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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. September 2010, 11:33 |
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Berner Zeitung, 24.09.2010 Erstes Saisonviertel mit TurbulenzenYB will nach mittelmässigen ersten neun Spieltagen in den nächsten Wochen oben angreifen – und das Scouting verbessern. 9 Spiele, 3 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen, 10:11 Tore, 12 Punkte und vor allem: Rang 6. Die Bilanz der Young Boys nach dem ersten Viertel der Saison ist sehr mittelmässig – und damit weit von den ambitionierten Plänen des Vereins entfernt. «Es war eine Achterbahnfahrt», sagt CEO Ilja Kaenzig, «aber das Ende mit dem 2:1-Sieg in St.Gallen am Mittwoch war versöhnlich.» Kaenzig betont, dass YB in Zukunft mit der Zusatzbelastung durch den Europacup besser umgehen werde. «Auch der FC Basel, der ja nur drei Punkte vor uns liegt, ist nicht optimal gestartet», sagt Kaenzig. «Wollen der FCB und YB und auch der FCZ um den Titel spielen, müssen alle viel stabiler werden.» Neuer Scouting-MitarbeiterIn den zwei Monaten seit dem Saisonstart haben die Young Boys mehr Turbulenzen und Höhen und Rückschläge erlebt als andere Teams in einer ganzen Saison. «Wir haben fast alle drei Tage eine Partie», sagt Sportchef Alain Baumann. «Und jetzt geht es darum, dass wir uns in den nächsten Wochen oben festsetzen.» Und Kaenzig, seit Anfang August bei YB, erklärt, langsam könne er «strukturiert» arbeiten und mithelfen, die Abläufe im Verein zu verbessern. Man will die Verantwortung bei den Young Boys und im Stadionbetrieb auf mehrere Personen verteilen und irgendwann im Herbst die Details der Umstrukturierung präsentieren. Im sportlichen Bereich schlägt Ilja Kaenzig ein hohes Tempo an – insbesondere der Bereich Scouting wird massiv ausgebaut. Chefspäher Stéphane Chapuisat hat jetzt Unterstützung vom Deutschen Ingo Winter erhalten. Kaenzig beschreibt Winter als «sehr motivierten, kreativen, intelligenten» Mann, mit dem er einst beim Bundesligisten Hannover drei Jahre zusammenarbeitete. «Er ist erfahren und hilft uns, bei der Spielerbeobachtung ein wesentlich höheres Level zu erreichen», sagt Kaenzig. Für einen Verein wie YB ist es ja entscheidend, in der Transferpolitik erfolgreich und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Petkovic traf DudarUnd so planen die Young Boys derzeit langfristig, vergessen aber das Tagesgeschäft nicht. Im Derby gegen Thun am Sonntag soll die Aufholjagd in der Liga fortgesetzt werden. «Es gibt bei uns leider immer viele Umstellungen wegen Verletzungen und Sperren», sagt Trainer Vladimir Petkovic. «Doch ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft regelmässiger punkten werden.» Petkovic durfte gestern im Inselspital den verletzten Abwehrchef Emiliano Dudar besuchen. Nach einer Phase strikter Ruhe verläuft der Heilungsprozess bei Dudar, der sich am 12.September gegen Basel (2:2) eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zuzog, positiv. Jetzt geht es darum, dass sich Dudar ausreichend von seinen Verletzungen erhole, sagt Petkovic. Und: «Dudar war im Gespräch sehr positiv eingestellt.» Der Argentinier bedankte sich derweil für die vielen netten Reaktionen, die bei YB nach seinem Unfall eingegangen sind – und freute sich über die Videobotschaft seiner Teamkollegen. Wie lange Dudar noch im Spital bleiben muss, ist offen. Der 29-Jährige benötigt weiterhin vor allem sehr viel Ruhe. Ohne Dudar also steht YB vor der Länderspielpause vor einer weiteren strengen Woche – nach den Heimspielen gegen das knapp besser klassierte Thun und Getafe (am Donnerstag in der Europa League) folgt am Sonntag in einer Woche der Härtetest bei Leader Luzern. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Erstes-Saisonviertel-mit-Turbulenzen/story/21144841
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shalako
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Verfasst: Dienstag 28. September 2010, 10:58 |
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Berner Zeitung, 28.09.2010 Der Schatten Seydou DoumbiasYB rennt den eigenen Ansprüchen hinterher. Das hängt auch damit zusammen, dass Seydou Doumbias Klasse fehlt. Vor einem Jahr, Ende September 2009, besiegte YB in der 10.Runde Zürich 3:0. «Grosse YB-Gala gegen den Meister», titelte die Berner Zeitung auf der Frontseite, die Schreibe war von der «Berner Demonstration», und riesengross abgebildet war (mal wieder) der überragende Seydou Doumbia. «Spektakelmacher in einer eigenen Liga», lautete eine der hymnischen Bezeichnungen Doumbias, der Tor um Tor um Tor schoss – und in sehr vielen Partien die Differenz schuf. Fantastische 25 Punkte hatte ein bestechend starkes YB damals auf dem Konto, 7 Zähler lag der Zweite Xamax zurück, und die gelb-schwarze Fussballwelt erlebte Freudenwochen. Jetzt, zwölf Monate später, sind wieder 10 Spieltage absolviert, doch das Bild, welches die Young Boys abgeben, könnte konträrer