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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. April 2006, 14:42 
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...YB-Everson spielt
Sion spielt unter Protest, wenn...

BERN – Jetzt geht es so richtig los mit dem Juristen-Cupfinal! Der SFV hat gestern bestimmt: YB-Star Everson darf am Ostermontag spielen. Sion-Boss Constantin schickte sogleich seine Anwalts-Armada los und droht: «Wir spielen unter Protest!»
Zur Erinnerung: Everson wurde am 22. März von der Kontroll- und Strafkomission des SFV nachträglich mit zwei Spielsperren belegt, weil er im Cupmatch gegen den FCZ Schneider an den Haaren gerissen hatte.

Die beiden Sperren sind sowohl in Cup (also auch im Cupfinal) wie Meisterschaft abzusitzen. YB rekurrierte dagegen. Während der Rekurs lief, konnte Everson fröhlich weiterspielen und kassierte am 2. April die vierte gelbe Karte in der Meisterschaft, was eine Sperre in der Super League nach sich zieht.

Am 7. April entschied das SFV-Verbandssportgericht, nicht auf die YB-Beschwerde einzutreten – Formfehler.

Stellte sich also die Frage: In welcher Reihenfolge muss Everson die Sperren absitzen? Gestern der Bescheid: Die Sperre, die Everson am Sonntag beim 3:3 in Zürich absass, war die erste der beiden Sperren aus dem Cup.

«Stimmt», bestätigt SFV-Jurist Robert Breiter. «Vier Verwarnungen ziehen nicht eine automatische Suspension nach sich wie eine rote Karte. Deshalb ist die zuerst ausgesprochene Sperre auch zuerst abzusitzen.»

Das sieht natürlich der in Gerichtssälen bewanderte CC anders: «Vier Gelbe ergeben eine automatische Sperre, weil dagegen nicht rekurriert werden kann. Jetzt schicke ich meine Anwälte los, um zu prüfen, wo zu klagen ist: Rekurs bei der Liga? Schiedsgericht? Und notfalls spielen wir unter Protest.»

Neutrale Juristen schätzen CCs Unterfangen nicht als völlig aussichtslos ein, hätten doch die Richtlinien und Reglemente Widersprüche in sich.

Und falls sich das erhärtet, neigt YB-Trainer Gernot Rohr dazu, absolut kein Risiko einzugehen und Everson draussen zu lassen. «Ich bin froh, muss ich mich nicht sofort festlegen», sagte der Deutsche gestern.

Schade: Das ganze Juristenzeugs wirft ein schiefes Licht auf das mit dem Attribut «Traumfinal» versehene Endspiel zwischen YB und Sion.

blick.ch


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. April 2006, 17:24 
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@Der Boss: Vielleicht weil es ein offizieller GEMS-Schal ist und nicht ein Dachverband-Produkt? ;)

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MARSCH ZUM WANKDORF AM CUPFINAL:

Besammlung: 1145 auf dem Kornhausplatz
Abmarsch: 1200h Richtung STADION WANKDORF

Route: Kornhausplatz - Kornhausbrücke - Viktoriaplatz - Spitalacker - Breitenrainplatz - Guisanplatz - WANKDORF

Es sind keine Halte eingeplant. Es ist selbstverständlich jedem freigestellt sich unterwegs zu stärken!

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. April 2006, 19:46 
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Cupfinal Countdown für den Desktop:

wenn du Windows XP User bist, und einen Cupfinal Countdown live auf deinem Desktop haben willst, hier die Anleitung:

10. Rechter Mausklick auf den Desktop
09. "Eigenschaften" auswählen
08. Zu "Desktop" wechseln
07. Auf "Desktop anpassen..." drücken
06. Zu "Web" wechseln
05. Auf "Neu..." drücken
04. Bei "Ort:" "http://meaparvitas.ch/cupfinal/" eingeben
03. 4x "OK" klicken
02. Im Desktop über das neu hinzugefügte Bild fahren und auf das Rechteck im oben rechts im soeben erschienen Rahmen drücken
01. Eh, voilà!

