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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. August 2012, 13:07 |
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24.08.2012  Zitat: Der stolze Argentinier und die Ruhe
Raúl Bobadilla trifft wie früher Stéphane Chapuisat – und sorgt im beschaulichen Herning für glückliche Eltern.
Man kann an so einem Donnerstagabend in der dänischen Provinz ganz interessante Beobachtungen machen. So kennt man YB-Scout Stéphane Chapuisat immer noch. Der frühere Weltklassestürmer wird in der Halbzeitpause der Partie Midtjylland - YB um Autogramme gebeten. Chapuisat schwärmt gerade von Raúl Bobadilla, dem YB-Stürmer, der kurz vor der Pause das 1:0 genau so geschossen hat, wie Chapuisat früher oft zugeschlagen hat. «Er hat sich clever gelöst, mit einer Körperbewegung einen Verteidiger umspielt und eiskalt abgeschlossen», sagt Chapuisat. «Er ist ein Stürmer, der den Unterschied ausmachen kann.»
Der Argentinier Bobadilla grüsste nach seinem Führungstor übrigens mit Kusshändchen seine geliebten Eltern, welche die Reise mitgemacht hatten, auf der Tribüne. Der Vater trägt ein blaues YB-Shirt mit der Rückennummer 9.
Es ist wenig los in Herning
Die Familie Bobadilla erlebte gestern einen vergnüglichen Tag. Aber das Leben in Herning scheint nicht gerade aufregend zu sein. Um 21 Uhr noch ein anständiges Nachtessen zu bekommen, kann eine echte Herausforderung darstellen. Die Geschäfte sind um 17.30 Uhr geschlossen, was aber keine Rolle spielt, weil es auf den Strassen sowieso kaum Kunden hat. Ausser einer Hundertschaft YB-Fans, die sich am Donnerstagnachmittag in einem Pub für den Match aufwärmt, sind kaum Menschen auf den Strassen zu sehen. Offenbar sollen aber tatsächlich rund 46'000 Leute hier in Herning, Mittel-Jütland, wohnen.
Am Abend ist die Partie zwischen Midtjylland und YB alles andere als ein Strassenfeger. Es erscheinen bescheidene 4522 Zuschauer in der kleinen, schmucken MCH Arena (Fassungsvermögen: 11800 Plätze), obwohl sich immerhin Teams aus der dänischen Superliga und der Schweizer Super League in einer Playoff-Partie europäisch messen.
Ein internationaler Verein
Ziemlich international präsentiert sich der FC Midtjylland, der wie viele skandinavische Vereine einigen Talenten aus Afrika als Sprungbrett in eine – nun ja – Superliga dienen soll. Es gibt einen indischen Investor und eine Fussballschule in Nigeria, wo die jungen Begabungen rekrutiert werden. Für junge Menschen und Fussballer ist das saubere, ruhige Herning kaum das Ende aller Lebensträume. YB, die mitgereisten Anhänger und die stolzen Eltern Bobadilla aber werden den Ort bestimmt in bester Erinnerung behalten. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27155274
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. August 2012, 13:08 |
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24.08.2012  Zitat: Jubelnde Berner, erzürnte Dänen
Ein überlegenes YB hat die Türe zur Europa League weit aufgestossen. Die Berner siegen im Playoff-Hinspiel bei Midtjylland verdient 3:0. Die Gastgeber legen Protest ein.
Am Ende eines aus Berner Sicht höchst erfreulichen Abends herrscht in Herning Konfusion. Ein starkes YB siegt zwar beim FC Midtjylland im Hinspiel der Europa-League-Playoffs diskussionslos 3:0 – doch heftig diskutiert wird über einen Platzverweis gegen Morten Rasmussen.
In der 70. Minute wurde der Midtjylland-Stürmer nach einem Zweikampf mit Juhani Ojala verwarnt, weil er den Ellbogen weit oben einsetzte – und er sah die Rote Karte! Die Vertreter Midtjyllands waren zuerst konsterniert und dann sehr erzürnt, es folgten minutenlange Gespräche. Die Gastgeber legten Protest gegen die Spielwertung ein, weil Rasmussen ihrer Meinung nach noch nicht verwarnt worden war.