nicht sein: Pfiffe statt Standing Ovations des Publikums; Unruhe statt Feierstimmung im Umfeld; Missstimmung statt Hochlaune im Verein; und, vor allem: Rang 6 statt Rang 1. Die Überflieger sind abgestürzt, überzeugt haben sie in der Super League noch nie über die gesamte Spielzeit. Die drei Siege (2:1 bei GC und St.Gallen, 1:0 gegen Zürich) waren mehr erknorzt denn erspielt, vieles ist nicht meisterlich: Schwung und Spielfreude, Stabilität und Systemtreue. Doumbia nicht zu ersetzenUnd so bleiben die Young Boys, die teilweise ihr grosses Potenzial brillant angedeutet haben, konstant unkonstant. In der letzten Saison entschied Seydou Doumbia oft enge Partien, und Thun-Sportchef Andres Gerber sagte am Sonntag nach dem 2:2 zwischen YB und Thun: «Vielleicht hätte Doumbia heute den Unterschied ausgemacht.» Das begabte, teure YB-Team aber muss Aufsteiger Thun auch ohne Doumbia bezwingen. Und es ist ja nicht so, dass sich die Young Boys nicht überlegt hätten, wie sie Doumbias Abgang, der vor zwölf Monaten absehbar war, ersetzen wollten. Bereits im Winter wurde Henri Bienvenu verpflichtet, damit er sich in Bern akklimatisieren konnte. Der Kameruner aber war zuletzt ausser Form. «Und es war unser Ziel, das Toreschiessen auf mehrere Schultern zu verteilen», sagt YB-Sportchef Alain Baumann. «Denn einen so starken Stürmer wie Doumbia kann man nicht mit einem Spieler ersetzen.» Und so wurden vor dieser Saison mit dem torgefährlichen Spielmacher Moreno Costanzo, dem dribbelstarken Flügelspieler Senad Lulic sowie dem talentierten Angreifer Emmanuel Mayuka drei nicht preiswerte, entwicklungsfähige Akteure geholt. Die YB-Transfers machten Sinn, zumal mit Christoph Spycher eine wertvolle Führungskraft das Ensemble verstärkte. YB verfügt über ein Team, dem man zutrauen darf, um den Titel mitzuspielen. Rückschläge, die bei jungen Spielern normal sind, passen jedoch nicht zu den ehrgeizigen Vereinsplänen. Vielleicht wäre es schlauer gewesen, die Ziele nicht derart forsch zu formulieren, sondern Zeit einzufordern, nach der Ära mit Doumbia und Landsmann Gilles Yapi ein neues Team aufzubauen. Denn die Altersstruktur stimmt. Noch keine IdealformationJetzt rennt YB verzweifelt den eigenen Ansprüchen hinterher. Noch hat Trainer Vladimir Petkovic die Idealformation nicht gefunden, er probiert mal in der Abwehr etwas Neues und mal im Mittelfeld, und natürlich ist der Ausfall des verletzten Abwehrchefs Emiliano Dudar bitter. Zahlreiche Akteure wie Alberto Regazzoni, Mario Raimondi oder Christian und Marco Schneuwly, letzte Saison noch Leistungsträger, fristen ein unbefriedigendes Reservistendasein – und drängen sich bei ihren Teileinsätzen auch nicht auf. Sie profitierten letzte Saison in der Offensive ebenfalls von Doumbia. Den Stürmer ZSKA Moskaus wird YB auch am Donnerstag in der Europa League gegen Getafe sowie am Sonntag beim souveränen Leader Luzern schmerzlich vermissen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Der-Schatten-Seydou-Doumbias/story/21275849
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shalako
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Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 12:56 |
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NZZ, 03.1.2010
Nachdenken in Bern
Der YB-Trainer Vladimir Petkovic hat sein System modifiziert
Am Freitagmorgen kam der Sportpsychologe Jörg Wetzel schnellen Schrittes von einer Ansprache, die er vor dem Team gehalten hatte. Eines der Themen: Nach dem 2:0-Sieg in der Europa League gegen Getafe den Fokus wieder auf die Super League richten.
Den Fokus auf die Super League zu richten ist natürlich auch das Bestreben des Trainers Vladimir Petkovic, der seit mehr als zwei Jahren im Stade de Suisse in der Verantwortung steht und so manch Erfreuliches geschaffen hat – Angriffsfussball à discrétion mit spektakulären Toren im phänomenalen Herbst 2009 beispielsweise. 35 Spielrunden lang waren die Berner Erste. Aber eben nicht nach 36 Runden.
Petkovic lächelt jetzt in seinem Büro, geduldig und differenziert gibt er Auskunft und sagt dann den Satz: «Vielleicht hatten wir es nicht so ganz richtig verdient, Meister zu werden, vielleicht hat uns ausser dem Glück noch etwas Entscheidendes gefehlt.» Der gelernte Sozialarbeiter wäre zum Berner Helden geworden, wenn er in zwei Saisons nicht nur 150 Punkte aus 72 Spielen geholt hätte, sondern eben einen Titel – sei es im Schweizer Cup, sei es in der Meisterschaft.
In der Retrospektive empfindet Petkovic das Vorbeifliegen am Traum «nicht als Rückschlag», sondern als «Kurve nach unten, um gestärkt den Aufwärtstrend fortzusetzen». Tiefen zu durchwandern, bedeutet für ihn Normalität in einem Entwicklungsprozess. Der Trainer kämpft sichtlich mit «unrealistischen Signalen aus dem Umfeld», die suggerierten, Spiele wie im vergangenen Herbst oder phasenweise in der Qualifikation zur Champions League im eigenen Stadion gegen Fenerbahce oder Tottenham (2:2, 3:2) müssten Standard sein.
