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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 14:15 
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Joël Magnin geht zurück in die Promotion League

Warum sich der YB-Meistercoach in der U21 pudelwohl fühlt

YB-Trainer Joël Magnin erzählt im grossen Meisterinterview, wie er die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur geführt hat, welche Negativ-Erfahrung ihn geprägt hat und was sein Anti-Stress-Rezept ist.

Blick: Joël Magnin, wie tönt das, «Meistertrainer Magnin»?
Joël Magnin: Ich freue mich riesig und bin natürlich sehr stolz. Auch, weil ich schon lange in diesem Verein bin. Aber vor allem habe ich einen sehr guten Staff um mich herum. Enorm fähige Leute, die mir sehr geholfen haben. Und das Team hat mich extrem gut aufgenommen. Die Jungs haben viel Eigenverantwortung übernommen. Als YB-Trainer hat man viele Instrumente zur Verfügung. Man spürt die Professionalität und die Arbeit in dieselbe Richtung. Und einen grossen Anteil hat natürlich auch Raphael Wicky, der zehn Monate der Saison das Team gecoacht hat.

Meister waren Sie aber schon: dreimal mit GC als Spieler. Was ist da der wesentlichste Unterschied?
Als Spieler sind die Emotionen auf dem Feld riesig. Grösser als jene als Trainer. Es wäre lehrreich, wenn jeder Spieler, bevor er Spieler wird, Trainer gewesen wäre. Damit er sähe, was für eine Arbeit es braucht, um eine Mannschaft zu managen.

Die Bilanz Ihrer ersten drei Spiele war ja durchaus durchzogen: Sieg, Niederlage, Remis.
Ich habe eine Mannschaft angetroffen, die nicht mit vollem Selbstvertrauen am Werk war. Peu à peu haben wir das wieder aufgebaut, mit Einzelgesprächen und Events ausserhalb des Platzes. Spielerisch war dann immer noch nicht alles top, aber die Solidarität stimmte.

Was wurde denn neben dem Platz so unternommen?
In Thun im Kurz-Trainingscamp haben wir zum Beispiel die Laser Mission City gespielt, das Spiel mit Lasern im Cinedome in Muri. Da spielen Teams gegeneinander und es geht darum, strategisch zu handeln. Aber auch Bowling. Poker. Ein Quiz für alle. Alles kleine Dinge. Dieses Minicamp hat die Mannschaft weiter zusammengeschweisst. Wir haben gespürt: Wenn es hart auf hart geht, hat sie ein gewisses Plus auf ihrer Seite. Und dieses Plus kann man mit solchen Dingen auch irgendwie provozieren.

Poker? Am Bildschirm oder mit echten Karten, physisch?
Ich war nicht dabei, aber es waren echte Karten.

Aber es war alles vom Staff verordnet?
Nein. Die Spieler haben auch eigene Ideen umgesetzt und Dinge miteinander unternommen. So sind sie zusammen auswärts essen gegangen. Die Jungs haben viel Einfluss genommen. Das hat mir gezeigt, dass dieses Team lebt und sich näherkommen will.

Welchen Wert hat das Zusammenleben der Spieler neben dem Platz für Sie als Coach?
Ich bin nun gut zweieinhalb Monate im Job. Es war eines der Ziele, die wir definiert haben, weil wir in diesem Bereich Einfluss nehmen können. Den Fussball kann man ja nicht neu erfinden. Aber jedem Einzelnen das Vertrauen aussprechen und das Team näher zusammenbringen. Das ist ganz gut gelungen.

Mit ihnen ist Nachwuchschef Gérard Castella als zweiter Assistenztrainer zum Staff gestossen. Was war seine Rolle?
Gérard kenne ich natürlich sehr gut vom Nachwuchs. Er spürt mit seiner riesigen Erfahrung Dinge, die ich vielleicht nicht sehe. Er kann enorm gut Spiele analysieren. Es entgeht ihm kein Detail. Das ist enorm hilfreich. Klar, am Ende entscheide ich, wer spielt und wer nicht. Aber diese Details helfen, keine Frage. Zudem ist Gérard auch menschlich top.

War das Ihre Idee, ihn in den Staff zu holen?
Nein, ich bin aufgeboten worden und man hat mir gesagt, der Plan sei, dass ich als Interimstrainer bis Saisonende die Mannschaft übernehme, mit Zoltan Kadar und Castella als Assistenten. Das war ein guter Plan.

Ihre einzige Erfahrung als Trainer einer ersten Mannschaft war jene mit Xamax. Das ging ja gehörig in die Hosen. Sechs Runden vor Schluss wurden Sie entlassen. Am Ende stieg Xamax dennoch ab. Wie wichtig war diese Negativerfahrung für Ihre Karriere?
Im Nachhinein extrem wichtig. Einerseits, weil ich meine ersten Schritte in der Super League machen konnte. Andererseits schickte mich der Fussballgott zuerst an einen Ort, an dem ich lernen und Erfahrungen sammeln musste. Das muss man dann analysieren und darüber reflektieren, um besser zu werden. Wichtig im Leben ist für mich, den Mut zu haben, etwas zu probieren. Dabei das Risiko in Kauf nehmend, zu stürzen. Nur so lernt man. Genau das ist nun passiert.

Wenn ich sage, Sie hätten nur die Xamax-Erfahrung als Cheftrainer mitgebracht, so tue ich Ihnen Unrecht: Sie hatten diese Position bei YB ja 2013 22 Stunden und ein paar Minuten inne.
Ja genau. Aber da war bereits klar, dass am Nachmittag Bernard Challandes übernehmen würde. Ich hatte das Glück, immerhin ein Training zu leiten. Ich war dann bis Ende Saison sein Assistent. Übrigens war ich auch beim FCZ unter Massimo Rizzo ein halbes Jahr Assistent. Da habe ich auch einige Dinge mitgenommen. Aber die Verantwortung als Haupttrainer ist natürlich ganz eine andere.

