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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Montag 22. März 2021, 20:09 
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Zitat:
YB: Erreicht der FC Basel überhaupt die aktuelle Berner Punktzahl?

Mit 57 Punkten hat Leader YB nun 21 Zähler Vorsprung auf den FC Basel auf Platz vier. Werden die Bebbi diese Zahl bis Ende Saison noch erreichen? Kaum.

Das Wichtigste in Kürze

- Die Super League ist nicht erst seit dem Wochenende eine Zweiklassengesellschaft.
- YB reichen vier Siege, um den vierten Titel in Serie zu holen.
- Gut möglich, dass die heutige Punktzahl bereits zum Meister reichen würde.

Pünktlich zur ersten Nati-Pause des Jahres kehrt YB zum Siegen zurück. Gleich mit 4:0 watscht der Meister den FCZ ab – und baut die Tabellenführung auf 20 (!) Punkte aus.

Nicht erst seit gestern ist klar: Ein Meisterrennen wird es in dieser Saison nicht mehr geben.

Fakt ist: Gewinnt YB die nächsten vier Spiele, ist die Meisterschaft bereits eingetütet. Dann könnten die Berner auswärts gegen den FCZ am 22. April feiern.

Und zwar egal, wie viele Punkte die Konkurrenz sammelt. Schaut man sich aber die bisherigen Resultate ab Platz zwei an, könnte es sogar noch schneller gehen.

Wie viele Punkte holt der FCB noch?

Das Beispiel FC Basel zeigt, dass die Liga in zwei Gruppen eingeteilt ist. YB – und die restlichen neun Teams. Die Bebbi liegen auf Platz vier 21 Punkte hinter dem Leader, haben aber nur zehn Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Vaduz.

Es stellt sich daher nicht die Frage, ob der FC Basel noch ganz vorne angreifen kann. Und ob der FCB überhaupt bis Ende Saison noch die aktuelle YB-Punktzahl (57) erreicht.

Falls nicht, könnte YB nämlich schon heute den Titel feiern. Gut möglich, dass dies bereits der Fall ist.

Stand jetzt haben die Berner 57 Punkte. Dafür müssten die Bebbi in den verbleibenden zehn Spielen noch 21 Punkte machen.

Oder anders gesagt: Der FCB braucht beispielsweise sechs Siege und drei Unentschieden!

FC Basel steht vor Rekordzahl an Niederlagen

Der Blick auf die Tabelle zeigt: Das scheint zurzeit höchst unwahrscheinlich. Zehn Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber.

Der FCB ist nur noch eine Pleite von einem neuen, vereinseigenen Rekord seit Einführung der Super League entfernt.

Die 57 Punkte von YB sind für das Team vom Rheinknie also eher unrealistisch.

Immerhin: Mit nur einem Zähler Rückstand auf Servette ist der Vizemeistertitel nach wie vor realistisch. Denn auch die Genfer leisten sich ab und zu einen Patzer – wie gestern Sonntag gegen Schlusslicht Vaduz (1:2).


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-er ... l-65892394

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Samstag 27. März 2021, 21:37 
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«Nur wer zufrieden im Kopf ist, kann Topleistungen auf dem Platz abrufen»

Der amtierende und wohl auch künftige Schweizer Meister engagiert sich neu für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen. Der YB-CEO Wanja Greuel im Interview.

Wanja Greuel, YB engagiert sich neu für psychische Gesundheit. Wie kommts?

Die Stiftung Pro Mente Sana hat mich angefragt, ob eine Partnerschaft möglich wäre. Wir wissen natürlich, dass wir als YB eine grosse Strahlkraft haben und wollen diese Energie einsetzen für ein wichtiges Thema.

Jahrelang waren psychische Erkrankungen im Fussball ein Tabuthema.

Der Kosmos Fussballmannschaft ist ein spezielles Gebilde, wo es um Leistung geht und viele junge Männer unter sich sind. Das ist nicht zwingend der beste Nährboden für absolute Offenheit, wenn es um das Thema mentale Gesundheit geht.

Ist das aktuell immer noch so?

Ich glaube, dass unsere Gesellschaft deutlich sensibilisierter ist und die Türen für Spieler, die sich gerne öffnen möchten, auch mittlerweile deutlich offener sind, als sie das in der Vergangenheit waren. Es gibt ja mittlerweile auch Fussballlegenden wie Andrés Iniesta oder Gianluigi Buffon, die offen über psychische Erkrankungen während der Karriere gesprochen haben.

Die mentale Gesundheit ist ja auch wichtig für die Leistung auf dem Platz.

Das ist ein extrem wichtiger Punkt und da sehe ich die Verantwortung nicht nur bei den Spielern, sondern auch beim gesamten Club. Hier leistet unsere sportliche Abteilung um Gerardo Seoane oder Manager Christoph Spycher hervorragende Arbeit. Sie müssen darauf sensibilisiert sein, wenn es einem Spieler nicht gut geht und da sein für ihn, mit ihm offen reden. Nur wenn die Spieler zufrieden sind im Kopf, können sie auf dem Platz eine Topleistung abrufen.

Welche Angebote bietet YB seinen Spielern bereits?

Wir haben eine Expertin im Club, die sowohl für den Nachwuchs, wie auch für die 1. Mannschaft als Mentaltrainerin da ist. Wir behandeln das Thema mentale Gesundheit oder Werte wie Menschlichkeit sowie Teamzusammengehörigkeit schon früh und sehr intensiv in unseren Jugendkadern.

Suchen Spieler im eigenen Club überhaupt nach Hilfe? Muss ein Spieler nicht Angst haben, dass er dann nicht aufgestellt wird, weil am Schluss die Leistung auf dem Platz zählt?

Spieler wollen natürlich in erster Linie für den Erfolg des Clubs und den eigenen Erfolg da sein. Bei einem Finalspiel überlegt sich ein Spieler wohl auch zweimal, ob er dem Trainer sagen will, dass er ein leichtes Zwicken in der Beinmuskulatur spürt. Das ist ein Zielkonflikt, den vielleicht einige Spieler in sich tragen.

Und was tun Sie dagegen?

Wir wollen das natürlich entschärfen. Wir pflegen eine klare und offene Kultur bei YB. Die ist familiär und persönlich, aber trotzdem sehr leistungsorientiert. Ich finde nicht, dass sich das widerspricht.

In den letzten Wochen gab es gleich mehrere Beispiele, bei denen Fussballer öffentlich gemacht haben, wie sie auf Social Media massiv angefeindet und beleidigt werden. Ist das bei YB ein Thema?

Wir schulen die Spieler natürlich, wie sie generell mit den Medien umgehen sollen. Aber das ist schon ein eher neues Thema, das es vor 10-20 Jahren in dieser Form nicht gab. Jeder Fan hat einen direkten Kommunikationskanal zu den Spielern und da gibt es sicher auch Akteure, die einige oder gar einen Grossteil der Nachrichten lesen, die sie bekommen.

Und wie gehen Ihre Spieler damit um?

Wir tun alles dafür, den Spielern zur Seite zu stehen, ihnen die Türe zu öffnen. Am Ende muss aber jeder für sich selber entscheiden, wie er damit umgehen möchte und mit wem er sich darüber austauschen möchten. Da sind Fussballer wie alle anderen Menschen auch verschieden.