Das jüngste Team der Super League
Das sei «das Aussergewöhnliche», wehrt sich Petkovic, nicht die Normalität – und allenfalls ein Massstab, nach dem man das Streben richten könne. In diesem Sog der Erwartungen gehe unter, dass sie zurzeit keinen Doumbia im Angriff hätten, dass der Argentinier Dudar nach seinem Unfall lange ausfalle – und auch, dass sie eines der jüngsten Teams in der Super League stellten. Man hat das Gefühl, der Trainer möchte die Liste so lange fortführen, bis die projektiven Ansprüche unwiderruflich zurückgewiesen wären.
Deutlich wird in Petkovics Ausführungen, dass ihn vor allem der Vorwurf nicht kalt gelassen hat, wonach er eingenommene Haltungen stur verteidige. Einmal sagte der kroatisch-schweizerische Doppelbürger nach einer Pressekonferenz, dass er gerne bereit sei, über das 3-4-3-Spielsystem zu diskutieren, sofern das Gegenüber eine offene und interessierte Haltung an den Tag lege. Wenn man ihn jetzt, im Oktober 2010, auf das Thema anspricht, stellt sich heraus, dass Petkovic findet, im modernen Fussball würden sich die Systeme innerhalb von Spielsituationen andauernd verschieben. Er habe jedoch Modifikationen vorgenommen, «weil ich nicht will, dass das Team dieser Polemik um das System ständig ausgesetzt ist».
Er könne auch in einem leicht modifizierten System spielen lassen, das sei kein Problem. Aber er wundert sich, warum niemand darauf aufmerksam macht, dass sechs bis sieben Klubs in der Serie A mit einer Dreier-Abwehrkette spielen würden.
Zum Vorwurf der Sturheit in der Systemfrage gesellte sich die Unterstellung, das Team trotz offensichtlichen Schwächephasen starkgeredet zu haben. Hört man nun die Worte Petkovics, würde er im Rückblick wohl Veränderungen in der Aussenkommunikation vornehmen. Damals, vor der finalen Partie gegen den FC Basel, glaubte er jedoch, dass seine Spieler «empfindlich gegenüber Schwankungen in den Aussagen» reagieren würden.
Nach dem abrupten Wechsel des CEO von Stefan Niedermaier zu Ilja Kaenzig fühlt sich Petkovic «in einem professionellen Umfeld». Angst, dass der Neue einen Trainer seiner Wahl installieren würde, habe er nie gehabt. Kaenzig habe ja erst erfahren müssen, wer er sei. Ähnlich wie Petkovic sich selber in jener Phase neu kennenlernte, als YB auf der Zielgeraden das Rennen um den Titel verlor. Es scheint, dass man in Bern darüber nachgedacht hat.
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shalako
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Verfasst: Dienstag 5. Oktober 2010, 09:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 05.10.2010
6 wegweisende Spiele für YB und Petkovic
11 Fragen und Antworten zu den ambitionierten und unkonstanten Young Boys, die nach der Länderspielpause unter Druck stehen.
1.Warum läuft es YB nicht?
Der Abwärtstrend begann schon in der letzten Rückrunde. Und in dieser Saison kommt das junge Team bisher mit der Zusatzbelastung durch den Europacup nicht klar. Allerdings gab es auch brillante Partien, die zeigen, dass YB Erfolg haben kann.
2.Warum schiessen die Young Boys so wenig Tore?
YB betreibt einen grossen Aufwand, agiert aber sehr ineffizient. Noch hat sich kein Skorer als Nachfolger des überragenden Seydou Doumbia etabliert. Letzte Saison profitierten auch die Mitspieler von der Klasse Doumbias. Henri Bienvenu steckte zuletzt in einem Tief. Emmanuel Mayuka hat gute Anlagen, braucht aber Zeit, um sich zu entwickeln. Marco Schneuwly benötigt nach ausgeheiltem Kreuzbandriss Spielpraxis, die er bei YB kaum erhält. Alberto Regazzoni ist nur noch Ersatzspieler. Und die offensiven Mittelfeldspieler David Degen, Moreno Costanzo und Senad Lulic haben viel Potenzial, sind aber bislang zu unbeständig. Zudem hat Trainer Vladimir Petkovic sein System umgestellt. Nach dem sehr offensiven 3-4-3 operiert YB nun im vorsichtigeren 4-1-4-1.
3. Wie ist ein solcher Absturz in 12 Monaten möglich?
Vor einem Jahr hatte YB nach elf Runden 28 Punkte, heute sinds 13. Neben dem besten Stürmer Doumbia fehlt auch der damals grossartige Stratege Gilles Yapi. Zudem hatte YB einen Lauf und Selbstvertrauen wie aktuell Luzern – und gewann viele enge Spiele durch späte Tore.
4. Haben die Verantwortlichen im Sommer auf dem Transfermarkt schlecht agiert?
Nein. Diesmal sind alle Neuen (Costanzo, Mayuka, Lulic, Ammar Jemal, Christoph Spycher und Alain Nef) Stammspieler. Altersstruktur und Perspektive des Kaders sind sehr gut. Einen Topstürmer zu holen, der wie Doumbia oder Basels Alex Frei 20 bis 25 Saisontore garantiert, wäre mit einer Millioneninvestition verbunden gewesen, die in der Schweiz nur der alimentierte FC Basel tätigen kann.
