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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 18:55 
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Reifs Warnung an YB

«Wenn du da reingehst und die Hosen voll hast, dann wird's nix»

Am Mittwoch muss YB in der Champions League auswärts bei Roter Stern Belgrad ran. «Ein halbes Endspiel» sei das, meint blue Sport Experte Marcel Reif und verrät, was die Berner tun müssen, um eine Chance zu haben.

In der Gruppe G blieben zum Auftakt Überraschungen aus. YB verlor zuhause gegen RB Leipzig 1:3, mit dem gleichen Resultat unterlag Roter Stern auswärts Manchester City. Dass die Belgrader nicht noch höher abgewatscht wurden, lag in erster Linie an Torwart Omri Glazer. Der 27-jährige Israeli lief zur Höchstform auf und zeigte mehrere starke Paraden.

Offensiv bestach Roter Stern in der ersten Halbzeit durch gnadenlose Effizienz: Ein Schuss, ein Tor, 1:0-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit hat Roter Stern zwei weitere Schüsse abgegeben, ManCity verbuchte auf der Gegenseite 37 Abschlüsse, drei davon zappelten im Netz.

Ein Schwergewicht ist Roter Stern, das in der Saison 1990/91 noch den Europapokal der Landesmeister gewinnen konnte, längst nicht mehr. Von 13 Champions-League-Spielen hat das Team aus Serbien zehn verloren. Mit YB reist nun aber ebenfalls kein internationales Schwergewicht an – und die Berner sind ganz besonders in der Fremde ein graues Mäuschen. Bei den letzten beiden Kampagnen (2018/19 und 2021/22) hat YB auswärts aus sechs Spielen nur einen Punkt geholt.

Marcel Reif glaubt an «ein Duell auf Augenhöhe»

Wer ist denn nun eigentlich Favorit in diesem Spiel? blue News bittet Marcel Reif um eine Einschätzung.

Was muss YB tun, um das Spiel gegen Roter Stern zu gewinnen?

Also ich war einmal in diesem Stadion. Ich mag das Wort Hexenkessel nicht, aber wenn es irgendwo stimmt, dann ist es das Stadion von Roter Stern. Also dort ist einiges los. Man muss mit Mut hinfahren.

Wenn du da reingehst und die Hosen voll hast, dann wird’s nix. YB konzentriert sich, wie man merkt, wenn man auf die Liga guckt, schon sehr massiv auf Champions League erstmal. Es ist ein halbes Endspiel, denn es wird um Platz 3 in der Gruppe gehen. Insofern muss YB mit Mut hinfahren, du hast eigentlich auswärts nichts zu verlieren. Dann könnte es gehen, aber es wird schwer.

Aber hat YB genügend Qualität in der Mannschaft, um dort zu bestehen?

Also Roter Stern Belgrad zählt nicht zu den grössten Adressen in Europa. Früher waren sie mal eine grosse Mannschaft. Heute zählen sie wirklich nicht zu den stärksten Adressen. Ich glaube, es ist ein Duell auf Augenhöhe. Das sind zwei Klubs, die in etwa, was die Ligen angeht, ähnlich einzuordnen sind. Die Qualität hat YB. Die Frage ist, kriegen sie die in diesem Stadion dort auf den Platz. Und genau diese Fragen können natürlich nur die Spieler beantworten.


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 10584.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 23:18 
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Fussball und Verbrechen in Serbien

Die blutigen Spuren von Roter Stern Belgrad

Die Fans des berüchtigten Clubs verherrlichen serbische Terroristen, die in Kosovo einen Krieg provozieren wollten. Der Gegner am Mittwochabend: die Berner Young Boys.

Wenn serbische Politiker Kriegsspiele betreiben, dann schliessen auch die Fussballhooligans schnell die Reihen, um mit Drohgebärden die nationalistische Stimmung anzuheizen. Kaum waren kürzlich in Kosovo drei serbische Extremisten nach einem tödlichen Angriff auf die dortige Polizei erschossen worden, marschierten meist schwarz gekleidete Fans von Roter Stern durch Belgrad. Sie zündeten Kerzen vor der Sveti-Sava-Kathedrale an und verherrlichten die Männer, die «für das Vaterland» gefallen seien. Das Stadtderby zwischen Roter Stern und Partizan wurde verschoben, weil erst einmal Staatstrauer angesagt war.

