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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. Oktober 2024, 23:46 
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Fussball: YB bleibt in Barcelona chancenlos, das früh entschiedene Spiel wird zum Barça-Spektakel

Die Young Boys kassieren auch beim zweiten Auftritt in der Champions League eine klare Niederlage. In Barcelona gehen die Berner 0:5 unter.

Und dann springt der Ball plötzlich Ebrima Colley vor die Füsse. Der Angreifer aus Gambia hat im Strafraum von Barcelona so viel Platz und Zeit, wie sie gegnerische Stürmer sonst kaum haben. Das scheint den 24-Jährigen selbst zu überraschen, und so misslingt ihm der Abschluss völlig, der Ball kullert weit am Tor vorbei ins Aus.

Es ist in der 31. Minute die goldene Chance für YB, aus dem Nichts in das Spiel zurückzufinden. Die Berner liegen zu diesem Zeitpunkt erst 0:1 zurück und hätten mit einem Ausgleichstreffer vielleicht für etwas Verunsicherung beim drückend überlegenen Gegner sorgen können. Doch statt 1:1 steht es sechs Minuten später plötzlich 0:3 aus Sicht der Gäste.

Das Heimteam spielt sich mit einem Doppelschlag kurzzeitig in einen Rausch. Goalie Marvin Keller ist es zu verdanken, dass der Rückstand zur Pause nicht noch höher ausfällt. Doch auch die Paraden des 22-Jährigen, der nach guten Leistungen in der Qualifikation zu seinem Debüt in der Königsklasse kam, nützen wenig, wenn die Vordermannschaft so verunsichert aufspielt.

Ungenügend bei Standards

Einen energischen Auftritt hatte Trainer Patrick Rahmen im Vorfeld gefordert. Der 55-Jährige wusste, dass die Aufgabe im Olympiastadion von Barcelona nicht einfach werden würde. Denn Barcelona hatte gleich doppelt etwas gutzumachen. In der ersten Runde der Champions League hatten die Spanier 1:2 gegen Monaco verloren, am vergangenen Wochenende setzte es nach sieben Siegen in Folge die erste Niederlage in der Liga.

Rahmen wollte mit seiner Mannschaft kämpferisch auftreten, die Räume eng machen und so die Kreativität der gegnerischen Topstars eindämmen. Dieser Plan bekam aber bereits in der 8. Minute Risse, als sich eben jene Topstars mit einer Serie von Direktpässen durch die YB-Abwehr spielten. Torres auf Yamal, Yamal auf Raphinha, Raphinha auf Lewandowski. Hier zeigte sich die Klasse des Gegners.

Die nächsten Tore fielen nach Standards. Erst verpassten die Berner einen kurz ausgeführten Eckball, dann verlor Hadjam nach einem Freistoss aus ähnlicher Position das Kopfballduell gegen Martinez. Der Verteidiger wurde auch beim Eckball kurz nach der Pause gesucht und gefunden, sein Ableger in die Mitte verwertete Lewandowski zum 4:0.

Monteiro doppelt im Pech

Das früh entschiedene Spiel wurde zu einem Spektakel, bei dem die Barça-Spieler ihr Ballgefühl zelebrierten. Besonders stark spielte der erst 17-jährige Lamine Yamal, der Jaouen Hadjam einen Abend bescherte, den er angesichts der vielen Richtungswechsel nicht so schnell vergessen dürfte.

Den Bernern war an diesem Abend gar nichts vergönnt. Joël Monteiro traf bei einem der seltenen schnellen Vorstösse nur die Querstange und kurz vor Schluss wurde sein vermeintlicher Ehrentreffer wegen Offside aberkannt. Dazwischen sorgte Camara mit einem unglücklichen Eigentor für den 0:5-Endstand.