vielen Dank an den Macher (habs vom 1898-Forum kopiert; bei mir funktionierts einwandfrei)


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. April 2006, 11:55 
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Bund, 13.04.2006

Ein neuer Anlauf nach 19 Jahren

Ein Blick in die Cup-Geschichte des BSC Young Boys, der am Ostermontag wieder einmal im Final steht
Im Schweizer Fussball pflegten in den letzten Jahren vor allem der FC Basel und die Grasshoppers Titel zu sammeln – doch insgesamt kann sich auch die nationale Ausbeute der Young Boys sehen lassen. Ihre letzten Erfolge liegen freilich schon weit zurück: Es waren der Cupsieg 1987 und der Gewinn der Meisterschaft 1986. Es wäre Zeit für eine Fortsetzung der Erfolgsbilanz.

Die Statistik weist für die Young Boys seit deren Bestehen sechs Cupsiege aus – eigentlich aber waren es sogar neun: YB gewann nämlich dreimal hintereinander den Anglo-Cup (1910, 1911, 1912), den Vorgänger-Wettbewerb des Schweizercups, der erst in der Spielzeit 1925/26 offiziell eingeführt wurde.

Am Ostermontag bietet sich den Bernern wieder einmal die Chance, ihre stolze Trophäensammlung zu ergänzen. Es wäre an der Zeit dafür: Seit der Saison 1986/87 ist es den Young Boys nie mehr gelungen, einen nationalen Titel (Meisterschaft oder Cup) zu gewinnen. Mehrmals waren sie nahe dran – so etwa bei ihrer letzten Finalteilnahme im Jahr 1991. Doch damals, im Cupfinal gegen den FC Sion, lachte das Glück den Wallisern: Unterstützt von ihren 25 000 (!) begeisterten Supportern gewannen sie nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2.

Vom 2:0 zum 2:3 gegen Sion

Der Cupfinal von 1991, ausgetragen am Pfingstmontag, am 20. Mai, ist in Bern deshalb noch in wacher Erinnerung, weil es das letzte Mal war, dass YB im Endspiel stand. Und weil die Partie an Dramatik kaum zu überbieten war.

2:0 führten die Young Boys vor wahrscheinlich mehr als 50 000 Wankdorf-Besuchern zur Pause. Zur Freude ihres Anhangs hatten die Gelb-Schwarzen mit einem Furioso begonnen, das ihnen in den ersten sieben Minuten drei Eckbälle, drei Torchancen und einen Treffer (direkt verwandelter Corner Bregys – oder war es ein Eigentor von Lopez?) eintrug. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Zuffi zum 2:0 und krönte damit eine grossartige erste YB-Halbzeit: Die Walliser waren kaum aus ihrer Platzhälfte herausgekommen – sie waren von den entfesselten und spielfreudigen Young Boys richtiggehend dominiert worden.

Und doch endete der Match mit einer Berner Niederlage. Sion kam wie verwandelt aus den Kabinen, bekam rasch die Oberhand und zog seine Offensivbemühungen voll durch. Damit hatte niemand im Stadion gerechnet – auch YB-Trainer Martin Trümpler nicht, der an seiner Formation bis zuletzt festhielt. Die neu eingewechselten Orlando (50. und 78. Minute) und Alexandre Rey (79.) schossen prompt drei Tore zum 2:3.

Noch heute wird beim YB-Anhang emsig darüber diskutiert, wer damals für diese Niederlage verantwortlich war. War es Trainer Trümpler, der es nach dem 2:0 nicht für nötig hielt, seine Defensive zu verstärken? Damals beantwortete der (übrigens sehr erfolgreiche) ehemalige Trainer die Frage wie folgt: «Im Nachhinein ist man immer klüger – aber nach der grossartigen Leistung meiner Mannschaft vor der Pause hatte ich ja keinen Grund, an meiner Formation etwas zu ändern.»

Nun, den Wallisern konnte es recht sein. Sie beendeten den aufwühlenden 66. Cupfinal, der als Offensivspektakel in die Geschichte einging, als umjubelte Sieger. Die Formationen von damals:


YB: Pulver; Baumann; Wittwer, Weber, Gottardi; Bohinen, Bregy, Hänzi; Jakobsen, Löbmann, Zuffi.