Nun ist abgemacht, dass Sie Ende Saison wieder zurück zur U21 gehen. Ist das kein Problem für Sie? Man kann sich vorstellen, dass man als Meistertrainer gewisse Begehrlichkeiten entwickelt, die über den Job als Coach der zweiten Mannschaft hinausgehen.
Als Trainer hast du dieselben Emotionen. Egal, ob du ein U21-Spiel oder eines mit der ersten Mannschaft gewinnst. Klar bin ich überglücklich, als Coach der Super-League-Mannschaft zu arbeiten. Und klar hat es sehr viel mehr Zuschauende und ist rund um die Mannschaft sehr viel mehr los. Aber die Arbeit an sich ist dieselbe. Und jene auf dem Feld gibt mir extrem viel Energie. Aber die Antwort darauf, wie das ist, nach dem Meistertitel diesen Schritt zurück zu machen, kann ich jetzt nicht geben. Das muss ich zuerst erleben. Ich kann nur sagen, dass ich dieses Manko nicht hatte, als ich von Xamax zur U21 von YB zurückkehrte. Ich fühle mich im YB-Nachwuchs sehr wohl.

Aber damals kamen Sie von einem Misserfolg zurück. Jetzt als strahlender Meisterheld der Super League.
Ich sehe jetzt ja auch den einen oder anderen aus der U21, der mit der ersten Mannschaft trainiert. Sie derart Fortschritte machen zu sehen, macht doch Freude. Aber eben: Wie es um meine Emotionen stehen wird, kann ich jetzt unmöglich sagen.

Und doch: Auf dem Eizmoos in Cham – nichts gegen Cham, im Gegenteil – vor 300 Zuschauern oder im Wankdorf vor 30'000 Fans ein Team anzuführen, sind doch zwei komplett verschiedene Welten.
Klar. Aber nach dem Spiel in Cham kannst du in die Buvette gehen, was trinken und mit den Leuten über Gott und die Welt reden. Das ist doch auch etwas Schönes, was man vielleicht in Basel oder Genf nicht kann. Das sind Dinge, die für mich auch zählen.

Sie haben zwei Söhne. Wachsen da zukünftige Nationalspieler heran?
Beim Grösseren, der 19 ist, sicher nicht, weil er Tennis spielt. Der Jüngere, der 14-jährig ist, spielt bei der U14 von YB. Mal schauen.

Was machen Sie, wenn Sie nicht für den Fussball unterwegs sind?
Ich gehe mit der Familie und unserem Hund spazieren, einem australischen Cobberdog namens Ciro. Wie Immobile. Oder dann gehe ich im Neuenburgersee oder im Berner Oberland fischen. Das ist mein Anti-Stress- und Druck-Abbau-Programm.

Bei Fischen beschaffen sie sich gleich ein gesundes Nachtessen?
Auf dem Neuenburgersee: ja. Dort habe ich ein Boot mit einem Kollegen zusammen. Und wenn ich mal nichts fische, habe ich meinen Bruder. Er ist Berufsfischer.

Und wenn Sie zu viel fischen, können Sie ihm die Fische verkaufen.
Das gibt es ganz selten.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Mein Motto ist: Du erntest, was du säst.

Welches Ereignis in ihrem Leben hat sie am meisten geprägt?
Die Geburt meiner Söhne, ganz klar. Ich war zweimal dabei. Beim ersten war ich noch Spieler, von YB, und liess mich in der Halbzeit auswechseln, um von Zürich nach Bern ins Spital zu fahren, als es so weit war.


Persönlich

Joël Magnin wird am 31. Mai 1971 in Neuenburg geboren. Als 21-Jähriger wechselt er vom FC Boudry zu GC, wo er den Durchbruch schafft. Mit den Hoppers, zu denen er nach einem Intermezzo in Lugano zurückkehrt, holt er drei Meistertitel und einen Cupsieg. Seine Aktivkarriere beendet Magnin mit vier Saisons bei YB. Er macht ein Länderspiel, 2001 beim 1:0-Sieg in der WM-Quali auf den Färöern. Als Trainer kennt er mit Ausnahme einer unglücklichen Saison bei Xamax 2019/20, wo er vier Runden vor Schluss entlassen wird, und einer halben als Assistent von Massimo Rizzo beim FCZ, nur einen Klub: YB. Von der U18 über die U21 und den Assistentenjob bis zum (Interims-)Meistertrainer.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 59555.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 14:20 
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Tankstellen-Sturm und Djokovic-Besuch – so war die Partynacht von Meister YB

YB hat sich am Pfingstmontag zum 17. Mal zum Schweizer Fussball-Meister gekrönt. So lief die Partynacht der Berner.

Eine Runde vor dem Ende der Saison 2023/24 hat sich YB trotz einer wenig überzeugenden Saison doch noch den Titel in der Super League gesichert. Nach dem 1:0-Auswärtssieg in Genf steigt die Party zuerst auf dem Feld mit den mitgereisten Fans.

Danach ging die Meisterparty vorerst in der YB-Garderobe weiter. Stürmer Silvère Ganvoula gab dabei auf der Tanzfläche den Tätschmeister.

In Genf war zudem auch hoher Besuch im Stadion. Tennis-Star Novak Djokovic, der diese Woche das Sandplatz-Turnier in Genf bestreitet, besuchte das Spiel und nahm sich danach etwas Zeit für die serbisch-stämmigen YB-Spieler Darian Males und Filip Ugrinic. «Ich konnte 20 Minuten mit ihm reden. Über serbischen Fussball. Über seine Situation, wie es da weitergeht. Mit die schönsten 20 Minuten in meinem Leben!», freute sich Males beim «Blick».

Danach ging es zurück nach Bern ins Wankdorf, wo noch rund 2000 Fans auf die frischgebackene Meistermannschaft warteten. Doch bevor die Party dort weitergehen konnte, brauchten die Spieler und Funktionäre eine Zwischenverpflegung. YB machte Halt an einer Raststätte, «um etwas zwischen die Zähne zu kriegen», wie Loris Benito erklärte.