Welchen Idealzustand würden Sie sich wünschen im Fussball?

Hier gehts nicht nur um Fussball. Wir müssen in der Gesellschaft lernen, dass eine psychische Erkrankung auch einfach eine Erkrankung ist, so wie ein Schnupfen oder ein gebrochenes Bein. Man muss sich mit psychischen Problemen ganz sicher nicht schämen. Wir sollten das Selbstbewusstsein haben können, auch mal zu sagen, dass es einem nicht so gut geht.

Ihr gebt allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, sich an einem Erste-Hilfe-Kurs zur Erkennung von psychischen Krisen anzumelden. Wie viele haben das Angebot genutzt?

Das Interesse ist gross, es haben sich sehr viele Personen angemeldet. Leider mussten wir die Kurse aufgrund von Corona verschieben. Wir holen das aber nach.

Haben Sie auch vor, den Kurs zu machen?

Natürlich!

Wie steht es um Ihre mentale Fitness als CEO eines grossen Fussballclubs?

Zum einen mag ich es, wenn im Beruf etwas läuft und Action ist. Zum anderen treibe ich für den Ausgleich viel Sport – drei bis vier Mal pro Woche. Joggen, Krafttraining, Tennis oder ich spiele auch selber Fussball. Das ist mein Ausgleich, damit ich meinen Kopf freibekomme und für mich selber Energie tanken kann.

Hatten auch Sie schon Probleme?

Ich hab schon eine Scheidung hinter mir, die sicher nicht schön war. Inzwischen ist alles gut, ich bin sehr glücklich und alles ist so gekommen, wie es kommen sollte. Aber zu dieser Zeit war nicht alles toll und es hat mir auch geholfen, darüber zu sprechen.

YB übernimmt mit dieser Zusammenarbeit eine Vorreiterrolle. Warum denken Sie, dass andere Clubs dieses Thema noch zurückhaltend behandeln?

Es ist die DNA von YB, dass wir uns bei solchen Themen positionieren und unserer sozialen Verantwortung gerecht werden wollen. Wir wollen unser Wertesystem vorleben und nicht nur darüber sprechen. Ich würde es schön finden, wenn andere Clubs oder auch Unternehmen nachziehen würden.


Ensa Erste-Hilfe-Kurse

Jede zweite Person hat einmal in ihrem Leben psychische Probleme. 9 von 10 kennen jemanden, der psychische Probleme hat und würde gerne helfen. Aber wie? Ensa Erste-Hilfe-Kurse versetzen Laien in die Lage, sich selbst zu stärken und auf Betroffene mit psychischen Schwierigkeiten zuzugehen und Erste Hilfe zu leisten. Neu gibt es auch ein Modul für Multiplikatoren im Jugendbereich. Informationen und Anmeldungen zu Kursen finden Sie auf http://www.ensa.swiss. Das Programm wird von der Pro Mente Sana durchgeführt, wurde mitinitiiert und unterstützt von der Beisheim Stiftung.


https://www.20min.ch/story/nur-wer-zufr ... 9407523369

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Samstag 27. März 2021, 21:55 
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Pyroaktion nach Cupsieg

YB-Fan blitzt vor Gericht ab

Vergeblich versuchte ein YB-Fan, zu verhindern, dass er in der Polizeidatenbank landet. Er soll nach dem Cupsieg im August mit Pyrotechnik hantiert haben.

Die Young Boys – und mit ihnen die ganze Stadt Bern – hatten wieder mal Grund zum Feiern. Gerade mal vier Wochen nach dem dritten Meistertitel in Serie holten sich die Berner auch noch den Cupsieg und somit das erste Double seit 62 Jahren. Am 30. August letzten Jahres war das. Eine ausgelassene Party in der Stadt blieb Fans und Spielern aufgrund der Pandemiesituation jedoch verwehrt.

Erkannt von Szenekenner

Nichtsdestotrotz liess es sich der harte Kern der YB-Fans nicht nehmen, sich gegen 21 Uhr vor dem Wankdorfstadion einzufinden und ihre Helden zu feiern. Die Spieler tauchten für einen kurzen Moment hinter dem Zaun auf und präsentierten den Pokal. Etliche Fans zündeten bei der spontanen Feier auch Pyros.

Vor Ort war an diesem denkwürdigen Abend auch die Polizei. Mit einer Kamera nahm sie offenbar die diversen Pyrozünder genau ins Visier. Denn wer solche Fackeln abbrennt, verstösst gegen das Sprengstoffgesetz und macht sich strafbar. Kein Wunder also, vermummen sich Fussballfans stets, wenn sie pyrotechnisches Material abbrennen.

Dies war auch an jenem Sonntag der Fall. Trotzdem glaubt die Kantonspolizei Bern, einen vermummten Pyrozünder identifiziert zu haben. Dies geht aus einem aktuellen Beschluss des Berner Obergerichts hervor. Ein «Szenekenner» in den Reihen der Polizei hatte den Mann aufgrund der Videoaufnahmen erkannt. Nun läuft ein Strafverfahren gegen den YB-Fan.

YB-Ultras unter Generalverdacht?

Der Fall landete beim Obergericht, weil sich der Beschuldigte gegen die erkennungsdienstliche Erfassung wehrt. Nach einer solchen wäre er künftig in der Foto- und Fingerabdruckdatenbank der Polizei registriert. Verfügt hatte die Massnahme die Staatsanwaltschaft. Einerseits zur Aufklärung der konkreten Tat nach dem Cupsieg, aber auch, um den Beschuldigten bei allfälligen künftigen Delikten identifizieren zu können. Denn für die Staatsanwaltschaft ist klar: Der Mann wird auch in Zukunft zur Fackel greifen.

Auf den Filmaufnahmen gebe es zahlreiche Hinweise darauf, dass der Beschuldigte nicht zum ersten Mal mit Pyromaterial hantiere, hält die Staatsanwaltschaft fest. Zu versiert sei er dabei vorgegangen. Die Tat sei «professionell vorbereitet und durchgeführt» worden.

Vor Ort war an diesem denkwürdigen Abend auch die Polizei. Mit einer Kamera nahm sie offenbar die diversen Pyrozünder genau ins Visier. Denn wer solche Fackeln abbrennt, verstösst gegen das Sprengstoffgesetz und macht sich strafbar. Kein Wunder also, vermummen sich Fussballfans stets, wenn sie pyrotechnisches Material abbrennen.

Dies war auch an jenem Sonntag der Fall. Trotzdem glaubt die Kantonspolizei Bern, einen vermummten Pyrozünder identifiziert zu haben. Dies geht aus einem aktuellen Beschluss des Berner Obergerichts hervor. Ein «Szenekenner» in den Reihen der Polizei hatte den Mann aufgrund der Videoaufnahmen erkannt. Nun läuft ein Strafverfahren gegen den YB-Fan.

YB-Ultras unter Generalverdacht?

Der Fall landete beim Obergericht, weil sich der Beschuldigte gegen die erkennungsdienstliche Erfassung wehrt. Nach einer solchen wäre er künftig in der Foto- und Fingerabdruckdatenbank der Polizei registriert. Verfügt hatte die Massnahme die Staatsanwaltschaft. Einerseits zur Aufklärung der konkreten Tat nach dem Cupsieg, aber auch, um den Beschuldigten bei allfälligen künftigen Delikten identifizieren zu können. Denn für die Staatsanwaltschaft ist klar: Der Mann wird auch in Zukunft zur Fackel greifen.

