 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 11. Dezember 2012, 10:28 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.12.2012  Zitat: Zu viele Egoisten
YB-Trainer Martin Rueda würde nach den vielen Enttäuschungen gerne etliche Akteure loswerden. Nur: Der Handlungsspielraum ist klein.
Martin Ruedas Ärger ist am Tag nach dem blamablen Cup-Out gegen den FC Wil noch kaum abgeklungen. Dem YB-Trainer will nicht in den Kopf, wieso sein Team den für den Verein kapitalen Match derart pomadig und unkonzentriert begonnen hat. «Jeder hat um die offensiven Stärken der Wiler gewusst. Jedem waren ihre guten Resultate der letzten Wochen bekannt. Es gab folglich nicht den geringsten Anlass, den Challenge-League-Klub zu unterschätzen», klagt Rueda. Gar nicht gefallen hat dem 49-Jährigen die Reaktion nach dem 0:3-Rückstand. Es habe Spieler gegeben, die gesagt hätten, der Match sei gelaufen. «So etwas darf es einfach nicht geben.» Namen gibt er diesmal keine preis. Nach dem verlorenen Match in St. Gallen war das noch anders gewesen: Der Coach hatte Farnerud und Costanzo öffentlich gerügt wegen ihrer Fehler vor den Gegentoren 1 und 2.
So dezidierte Kritik an seinem Personal wie dieser Tage hat der zurückhaltende Rueda noch nie geübt, seit er bei YB unter Vertrag steht. Es ist, als wollte er ein klares Zeichen setzen vor der Ankunft von Fredy Bickel. Mit dem neuen Sportchef hat er sich letzte Woche länger unterhalten über die Mannschaft. Ein zweites Gespräch führten die beiden Männer gestern Vormittag, ein paar Stunden vor Ruedas Abflug nach Miami, wo er in den nächsten Tagen einen Englischsprachkurs besucht.
Den Wagen statt das Team im Kopf
Rueda hat in den letzten Wochen mehrmals durchblicken lassen, dass er sich mehr Leadertypen wie Christoph Spycher, Marco Wölfli oder Mario Raimondi wünscht, die nicht nur an die Lohntüte, den neuen Wagen oder das eigene Wohlbefinden denken, sondern auch mal an das Team. Oder anders formuliert: YB hat zu viele Spieler, die zu oft mit sich selber oder ihrer Karriereplanung beschäftigt sind. Raúl Bobadilla, Moreno Costanzo, Alexander Farnerud, Jan Lecjaks, Juhani Ojala, Pascal Doubai und Matias Vitkievicz gehören zu dieser Gruppe. Das Problem: Sie alle besitzen Verträge bis mindestens 2014. Will heissen: Findet sich bis im nächsten Sommer kein Abnehmer, muss sie Sportchef Bickel in die Planungen für die nächste Saison einbeziehen.
Die Gruppe, auf die seit Sommer in der Regel Verlass war, wird angeführt von Captain Wölfli, obwohl er nicht immer souverän wirkte. In der Verteidigung waren der kämpferische Alain Nef und der routinierte Mario Raimondi die Besten. Dusan Veskovac und Scott Sutter lieferten solide Arbeit ab. Im zentralen Mittelfeld heisst der Aufsteiger Elsad Zverotic. Der Montenegriner übernahm die 6er-Position, nachdem sich Spycher am Knie verletzt hatte. Den Knopf aufgemacht hat Rafael Nuzzolo, der letzte Saison noch eine der grössten Enttäuschungen gewesen war. Der gebürtige Bieler sammelte am meisten Assists (10) und war hinter Bobadilla und Farnerud der dritterfolgreichste Torschütze (5).
Und die ganz Jungen? Michael Frey, Alexander González und Marco Bürki vollbrachten zwar keine Wunderdinge, doch sie sind ein Versprechen für die Zukunft. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Zu ... y/30264989
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 11. Dezember 2012, 10:33 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.12.2012  Zitat: YB: Neue Plätze zum Trainieren
BERN. YB möchte in Bolligen eine Million Franken in den Bau eines Fussballfeldes investieren. Dem Verein fehlt es an Trainingsfeldern, wie der «Bund» berichtete. YB hat sich in der Region umgeschaut und ein Feld in Bolligen ins Auge gefasst. Das Trainingsfeld könne rasch realisiert werden, und dank der Nähe zum Stade de Suisse müssten keine Umkleidekabinen gebaut werden. Eigentümer des Terrains ist der Kanton.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 13. Dezember 2012, 10:03 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
13.12.2012  Zitat: So erklärt der Sportpsychologe die Leistungsschwankungen von YB
YB hat in der Vorrunde zwei Gesichter gezeigt. Professor Roland Seiler, Sportwissenschaftler an der Uni Bern, erklärt die Gründe für die Leistungsschwankungen.