Damit stehen die Berner nach zwei Runden in der Champions League ohne Punkte und einem Torverhältnis von 0:8 da. Und die nächste Aufgabe wird kaum einfacher: Am 23. Oktober ist Inter Mailand zu Gast im Berner Wankdorf.


https://www.nzz.ch/sport/fussball/fussb ... ld.1850986

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2024, 00:23 
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YB-Verteidiger Blum schmunzelt

«Bin froh, war ich heute Rechtsverteidiger»

Die starke linke Seite vom FC Barcelona machte den Bernern heute zu schaffen. YB-Verteidiger Lewin Blum ist daher froh und gibt schmunzelnd zu, dass er froh sei, als Rechtsverteidiger zu spielen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 89374.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2024, 00:24 
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Gegen Barça chancenlos

Ohne verletzten Benito funktioniert YB-Abwehr nicht

In Barcelona vermisst YB seinen Abwehrchef Loris Benito schmerzlichst. Ohne den angeschlagenen Routinier gleicht die YB-Abwehr einem Hühnerhaufen. Ob er für den Krisengipfel gegen Basel einsatzfähig ist, steht noch nicht fest.

Tatenlos muss der verletzte Loris Benito (32) vor dem heimischen TV-Gerät mitansehen, wie seine Teamkollegen vom FC Barcelona komplett zerzaust werden. 0:5 stehs am Ende.

Besonders schmerzhaft ist für den YB-Captain aber nicht das Resultat, sondern die Tatsache, dass der Verteidiger seiner Mannschaft in dieser Partie zweifellos hätte weiterhelfen können. Schon in der ersten Halbzeit ist in der Berner Abwehr keinerlei Ordnung zu erkennen. Sein Ersatz Tanguy Zoukrou (21) ist mit den katalanischen Offensivstars komplett überfordert.

Wie schon vor zwei Wochen beim Champions-League-Auftakt gegen Aston Villa funktioniert das Duo Zoukrou/Camara nicht. Abstimmungsprobleme, fehlende Kommunikation, fatale Fehlpässe – alles offenbar zentrale Bestandteile der YB-Verteidigung.
Für Basel wieder fit?

Patrick Rahmen (55) hatte vor der Partie zwar mehrfach betont, wie schmerzlich Benito als Leaderfigur vermisst wird. Allerdings sagte der YB-Trainer auch, dass er ohnehin im Hinterkopf gehabt habe, gegen Barcelona auf seinen Routinier in der Startelf zu verzichten.

Nachdem Benito nach überstandenem Kreuzbandriss erst vor etwas mehr als zwei Wochen im Cup gegen Vevey (4:2) sein lang ersehntes Comeback in der 1. Mannschaft gefeiert hatte, wollte Rahmen gegen Aston Villa offenbar kein Risiko eingehen. Nur drei Tage nach dem Spiel gegen GC (0:1) bereits wieder in der Champions League aufzulaufen, könnte für den Rückkehrer zu viel sein, so die Befürchtungen des YB-Trainers.

Durch die gegen die Hoppers zugezogene Muskelverletzung im linken Oberschenkel musste Benito nun gezwungenermassen für die Königsklasse passen. Noch ist offen, ob der Captain für den Krisengipfel am Sonntag gegen Basel wieder fit wird. Nach dem Auftritt in Barcelona kann es aus Berner Sicht gar nicht schnell genug gehen, bis der Captain wieder für Ordnung in der YB-Abwehr sorgt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 89340.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2024, 08:59 
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Zweite klare CL-Niederlage

Rahmen: «Es war ein Klassenunterschied»

Nach dem 0:5 am 2. CL-Spieltag in Barcelona sprachen die YB-Protagonisten über das klare Verdikt.

Nach dem 0:3 zum Auftakt gegen Aston Villa blieben die Young Boys in der Champions League auch in Barcelona ohne Chance. Der Schweizer Meister verlor mit 0:5. «Es war ein Klassenunterschied», stellte Trainer Patrick Rahmen nach der Partie klar. «Aus dem Spiel heraus waren sie natürlich dominant, wir waren 90 Minuten unter Druck. Sie haben ihr Spiel aufgezogen, wie sie es gegen alle Gegner machen.»