Die YB-Feierlichkeiten sind damit aber noch längst nicht zu Ende. Am Samstag steht das letzte Spiel der Saison an. Beim Heimauftritt gegen Winterthur wird dann auch der Pokal überreicht. Und am Sonntag geht die offizielle Meisterfeier über die Bühne. Dann wird die Meistermannschaft wieder mit dem Bus – begleitet von tausenden Fans – durch Bern gefahren.


https://www.watson.ch/sport/fussball/31 ... rner-party

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 14:24 
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Trotz Meistertrainer Magnin

Darum ist Patrick Rahmen der Richtige für YB

Joël Magnin übernahm YB interimistisch bis Ende Saison und holte mit den Bernern den 17. Meistertitel. Trotzdem wird er von Winti-Coach Patrick Rahmen abgelöst. Ex-Trainer Markus Babbel erklärt, warum das der richtige Schritt für YB ist.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 60058.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 14:25 
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Die Saison von YB im Rückblick

Der Abwehrchef wird zum Fan – und ein Lob vom Startrainer

Eine Clublegende macht Stunk, ein Stürmer erinnert an Ibrahimovic, ein Eingewechselter sammelt fürs Museum – ein Rückblick in Zitaten auf eine Saison mit einigen Tiefs und vielen Hochs.

«Wir gehen in die Saison, um Meister zu werden.»

Loris Benito mag gar nicht erst um den heissen Brei herumreden. Er macht eine klare Ansage – die zehn Monate später in die Tat umgesetzt wird. (20.7.2023)

«Fasi hat Unglaubliches geleistet für den Club. Jetzt steht er an einer Kreuzung und muss eine Entscheidung treffen.»

Sportchef Steve von Bergen ahnt es – Christian Fassnacht ist nicht länger in Bern zu halten. Kurz darauf wechselt er zu Norwich City, er verlässt YB als Clublegende, mit fünf Meistertiteln und zwei Cupsiegen. (20.7.2023)

«Unser perfektes Stadion hätte Platz für 23’000 Menschen.»

Es ist eine gleichermassen erstaunliche und irritierende Aussage von Wanja Greuel vor dem Playoff-Spiel zur Champions League gegen Maccabi Haifa – zumal der Zuschauerschnitt bei rund 29’000 liegt. Der YB-CEO sagt, durch ein kleineres Stadion würde die Nachfrage nochmals erhöht, die Stadien seien in der Schweiz für den Best-Case konzipiert. Er ergänzt allerdings, für seine Sicht der Dinge werde er häufig ausgelacht. (22.8.2023)

«Es war richtig geil. Die Rückkehr zu YB hat sich nur schon für diese zwei Spiele gelohnt.»

Rechtsverteidiger Saidy Janko ist nach geglückter Champions-League-Qualifikation euphorisiert. 3:0 gewinnt YB mit etwas Glück gegen den Vertreter aus Israel, Janko schreit seine Freude ins Mikrofon. (29.8.2023)

«Das war Weltklasse. Einfach Weltklasse!»

Die Partie zwischen GC und YB ist schwere Kost. Aber die Szene in der 17. Minute entschädigt für alles: Cedric Itten macht auf Zlatan Ibrahimovic, der Stürmer lenkt eine Flanke aus zwölf Metern aus dem Flug mit dem Absatz in die weite, tiefe Torecke. Es ist ein Traumtor und das siegbringende 1:0 – Blue-Experte Rolf Fringer geizt nicht mit Lob. (30.9.2023)

«Das wird eine schwierige Partie.»

Pep Guardiola, dieser Star unter den Startrainern, hat nette Worte übrig vor dem Gastspiel in Bern. Beim Videostudium will der Coach von Manchester City ein Team gesehen haben, das sich nicht hinten rein stelle, das aggressiv sei, mit physisch starken Spielern. YB begeistert gegen den Titelverteidiger tatsächlich, verliert aber trotzdem 1:3. (24.10.23)

«You can’t do this!»

Es ist eine Peinlichkeit. Eine, die mehr zu reden gibt als jedes Tor, das die Young Boys in Manchester erhalten. Schon zur Pause, beim Stand von 0:2, will sich Captain Mohamed Ali Camara das Trikot von Superstar Erling Haaland sichern, er sprintet ihm wie ein Fan hinterher – mit Erfolg. Wobei Haaland verdutzt sagt, er könne das doch nicht tun. Die Kommentare sind hämisch, die YB-Verantwortlichen sprechen von einer «sehr unglücklichen Aktion». (7.11.23)

«In diesem Stadion geht so richtig die Post ab.»

Die Stimmung im ausverkauften Wankdorf ist elektrisierend – die Berner gewinnen in der Champions League gegen Roter Stern Belgrad 2:0 und überwintern als Gruppen-Dritte europäisch. Lewin Blum trifft und setzt zu einer Liebeserklärung an in Richtung eigene Fans. (28.11.23)

«Ich freue mich für das Team und über den Sieg. Aber ich bin auch wütend. Wirklich wütend.»

3:1 gewinnen die Berner kurz vor Weihnachten bei Lausanne-Ouchy, sie sind Leader. Alles gut? Mitnichten. Gegenüber «Le Matin» lässt Torgarant Jean-Pierre Nsame seinen Gefühlen freien Lauf, er beklagt sich über die seiner Meinung nach zu geringe Einsatzzeit von durchschnittlich 53 Minuten pro Spiel. Der Stürmer fragt: «Welcher Spieler, der so viel für seinen Verein getan hat und sich so fit fühlt wie ich, wäre mit dieser Situation einverstanden?» (17.12.2023)

«In dieser Zeit flossen viele Tränen. Ich war am Boden.»

David von Ballmoos ist wieder Stammgoalie. Nachdem er monatelang jede Interviewanfrage abgelehnt hat, spricht er erstmals über seine schwierige Zeit im Jahr 2023, als er operiert werden musste, ausfiel und zur Nummer 2 hinter Anthony degradiert wurde. Fast am meisten weh habe es getan, zu sehen, wie seine Frau und das Umfeld mitgelitten hätten, sagt der Emmentaler. (20.1.2024)

«Für uns ist es unvorstellbar, dass wir ihn in diesem Winter zu einem Schweizer Verein ziehen lassen.»