YB spricht nach der Vorrunde von fehlender Konstanz. Welches sind die Voraussetzungen für Konstanz? Roland Seiler: Bei Mannschaftssportarten sind immer zwei Ebenen zu betrachten: Die der einzelnen Spieler und die des gesamten Teams. Zu Leistungskonstanz auf der individuellen Ebene gehört neben guter physischer Verfassung und ausreichender Erholung eine hohe Fähigkeit, sich zu konzentrieren und mit der eigenen Anspannung umzugehen, sowie das Vertrauen, dass man ein Ziel auch bei Schwierigkeiten erreichen kann. Auf der Teamebene ist es wichtig, dass ein gemeinsames Verständnis darüber vorliegt, wie die Aufgabe bewältigt werden soll, etwas, was oft als mentales Teammodell bezeichnet wird.
Welche Auswirkungen kann dieses mentale Modell auf die Konstanz haben? Alle Spieler sollten zum Beispiel die Bedeutung eines Spiels gleich einschätzen und die vom Trainer vorgegebene Taktik verstehen. Das heisst nicht nur zu wissen, was jeder einzelne zu tun hat, sondern sich auch in die Überlegungen und Entscheidungen der anderen hineindenken können. Wenn das klappt, führt das zu dem blinden Verstehen, das man zum Beispiel bei Barcelonas Messi, Fabregas, Iniesta und Xavi sieht.
YB zeigte in der Europa League und in der Super League zwei Gesichter. Auf starke Vorstellungen gegen Udinese, Liverpool und Anschi folgten in der Meisterschaft Niederlagen gegen Lausanne und zuletzt das Cup-Aus gegen Wil. Lassen diese Schwankungen auf ein mentales Problem schliessen? Hier muss man auch an die zeitliche Abfolge denken: mit dem Ausscheiden in der Europa League kann möglicherweise eine gewisse Ernüchterung einhergegangen sein, weil die Mannschaft die Früchte der guten Leistungen nicht ernten konnte. Andererseits könnte die gute Leistung zu einer Überschätzung der eigenen Voraussetzungen geführt haben. Die vermeintlich einfacheren Gegner werden dann nicht richtig ernst genommen.
Es gibt Spieler, die zugaben, im Europacup motivierter zu sein. Motivation ergibt sich aus einer Wechselbeziehung zwischen den Anreizen, die die Aufgabe darstellt und der eingeschätzten Wahrscheinlichkeit, dass das Ziel auch erreicht werden kann. Man kann es keinem Spieler verübeln, dass er denkt: ein Spiel vor grosser Kulisse gegen Liverpool ist attraktiver als eines gegen Wil vor nicht einmal 2000 Zuschauern. Gleichzeitig wird die Aufgabe in der Europa League als schwieriger eingestuft, was einerseits den Druck von aussen und die eigenen Erwartungen reduziert, andererseits aber auch Energien freisetzt, die dann den Unterschied ausmachen.
Braucht es im Scheinwerferlicht der europäischen Fussballbühne, vor grossem Publikum und vielen Scouts also, gar keinen Trainer, um die Spieler zu motivieren – im Gegensatz zum Spiel in Wil vor einer leeren Tribüne? Wenn die Spieler wissen, dass sie von Scouts beobachtet werden, verändert sich ihre persönliche Zielstellung: Sie wollen durch Engagement und spektakuläre Aktionen auffallen, stellen aber nicht mehr den Erfolg des Teams in den Mittelpunkt. Wenn jedoch jeder sein eigenes Süppchen kocht, ist das Teammodell gefährdet. Das Risiko besteht, dass Kommunikationsregeln und taktische Absprachen missachtet werden und kein aufeinander abgestimmtes Spiel zustande kommt.
YB startet oft schlecht in eine Partie – in Wil lagen die Berner nach 27 Minuten 0:3 hinten. Hat Trainer Martin Rueda die Spieler bei seiner Ansprache erreicht? Vielleicht vertraut das Team etwas zu sehr auf die legendäre YB-Viertelstunde – dass sich die Legende bilden konnte zeigt, dass das nicht ein neues Phänomen der Gelbschwarzen ist! – und hat ja in der Tat den Rückstand in extremis aufgeholt. Bedenklich sind die Abwehrfehler in der ersten halben Stunde, die ein Hinweis darauf sind, dass die Vorstellungen nicht aufeinander abgestimmt waren.
Muss ein Trainer womöglich mehr unternehmen als verbal auf das Problem hinweisen? Eishockey-Nationaltrainer Ralph Krueger motivierte seine Spieler mit SMS-Botschaften. Kleine Symbole können einen Überraschungseffekt auslösen und die Aufmerksamkeit auf ein bevorstehendes Spiel zurückholen und damit vielleicht leistungsfördernd wirken. Jeder Trainer muss aber Strategien verwenden, die zu ihm passen.