Protest wohl chancenlos
Tatsächlich hatte die erste Gelbe Karte gegen Rasmussen niemand bemerkt. Schiedsrichter Maxim Lajushkin behauptet aber nach Spielschluss, er habe Rasmussen bereits in der 60. Minute verwarnt. Ob das stimmt, ist eher fraglich, der Protest Midtjyllands aber dürfte chancenlos bleiben, weil eine Tatsachenentscheidung vorliegt. Hätte der Referee allerdings einen Fehler begangen und Rasmussen zu Unrecht des Feldes verwiesen, wäre es spannend gewesen, wie dieser Fall behandelt worden wäre. «Ich verstehe den Gegner», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig. «Er war nach der Roten Karte geschockt. Und wir haben das ausgezeichnet ausgenutzt.»
Bobadillas herrliches Tor
Schon nach wenigen Minuten ist am Donnerstagabend zu erkennen, dass der FC Midtjylland kein Gegner ist, vor dem sich YB fürchten muss. Gespielt sind 138 Sekunden, als Raúl Bobadilla nach einem Fehler in der Abwehr der Gastgeber im Strafraum zum Abschluss kommt. Der Torjäger ist von seinen Freiheiten überrascht, der Ball springt ihm leicht vom Fuss – und er trifft den rechten Pfosten. Es ist ein erster Berner Warnschuss in einer Partie, die sie unaufgeregt kontrollieren.
Die flinken, schnellen Offensivkräfte des Gastgebers wirbeln bald ein bisschen, YB lässt sie austoben, sobald Midtjylland aber die Gefahrenzone erreicht, wird der Zugriff enger. Nur bei einem Freistoss durch Danny Olsen unmittelbar am Ende der ersten Halbzeit wird YB-Goalie Marco Wölfli ernsthaft geprüft.
Zu diesem Zeitpunkt führen die Young Boys 1:0. Bobadilla bewies seine Sonderklasse drei Minuten vorher, als er nach einem Zuspiel Christian Schneuwlys am Strafraum dynamisch loszog und mit einem überlegten Innenristschuss aus 16 Metern das angestrebte Auswärtstor erzielte.
Viele Chancen für YB
Auch nach dem Seitenwechsel sind die Gäste das überlegene Team. Sie wirken spritziger, sie gewinnen mehr Zweikämpfe, sind solidarisch und besser organisiert – und sie erspielen sich ausgezeichnete Torchancen. Emmanuel Mayuka, den YB aus wirtschaftlichen Überlegungen gerne noch bis Ende August verkaufen möchte, aber verbessert seinen Martkwert in der 49. Minute nicht. Seinen Kopfball aus vier Metern pariert Jonas Lössl stark. Und eine Viertelstunde später entscheidet der Torhüter auch das zweite Duell gegen Mayuka für sich. Diesmal zögert der Sambier viel zu lang und schiesst Lössl aus wenigen Metern an.
Costanzos Traumschuss
Die ungenügende Chancenauswertung rächt sich an diesem Abend für YB nicht. Und die stabilen, stilsicheren Young Boys lassen sich von der aufkommenden Hektik nach dem Platzverweis gegen Rasmussen nicht beirren. «Wir waren jederzeit konzentriert», sagt YB-Trainer Martin Rueda, «und haben uns den Sieg mehr als verdient.» Raphael Nuzzolo vergibt in personeller Überzahl noch das 2:0, doch in der 81. Minute ist es Alexander Farnerud, der eine scharfe Flanke schlägt, die an allen vorbei in die entfernte Torecke segelt. Es ist die Entscheidung in einer längst einseitigen Partie. Der eingewechselte Moreno Costanzo erzielt in der Nachspielzeit mit einem herrlichen Weitschuss unter die Latte sogar noch das dritte YB-Tor. «Wir haben sehr reif gespielt», sagt Mittelfeldspieler Christoph Spycher, während Trainer Rueda die «Stabilität» und die «Spielfreude» seines Teams lobt. Und CEO Kaenzig spricht – ehe vorsichtig – von «der halben Miete» bezüglich Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase.