Sion: Lehmann; Geiger; Clausen, Brigger, Sauthier; Piffaretti, Lopez (46. Rey), Gertschen, Calderon; Baljic, Tudor (46. Orlando).

Die Sittener von Trainer Enzo Trossero gehörten damals zur nationalen Spitzenklasse: Bei den meisten ihrer Spieler handelte es sich um schweizerische und ausländische Internationale. Dirigent bei den Wallisern: der Argentinier Calderon.

1987: Der letzte Cupsieg

Vier Jahre vorher hiess der umjubelte Cupsieger aber BSC Young Boys: Es war die legendäre Meistermannschaft von Alexander Mandziara, die sich – geführt vom schwedischen Spielmacher Robert Prytz – in einem äusserst packenden Match gegen Servette durchsetzte. Das 4:2 gegen die Genfer kam aber erst in der Verlängerung zustande.

Pfingstmontag, 8. Juni 1987: Im Wankdorfstadion, wo auf der ehemaligen grossen Stehrampe lange Sitzbankreihen installiert wurden, freuen sich 28 000 Zuschauer am spannenden Spiel. Nach 90. Minuten steht es 2:2 (17. Schnyder 0:1, 18. Zuffi 1:1, 55. Prytz 2:1, 67. Decastel 2:2) – Schiedsrichter Sandoz bittet zur Verlängerung. Nun schlägt die Stunde der Ersatzspieler: Die eingewechselten Joachim Siwek (93.) und Reto Gertschen (117.) schiessen YB ein Jahr nach dem Meistertitel zum Cupsieg.

Der grosse Moment der Pokalübergabe durch Bundesrat Schlumpf bleibt unvergessen – dafür hat auch der gegenwärtige YB-Trainer Gernot Rohr gesorgt: Das entsprechende Poster hängt heute in Übergrösse beim Spielerausgang im Stade de Suisse. «Die gegnerischen Mannschaften sollen nur sehen», so Rohr, «dass sie gegen einen Grossen des Schweizer Fussballs antreten.»

Nun, dieser Grosse hat sich in Cup und Meisterschaft in den letzten Jahren eine grosse Pause gegönnt. Im Pokalwettbewerb reichte es den Bernern seither nie mehr ins Endspiel – mit den Trainern Marco Schällibaum und Hans Peter Zaugg scheiterte YB allerdings zweimal erst im Halbfinal.

Die YB-Mannschaft von 1987 war im Laufe der Jahre zu einer schlagkräftigen Equipe zusammengewachsen, obschon sie die Abgänge von Lunde und Bregy zu verkraften hatte. Die Stärken der Berner waren Kampfkraft (verkörpert etwa durch Martin Weber und Jürg Wittwer) und Spielfreude (Robert Prytz, Jean-Marie Conz, Dario Zuffi). – Die Formationen von damals:

YB: Zurbuchen; Conz, Wittwer, Weber, Baumann; Jeitziner, Prytz, Bamert (84. Siwek), René Sutter (63. Gertschen), Nilsson, Zuffi.

Servette: Mutter; Geiger, Hasler, Cacciapaglia, Bianchi, Schnyder (106. Pavoni), Favre, Besnard (46. Decastel), Kok, Sinval, Eriksen.

Blättern wir in der Cupgeschichte der Young Boys weiter zurück, finden sich vor dem Cupsieg von 1987 zwei Finalteilnahmen, die mit Niederlagen endeten: 1980 (Trainer Bert Theunissen) vor 45 000 Zuschauern 1:2 gegen... Sion, 1979 (Trainer Timo Konietzka) mit 1:1 und im Wiederholungsspiel 2:3 gegen Servette. Insbesondere der zweite Match gegen die Genfer – ausgetragen vor 30 000 im Wankdorf – hatte es in sich: Schmidlin und Hussner schossen YB 1:0 und 2:1 in Front, doch Barberis und Hamberg vermochten das Blatt noch zu wenden. Die Berner Formation von damals:

Eichenberger; Odermatt; Brechbühl, Feuz, Pelfini (83. Jaccobacci); Zwygart, Hussner, Schmidlin; Zwahlen, Küttel (67. Castella), Kudi Müller.