5. Wie sicher ist der Job von Trainer Vladimir Petkovic ?
YB-Chef Ilja Kaenzig setzt auf Petkovic, der grösstenteils gute Arbeit ablieferte. In der Branche werden aber mögliche YB-Trainer gehandelt (Marcel Koller, Lucien Favre, Murat Yakin), bei den ungeduldigen YB-Besitzern kann es ja schnell gehen. Nach der Länderspielpause folgen ab 16. Oktober 6 wegweisende Partien in 22 Tagen, in denen von Petkovic gute Resultate erwartet werden: im Cup beim Zweitligisten Collombey-Muraz, in den drei Heimspielen gegen Odense (Europa League), Bellinzona und GC sowie in den Gastspielen in Odense und bei Xamax.
6.Was ist für YB in dieser Saison noch möglich?
Rang 6 ist sehr enttäuschend, Leader Luzern ist 13 Verlustpunkte entfernt. Aber YB orientiert sich vor allem am FC Basel, und der hat bloss 6 Zähler mehr. Setzt das talentierte Berner Team endlich konstant das Potenzial um und startet eine Siegesserie, kann es noch einmal ganz oben angreifen.
7.Wie gehen die Ersatzspieler mit der neuen Rolle um?
Gegen aussen bleiben die letzte Spielzeit gesetzten Alberto Regazzoni, Xavier Hochstrasser, Mario Raimondi und Marco Schneuwly ruhig – auch weil sie in ihren Kurzeinsätzen ebenfalls nicht restlos überzeugten. Allerdings hat sich Trainer Petkovic auf eine Stammformation ohne dieses prominente Quartett festgelegt – man darf gespannt sein, ob das nicht zu Spannungen führt.
8.Hat der unfeine Rauswurf Stefan Niedermaiers noch unangenehme Folgen für YB?
Ja, der Imageschaden ist schwer abzuschätzen. Die Art und Weise der Entlassung des erfolgreichen, beliebten Niedermaier sorgt weiter für Diskussionen. Es gab intern einige Kündigungen, wichtige Sponsoren sind unzufrieden. Der mächtige Verwaltungsratspräsident Benno Oertig, Gegenspieler Niedermaiers, arbeitet aktiver im Tagesgeschäft mit. Die grossspurigen Töne («3. Wachstumsphase» oder «Hochphase von 20 bis 30 Jahren wie bei Bayern» oder «Für YB zählen nur Titel») waren ambitioniert, aber eher ungeschickt und befremdend. Den Worten müssen Taten folgen – wenn nötig mit Investitionen ins Team.
9.Wie arbeitet der neue YB-Chef Ilja Kaenzig?
Er verbringt logischerweise viel Zeit, um alle Leute kennen zu lernen. Kaenzig arbeitet schnell und professionell, ist ein Fussballfachmann, hat viele Ideen und ist bestens vernetzt. Um andere kleine Baustellen wie den Nachwuchs kann er sich noch nicht kümmern. Es ist Kaenzig zuzutrauen, YB zu Titeln zu führen. Aber der Druck ist riesig.
10.Was passiert mit dem Kunstrasen im Stadion?
Er wird wohl bis Mai 2011 durch einen Naturrasen (besser: eine Mischung aus 75 Prozent Natur- und 25 Prozent Kunstrasen) ersetzt. Dann werden im Stade de Suisse wieder Länderspiele und mehr Cupfinals ausgetragen.
11.Was muss YB tun, um wieder Erfolg zu haben?
Die Ruhe bewahren und schleunigst Punkte sammeln. Das Team ist gut genug, um noch in der Vorrunde unter die ersten drei vorzustossen – derzeit sind 12 Spieler mit nationalen Auswahlen unterwegs, das belegt das hohe Niveau! Und dann dürfte YB im Winter einen Stürmer verpflichten. Zudem besteht die Chance, in der Europa League zu überwintern – im Europacup spielt YB teilweise sehr stark. Es muss zudem das Ziel sein, die vielen Talente länger zu halten. Die Leistungsträger des Rivalen Basel werden nicht jünger, und Xherdan Shaqiri dürfte den FCB 2011 verlassen. In der aktuellen Saison überzeugen die Basler übrigens auch noch nicht restlos – und der Meister qualifiziert sich ja mit allergrösster Wahrscheinlichkeit direkt für die Champions League. Auch deshalb ist die YB-Schwächephase ärgerlich.
_________________ For Ever
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kurzpass.ch
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Verfasst: Sonntag 10. Oktober 2010, 20:10 |
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Registriert: Freitag 9. Februar 2007, 17:50 Beiträge: 94
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shalako
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Verfasst: Freitag 22. Oktober 2010, 14:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Oberländer, 22.10.2010
YB nutzte neuen Kunstrasen
YB machte sich fit für den Match gegen Odense. In der Nacht auf gestern waren die Berner in Spiez und absolvierten ein Training auf dem neuen Kunstrasen in Reichenbach. Dieser war eben fertig geworden und kostete 1,3 Mio. Franken.