Auf den Filmaufnahmen gebe es zahlreiche Hinweise darauf, dass der Beschuldigte nicht zum ersten Mal mit Pyromaterial hantiere, hält die Staatsanwaltschaft fest. Zu versiert sei er dabei vorgegangen. Die Tat sei «professionell vorbereitet und durchgeführt» worden.

Das droht den Pyrozündern

Pyrotechnik ist vor allem bei hartgesottenen Fussballfans beliebt. Wer die Fackeln zündet, verstösst jedoch gegen das nationale Sprengstoffgesetz und muss mit Geldstrafen um die 40 Tagessätze rechnen. Ins Netz gehen die Pyrozünder der Polizei selten. Nicht zuletzt, weil die Täter sich vermummen und sich auch sonst unauffällig kleiden (schwarze Jacke, blaue Jeans, weisse Schuhe).

Trotzdem fliegen einzelne hin und wieder auf. So etwa zwei Fans des FC Thun, die 2014 vor dem Stadion Pyros zündeten. Zum Verhängnis wurde ihnen, dass sie auf den Bildern der Überwachungskameras aufgrund ihrer Markenschuhe identifiziert werden konnten, obwohl sie ihre Gesichter vermummten. Sie kassierten eine bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 100 Franken.

Nicht nur Fans, auch Spieler verbrennen sich hin und wieder die Finger. So liess sich etwa YB-Spieler Christian Fassnacht bei der Meisterfeier 2019 in der Aarbergergasse dazu hinreissen, eine Pyrofackel zu zünden. Die Bilder landeten in den Medien, worauf ihm YB laut eigenen Angaben eine «massive Busse» aufbrummte. Doch hatte der Vorfall auch strafrechtliche Konsequenzen? Bei der Berner Staatsanwaltschaft heisst es, man könne versichern, dass Fassnacht strafrechtlich gleich behandelt wurde wie jede andere Person, die damals angezeigt wurde. Das Strafmass gibt sie indes nicht bekannt.

Ein vergleichbarer Fall betrifft den Spieler Mirlind Kryeziu nach dem Cupsieg des FC Zürich 2018. Er wurde nach dem Halten einer Pyrofackel zu einer bedingten Geldstrafe von 5000 Franken verurteilt. Die Probezeit betrug zwei Jahre. (mib)

Bei seiner ersten Einvernahme verweigerte der YB-Fan die Aussage. Mittlerweile bestreitet er sogar, die Person zu sein, die auf dem Polizeivideo zu sehen ist. Dies geht aus den Gerichtsunterlagen hervor. Er bemängelt, dass «die angebliche Identifikation durch einen unbekannten ‹Szenekenner›» ausreiche, um ihn in die Mangel zu nehmen. Eine derartige Begründung des Tatverdachts bringe ein enormes Missbrauchspotenzial mit sich. Und sowieso stünden die YB-Ultras bei der Staatsanwaltschaft unter Generalverdacht, findet er.

Dass er nun in der Datenbank der Polizei landen soll, hält er für unverhältnismässig. Es bestünden nicht genug Anhaltspunkte, dass er sich in Zukunft strafbar machen könnte – auch dann nicht, wenn es sich bei ihm tatsächlich um die gefilmte Person handeln sollte.

Pandemie schwächt Strafe ab

Die Beschwerdekammer des Obergerichts findet die Argumente des YB-Fans wenig überzeugend und lehnt die Beschwerde deshalb ab. Es treffe zwar zu, dass betreffend angebliche Identifizierung des Beschuldigten noch ein paar Fragen offen seien, doch dürften die Angaben des Szenekenners «eine gewisse Zuverlässigkeit» haben. Zusammen mit dem Video und der Tatsache, dass der Mann bereits vorbestraft ist – wegen Hinderung einer Amtshandlung –, findet das Obergericht die erkennungsdienstlichen Massnahmen rechtens.

Der Beschuldigte hatte versucht, die Gefährlichkeit der Aktion herunterzuspielen. Die Fackel sei ja nicht ins Stadion geschmuggelt und dort inmitten von Fans gezündet worden, sondern «in kontrollierter Art und Weise am Rande einer Menschengruppe, welche mit dieser Form der Freudenbekundung gerechnet habe». Die Richter sehen es anders. Von einem kontrollierten Sicherheitsabstand könne keine Rede sein.

Bezüglich der Vermummung meint die Beschwerdekammer: Es stimme zwar, dass die Schutzmaske angesichts der Corona-Pandemie für die Pyroaktion nicht speziell habe beschafft werden müssen, doch sei es auffällig, dass der Mann die Schutzmaske nur gerade während des Abbrennens der Fackel getragen habe.

Die Pandemie, sie wird dem YB-Fan bei einer allfälligen Verurteilung zugutekommen. Denn normalerweise werden überführte Pyrozünder zusätzlich wegen Verstoss gegen das kantonale Vermummungsverbot gebüsst.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-fan-bli ... 4805512072

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Samstag 27. März 2021, 22:10 
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YB-CEO Wanja Greuel erklärt, weshalb psychische Gesundheit mehr Aufmerksamkeit verdient

Die Young Boys sind auf bestem Weg zum vierten Meistertitel in Folge. CEO Wanja Greuel geht es aber nicht nur um sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg, er will die Strahlkraft von YB auch für Themen ausserhalb des Sports nutzen. Im Gespräch mit watson erzählt er, weshalb psychische Gesundheit einen grösseren Stellenwert verdient, weshalb es für ausländische Spieler im Lockdown so schwierig war und wieso hohe Gehälter nicht mit Glücklichsein gleichzusetzen sind.

Wie gehen Sie bei YB vor, um Probleme mit der psychischen Gesundheit frühzeitig zu erkennen?

Wanja Greuel: Die Firmenkultur steht zuoberst. Wir haben bei YB 200 Mitarbeiter*innen, hunderte Nachwuchsspieler*innen und natürlich auch die erste Mannschaft. Wir versuchen, im gesamten Verein eine freundliche, offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur zu leben. Das ist nicht immer einfach, da wir auch ein Wirtschaftsunternehmen sind und eine klare Aufgabe haben: Wir möchten gewinnen. Doch wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir die familiäre Kultur mit einem leistungsorientierten Unternehmen vereinen können.

Haben Sie ein konkretes Beispiel, wie Sie Probleme erkennen können?

Es ist ähnlich wie im privaten Bereich. Wenn man feststellt, dass eine Person nicht so obenauf ist, fragt man mal nach, ob sie etwas beschäftigt. Es ist wichtig, die Augen offenzuhalten und allen mit Empathie und Offenheit zu begegnen.
Deshalb schulen wir auch die Coaches und den Staff, dass sie von Anfang an mit diesen Werten auf die Spieler zugehen. Zusätzlich haben wir eine Mentaltrainerin im Unternehmen, die in erster Linie für den Nachwuchs zuständig ist, aber auch der ersten Mannschaft für ein vertrauensvolles Gespräch zur Verfügung steht.