1977: Cupsieg mit Karl Odermatt

Es war eine lange Durststrecke, die die Young Boys mit dem Cupsieg von 1977 (Ostermontag, 11. April) hinter sich hatten: Immerhin 19 Jahre lang mussten die Berner Zuschauer auf die erste Endspielteilnahme der Gelb-Schwarzen seit Albert Sings Zeiten warten. Es war die Ära Kurt Linder – der Deutsche führte ein eisernes Trainerregime, bei seinen Spielern war er eher gefürchtet als beliebt.

Und doch führte Linder YB damals zum 1:0-Cupsieg gegen den FC St. Gallen. Es war kein besonders spektakulärer Match im Wankdorf vor 25 000 Zuschauern – aber der Erfolg der Berner war gewiss verdient. Für den verletzten Vorstopper (und Captain) Martin Trümpler stand der junge U-21-Internationale Peter Mast im YB-Team – derselbe Peter Mast, der seit ein paar Jahren dem BSC Young Boys als Vereinspräsident vorsteht. Den Siegestreffer für die Berner schoss Jan Andersen, der dänische Mittelfeldspieler, aus einem Gedränge heraus. Der Spielmacher von YB hiess aber Karl Odermatt, der nach seinen Basler Meistertiteln sein persönliches Palmares in Bern noch einmal aufwertete. Die Mannschaft damals:

Eichenberger; Vögeli; Brechbühl, Mast, Rebmann; Bruttin, Odermatt, Andersen, Conz; Küttel, Lorenz.

Die Cupsiege von anno dazumal

Mit ihrem legendären Trainer Albert Sing gewannen die Young Boys den Schweizer Cup zweimal, wobei die Spieler Eich, Bigler, Häuptli und Meier bei beiden Cupsiegen dabei waren. YB siegte 1958 (1:1 und 4:1) und 1953 (3:1) jeweils gegen seinen Erzrivalen Grasshoppers. Zwischen diesen beiden Berner Erfolgen nahm GC im Jahr 1956 (1:0-Sieg) erfolgreich Revanche an den Gelb-Schwarzen.

Die zwei ersten YB-Cupsiege liegen noch viel weiter zurück: 1945 kurz vor Kriegsende schossen Trachsel und Walscheck die Berner in der Verlängerung zum 2:0-Sieg gegen St. Gallen. Es war die Zeit von Torhüter Glur und der «Stars» Gobet, Stoll und Flühmann. Beim Gegner führte ein gewisser Charles Casali Regie, der später bei den YB seine grosse Karriere fortsetzte.

Den ersten Cupsieg schliesslich errang YB im Jahr 1930, als der FC Aarau im Wankdorf-Morast mit 1:0 bezwungen wurde.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. April 2006, 16:20 
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BZ, 13.04.2006

Rohr in Herbergers Herberge

Vor dem Cupfinal am Ostermontag gegen Sion wandelt YB-Trainer Gernot Rohr auf den Spuren Sepp Herbergers. Wie die Deutschen 1954 vor dem WM-Triumph wird sich auch YB im Spiezer Hotel Belvédère vorbereiten.


Bild
Trainer Gernot Rohr im Zimmer 301 im Hotel Belvédère in Spiez / Andreas Blatter

Die Aussicht auf den Thunersee ist fantastisch. Es ist auch diese Idylle, die es Gernot Rohr angetan hat. Am Ostersamstag werden die Young Boys nach Spiez dislozieren, ins Hotel Belvédère, und sich dort auf den Cupfinal am Montag gegen den FC Sion vorbereiten. Der YB-Trainer steht im Hotelflur des dritten Stocks und blickt verträumt um sich. An den Zimmertüren hängen goldene Schilder mit den Namen deutscher Fussballlegenden. Beim Zimmer 303 zum Beispiel steht in Zierschrift: «Helmut Rahn, Fritz Walter». Der eine, Rahn, schoss 1954 beim 3:2-Finalsieg gegen das scheinbar übermächtige Ungarn das Siegestor, und der andere, Walter, firmierte damals als Captain Deutschlands. Und er galt als Identifikationsfigur des Aufschwungs in einem von Kriegswirren fundamental erschütterten Land. In der letzten Nacht vor dem heroischen Erfolg im Wankdorf übernachteten die Stürmer in diesem Raum.