YB jedenfalls hat in Dänemark den Aufwärtstrend der letzten Partien bestätigt. Das Polster für das Rückspiel am nächsten Donnerstag im Stade de Suisse ist beachtlich. Man kann sich ein YB-Ausscheiden kaum mehr vorstellen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21472447
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. August 2012, 13:10 |
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24.08.2012  Zitat: Die Noten zum Spiel YB gegen Midtjylland (23. August 2012)
Die Young Boys überzeugten am Donnerstagabend fast auf der ganzen Linie. Juhani Ojala, Christoph Spycher, Alexander Farnerud und Raúl Bobadilla überragten.
Marco Wölfli: Note 5 Der Torhüter erlebte einen relativ ruhigen Abend. Wölfli wirkte souverän und zeigte zwei starke Paraden nach Freistössen aus sehr gefährlicher Position. Elsad Zverotic: Note 4,5 Ersetzte den verletzten Scott Sutter und hatte seine rechte Abwehrseite bis auf einen Wackler sicher im Griff.
Alain Nef: Note 5 Gut im Antizipieren, robust und ohne Probleme.
Juhani Ojala: Note 5,5 Räumte ordentlich auf, gewann fast jeden Zweikampf, war im Kopfballduell nicht zu bezwingen und blockte mehrmals Schüsse ab. Die bisher stärkste Vorstellung des jungen Finnen im YB-Dress.
Mario Raimondi: Note 5 Ohne Fehler in der Defensive, ball- und passsicher. Raimondi trieb es auch immer wieder nach vorne.
Christoph Spycher: Note 5,5 Der Chef im Mittelfeld. Viele Ballkontakte, beschleunigte das Spiel, setzte sich oft durch. Eine starke Leistung des Führungsspielers im zentralen Aufbau. Emmanuel Mayuka: Note 4,5 Rasant und präsent, mit sehr guten Chancen. Aber der junge Sambier vergab zu viele prächtige Gelegenheiten teilweise leichtfertig und verpasste es, die Partie noch früher zu entscheiden.
Christian Schneuwly: Note 4,5 Solid, mit viel Einsatz und grossem Laufpensum. Bereitete das 1:0 durch Bobadilla vor. Ansonsten mit weniger Offensivaktionen als die Mitspieler.
Alexander Farnerud: Note 5,5 Der Torschütze zum 2:0 war auffällig, vorne und hinten zu finden. Zudem mit klugen Ideen. Farnerud war immer wieder in harte Zweikämpfe verwickelt.
Raphael Nuzzolo: Note 5 Nach mühevoller Startphase mit krasser Leistungssteigerung. War an vielen guten Szenen der Young Boys beteiligt. Aber auch er hätte ein Tor erzielen müssen. Raúl Bobadilla: Note 5,5 Ein früher Pfostenschuss, später kaum vom Ball zu trennen. Schoss das 1:0 mit einer herrlichen Aktion und blieb bis zum Spielende der beste, gefährlichste Akteur auf dem Rasen.
Moreno Costanzo: Note 5 Kam nach 73 Minuten für Schneuwly. Hatte viele Ballkontakte, verschleppte zuerst noch eine Kontergelegenheit, weil er zu zögerlich agierte. Aber der Regisseur erzielte in der Nachspielzeit mit einem wunderbaren Weitschuss das 3:0 für die Berner Young Boys.
Michael Silberbauer (84.Minute für Farnerud) und Michael Frey (84.Minute für Mayuka) waren für eine Benotung zu kurz im Einsatz. 6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15363313
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shalako
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Verfasst: Samstag 25. August 2012, 19:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.08.2012  Zitat: YBs Steigerung – und der Traum von Liverpool
Erleichterung, Genugtuung und Stolz sind bei YB nach dem 3:0-Sieg beim FC Midtjylland spürbar. Der Protest der Dänen gegen die Spielwertung ist chancenlos.