"Auf diesem Level darf das nicht passieren."
Autor: Marvin Keller Torhüter YB

Obwohl sein Team klar unterlegen war, haderte Rahmen mit der Art und Weise der Gegentore. «Dass wir drei Tore nach Standards bekommen, ist ärgerlich. Barcelona ist nicht wirklich bekannt als starke Standard-Mannschaft, sie haben ganz andere Qualitäten.» Auch Torhüter Marvin Keller fand klare Worte für diese Schwäche: «Auf diesem Level darf das nicht passieren. Da müssen wir über die Bücher und unsere Lehren daraus ziehen.»

Zuordnung hat gefehlt

Trotz dem klaren Verdikt gab es für Rahmen auch Positives. «Wir haben im Block zwischenzeitlich gut verteidigt. Im Umschaltspiel war das eine oder andere nicht so schlecht. Wir hatten drei gute Chancen, es ist schade, dass wir kein Tor machen.» Um gegen solche Spitzenteams etwas zu holen, müsse man effizient sein. «Es gibt viele Sachen, die man besser machen kann und Sachen, die wir vom Gegner übernehmen können.»

Für Sandro Lauper war der frühe Gegentreffer in der 8. Minute fatal für die Young Boys. «Wir sind mit dem Plan ins Spiel gegangen, so lange wie möglich das 0:0 zu halten. Das ist uns nicht gelungen, dann wird es schwierig.» Bei den Standards sei die Zuordnung nicht gut gewesen. «Da müssen wir in Zukunft in der Lage sein, das zu verteidigen.»

Nächste schwierige Aufgabe in Basel

Nach dem Gastspiel in Barcelona steht für die Young Boys am Sonntag in der Super League die Partie beim FC Basel auf dem Programm. In der «Königsklasse» konnten die Berner, die in der Meisterschaft erst bei einem Sieg stehen, kein Selbstvertrauen tanken. Rahmen richtet den Blick trotzdem kämpferisch nach vorne: «Wir müssen uns ganz klar steigern. Wir haben jetzt fünf Tage bis zum Spiel in Basel. Diese Zeit müssen wir optimal nutzen, damit wir gut vorbereitet sind.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... nterschied

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2024, 09:02 
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«Das war ein Klassenunterschied»: Die Stimmen zum YB-Debakel gegen Barça

YB kommt in der Champions League gegen den FC Barcelona gewaltig unter die Räder und verliert mit 0:5. Das sagen die involvierten Akteure nach Spielschluss.

Patrick Rahmen

Der YB-Trainer redet im SRF-Interview nach der Partie nicht lange um den heissen Brei herum:

«Das war unter dem Strich ein Klassenunterschied, das muss man so sagen.»

Die Spanier seien insgesamt über 90 Minuten dominant gewesen und hätten ihr Spiel durchziehen können.

Ärgerlich ist aus Rahmens Sicht vor allem, dass sein Team gleich drei Tore nach Standards kassiert hat. Das insbesondere, weil der Gegner aus Barcelona seine Stärken für gewöhnlich in anderen Bereichen habe.

Dennoch sah Rahmen auch den ein oder anderen positiven Aspekt im Spiel seiner Mannschaft. Beispielsweise habe das Team phasenweise gut verteidigt.

Marvin Keller

Der YB-Torhüter, der für David von Ballmoos in die Startelf rückte, erlebte einen bitteren Abend. Auch sprach im Anschluss die drei Standard-Tore an. Nachlässigkeiten würden «auf diesem Niveau sofort bestraft», so Keller.

«Es ist frustrierend, denn aus dem Spiel heraus hatten sie gar nicht so viele gute Chancen.»

Sandro Lauper

Mittelfeldakteur Sandro Lauper erklärte, dass man trotz der grossen Vorfreude gegen einen Gegner wie Barcelona antreteten zu dürfen, gewusst habe, dass es insbesondere auswärts schwierig werden dürfte.