Sportchef Steve von Bergen spricht im «Problemfall Nsame» Klartext. Basel befasst sich mit ihm, Servette will ihn – und der Topskorer würde nur zu gerne gehen. Im Gespräch lassen ihn von Bergen und Christoph Spycher wissen, dass er nur ins Ausland wechseln darf. Die «Tribune de Genève» will erfahren haben, dass der Ton rau gewesen ist – und Nsame das Treffen entnervt verlassen und die Tür zugeschlagen hat. Rums! (22.1.2024)

«Wir erfüllen unseren Job. Und das sehr regelmässig.»

YB vermag selten zu glänzen, Captain Fabian Lustenberger resümiert nach dem erknorzten Heimsieg gegen Lausanne-Ouchy (1:0), die Leistungen seien längst nicht perfekt. Aber er sagt auch, was Sache ist: «Wir sind Leader, wir holen die Punkte, die es braucht. Und wir kommen beim Publikum an.» Wie wahr: Selbst gegen das Schlusslicht kommen über 26’000 Fans. (18.2.2024)

«Das nächste Mal denke ich ans Team.»

Silvere Ganvoula steht nicht auf der Liste der Penaltyschützen, die Trainer Wicky vor der Partie bei Sporting Lissabon erstellt hat. Aber er denkt nicht daran, sich zu fügen, schnappt sich kurz vor Schluss den Ball. Es nützt nichts, reden Darian Males und Lustenberger energisch auf ihn ein, an der Seitenlinie schüttelt Wicky den Kopf. Immerhin trifft der Stürmer, YB holt mit viel Dusel ein 1:1. Ganvoula entschuldigt sich später beim Team. (22.02.2024)

«Ich fühle mich von YB betrogen.»

Nsame tritt nach, wieder in der «Tribune de Genève». Mittlerweile bei Como unter Vertrag, sagt er, YB habe via Anwalt gedroht, dass er nicht zu viel erzählen dürfe, und ergänzt, die Berner hätten nur auf ihre eigenen Interessen geschaut. Der Club reagiert und bezeichnet den Vorwurf, wonach Nsame ein Angebot mit 50-prozentiger Gehaltskürzung erhalten habe, als falsch. Christoph Spycher sagt: «Jean-Pierre lässt sich von seinen Emotionen und seinem Ego leiten.» (23.2.2024)

«Wir haben eine Reaktion erwartet. Diese ist kaum gekommen.»

Aus, Schluss und vorbei: Nach den Niederlagen in der Meisterschaft gegen Servette und Zürich sowie dem Cup-Viertelfinal-Out beim Unterklassigen Sion zieht Steve von Bergen die Reissleine. Wicky wird entlassen – obwohl YB noch immer Leader ist. Der Sportchef sagt: «Die Entwicklung der Mannschaft ging in die falsche Richtung.» (4.3.2024)

«Ich stehe für mutigen Offensivfussball, für die YB-DNA.»

Er sei überrascht gewesen, als die Anfrage kam, bis Sommer das Traineramt zu übernehmen. So sagt das Joël Magnin. Seine Aufgabe lautet, das schlingernde Boot auf Kurs zu bringen und den Titel zu verteidigen. Der Start glückt mit dem 5:1 gegen Basel. (8.3.2024)

«Mal im Ernst: Was will man mehr?»

Als Fabian Lustenberger an jenem Donnerstag die Kabine betritt, pocht sein Herz. Er sagt den Teamkollegen, dass er Ende Saison aufhören und im Nachwuchs weiterarbeiten werde. 2019 ist er zu YB gestossen, hat sechs Titel gewonnen. Und eben, viel mehr wäre nicht drin gelegen. (28.3.2024)

«Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass alles perfekt sei.»

Im TV-Studio von Blue hat Raphael Wicky den ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Entlassung. Er gewährt Einblick in seine Gefühlswelt und sagt unter anderem: «Ich nutze die Zeit, um alles verarbeiten zu können.» (9.4.2024)

«Dieses Trikot bringe ich heim ins Museum.»

Der Ball liegt zum Freistoss bereit. Lukasz Lakomy wird eingewechselt und sprintet gleich zum Leder, er fragt die Kollegen, ob er schiessen darf – und haut das Ding rein. 2:1 siegt YB in Winterthur, es ist ein Big Point im Meisterrennen. Lakomy sagt, er werde sein Trikot ins kleine polnische Dorf Góra Puławska bringen, wo die Eltern leben und einen Raum mit anderen Erinnerungen an seine Karriere geschmückt haben. (21.4.2024)

«Ich war in der Schule schwach in Mathematik und kann auf solche Rechnereien nicht antworten.»

2:0 gewinnt YB beim FC Zürich, und weil Verfolger Lugano in Runde 34 patzt, können die Berner schon am folgenden Wochenende Meister werden. Trainer Joël Magnin lächelt solche Szenarien einfach weg. Es ist das Lachen eines Siegers, hat er die Mannschaft doch wieder in die Spur gebracht. (05.05.2024)


https://www.bernerzeitung.ch/yb-rueckbl ... 8934836538

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 14:30 
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YB feiert mit 2000 Fans den Meistertitel im Wankdorf

Nach der Rückreise aus Genf wurden die Stars von YB von rund 2000 Fans im Wankdorf empfangen.

Das Wichtigste in Kürze

- Nach der Rückreise von Genf feierten die YB-Stars nach Mitternacht im Wankdorf.
- Dort wurden sie von rund 2000 wartenden Fans empfangen.
- In der Stadt Bern gab es von Montag auf Dienstag eine Freinacht.

Rund 2500 Fans waren am Montagabend an den Match nach Genf gereist und feierten mit YB den frühzeitigen Schweizer Meistertitel. Die Berner Stars zeigten sich ausgelassen – in der Kabine floss literweise Schampus.

Die rund 2300 Fans, die den Sieg gegen Servette im Wankdorfstadion mitverfolgten, mussten sich währenddessen noch etwas gedulden. Erst kurz nach Mitternacht trafen Lustenberger und Co. mit dem wohl sehr verspritzten Car in Bern ein.

Noch rund 1500 bis 2000 Fans waren zu diesem Zeitpunkt im Wankdorf und empfingen den Fussball-Schweizermeister 2023/24. Die Feier war ausgelassen, wie auf Fotos zu sehen ist. Der 17. Meistertitel der Club-Geschichte ist Tatsache und Gratulationen gibt es natürlich auch von Nau.