Am Mittwoch reiste die YB-Mannschaft ins Hotel Belvédère nach Spiez, um sich in Ruhe auf das dritte Europa League-Spiel gegen Odense (Dänemark) von gestern Abend vorzubereiten. Der Rasen auf dem Fussballplatz in Spiez war feucht und die 19 Mitglieder des Teams wichen deshalb gestern Vormitag für ihr kurzes Training nach Reichenbach auf den neuen Kunstrasen aus.
Gut betreute Stars
Betreuer Nico Zaugg bereitete den Stars alles vor. Er legte jedem Spieler in der richtigen Reihenfolge die Nocken-Schuhe bereit – damit sie nur noch hinein schlüpfen mussten – und platzierte eine Menge Bälle für Übungen auf dem Rasen. Die Mannschaft machte unter Anleitung des Trainers Vladimir Petkovic Beweglichkeits- und Geschicklichkeitsübungen, danach pflegten sie das Spiel mit dem Ball. Alle Akteure zeigten sich bestens gerüstet für das wichtige Spiel. Sie lachten und hatten bei schönstem Sonnenschein offensichtlich ihren Spass.
Nur ein Spieler – sei Name sei hier verschwiegen – griff sich an den Kopf, als es einem Kollegen gelang, ihm den Ball zwischen den Beinen durch zu spielen. David Degen gefiel es besonders gut in Reichenbach. Er lobte den Platz als «wunderschön».
Wie das Spiel von gestern Donnerstagabend im Stade de Suisse gegen Odense dann ausging, lesen Sie im Sportteil dieser Zeitung.
Platz kostet 1,3 Millionen
Der neue Kunstrasenplatz im Gand in Kien ist seit dem 2. Oktober fertig. Er kostet mehr als erwartet, nämlich 1,3 Millionen Franken. Gemäss neuster Gesetzgebung musste zusätzlich auf dem ganzen Platz ein Vlies eingebaut werden, das das Regenwasser unter dem Kunstrasen auffängt und ableitet. Auf dem Spielfeld sind weisse, blaue, gelbe und rote Linien aufgemalt. Die YB-Profis verwirrte das überhaupt nicht, sie sind sich ja die weissen Linien gewohnt. Die anders farbenen bezeichnen die Spielfeldgrösse der D-, E- und F-Junioren. Der frühere Platzwart Fritz Maier war sichtlich stolz, dass er nach Gesprächen mit den Verantwortlichen des FC Spiez, YB den neuen Platz zum Footing anbieten konnte.
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. November 2010, 09:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 02.11.2010 Das Klima bei YB ist rauer gewordenDer neue CEO Ilja Kaenzig hat mit YB sehr hohe Ziele. Dabei geht er unzimperlich vor – und will kein «netter Verlierer» mehr sein. Auf den Tribünen im Stade de Suisse wird während des YB-Trainings fleissig geputzt, es ist 10 Uhr am Montag und der Morgen nach dem 1:0-Sieg von YB gegen GC. Die Aufräumarbeiten im Stadion symbolisieren die Situation im Verein. Kampf und Krampf sind Trumpf und nicht mehr Kunst und Können wie zwölf Monate zuvor, als YB spektakulären Offensivfussball zelebrierte, während Rivale Basel in der tiefen Sinnkrise steckte. Jetzt sind die Rollen genau umgekehrt: Der FCB schwebt in Harmonie im Hoch, bei YB dagegen ist die Stimmung belastet. Die harsche und überraschende Kritik von CEO Ilja Kaenzig an Vorgänger Stefan Niedermaier, Trainer Vladimir Petkovic und Sportchef Alain Baumann sorgt für Unruhe. Bald mehr Veränderungen?Man kann Kaenzigs schonungslose Analyse, die Verantwortlichen hätten im letzten Jahr schlecht und nicht zusammen gearbeitet, gut und ehrlich finden oder stillos und fragwürdig, auf jeden Fall ist sie mutig und diskutabel. Denn YB holte in der letzten Saison mit 77 Punkten immerhin so viele wie noch nie und steigerte Zuschauerschnitt (22652), Sponsoreneinnahmen und Euphorie (zumindest bis zur verlorenen Finalissima gegen den FCB) in nie zuvor erreichte Sphären – aber versagte tatsächlich im Endspurt. Kaenzig sagt, wer nicht mit Druck und Kritik umgehe könne, habe im Fussball nichts verloren. Seine verbale Attacke gegen die wichtigsten Mitarbeiter, Trainer Petkovic und Sportchef Baumann, könnten möglicherweise Teil einer Strategie sein, bald neue, prominente Fachkräfte anzuheuern. Schliesslich gibt es Beobachter, die behaupten, bei YB werde in den nächsten Monaten kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Die ehrgeizigen, ungeduldigen Besitzer und Kaenzig schieben zahlreiche Projekte an, «um die Strukturen zu professionalisieren, damit endlich Titel gewonnen werden können», wie Kaenzig erklärt. Er beteuert aber selbstverständlich, niemanden entlassen zu wollen: «Wir müssen unsere Arbeit einfach ständig hinterfragen.» Bei Trainer Petkovic, der einen Kontrakt bis 2013 besitzt, würde die Young Boys eine Trennung sowieso mindestens eine Million Franken Abfindung kosten. Auf jeden Fall herrscht ein raueres Klima bei YB, und das ist kein Zufall. Kaenzig arbeitete einst bei Leverkusen und Hannover in der Bundesliga, wo härtere Bandagen und ein schärferer Umgangston die