«Dass die 90 Minuten nicht angenehm werden, war irgendwie zu erwarten.»

Sein Team habe zwar einen klaren Plan mit ins Spiel genommen, dieser konnte aber nicht wie gewünscht umgesetzt werden.

«Wir sind mit dem Plan ins Spiel gegangen, so lange wie möglich das 0:0 zu halten. Das ist uns nicht gelungen, dann wird es schwierig.»

Barcelona sei wohl zusammen mit Manchester City weltweit am besten darin, freie Räume im Rücken der Verteidiger zu finden und diese Positionen anzuspielen. Diese Qualität habe mitunter zu Überforderung in seinem Team geführt, so Lauper sinngemäss.

Frenkie de Jong

Der Niederländer in Diensten der Spanier, Frenkie de Jong, kehrte nach einer Verletzung in die Mannschaft zurück und feierte mit dem diskussionslosen Sieg ein gelungenes Comeback. Der 27-Jährige gab sich im Interview nach Spielschluss gnädig mit YB:

«Sie haben ein gutes Team und kamen ebenfalls zu Chancen. Manchmal hatten sie vielleicht auch ein wenig Pech.»

Mundo Deportivo

Ziemlich vernichtend für YB fällt das Urteil von Barças Hauszeitung aus. Man müsse sich fragen, nachdem man das Niveau der Berner gesehen habe, weshalb man die Rotationen in der Liga am vergangenen Wochenende gegen Osasuna und nicht nun gegen YB vorgenommen habe.

Barcelona hatte am Sonntag auswärts gegen Osasuna in der heimischen Primera Divison die erste Saisonniederlage einstecken müssen. Bei der 4:2-Pleite gönnte Trainer Hansi Flick einigen Stammkräften eine Pause.


https://www.watson.ch/sport/fussball/69 ... egen-barca

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2024, 09:07 
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Nach Horror-Leistung wählt Erfolglos-Coach bemerkenswerte Worte

Die Young Boys erleben ein Fiasko in der Champions League. Barcelona demontiert den Schweizer Meister mit 0:5. Der Druck auf Patrick Rahmen wächst. Er reagiert souverän und stellt sich vor sein Team.

Darum gehts

- Die Young Boys verloren in der Champions League mit 0:5 gegen den FC Barcelona und sind nach zwei Spielen noch punkt- und torlos.
- Trainer Patrick Rahmen kritisierte besonders die Schwäche bei Standardsituationen.
- Der Druck auf Rahmen wächst, er stellt sich aber diesem und sagte: «Es geht nicht um mich!»
- In bemerkenswert klaren Worten erklärte er: «Ich gehe als Trainer voraus, so wie es sich gehört.»

Das war ein Abend zum Vergessen! Der Start in die neue Champions-League-Kampagne ist den Young Boys mit der 0:5-Ohrfeige gegen den FC Barcelona gründlich missraten. Nach zwei Partien haben die Berner null Punkte, null Tore und acht Gegentreffer. Die Young Boys waren am Dienstagabend in Barcelona absolut chancenlos. Die höchste CL-Pleite in der Berner Historie? Absolut verdient.

Das wusste auch Sandro Lauper nach der Partie. Er ging bei blue hart mit sich und seinem Team ins Gericht. Er sprach von «mehreren Klassen Unterschied». Und: «Ich glaube, wir haben uns diese 90 Minuten ganz anders vorgestellt. Wieder einmal nach einem Champions-League-Spiel muss man sagen, dass wir eine Standardschwäche haben.»

Der YB-Coach ärgert sich

Damit liegt der YB-Star absolut richtig. Gleich mehrfach präsentierte sich die Berner Abwehr bei Standards vogelwild, kein Wunder also, dass gleich drei Treffer nach ruhenden Bällen fielen. Aber die Young Boys waren nicht nur bei den Standards schwach. Der amtierende Meister war komplett überfordert sowie absolut chancenlos.