Freinacht in Bern dank YB

Übrigens: Bern hatte eine Freinacht ausgerufen. Die Gastgewerbebetriebe konnten uneingeschränkt geöffnet bleiben, wie die Stadt auf ihrer Webseite bekannt gab.

Eine weitere Freinacht wird es ausserdem auch nach dem letzten Saisonspiel am Samstag, 25. Mai, geben. Dann findet auch die Pokalübergabe statt.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-fe ... f-66765514

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 14:32 
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Samt Pyros und Feuerwerken

YB-Stars stellen Wankdorf mit Fans auf den Kopf

Die Fans haben lange auf ihre Spieler im Berner Wankdorf gewartet. Nun sind sie endlich da und das Fest kann beginnen. Zusammen singen, springen und tanzen sie zum 5. Mal in sechs Jahren.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 58691.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 22:34 
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Langweilig war dieses YB nicht

Trotz Streit und Misstönen – die Young Boys schweben über allen

Die Berner leisteten sich ungewöhnlich viele Fehler, sind aber trotzdem zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren Meister. Und ein Ende ihrer Dominanz ist nicht absehbar.

Letzte Woche wird die YB-Belegschaft zusammengetrommelt. Im Betrieb brodelt es. Rund hundert Mitarbeitende werden auf einen einheitlichen Kurs eingeschworen, es werden Standing Ovations für Chefstratege Christoph Spycher eingefordert. Nicht dabei ist die Person, deren Kündigung zur Veranstaltung geführt hat: Wanja Greuel. Der CEO hat seit einiger Zeit die gesamte Geschäftsleitung gegen sich – so sehr, dass er keinen anderen Ausweg mehr sah als seinen Abgang. Obwohl er den Posten bei YB auch schon als Traumjob bezeichnete.

Zwei Tage später machen die Young Boys mit dem Sieg gegen St. Gallen im Wankdorf den fast finalen Schritt zur Meisterschaft. Am Pfingstmontag holen sie dann bei Servette endültig den Titel.

Hier die Missstimmung, da die Meisterfeier – die letzten Tage sind sinnbildlich für diese Saison: YB war zeitweise angezählt und sah sich gezwungen, Anfang März Trainer Raphael Wicky zu entlassen. Aber YB schaffte auch den Sprung in die Gruppenphase der Champions League und steht jetzt zum sechsten Mal in sieben Jahren in der Super League ganz oben. Gab es in Bern auch schon Saisons der Superlative mit Punkt- und Torrekorden, ist diese Saison eine der Extreme.

Diese Polarisierung ist untypisch für YB, diesen Club, in dem sich in der Ära von Christoph Spycher die Ausgeglichenheit wie ein roter Faden durch die Erfolgsgeschichte zieht. «Wir sind relativ langweilig», pflegt der Chefstratege zu sagen. Er versteht das als Qualitätsmerkmal. Wer wissen will, weshalb, muss nur auf die Umwälzungen beim FC Basel und beim FC Zürich blicken.

Aber langweilig waren die Berner diesmal nicht. Das war höchstens zuweilen ihre Spielweise. Zweimal degradierten sie ihre Nummer 1 im Tor, ihre Spieler beklagten sich öffentlich über Einsatzzeiten, tauschten Trikots schon in der Pause von Champions-League-Partien, stritten sich am Penaltypunkt. Stürmerlegende Jean-Pierre Nsame schiesst auch Monate nach seinem Wechsel von Como aus Giftpfeile gegen die Berner Führung. Wobei er damit vor allem seinem eigenen Ruf schadet.

Die Konkurrenz hat eine goldene Chance verpasst

YB leistete sich Fehler. Und damit ist nicht der Umgang mit Nsame gemeint: Die heikle Situation mit dem auslaufenden Vertrag des früheren Topskorers haben die Young Boys mit Nsames vorzeitigem Wechsel zu Como relativ gut gemeistert. Aber etliche der Zugänge enttäuschten; verbunden mit Verkäufen und Verletzungen von wichtigen Spielern wie Filip Ugrinic und Loris Benito, hat dies zu einer YB-Mannschaft geführt, vor der sich die Gegner nicht mehr fürchteten. Die Berner haben siebenmal verloren, so oft wie nie in einer Meistersaison seit 17/18. Dazu schied YB im Cupviertelfinal beim FC Sion aus.

YB war immer mal wieder in der Defensive, kommunizierte zögerlich – wie im Fall von Wicky. Beide Seiten waren von einer weiteren Zusammenarbeit über diesen Sommer hinaus nicht mehr angetan, doch statt Klarheit zu schaffen, schob YB den Fall vor sich her. Und verlor die Kontrolle. Ebenso warteten die Berner mit der Bekanntgabe von Greuels Kündigung zu, bis sie auf dem falschen Fuss erwischt wurden, weil die Information wegen eines Leaks an die Öffentlichkeit gelangt war.

Und dennoch schweben die Young Boys über allen. Natürlich liegt das auch an der verhältnismässig schwachen Konkurrenz. Basel, Zürich und diesmal sogar St. Gallen (Stichwort Alain Sutter) waren immer wieder mit sich selbst beschäftigt. Servette ging die Kraft aus. Und Lugano macht seit Jahren Fortschritte, aber noch fehlt es den Tessinern an Konstanz. Sie alle haben eine goldene Chance verpasst.

Magnin steht für Spychers YB

Bei allen sportlichen Problemen und den personellen Unruhen: Diese Saison hat auch gezeigt, wie stabil und kerngesund YB wirtschaftlich ist. In Bern gibt es keine Mitbesitzer, die nervös werden, keine Verwaltungsräte, die sich in den Vordergrund drängen. Nur böse Zungen würden behaupten, dem sei so, weil Spycher beides ist.

Der 46-Jährige hat sich in Bern eine enorme Machtfülle erarbeitet. Das muss für YB nicht schlecht sein. Zumal Spycher als normaler Sportchef längst nicht mehr bei den Young Boys wäre. Hinter der Aufnahme in den VR 2022, hinter der Abtretung des YB-Aktienpakets an ihn 2024 stand jeweils der Gedanke, Spycher möglichst lange im Club zu halten. Keiner ist zentraler für den gegenwärtigen Erfolg als er.

