von den Wallisern abschauen?
onjour, liebe Freunde der Deutschschweiz. Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen. Jüngst tat ich eine Reise mit dem Zug und traf eine Gruppe junger Frauen aus der Heimat. Wir kannten uns; sie hatten Junggesellinnen-Abschied und seit Stunden einen sitzen. Die künftige Braut kroch im Dirndl und mit einem Cowboyhut durch den Zug, machte laute Geräusche. «Was genau muss ich sein?», fragte sie, «eine Ente oder eine Henne?» Worauf ihre Freundinnen sagten, das sei völlig egal, sie solle vorwärtsmachen und noch einen Schnaps kippen. Alle kreischten und lachten, es war schön.
Apropos lachen: Was haben wir uns in dieser Fussballwoche amüsiert ennet des Lötschbergs. Es geht schon auf keine Eringer-Kuh-Haut, was die Konkurrenz wieder bietet.
Bei den Berner Young Boys sagte ein Verwaltungsratsmitglied aus Basel just vor der Basler Fankurve, es ergebe für YB keinen Sinn, dem FC Basel Paroli bieten zu wollen. Kurze Zeit später trat der Mann zurück. Bezahlt worden war er von zwei Brüdern aus Zürich, die eigentlich im Velo-Sport daheim sind. Der Verwaltungsratspräsident musste die Sache daraufhin den Medien erklären – er tat es mit Fasnachtsbrille und traurigem Blick. Und das Lustigste: An der Seitenlinie steht ein Habsburger und hat keinen Plan mehr, was in diesem Klub eigentlich abgeht.
Ich sage euch eines: Wir aus dem Blatter-Land sind vielleicht weit ab vom Schuss, aber deutlich näher an der Realität als die Chef-Leute bei den Young Boys. Bei uns läuft der Hase so: Monsieur le Président bezahlt und entscheidet allein, was die Dienstwege kurz hält. Intrigen, Streitigkeiten und Kommunikationspannen? Nie gehört.
In diesem Moment im Zug habe ich verstanden, was das Problem ist bei YB: sich krampfhaft und immer definieren zu wollen. Sind wir der Verfolger des FC Basel oder nicht? Was ist unsere Strategie? Wo wollen wir hin und warum? Setzen wir auf die jungen Spieler oder die alten? Solche Fragen.
Wir hingegen stolpern durch die Saisons und erfreuen uns der Tage. Le Président sagt immer: «Ça va venir», es kommt schon gut. Es ist doch völlig egal, ob man Ente oder Henne ist, solange der FC Basel als Elefant durch die Liga stampft. Manchmal gewinnen wir den Cup-Final, dann trinken wir ein Glas. Manchmal sind die Zeiten schwer, dann trinken wir auch ein Glas. Und alles in allem sind wir wunderbar entspannt. http://www.nzz.ch/sport/insideoffside-y ... -ld.117402
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shalako
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Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:32 |
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19.09.2016  Zitat: Das meint BLICK zum YB-Chaos
Jetzt sind die Rihs-Brüder gefragt
Die Rihs-Brüder reagieren emotional und heftig. Reinste Willkür. Schreibt Fussball-Reporter Alain Kunz in seinem Kommentar zu den Chaostagen bei den Young Boys.
Christian Gross ist Gast im Sportpanorama, sagt vor dem Bericht zu Bazenheid – YB: «Ich habe die Spiele gegen Gladbach gesehen. YB ist keinen Schritt, keinen Zentimeter weiter. Ich weiss nicht, was die die letzten sechs Jahre gemacht haben.»
Man spürt, man hat den damaligen YB-Coach etwas nicht zu Ende bringen lassen. Nach nicht einmal einer Saison säuselten die damaligen Einflüsterer den YB-Besitzern Andy und Hansueli Rihs ins Ohr: «Mit dem Chrigel gehts nicht mehr!» Sie gaben grünes Licht zu Gross’ teurer Entlassung.
Symptomatisch für die Funktionsweise von YB. Die Gebrüder Rihs führen das Zweit-Steckenpferdchen YB so, wie sie in der Privatwirtschaft einen Betrieb niemals führen würden. Sie reagieren punktuell, emotional und heftig, wann immer der aktuelle Einflüsterer gerade am lautesten hustet. Die reinste Willkür.
Kein Wunder mussten sie schon über 50 Millionen Franken investieren. Kein Wunder fahren sie einen Zickzackkurs sondergleichen. Kein Wunder ist die Erfolglosigkeit von YB nicht nur notorisch, sondern mittlerweile schon legendär.
Heute treten sie vor die Medien. Werden vielleicht einen Sportchef vorstellen, vielleicht auch nicht. Dabei wäre etwas anderes viel wichtiger: Richtige Strukturen zu schaffen, mit denen ein Fussball-Betrieb im 21. Jahrhundert erfolgversprechend aufgestellt ist.
Diese Verantwortung kann und darf ihnen kein Einflüsterer abnehmen. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 05577.html
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shalako
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Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.09.2016  Zitat: YB-Besitzer reden, Spycher als Hoffnung
Am Montag reden die YB-Besitzer Andy und Hansueli Rihs. Und die Young Boys sind bestrebt, bald Christoph Spycher als neuen Sportchef präsentieren zu können.