Die «Delije», Ultras von Roter Stern, erwähnten in einer schriftlichen Erklärung namentlich Stefan Nedeljkovic, der als «Freund auf der Tribüne» bezeichnet wurde. Als Nedeljkovic am Sonntag in einem bekannten Kurort in Serbien beerdigt wurde, standen die Fussballfans Spalier und hielten Fackeln in die Höhe. Auf dem Friedhof erschien kurz auch der Mafiapate Milan Radoicic, der sich zum Überfall auf die Polizeikräfte in Kosovo bekannt hat. Lange hatte ihn die serbische Justiz in Ruhe gelassen. Am Dienstag gab das Innenministerium aber bekannt, Radoicic in Belgrad verhaftet zu haben. Am Mittwoch wurde er auf freiem Fuss gesetzt. Der Extremist ist ein Vertrauensmann von Staatspräsident Aleksandar Vucic.

Der mächtigste Politiker Serbiens ist schon seit seiner frühen Jugend Anhänger von Roter Stern. Dazu gehört zwangsläufig eine tiefe Abneigung gegen Partizan. Zu Beginn der 90er-Jahre war Vucic aktiv in der Ultraszene von Roter Stern. Hier rekrutierte der Schwerverbrecher Zeljko Raznatovic, Spitzname «Arkan», mithilfe des serbischen Geheimdienstes viele Paramilitärs, die von Kroatien über Bosnien-Herzegowina bis Kosovo eine blutige Spur hinterliessen. Vor allem Plünderungszüge machten Arkan und seine uniformierten Hooligans reich.

Im Mai 1990 war der junge Vucic beim Auswärtsspiel gegen Dinamo Zagreb dabei. Die Strassenschlachten in der kroatischen Hauptstadt und die anschliessenden Ausschreitungen im Stadion Maksimir waren Vorboten der jugoslawischen Zerfallskriege, die massgeblich von der Belgrader Führung ausgelöst wurden.

Handfeste Beweise, dass auch Vucic gekämpft hat, gibt es nicht. Als glühender Anhänger des Ultranationalisten und Kriegsverbrechers Vojislav Seselj besuchte Vucic aber serbische Soldaten, die Bosniens Hauptstadt Sarajevo belagerten und Tausende Zivilisten ermordeten. Gleichzeitig arbeitete er als Reporter für einen Propagandasender der bosnischen Serben. Man tut ihm nicht unrecht, wenn man sein damaliges Wirken als Kriegshetze bezeichnet.

Erpressung, Mord und Drogenhandel

Als Vucic vor zehn Jahren seine Macht zu festigen begann, distanzierte er sich wortreich und theatralisch von seiner Vergangenheit. In manchen westlichen Hauptstädten schenkte man den Beteuerungen sogar Glauben. Doch Vucic pflegte weiterhin enge Kontakte zu dubiosen Kreisen, seine «Fortschrittspartei» SNS rekrutierte laut Belgrader Medien Schläger aus Fussballstadien, die Oppositionelle attackierten, zudem wurden Unterweltkönige vorgeschickt, um die unliebsamen Fans von Partizan mundtot zu machen.

Seit Jahren beschimpfen sie Vucic in Sprechchören als «Schwuchtel» und fordern seinen Rücktritt. Der mittlerweile inhaftierte Mafioso Veljko Belivuk erzählt offen, dass er mit seiner Bande im Auftrag des Staatschefs gehandelt habe. Die Justiz wirft dem Hooligan-Führer vor, hinter mehreren bestialischen Morden zu stehen. 2021 soll Vucic ein Geburtstagsständchen für Belivuk gesungen haben. Ihm werden Entführungen, Erpressung, Mord und Drogenhandel vorgeworfen.