Im Mannschaftssport ertönt stets der Ruf nach Leaderfiguren. Wie wichtig sind Führungsspieler? Ein Spielmacher kann eine Leaderfigur darstellen, ein Spieler, der durch seinen grossen Einsatz als Vorbild wirkt, aber auch jemand, der etwas erfahrener ist und beispielsweise erkennt, wenn ein jüngerer Spieler nach einem Fehler ein aufmunterndes Wort braucht. Ein Team braucht von allen dreien.
Raul Bobadilla könnte ein solcher Leader sein. Welche Rolle im Gefüge einer Mannschaft hat ein Spieler, bei dem Genie und Wahnsinn so nah beisammen sind? Zentral ist es, dass die Rollen und damit auch die soziale Struktur im Team für alle klar sind. Das heisst, dass jeder die Rollen der anderen kennt und sie auch akzeptiert und zudem weiss, welche Rolle er selber zu übernehmen hat. Wenn die anderen Spieler einen genialen Spieler als Leader akzeptieren können, kann das funktionieren.
Genügt es, bei der Zusammenstellung eines Teams nur auf die fussballerischen Qualitäten eines Spielers zu achten – oder sollte auch in Betracht gezogen werden, welche Charaktereigenschaften jemand in die Kabine bringt? Coleman Griffith, der als erster amerikanischer Sportpsychologe gilt, soll in den dreissiger Jahren berühmte Coachs gefragt haben: «Stellst du die Spieler auf, die heiss auf den Match sind, oder versuchst du die besten Spieler zu motivieren?» Zwischen diesen beiden Polen steckt jeder Trainer: oft muss er wählen zwischen spielerisch-technischer Brillanz und hoher Leistungsbereitschaft. Im seltenen Idealfall findet sich beides in denselben Personen.
Zur Person
OL-Läufer Roland Seiler ist seit 2005 als Professor für Sportwissenschaft an der Universität Bern tätig, wo er vor allem zu psychologischen Aspekten der Teamleistung forscht. Zuvor war er Leiter des Fachbereichs Sportpsychologie und Sozialwissenschaften an der Eidgenössischen Sportschule Magglingen. Der 58 Jahre alte Berner war früher aktiver OL-Läufer und fünf Jahre Nachwuchstrainer im Berner OL-Regionalkader. Roland Seiler wohnt in Magglingen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20962091
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 4. Januar 2013, 11:56 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
04.01.2013  Zitat: Standpunkt: YB braucht jetzt endlich Kontinuität und Stabilität
Weil sich derart viele Verantwortliche im Kaderbasteln versuchten, wirkt YB heute wie eine Mannschaft aus dem Versuchslabor. Es fehlt an einer Identität und vor allem: an einer Idee.
12 Monate ist es gerade mal her, dass YB nach mässiger Vorrunde mit CEO Ilja Kaenzig und Trainer Christian Gross die nächste Transferoffensive lancierte. Königszuzug und Torjäger Raul Bobadilla sollte die Berner zum ersten Titel seit dem Cupsieg 1987 schiessen. Kaenzig und Gross sind längst grandios gescheitert, sie kassieren aber insgesamt weiter über 100'000 Franken im Monat von YB – und sind wie der gestern an den FC Basel verkaufte Bobadilla teure, prominente Beispiele für die unselige Vorwärtsstrategie «Phase 3», die in Bern heftigen Schiffbruch erlitt.
Und heute steht YB nach der nächsten enttäuschenden Vorrunde mal wieder vor einem Neuanfang. Nun firmiert der neue alte Sportchef Fredy Bickel als Hoffnungsträger. Er geniesst einigen Kredit, kennt das Geschäft ausgezeichnet und weiss sich gut zu präsentieren. Bickel hat viele Stärken, zuletzt bei Zürich jedoch nicht mehr überzeugt. Er steht unter Druck. Seine Aufgabe ist schwierig, aber enorm reizvoll. Bickel muss einer Unternehmung, in der sich eine Verlierermentalität eingeschlichen hat, Vertrauen verleihen. Es gilt eine ziemlich verunsicherte, aber durchaus begabte Belegschaft in ein Siegerteam zu verwandeln.
Das geht nicht von heute auf morgen. Niemand weiss das besser als die Young Boys, bei denen sich in den letzten, unruhigen Jahren derart viele Präsidenten und Sportchefs, Trainer und Spieler abwechselten, dass sich die Verhältnisse teilweise fast wie beim chaotischen FC Sion präsentierten. Dennoch agierte YB teilweise ja sehr erfolgreich, in der Europa League beispielsweise, und ist hinter dem FC Basel das beste Schweizer Team der letzten Jahre. Die Titel aber holten stets andere. YB verlor hier eine Finalissima und da eine, unterlag in diesem Cupfinal und im nächsten, es war ein Scheitern und Verlieren und Jammern auf hohem Niveau. Und das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil. Die Erwartungen stiegen beträchtlich, in den letzten Jahren verkaufte YB regelmässig fast 15'000 Saisonkarten, der Zuschauerschnitt betrug mehrmals über 20'000. Man erwartet Tore, Triumphe – und endlich: Titel.