Coach Patrick Rahmen sagte nach der Partie: «Ich ärgere mich wirklich über die drei Standardtore und das Eigentor.» Der Gegner sei nach 90 Minuten ein verdienter Sieger. Dann wurde Rahmen auf die tiefe Krise angesprochen, in der die Young Boys stecken. Rahmen: «Wir sind in drei Wettbewerben dabei. Das kann nicht jede Mannschaft von sich behaupten. Aber klar in der Liga rennen wir hinterher.»

Patrick Rahmen stellt sich dem Druck

In dieser treffen die Berner am Sonntag nun auswärts auf den FC Basel. Was früher das absolute Top-Duell in der Super League war, ist nun ein Duell zweier Mannschaften, die im Elend stecken. Aus dem Spitzenspiel wurde ein Krisen-Duell!

Was sicher ist: Rahmen, der seit Sommer Trainer der Young Boys ist, muss unbedingt gewinnen. Der Druck, er steigt nämlich auf ihn. 1,29! Das ist der Punkteschnitt des YB-Trainers nach wettbewerbsübergreifend 14 Spielen. Ein miserabler Schnitt.

«Es geht nicht um mich! Es geht darum, dass wir aus der Situation herauskommen», erklärte Rahmen in bemerkenswert offenen Worten. «Die Mannschaft lebt und das ist das, was für mich zählt.» Mit dem Druck könne er leben. Dann stellte er klar: «Ich gehe als Trainer voraus, so wie es sich gehört.»


https://www.20min.ch/story/ybs-patrick- ... -103195649

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2024, 09:10 
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YB zerbricht an Barças Lust am Ball

Lewin Blum ist froh, ist er nicht Linksverteidiger

Im zweiten Spiel der Ligaphase verlieren die Young Boys in Barcelona 0:5. Aber etwas können die Berner aus diesem Champions-League-Abend mitnehmen.

In Kürze:

- Die Young Boys unterlagen Barcelona mit 0:5 im Olympiastadion.
- Barcelona spielte mit hohem Ballbesitz und kreierte viele Chancen.
- Die Katalanen zeigten grosse Spielfreude und Engagement auf dem Platz.
- YB-Team kämpfte solidarisch.

Es hörte einfach nicht mehr auf. 4:0 führte Barcelona bereits, da sprintete und grätschte Raphinha in der Berner Hälfte noch immer um jeden Ball. Als ob er mit seinem Team in einem Champions-League-Viertelfinal einen Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen müsste. Aber das hier war kein Champions-League-Viertelfinal. Das hier war die zweite Partie der Ligaphase gegen den Schweizer Meister.

Nach dem Spiel war genau das eines der Themen in der Berner Garderobe. Die Anerkennung dieses katalanischen Willens, in der zumindest im Trainerteam auch ein klein wenig Bewunderung mitschwang.

Es war die pure Lust, die der FC Barcelona in dieses Spiel legte. Die Lust, den 45’097 Menschen im Olympiastadion mehr zu bieten als nur den Sieg, den gegen den Schweizer Meister ohnehin alle erwartet hatten. Lamine Yamal etwa, er beschäftigte mit Hüftwacklern, Hackentricks und Antritten die ganze linke Berner Abwehrseite. Jaouen Hadjam, Türsteher auf dieser Abwehrseite, sagt zu den Duellen mit Yamal: «Ich habe Erkenntnisse gewonnen. Und ich hoffe, dass wir uns wiedersehen.»

Weniger diplomatisch drückt sich Lewin Blum aus: «Heute war ich froh, dass ich Rechtsverteidiger bin.» Auch er hat die katalanische Fussball-Freude auf dem Platz wahrgenommen, etwas, was es er sonst kaum je gesehen hatte. Es erinnere ihn höchstens ein wenig an die Duelle mit Manchester City in der Vorsaison, «aber über die Jahre, in denen ich Barça verfolge, war das immer ihre Art Fussball. Einfach spielen, viel Ballbesitz. Es war unglaublich, das mal zu sehen und zu erleben.»