Im Juli 2022 empfing Zenit St. Petersburg den serbischen Meister – für Moskau ein grosser Propagandaerfolg.

Gewalt, Pyroorgien und rassistische Parolen prägen die Fankultur in Serbien. Der Geschäftsführer von Roter Stern Belgrad sagte in einem Interview mit der französischen Zeitung «Le Monde», der grösste serbische Verein sei «nicht nur eine Fussballmannschaft, sondern eine Ideologie, eine Philosophie und ein nationales Symbol. Roter Stern ist der Hüter der serbischen Identität und des orthodoxen Glaubens.»

Dazu gehört auch die Nähe des Clubs zu Russland. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde der russische Fussball in Europa isoliert. Doch Anfang Juli 2022 empfing Zenit St. Petersburg in Sotschi den serbischen Meister – für Moskau ein grosser Propagandaerfolg. Die beiden Mannschaften haben mit dem russischen Gaskonzern Gazprom auch den gleichen Hauptsponsor. Während des Duells zwischen Roter Stern und Partizan im Frühjahr 2022 wehten russische Flaggen mit dem Grossbuchstaben Z, ein Symbol für den Angriffskrieg Wladimir Putins gegen die Ukraine. Die Fans von Roter Stern fordern oft die Rückkehr der serbischen Armee nach Kosovo.

Warnschüsse in Bern

Heute Mittwoch um 21 Uhr spielen die Berner Young Boys in der Champions League gegen Roter Stern, in Serbien bekannt als Crvena zvezda, in Belgrad. Möglicherweise werden auch einige rabiate Fans im Stadion sein, die am Wochenende an der Beerdigung des in Kosovo getöteten Terroristen teilnahmen.

In Bern sind die serbischen Fans für ihr nicht gerade vorbildliches Verhalten bekannt. 2019 trafen die beiden Mannschaften in der Qualifikation für die Champions League aufeinander, wobei sich Roter Stern knapp durchsetzte. Das Hinspiel in Bern wurde von massiven Schlägereien überschattet. Mehrere Personen wurden tätlich angegriffen. Die Polizei musste sogar Warnschüsse abgeben. Ein Lokal wurde mit Bierdosen beworfen; wie die Nachrichtenagentur SDA berichtete, hatten sich die Fans an einer LGBT-Fahne an dem Haus gestört.

Vor dem Rückspiel gegen YB in Serbiens Metropole liess Roter Stern wenige Tage später einen T-55-Panzer vor dem Stadion aufstellen. Der europäische Fussballverband (Uefa) teilte damals etwas naiv mit: «Der Panzer vor dem Stadion ist kein Problem, solange nicht damit geschossen wird.»

Wer die Gewalt glorifiziert, ebnet den Weg für unfassbare Massenschlägereien. 2017 kam es zu einer regelrechten Schlacht zwischen den Ultras der Erzrivalen Roter Stern und Partizan. Das Duell ging als die Belgrader Blutnacht in die jüngste Geschichte Serbiens ein.

2009 prügelten Anhänger von Partizan brutal auf einen französischen Fussballfan ein, der wenige Tage später starb. Im darauffolgenden Jahr randalierten serbische Hooligans beim EM-Qualifikationsspiel in Italien. Die Partie wurde erst verschoben, dann abgebrochen. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagte Italiens damaliger Nationaltrainer Cesare Prandelli.


https://www.bernerzeitung.ch/fussball-u ... 7160186007

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 23:20 
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2:2 bei Roter Stern Belgrad

Auf den letzten Metern werden die Young Boys doch noch abgefangen
YB liegt in Belgrad zurück, YB vollzieht die Wende und liebäugelt mit dem Triumph. Und wird spät doch noch enttäuscht.

Das Unheil kündigt sich an. Die Blicke ruhen auf dem Schiedsrichter, der wartet und wartet, was meistens zu bedeuten hat, dass er seinen Entscheid nach VAR-Intervention bald revidieren wird. Das Publikum spürt das, es schreit in Erwartung der freudigen Nachricht ein langgezogenes «Ohhhh» in die Belgrader Nacht. Die Jubel-Welle schwappt jeden Moment übers Stadion.