Weil sich aber derart viele Verantwortliche im Kaderbasteln versuchten, wirkt YB heute wie eine Mannschaft aus dem Versuchslabor. Es hat zwar starke Einzelspieler und einige Talente, aber es fehlt an einer Identität und vor allem: an einer Idee. Und es hat kaum charismatische Leader im Team. YB ist deshalb sehr gut beraten, endlich, endlich auf Kontinuität zu setzen. Die neue Vereinsführung tritt bescheidener und bodenständiger auf. Es wäre ein weiteres positives Zeichen, wenn die leitenden Fachkräfte im Jahr 2013 nicht wieder alle ausgewechselt würden. Selbstverständlich müssen Sportchef Bickel und Trainer Martin Rueda aber beweisen, den Turnaround realisieren zu können. Dafür braucht Bickel Erfolg auf dem Transfermarkt – und Rueda bessere Ergebnisse auf dem Rasen.
Die Ausgangslage für die Young Boys jedenfalls ist äusserst delikat. Der 5.Zwischenrang in der Liga ist unbefriedigend. Es gilt Zuschauer und Sponsoren rasch vom neuen Konzept zu überzeugen. Nach den von Überheblichkeit und wirtschaftlicher Leichtfertigkeit geprägten letzten Jahren sollte YB zudem stärker auf finanzielle Vernunft setzen. Mit seriöser, ruhiger Vorgehensweise und Kompetenz auf den wichtigen Positionen sind Titelgewinne für ein im Schweizer Fussball derart grosses, mächtiges Unternehmen wie YB möglich. Es gibt genügend Beispiele, die belegen, dass Kontinuität und Stabilität in diesem hektischen Geschäft der Schlüssel zum Erfolg sind. Hoffentlich kapiert man das auch bei den Young Boys. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31532719
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 5. Januar 2013, 13:29 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
05.01.2013  Zitat: Afum soll nun für YB die Tore schiessen
Einen Tag nach dem Abgang von Raúl Bobadilla stellten die Berner Samuel Afum (22) aus Ghana vor. Sportchef Fredy Bickel beschäftigen weitere Personalien.
Beim Trainingsbeginn der Young Boys gestern auf der Bodenweid in Bümpliz fehlte der neue Stürmer noch: Samuel Afum unterschrieb erst am Abend einen Vertrag über dreieinhalb Jahre bis im Sommer 2016. Der Mann, der am Heiligabend seinen 22. Geburtstag feierte, soll nach dem Wegzug von Raúl Bobadilla zum FC Basel nun für die Young Boys im Angriff wirbeln.
In Ägypten erzielte er mit dem SC Smouha in der Egyptian Premier League 14 Tore in 43 Spielen und servierte 6 Assists. Seit der Stadion-Katastrophe von Port Said im vergangenen Februar pausiert die Meisterschaft, und der SC Smouha brachte sich mit Testspielen über die Runden.
Der neue YB-Stürmer zählt zur Olympiaauswahl Ghanas und ist Vater einer sechs Monate alten Tochter. Afum kehrt nun in seine Heimat zurück, um private Dinge zu erledigen und dürfte voraussichtlich Ende nächster Woche erstmals mit YB trainieren.
Fünf Spieler fehlten
Zu den Abwesenden beim Trainingsauftakt zählten zudem Christoph Spycher, der nach einer Operation am langwierig entzündeten Knie rekonvaleszent ist. Ivan Benito, Goalie Nummer 2, befindet sich nach seinem Muskelabriss im linken Oberschenkel im Aufbautraining. Auf der Verletztenliste steht auch weiterhin der Kanadier Josh Simpson, dessen Schien- und Wadenbeinbruch nun rund sieben Monate zurückliegt.
Ebenfalls nicht dabei waren gestern die beiden Venezolaner Josef Martínez und Alexander González. Martínez weilt mit der U-20-Auswahl seines Landes an einem Turnier in Argentinien. González ist von den Ferien in Südamerika nach Bern zurückgekehrt. Doch nachdem er von einem Todesfall in seiner Familie erfahren hatte, entschied Trainer Martin Rueda gestern Morgen, dem aufgewühlten und traurigen Spieler frei zu geben.
«Nicht alles umkrempeln»
Für den neuen YB-Sportchef Fredy Bickel, der zusammen mit VR-Vize Werner Müller und Chefscout Stéphane Chapuisat das Training beobachtete, werden die nächsten Tage kaum ruhiger. «Der Umbau der Mannschaft wird einige Zeit dauern, wir arbeiten kontinuierlich daran. Aber ich werde jetzt nicht alles umkrempeln. Ich freue mich sehr, wieder bei YB zu sein, und ich habe dank der Beziehungen des Vereins bereits eine neue Wohnung in Bern gefunden.»
Das sagt Fredy Bickel zur Situation von YB im neuen Jahr.