Spycher ist keiner, der die Macht missbraucht. Er ist ein Teamplayer, der um sich herum Leute versammelt hat, die funktionieren wie er. Interimstrainer Joël Magnin, der von Wicky übernahm, und sein Assistent Gérard Castella, bis heute Servettes letzter Meistertrainer, sind typische Vertreter dieser Berner: kompetent, aber nicht darauf bedacht, sich in den Vordergrund zu drängen. Magnin übernimmt nächste Saison wieder die U-21 von YB, Castella seinen Posten als Ausbildungschef.

Rahmens Verpflichtung als erstes Indiz

Es ist davon auszugehen, dass die Young Boys die richtigen Schlüsse aus dieser komplizierten Saison ziehen. Ein erstes Indiz: Mit Patrick Rahmen kommt ein Trainer, der beim FC Winterthur hervorragende Arbeit geleistet hat und die Liga kennt. 2022 reagierten die Berner auf Rang 3 unter anderem mit den Verpflichtungen von Cedric Itten, Ugrinic und Kastriot Imeri – es ist bis heute der kostspieligste Sommer unter Spycher. Das Geld für eine erneute Transferoffensive wäre auch jetzt vorhanden, allein mit der Teilnahme an der Champions League und Spielerverkäufen hat der Club diese Saison rund sechzig Millionen Franken eingenommen.

Es mag langweilig klingen, aber nach sechs Meistertiteln in sieben Jahren ist ein Ende der Berner Dominanz trotz allem nicht absehbar.


https://www.bernerzeitung.ch/meister-yb ... 5221065519

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Mai 2024, 22:37 
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17. Meistertitel:

Rumpel-YB: Nie war ein Meister der Super League schwächer

Die Young Boys feiern erneut den Schweizer Meistertitel. Aber nicht alles war top. Mit einem Punkteschnitt von 2.0 war nie ein Meister der Super League schwächer.

Darum gehts

- Die Young Boys sind erneut Schweizer Meister.
- Die Saison der Berner war jedoch nicht nur überzeugend.
- Wir stellen dir die Highlights vor.
- Besonders: Mit einem Punkteschnitt von 2.0 war nie ein Meister der Super League schwächer.

Die Young Boys haben es geschafft. Sie gewannen den 17. Meistertitel der Clubgeschichte. Es ist der sechste in den letzten sieben Spielzeiten. Eine beeindruckende Statistik. Diese Saison hatten die Berner jedoch mehr Mühe als in den vergangenen Jahren. Wir zeigen euch die wichtigsten Punkte der YB-Meistersaison.

Einzug in die Königsklasse

Ende August und nach dem Erfolg in den Playoffs gegen Maccabi Haifa zogen die Young Boys zum dritten Mal nach 2018 und 2021 in die Königsklasse ein. In dieser trafen die Berner dann auf Roter Stern Belgrad, Manchester City und RB Leipzig. Durch die Champions League kassierte YB rund 30 Millionen Franken.

Transfer von Fabian Rieder

Der wertvollste Fussballer der Schweizer Super League verliess nach dem Einzug in die Champions League die Liga. Fabian Rieder wechselte zum FC Stade Rennes. Die Ablöse lag bei 15 Millionen Franken. Damit avancierte Rieder zum teuersten Abgang der Vereinsgeschichte. Überhaupt nur sechs Spieler verliessen die Super League für eine höhere Ablöse.

Wahnsinnstor von Meschack Elia

Ende Oktober verlor YB zu Hause gegen Manchester City mit 1:3. Den Treffer des Tages erzielte allerdings der Berner Meschack Elia mit einem herrlichen Lupfer. Dieser Treffer liess die Fans im Wankdorf ausrasten. Es war definitiv eines der Highlights der Berner Champions-League-Saison. Den Achtelfinal erreichte YB zwar nicht, dafür konnte sich der Club über den Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League freuen.

Goalie-Posse

Lange Zeit stand in dieser Saison Anthony Racioppi im Tor. Bis Anfang Dezember. Da stand dann plötzlich wieder David von Ballmoos im Spiel gegen Ouchy zwischen den Pfosten.

Der damalige Trainer Raphael Wicky liess keine Zweifel offen, warum Racioppi auf der Bank sass: «Er hat in den letzten Wochen recht viele falsche Entscheidungen getroffen, die der Mannschaft sicherlich keine Sicherheit gegeben haben.» Seither hat sich bei der Goalie-Hierarchie nichts mehr geändert.

Wütende Vereinslegende

Ende Januar wechselte YB-Vereinslegende Jean-Pierre Nsame zu Como, obwohl er sich einen Transfer zu Servette gewünscht hätte. Bern wollte den Stürmer aber nicht an einen Ligakonkurrenten verkaufen. In einem Interview mit «Tribune de Genève» teilte der Stürmer aus: «YB schaute immer nur auf seine Interessen. Dabei wurde alles vergessen, was ich eingebracht habe, mein Engagement.»

Und: «YB hat mich nicht respektiert.» YB-Chefstratege und Clubmitbesitzer Christoph Spycher verstand das nicht. Er erklärte bei blue: «Wir wollen auf dieses Kapitel wirklich mal den Deckel drauf tun. Gegen Ende hat es sicher Sachen gegeben, bei denen wir nicht gleicher Meinung waren.»

YB erlebt bittere Cup-Schmach

Ende Februar gewann im Cup-Viertelfinal das unterklassige Sion gegen YB mit 2:1. Der Erfolg der Walliser war eine Überraschung. Von den vorherigen 31 Pflichtspielen gegen die Sittener gewann YB 25 (drei Remis), darunter auch den Cup-Halbfinal im August 2020.

Rausschmiss von Trainer Wicky

Die Young Boys reagierten Anfang März auf drei Pleiten in Folge. Die Berner trennten sich von Meister-Trainer Raphael Wicky. Per sofort übernahm der bisherige U-21-Coach und Ex-Profi Joël Magnin als Cheftrainer. Zur neuen Saison verpflichtete YB Winti-Coach Patrick Rahmen.