37 Minuten sind vor über 40’000 Zuschauern im Stadion Rajko Mitic absolviert, soeben hat Cherif Ndiaye nach einem Konter den Flankenball von Osman Bukari über die Linie gedrückt. Offside entscheidet der Unparteiische sofort – fälschlicherweise aber, wie die Wiederholung zeigt: Das Tor zählt, aus dem «Ohhhh» wird ein kollektiver Freudenschrei.

Die Young Boys liegen zurück. Und weil sich das nicht abgezeichnet hat, muss sie das ärgern. Sie hatten den Gegner da, wo sie ihn haben wollten: Vielleicht nicht unter Kontrolle, aber zumindest so im Griff, dass das Publikum ruhiger und ruhiger wurde, bis sich die paar hundert mitgereisten YB-Fans bemerkbar machen konnten.

Wicky hat keine Zeit, zu hadern

Das Gegentor ist auch deshalb ärgerlich, weil es nach einem eigenen misslungenen Corner fällt. Schon beim Auftakt vor zwei Wochen gegen Leipzig erhielten die Young Boys zwei von drei Gegentoren nach Standardsituationen. Eine Tatsache, die ihr Trainer Raphael Wicky noch länger beschäftigte.

Aber dieser hat nun keine Zeit, zu hadern. Sein Team droht, die erste Halbzeit völlig zu verpatzen. Wieder setzt Roter Stern zum Konter an, wieder enteilt Bakari, diesmal kann er aber direkt auf Racioppi losziehen und diesen umspielen. Wieder erstickt der Schiedsrichter den Jubel mit seinem Offside-Entscheid, wieder setzt das Publikum zum «Ohhhh» an. Aber diesmal hat der Videoschiedsrichter keinen Einwand. Das 0:2 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bleibt YB erspart. Und beinahe gelingt den Gästen noch die Reaktion, aber den abgefälschten Schuss von Filip Ugrinic kann Goalie Omri Glazer gerade noch parieren.

Wieder einmal liegen die Young Boys in einem Auswärtsspiel in der Königsklasse in Rücklage. Sie nehmen zum dritten Mal am Wettbewerb teil, in der Fremde konnten sie jedoch noch nie gewinnen.

Der VAR im Stress

YB-Trainer Wicky verzichtet diesmal auf Experimente, gegen Leipzig (1:3) kehrte er im 58. Spiel als YB-Trainer erstmals vom gewohnten System ab, als er sein Team mit defensiver Dreierkette aufstellte. In Belgrad setzt er auf Bewährtes.

In der Mittelfeldraute stehen mit Ugrinic und Darian Males auch zwei Spieler mit serbischen Wurzeln. Als Males, von klein auf Fan von Roter Stern, im Vorfeld gefragt wurde, wie er seinen Treffer feiern würde, meinte er: «Ich werde ganz normal jubeln.» Und: «In diesem Spiel gibt es im anderen Team keine Freunde.»

Es sind Sätze, die bei Fans gut ankommen. Aber es bleibt vorerst bei Worten statt Taten: Nach vier Minuten schiesst Males von der Strafraumgrenze aus knapp übers Tor. Fortan bekundet er Mühe, sich in Szene zu setzen.

So geht es in die zweite Halbzeit. Und die hat es in sich: Keine fünf Minuten sind absolviert, da hat YB durch Ugrinic nicht nur ausgeglichen, Cedric Itten bietet sich gar die Chance zum 2:1. Goalie Glazer verhindert die Berner Wende, indem er sich streckt und streckt – und den Schuss des Stürmers gerade noch abwehrt.

ber die Wende kommt. Jedoch nicht, ohne dass die Young Boys vorher noch zittern müssen. In der 54. Minute macht der Schiedsrichter den Offsidetor-Hattrick perfekt, als er das vermeintliche 2:1 von Ndiaye abpfeift. Bald ist auf der Gegenseite der VAR erneut gefordert, ein Hands des Heimteams im Strafraum wurde übersehen, der Videoschiedsrichter korrigiert den Fehler. Und Itten verwandelt den Penalty so eiskalt, wie er im Feuerkessel von Belgrad nur sein kann: 2:1 für YB.