Saisonziel: «Die Qualifikation für die Europa League ist ein Muss, Platz 4 ist also das Minimalziel. Das haben wir den Spielern am Freitag vor dem Trainingsstart nochmals deutlich gemacht.»
Stürmer Samuel Afum aus Ghana: «Ein sehr interessanter Spieler, mit 22 Jahren ist er noch jung und hat die Zukunft vor sich. Stéphane Chapuisat und seine Mitarbeiter haben ihn mehrmals beobachtet. Sein Transfer ist kompliziert, da ihn sein Verein nicht freigeben will. Es zeichnet sich ab, dass sich die Fifa bei der Bestimmung der Transfersumme einschalten muss. Afum hat bereits schriftlich bei der Fifa den Sachverhalt dargelegt.»
Stürmer Toto Tamuz aus Israel: «Tamuz wurde von Chapuisat ebenfalls beobachtet, doch er ist kein Thema mehr für uns. Wir suchen noch einen zweiten Stürmer, und es wird wahrscheinlich auch ein Ausländer sein. Denn Schweizer Offensivspieler, die unseren Anforderungen entsprechen und in unser Budget passen, sind zurzeit nicht verfügbar.»
Elsad Zverotic: «Wir rechnen fest mit ihm, und Elsad pokert auch nicht mit einem Vereinswechsel. Doch ein Club aus der französischen Ligue 1 zeigt Interesse. Deshalb bin ich vorsichtig und wappne mich. Sollte Zverotic gehen, haben wir im zentralen Mittelfeld Bedarf.» – Anmerkung der Redaktion: Interesse bekundete Evian. Doch gestern meldete Zverotics Berater, dass der Wechsel nicht zustande kommt und er davon ausgehe, dass Zverotic die Rückrunde mit YB spiele.
Matias Vitkieviez: «Es gibt Gespräche mit Servette, Vitkieviez möchte nach Genf zurückkehren. Und wir wollen das Kader etwas verkleinern, nachdem wir im Schweizer Cup und in der Europa League nicht mehr dabei sind.»
Vom Rückkehrer wird Stabilität gefragt
Letztmals war François Affolter vor rund acht Monaten in der Bundesliga am Ball gewesen; beim 1:2 von Werder Bremen gegen die Bayern am 21. April. Im Herbst kam er noch fünfmal mit Werder II in der Regionalliga Nord zum Einsatz. Nun ist er nach einem Jahr zurück bei den Young Boys und trainierte gestern erstmals wieder mit seinen alten Teamkollegen. Am 13. März wird der Abwehrspieler 22-jährig, sein Vertrag bei YB läuft noch bis Ende Juni 2016.
Auch wenn der Seeländer, der nun wieder in Nidau wohnt, bei Werder nach der Sommerpause im Bundesligateam keine Perspektiven mehr hatte, betrachtet er den Abstecher in den Norden nicht als Scheitern. «Ich habe viel gelernt, die Konkurrenz ist gross, und ich war oft auf mich alleine gestellt», stellt er klar. Vor einem Jahr war Affolter aus Bern weggezogen, bei Trainer Christian Gross hatte er seinen einstigen Stammplatz verloren. Jetzt ist die Situation anders: Martin Rueda hält viel von Affolter. Der YB-Trainer forderte nach den Abwehrschwächen einen gestandenen Verteidiger für die zweite Saisonhälfte. Mit der Rückkehr von Affolter wird aber kein zusätzlicher Defensivspieler engagiert. «François hat hervorragende Qualitäten, die Vorbereitungszeit wird zeigen, wie gut und wie schnell er sich wieder in die Mannschaft integrieren kann», sagte Rueda. Der Trainer weiss: Ein Risiko bleibt, denn in der Vorrunde zeigten die Young Boys immer wieder eklatante Abwehrschwächen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Af ... y/25191468
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Hauptstadt
|
Verfasst: Samstag 5. Januar 2013, 13:43 |
|
Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 7. Januar 2013, 12:05 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.01.2013  Zitat: YB macht sich wieder einmal Mut Vor einem Jahr wurde die Ankunft von Raul Bobadilla gefeiert – nun empfindet man dessen Abgang zum FC Basel als Befreiung
BERN Es ist ein Jahr her, da blies YB in der Winterpause auf dem Transfermarkt zum Grossangriff. Der damalige CEO und Sportchef Ilja Kaenzig wirbelte tüchtig, um die Wünsche von Trainer Christian Gross zu erfüllen. Mit viel medialem Brimborium als Begleitung verpflichteten die Berner damals die jungen Venezolaner Josef Martinez und Alexander Gonzalez, die als Ausnahmetalente gepriesen wurden, den Kanadier Josh Simpson, Matias Vitkieviez von Servette. Und als Coup wurde Raul Bobadilla von Borussia Mönchengladbach dem FC Luzern weggeschnappt.