«Auch wenn sie Freunde und Kollegen sind, sind sie gleichzeitig auch Konkurrenten.»

Wenn Probleme festgestellt werden, wie wird dem Spieler geholfen?

Das liegt im Ermessen vom Staff und vom Management. Bei solchen Themen ist es wichtig, dass man zusammensitzt und das bespricht. Es ist immer individuell, wie man mit diesen privaten oder psychischen Problemen umgehen will.

Haben Sie ein konkretes Beispiel?

Als sich Sandro Lauper innert kurzer Zeit zweimal das Kreuzband gerissen hat, war das sehr traurig für alle im Klub. Da ist Christoph Spycher mit ihm nach Österreich gereist, um ihn bei der zweiten Operation zu unterstützen. Das würden nicht viele Sportchefs für ihre Spieler machen.

Sind das Geschäft Fussball und der Profisport allgemein prädestiniert für psychische Krankheiten?

Zum einen würde ich sagen, ja, weil natürlich permanent ein hoher Leistungsdruck da ist. Wir befinden uns in einer Leistungsgesellschaft und so ist das auch in unserem Verein. Alle wollen spielen und auch wenn sie Freunde und Kollegen sind, sind sie gleichzeitig auch Konkurrenten. Da will man keine Schwäche zeigen, sondern man möchte sich durchsetzen. Das macht es dann auch schwieriger, sich zu öffnen, wenn es einem nicht so gut geht. Ich vergleiche das manchmal mit einer physischen Verletzung. Wenn man vor einem wichtigen Spiel steht, behält ein Spieler kleinere Beschwerden vielleicht eher für sich, aus Angst, der Trainer könnte ihn auf die Bank setzen.

Und zum anderen?

Die Profisportler sind sich diesen Druck gewöhnt. Sie müssen sich von klein auf in einer Leistungsgesellschaft durchbeissen. Daher denke ich, dass die Resilienz bei vielen sehr gross ist. Aber auch hier gibt es natürlich Unterschiede und einige Spieler sind sensibler als andere. Die Trainer müssen individuell auf die Persönlichkeiten der Spieler eingehen können. Da ist man heute im Vergleich zu früher aber schon viel weiter.

Kann man im harten Geschäft Fussball überhaupt immer Rücksicht auf die psychische Gesundheit der Spieler nehmen?

Ich glaube, es ist umso wichtiger. Höchstleistungen sind nur möglich, wenn es einem gut geht. Daher müssen wir dafür sorgen, dass wir unseren Spielern und Mitarbeitern das bestmögliche Umfeld bieten können.

Kann der sportliche Erfolg von YB auch auf den Stellenwert der psychischen Gesundheit im Verein zurückgeführt werden? Sind die Spieler eher bereit alles für den Verein zu geben, wenn sie merken, dass es umgekehrt auch so ist?

Ich glaube schon, wobei es hier auch immer ein bisschen ist wie mit dem Huhn und dem Ei. Wenn ein Team erfolgreich ist, ist es immer einfach zu sagen, dass der Zusammenhalt riesig ist und die Atmosphäre stimmt. Viele fragen mich auch immer, was passiert ist seit dem Kurswechsel 2016 und wie YB in der Folge das lange Warten auf einen Titel beenden und in vier Jahren hoffentlich bald vier Meistertitel gewinnen konnte.

«Wir sind uns bewusst, dass YB als Fussballklub eine grosse Strahlkraft hat.»

Was haben Sie denn geändert?

In erster Linie ist es ein Kulturwandel im sportlichen Bereich, den Christoph Spycher vorlebt. Wir legen Wert darauf, familiär, vertrauensvoll und ehrlich miteinander umzugehen, aber gleichzeitig auch leistungsorientiert, klar und konsequent zu sein. Unseren jungen Spielern haben wir auch aufgezeigt, welchen Weg sie bei YB gehen können und welchen persönlichen Erfolg sie haben können, wenn sie auch ihren eigenen Beitrag leisten. Das kann man an den Beispielen Denis Zakaria, Kevin Mbabu und Djibril Sow sehen.

YB übernimmt in vielen Tabu-Themen eine Vorreiterrolle. So auch beim Thema Homosexualität (Film «Mario») und nun dem Erste-Hilfe-Programm «ensa». Wieso?

Es ist in der DNA unseres Vereins. YB hat sich schon seit 25 Jahren proaktiv gegen Rassismus eingesetzt. In den letzten Jahren haben wir unser Engagement im sozialen Bereich intensiviert und weiter ausgebaut. Wir möchten eine familiäre Kultur bieten, wir heissen jeden willkommen und das möchten wir nicht nur auf die Website schreiben, sondern auch leben und gegen aussen zeigen. Das hängt auch mit dem Management zusammen. Alle hier vertreten diese Werte und wollen auch Vorbilder sein für unsere Mitarbeiter*innen, aber auch als Klub eine Vorbildrolle in der Schweiz einnehmen.

Woraus besteht die Zusammenarbeit mit «Pro Mente Sana» genau?

Wir sind uns bewusst, dass YB als Fussballklub eine grosse Strahlkraft hat und diese möchten wir nutzen, damit «Pro Mente Sana» und die wichtigen Aktivitäten dieser Stiftung durch unser Engagement mehr Aufmerksamkeit bekommen. Zudem geht es auch darum, unsere Werte wie Offenheit authentisch zu vertreten und dahinterzustehen.
Dann gibt es die Erste-Hilfe-Kurse von «ensa», die wir bewerben, aber auch mit unseren Mitarbeiter*innen belegen. Sport, Fussball und YB interessiert Leute und wenn man das mit einem wertvollen, aber nicht ganz einfachen Thema verbinden kann, ist am Schluss allen geholfen.

Viele der Leistungsträger der erfolgreichen letzten Jahre in Bern kommen aus anderen Ländern und Kulturen als der Schweiz. Für die oftmals jungen Spieler ist das eine grosse Herausforderung. Wie sorgt man von Anfang an dafür, dass sich diese wohlfühlen und in ihrem neuen zu Hause einleben können?

Auch hier ist es wichtig, achtsam und empathisch zu sein und zu schauen, wie es den Leuten geht. Wir haben ein Team in der Sportadministration, das sich täglich um diese Spieler kümmert. Sie werden auch bei Dingen wie den Steuern und der Wohnungssuche unterstützt, damit sie sich voll auf den Sport konzentrieren können. Gerade jetzt in der Coronazeit ist das nicht einfach, weil die Mannschaft für diese Spieler wie eine Familie ist. Im Lockdown sassen sie dann zum Teil alleine in ihrer Wohnung und waren weit von ihren eigenen Familien entfernt. Da haben wir viel Kontakt gehabt, virtuelle Trainings organisiert und uns bemüht, für die Spieler da zu sein und die Türe immer so weit offen zu haben wie möglich, um ihnen zu ermöglichen, mit ihren Problemen zu uns zu kommen.

Nutzen die Spieler das Angebot auch, oder sind sie da vorsichtig, da es immer noch ein Tabu-Thema ist?