Das Unheil ist nicht nur abgewendet, nun ist sogar der Auswärtssieg greifbar. Die Berner könnten die Serben damit schon erheblich unter Zugzwang bringen.

Es ist womöglich die bisher beste Leistung von YB in dieser Saison, ganz bestimmt ist es die leidenschaftlichste. Die Berner müssen nach dem Führungstreffer unten durch, die Antwort von Roter Stern ist energisch, YB braucht Glück und seinen Goalie Racioppi, der mehrmals stark abwehrt.

Die Young Boys überstehen so lange Minuten. Teile des Publikums begeben sich schon auf den Heimweg, als die, die bleiben, vom starken Bakari doch noch erlöst werden. Dem Offensivspieler gelingt in der 88. Minute das 2:2. Racioppi sieht für einmal nicht gut aus.

Es ist eine späte Enttäuschung für die Berner. Aber sie sollten das Unentschieden schätzen. Weil Roter Stern in der Nachspielzeit vergebens auf den Sieg drängt.


https://www.bernerzeitung.ch/champions- ... 9274729326

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 23:23 
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Young Boys erkämpfen sich einen Punkt in Belgrad

Die Young Boys erkämpfen sich in Belgrad den ersten Punkt in der laufenden Champions-League-Kampagne. Der Schweizer Meister dreht dabei gegen Roter Stern einen Pausenrückstand, muss sich nach einem Gegentreffer kurz vor Schluss jedoch mit einem 2:2 begnügen.

Am Ende war Roter Stern dem Sieg deutlich näher als YB. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeber gleich mehrfach die Möglichkeit auf den Siegtreffer, scheiterten aber an sich selber oder an Anthony Racioppi.

YB verdiente sich den Punkt in der serbischen Hauptstadt durch einen mutigen und engagierten Auftritt. Die Berner wussten dabei vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit zu gefallen, als sie innerhalb von 15 Minuten aus einem 0:1 ein 2:1 machten. Für den Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff war Filip Ugrinic besorgt. Der schweizerisch-serbische Doppelbürger blieb nach feinem Schnittstellenpass von Joel Monteiro vor dem Tor cool und lupfte den Ball über Omri Glazer hinweg ins Tor.

Itten behält vom Punkt die Nerven

Dem Führungstreffer durch Cedric Itten nach einer Stunde war ein Handspiel eines serbischen Verteidigers vorausgegangen. Der Stossstürmer, dem bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel gelungen war, liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte den fälligen Penalty trotz gellendem Pfeifkonzert im Stadion Rajko Mitic sicher.

In der Folge brauchte es einen glänzend aufgelegten Anthony Racioppi im Tor der Berner. Mehrfach musste der 24-jährige Schlussmann eingreifen. Unter anderem parierte er nach 70 Minuten gleich zweimal ganz stark nach Eckbällen. YB schaffte es jedoch immer wieder, für Entlastung zu sorgen und selbst gefährlich zu werden.

Der eingewechselte Silvere Gonvoula verpasste in der 83. Minute die Entscheidung zu Gunsten der Gäste, als er völlig freistehend vor Glazer zum Kopfball kam, den Ball aber nicht wunschgemäss platzieren konnte.

So kam es, wie es kommen musste: Osman Bukari traf in der 88. Minute aus spitzem Winkel zum Ausgleich und liess die Emotionen im «Marakana» nochmals hochkochen.

YB in der ersten Halbzeit kalt geduscht

In der 35. Minute nutzten die Serben eine Unachtsamkeit der Gäste aus und gingen in Führung. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss von Inbeom Hwang waren die Berner für einmal unsortiert. Der Koreaner fand den kurz nach der Mittellinie gestarteten Osman Bukari, welcher der Hintermannschaft von YB entwischte und den durchgelaufenen Cherif Ndiaye bediente. Dieser bekundete keine Mühe, den Ball zur zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Führung für die Gastgeber im Netz unterzubringen.