In der Nacht auf Freitag mischten sich die YB-Verantwortlichen unter die feiernden Berner Anhänger in den Herninger Pubs und bezahlten ihnen die eine oder andere Runde. Es herrschte ausgelassene Stimmung, zu spüren war die riesengrosse Erleichterung bei CEO Ilja Kaenzig und die Genugtuung bei Trainer Martin Rueda und der Stolz bei den Fussballern. 3:0 hatten die Young Boys das Hinspiel der Europa-League-Playoffs beim FC Midtjylland gewonnen, es war ein in dieser Höhe nicht erwarteter Erfolg.
Und: Es war ein absolut verdienter Sieg. «Das war wirklich stark», sagte Kaenzig, der vermutlich mit Einnahmen zwischen 4 und 6 Millionen Franken rechnen darf. Geld, welches der teure Betrieb äusserst gut gebrauchen kann. Von möglichen Wunschgegnern in der Gruppenphase wollte trotz fast gesicherter Qualifikation noch kein YB-Vertreter reden. Die Fans dagegen schwärmten von Liverpool oder Inter oder Napoli und einem ausverkauften Stade de Suisse.
Ojalas tolle Leistung
Relativ sachlich ging der Trainer die Aufarbeitung der Geschehnisse in Dänemark an. Er sei natürlich zufrieden, sagte Martin Rueda. Aber, nein, das sei nicht die beste Saisonleistung gewesen, in Sitten bei der 0:1-Niederlage am Sonntag habe sein Team in einem sehr intensiven Match gegen einen ausgezeichneten Gegner noch stärker gespielt. Und, noch einmal nein, er sei keineswegs überrascht gewesen von der verblüffend dominanten Vorstellung Juhani Ojalas. «Ich wusste, dass er ein hervorragender Innenverteidiger ist», sagte Rueda, «und es ist schön, nutzt er die Chance, die wir ihm bieten.»
Das erste Saisonziel, die Teilnahme an der Europa League, dürften die Young Boys erreicht haben. Sie haben die Konstellation, gegen die mittelprächtigen Teams Zimbru Chisinau, Kalmar und Midtjylland antreten zu dürfen, mit einem spektakulären Steigerungslauf ausgenutzt.
Wer erinnert sich heute noch an das dramatische Elfmeterschiessen in Moldau, wo sich YB Ende Juli beinahe einen Riesenflop geleistet hatte? Und wer an die 0:1-Niederlage in Kalmar kurz darauf? «Wir haben uns gefunden», sagte Christoph Spycher nach dem 3:0-Sieg in Herning. Und sein Captain Marco Wölfli meinte, YB habe bewiesen, über viel Potenzial zu verfügen.
Zwei Verwarnungen
Bereits am Sonntag geht es für die Young Boys im Heimspiel gegen Lausanne weiter, ein Sieg ist nach holprigem Saisonstart Pflicht. Und am nächsten Freitag, einen Tag nach dem Rückspiel gegen Midtjylland, erfahren sie den Namen der drei Kontrahenten in der Europa-League-Gruppenphase – sofern sie sich nicht, und der Ausdruck sei verziehen, am Donnerstag nicht ganz übel beim Veryoungboysen erwischen lassen.
Am 3:0-Hinspielsieg der Berner kann juristisch nicht gerüttelt werden. Der Protest der Gastgeber gegen die Wertung ist chancenlos, es wird zu keiner Spielwiederholung (und erheblichen Terminproblemen) kommen.
Auf TV-Bildern ist nämlich eindeutig zu erkennen, wie Schiedsrichter Maxim Lajuschkin den kurz zuvor eingewechselten Morten Rasmussen in der 60.Minute verwarnt, weil dieser eine Karte gegen Alexander Farnerud fordert. 10 Minuten später wurde Rasmussen nach einem Foulspiel ja mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen. Aber weil die erste Verwarnung gegen den Stürmer kaum jemand gesehen hatte, waren Empörung und Aufregung beim FC Midtyjlland riesig. Zu Unrecht.