Trainer der Luzerner war zu dieser Zeit Murat Yakin. Der pflegte bereits damals geschäftliche Kontakte zu Jose Noguera, einem der Berater von Bobadilla. Damals halfen Yakin die guten Beziehungen wenig, weil YB mehr Geld zahlte. 2 Millionen Euro überwies YB für Bobadilla an Gladbach und zahlte dem Argentinier ein fürstliches Gehalt. Der FCL konnte nicht mithalten. Insgesamt kostete diese Transferoffensive vor einem Jahr mit den fünf verpflichteten Spielern die Gebrüder Andy und Hans-Ueli Rihs als Besitzer des BSC YB nahezu 7 Millionen Franken.
Ein Jahr später erhielt Yakin den Wunschstürmer doch noch
Nun aber kann sich Yakin als Trainer des FC Basel dennoch freuen, er hat seinen Wunschstürmer. Am Donnerstag unterschrieb Bobadilla beim FC Basel bis im Sommer 2017. Die Bemühungen von YB-Sportchef Fredy Bickel, den abwanderungswilligen Bobadilla zu einem ausländischen Verein zu transferieren, waren vergebens: Bobadilla und seine Berater weigerten sich, mit einem anderen Verein als dem FC Basel zu verhandeln. YB blieb gar nichts anderes übrig, als Bobadilla an den Konkurrenten abzugeben. «Hätten wir Bobadilla den Wechsel verweigert und ihn gezwungen, bei uns den Vertrag zu erfüllen, hätten wir uns mit ihm wohl Probleme aufgeladen», vermutet YB-Präsident Werner Müller.
3,5 Millionen, sagt der FCB – 4,5 Millionen, sagt YB
Wie üblich vereinbarten die beiden Clubs über die finanziellen Bedingungen des Transfers Stillschweigen. Beim FCB bezeichnet man die Transfersumme zwischen 3 und 3,5 Millionen Franken, bei den Bernern rechnet man anders und kommt mit der Ablösesumme für YB, Transferbeteiligung an Mönchengladbach, Handgelder für Bobadilla und die Berater und die Boni, die fällig werden, wenn sich Basel für die Champions League qualifiziert, auf gut 4,5 Millionen. Konkrete Fakten legen aber beide Vereine nicht auf den Tisch, die Exponenten wollen sich nicht zitieren lassen, verweisen auf das Stillhalteabkommen.
Doch für die Young Boys stellen sich nach dem Abgang des eigenwilligen, zeitweise überragenden Topskorers ohnehin andere Fragen. Aus dem Transfersturm vor einem Jahr ist Schall und Rauch übrig geblieben: Gross weg, Kaenzig weg, Bobadilla weg, Vitkieviez auf der Ersatzbank und auf dem Absprung zurück nach Genf und der bedauernswerte Simpson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch langzeitverletzt. Nur die beiden Talente Martinez und Gonzalez sehen bei YB noch Perspektiven. Einen Stammplatz haben beide nicht.
YB steht also wieder einmal vor einem Neuanfang. Für den neuen Sportchef Fredy Bickel und seine Crew geht es nun darum, endlich Ruhe in den Verein zu bringen. 8 Punkte liegen die Berner hinter dem 4. Platz in der Super League zurück, der für die Qualifikationsspiele zur Europa League berechtigt. Bickel hat das am Freitag zum Trainingsauftakt bei der Ansprache an die Spieler als Minimalziel und Muss ausgerufen.
Bobadilla in einer Reihe mit Doumbia, Bienvenu, Mayuka
Mit der Verpflichtung des 22-jährigen Stürmers Samuel Afum aus Ghana haben die Young Boys auf den Abgang von Bobadilla reagiert – ein weiterer Offensivspieler soll noch engagiert werden. Und es ist ja gar nicht so, dass die Berner mit der Verpflichtung von hoffnungsvollen Stürmertalenten in den letzten Jahren oft danebengegriffen hätten. Der Ivorer Seydou Doumbia (zu ZSKA Moskau), der Kameruner Henri Bienvenu (zu Fenerbahçe Istanbul), der sambische Afrika-Meister Emanuel Mayuka (zu Southampton) und nun selbst Bobadilla wurden mit zum Teil erheblichem Gewinn verkauft.
Doch das ist nur ein Aspekt des Geschäftsmodells von YB. Denn bislang taugten die Millionenerlöse nicht, um endlich wieder einen Titel nach Bern zu holen.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 11. Januar 2013, 09:31 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.01.2013  Zitat: Afum ist da, der Nächste soll folgen
Der Ghanaer Samuel Afum trainiert seit Donnerstag mit YB. Bald soll ein weiterer Stürmer zum Team stossen. Gespräche führt Sportchef Fredy Bickel auch mit GC betreffend Goalie Roman Bürki.