Alle viereinhalb Minuten ein Abschluss

Zeit, diese Überlegenheit mit ein paar Zahlen zu untermauern: Barcelona spielte 679 Pässe; Barcelona hatte 20 Abschlüsse, das ist alle 4,5 Minuten einer, 13 davon innerhalb des Strafraums; Barcelona hatte 67 Prozent Ballbesitz; und alle zehn Feldspieler von Barcelona hielten sich im Durchschnitt in der Berner Hälfte auf. Das berechnet das Statistik-Portal «Sofascore». Zum Vergleich: Die Durchschnittsposition sämtlicher Berner lag wenig überraschend in der eigenen Hälfte.

YB-Trainer Patrick Rahmen sagt: «Wenn du so viel Ballbesitz hast, dann sieht es nach viel Lust aus. Im Fussball hast du nun mal den Ball lieber selber. Das geht uns genauso. Gegen ein solches Team siehst du dann selbst vielleicht so aus, als fehle dir die Lust. Aber wir haben solidarisch gekämpft, im Wissen, dass wir hier viel gegen den Ball arbeiten müssen. Es war nicht alles perfekt, aber das Gemeinsame auf dem Feld, das habe ich gesehen.»

Was hätte YB mehr tun können gegen dieses Barcelona, als wenigstens zusammenzustehen und gemeinsam gegen weitere Tore zu kämpfen?

Nichts.

Diese Niederlage muss YB im Album der Erinnerungen ablegen. Ein Verein wie YB lebt bei diesen Auftritten auch immer ein wenig von den Tagen vor dem Spiel, von der Vorfreude, von der Anspannung, die niemand künstlich herbei moderieren muss. Mit 0:5 hat das Erlebnis Barcelona allerdings etwas gar ernüchternd geendet.

Rahmen sagt: «Wenn du in Rückstand gerätst und hoch verlierst, kannst du ja keine Freude haben. Wir mussten heute leiden. Aber wir haben uns in der Halbzeit gegenseitig gepusht und wollten zurückkommen – oder mindestens das Resultat halten. Die Mannschaft hat solidarisch gekämpft.»

Dass der fünfte Treffer ein Eigentor von Mohamed Ali Camara war, passt zur Situation, in der die Young Boys sich befinden. In der Liga ist der Rückstand auf elf Punkte angewachsen, in der Champions League liegt YB auf Rang 36. 36 Mannschaften nehmen teil.

Der gute Moment, die Lust am eigenen Fussball zu finden

Während YB also auf dem letzten Platz liegt, hat Barcelona nach der Startniederlage gegen Monaco mit diesem 5:0-Sieg mal eben rasch etwas für das Torverhältnis getan. Man weiss beim neuen Modus der Champions League schliesslich nicht, was man am Ende der Ligaphase noch brauchen kann.

Lange dürfte sich Barcelona nicht mehr mit den Young Boys beschäftigen. Und auch die Berner dürfen diese Partie eine Rückreise lang in den Köpfen behalten, dann aber den Fokus auf das richten, was für sie wirklich wichtig ist: das Ligaspiel am Sonntag gegen den FC Basel.

Im St.-Jakob-Park steigt das Duell gegen den emotional wichtigsten Gegner aus Berner Sicht. Es wäre ein guter Moment, auch selbst die Lust am Fussball wieder zu entdecken. Vielleicht findet Trainer Patrick Rahmen ein paar Videoschnipsel aus dem Vortrag von Barcelona und verschickt diese mit Nachahmungsempfehlung seinen Spielern aufs Handy. So hätte diese 0:5-Niederlage doch noch ihren Wert.