In der ersten Halbzeit kontrollierten die Berner das Spielgeschehen über weite Strecken, wurden aber einzig durch Weitschüsse gefährlich. Einem Torerfolg am nächsten kam Filip Ugrinic. Den strammen Abschluss des schweizerisch-serbischen Doppelbürgers in der Nachspielzeit klärte Omri Glazer aber in extremis. Zuvor scheiterten bereits Ulisses Garcia (27.) und Darian Males (3.) mit ihren Versuchen aus der Distanz.

Das Unentschieden geht über die gesamte Spielzeit betrachtet in Ordnung. YB gehörte die Startviertelstunde nach der Pause sowie grosse Teile der ersten Halbzeit, den Serben vor allem die Schlussphase.


https://www.baerntoday.ch/sport/fussbal ... -153899085

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 23:25 
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Spätes Gegentor

YB entgleitet der Sieg in Belgrads Hexenkessel kurz vor Schluss

Die Young Boys erkämpfen sich in Belgrad den ersten Punkt in der laufenden Champions-League-Kampagne. Der Schweizer Meister dreht dabei gegen Roter Stern einen Pausenrückstand, muss sich nach einem Gegentreffer kurz vor Schluss jedoch mit einem 2:2 begnügen.

Am Ende war Roter Stern dem Sieg deutlich näher als YB. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeber gleich mehrfach die Möglichkeit auf den Siegtreffer, scheiterten aber an sich selber oder an Anthony Racioppi.

YB verdiente sich den Punkt in der serbischen Hauptstadt durch einen mutigen und engagierten Auftritt. Die Berner wussten dabei vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit zu gefallen, als sie innerhalb von 15 Minuten aus einem 0:1 ein 2:1 machten. Für den Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff war Filip Ugrinic besorgt. Der schweizerisch-serbische Doppelbürger blieb nach feinem Schnittstellenpass von Joel Monteiro vor dem Tor cool und lupfte den Ball über Omri Glazer hinweg ins Tor.

Itten behält vom Punkt die Nerven

Dem Führungstreffer durch Cedric Itten nach einer Stunde war ein Handspiel eines serbischen Verteidigers vorausgegangen. Der Stossstürmer, dem bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel gelungen war, liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte den fälligen Penalty trotz gellendem Pfeifkonzert im Stadion Rajko Mitic sicher.

In der Folge brauchte es einen glänzend aufgelegten Anthony Racioppi im Tor der Berner. Mehrfach musste der 24-jährige Schlussmann eingreifen. Unter anderem parierte er nach 70 Minuten gleich zweimal ganz stark nach Eckbällen. YB schaffte es jedoch immer wieder, für Entlastung zu sorgen und selbst gefährlich zu werden.

Der eingewechselte Silvere Gonvoula verpasste in der 83. Minute die Entscheidung zu Gunsten der Gäste, als er völlig freistehend vor Glazer zum Kopfball kam, den Ball aber nicht wunschgemäss platzieren konnte. So kam es, wie es kommen musste: Osman Bukari traf in der 88. Minute aus spitzem Winkel zum Ausgleich und liess die Emotionen im «Marakana» nochmals hochkochen.

YB in der ersten Halbzeit kalt geduscht

In der 35. Minute nutzten die Serben eine Unachtsamkeit der Gäste aus und gingen in Führung. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss von Inbeom Hwang waren die Berner für einmal unsortiert. Der Koreaner fand den kurz nach der Mittellinie gestarteten Osman Bukari, welcher der Hintermannschaft von YB entwischte und den durchgelaufenen Cherif Ndiaye bediente. Dieser bekundete keine Mühe, den Ball zur zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Führung für die Gastgeber im Netz unterzubringen.