YB war schneller als Sion

Gernot Rohr überlegt, dann sagt er: «Im Zimmer 303 wird auch unser Captain, Joël Magnin, logieren. Er ist für uns sehr wichtig.» Bereits bei der Zimmereinteilung entpuppt sich der Deutschfranzose als feinfühliger Meister der Details. Mit strahlenden Augen erzählt der 53-Jährige, wie er Finalgegner Sion diese Unterkunft weggeschnappt hat. «Ich war mit Richard Wey vom Reisebüro Travelclub hier im Hotel, als er einen Anruf von Christian Constantin erhielt.» Der Sion-Präsident wollte mit seinem Team ebenfalls ins «Belvédère», schliesslich logierten die Walliser vor allen neun Cupsiegen im Berner Wankdorf im Spiezer Strandhotel. «Doch wir waren schneller», sagt Rohr und lacht vergnügt.

Mittlerweile sitzt der YB-Coach im Zimmer 301. Damals, vor 52 Jahren, als sich Deutschlands WM-Delegation hier aufhielt, war dies noch das Zimmer 313. «Die deutschen Fussballer waren alle abergläubisch», berichtet Hoteldirektor Markus Schneider. «Also hat der Trainer Sepp Herberger den Raum mit der Unglücksziffer 13 genommen.» Vor zwei Jahren, just zum 50-Jahr-Jubiläum des WM-Triumphs Deutschlands, hat der innovative Hotelier die edlen Schilder an den Zimmern anbringen lassen und die Wände in den Appartements mit schwarzweissen Bildern der Trainer und Akteure versehen. «Man riecht hier Fussballhistorie», sagt Rohr, «ich hoffe, dass sich unsere Spieler davon inspirieren lassen.» Rohr stammt wie Herberger aus Mannheim. Er kannte den beinahe mytischen Übertrainer Germaniens persönlich: «Herberger hat meinen Grossonkel Oskar Rohr, einen früheren deutschen Nationalspieler, 1943 dank seinem Einfluss als Bundestrainer aus einem Konzentrationslager in Karlsruhe gerettet.»


Essen im «Salon rouge»

Und so hofft Rohr ebenfalls auf den sagenhaften Geist von Spiez. Auf einem Spaziergang im malerischen Park sollen sich die Spieler ebenso entspannen wie in der Wellnesszone. Gegessen wird im «Salon rouge», der noch genau gleich aussieht wie 1954. Neben der Rezeption werden Souvenirartikel wie der WM-Ball 1954 oder Autogrammkarten der deutschen Helden verkauft. Und in der Lobby hängen Wimpel von Vereinen wie dem HSV oder dem FC Basel, der nach zwei Niederlagen beim FC Thun allerdings die Unterkunft wechselte.


1991, bei der letzten Cupfinalteilnahme, bereitete sich YB noch in Oberhofen vor. Dort wird nun Sion über Ostern residieren. Das «Belvédère» aber soll sich als YB-Glücksherberge etablieren. Und möglicherweise zieren die Zimmer im dritten Stock bald schon die Namen des aktuellen YB-Teams. Vielleicht ja in silberner Farbe.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. April 2006, 17:57 
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Mit strahlenden Augen erzählt der 53-Jährige, wie er Finalgegner Sion diese Unterkunft weggeschnappt hat. «Ich war mit Richard Wey vom Reisebüro Travelclub hier im Hotel, als er einen Anruf von Christian Constantin erhielt.» Der Sion-Präsident wollte mit seinem Team ebenfalls ins «Belvédère», schliesslich logierten die Walliser vor allen neun Cupsiegen im Berner Wankdorf im Spiezer Strandhotel. «Doch wir waren schneller», sagt Rohr und lacht vergnügt.


herrlich...!! :lol: 8)


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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. April 2006, 06:49 
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Sion spielt den Cupfinal nur unter Protest

Sion hat angekündigt, den Cupfinal nur unter Protest zu spielen. Die Walliser wehren sich gegen den Einsatz von YB-Spieler Everson. Der Brasilianer müsste gemäss Sion gesperrt sein.

