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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 23:26 
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FCB: Die Jungen im FokusKlingende statt grosse Namen

Selbst beim Spitzenkampf in Bern entscheidet sich Trainer Ciriaco Sforza für den Nachwuchs und gegen die Erfahrung.

Carmine Chiappetta. Der Name zergeht einem wie ein zartes Stück Rindsfilet auf der Zunge. Bis Samstag konnten aber die wenigsten Anhänger des FC Basel mit diesem Namen etwas anfangen. Das ist nun anders. Denn Chiappetta bekommt für das Spitzenspiel bei den Berner Young Boys von Ciriaco Sforza erstmals ein Aufgebot für ein Pflichtspiel. Dies, nachdem er bereits während der Länderspielpause im Test gegen Schaffhausen mit den Profis mitkicken durfte.

Der FCB-Trainer nimmt den 17-Jährigen nicht einfach nach Bern mit, um die Ersatzbank zu füllen und ihn sachte ans Fanionteam heranzuführen. Sondern er wirft ihn beim Meister gleich ins kalte Wasser einer kalten Fussball-Nacht. Als Sforza im Wankdorf nach 66 Minuten den ersten Wechsel tätigt, ist es Chiappetta, der Edon Zhegrova ersetzt. Das bedeutet gleichzeitig das Super-League-Debüt für den Fussballer mit dem klingenden Namen.

Sforza hat in der Vergangenheit mehrfach angesprochen, dass sich die Nachwuchsspieler bei ihm eine Chance auf Einsätze verdienen können. Und er betont dies auch nach der Niederlage in der Bundeshauptstadt: «Unsere Strategie lautet, Talente einzusetzen. Sie sind unsere Zukunft.»

Oberlin und Kalulu überzählig

Chiappettas Nomination überrascht dennoch. Der Offensivspieler gehört der Basler U-18 an, hat zuletzt in seiner Altersklasse am 10. Oktober einen Ernstkampf bestritten. Egal, wie gut er trainiert hat: Dass er auf seiner Position den Vorzug gegenüber Aldo Kalulu oder Dimitri Oberlin erhält, ist ungewöhnlich. Oder anders gesagt: Es spricht gegen die beiden Fussballer mit bekanntem Namen, dass sie im Gegensatz zum Teenager nicht im Basler Aufgebot stehen. Man erinnere sich: Vor drei Jahren war das Basler Publikum beim 5:0-Sieg über Benfica Lissabon noch voll des Lobes über den pfeilschnellen Angreifer Oberlin. Danach folgte bei ihm wie auch bei Kalulu die Zeit der Ausleihe. Inzwischen zurück, scheint Sforza für beide Spieler keine sinnvolle Verwendung zu haben.

Ebenso erstaunt in Bern, dass sich Chiappetta bereits so früh zeigen darf. Als er gemeinsam mit Julian von Moos (19), der auch in Wil Sforza als Förderer hinter sich wusste, den Kunstrasen betritt, steht es 2:1 für die Young Boys. Zu diesem Zeitpunkt ist das Spiel keineswegs entschieden. Dennoch setzt Sforza auf die Unerfahrenheit. Ricky van Wolfswinkel, einst unter Sportchef Marco Streller der Basler Königstransfer, oder auch Raoul Petretta werden erst in den Schlusssekunden aufs Feld beordert. Das Duo, das bereits mehrfach solche Spitzenspiele mit hoher Intensität absolviert hat, muss von der Bank aus mit ansehen, wie die Jungen das 2:2 herbeiführen sollen.

Der Unterschied Super League

Chiappetta kann bei seinem Debüt so wenig ausrichten wie Von Moos. Zu dominant treten die Berner in den zweiten 45 Minuten auf. Und gerät der 17-Jährige mal ins 1:1-Duell mit YB-Aussenverteidiger Silvan Hefti, bekommt er den Unterschied zwischen Junioren-Leistungsfussball und Profistufe zu spüren. Sforza versucht, von der Linie aus seinen «Benjamin» auf der künstlichen Unterlage zu unterstützen, ihn zu überraschenden Aktionen zu motivieren.

Der Newcomer in den Reihen der Basler dürfte dennoch zufrieden gewesen sein, sich im Schaufenster der Super League gezeigt haben zu dürfen. Erst vor Jahresfrist wechselte Chiappetta von der Jugend des FC Schaffhausen nach Basel, vom Rheinfall ans Rheinknie. Bereits am Mittwoch im Nachholspiel gegen Lausanne winkt ihm die nächste Chance auf einen Teileinsatz.