Auch solche Fälle kann es geben. Gerade deshalb ist es wichtig, auch alternative Ansprechstellen anzubieten. Die Physiotherapeuten spielen auch eine wichtige Rolle, da die Spieler oft bei ihnen sind und vielleicht auch mal erzählen, wenn ihnen etwas auf dem Herzen liegt. Unsere Mentaltrainerin ist auch immer für die Spieler verfügbar und da ist es wichtig, dass die Gespräche immer vertraulich sind. Hier legen wir grossen Wert auf eine vertrauensvolle Kultur und haben mit «Pro Mente Sana» und anderen Partnern Kontakte, denen sich die Spieler auch anvertrauen können.

«Wir müssen akzeptieren, dass psychische Belastung genauso Teil des Lebens ist wie körperliche Belastung.»

Viele Profis fallen nach ihrer Karriere in ein Loch. Werden die Spieler auch nach dem Karriereende unterstützt?

Das ist auch ein grosser Punkt für uns, den Spielern schon während der Profikarriere zu zeigen, was wichtig ist. Wir binden sehr gerne ehemalige YB-Profis ein. Neben Sportchef Christoph Spycher sind auch Marco Wölfli, Steve von Bergen oder Stéphane Chapuisat bei uns im Klub tätig, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch wir haben eine begrenzte Verantwortung, wir können uns nicht um jeden Einzelnen kümmern, der mal bei YB gespielt hat. Wir versuchen Türen zu öffnen und ihnen wichtige Beratungsstellen aufzuzeigen, aber da sind in erster Linie die Spieler selbst und ihre Berater verantwortlich.

Was sagen Sie Leuten, die meinen: «Fussballer verdienen eine Menge Geld, die sollen sich nicht beschweren»?

Geld macht nicht glücklich. Da gibt es auch genug wissenschaftliche Untersuchungen, die das belegen. In den letzten Jahren gab es ja auch viele Suizide von Topmanagern in der Wirtschaft, die alle nicht schlecht verdient haben.
Auch Legenden wie Andrés Iniesta und Gianluigi Buffon haben sich zu der psychischen Belastung geäussert. Wir alle kennen den tragischen Fall von Robert Enke. Das sind Leute, bei denen man eigentlich denken könnte, sie haben Erfolg, verdienen viel Geld, stehen im Mittelpunkt, was gibt es Schöneres? Doch wir sind alle Menschen mit einer komplexen Psyche, wo niemand hereinschauen kann. Da müssen wir lernen, achtsam zu sein und zu akzeptieren, dass psychische Belastung genauso Teil des Lebens ist wie körperliche Belastung und Krankheiten. In meinen Augen sollte das besser gleichgestellt werden.


Was ist «ensa»?

Gemeinsam mit der «Beisheim Stiftung» konnte die Schweizerische Stiftung «Pro Mente Sana» ein Erste-Hilfe-Kurs für psychische Gesundheit ins Leben rufen. Als Vorbild dient das australische Programm «Mental Health First Aid». In den «ensa»-Kursen sollen konkrete Erste-Hilfe-Massnahmen bei Problemen und Krisen erlernt und geübt werden, damit auch Laien helfen können, wenn bei nahestehenden Personen psychische Schwierigkeiten auftreten oder sich verschlimmern.


Wanja Greuel

Der deutsch-schweizerische Doppelbürger ist seit September 2016 CEO der BSC Young Boys. Gemeinsam mit Sportchef Christoph Spycher konnte er bei YB eine sehr erfolgreiche Zeit mit bisher drei Meistertiteln prägen. Zudem ist der 43-Jährige Mitglied im Vorstand der europäischen Klubvereinigung ECA und im Komitee der Swiss Football League.


https://www.watson.ch/sport/interview/8 ... gesundheit

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. März 2021, 16:33 
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YB schreibt 2020 einen Verlust von über 5 Millionen

Die Lizenzbestimmungen von SFL und Uefa verlangen von den Clubs die Veröffentlichung von Finanzdaten. Auch YB hat im Corona-Jahr 2020 einen Verlust eingefahren.

Das Wichtigste in Kürze

- Die Gesamteinnahmen von YB sinken wegen Corona im Jahr 2020 um 33 Millionen Franken.
- Dank dem sportlichen Erfolg kann der Meister das Minus einigermassen in Grenzen halten.

Auch an Meister YB geht die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. Zwar sind die Berner auf bestem Weg, ihren vierten Titel in Serie zu feiern. Doch das leere Stadion reisst Gelb-Schwarz ein Loch ins Portemonnaie.

Die Young Boys weisen heute einen Verlust von 5,1 Millionen Schweizer Franken für das Jahr 2020 aus.

Die Gesamteinnahmen sanken von 49 Millionen aus dem Jahr 2019 um 33 Millionen.

Die Einnahmen durch Stadioneintritte fällt im Vergleich von 21,6 Millionen auf 8,9 Millionen Franken ein.

Dass der Verlust nicht noch drastischer ausgefallen ist, verdankt YB auch dem sportlichen Erfolg. Der Double-Gewinn und das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League spült benötigte Einnahmen in die Kasse.

Zudem bedankt sich der Verein auch für die «grossartige Solidarität und Unterstützung der Fans, Partner und der 1. Mannschaft.»

Auch aus der öffentlichen Hand flossen Gelder. Namentlich durch die Kurzarbeitsentschädigung und des Stabilisierungspakets von Swiss Olympic.

Diesen Faktoren und dem positiven Transfersaldo «ist es zu verdanken, dass das Reinergebnis trotz Covid-Krise nicht noch schlechter ausfiel.» Das schreibt der Meister in seinem Geschäftsbericht.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sc ... n-65898415

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2020/2021
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. März 2021, 16:36 
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Im Corona-Jahr schreibt YB einen Verlust von rund 5 Millionen Franken

Im Jahr 2020 haben die Young Boys einen Verlust eingefahren. Und keinen kleinen. 2018 und 2019 vermeldeten die Berner noch Rekordgewinne.

Darum gehts

- YB schreibt 2020 einen Verlust von rund 5 Millionen.
- 2018 und 2019 vermeldeten die Young Boys noch Rekordgewinne.
- Dennoch, der Verlust hätte 2020 höher ausfallen können.

Am Freitag – vor dem ganzen FCB-Chaos um die Übernahme, präsentierte Bernhard Burgener das finanzielle Ergebnis des Geschäftsjahres 2020. Die Jahresrechnung der AG wies laut ihm einen Gewinn von 48'800 Franken aus. Dies, nachdem im Jahr zuvor ein Verlust von 18,7 Millionen Franken resultiert hatte

Nun folgt der Meister aus Bern. Und das mit roten Zahlen. Nach einem von Covid-19 geprägten Jahr gibt der Club nämlich einen Verlust bekannt. Und keinen kleinen. So betrugen die Gesamteinnahmen 2020 49 Millionen, 33 Millionen weniger als im Vorjahr. Das führt zu einem Jahresverlust von gut 5 Millionen Franken. In den Jahren zuvor sahen die Zahlen noch ganz anders aus.

2018 zum Beispiel. Durch die Champions-League-Teilnahme verzeichnete YB einen Gewinn von 18 Millionen Franken – bei einem Umsatz von 80 Millionen. 2019 sah es gar noch besser aus. Mit dem erneuten Gewinn des Meistertitels sowie der Teilnahme in einer mit den Gegnern Feyenoord Rotterdam, Porto und den Glasgow Rangers attraktiven Gruppe in der Europa League, konnten die Berner den Umsatz auf 82 Millionen steigern. Und weil der Club Kevin Mbabu (Wolfsburg), Djibril Sow (Frankfurt) in die Bundesliga und Sékou Sanogo nach Saudi-Arabien verkaufen konnten, verzeichnete YB einen Gewinn von 21 Millionen Franken.