Resultatmässig war die Zeit von Wicky in Bern definitiv als Erfolg zu verbuchen. Auf den Double-Sieg 2023 folgte das europäische Überwintern.

Schwacher Meister

Nach dem Wicky-Aus erfolgte zwar eine Party gegen den FC Basel, danach entwickelte sich das Meisterrennen in der Super League jedoch zum Schneckenrennen. Zeitweise musste man sich die Frage stellen: Will denn gar niemand Meister werden? Dass YB nun doch vor dem letzten Spiel als Meister feststeht, hat weniger mit überzeugenden Leistungen der Berner zu tun, sondern vielmehr auch mit der Schwäche der Konkurrenz. Das zeigt besonders der Fakt: Mit einem Punkteschnitt von 2.0 war nie ein Meister der Super League schwächer.

CEO schmeisst hin

In der Führungsetage der Berner brodelt es gewaltig. YB-CEO Wanja Greuel reichte nämlich die Kündigung ein. Greuel soll sich mit den Diskussionen mit Vertretern im sportlichen Bereich alleingelassen gefühlt haben. Bei YB habe er sich in der Geschäftsleitung aufgerieben, steht im Bericht weiter. Das berichtete die «Neue Zürcher Zeitung». YB bestätigte kurz nach dem Bericht das Aus.


https://www.20min.ch/story/17-meisterti ... -103101925

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YB erneut an der Spitze: Das musst du zur Meisterfeier wissen

Am Wochenende wird in Bern der 17. Meistertitel der Young Boys gefeiert. Am Samstag erhalten die Berner nach dem Heimspiel gegen Winterthur den Pokal. Nach der zweiten Freinacht auf Sonntag steht die Meisterfeier an – mit Umzug durch die Altstadt und Party auf dem Bundesplatz. Alles, was du wissen musst, findest du hier.

Wann findet die Meisterfeier statt?

YB wird seinen Meistertitel am 26. Mai mit einem Umzug durch die Stadt und einem Fest auf dem Bundesplatz feiern. In der Nacht von Samstag auf Sonntag findet ausserdem eine Freinacht statt.

Was bedeutet eigentlich «Freinacht»?

Eine Freinacht bedeutet, dass Berner Gastro-Betriebe in dieser Nacht uneingeschränkt geöffnet haben dürfen. Sonst muss ab 00.30 Uhr Schluss sein, die sogenannte «Polizeistunde».

Der 17. Meistertitel der Young Boys wurde bereits vom Montag auf Dienstag nach dem 1:0-Sieg der Young Boys gegen Servette mit einer Freinacht gefeiert. Dass es sich mit dem Pfingstmontag um einen Feiertag handelte, spielte keine Rolle. Von Samstag auf Sonntag ist es also die zweite Freinacht anlässlich des Titelgewinns.

Wann startet der Umzug?

Der Umzug startet um 14.00 Uhr – im Unterschied zu vergangenen Meisterfeiern – im Wankdorf. Der Meisterumzug führt über den Aargauerstalden durch die Berner Altstadt (Gerechtigkeitsgasse, Kramgasse, Theaterplatz und Amthausgasse) zum Bundesplatz.

Was bedeutet das für den Verkehr?

Entlang der Marschroute kann es zu Strassensperrungen und entsprechenden Verkehrseinschränkungen kommen, wie die Kantonspolizei Bern mitteilt. Die Bundesgasse, die Kochergasse und die Amtshausgasse sowie die Schauplatzgasse werden für jeglichen Verkehr gesperrt sein. Die Verkehrssperre dauert vom Mittag bis circa Mitternacht.

Was steht sonst auf dem Programm?

Damit niemand verdursten muss, gibt es ab 13.00 Uhr auf dem Quartierplatz vor dem Stadion einen Getränkestand. Wer sich noch gelb-schwarz eindecken muss, kann das dort ebenfalls am Fanshop-Wagen erledigen.

Ab 14 Uhr startet auf dem Bundesplatz bereits die Party mit Musik und Verpflegung – ein Fanshop-Wagen ist ebenfalls vor Ort. Ab 16.00 Uhr werden Umzug und Mannschaft auf dem Bundesplatz erwartet. Danach geht es weiter mit verschiedenen Konzerten, der Mannschaftspräsentation und DJ.

Die Veranstaltung wird gegen 21 Uhr enden.

Wann erhalten die Young Boys den Pokal?

Den Pokal werden die Young Boys am kommenden Samstagabend nach dem letzten Spiel der Saison gegen den FC Winterthur erhalten. Nach der Pokalübergabe im Wankdorf wird in Bern gefeiert – dank der Freinacht können Gastgewerbebetriebe also uneingeschränkt offen bleiben.


https://www.baerntoday.ch/sport/fussbal ... -157169427

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YB: Diese fünf Baustellen warten jetzt auf den Meister

Titel Nummer 17 der Young Boys ist im Trockenen! Der Meister verteidigt den Thron erfolgreich – steht im Sommer aber vor einigen Baustellen. Eine Analyse.

Das Wichtigste in Kürze

- Auf Meister YB warten im Sommer gleich mehrere Baustellen.
- Es braucht wohl zwei neue Innenverteidiger, dazu stellt sich die Goalie-Frage.
- Was passiert mit den Leihgaben Ebrima Colley und Joel Mvuka?

Trotz einer turbulenten Saison sichert sich YB am Pfingstmontag in Genf den 17. Meistertitel. Es ist der sechste Titel in den letzten sieben Jahren – die Berner zementieren damit ihre Vormachtstellung im Schweizer Fussball.

Dabei darf sich vor allem die Konkurrenz an den Kopf fassen: Im Gegensatz zur Vorsaison oder der Machtdemonstration 2021, wären die Young Boys heuer wohl zu knacken gewesen.

Im März trennt sich der Meister von Trainer Raphael Wicky, zudem verlassen mehrere Leistungsträger den Club. Und: In der Rückrunde fallen die Leader Loris Benito und Filip Ugrinic lange aus. Doch weder Servette, noch Lugano, der FCZ oder der FCSG können davon profitieren.