Es sind intensive Tage bei den Young Boys – mit vielen Gesprächen. Und immer mehr Details werden bekannt aus den letzten Monaten. Die sehr teuren Jahre seit 2010 sind vor allem einer Geldverschwendung bei Transfers und Vertragsverlängerungen geschuldet, die unter dem früheren CEO Ilja Kaenzig, der kläglich gescheitert war, begonnen hatte – und unter Sportchef Fredy Bickel ihre Fortsetzung fand.
Bickel war nie einer, der sparsam unterwegs ist, aber all seine Deals wurden vom YB-Verwaltungsrat abgesegnet, wobei der Sportchef besonders eng mit Werner Müller zusammenarbeitete. Und immerhin baute Bickel ein relativ klug zusammengestelltes Kader auf und legte Wert auf gute Atmosphäre.
Der Entschluss, nach Zeiten der Vorwärtsstrategie auf die Kostenbremse zu treten, wurde von den Besitzern Andy und Hansueli Rihs vor einigen Monaten gefasst. Urs Siegenthaler, der sportliche Berater im Verwaltungsrat, hätte die Pläne umsetzen sollen, doch er und Bickel waren sich vom ersten Tag an feindselig gestimmt.
Siegenthaler weibelte herum, traf sich auch mit Trainer Adi Hütter kürzlich zum Nachtessen in Bern, doch sein merkwürdiges Auftreten sorgte im Sportsektor bald für Argwohn. Die hochnotpeinlichen Ereignisse letzte Woche schliesslich warfen die Young Boys weit zurück und machten sie zum Gespött der Fussballschweiz.
Und so liegt der Verein derzeit am Boden, Bickel ist weg, Siegenthaler ist weg, es fehlt an einer sportlichen Führungskraft.
Hier und dort wird in aufgeheizter Ambiance nun ein Austausch des gesamten Verwaltungsrats gefordert. Das wird kaum passieren. Der eine oder andere aber dürfte 2017 nicht mehr dabei sein. Vielleicht geht Peter Marthaler, der die ungenügende Kommunikation in der letzten Woche verantwortete, vielleicht Müller, der als Einziger am Ende zu Bickel hielt. Das ist aber alles gar nicht so entscheidend, bald werden wieder die Geschehnisse auf dem Rasen im Vordergrund stehen.
Wankelmütigkeit der Besitzer
Am Montagmittag werden sich Andy und Hansueli Rihs vor den Medien erklären. Sie werden den Sparkurs erklären, sie werden sich ein bisschen beklagen, wie mit ihrem Geld in den letzten Jahren bei YB umgegangen wurde, sie werden Kommunikationsfehler zugeben und Verkaufsgerüchte dementieren.
Aber sie werden kaum einsehen, dass sie mit ihrer Wankelmütigkeit am Ursprung vieler Probleme stehen. Zu oft hörten die Investoren, ohne die es den Verein in dieser Form gar nicht mehr geben würde, auf die falschen Leute. 2010, als CEO Stefan Niedermaier unverständlicherweise rausgeworfen wurde, ging es YB blendend, der Zuschauerschnitt lag bei über 22'000, heute sind es 6000 weniger.
Finanziell lief es ordentlich, seither beträgt das Defizit im Schnitt rund zehn Millionen Franken jährlich. Sportlich waren die Young Boys auf Augenhöhe mit Basel, heute sind sie deutlich abgehängt.
Das «Phase 3»-Geschwätz damals unter Verwaltungsratspräsident Benno Oertig und Kaenzig muss dringend immer wieder erwähnt werden, weil es ohne den Grössenwahn (etwa Oertigs Spruch: «Wir wollen eine Hochphase wie Bayern von 20 bis 30 Jahren») nicht solche Schwierigkeiten geben würde.
Der Termin heute Montag wurde mit den Rihs-Brüdern akribisch vorbereitet, aber vor allem Andy Rihs ist unberechenbar. Er besitzt die totale Unabhängigkeit, ist locker, weil er genügend Geld hat und weil ihn andere Sachen mehr beschäftigen als YB. Zum Beispiel der Radsport oder die eigene Gesundheit.
Spycher als beste Lösung
In erster Linie sind die Young Boys ohnehin bestrebt, das ganze Desaster mit Urs Siegenthaler so schnell wie möglich zu vergessen. Übers Wochenende wurde daran gearbeitet, bald eine Lösung mit Christoph Spycher als Sportchef präsentieren zu können.
Der frühere Nationalspieler und ehemalige YB-Captain war von dieser Zeitung als starker Mann im Sport gefordert worden, weil er im Prinzip die einzige Hoffnung des Klubs ist. Und weil der YB-Talentmanager die aktuell wohl beste Lösung wäre.
Spycher trifft sich am Montag mit den Rihs-Brüdern. Der 38-Jährige besitzt keine Erfahrung als Sportchef. Aber er ist smart, intelligent, redegewandt, glaubwürdig und gut vernetzt, er kennt das Fussballgeschäft seit bald zwei Jahrzehnten und den Betrieb im Stade de Suisse seit seinem Wechsel zu YB.
Das war übrigens 2010, kurz bevor Niedermaier gehen musste. Seither fehlt im Stade de Suisse ein Gesicht des Vereins. Auch diesbezüglich – und als Sympathieträger – könnte Spycher viel dazu beitragen, dass bald wieder Ruhe einkehrt. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14422314
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