Normalität sind. «Mein Ziel ist es, dass zielstrebig und einheitlich gearbeitet wird. Wir wollen keine netten Verlierer mehr sein», sagt Kaenzig. Und: «Mir ist ein erkrampfter Sieg nach schwacher Leistung wie gegen GC viel lieber als eine 0:2-Niederlage nach starker Vorstellung wie in Luzern.» Die Verantwortlichen möchten YB ja als «Bayern der Schweiz» etablieren, und da passt es ganz gut, versuchen auch die Münchner gerade verzweifelt, einen Weg aus der Ergebniskrise zu finden. Und: FCB-Präsident Uli Hoeness polterte zuletzt gegen Trainer Louis van Gaal, der zu stur sei und keine anderen Meinungen akzeptiere. Hoeness jedoch arbeitet seit bald drei Jahrzehnten äusserst erfolgreich bei Bayern und ist das Gesicht des Vereins, während Kaenzig erst drei Monate in Bern ist und über Vorgänge in der Vergangenheit urteilte. «Es war hier nicht alles schlecht», sagte Kaenzig nun gestern, «schliesslich hat YB in zwei Jahren 150 Punkte geholt.» Viermal in Serie auswärtsYB-Trainer Vladimir Petkovic erklärte, ihn interessiere nicht, was geschrieben werde. «Aber jeder macht Fehler, auch wir. Jetzt wäre es wichtig, könnten wir in Ruhe arbeiten.» Er konzentriere sich auf die nächsten Partien, in denen YB viermal in Serie auswärts antreten muss – in der Europa League in Odense, bei Xamax und Zürich sowie im Cup in Kriens. «Wir stehen vor sehr grossen Herausforderungen», sagte Petkovic. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Das-Klima-bei-YB-ist-rauer-geworden/story/10101114
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Ghost
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Verfasst: Dienstag 2. November 2010, 11:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. Juli 2004, 12:48 Beiträge: 162
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heute in der basler zeitung den bericht von marcel rohr zum thema christian gross gelesen: Zitat: Vielleicht öffnet sich bald eine Türe in Bern. Dort ist man mit Vladimir Petkovic nicht mehr zufrieden, hört man. Und «the boss» Ilja Kaenzig ist ein Freund «tougher» Lösungen. YB und Gross – könnte passen. Dann wäre auch das Geheimnis gelüftet, warum die Berner seit einiger Zeit öffentlich liebäugeln, den Plastikrasen im Stade de Suisse zu entsorgen. Denn wenn Sie Christian Gross heissen, hassen Sie diese künstliche Unterlage.
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shalako
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Verfasst: Freitag 19. November 2010, 11:56 |
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Berner Zeitung, 19.11.2010 Pyromane: «YB profitiert auch von uns»Sie besuchen YB-Spiele in ganz Europa. Immer wieder zünden sie Fackeln im Stadion. Damit wollen sie Stimmung erzeugen – doch sie brechen Gesetze, und YB wird ihretwegen gebüsst. Der Pyromane P.J.* erklärt sich und verteidigt die Szene. P.J.*, weshalb lassen Sie mitten in einem Fussballstadion Pyrofackeln abbrennen? P.J.: Ich will auf den Rängen eine würdige Atmosphäre für YB erzeugen. Fackeln gehören zu meiner Idealvorstellung einer lebendigen Fankultur genauso wie Gesänge und Choreografien. Aber mit den Fackeln schaden Sie Ihrem Herzensklub. In der letzten Saison musste YB Bussen vom mehr als 100'000 Franken bezahlen. Ja, das mit den Bussen ist so ein Ding. Stünde YB wie vor zehn, elf Jahren vor dem finanziellen Abgrund, würde ich auf die Fackeln verzichten. Doch heute betragen die Bussen einen Bruchteil dessen, was im Fussball verdient wird. Zudem fliesst das Geld aus den Bussen sowieso Ende Saison von der Liga an die Vereine zurück. Die Personen, welche die Bussen auferlegen, schaden YB. Ich schade – wenn überhaupt– nicht meinem Herzensklub, sondern der Stade de Suisse AG. Wo genau liegt der Unterschied? Von den Personen, die vor zehn Jahren bei YB arbeiteten, ist heute keiner mehr da. Aber die Fackeln gehören schon seit mindestens zwanzig Jahren zur YB-Fankultur. In den 90er-Jahren waren Fackeln noch erlaubt. Erst mit der Vergabe der Euro 08 kamen die strengen Regeln. Die aktiven Fans investieren viel Zeit und Geld für eine stimmungsvolle Kurve. Davon profitiert auch der Klub, nicht zuletzt finanziell. YB ist mittlerweile angesagt, auch wegen der sichtbaren Fankurve. Wenn wir Choreografien machen, erhalten wir Lob. Sobald wir aber Pyro ablassen, werden wir beschimpft. Doch wir lassen uns nicht vorschreiben, wie wir unsere Liebe zu YB ausleben. Das Abbrennen von Pyros fällt unters Sprengstoffgesetz. Es ist ein Offizialfdelikt. Sie brechen Gesetze. Für mich zählt die Moral. Ich mache nichts Schlimmes. Ich könnte vor meiner Familie, meinen Freunden und Verwandten dazu stehen, wegen Pyros verurteilt zu werden. Einzig das