Streitpunkt ist eine längere Liste von Sperren, die Everson noch nicht abgesessen hat. Der Mittelfeldspieler erhielt wegen einer Tätlichkeit im Cuphalbfinal gegen den FC Zürich zwei Spielsperren. Die Young Boys legten darauf Rekurs ein, weshalb Everson in der Meisterschaftspartie gegen den FC Basel eingesetzt wurde und die vierte Gelbe Karte kassierte, was eine weitere - allerdings nur für die Super League relevante - Sperre nach sich zog. Die beiden Suspensionen aus dem Cup, die für beide Wettbewerbe gelten, blieben bestehen, weil der Rekurs der Young Boys wegen eines formellen Fehlers nicht behandelt wurde.

Nach Auslegung des SFV hat Everson demnach die beiden Sperren aus dem Cuphalbfinal in den beiden Super-Leauge-Partien gegen Zürich (9. April) und Schaffhausen (12. April) abgesessen und muss die dritte Sperre, diejenige wegen der vierten Verwarnung in der Meisterschaft, erst im nächsten Spiel des Championat verbüssen. Somit kann er im Cupfinal eingesetzt werden.

Im Wallis sieht man dies anders. Gegen Zürich (9. April) soll Everson wegen der vierten Verwarnung in der Meisterschaft (im Spiel gegen Basel) gesperrt gewesen sein. Somit würden jetzt die Sperren aus dem Cuphalbfinal laufen; die erste hätte Everson demnach am 12. April gegen Schaffhausen abgesessen, die zweite würde am Ostermontag im Cupfinal folgen.

Die Konsequenz aus diesem Rechtsstreit ist abzusehen. Sion spielt unter Protest und könnte im Falle einer Niederlage im Cupfinal einen Forfaitsieg fordern, weil nach Walliser Auslegung mit Everson ein nicht qualifizierter Spieler den Final für YB absolviert haben wird.

20min.ch


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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. April 2006, 07:16 
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Aufstellung YB - Sion

------------------------ Wölfli---------------------

--C. Schwegler-----Tiago-----Gohouri----Hodel

-------Magnin-------------EVERSON-----------


-------------------------Yakin----------------------

-----Varela ---------------------------- Raimondi

------------------------João Paulo

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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. April 2006, 07:21 
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Zitat:
Die Young Boys legten darauf Rekurs ein, weshalb Everson in der Meisterschaftspartie gegen den FC Basel eingesetzt wurde und die vierte Gelbe Karte kassierte


Wenn man bei YB ein wenig überlegt hätte, wäre vielleicht ein Einsatz gegen den FCB, mit drei Gelben als Handicap, nicht unbedingt nötig gewesen.

Aber trotzdem ich hoffe CC wird am Montag das Maul gestopft mit oder ohne Everson!

:hoppyb:

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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. April 2006, 08:02 
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Der „Berner” Marco Schneuwly ist in Diensten des FC Sitten

Der doppelte Schneuwly


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Sitten / Wünnewil / Er kam auf die Rückrunde hin als Leihgabe von den Young Boys zum FC Sitten und ist beim Cupfinale zum Zuschauen verdammt: Marco Schneuwly aus Wünnewil.

Von Walter Bellwald

Samstagnachmittag, 15.30 Uhr: Die Spieler des FC Sitten schlendern nach dem Training zurück in die Kabine. Unter ihnen Marco Schneuwly. Der 21-Jährige spielt seit Beginn der Rückrunde in den Farben des FC Sitten.

