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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2023, 22:54 
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Wie die beiden Ultras-Gruppierungen von Basel und Bern ihre Nerven bewahren konnten

Die Muttenzerkurve sowie der Gästesektor waren für das Spiel FC Basel gegen die Young Boys gesperrt. Trotzdem fiebern die beiden Fanlager mit ihren Teams mit.

Die YB-Fans kamen für den Klassiker gegen den FC Basel mit dem Extrazug zum Bahnhof St. Jakob. Rund 200 Fans folgten dem Aufruf «Alli uf Basu» der Berner Ostkurve. Obwohl vor dem durch die Polizei abgetrennten Gästesektor wenig Fussballstimmung aufkommen kann, lassen sich die Berner den Sonntag nicht vermiesen.

Auch die Basler wollen sich das Fussballspiel nicht entgehen lassen. Ihre Plattform hinter der Muttenzerkurve ist mit einigen Hundert Fans gut gefüllt. Sie fiebern friedlich gemeinsam mit ihrer Mannschaft mit, nur eben draussen auf einigen Bildschirmen statt drinnen in der Muttenzerkurve. Sie sind sich im Klaren, was beim letzten Aufeinandertreffen gegen YB passierte. Und sie wissen, dass sie sich benehmen müssen.

Mit Sonnenbrille gegen Identifizierung

Mit einem dumpfen Knall beginnt eine Petarde vor dem Gästesektor des St. Jakob-Parks zu brennen. Die meisten Fans der Young Boys tragen eine Sonnenbrille. Einige von ihnen gar eine Brille mit doppelter Verglasung. Nicht etwa wegen des Wetters in Basel, sondern wegen der hellen Pyros und damit sie nicht erkannt werden können.

Zur weiteren Nichtidentifizierung schaffen die Berner Selbstschutz. Mit der meterlangen Fahnenstange kleben sie ihre YB-Kleber auf die Überwachungskameras. Sicher ist sicher.

Die einzigen beiden Kameras, die erlaubt sind, sind die eigenen. Zwei Ultras sitzen auf einem Metallklotz zwei Meter in der Höhe. So können sie nicht nur auf die zwei Fernseher schauen, wo das Spiel übertragen wird, sondern auch exklusive Bilder und Videos machen. Obwohl in Fangruppierungen Filmen und Fotografieren höchst verpönt ist, wollen die angereisten YB-Fans ihre Reise nach Basel und den Fussballklassiker festhalten.

Genügend Bildschirme, aber zu wenig Würste

Auf zwei mitgebrachten Fernsehern verfolgen die Berner das Spiel. Diese sind auf Festbänken in der Höhe befestigt, damit sicher jeder und jede einen Blick auf die Partie werfen kann, obwohl der Ball von der Weite doch sehr klein wirkt. Der Ton ist nur in den ersten Reihen hörbar. Dass es in achten Minute den Führungstreffer für Bern gibt, bekommen aber alle mit.

«Goal!», schreien die Fans und hüpfen auf engem Platz hin und her. Jean-Pierre Nsame bringt die schwarz gekleideten Fans vor dem Gästesektor zur Ekstase. Ein dumpfer Knall ertönt – eine weitere Pyro erleuchtet hell zwischen dem dunklen Fanlager. Und darauf folgt ein nächster viel lauterer Knall. Einige Fans schmeissen eine Petarde in den Eingang der Unterführung. Wenige Minuten später übertönt der Fangesang aber wieder das Geschehen.

Derweil gibt es auf der Plattform der Muttenzerkurve Spargelrisotto zur Verpflegung. Im Gästesektor ist man nicht so saisonal aufgestellt. Die YB-Fans grillen Bratwürste. Doch kurz vor der Halbzeitpause sind keine Würste mehr da. Die beiden Fanbeauftragten gehen auf die Suche nach Nachschub.

Neben den Würsten verköstigen sich die Fans vereinzelt mit Schnitzelbroten. Diese werden mit Salat und Sauce auf einem Festtisch belegt. Zentimeter daneben dreht ein Fan einen Joint. Die Verpflegung und das Drumherum gleicht zwar nicht einem Michelin-Stern-würdigen Restaurant, stillt aber dennoch die hungrigen Berner Fans.

Mehr Farbe bei den Baslern

Während die Berner alle im gleichen Tenü – schwarze Jacke, schwarze Schuhe und blaue Jeans – im Sektor herumspringen, ist bei den Baslern mehr Farbe im Spiel. Mit rot-blauen Schals um den Hals feiern sie in der 68. Minute ausgelassen beim Ausgleichstreffer. Doch nicht alle bevorzugen das gemeinsame Verfolgen des Spiels auf der Plattform. Etwa 30 FCB-Fans spähen durch die Gitterstäbe beim Sektor A auf die Bildschirme im Stadion.

Als der Schlusspfiff erfolgt gibt es nochmals einige Knalle aus dem YB-Fanlager. Sie feiern durch das Gitter ihre Mannschaft, ehe sie im Anschluss zum Extrazug in Richtung Bern marschieren. Die Sicherheitskräfte stehen zwar mit Helm, Sichtschutz und Schutzschild bereit, doch an diesem Abend geschieht nichts mehr. Die beiden Fanlager verlassen das Areal so friedlich, wie sie kamen.


https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stad ... ld.2443293

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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2023, 22:56 
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17.04.2023

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YB mit 1:1 gegen Basel: Fünf ungenügende Profis im Joggeli

YB und der FCB liefern sich im Joggeli einen Abnützungskampf, der am Ende keinen Sieger findet. Beim 1:1 kassieren mehrere Spieler eine ungenügende Note.