Auch bei YB standen Stürmer im Mittelpunkt. Einerseits Torjäger Raúl Bobadilla, der seine Sonderstellung mit seinem feinen Treffer zum 1:0 und einer vorzüglichen Leistung erneut unter Beweis stellte. Und andererseits Emmanuel Mayuka. Der Afrika-Cup-Sieger mit Sambia vergab einige gute Gelegenheiten – und könnte die Berner in den nächsten Tagen verlassen. Am Freitag flog er früh am Morgen über Kopenhagen nach Genf, um auf der sambischen Botschaft seinen Pass zu erneuern. Es gibt offenbar ernsthafte Interessenten aus England – wie die Queens Park Rangers – für Mayuka. Und bei einer Ablösesumme von 5 oder 6 Millionen Franken dürfte YB schwach werden. Zusammen mit den fast perfekten Einnahmen aus der Europa League würde der Verein innerhalb weniger Monate einen zweistelligen Millionenbetrag generieren. Was zu den aktuellen Zielvorgaben des Vereins passt. Nach den wilden finanziellen Abenteuern der letzten Saison steht jetzt die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12806848
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shalako
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Verfasst: Samstag 25. August 2012, 19:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.08.2012  Zitat: Das grosse Aufatmen
Einer der besten YB-Spieler beim souveränen Auftritt gegen den FC Midtjylland war Juhani Ojala.
So entspannt wie nach dem 3:0-Auswärtssieg gegen Midtjylland war die Stimmung rund um den BSC Young Boys schon lange nicht mehr. CEO Ilja Kaenzig unterhielt sich nach Mitternacht in einem Pub in Hernings Fussgängerzone angeregt mit mitgereisten Fans. Unweit davon gönnten sich Trainer Martin Rueda und sein Staff ein Feierabendbier. Die Spieler hingegen hatten sich in ihre Zimmer zurückgezogen. Für sie stand gestern Morgen bereits wieder eine Trainingseinheit respektive ein lockeres Footing auf dem Programm. Absenzen gab es keine. Scott Sutter konnte ebenso mittun wie Christoph Spycher und Alexander Farnerud, die am Vorabend Prellungen erlitten hatten. So wird Rueda morgen wieder die Qual der Wahl haben, wenn das Meisterschaftsspiel gegen Lausanne-Sport ansteht.
Viele Veränderungen sind nicht zu erwarten. Dazu gibt es auch keinen Grund, denn die Equipe, die zuletzt gegen Kalmar, Zürich, Sion und Midtjylland auf dem Platz stand, harmoniert je länger, je besser. Sie wird angeführt von Spycher und Farnerud, die im zentralen Mittelfeld eine starke Achse bilden. Ungemein wichtig ist auch die Präsenz des Energiebündels und Instinktfussballers Raúl Bobadilla in der Sturmspitze. Seit der etliche Partien gesperrte Argentinier wieder mittut, kommt YB nicht nur zu Chancen, sondern hat jemanden, der diese auch verwertet. Für Kaenzig ist das keine Überraschung: «Wir wissen um die Abschlussqualitäten von Raúl.»
Vom Fehleinkauf zum Fixstarter
Unter die Fixstarter geschafft hat es etwas überraschend Juhani Ojala, der in der Innenverteidigung Dusan Veskovac verdrängen konnte. Der Finne galt bis vor kurzem als Fehleinkauf. «Zu langsam und zu unbeweglich» hiess es meistens über den 1,90 m grossen Verteidiger. Ojala ist die Kritik an seiner Person nicht verborgen geblieben. Nach dem Hinspiel gegen Midtjylland holt er zur Selbstverteidigung aus: Er sei schneller, als es von aussen den Anschein mache. Das gelte im Übrigen auch für Alain Nef.
