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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:02 |
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Der Bund, 30.11.2009 Marco Wölfli: «Der Start mit dem frühen Tor war perfekt»«Der Bund»: Marco Wölfli, YB hat von der ersten Sekunde enorm aufs Gas gedrückt. Hat der Trainer die Order herausgegeben, gleich von 0 auf 100 zu beschleunigen? Marco Wölfli: Vladimir Petkovic hat verlangt, dass wir den FCB sofort unter Druck setzen. Dass wir gleich mit derart viel Tempo und Elan loslegen würden, hat mich ehrlich gesagt auch ziemlich überrascht. Die Achtung-fertig-los-Taktik ist voll aufgegangen. Nach etwas mehr als zwei Minuten erzielten Sie bereits das erste Tor. Der Start mit dem frühen Tor war perfekt. Mit dem 1:0 haben wir dem FCB etwas den Mumm abgekauft. War das wirklich so? Basel hat sich vom Gegentor rasch erholt und hatte in der ersten Halbzeit einige sehr gute Möglichkeiten. Sie verhinderten mindestens zweimal ein Gegentor. Wann? (Lacht) Ich erinnere mich an zwei Kopfbälle, bei denen ich mich strecken muss. Und dann gab es die Situation, als Stocker aus wenigen Metern schoss und ich mit einem Fussreflex in Corner retten konnte. Bei dieser Abwehr war auch etwas Glück dabei. Das war eine Schlüsselparade. Ist der Schuss drin, heisst es nur noch 2:1 für YB. Es gibt immer viele «wenn dann wäre»-Situationen. Ich habe meinen Beitrag geleistet zu einem wichtigen Sieg, und damit hat es sich für mich. YB entwickelt langsam einen Penalty-Komplex. Nach Seydou Doumbia gegen Zürich scheiterte heute Sonntag Gilles Yapi vom Elfmeterpunkt. Wann nimmt Marco Wölfli Anlauf? Irgendwann am Ende meiner Karriere. Sie müssen also noch ein bisschen warten. Diesmal war YB der Nervenbelastung gewachsen in einem «Finalspiel». Das muss eine Genugtuung für Sie und Ihre Teamkollegen sein. Die Medien schreiben immer, wir könnten die wirklich wichtigen Partien nicht gewinnen. Dabei haben wir dieses Jahr bis auf den Qualifikationsmatch für die Europa League zu Hause gegen Bilbao alle sogenannten‚Big Games’ für uns entschieden. Wie schätzen Sie die heutige Leistung der Mannschaft ein? Offensiv war es vor allem in Halbzeit eins eines unserer besten Spiele. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann dass wir es in Hälfte zwei verpasst haben, das 3:0 zu schiessen. Nach dem gewonnenen Spitzenkampf weist YB wieder sieben Punkte Vorsprung auf den schärfsten Konkurrenten Basel auf. Ist kurz vor der Winterpause möglicherweise schon eine Vorentscheidung gefallen im Titelrennen? Keinesfalls. Es sind immer noch 19 Runden zu spielen. Wichtig ist jetzt, dass wir auf dem Boden der Realität bleiben. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Marco-Woelfli-Der-Start-mit-dem-fruehen-Tor-war-perfekt/story/25497656
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:05 |
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Der Bund, 30.11.2009 Starkes YB-Signal an die KonkurrenzDie Young Boys haben Basels Aufholjagd gestoppt und feierten einen verdienten 2:0-Sieg. Und da sind es wieder 7 Punkte Vorsprung. Die Young Boys sorgten mit dem 2:0-Sieg im Duell gegen den FC Basel wieder für klare Verhältnisse an der Tabellenspitze der Super League und für Feststimmung in Bern. Vladimir Petkovic sagte hinterher kryptisch: «Wir haben eine kleine Antwort auf alles gegeben, was in letzter Zeit passiert ist.» Was meinte der YB-Trainer mit dieser Aussage? «Wir haben gezeigt, dass wir auch entscheidende Spiele gewinnen können. Es stimmt nicht, was in den Zeitungen steht.» Schon seit einiger Zeit nervt sich Petkovic über die These, YB sei nicht in der Lage zu gewinnen, wenn es um alles oder nichts gehe. Nun gut, am Sonntag stand noch keine