obligate Stadionverbot würde mir zu schaffen machen. Auf der ganzen Welt stehen Feuerwerke als Symbol für Freude und gute Stimmung. Am 1.August feuert die ganze Schweiz Raketen in die Luft. Alle machen mit, obschon es immer wieder Verletzte gibt und zu Sachschaden kommt. Doch Fussballfans werden wegen Pyrotechnik kriminalisiert. Die Stadtberner SP will das kontrollierte Zünden von Pyro legalisieren. Ist das in Ihrem Sinn? Grundsätzlich ist es schön, aus der Politik mal was anderes zu hören. Sicher werden wir uns mit dem Thema der Legalisierung auseinandersetzen, jedoch würde diese Legalisierung nichts bringen, wenn Sie mit 1000 Auflagen verbunden wäre. Wir wollen frei sein. Wir wollen in unserem Sektor zünden – auch spontan, etwa nach einem Torerfolg oder wenn ein euphorisches Lied angestimmt wird. Worin liegt der Reiz am Zünden? Es ist ein Kick. Das Adrenalin schiesst ins Blut. Bevor ich den Faden ziehe, bin ich angespannt, ähnlich wie ein Sportler vor dem Ernstkampf. Doch sobald die Fackel brennt, macht sich Ekstase breit. Wenn dann noch ein gutes Lied angestimmt wird oder nach einem wichtigen Treffer, ist das Hochgefühl beinahe perfekt. Was für Leute zünden Pyros? Es sind Mitglieder von stimmungsorientierten Fangruppen und Personen aus deren Umfeld. Leidenschaftliche YB-Fans, die das Team quer durch die Schweiz begleiten und Stimmung machen auf den Rängen. Wir sind eine wachsende Jugendsubkultur. Darf jeder mit Pyro in die Kurve kommen? Eigentlich schon. Wir sind aber froh, nimmt nicht jeder sein eigenes Material mit, sonst wäre es schwieriger, das Ganze zu kontrollieren, und die Gefahr, dass Unfälle passierten, würde steigen. Aus diesen Gründen sind es oft die gleichen Leuten, die zünden. Ausser vielleicht an grossen Spielen wie dem Cupfinal 2009 gegen Sion. An diesem Spiel wurden bestimmt 200 Fackeln ins Stadion geschmuggelt – und 100 davon auch abgelassen. Erhalten Neulinge Instruktionen? Natürlich geben wir Tipps, wenn jemand Fragen hat. Doch wenn ich sehe, dass sich ein 14-Jähriger beweisen will oder einer zu besoffen ist, dann halte ich ihn davon ab. Natürlich kann ich nicht für jeden die Verantwortung übernehmen. Es ist gefährlich, mitten in einer Menschenmenge 1000 Grad heisse Fackeln abzubrennen. Auch ein Küchenmesser ist gefährlich in den Händen eines Mörders. So wie wir die Fackeln brauchen, tendiert die Gefahr, dass es zu Unfällen kommt, gegen null. Die Fakten sprechen für uns: Bei YB wird seit den 90er-Jahren gezündet. Verletzte gab es nie. Im Basler St.-Jakob-Park flog vor ein paar Jahren eine Fackel aus dem YB-Sektor auf die unteren Zuschauerränge. Zugegeben, das war ein Fehler von uns. Es war keine Absicht, sondern ein Versehen. Die Fackel hätte nach dem Gebrauch im leeren Teil des YB-Sektors landen sollen. Wir mussten über die Bücher und mussten die Selbstkontrolle verbessern. Doch übers Ganze gesehen wars ein Einzelfall in zwanzig Jahren, bei dem sich glücklicherweise niemand verletzt hat. Es kommt auch immer wieder vor, dass die Fackeln auf dem Spielfeld landen... da muss ich widersprechen. Früher kam es vor, dass die Fackeln nach Gebrauch aufs Spielfeld entsorgt wurden. Doch seit fünf Jahren ist das tabu. Darin sind sich alle Fanszenen der Schweiz einig. Denn es schadet der Sache. Wenn heute einer eine Fackel aufs Spielfeld wirft, hat er in der Fankurve nichts mehr zu suchen. Was müsste passieren, damit Sie auf Pyros verzichten? Ich mache weiter, ob legal oder illegal. Für mich ist das mehr als Zündeln. Es ist mein Lebensinhalt, YB zu folgen und die Fankurve nach meinen Wertvorstellungen zu gestalten. Ich sehe darin nichts Verwerfliches. Haben Sie keine Angst vor Repression? Nein, ich weiss, was zu tun ist, damit sie mich nicht erwischen. Wie schmuggeln Sie die Fackeln rein? Wir haben unsere Tricks. Zur PersonDas Gespräch mit P.J. fand in einer WG in einem Stadtberner Wohnquartier statt. Die Fussballaffinität der Bewohner ist in der Wohnung unübersehbar: Schals, Poster und Collagen von Pyro- und Choreobildern tapezieren die Wände. Unter der Bedingung der Anonymität war der 24-jährige Student bereit, dieser Zeitung Auskunft zu geben. Die erste Pyrofackel hat P.J. als 17-Jähriger im Neufeldstadion gezündet, an einem Spiel zwischen YB und GC. Seither habe er weit mehr als 100 Fackeln gezündet, allein in der letzten Spielzeit seien es gegen 40 gewesen. Seit elf Jahren besucht P.J. die YB-Spiele. Er reist dem Team durch ganz Europa nach. LegalisierungDie SP der Stadt Bern will das kontrollierte Abbrennen von Pyrofackeln erlauben. Ursprünglich stammen die Pyrofackeln aus der Seefahrt und waren als Signal in Notsituationen gedacht. Doch zunehmend