Doch auch Chiappetta weiss: Tritt der FCB weniger ersatzgeschwächt als in Bern an, dürfte es für den in Zürich gross gewordenen Fussballer schwierig werden, weitere Super-League-Minuten zu sammeln. 30 Spieler umfasst das Kader der ersten Mannschaft – Chiappetta nicht eingerechnet. Der Konkurrenzkampf auf den meisten Positionen ist gross. Die Arrivierten werden ihren Anspruch auf einen Stammplatz hegen, die Jungen auf ihre Chance hoffen. Und Ciriaco Sforza kommt die Aufgabe zu, den besten Mix zu finden. Ganz egal, ob er eher klingenden oder bekannten Namen den Vorzug gibt.


https://www.bazonline.ch/klingende-stat ... 3927269783

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 23:27 
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Nach dem Comeback gegen Basel

«YB ist weiterhin das Mass aller Dinge»

YB und Basel liefern sich ein packendes Duell, das lange auf Augenhöhe stattfindet. Am Ende gehen die Berner als Sieger vom Platz.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 07840.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 23:30 
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Nach 2:1-Sieg gegen Basel

Das machte für YB den Unterschied

Ulisses Garcia lernt aus einem bitteren Tag in Basel. Und Fabian Rieder steht für eine Bank, deren Qualität deutlich grösser ist als jene des FCB.

Diesmal macht es Garcia besser

Es war ein Nachmittag zum Vergessen, für YB im Allgemeinen und seinen Linksverteidiger Ulisses Garcia im Speziellen. Edon Zhegrova tanzte, die Berner Abwehr patzte. 0:3 verloren die Young Boys Anfang Dezember 2019 in Basel. FCB-Trainer Marcel Koller sagte, er würde sich verletzen, würde er die flinken Bewegungen seines Flügels Zhegrova nachzuahmen versuchen.

Die Niederlage in Basel wirkte nach. Als sich die Teams im Januar 2020 das nächste Mal gegenüberstanden, blieb Garcia draussen. Jordan Lotomba wurde mit der Bewachung Zhegrovas betraut. Für Lotomba hätten Tempo und Beweglichkeit gesprochen, sagte YB-Trainer Gerardo Seoane. YB gewann 2:0, es war der Anfang vom Ende der Basler Meisterträume. Und des Wirkens von Koller beim FCB.

Im November 2020 ist Lotomba zum OGC Nizza weitergezogen. Also erhält Garcia die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. «Wir haben uns vorgenommen, gemeinsam und aggressiv zu verteidigen», sagt er. Dass er konstatieren kann, dass dies gelungen sei, hängt auch mit der 61. Minute zusammen. Garcia ist vor Zhegrova am Ball, Nsame kann Elia lancieren, 2:1. Die Young Boys gewinnen, und Garcia behält im Privatduell mit dem kosovarischen Flügel diesmal die Oberhand.

Die Qualität auf der Bank

Als die Trainer Gerardo Seoane und Ciriaco Sforza das erste Mal wechseln, steht es 2:1 für YB. Und dennoch ist die Qualität auf der Ersatzbank ein Grund, warum die Young Boys daheim gegen die Basler zum elften Mal in Folge ungeschlagen bleiben. Sie können mit den Einwechslungen von Nicolas Ngamaleu und dem jungen Fabian Rieder das Tempo noch einmal erhöhen, später hilft Gianluca Gaudino mit seinem Teileinsatz, den Ballbesitz zu monopolisieren. Rieder spielt so stark, dass man sich nicht vorstellen kann, dass er überhaupt noch einmal in die U-21 zurückversetzt wird. Einzig der neue Stürmer Jordy Siebatcheu verpasst es einmal mehr, auf sich aufmerksam zu machen.

Sforza kann seiner Mannschaft dagegen keine neuen Impulse verleihen. Julian von Moos und Carmine Chiappetta, 19- respektive 17-jährig, bleiben wie das ganze Team harmlos. Nach der Partie fordert Sforza Zeit, nach nur 2 Spielen in 7 Wochen habe es an Matchpraxis gefehlt. Und dann sagt Sforza mit Blick auf seine Absenzenliste mit prominenten Spielern wie Zuffi, Xhaka und Widmer, er sei zuversichtlich, dass Basel mit YB mithalten könne, wenn alle Spieler dabei seien. Nur bei den Young Boys fehlten am Samstag auch Sandro Lauper, Marvin Spielmann und Christopher Martins verletzt. Aufsteiger Felix Mambimbi stand, nachdem er beim U-21-Nationalteam geweilt hatte, nicht einmal im Aufgebot.