Barcelona – YB 5:0 (3:0)

Estadi Olímpic. – 45’097 Zuschauende. – SR: Lambrechts (BEL)

Tore: 8. Lewandowski 1:0. 34. Raphinha 2:0. 37. Inigo Martinez 3:0. 51. Lewandowski 4:0. 81. Camara (Eigentor) 5:0.

FC Barcelona: Inaki Pena; Koundé, Cubarsi (64. Fort), Inigo Martinez (84. Cuenca), Balde; Pedri (64. Ansu Fati), Casado; Raphinha; Yamal (75. de Jong), Lewandowski (75. Pau Victor), Ferran Torres.

Young Boys: Keller: Blum (58. Athekame), Camara, Zoukrou, Hadjam; Monteiro, Ugrinic (58. Niasse), Lauper, Colley (73. Virginius); Imeri (82. Lakomy); Itten (73. Ganvoula).

Bemerkungen: YB ohne Benito, Pfeiffer, Janko und Facinet Conte (verletzt). – Verwarnungen: 36. Colley, 40. Ugrinic. 67. Lattenschuss von Monteiro. 91. Tor von Monteiro wegen Offside aberkannt.


https://www.bernerzeitung.ch/barcelona- ... 9403162530

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Erwartete Ohrfeige von Barça in der Champions League

Gehts für Rahmen jetzt um seinen Job?

YB ist beim Gastspiel in Barcelona leider erwartet chancenlos. Gehts nach der deutlichen Pleite für Trainer Patrick Rahmen bald um seinen Job?


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 89681.html

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So darf YB nicht einmal gegen Barcelona verlieren

Es ist keine Schande, gegen diesen Gegner zu verlieren. Auch wenn es nicht mehr der grosse FC Barcelona von Lionel Messi, Andres Iniesta und Xavi ist. Selbst eine 0:5-Klatsche ist gegen Barça per se keine Blamage.

Die Katalanen sind hervorragend in die Saison gestartet, gewannen zum Auftakt sieben Ligaspiele in Serie und weisen dabei ein Torverhältnis von 23:5 auf. Einzig in der Champions League, als sie in Monaco ab der 11. Minute in Unterzahl spielten, und am vergangenen Samstag, als Trainer Hansi Flick bei Osasuna einige Stammkräfte schonte, unterlag Barcelona bisher. Dass YB gegen ein solches Team auswärts untergeht, kann passieren. Was den Verantwortlichen Sorgen bereiten sollte, ist jedoch die Art und Weise.

Das soll nicht bedeuten, dass YB verängstigt gewirkt oder mutlos gespielt hat. Das war nämlich nicht der Fall. Die Berner kamen gar zu vereinzelten Chancen und hätten beim Stand von 0:1 mit etwas mehr Konsequenz gut und gerne den Ausgleich erzielen und mit etwas mehr Zentimeterglück in der Schlussphase immerhin zum Ehrentreffer kommen können. So stand Joël Monteiro in der 91. Minute nur hauchdünn im Abseits, bevor er einnetzte.

Jedoch gingen drei Toren Standardsituationen voraus. Und das sagt mehr über sein Team aus, als Trainer Patrick Rahmen lieb sein dürfte. Denn das Verteidigen von ruhenden Bällen verlangt elementare Dinge wie Konzentration, eine passende Zuordnung und gute Abstimmung untereinander. Und diese liess YB bei den Treffern zum 0:2, zum 0:3 und zum 0:4 gleich mehrmals vermissen.

War das zweite Gegentor noch mit Pech verbunden, weil Cedric Ittens Kopfball unglücklich von Lewin Blum abprallte und vor Raphinhas Füsse fiel, gibt es danach keine Ausreden mehr. Erst sprang der 1,81 m grosse Iñigo Martinez nach einem Freistoss einfach über den drei Zentimeter grösseren Jaouen Hadjam, dann ging der vorherige Torschütze im Rücken der Abwehr bei einem Eckball vergessen und bediente den in der Mitte stehenden Robert Lewandowski. Die YB-Innenverteidiger Mohamed Ali Camara und Tanguy Zoukrou standen unbeteiligt daneben. Es sind solche Gegentore, die den Bernern eigentlich nicht passieren dürfen.