wurden sie von Fussballfans entdeckt. Zuschauer, die im Stadion Fackeln zünden, verstossen gegen das Sprengstoffgesetz und riskieren gemäss dessen Artikel 37 eine Busse oder sogar eine Gefängnisstrafe. Dagegen kämpft die Stadtberner SP. «Pyro-Zünder werden zu Unrecht kriminalisiert», sagte Co-Präsidentin Flavia Wasserfallen vor zwei Wochen in dieser Zeitung. An der Delegiertenversammlung zu Beginn dieses Monats nahm die Partei die Juso-Forderung der Pyro-Legalisierung in die politische Agenda auf. In einer Medienmitteilung forderte die SP ein Pilotprojekt, welches das kontrollierte Zünden von Pyrofackeln erlauben soll. «Fans, die Pyro abbrennen, sind nicht gleichzusetzen mit den wenigen Gewalttätern im Stadion», sagte Flavia Wasserfallen. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Pyromane-YB-profitiert-auch-von-uns/story/30330385
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. November 2010, 10:27 |
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Berner Zeitung, 32.11.2010 YB vor einem wichtigen EndspurtYB-Trainer Vladimir Petkovic sagt, er merke der Mannschaft allmählich die Dreifachbelastung an. Fünf Spiele stehen für die Young Boys noch an. Darin will Petkovic den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen. Trotz nasskaltem Wetter wird viel gelacht in der kleinen Gruppe der YB-Spieler, die am Montagmorgen im Stade de Suisse zusammengefunden hat. Jene Akteure, die tags zuvor, beim mühevollen 2:1 der Berner im Cupachtelfinal in Kriens, nicht oder nicht über 90 Minuten gespielt haben, bestreiten auf kleinem Raum einen Trainingsmatch. Mit dabei ist Emiliano Dudar. Der Verteidiger, der sich gegen Basel am 12. September eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen hat, trainiert schon seit geraumer Zeit wieder mit der Mannschaft. Allerdings deutet nichts auf ein Comeback noch vor der Winterpause hin. Noch bis Ende November darf der Argentinier keine Kopfbälle bestreiten, Mitte Dezember steht eine weitere medizinische Kontrolle an. «Es wäre verfrüht, Dudars Rückkehr zu forcieren», sagt Trainer Vladimir Petkovic. Er und das Team sassen am Sonntagabend bereits im Bus, als sie erfuhren, dass YB im Cupviertelfinal auf Zürich trifft. Neben Basel sei das der schwierigstmögliche Gegner, sagt der Coach, «immerhin spielen wir in unserem Stadion». Dass die Begegnung erst nach der Winterpause stattfindet, ist Petkovic recht. Den holprigem Auftritt in Kriens erklärt er sich nicht zuletzt mit der grossen Belastung, der sein Team seit Saisonbeginn mit der Teilnahme an drei Wettbewerben ausgesetzt ist. «Fast dreissig Partien haben wir schon bestritten. Das ist auch vom mentalen Aspekt her anstrengend.» Aber auch körperlich seien langsam gewisse Abnützungserscheinungen festzustellen. «Die Mannschaft brauchte zuletzt länger, um sich von den Spielen zu erholen. Vor allem wenn das Terrain so tief ist wie jenes in Kriens.» «Das wäre eine Sensation»Fünf Partien stehen für die Young Boys bis zur Winterpause noch auf dem Programm. In der Super League ist am Sonntag zunächst Sion zu Gast. Es folgen die Auswärtspartie in Basel und das Heimspiel gegen St.Gallen. In der Europa League empfängt YB morgen in einer Woche den VfB Stuttgart, am 16.Dezember findet in Madrid das letzte Gruppenspiel gegen Getafe statt. Petkovic formuliert die Ziele offensiv: «Wir wollen im Minimum den zweiten Platz verteidigen und uns für die nächste Runde qualifizieren.» Wenn dieses Vorhaben gelinge, käme das einer Sensation gleich, denn: «So etwas hat schon lange kein Schweizer Klub mehr geschafft.» Gegen Stuttgart wolle YB den Grundstein legen für den Vorstoss unter die letzten 32 Teams und die Qualifikation für die K.-o.-Phase. Im Hinblick auf die verbleibenden Super-League-Partien sagt Petkovic: «Wir wollen unbedingt den Anschluss an die Spitze halten. Dann können wir uns in der Rückrunde nach vorne arbeiten. Das ist, wo wir hingehören und wo wir hinwollen.» Ungewohnte AnspielzeitDer erste Schritt dazu wäre ein Sieg gegen Sion. Die Begegnung wird am Sonntag zu ungewohnter Zeit, um 13.30 Uhr, angepfiffen. Grund ist das Heimspiel der Eishockeyspieler des SC Bern gegen die ZSC Lions, das auf 15.45 Uhr angesetzt ist. So sollen das Berner Publikum die Möglichkeit erhalten, beide Klubs live zu verfolgen. Bei einigen Anhängern hat die Vorverschiebung der Partie für Unmut gesorgt. Vladimir Petkovic hingegen zeigt Gleichmut. «Über etwas, das man ohnehin nicht ändern kann, sollte man sich nicht zu viele Gedanken machen», sagt er. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-vor-einem-wichtigen-Endspurt/story/27584531
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