Titelentscheidung an. YB ist nun wohl Wintermeister, aber das ist Makulatur, kein Titel. Doch mit dem 2:0-Sieg haben die Young Boys im freudetrunkenen Stade de Suisse ein Signal ins Land gesandt. Und Seydou Doumbia schraubte seine Produktion auf sagenhafte 17 Tore in 15 Spielen. Bereits nach drei Minuten war der Ivorer nach einem genialen Zuspiel von Landsmann Gilles Yapi schneller im Bilde als alle Basler und schob den Ball aus spitzem Winkel nahe am Pfosten unter dem Körper von Goalie Wessels hindurch ins Tor. Doumbia nur dreimal gefoultIn einem zeitweise hektischen Spiel mit insgesamt 7 gelben Karten musste sich Petkovic diesmal auch nicht über tatsächliche oder angebliche Provokationen und Überreaktionen um den YB-Star aufregen. Die Basler verübten an Doumbia während des gesamten Spiels lediglich drei Fouls, und Doumbia selbst wurde auch nur dreimal wegen Foulspiel zurückgepfiffen. Aber er wirbelte die Basler dennoch in einigen Situationen durcheinander - er war für den FCB ein steter Gefahrenherd. Auch Basels Trainer Thorsten Fink räumte ein. «Doumbia hat ein gutes Spiel gemacht.» Und fügte im nächsten Atemzug an: «Doch mit dieser Niederlage ist die Meisterschaft noch längst nicht entschieden. Wir kamen zu einigen klaren Möglichkeiten, und wir erzielten in der zweiten Halbzeit auch ein korrektes Tor, das der Schiedsrichter aberkannte.» In der 64. Minute hatte Almerares den Ball ins Tor geschoben. Doch der Linienrichter wedelte bereits Sekunden zuvor mit der Fahne und signalisierte Abseits - zu Unrecht, wie die TV-Bilder zeigten. Bei einem 2:1, vermutet Fink, wäre YB nochmals in Schwierigkeiten geraten, «denn in der zweiten Halbzeit spielte der Gegner nicht mehr besonders gut». Mit dieser Feststellung liegt der FCB-Trainer nicht falsch. Und wenn im Februar und März die Terrains tief sein werden, müsse sich YB auswärts zuerst einmal durchsetzen. «Das wird nicht so einfach», glaubt Fink.«Ich habe das erlebt, als ich bei Red Bull Salzburg arbeitete. Auch da wurde für uns im Winter die Umstellung vom Kunstrasen auf die schweren Terrains bei den Auswärtsspielen schwierig.» Den Druck, den Schwung und die Zweikampfstärke, mit der YB die Basler in der ersten Halbzeit in Bedrängnis gebracht hatte, vermochten die Berner auch auf dem Kunstrasen nach der Pause nicht aufrechtzuerhalten. Es war Goalie Wölfli, der mit drei Klasseparaden dafür sorgte, dass bei YB die Null stehen blieb. Wie gegen Xamax vor einer Woche vergaben die Young Boys mit ungenau gespielten Kontern etwas fahrlässig ihre Möglichkeiten in der Schlussphase. Schneuwlys wichtiges 2:0Für YB war es natürlich ideal, dass Marco Schneuwly kurz vor der Pause nach einem Zuspiel Regazzonis das 2:0 erzielte und so den FC Basel unter argen Zugzwang brachte. YB versuchte, in der zweiten Halbzeit die Partie zu kontrollieren, zog sich etwas zurück, um Raum für die Konter von Doumbia zu schaffen. Nach 53 Minuten musste Schneuwly mit einer Knieverletzung (Kreuz- oder Seitenbänder) vom Feld - eine genaue Diagnose wird heute Montag bekannt gegeben. Und als Petkovic nach 65 Minuten Raimondi für Regazzoni brachte, verstärkte er mit diesem Wechsel das Mittelfeld und liess vorne Coly neben Doumbia stürmen. YB kann sich diesmal nicht darüber beklagen, das Spielglück sei beim Gegner gewesen. Yapi scheiterte mit einem Elfmeter nach gut einer halben Stunde wohl an Wessels. Doch der Penalty-Entscheid von Busacca war streng; Cagdas hielt nach Degens Ball schützend den Arm vors Gesicht. Die Basler aber verloren Da Silva mit einer Bänderverletzung im linken Knie, Streller ist nach seiner Verwarnung beim nächsten Meisterschaftsspiel gegen die AC Bellinzona gesperrt, und am Donnerstag spielt der FCB in Rom in der Europa League. YB hingegen kann sich nach diesem inspirierenden Sieg in aller Ruhe auf das nächste Heimspiel am Sonntag gegen Xamax vorbereiten. http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/Starkes-YBSignal-an-die-Konkurrenz/story/18552003