Verlust hätte höher ausfallen können

Dennoch: Die Young Boys sind nicht unzufrieden mit der Rechnung. Trotz Verlust. Denn dieser hätte durchaus auch noch grösser ausfallen können. Dass das nicht geschah, verdankt YB auch dem sportlichen Erfolg. Der Double-Gewinn und das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League spülte die benötigten Einnahmen in die Kasse. Ebenso flossen aus der öffentlichen Hand Gelder. Namentlich durch die Kurzarbeitsentschädigung und des Stabilisierungspakets von Swiss Olympic.


https://www.20min.ch/story/im-corona-ja ... 4152360145

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. April 2021, 12:18 
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Corona-Pandemie hat Folgen

YB schreibt 5 Millionen Franken Verlust

2018 und 2019 vermeldeten die Young Boys Rekordgewinne. Nach einem von Covid-19 geprägten Jahr gibt der Club nun einen Verlust bekannt.

Die Rekordjagd ist beendet.

2018 mit der alles überstrahlenden Teilnahme an der Champions League verzeichnete YB einen Gewinn von 18 Millionen Franken – bei einem Umsatz von 80 Millionen. Diesen vermochte YB im Jahr 2019 mit dem erneuten Gewinn des Meistertitels sowie der Teilnahme in einer mit den Gegnern Feyenoord Rotterdam, Porto und den Glasgow Rangers attraktiven Gruppe in der Europa League gar noch auf 82 Millionen zu steigern. Die Verkäufe von Kevin Mbabu (Wolfsburg) und Djibril Sow (Frankfurt) in die Bundesliga sowie Sékou Sanogo nach Saudiarabien trugen zu einem herausragenden Ergebnis bei. Der Reingewinn erhöhte sich gar auf 21 Millionen Franken. Ein Rekord.

Jetzt ist alles anders. Die Zahlen sind nicht mehr schwarz. Sondern rot. Die Gesamteinnahmen betrugen 2020 49 Millionen, 33 Millionen weniger als im Vorjahr. Das führt zu einem Jahresverlust von gut 5 Millionen Franken.

Das Ergebnis 2020 ist natürlich geprägt von der Corona-Pandemie, die den Schweizer Fussball vor über einem Jahr zum Stillstand brachte und immer noch dafür sorgt, dass an Normalität nicht zu denken ist. Letztmals ohne Zuschauerbeschränkungen spielte YB im Wankdorf am 8. Februar 2020, seither war das Stadion nur bei der Partie im Oktober gegen Vaduz, als die Auflagen zwischenzeitlich gelockert worden waren und knapp 12’000 Besucher kamen, nicht fast oder ganz leer. Auch das reisst ein grosses Loch in die Clubkasse.

Wie gross das ist, zeigt ein Blick auf die Kennzahlen. 2019 beliefen sich die Erträge aus Eintrittsgeldern auf 21,5 Millionen Franken, nun sind es lediglich 8,9 Millionen.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-schreib ... 1062955730

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. April 2021, 12:20 
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YB schreibt Millionenverlust

«Ohne Corona hätten wir erneut ein Topergebnis erzielt»

Aus einem Rekordgewinn von 21 Millionen Franken wird in einem Jahr ein Verlust von 5 Millionen. Dennoch ist YB-CEO Wanja Greuel stolz.

YB-CEO Wanja Greuel ist hin- und hergerissen.

Am Mittwochnachmittag gibt der Club die Zahlen zum Geschäftsjahr 2020 bekannt. Nach zwei Rekordjahren mit Umsätzen und Gewinnen im Bereich von 80 Millionen respektive 20 Millionen Franken resultieren diesmal Gesamteinnahmen von lediglich 49 Millionen – 33 Millionen weniger als 2019. Das führt zu einem Verlust von gut 5 Millionen Franken. Aus strahlend schwarzen sind rote Zahlen geworden.

Fast gleichzeitig gibt der Bundesrat an der Medienkonferenz in Bern bekannt, dass Proficlubs künftig einfacher an die À-fonds-perdu-Beiträge im Rahmen der Corona-Finanzhilfen kommen sollen. Sie müssen die Löhne nicht mehr zwingend senken. Für die Young Boys bedeutet das, dass sie doch noch die Unterstützungsgelder beantragen könnten.

Es ist ein Hoffnungsschimmer in Zeiten, die selbst für den Schweizer Vorzeigeclub nicht einfach sind. Greuel sagt, das Einlenken des Bundesrats sei als gute Nachricht zu werten, auch wenn es noch einige Details zu klären gebe, bevor er sagen könne, ob YB einen Antrag einreichen werde. Gleichzeitig tue es wahnsinnig weh, nach hervorragenden Jahren ein solches Ergebnis verkünden zu müssen.

Sogar im Europacup weniger verdient

Das Ergebnis 2020 ist geprägt von der Corona-Pandemie, die den Schweizer Fussball vor über einem Jahr zum Stillstand brachte und immer noch dafür sorgt, dass an Normalität nicht zu denken ist. Letztmals ohne Zuschauerbeschränkungen spielte YB im Wankdorf am 8. Februar 2020, seither war das Stadion nur bei der Partie im Oktober gegen Vaduz, als die Auflagen zwischendurch gelockert worden waren und knapp 12’000 Besucher kamen, nicht fast oder ganz leer. Das reisst ein grosses Loch in die Clubkasse.

Wie gross das ist, zeigt ein Blick auf die Kennzahlen. 2019 beliefen sich die Erträge aus Eintrittsgeldern auf 21,5 Millionen Franken, nun sind es lediglich 8,9 Millionen. Sollten sich die Berner bis Ende April dazu entschliessen, die Corona-Finanzhilfe in Anspruch zu nehmen, würden sie wohl für die ausgefallenen Zuschauereinnahmen immerhin die eine oder andere Million in Aussicht haben.

Die Pandemie wirkt sich auf weitere Geschäftsbereiche aus. Die Einträge aus Sponsoring und Werbung (minus 2,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr) sowie aus Gastro, Events und Merchandising (minus 4,2 Millionen) sanken deutlich. «Ohne Corona», ist sich Greuel sicher, «hätten wir erneut ein Topergebnis erzielt.»

Auch im Europacup nahm YB weniger ein als in der Vorsaison (rund 4 Millionen). Obwohl die Berner erstmals seit sechs Jahren europäisch überwinterten und überhaupt zum ersten Mal in den Achtelfinal der Europa League vorstiessen.

Der Unterschied zum FC Basel

Der Unterschied: 2019 hatte sich YB für das Playoff zur Champions League qualifiziert, für das eine Prämie von 5 Millionen Franken ausgeschrieben ist. 2020 scheiterte der Meister eine Runde früher an Midtjylland. Hätten die Young Boys die Partie in Dänemark erfolgreich gestaltet, sie könnten nun ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren.

Wie das der FC Basel vor einer Woche tat. Wobei dies dem FCB vor allem aus einem Grund gelang: Er nahm im letzten Jahr durch die Transfers von Okafor (Salzburg), Alderete (Hertha BSC) und Omlin (Montpellier) mit 36,4 Millionen Franken enorm viel ein.

YB kommt hingegen heuer auf knapp 13 Millionen Transfereinnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr, als unter anderem die Verkäufe von Kevin Mbabu (Wolfsburg) und Djibril Sow (Frankfurt) in die Bundesliga sowie Sékou Sanogo nach Saudiarabien 23 Millionen einbrachten, ist das ein Minus von 10 Millionen Franken. Jordan Lotomba (Nizza) und Roger Assalé (Dijon) waren diesmal die lukrativsten Transfers.

Die Lohnkosten sind bei YB erneut gesunken

Dafür konnte YB den Personalaufwand erneut senken, diesmal um knapp 6 Millionen auf 26 Millionen Franken. 2018 hatte sich dieser Posten gar noch auf 36 Millionen belaufen. Mit Guillaume Hoarau steht ein früherer Spitzenverdiener seit August nicht mehr auf der Lohnliste. Greuel nennt als Grund auch den Lohnverzicht der Spieler, zudem muss der Club an Matchtagen deutlich weniger Stewards beschäftigen. Zumindest in diesem Bereich wirkt sich die Corona-Pandemie nicht negativ aus.

Wie also lautet das Fazit des CEO?

Greuel spricht von einer schwierigen Zeit, auch weil in Wochen, in denen die Fallzahlen erneut ansteigen, keine Entspannung in Sicht ist. Und doch möchte er seine Ausführungen nicht mit einem negativen Votum beschliessen. Er sei stolz auf die Mannschaft, Mitarbeiter, Fans und Sponsoren. «Wir erfuhren in diesem schwierigen Jahr eine unglaubliche Solidarität. Ansonsten wäre der Verlust deutlich höher ausgefallen.»


https://www.bernerzeitung.ch/ohne-coron ... 6181152001

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Lohnreduktions-Klausel gekippt

Jetzt denkt auch YB ans A-fonds-perdu-Geld

Neue Ausgangslage für sechs Super-League-Klubs: Sie müssen nicht mehr die Löhne senken, um an Corona-Hilfsgeld zu kommen.

Der Bundesrat gibt am Mittwoch grünes Licht, jetzt ist die vom Parlament verlangte Änderung bei den Corona-Hilfsgeldern fix. Die A-fonds-perdu-Millionen stehen neu auch den Profiklubs ohne gesenkte Lohnsummen offen. Bisher waren für die Geldgeschenke gekürzte Gagen Pflicht. Das sorgte für viel Kritik, weil kleine Klubs ihre ohnehin bescheidenen Gehälter nicht noch mehr kürzen können.

So hatten aus der Super League nur Basel, Zürich und Sion A-fonds-perdu-Hilfe beantragt. Im Eishockey hingegen waren es mit Ausnahme von Lausanne bereits alle Klubs. Sechs Super-League-Vertreter (Vaduz ist nicht bezugsberechtigt) verzichteten – bis jetzt.

Der FC Lugano hat sich bereits umentschieden. Generaldirektor Michele Campana zu BLICK: «Wir sind glücklich, dass die Parlamentarier unsere Situation verstanden haben und die Klausel der Lohnreduktion entfernt haben. Wir werden den Antrag so bald als möglich stellen.»

Auch bei YB siehts nun anders aus. «Wir haben den Entscheid zur Kenntnis genommen und sind noch am Abklären. Tendenziell werden wir das Geld wohl beantragen», teilen die Berner mit. Auch bei St. Gallen wird neu analysiert. Bei Luzern heisst es, man prüfe derzeit die Bedingungen und werde zeitnah entscheiden. Bis am 30. April kann für die zuschauerlose Periode von 30. Oktober bis 31. März ein Antrag eingereicht werden. Für den Rest der Saison bis zum 31. Juli.

Die drei Klubs mit den gesenkten Löhnen werden vom Bund aber weiterhin besonders alimentiert. Wer die Gagen gemäss den Auflagen kürzt, bekommt pro Spiel Beiträge von höchstens zwei Dritteln der durchschnittlichen Ticketeinnahmen 2018/19. Wer die Löhne wie jetzt Lugano und Co. nicht senkt, kriegt höchstens 50 Prozent.

Der Bundesrat geht davon aus, dass die bereitgestellten 115 Mio. Franken auch unter den neuen Umständen reichen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 32907.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. April 2021, 12:25 
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Die YB-Länderspielbilanz

Wenn Ronaldo zu Spielpraxis verhilft

Während der Grossteil des YB-Kaders eine Woche Ferien genoss, standen acht Spieler der Young Boys mit ihren Nationalteams im Einsatz. Ein Überblick.

Der Kontrast könnte nicht grösser sein: Während sich Mujinga Kambundji am Dienstag auf der Laufbahn neben dem Wankdorfstadion erschöpft durch die letzten Minuten des Trainings quält, bestreiten die Young Boys auf dem Platz gleich nebenan gut erholt ein relativ lockeres Auftaktprogramm in die finale Phase der Saison, die am Ostersonntag mit der Partie bei Sion beginnt (16 Uhr).

In der ersten Woche der Länderspielpause genossen die meisten Spieler Ferien, am Montag wurden dann Team und Stab auf Covid-19 getestet (alle Resultate waren negativ). Trainer Gerardo Seoane sagt, die Verschnaufpause habe gut getan. Er nutzte sie mit Ausflügen in die Natur, Fussallspiele schaute er sich keine an. Die Monate davor mit ausschliesslich englischen Wochen seien zwar spannend gewesen, sagt der 42-Jährige, aber auch enorm belastend. «Wir wussten gar nicht mehr, wie es ist, wie jetzt eine Woche ununterbrochen trainieren zu können.»

Es könnte für längere Zeit auch schon wieder die letzte solche Woche gewesen sein. Nach dem Spiel in Sion bestreiten die Young Boys am Donnerstag den Cupachtelfinal in St. Gallen, drei Tage später empfangen sie die Ostschweizer in der Liga. Und sollten sie im Cup weiterkommen, steht wiederum unter der Woche schon der Viertelfinal gegen GC an. Das Programm für YB könnte also intensiv bleiben.

Gerade für die acht Nationalspieler im Kader, die keine Ferien genossen haben. Und die mit ganz unterschiedlichen Gefühlen zu den Young Boys stossen. Ein Überblick.

Siebatcheus Lächeln

Mit einem Lächeln nach Bern zurückgekehrt ist Jordan Siebatcheu. So berichtet das sein Trainer Seoane.

Der Stürmer debütierte letzte Woche im Nationalteam der USA, als er beim 4:1 im Testspiel gegen Jamaika in der Schlussphase eingewechselt wurde. Beim 2:1 gegen Nordirland, Schweizer Gegner in der WM-Qualifikation, stand der 24-Jährige am Sonntag dann erstmals in der Startaufstellung und bildete mit dem 18-jährigen Giovanni Reyna (Dortmund) und dem 22-jährigen Christian Pulisic (Chelsea) die Offensive.