Das Wichtigste in Kürze

- Jean-Pierre Nsame und Zeki Amdouni treffen beim 1:1 zwischen YB und dem FCB.
- Nach einem frühen Rückschlag dreht Rotblau im Joggeli auf.
- Fünf Akteure erhalten eine ungenügende Note.

Trotz eines Blitzstarts im Joggeli muss sich Leader YB gegen den FC Basel mit einem Punkt begnügen. Zeki Amdouni gleicht die Führung von Jean-Pierre Nsame nach 68 Minuten aus.

Damit verhindert Basel die dritte Niederlage gegen die Berner innerhalb weniger Wochen. Und verschiebt die Meisterfeier von YB mindestens um einen Spieltag. Hier kommen die Noten zum 1:1 vom Sonntag.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-mi ... i-66474698

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 Beitrag Verfasst: Montag 17. April 2023, 22:58 
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«Wie in Corona-Zeiten» – trotz 14'142 Fans herrscht Geisterspiel-Stimmung

Das Duell zwischen dem FCB und YB hat vor einer leeren Muttenzerkurve und leerem Gästesektor stattgefunden. Die über 14’000 Fans im St. Jakob-Park konnten den Ausfall der Fan-Kurven nicht wettmachen.

Darum gehts

- Der FC Basel und YB trennen sich am Sonntagnachmittag 1:1.
- Das Spiel im St. Jakob-Park fand vor leeren Fan-Kurven statt.
- Beide Teams sprechen nach der Partie von einem «ungewöhnlichen Spiel».

14’142 Zuschauende – was bei der Mehrheit der Super-League-Clubs deutlich über dem Saisondurchschnitt liegen würde, kam am Sonntagnachmittag im St. Jakob-Park eher einem Geisterspiel gleich. Nach den gewaltigen Ausschreitungen nach dem Cup-Halbfinal am 4. April blieben bei der Neuauflage des Duells zwischen dem FC Basel und YB sowohl die Muttenzerkurve als auch der Gästesektor geschlossen.

«Das war schon etwas komisch. Es hat mich etwas an die Corona-Zeiten erinnert», fand FCB-Leitwolf Taulant Xhaka. Er müsse sich aber bei jenen Fans bedanken, die trotzdem gekommen seien. «Das sollte eine Ausnahme bleiben», fand Trainer Heiko Vogel. «Aus den Gründen, die dazu geführt haben, aber auch dem Fussball zuliebe.» Er stellte sich aber noch einmal hinter den Entscheid der Clubführung, die Muttenzerkurve zu schliessen.

Einige hundert FCB-Fans, die nicht ins Stadion durften, versammelten sich während der Partie hinter der gesperrten Muttenzerkurve und verfolgten von dort das Spiel per Livestream. Auch aus Bern waren rund 300 Personen angereist, die ihre Team von einem abgesperrten Bereich ausserhalb des Stadions unterstützten. Für Stimmung konnten allerdings auch sie nicht richtig sorgen.

«Stimmung war ganz ok»

Auch die Gäste aus Bern zeigten sich etwas enttäuscht. «Wenn eine solche Affiche ansteht, herrscht sonst immer eine unglaubliche Stimmung. Es hat sich nicht wie ein normales Super-League-Spiel angefühlt», sagte Christian Fassnacht. «Einerseits ist es einfacher, wenn du die gegnerischen Fans nicht gegen dich hast. Anderseits fehlt halt einfach die Fussballatmosphäre, die du auch auswärts irgendwie liebst und dich pusht.»

Auch YB-Captain Fabian Lustenberger sah es ähnlich: «Es waren zwar deutlich mehr Zuschauer als während Corona, aber trotzdem ist es nicht das gleiche, wenn die Fan-Kurven nicht da sind. Die Stimmung war aber trotzdem ganz ok.»

Sechs Wechsel beim FCB

Maximal ganz ok war dann auch das Gezeigte auf dem Platz. Nach gutem Start gingen die Berner in der achten Minute durch ein Kopfballtor von Nsame in Führung. Anschliessend passten sich die Gäste dem sehr bescheidenen Niveau des FCB an. Die Basler kamen nach insgesamt sechs Wechseln im Vergleich zum Nizza-Spiel überhaupt nicht in Fahrt.

Nach drei Wechseln in der Halbzeitpause – Amdouni, Ndoye und Diouf kamen ins Spiel – wusste der FCB im zweiten Durchgang deutlich mehr zu überzeugen und verdiente sich den Ausgleich. Joker Amdouni traf nach einem Stellungsfehler von YB-Verteidiger Amenda. Am Schluss waren die Gastgeber sogar deutlich näher am Sieg, verpassten aber den ersten Sieg gegen den Bald-Meister seit 14 Spielen.


https://www.20min.ch/story/wie-in-coron ... 4981013964

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