YB wird die Sommerpause nützen, um diverse Baustellen zu beheben. Hier kommen die fünf wichtigsten:

1. Innenverteidigung

Auf dem Platz wird ab Sommer die Lücke in der Innenverteidigung riesig sein: Fabian Lustenberger (36) hört auf, Aurèle Amenda (20) wechselt nach Frankfurt und Loris Benito (32) fällt länger aus. Mit Meistertorschütze Ali Camara (26) und Anel Husic (23) verbleiben damit noch zwei zentrale Verteidiger im Kader.

Mit Joel Bichsel (22) ist derzeit ein talentierter Kandidat an Freiburg II ausgeliehen. Er dürfte in der Vorbereitung die Chance erhalten, sich zu empfehlen.

Doch je nach Heilungsverlauf von Loris Benito ist klar: Mindestens einer, vielleicht auch zwei Innenverteidiger müssen her. Hier dürfte YB wohl auch Geld in die Finger nehmen und einen gestandenen Spieler verpflichten. Schliesslich ist es nicht ausgeschlossen, dass auch Ali Camara nach sechs Jahren bei YB dereinst weiterziehen wird.

2. Goalie-Hierarchie

Nach ein paar Unsicherheiten im Spielaufbau musste Anthony Racioppi (25) Anfang Dezember den Kasten räumen. Der Ex-U21-Natigoalie hielt zuvor über Wochen glänzend, wurde dann aber wieder von David von Ballmoos (29) verdrängt.

Das YB-Urgestein versuchte in der Rückrunde, das Leader-Vakuum zu füllen, trat häufig sehr laut und emotional auf.

Doch nicht wenige Beobachter sind der Meinung, dass Racioppi (vor allem mit den Füssen) der bessere Keeper wäre.

Und da wäre da noch Mega-Talent Marvin Keller (22), der als Leihgabe in Winterthur überzeugt. Ihm gehört die Zukunft – die Frage ist nur: Ab wann? Bei Neo-Trainer Patrick Rahmen dürfte er als aktueller Winterthur-Goalie keine schlechten Karten haben.

Mit allen drei Keepern dürfte YB nicht in die neue Saison gehen. Wer auch immer unter dem neuen Trainer Rahmen nicht die Nummer 1 ist: Er dürfte sich im Sommer nach einem neuen Club umsehen. Eine erste, knifflige Entscheidung für den neuen Staff.

3. Sechserposition

Im Zentrum fehlt YB vor allem gegen den Ball ein Anker, wie es zuvor Sékou Sanogo oder Christopher Martins waren. Sandro Lauper spielt eine durchzogene Saison, ist aber eher nicht der klassische, physisch präsente Sechser.

Cheikh Niasse (24) verkörpert alle Anlagen, bringt aber die Konstanz nicht auf den Rasen. Zudem haderte er schon mehrfach mit der Disziplin, verpasste zum Beispiel in Lugano die Teamsitzung. Kommt für ihn ein passendes Angebot, dürfte man ihn wohl ziehen lassen.

Stellt sich die Frage: Legt YB auf der Sechserposition noch nach – oder gibt man einem der ausgeliehenen Spieler eine Chance? Vor allem Miguel Chaiwa (aktuell in Schaffhausen) hat grosses Potenzial, ist aber erst 19 Jahre alt.

Zudem kehrt im Sommer Alexandre Jankewitz (22) zurück, der bei Winterthur überzeugt hat. Der derzeit verletzte Ex-U-Natispieler hat sich unter Patrick Rahmen gut entwickelt. Er wechselte 2021 von Southampton zu YB, wartet bisher aber noch auf den Durchbruch. Will er den noch schaffen, müsste das wohl in der nächsten Saison gelingen.

4. Kaderbreite & Kaderqualität

Mit Joel Mvuka (21) und Ebrima Colley (24) hat YB leihweise zwei Offensivspieler geholt. Überzeugt haben beide nur selten, zumindest Mvuka hat sein grosses Potenzial aber angedeutet.

Lange sah es so aus, als ob die Zukunft der beiden Spieler auch von Meschack Elia abhängig sei. Geht der Kongolese nach seinen starken Auftritten in der Champions League, würde sicher ein Platz frei werden. Als möglichen Nachfolger haben die Berner aber bereits vorgegriffen und mit Facinet Conte (19) ein grosses Talent aus Bastia geholt.

Auch im Sturmzentrum ist offen, ob Cedric Itten (27) und Silvère Ganvoula (27) bei YB bleiben. Gerade Nati-Stürmer Itten musste zuletzt regelmässig mit der Joker-Rolle vorliebnehmen.

Hier zeigt sich ein Unterschied zu früheren Meistersaisons: Es fehlt ein Stürmer, der 15 bis 20 Tore erzielt. Diese hat Itten zwar drauf, er müsste aber eine Saison lang gesund bleiben. Ganvoula traf zuletzt regelmässig, diese Pace muss er aber zuerst halten. Bester Torschütze ist der derzeit verletzte Joel Monteiro mit zwölf Treffern.

Daneben gibt es Neuzugänge in dieser Saison, die noch nicht gezündet haben: Aussenverteidiger Noah Persson beeindruckt bisher weder offensiv noch defensiv. Und Rieder-Ersatz Lukasz Lakomy hat seine Qualitäten noch nicht nachhaltig demonstriert. Diese Spieler, plus Darian Males, müssen in der kommenden Saison einen Schritt vorwärtsmachen.

5. Wer wird zweiter Assistent von Patrick Rahmen?

In der wichtigsten aller Fragen haben die Berner Anfang letzter Woche für Klarheit gesorgt: Patrick Rahmen wird neuer Trainer und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2026.

Rahmen spielt mit dem FC Winterthur eine starke Saison. Sein Offensivfussball und die menschliche Art passen genau ins gesuchte Profil. Zudem entwickelt der Ex-YB-Stürmer auch junge Spieler, was zur Club-Philosophie passt.

Noch unsicher ist, wer den Staff des neuen Cheftrainers ergänzt. Bereits verlängert hat der bisherige Assistent Zoltan Kadar, ein weiterer Assi wird noch gesucht. Im frankophonen YB-Kader wäre ein französischsprechender Kandidat bestimmt von Vorteil.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-di ... r-66759471

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