Es ist daher keine Überraschung, dass YB-Coach Patrick Rahmen nach dem Spiel im SRF-Interview sagt: «Es ist ärgerlich, dass wir drei Tore nach Standards kassieren. Das stört mich.» Schliesslich sei «Barcelona nicht als starke Standard-Mannschaft bekannt». Mit etwas mehr Konzentration in diesen Situationen hätte sich YB im Olympiastadion in Barcelona, das während der Bauarbeiten am Camp Nou als Ersatzspielstätte der «Blaugrana» dient, deutlich besser verkaufen können.

Problematisch ist für den noch amtierenden Meister jedoch vielmehr, dass sich diese Unzulänglichkeiten eben auch in den Liga-Alltag ziehen. Zwar ist in der Super League spielerisch kein Klub auch nur ansatzweise auf dem Niveau des FC Barcelona, dennoch können selbst qualitativ deutlich schwächere Teams von Ungereimtheiten bei Standards profitieren. Von fehlender Konzentration in der Defensivarbeit ganz zu schweigen.

Gelingt es YB also nicht, die Abstimmung bei ruhenden Bällen zu verbessern und in diesen Szenen schlicht und einfach den Fokus zu behalten, wird es für den Liga-Vorletzten ganz schwierig, nur schon den Anschluss an die Meistergruppe nicht zu verlieren. Diese Aufgabe liegt schlussendlich auch beim Trainer, der bis zum Ligaspiel beim FC Basel am Sonntag eine Menge zu tun hat.


https://www.watson.ch/sport/kommentar/6 ... -verlieren

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Spanier spotten über YB: «Lewandowski ist ein ‹Young Boy›»

Meister YB geht in Barcelona baden. Nachdem Altmeister Robert Lewandowski (36) doppelt trifft, amüsieren sich spanische Medien über den Vereinsnamen.

Das Wichtigste in Kürze

- YB bleibt beim spanischen Tabellenführer Barcelona chancenlos, verliert 0:5.
- Für die Katalanen trifft Robert Lewandowski an diesem Abend doppelt.
- Die Marca titelt, er sei ein «Young Boy».

Auch das zweite Spiel der diesjährigen Champions League endet für YB mit einer klaren Niederlage. Beim 0:5 in Barcelona sind die Berner über weite Strecke überfordert. Insbesondere Lamine Yamal lässt die Berner immer wieder alt aussehen.

Apropos alt: Robert Lewandowski schnürt an diesem Abend den nächsten Doppelpack seiner Karriere. Der 36-jährige Pole steht damit bei unglaublichen 96 Toren in der Königsklasse.

Kein Wunder, ehrt ihn die spanische Sportzeitung «Marca» für diese Leistung. Sie schreibt: «Lewandowski ist ein ‹Young Boy›». Natürlich ist das eine Anspielung auf den Clubnamen des Schweizer Meisters.

Weniger Spott gibt es von «Mundo Deportivo». Die Zeitung titelt: «Europäische Party und Frenkies Comeback». Allerdings zweifelt man im Text am Niveau von YB. Man hätte lieber gegen Osasuna die beste Elf spielen lassen sollen und in der Königsklasse rotieren.

Etwas mysteriöser drückt sich die «AS» aus: «Eine helfende Hand, um wieder zu glauben». Auch in ihrem Bericht ist von den Problemen in der Berner Defensive zu lesen. Allerdings begründet man dies auch mit personellen Absenzen.

Für YB geht es in der Liga mit dem Spiel in Basel und zuhause gegen Luzern weiter. In der Champions League trifft die Rahmen-Elf in drei Wochen daheim auf Inter Mailand.


https://www.nau.ch/sport/fussball/spani ... y-66838416

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