Zu Hause ist es am schönsten

Als die Young Boys zur Pause in der Kabine sitzen, tun sie das mit «positiven Emotionen», wie Mittelfeldspieler Michel Aebischer sagt. Kurz davor haben sie durch Nsame ausgeglichen. Und da ist die Gewissheit, im eigenen Stadion einen Gang höher schalten zu können. Aebischer meint: «Wir sagten uns: Wir gewinnen dieses Spiel.»

Gesagt, getan. Gegen die nationale Konkurrenz hat YB letztmals vor 25 Monaten daheim verloren, die Ungeschlagenheit dauert nun schon seit 37 Spielen an. Nur, wollen sie europäisch überwintern, müssen sie wohl in den nächsten beiden Wochen in Sofia und/oder Rom punkten. «Das wird einer Anpassung unseres Spiels bedürfen», sagt Aebischer. Er meint weniger kombinieren und mehr mit langen Bällen operieren. «Keine leichte Aufgabe. Aber nach dem Sieg gegen Basel können wir mit einem guten Gefühl nach Sofia reisen.»


https://www.bernerzeitung.ch/das-machte ... 8787189810

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 25. November 2020, 15:15 
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«Gab einige Sprüche»

Das sagt von Ballmoos über Assist gegen den FCB

Vor dem Spiel in Sofia äussert sich YB-Goalie von Ballmoos über seine europäische Auswärtsbilanz und spricht über seinen Assist gegen den FC Basel.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 11873.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 25. November 2020, 15:19 
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Vor dem eminent wichtigen Spiel in Sofia

Goalie Von Ballmoos treibt YB an

YB-Goalie David von Ballmoos leitet mit einem präzisen langen Pass Nsames 1:1 gegen Basel ein. Dieser offensive Antrieb vom hintersten YB-Mann bräuchte es auch am Donnerstag beim wichtigen Spiel in Sofia.

Nein, eine Runde geschmissen habe er deswegen nicht, sagt der Emmentaler. Wo doch so etwas bei aussergewöhnlichen Leistungen wie Zu-null-Spiele oder Hattricks üblich sei. «Zwei, drei Sprüche gabs. Das wars. Ich hänge das aber auch nicht an die grosse Glocke. Dass es geklappt hat, ist aber natürlich schön», sagt Von Ballmoos zu seinem ersten Assist im 128. Spiel für YB.

Ganz generell sind Assists von Goalies nicht so selten wie angenommen. In dieser Saison gelang das Schaffhausen-Keeper David da Costa gegen Stade-Lausanne-Ouchy am 4. Oktober. Der letzte in der Super League war Sions Kevin Fickentscher beim 2:1-Sieg in Thun in der Saison 2018/19. Die YB-Legende Marco Wölfli hat es in seiner langen Karriere auf sechs Torvorlagen gebracht.

«Das ist Fussball ...»

Wollte Von Ballmoos den Ball genau so auf Nsame spielen? Der Torwart ehrlich: «Was heisst schon genau so? Das ist Fussball … Der Gedanke war schon, auf den Stürmer zu spielen. Aber dass er dann direkt alleine vor dem Goalie steht – da ist auch Glück dabei.»

Am Donnerstag steht ein Gegner an, gegen den Von Ballmoos das gelang, was er noch lieber hat als Assists: Zu null spielen. ZSKA Sofia. Ein eminent wichtiges Spiel, denn mit einem Sieg stünde das Tor zum erklärten YB-Ziel weit offen: Das Erreichen der K.o.-Phase. Nur: Auswärts stottert und stöhnt der YB-Motor in Europa: In den letzten fünf Jahren gabs gerade mal einen Sieg: Das legendäre 2:1 bei Dinamo Zagreb, mit dem sich YB in die Champions League schoss.

«Das ist ungenügend»

«Oops, das habe ich nicht gewusst. Krass. Es fühlte sich nicht so an, weil wir auswärts regelmässig gepunktet haben», sagt der Keeper. «Aber, doch. Stimmt. Das ist ungenügend. Diese Bilanz muss verbessert werden. Wir wollen das, was wir zuhause bieten, auch auswärts auf den Platz bringen.»

Punkte sollen also her. «Für uns, und für den Schweizer Koeffizienten», fügt Von Ballmoos an. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass einer so denkt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 11736.html

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