Guter Einstand

Zwei Tore hat er bisher für die Rot-Weissen erzielt. Angesichts der starken Konkurrenz (Thurre, Vogt) und seiner Teileinsätze keine schlechte Ausbeute. „Ich bin mit meinem Einstand soweit zufrieden”, sagt Schneuwly. Trotzdem will er weiter an sich arbeiten und sich einen Stammplatz erkämpfen. „Ich habe mich gut in die Mannschaft integriert und auch das Umfeld gefällt mir sehr gut”, bestätigt der gebürtige Freiburger. Darum hält er sich weiter offen, ob er auch in der nächsten Saison in Sitten spielen wird. „Ich lasse es auf mich zukommen und werde mich zu gegebener Zeit entscheiden.”

Aufstieg als Ziel

Obwohl die Sittener in der Challenge League hinter den führenden Luzernern hinterherhinken, glaubt Schneuwly weiter an das grosse Ziel, den Aufstieg. „Es wäre total verfehlt, uns jetzt schon abzuschreiben. Unsere Chancen sind durchaus intakt”, unterstreicht der Vollblutstürmer, der im Hotel Octodure in Martigny eine (vorübergehende) Bleibe gefunden hat. Wenn es die Zeit erlaubt, nimmt der Blondschopf die 120 Kilometer von Martigny nach Wünnewil unter die Räder und fährt zurück nach Hause zu seinen Eltern. Hier holt er sich die nötige Ruhe und Kraft, um in den entscheidenden Momenten auf dem Fussballplatz zuzuschlagen. Der wortkarge Hüne, der gerne ins Kino geht oder sich mit Freunden trifft, fühlt sich wohl im Wallis. War der Wechsel von den Berner Young Boys nach Sitten kein sportlicher Abstieg? Schneuwly verneint: „Von der Ligazugehörigkeit her habe ich sicher einen Rückschritt gemacht. Demgegenüber kann ich aber hier viel vom Spielerischen profitieren”, ist er überzeugt.

Zum Zuschauen verdammt

Beim Cupfinale am kommenden Ostermontag kann Schneuwly allerdings nicht mittun. Der Grund: Die YB-Verantwortlichen haben in weiser Voraussicht eine Vertragsklausel eingebaut, die es dem U-20 Nationalspieler untersagt, bei einem etwaigen Cupfinale zwischen Sitten und den Young Boys zu spielen. „Schade, dass jetzt ausgerechnet diese Spielkonstellation zustande gekommen ist”, bedauert Schneuwly. „Ich hätte liebend gerne für die Walliser im Cupfinale gespielt.” Stattdessen ist der Vollblutstürmer jetzt zum Zuschauen verurteilt. „Ich werde mir die Partie wahrscheinlich von der Tribüne aus ansehen, weil nur die Ersatzspieler auf die Bank dürfen.” Obwohl er vertraglich den Berner Young Boys gehört, schlägt das Herz des Freiburgers beim Cupfinale für die Walliser. „Keine Frage, ich bin hier engagiert und setze mich auch diesbezüglich voll für die Belange des Klubs ein.” Die Chancen auf den zehnten Titelgewinn für die Sittener schätzt Schneuwly etwa bei 50:50 ein. „Von der Klassenzugehörigkeit und vom Spielrhythmus her sind die Berner sicher im Vorteil. Für uns spricht dagegen der Wille und das fanatische Publikum”, schwört sich der Neo-Sittener auf den Cupfinal ein. Die Stimmung vor dem sportlichen Grossereignis sei hierzulande schon sehr speziell. „Es ist eine fussballverrückte Gegend. Die Fans haben seit Wochen nur mehr ein Thema und reden fast ausschliesslich vom Cup. Immer und überall werden wir darauf angesprochen.” Nervös sei man darum aber nicht. „Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Aber je näher der Ankick rückt, desto mehr steigt die Fieberkurve. Vor allem bei den Spielern, die im Stade de Suisse auflaufen werden”, weiss Schneuwly. Auf welches Resultat tippt der Jungspund in den Reihen des FC Wallis? „Ich werde mich hüten, einen Tipp abzugeben. Nur soviel: Der FC Sitten gewinnt im Penaltyschiessen.”

RZ Oberwallis

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