Der Stürmer Samuel Afum erhält wenig Zeit zur Anpassung. Schon in einem Monat, mit Beginn der Rückrunde, soll er den Young Boys weiterhelfen und bei seinem neuen Klub mit möglichst vielen Toren den zu Basel abgewanderten Argentinier Raul Bobadilla vergessen machen. Da schadete es nicht, schloss der Ghanaer, der zuletzt beim Smouha Sporting Club im ägyptischen Alexandria unter Vertrag stand, bei seinem ersten YB-Training gestern Nachmittag gleich Bekanntschaft mit den derzeit garstigen Bedingungen in der Schweiz. Wenige Stunden nach seiner Ankunft in Bern liess sich Afum vom nasskalten Wetter nicht einschüchtern und absolvierte das Training in kurzen Hosen. Welche Ablösesumme die Berner für den 22-Jährigen überweisen müssen, wird die Fifa definieren. Dies, weil Smouha den Angreifer nicht hatte abgeben wollen, obwohl der Spielbetrieb in Ägypten seit Februar 2012 ruht und der Klub den Spielern keinen Lohn mehr überwies. Afum übernimmt die Trikotnummer 7 von Matias Vitkieviez. Der 27-jährige Flügelspieler, den YB vor einem Jahr von Servette verpflichtete, kehrt bis Saisonende leihweise zu den Genfern zurück.
Zverotic und Farnerud gefragt
Samuel Afum gilt als anderer Stürmertyp als Bobadilla, «er kommt oft aus der Tiefe und ist damit keine klassische Nummer 9», sagt Sportchef Fredy Bickel. Daher sucht er im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte noch nach einem Mittelstürmer. Möglichst bald will er mit einem der zwei, drei Kandidaten, mit denen sich die Young Boys zurzeit beschäftigen, zum Vertragsabschluss kommen. Namen von möglichen Zugängen kursieren einige, Bickel kommentiert sie nicht und sagt nur, der neue Stürmer werde aus dem Ausland zu YB stossen. «Wir arbeiten aber nicht mit der Brechstange, sondern wollen eine Gelegenheit nutzen, wenn sie sich ergibt.»
Angebote eingetroffen sind zuletzt hingegen für Elsad Zverotic und Alexander Farnerud – aus Italien und aus Frankreich. Noch befürchtet YB keinen Abgang der beiden Mittelfeldspieler. «Sie bekennen sich zu uns und wollen an einer erfolgreichen Klubgeschichte mitschreiben», sagt Bickel. Möglicherweise waren die Offerten aber einfach noch nicht interessant genug.
Das Gespräch mit YB gesucht haben auch die Verantwortlichen der Grasshoppers. GC möchte den noch bis im Sommer ausgeliehenen Torhüter Roman Bürki definitiv übernehmen. Bickel schwebt hingegen eher eine Verlängerung der Ausleihe des 22-Jährigen vor. Bürkis Vertrag bei YB läuft noch zweieinhalb Jahre, Eigenbedarf melden die Berner derzeit aber keinen an. Bickel sagt: «Mit Marco Wölfli haben wir einen sehr starken Torhüter und zudem eine Identifikationsfigur, die das Team als Captain in Zukunft noch stärker prägen soll.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22013725
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 11. Januar 2013, 15:03 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.01.2013  Zitat: Afums Premiere in der Nässe, Vitkieviez’ Rückkehr nach Genf
YB-Spieler Matias Vitkieviez verlässt Bern und wechselt leihweise zurück zu seinem Stammverein FC Servette. Gleichzeitig trainierte erstmals Samuel Afum in Bern.
Donnerstagnachmittag, Stadion Neufeld. Die Wolken hängen tief. Es schneit und graupelt. Ein Tag fast ohne Licht. Samuel Afum hat sich gegen die Kälte gewappnet: Er trägt Mütze und Handschuhe, als er erstmals mit seinen neuen Teamkollegen des BSC YB trainiert. Die Trainerhosen jedoch hat er zur Seite gelegt. Die braucht der junge Ghanaer auch nicht, denn Trainer Martin Rueda und sein Staff gönnen den Fussballern nur wenig Verschnaufpausen.
Rasanter Fall nach Gipfelsturm
Ein Spieler ist bei Afums Premiere bereits nicht mehr zugegen. Matias Vitikieviez hat sich vor dem morgendlichen Training von der Equipe und dem Betreuerstab verabschiedet. Die Young Boys leihen den offensiven Mittelfeldspieler bis zum Saisonende an Servette aus. Der 27-Jährige war vor einem Jahr von den finanziell klammen Genfern zu YB gestossen und hatte einen fulminanten Einstand: Zum Rückrundenstart gelangen ihm gegen seinen Ex-Verein zwei Tore. Mit weiteren starken Leistungen verdiente er sich sogar ein Aufgebot für die Nationalmannschaft. Als Ende Februar Argentinien im Stade de Suisse gastierte, wurde der gebürtige Uruguayer von Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld für die letzten drei Minuten auf das Feld geschickt. Die Herrlichkeit hatte bald ein Ende. Die Young Boys schlitterte immer tiefer in eine sportliche Krise – und mit ihnen Vitkieviez. Er verlor seine Unbekümmertheit und vieles, was er probierte, missriet ihm. Bei Christian Gross’ Nachfolger Rueda spielte Vitkieviez nur noch eine Nebenrolle. In der Vorrunde kam er lediglich während 355 Minuten zum Einsatz. «Ich habe nie eine Erklärung erhalten, wieso ich nicht spiele», sagt er.