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:06 |
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Der Bund, 30.11.2009 Der «Kranke» lahmte nichtLetzte Woche soll Seydou Doumbia krank und verletzt gewesen sein. Gestern war er zumindest eine Stunde lang quicklebendig und schoss Saisontor Nummer 17. Unwohlsein, ein geschundener Körper, der nur ein einziges Training zuliess, die Krallen des «bösen» Boulevard im Nacken, die Rückkehr aufs Feld, der erfolgreiche Torschuss nach nur drei Minuten, die Gegner narren, als wäre es die einfachste Sache der Welt. Es sind solche Geschichten, die helfen, den Heldenstatus von Seydou Doumbia zu zementieren. Man muss in der Geschichte des BSC Young Boys weit zurückblättern, bis man auf den Namen einen Spielers stösst, dem in Bern ähnliche Huldigungen zuteil wurden wie dem afrikanischen Stürmer. Wenn der Mann aus Yamoussoukro in der Elfenbeinküste wie eine Gazelle losläuft und unnachahmliche Haken schlägt, leuchten selbst bei zurückhaltenden Gemütern die Augen. Der harte Kern der Fans hat der Nummer 7 von YB längst die Absolution erteilt. «Doumbia my Lord» ertönt es jeweils vielstimmig, wenn der Ivorer wieder einer seiner Slalomläufe mit einem Tor veredelt oder die gegnerischen Verteidiger gehörig ins Schwitzen gebracht hat. Gestern hatten die FCB-Verteidiger Inkoom, Cabral, Chipperfield und später Shaqiri die undankbare Aufgabe, sich mit dem ungemein schnellen und wendigen Doumbia auseinanderzusetzen. Sie taten das ganz ordentlich - und konnten doch nicht verhindern, dass der bald 22-jährige Stürmer schon ganz früh wieder der gefeierte Held im ausverkauften Wankdorf war. Der Torschütze dankte es dem Publikum mit einer Liebesbezeugung: Er zeichnete mit beiden Händen ein grosses Herz. Wer gedacht hatte, der gesundheitlich «angeschlagene» Doumbia habe damit sein Pulver verschossen, sah sich in der Folge eines Besseren belehrt. Er trickste, sprintete und schlug überraschende Pässe, als hätte er keinen einzigen Tag mit dem Training ausgesetzt. Erst in den letzten 20 Minuten ging ihm etwas die Luft aus. Zuerst «etwas gewinnen»Wie lange der zahlreiche und erwartungsfrohe Anhang Seydou Doumbia noch geniessen kann, ist die bange Frage, die man sich dieser Tage in Berns Lauben stellt. Der Ivorer steht schon länger in den Notizbüchern vieler Scouts, von denen auch gestern wieder rund zwei Dutzend im Stadion anwesend waren. Der Vielbegehrte selber schliesst zwar einen Wechsel in der Winterpause nicht ganz aus. Doch er sagt auch, er würde mit YB gern «etwas gewinnen», bevor er sich verabschiedet. Der Liga-Topskorer (17 Tore), der kürzlich gegen Deutschland sein erstes Länderspieltor erzielte, glaubt, er müsse nicht unbedingt sofort weg von YB, um einen WM-Platz im starken Kader der Elfenbeinküste zu erobern. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Der-Kranke-lahmte-nicht/story/11108849
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:08 |
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Der Bund, 30.11.2009
Wenn nur das Resultat nicht stimmt
Die Basler waren mit ihrer Leistung trotz des 0:2 zufrieden.
Gegen jedes andere Team der Super League wäre der FC Basel gestern nach dem Schlusspfiff vom Platz geschritten mit stolzer Brust, zufrieden über ein 2:0, 3:0, 4:0. An der Leistung der Mannschaft von Thorsten Fink gab es nichts auszusetzen - es war ebenso ihr Anteil, dass sich an diesem Sonntagnachmittag ein hochklassiges Spiel mit zwischendurch wahnwitzigem Tempo entwickelt hatte.
Stattdessen prangte das 2:0 für YB nicht ignorierbar auf den Grossbildschirmen des Stade de Suisse. Sie hatten alles gemacht: Spielzüge im Minutentakt Richtung YB-Tor lanciert, über links, über rechts, hatten kombiniert, rochiert, geflankt, geschossen. Nur um ein ums andere Mal entweder an Marco Wölfli oder am eigenen Unvermögen zu scheitern. Deutlich öfter aber an Wölfli. «Die Niederlage heute lag an unserer Effizienz - und an Marco Wölfli», lobte denn auch Valentin Stocker seinen Nationalmannschaftskollegen. Ausserordentlich etwa seine Parade mit der Fussspitze gegen Stocker nach einer Stunde, als der Flügelspieler nach Idealflanke Carlitos’ alleine vor dem YB-Torhüter aufgetaucht war. «Ich weiss nicht, wie er meinen Schuss hält. Ich sehe ihn herauskommen und hebe den Ball deshalb noch in die Ecke. Keine Ahnung, was ich da noch anders machen könnte», sagte Stocker. Neben ihm waren auch Carlitos und Da Silva (bis zu seinem Out in der 39. - Bänderverletzung im Knie) treibende Kräfte in der Offensive. Genauso wie Frei-Ersatz Almerares, dem nur das Abschlussglück fehlte. Niedergeschlagen sah Stocker denn auch nicht aus - Frust war ebenso wenig auszumachen. «Lieber ein supersuper Spiel abliefern und verlieren, als schlecht spielen und verlieren», sagte der 20-Jährige.
Basler Negativserie gegen YB
Etwas ratloser wirkte da Marco Streller. «Das Resultat ist nicht ganz fair», fand er. «Aber YB ist eine Spitzenmannschaft, wir müssen gratulieren.» Was sich auch gestern zeigte: Der FC Basel tut sich schwer mit den Young Boys. Das gestrige 0:2 war die dritte Niederlage gegen die Berner in Serie, nach der 1:2-Heimniederlage zum Meisterschaftsstart und dem Cupout im Penaltyschiessen.
Gestern lief einiges gegen die Basler: das frühe Gegentor, das späte vor der Pause, der unverdiente Penalty. «Wir sagten uns in der Kabine: Jetzt erst recht», erzählte Streller, was Rot-Blau denn auch genau so umsetzte. «In der zweiten Halbzeit waren wir besser; eine Punkteteilung wäre wohl gerecht gewesen», so Streller. Er hatte einen schweren Stand gegen Dudar, in der zweiten Hälfte aber auch zwei, drei gute Aktionen - und arbeitete auch viel nach hinten. Trotzdem wurde er von den YB-Fans verhöhnt. «Für die Rufe gegen Marco habe ich kein Verständnis. Er ist im Moment der wohl beste Spieler der Super League. Ich wüsste nicht, wie ich das wegstecken würde», urteilte Teamkollege Stocker.
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:10 |
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Der Bund, 30.11.2009 Young Boys finden den Weg in die Köpfe der BaslerMit dem Sieg am Sonntag im Spitzenkampf haben die Berner dem Verfolger aus Basel eine Denkaufgabe für die Winterpause mitgegeben. Die Sportart heisst Fussball, könnte aber auch Fuss- und Kopfball genannt werden. Nicht nur, weil der Ball auch mit dem Kopf gespielt werden darf, sondern auch weil sich vieles in den Gehirnen der Spieler und Trainer abspielt. Oft entscheiden nicht die technischen Fertigkeiten, mit denen die Füsse den Ball behandeln können, über Sieg und Niederlage. Komponenten im Kopf geben nicht selten den Ausschlag über die Vergabe von Titeln. Vor wichtigen Spielen versuchen deshalb Trainer stets, die Abläufe in den Köpfen der Spieler - bei den eigenen und den gegnerischen - zu beeinflussen. Im Vorfeld des Spitzenkampfs zwischen Leader YB und Verfolger Basel waren sowohl Vladimir Petkovic als Basels Coach Thorsten Fink gefordert. Fink betonte im Vorfeld die eigene StärkeFink hatte dabei die einfachere Aufgabe. Sein Team hatte in den letzten Wochen den Rückstand auf die Berner von 13 auf vier Punkte reduziert. Er konnte aus der Position der Stärke reden, so wie schon vor dem Cup-Duell gegen den kriselnden Meister FC Zürich (4:2). «Wir wissen, dass wir hervorragend drauf sind», sagte er zum einen so, dass es auch in Bern zu hören war. Anderseits versuchte er, seinem Team den Druck zu nehmen, indem er betonte, dass der Match die Meisterschaft nicht entscheiden werde. Petkovic hatte derweil alle Hände voll zu tun, das Selbstvertrauen des Leaders aufzupolieren. Er liess seine Spieler abschirmen. Diese sollten wohl nicht ständig daran erinnert werden, dass sie in der Vergangenheit alle wichtigen Spiele verloren hatten und bereits neun Punkte des Vorsprungs auf Basel verspielt hatten. «Am Sonntag wollen wir ihn wieder auf sieben Zähler ausbauen. Das wäre ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Rückrunde», sagte er und versuchte eine Ruhe zu verströmen, die wohl kaum sein Inneres widerspiegelte. Petkovic verbuchte einen persönlichen ErfolgAm Sonntag war bereits nach wenigen Sekunden im ausverkauften Stade de Suisse klar, dass Vladimir Petkovic seinen Job perfekt gemacht hatte. YB startete fulminant und übernahm das Kommando. Bereits nach zweieinhalb Minuten stand es 1:0. Der selbstbewusste Beginn war die Basis für den 2:0-Sieg. Der Erfolg gegen den FCB war mehr Wert als drei Punkte. Er war ein klares Signal - auch Richtung Basel. «Ich bin froh, dass wir eine kleine Antwort gegeben haben», sagte Petkovic nach dem Triumph, der YB den inoffiziellen Titel des Wintermeisters und wieder einen Vorsprung von sieben Zählern einbrachte. Die Genugtuung war dem kroatisch-schweizerischen Doppelbürger anzusehen. Es war auch ein Sieg gegen jene Medien, die seine Entscheidung, das Team abzuschirmen, kritisiert hatten. Der «Blick» hatte sich gar zur Schlagzeile «YB dreht durch» verstiegen, was Petkovic und seine Entourage sichtlich verärgert hatte. Basel droht ein YB-KomplexWährend YB das Gespenst, in wichtigen Spielen stets zu verlieren, vorerst vertreiben konnte, hat der FC Basel ein Problem. Die Basler verloren nun bereits zum sechsten Mal in Folge gegen die Young Boys und sind im Begriff einen Komplex zu entwickeln, wie ihn der FC Zürich gegen den FCB hat. Da bedarf es in den nächsten Wochen und Monaten schon viel Geschick von Fink, diesen Komplex aus den Köpfen seiner Spieler zu wischen. Denn eines klar: Wenn der FCB die sieben Punkte Rückstand im Frühling aufholen will, kann er sich keine zwei weitere Niederlagen gegen YB mehr leisten. In dieser Saison dürfte es nicht wie letzte Saison, als der FCZ ohne Sieg gegen Basel Meister wurde, reichen, die kleineren Gegner im Griff zu haben. Verloren ist das Meisterrennen für die Basler noch längst nicht. Noch 19 Runden sind zu spielen und in der Endphase, wenn es nicht nur um den bedeutungslosen Titel des Wintermeisters geht, kommen die wirklich grossen Spiele und Nervenprüfungen. Auf die Köpfe der YB- und FCB-Spieler warten noch einige Prüfungen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Young-Boys-finden-den-Weg-in-die-Koepfe-der-Basler/story/19056283
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:11 |
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Berner Zeitung, 30.11.2009 Freude und Schmerzen bei YBMarco Schneuwly muss nach dem Sieg gegen Basel zum MRI. Mario Raimondi ist zurück, und Marco Streller gibt sich unbeeindruckt. Marco Schneuwly war zielstrebig unterwegs gestern nach dem 2:0-Sieg der Young Boys gegen Basel. Während die Teamkollegen noch unter der Dusche standen, machte sich der YB-Stürmer bereits in Zivilkleidung auf den Weg zum gemeinsamen Essen. «Das Spiel kostete Kraft, und wir haben uns eine Stärkung verdient», sagte er und lächelte. Allerdings wirkte das Lächeln des Torschützen zum 2:0 auch ein wenig gequält. Das Knie schmerzte den 24-Jährigen, nach 53 Minuten hatte er sich auswechseln lassen müssen. «Die Ärzte konnten noch keine genaue Diagnose stellen. Am Montag steht deshalb im Spital eine MRI-Untersuchung an.» Die Laune wollte sich Schneuwly aber nicht vermiesen lassen: YB habe am Sonntag ein wichtiges Spiel gewonnen, sagte er, «und nun kann uns niemand mehr vorwerfen, wir seien nicht bereit, wenn es darauf ankommt». Raimondis ComebackWährend Schneuwly hofft, nicht lange auszufallen, gab Mario Raimondi gestern nach langer Verletzungspause sein Comeback in der Liga. Der Mittelfeldspieler hatte sich im Sommer an der Ferse operieren lassen müssen. «Es ist ein tolles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Während der Rehabilitationsphase gab es Momente, da kam es mir vor, als sei ich von der Rückkehr ins Team weit entfernt.» Vor seiner Einwechslung in der 64.Minute hatte Raimondi festgestellt, «dass wir die druckvollere Mannschaft waren und die Basler vor allem zu Beginn der Partie dominierten». In die Startphase fiel der erste Treffer der Berner. Seydou Doumbia war in der 3.Minute zum 17.Mal in dieser Saison erfolgreich. Der Topskorer zeigte, dass ihm die Trainingspause gut tat, die ihm Trainer Vladimir Petkovic letzte Woche gewährt hatte. «Ich war erkältet und litt unter Fussschmerzen», sagte Doumbia, der nur am Samstag trainiert hatte. «Nun aber ist wieder alles in Ordnung.» Doumbias GlücksbringerIm orangefarbenen Unterleibchen, auf das mit schwarzem Filzstift etwas geschrieben war, stand der Ivorer nach dem Sieg im Kabinengang und gab Auskunft. «Es ist ein japanischer Text», verriet Doumbia, der in Japan gespielt hatte, bevor er im Juli 2008 nach Bern wechselte. Die Bedeutung des Sprichworts wollte er hingegen nicht verraten. «Das T-Shirt ist für mich eine Art Glücksbringer.» Nicht aufs Glück, sondern auf harte Arbeit will sich der beste Torschütze der Super League verlassen, um die Tabellenspitze bis zum Saisonende zu verteidigen. «Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen.» Nur so lange wie nötig hielten sich die Basler nach dem 0:2 mit Auskünften auf. Nicht allzu betrübt gab sich Mittelfeldspieler Valentin Stocker: Der FCB habe einen guten Match gezeigt, doch sei er an der fehlenden Effizienz und an YB-Goalie Marco Wölfli gescheitert. «Wie er in der 60.Minute meinen Schuss neben das Tor lenkte, ist mir ein Rätsel.» Auch Marco Streller konnte die Niederlage akzeptieren: «Trotz gewichtiger Absenzen hielten wir mit einem sehr starken Gegner mit. Das stimmt mich zuversichtlich für die Rückrunde.» Von den Pfiffen und Schmährufen der YB-Fans gegen seine Person («Ohne Streller fahren wir zur WM»), gab sich der Nationalstürmer unbeeindruckt: «So etwas ist mir völlig egal», sagte er und verschwand zum Duschen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Freude-und-Schmerzen-bei-YB/story/18321446
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shalako
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:12 |
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Berner Zeitung, 30.11.2009 «Dafür stehe ich im Tor»Für Marco Wölfli gründet der souveräne Sieg auf dem Blitzstart und der Cleverness. Der YB-Captain schwärmt von der Euphorie. Marco Wölfli, heute waren Sie nicht zu bezwingen. Was lief in diesem Spiel anders als beispielsweise in Sion, als Sie auch einen einigermassen haltbaren Ball passieren liessen? Marco Wölfli: Unsere Abwehrleistung heute ist natürlich nicht mit jener in Sion zu vergleichen. Heute spielten wir wirklich stark, vorne noch besser als hinten. Meinen Beitrag dazu habe ich geleistet, das freut mich. Aber schliesslich ist das mein Job, dafür stehe ich im Tor. Auf Ihren Torhüter konnte sich die YB-Abwehr heute verlassen. Wie beurteilen Sie die Defensive? In der ersten halben Stunde hatten wir nicht allzu viel zu tun. Dass die Basler dann in der zweiten Halbzeit sehr druckvoll spielen würden, war nach dem 2:0 klar. Und auch heute hatten sie ihre besten Chancen bei Standardsituationen, da beanspruchten wir ein, zwei Mal auch das Glück des Tüchtigen. Hätten Sie vom FC Basel insgesamt mehr Gegenwehr erwartet? In der ersten Halbzeit waren wir schlicht zu stark. Einen solchen Start habe ich mit YB noch nie erwischt, wir haben losgelegt wie eine Rakete (schmunzelt). Das bringt einem sofort Respekt, Basel spielte danach verhalten und kam lange nicht ins Spiel. Einziger Klecks im YB-Zeugnis war heute der verschossene Penalty. Werden bald Sie einen Elfmeter schiessen? Irgendwann vielleicht schon, am Ende meiner Karriere (lacht). Nein, ich denke, moralisch war unsere Reaktion auf diesen Fehlschuss extrem gut, wir haben nur zehn Minuten später das 2:0 erzielt. Aber in derart wichtigen Spielen sollte man sich solche Chancen eigentlich schon nicht entgehen lassen. War dieser Sieg im ausverkauften Stadion gegen Basel jetzt der Big Point, der YB auch schon oft verspielt hatte? Dass wir in wichtigen Partien immer schwach spielen, stimmt nicht, das wurde von den Medien so zurechtgebogen. Sicher haben wir heute dem Publikum etwas geboten. Wir bekamen aber etwas zurück, die Unterstützung war toll und half uns nach dem 2:0, nicht lockerzulassen. Und dieses Publikum sorgt jetzt in Bern für eine lange nicht mehr gesehene Fussballeuphorie, sogar zur Winterzeit. Das ist eine geniale Situation. Mit jedem Sieg steigt die Euphorie bei uns uns den Fans noch ein bisschen. Von mir aus kann es noch lange so weitergehen, auch nach der Winterpause. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Freude-und-Schmerzen-bei-YB/story/18321446
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:15 |
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schweizmagazin.ch, 30.11.2009 Stadt Bern: friedliches Fanverhalten, trotzdem FestnahmenDas Fussballmeisterschaftsspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Basel vom Sonntagnachmittag im ausverkauften Stade de Suisse Wankdorf verlief friedlich. Allerdings nahm die Kantonspolizei Bern vor dem Spiel gegen 40 gewaltbereite Fussballfans fest. Während die Ankunft der Basler Fans in den beiden Extrazügen auf dem S-Bahnhof Wankdorf zwar lautstark aber friedlich erfolgte, beschäftigen gewaltbereite, individuell angereiste Basler- und YB-Fans bereits vor dem Spiel die zahlreichen Sicherheitskräfte. So mussten in der Berner Innenstadt, auf der Autobahnüberführung bei der Mingerstrasse und hinter der PostFinance-Arena kleine Gruppen von Personen angehalten werden, welche die Konfrontation mit gewaltbereiten gegnerischen Fans suchten und nicht Gewähr boten, sich ruhig zu verhalten. Die Sicherheitsmassnahmen im Bereich der Fantrennung und des Fanrückhalts bewährten sich; der Abmarsch der Fans erfolgte geordnet und ohne Zwischenfälle. Insgesamt nahm die Kantonspolizei vorübergehend vorsorglich 16 Basler- und 22 YB-Fans fest. Einzelne werden sich wegen Missachtung des Perimeters und wegen Besitzes von Pyrotechnika zu verantworten haben. Sie müssen mit einem Stadionverbot rechnen. Trotz des Aufrufs, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, kamen viele Fans mit ihrem Auto nach Bern. Auf der A1 kam es darum vor dem Spiel ab Grauholz zu einem grösseren Rückstau. http://www.schweizmagazin.ch/2009/11/30/stadt-bern-friedliches-fanverhalten-trotzdem-festnahmen/
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:18 |
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Blick, 30.11.2009 YB-Fans demütigen Marco StrellerFCB-Stürmer Marco Streller wird beim Spiel gegen Tabellenführer YB von den Fans verspottet.  Marco Streller quittiert die Hohn-Gesänge auf seine Art und Weise. (Keystone) Marco Streller muss sich zusammenreissen, dass er nicht durchdreht. Wütend tritt er im Kabinengang gegen die Wand, dann verschwindet er in der Garderobe. Nicht die 0:2-Pleite ärgert ihn, sondern die Hohn-Gesänge der YB-Anhänger. «Ohne Streller fahrn wir zur WM», spottet die Berner Fan-Kurve. Teamkollege Stocker versteht die Welt nicht mehrStrellers Teamkollege Valentin Stocker versteht das nicht: «Ich weiss nicht, woher dieser Hass kommt. Marco hat Unglaubliches geleistet für unser Land. Er hätte mehr Respekt verdient.» Er bewundert Streller: «Ich weiss nicht, ob ich damit so gelassen umgehen könnte wie er. Ich ziehe den Hut vor Marco und hoffe, dass diese Leute irgendwann zur Vernunft kommen.» (H.O.) http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/yb-fans-demuetigen-marco-streller-134601
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Verfasst: Montag 30. November 2009, 17:20 |
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20min.ch, 30.11.2009 YB kann Meister-Champagner kühl stellenvon Herbie Egli In der Schweizer Fussballmeisterschaft heisst der Meister Ende Saison im Normalfall gleich wie der Wintermeister. Seit der Einführung der Super League vor sechs Jahren wurde nur ein Team noch abgefangen. Mit dem 2:0-Sieg im Spitzenkampf gegen Basel haben die Berner Young Boys den Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte ausgebaut. Gleichzeitig bedeutet der Sieg auch den Wintermeistertitel, denn es steht nur noch eine Runde am nächsten Wochenende auf dem Programm. YB war in der sechsjährigen Geschichte der Super League zu diesem Zeitpunkt noch nie so gut klassiert. Daher dürfen die Berner diese Saison ernsthaft vom Meistertitel träumen. Wintermeister = (praktisch) MeisterDie letzten sechs Meistertitel wurden zwischen zwei Teams aufgeteilt. Der FC Basel gewann deren drei - der FC Zürich ebenfalls. Bei den drei Basler Meistertiteln stand der FCB in der Winterpause schon an 1. Stelle. Ende Saison war ihr Vorsprung auf die Verfolger jeweils recht komfortabel. 03/04 betrug dieser 13 Punkte auf YB, eine Saison später zehn Zähler auf Thun. Beim letzten Gewinn des Meistertitels vor einem Jahr waren es deren vier Punkte, die der FCB vor YB lag. Etwas anders sehen diese Zahlen beim FC Zürich aus. Der FCZ gewann die letzten drei Meistertitel jeweils eher knapp. Im Mai dieses Jahres betrug der Vorsprung fünf Punkte auf YB. Vor zwei Jahren musste der FCZ sogar zittern. Nur ein Punkt reichte am Schluss zum Titelgewinn vor dem FC Basel. «Schande von Basel» bildet AusnahmeIn den letzten sechs Jahren wurde nur ein Mal ein Team nicht Meister, das nach Hälfte der Meisterschaft die Tabelle anführte. Der FC Basel in der Saison 05/06. In der Winterpause betrug der Vorsprung des FCB auf den FCZ noch acht Punkte - Ende Saison war dieser weg. Die Basler verspielten den Titel mit der 1:2-Niederlage im letzten Meisterschaftsspiel, das wegen den anschliessenden Krawallen als «Schande von Basel» in die Geschichte einging. Der FCZ schloss dank dem Sieg punktemässig zu Basel auf und konnte wegen dem besseren Torverhältnis den Titel feiern. Eine ganz andere Sprache spricht die Statistik, was den Absteiger betrifft. Noch nie in der sechsjährigen Geschichte der Super League ist diese Mannschaft abgestiegen, die zur Winterpause am Tabellenende klassiert war. Es traf immer ein anderes Team. Der FC Aarau kann also hoffen, auch wenn die «Unabsteigbaren» im Moment schon acht Punkte hinter dem rettenden Barrageplatz liegen. http://www.20min.ch/sport/fussball/story/YB-kann-Meister-Champagner-kuehl-stellen-10110551
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