Ojala ist froh, hat ihm Rueda die Chance gegeben, mehrmals in Folge beginnen zu können. Dieses Vertrauen schenkte ihm Christian Gross nicht. Er setzte den neu verpflichteten Defensivspieler im letzten Herbst vorwiegend als Joker im Sturm ein. «Das ist definitiv nicht meine Position.» Viel wohler fühlt sich Ojala im Abwehrzentrum. Gegen Midtjylland zeigte er seine bisher beste Leistung im YB-Trikot. Zweimal blockte er Schüsse von gefährlich vorpreschenden Dänen.
«Juhani ist nicht nur extrem kopfballstark, sondern hat auch ein gutes Auge», schwärmt Marco Wölfli. Es wäre nicht das erste Mal, dass Ojala seine Kritiker eines Besseren belehrt. Als er 2009 von Klubi 04 Helsinki zu Rekordmeister HJS Helsinki wechselte, war er vorerst etliche Monate lang nur Ergänzungsspieler.
Titelträume
In der zweiten Saison aber startete der in Espoo aufgewachsene Verteidiger durch. Er wurde zu einer Stütze in jenem Team, das die mit Abstand solideste Abwehr der Liga stellte. Nach Abschluss der Meisterschaft wurde Ojala zum landesweit besten Verteidiger gekürt. Die starken Leistungen im Club führten ihn auch in die Nationalmannschaft. Letztmals war er Anfang Juni aufgeboten, als Finnland den Baltic Cup bestritt. Priorität haben für Ojala die Young Boys. Er sei nach Bern gekommen, um früher oder später Titel zu holen, betont der 23-Jährige selbstbewusst. Im Unterschied zu vielen anderen Teamkollegen weiss er auch, wie es sich anfühlt, einen Pokal in die Höhe zu stemmen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Da ... y/31100779
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shalako
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Verfasst: Samstag 25. August 2012, 19:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.08.2012  Zitat: YB siegt in Dänemark
Kaenzig: «Dürfen jetzt nicht überheblich werden»
Gleich 3:0 siegt ein äusserst abgeklärtes YB auswärts gegen Midtjylland. Die Planung der Europa-League-Gruppenspiele kann beginnen.
3:0. Und das bei einem Klub der erweiterten Spitze in einem Land eines EM-Teilnehmers. Wann hat es das zuletzt von einem Schweizer Team gegeben?
Nicht mal von YB in seiner europäischen Supersaison unter Vladimir Petkovic vor zwei Jahren. «Wir können wirklich stolz sein», sagte Wuschu Spycher. «Denn das war eine sehr gute, reife Leistung.»
Der Weg dahin war allerdings doch etwas steiniger als es das nackte Resultat vermuten lässt. Nach einem schwungvollen YB-Start mit einem Pfostenschuss von Bobadilla kriegt Midtjylland das Spiel unter Kontrolle. Ganz klare Torchancen bleiben allerdings bis Spielende Mangelware.
Als Boba unter den Augen seiner Eltern Victor und Elvira kurz vor der Pause zum Torschuss förmlich eingeladen und mit einem Schlenzer «Gracias» sagt, spürt man: Es wird der Abend der Berner!
Spätestens nach Rasmussens verwirrender gelbroter Karte – der Ref zeigt nur einmal Gelb und dann Rot – sind die Dänen von der Rolle. Farnerud schlenzt eine Flanke an Mayuka und Feind vorbei zum 2:0 ins Tor. Und in der Nachspielzeit gelingt Costanzo die traumhafte Zugabe.
Damit holt YB – wie der FCL – wertvolle Punkte für den Schweizer Uefa-Koeffizienten. Und noch wichtiger: Die Gruppenphase der Europa League ist praktisch erreicht. Im Rückspiel in einer Woche darf YB im Stade de Suisse gegen einen auswärtsschwachen Gegner ganz einfach nichts mehr anbrennen lassen. Dann locken Gegner wie Inter Mailand oder Liverpool. Und der Rubel rollt! Drei Millionen dürften YB sicher sein. http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 09294.html
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