Bei Servette hofft man, dass Vitkieviez ähnlich spielbestimmend ist wie vor seinem Wechsel nach Bern. In der Aufstiegssaison 2010/11 schoss er für Servette elf Tore. In der Vorrunde 2011/12 gelangen ihm fünf Treffer (16 Einsätze). http://www.derbund.ch/sport/fussball/Af ... y/18304702
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 22. Januar 2013, 11:53 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.01.2013  Zitat: Eine%20Niederlage,%20dafür%20keine%20Abreise
Die Young Boys haben im Trainingslager in Südspanien das erste Testspiel bestritten und gegen Dnipropetrowsk 0:1 verloren. Sportchef Fredy Bickel dementierte den bevorstehenden Abgang von Alexander Farnerud.
Bekanntlich wurde YB im vergangenen Jahr von einer Abwanderungswelle erfasst, als sich das Team im südspanischen Cala de Mijas auf die Rückrunde vorbereitete. François Affolter reiste ab und schloss sich Werder Bremen an, Marco Schneuwly ging zum FC Thun, und Scott Sutter versuchte sein Glück bei Probetrainings in England. Seit Samstag und nach einem Rumpelflug nach Malaga ist YB zurück in Andalusien. Wieder logiert die Mannschaft in dem idyllisch auf einem Hügel gelegenen Golfresort und trainiert auf dem hoteleigenen Fussballplatz. Doch abgereist ist bisher keiner der Profis. Auch nicht Alexander Farnerud, über den am Montag im Internet zu lesen war, er stehe unmittelbar vor dem Wechsel nach Pescara. Sportchef Fredy Bickel bestätigte in Spanien zwar die Kontakte zum Serie-A-Verein, dass der Transfer des Mittelfeldspielers kurz bevorstehe, dementierte er hingegen. YB sei nicht bereit, mit den Italienern zu verhandeln: «Farnerud ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Wir wollen ihn behalten, das zeigen wir ihm auch.» Trotzdem versuchen die Verantwortlichen Pescaras weiter, Bickel zu erreichen, doch dieser sagt: «Auch Farnerud verspürt nicht den dringenden Wunsch, YB zu verlassen.»
Entsprechend kam der 28-Jährige am Montagnachmittag auch zum Einsatz, als die Young Boys ihr erstes Testspiel im Rahmen des Trainingslager bestritten. YB unterlag dabei Dnipro Dnipropetrowsk nach einem Penaltytreffer in der 42. Minute mit 0:1. Torhüter Yvon Mvogo – er ersetzte den geschonten Stammkeeper Marco Wölfli – hatte ein Foulspiel begangen, der ukrainische Nationalspieler Jewhen Selesnjow verwertete den Penalty sicher. Den Bernern, die überzeugend begonnen hatten, fehlte danach die Kraft und die Inspiration, den Rückstand wettzumachen. YB präsentierte sich vor rund fünfzig mitgereisten Fans in der Offensive zu harmlos, auch der neu verpflichtete Angreifer Samuel Afum blieb ohne Durchsetzungsvermögen.
Die robusten Ukrainer machten es YB mit entschlossenem Körpereinsatz aber auch sehr schwer, in Abschlussposition zu kommen. «Teilweise waren die Aktionen der Dnipro-Spieler überhart», sagte YB-Trainer Martin Rueda auch mit Blick auf Verteidiger Alain Nef, der nach seinem Einsatz leicht angeschlagen ins Hotel zurückkehrte.
Keine Zitate für den «Blick»
Auch der Schiedsrichter ärgerte sich über das Verhalten der Osteuropäer. Der Südkoreaner – er befindet sich mit den Spitzenreferees seines Landes ebenfalls im Trainingslager in Südspanien – zeigte zwei Dnipro-Akteuren die Rote Karte. Zunächst dem Ex-Basel-Spieler Samuel Inkoom und später dem Brasilianer Matheus, der ihn beschimpft hatte.
Eine Strafe haben auch die YB-Verantwortlichen ausgesprochen, und zwar gegen den «Blick». Nachdem die Zeitung letzte Woche in einer Artikelserie den unrühmlichen Abgang von Fredy Bickel nach dessen erster Amtszeit bei YB vor zehn Jahren beleuchtete hatte und dabei aus einem ihr zugespielten E-Mail von YB-Investor Andy Rihs zitierte, hat der Klub beschlossen, die Boulevardzeitung nur noch mit dem Minimum an Informationen zu versorgen. Zu spüren kriegt dies nun der nach Spanien gereiste «Blick»-Reporter, der zurzeit keine Aussagen vom Sportchef, vom Trainer und den Spielern erhält. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29696296
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 63 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |