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 Beitrag Verfasst: Freitag 8. November 2024, 15:40 
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YB droht Champions-League-Aus

Petric: «Für den Schweizer Fussball ist es ernüchternd»

Die Hälfte der Ligaphase der Champions League ist absolviert und noch immer stehen die Young Boys ohne Punkte da. Ist die Qualifikation für die K.o.-Phase noch realistisch?

Die Young Boys müssen sich Schachtar Donezk trotz zwischenzeitlicher Führung mit 1:2 geschlagen geben und verlieren damit auch das vierte Spiel der diesjährigen Champions-League-Kampagne. Ohne Punkte und mit einem Torverhältnis von 1:11 sind die Berner in der Liga-Tabelle auf Platz 34 zu finden – nur Roter Stern Belgrad und Slovan Bratislava haben bisher noch schlechter abgeschnitten.

Vorzeitiges Aus droht

Nach der Pleite in Gelsenkirchen rückt die Qualifikation für den Sechzehntelfinal in weite Ferne. Auf den rettenden Platz 24, den PSV Eindhoven momentan innehat, fehlen YB bereits fünf Zähler. Nur wenig spricht dafür, dass die Berner diesen Rückstand in den verbleibenden Runden noch aufholen können.

«Man war sich von Anfang an nicht sicher, ob man die Qualifikation für die K.o.-Phase 100-prozentig schafft», macht blue Sport Experte Mladen Petric klar. Dass die Berner deshalb die Freude an der Königsklasse verlieren, glaubt Petric aber nicht. «Spass wirst du auch danach noch haben, wenn du Champions League spielen kannst. Wenn du punkten kannst, gibt es immer ein gutes Sackgeld. Aber natürlich, für den Schweizer Fussball ist es ernüchternd.»

Frei wagt eine Prognose

Besiegelt ist das Ausscheiden für YB zumindest rechnerisch noch nicht. Es stehen noch die Spiele gegen Atalanta Bergamo, Stuttgart, Celtic Glasgow und Roter Stern Belgrad auf dem Programm. «Mathematisch kommt man auf 12 Punkte», rechnet Alex Frei im Champions-League-Studio von blue Sport vor und wagt eine mutige Prognose: «Ich sage, YB holt aus den letzten vier Matches sieben Punkte.»

Das würde zwar höchstwahrscheinlich nicht für den Vorstoss in die K.o.-Phase reichen. Für den Schweizer Fussball und ganz besonders den amtierenden Meister wären das aber dringend benötigte Erfolgserlebnisse. Denn Sandro Lauper gesteht nach dem Spiel in Gelsenkirchen: «Wir sind auf den Felgen.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 37481.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 8. November 2024, 15:44 
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Wer entscheidet bei den Bernern wirklich?

YB-Coach Magnin wirft Fragen auf

Im Laufe der ersten sechs Spiele als neuer YB-Coach hat Joël Magnin einen Grundstamm von fünf Spielern definiert, auf die er immer setzt. Nicht aber gegen Schachtar Donezk. Das wirft Fragen auf.

Joël Magnin ist ein Coach, der viel rotiert. Und das ohne Rücksicht auf Namen. Aber vier Spieler waren in allen fünf Spielen von Beginn an dabei: Goalie David von Ballmoos. Innenverteidiger und Captain Loris Benito. Joël Monteiro. Und Filip Ugrinic. Dazu kommt Aushilfs-Innenverteidiger Sandro Lauper (der in zwei Ligaspielern gesperrt war). Doch gegen Schachtar sitzen zwei von fünf draussen.

Dass von Ballmoos und Monteiro auf die Ersatzbank müssen, wirft Fragen auf. Die bei Patrick Rahmen angewandte Goalie-Rotation hatte man mit dem Amtsantritt des Neuenburgers für vorbei gehalten. Magnin sprach immer davon, dass von Ballmoos seine klare Nummer eins sei. Die klare Ansage des Trainers nach von Ballmoos’ hervorragendem Spiel gegen Inter Mailand: «Für mich stellt sich die Frage nicht, wer im Tor steht.» Wie aus dem Nichts sitzt der Stammgoalie dann in Gelsenkirchen auf der Bank.

Paradigmenwechsel

Ein Paradigmenwechsel, der beim enorm ehrgeizigen von Ballmoos sicher nicht gut ankommt. Zumal er ein klares Bekenntnis zu YB abgab, als er seinen Ende 2025 auslaufenden Vertrag im September vorzeitig bis 2027 verlängert hat. Damit soll nichts gegen das Talent von Marvin Keller gesagt sein. Auch auf Schalke hielt der Zürcher gut. Aber gibt es da Versprechen, ihm den einen oder anderen Einsatz zu geben, um seinen Marktwert hochzuhalten? Zumal Keller sich vor kurzem einer grossen deutschen Beratungsagentur angeschlossen hat, wohl um einen Auslandsdeal zu forcieren. Der allerdings so oder so ganz klar zu früh kommen würde.

Warum also dieser Wechsel? Magnin begründet so: «David bleibt die Nummer eins. Marvin ist sehr talentiert und verdient es, ab und zu zu spielen. Das ist auch ein Zeichen an die Mannschaft, dass es jeden braucht, dass jeder die Qualität hat, Stammspieler zu sein. Marvin hat schon gegen Galatasaray gezeigt, dass er Topspiele liefern kann. Und er hat seine Sache auch gegen Donezk gut gemacht.»

Aha. Nochmals das Zitat von nach dem Inter-Spiel: «Für mich stellt sich die Frage nicht, wer im Tor steht.» Das lässt keinen anderen Schluss zu, als dass der Entscheid, Keller ins Tor zu stellen, nicht von Magnin kommt.

Gegen Lugano sind vier der fünf out

Auch der Fall Monteiro mutet komisch an. Der Walliser machte europaweit Geschichte mit einem skurrilen Platzverweis, indem er im Spiel beim FCZ einen Schuh in Richtung Gegenspieler warf. Dafür wird er für zwei Spiele gesperrt. Er muss also gegen Lugano zuschauen, hätte umso mehr gegen die Ukrainer 90 Minuten Vollgas ohne Rücksicht auf Belastungssteuerung geben können. Doch erstmals sitzt er in der Ära Magnin draussen. Warum? «Man kann das auf zwei Seiten sehen», sagt der Coach. «Spielminuten für Spieler, die am Sonntag spielen müssen, weil Monteiro dann nicht dabei ist. Deshalb habe ich entschieden, das Males und Colley anfangen.» Keine Disziplinarmassnahme also? «Überhaupt nicht», so Magnin. Er habe genug kassiert. Konkret: Monteiro muss ein Juniorentraining leiten – als «Strafe» aus der Mannschaft und aus dem Trainerstaff heraus. Dazu eine Busse vom Klub.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Ganze mutet schräg an. Erst recht die Begründung, weshalb Males und Colley spielten: quasi als Einlaufen fürs Lugano-Spiel? Und das im Match der letzten Champions-League-Chance?

Keine Frage und Fakt ist, dass von Magnins Fünfer-Achse am Sonntag im Spiel gegen das starke Lugano genau ein Spieler übriggeblieben ist: Goalie von Ballmoos. Monteiro und Ugrinic (wegen vier Gelben Karten) sind gesperrt. Benito und Lauper verletzt. Die YB-Probleme nehmen monumentale Dimensionen an.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 00328.html

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