Pulisic und Reyna sind die Aushängeschilder einer jungen amerikanischen Mannschaft, der es nicht an Talent mangelt – erwähnt seien Sergiño Dest (Barcelona), Brenden Aaronson (RB Salzburg), Yunus Musah (Valencia) und Josh Sargent (Bremen). Und so bezeichnet Seoane das erstmalige Länderspielaufgebot als Super-Chance für Siebatcheu.

Die Auftritte im Nationalteam hätten seinem Spieler aber auch gezeigt, dass er noch viel an sich arbeiten müsse, sagt Seoane. Der Trainer, der sich nachträglich sämtliche Spielszenen Siebatcheus im Trikot der USA auf einer Scoutingplattform angeschaut hat, denkt etwa an die Dynamik, an der es in den Aktionen seines Stürmers gemangelt habe.

Nichtsdestotrotz dürfte die Erfahrung dem formstarken Siebatcheu weiter Auftrieb geben. In Washington als Sohn kamerunischer Eltern geboren, zog die Familie früh nach Frankreich. 2017 spielte er für die U-21 der Grande Nation, weil er keine Aussicht mehr auf Einsätze im A-Nationalteam hatte, und hoffte deshalb schon länger auf ein Aufgebot des amerikanischen Trainers.

Die Aussichten sind vielversprechend. Die USA dürften keine Mühe haben, sich für die WM 2022 in Katar zu qualifizieren. Und Siebatcheu dürfte weitere Chancen erhalten, sich zu beweisen. Mit «Air Jordan» hat er zumindest schon einen passenden Spitznamen .

Fassnachts gelungener Teileinsatz

Es ist noch nicht so lange her, da träumte Christian Fassnacht nicht einmal mehr vom Nationalteam. Er war glücklich, es über die Niederungen des Regionalfussballs überhaupt noch zum Profi geschafft zu haben. Mittlerweile wird der 27-jährige YB-Flügel von Trainer Vladimir Petkovic regelmässig aufgeboten, auch wenn es dafür oft den Ausfall eines anderen Spielers braucht, wie zuletzt jenen von Becir Omeragic, für den Fassnacht nachrückte.

Bei den Siegen in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien und Litauen sass Fassnacht auf der Bank, aber am Mittwochabend beim Test in St. Gallen gegen Finnland wird er zur Pause für Xherdan Shaqiri eingewechselt. Und er ist Teil eines Teams, dem die Wende gelingt.

Fassnacht bereitet das 2:2 durch Ruben Vargas vor. Und auch beim 3:2 kurz vor Schluss wirkt er entscheidend mit, als er mit dem Kopf für Haris Seferovic auflegt. Es ist ein gelungener Teileinsatz Fassnachts, für den Spiele im Nationalteam vielleicht kein Traum mehr sind, aber sicherlich alles andere als selbstverständlich.

Ngamaleus vergebliche Strapazen

Als sich Nicolas Ngamaleu Anfang vergangener Woche zu den Länderspielen mit Kamerun aufmachte, lag hinter dem YB-Flügel eine schwierige Zeit. Während des Heimaturlaubs über Neujahr, in dem er seinen kleinen Sohn erstmals seit neun Monaten sah, steckte er sich mit Covid-19 an. Und als er dann genesen war, lief er seiner Form hinterher. Seoane spricht bei Ngamaleu von einer Baisse. Immerhin: In der letzten Partie vor der Länderspielpause zeigte der Kameruner beim 4:0 gegen den FCZ endlich wieder, warum er an guten Tagen einer der aufregendsten Spieler der Super League sein kann.

Die Frage ist, ob der Schwung schon verpufft ist. Die Länderspielreise verlief für Ngamaleu enttäuschend. Er stand in der Startaufstellung, als sich Kamerun beim 1:3 auf den Kapverdischen Inseln blamierte. Am Dienstag folgte dann mit dem 26-Jährigen am Flügel ein ebenso wenig begeisterndes 0:0 daheim gegen Ruanda. Trotzdem schloss Kamerun die Qualifikationsphase für den Afrika-Cup 2022, für den Kamerun als Gastgeber automatisch qualifiziert war, als Gruppensieger ab.

Camara reist wegen Covid-Situation freiwillig ab

Ebenfalls für den Afrika-Cup qualifiziert hat sich Guinea. Beim entscheidenden 1:0-Sieg vor einer Woche gegen Mali spielte YB-Innenverteidiger Mohamed Camara durch. Weil es dann im letzten Gruppenspiel gegen Namibia um nichts mehr ging und die Covid-19-Fallzahlen im Land des Gegners steigen, durfte der 23-Jährige selber entscheiden, ob er mitreisen möchte. Er bevorzugte die Rückkehr nach Bern. Und genoss dann an der Aare das sonnige Wetter.

Martins und die Erinnerung an eine Schweizer Blamage

Ohne Spielpraxis reiste Christopher Martins zum Nationalteam Luxemburgs. Seine letzte Partie für YB hatte er verletzungsbedingt am 22. Dezember in St. Gallen bestritten. Nun ist er mit drei Länderspielen und 236 Minuten mehr in den Beinen nach Bern zurückgekehrt.

Nicht nur deshalb darf Martins Länderspielreise als gelungen bezeichnet werden. Am Wochenende besiegte der kleine Beneluxstaat mit ihm im defensiven Mittelfeld in der Qualifikation zur WM Irland und sorgte damit für eine grosse Überraschung. Es war überhaupt erst der zweite Auswärtssieg Luxemburgs in der WM-Qualifikation, der erste war 2008 in der Schweiz zustande gekommen.

Es blieb nicht das einzige Ausrufezeichen. Am Dienstag ging Luxemburg gegen Portugal in Führung, ehe Cristiano Ronaldo und Co. die Partie drehten und für den standesgemässen Sieg sorgten. Nun erhöht Martins bei YB im zentralen Mittelfeld das Gedränge, Seoane stehen am Sonntag in Sion auf dieser Position sechs Spieler zur Verfügung.

Rieder steht erst am Anfang seiner Zeit bei der U-21

Einer der sechs YB-Mittelfeldspieler ist Fabian Rieder. Der 19-jährige, Zweitjüngster im Schweizer Kader, kam am Mittwoch im letzten Gruppenspiel der EM gegen Portugal zu seinem Debüt im U-21-Nationalteam. Während für die meisten Spieler die Zeit im Juniorennationalteam nun altersbedingt endet, dürfte Rieder in den nächsten Jahren im Team von Trainer Mauro Lustrinelli eine wichtige Rolle zukommen.

Wie auch YB-Stürmer Felix Mambimbi, ebenfalls einer der Jüngsten. Bei der EM kam er in allen drei Spielen zum Einsatz, gegen Portugal stand er in der Startaufstellung. Er reist zwar ohne Tor ab, aber im Wissen darum, wichtige Erfahrungen gemacht zu haben.

Und dann ist da noch Cédric Zesiger. Für den YB-Innenverteidiger waren die Auftritte gegen England und Kroatien die letzten im U-21-Nationalteam. Zumindest beim 1:0 gegen England betrieb er viel Werbung in eigener Sache. Setzt er seinen Aufstieg fort, könnte er schon bald im A-Nationalteam debütieren und YB dereinst für viel Geld verlassen.


https://www.bernerzeitung.ch/wenn-ronal ... 8698724665

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