In der ersten Halbzeit kontrollierten die Berner das Spielgeschehen über weite Strecken, wurden aber einzig durch Weitschüsse gefährlich. Einem Torerfolg am nächsten kam Filip Ugrinic. Den strammen Abschluss des schweizerisch-serbischen Doppelbürgers in der Nachspielzeit klärte Omri Glazer aber in extremis. Zuvor scheiterten bereits Ulisses Garcia (27.) und Darian Males (3.) mit ihren Versuchen aus der Distanz.

Das Unentschieden geht über die gesamte Spielzeit betrachtet in Ordnung. YB gehörte die Startviertelstunde nach der Pause sowie grosse Teile der ersten Halbzeit, den Serben vor allem die Schlussphase.

Telegramm

Roter Stern Belgrad – Young Boys 2:2 (1:0)

50'000 Zuschauer. – SR Collum. – Tore: 35. Ndiaye (Bukari) 1:0. 48. Ugrinic (Joël Monteiro) 1:1. 61. Itten (Penalty) 1:2. 88. Bukari (Krasso) 2:2.

Roter Stern Belgrad: Glazer; Mijailovic, Djiga, Dragovic, Rodic (62. Olayinka); Stamenic (69. Lucic), Hwang In-Beom; Bukari, Ivanic, Mitrovic (70. Katai); Ndiaye (80. Krasso).

Young Boys: Racioppi; Janko, Camara, Benito (47. Amenda), Garcia; Ugrinic, Niasse, Males (74. Chaiwa); Joël Monteiro, Itten (75. Ganvoula), Elia.

Verwarnungen: 18. Ndiaye, 45. Ivanic, 58. Hwang In-Beom, 64. Males, 65. Bukari, 73. Mijailovic, 74. Camara, 74. Dragovic, 91. Niasse.


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 12777.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 23:29 
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Racioppi-Fehler kostet YB in Belgrad den Sieg – es gibt aber immerhin einen Punkt

Die Young Boys erkämpfen sich in Belgrad den ersten Punkt in der laufenden Champions-League-Kampagne. Der Schweizer Meister dreht dabei gegen Roter Stern einen Pausenrückstand, muss sich nach einem Gegentreffer kurz vor Schluss jedoch mit einem 2:2 begnügen.

Am Ende war Roter Stern dem Sieg deutlich näher als YB. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeber gleich mehrfach die Möglichkeit auf den Siegtreffer, scheiterten aber an sich selber oder an Anthony Racioppi.

YB verdiente sich den Punkt in der serbischen Hauptstadt durch einen mutigen und engagierten Auftritt. Die Berner wussten dabei vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit zu gefallen, als sie innerhalb von 15 Minuten aus einem 0:1 ein 2:1 machten. Für den Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff war Filip Ugrinic besorgt. Der schweizerisch-serbische Doppelbürger blieb nach feinem Schnittstellenpass von Joel Monteiro vor dem Tor cool und lupfte den Ball über Omri Glazer hinweg ins Tor.

Itten behält vom Punkt die Nerven

Dem Führungstreffer durch Cedric Itten nach einer Stunde war ein Handspiel eines serbischen Verteidigers vorausgegangen. Der Stossstürmer, dem bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel gelungen war, liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte den fälligen Penalty trotz gellendem Pfeifkonzert im Stadion Rajko Mitic sicher.

In der Folge brauchte es einen glänzend aufgelegten Anthony Racioppi im Tor der Berner. Mehrfach musste der 24-jährige Schlussmann eingreifen. Unter anderem parierte er nach 70 Minuten gleich zweimal ganz stark nach Eckbällen. YB schaffte es jedoch immer wieder, für Entlastung zu sorgen und selbst gefährlich zu werden.

Der eingewechselte Silvere Gonvoula verpasste in der 83. Minute die Entscheidung zu Gunsten der Gäste, als er völlig freistehend vor Glazer zum Kopfball kam, den Ball aber nicht wunschgemäss platzieren konnte.

So kam es, wie es kommen musste: Osman Bukari traf in der 88. Minute aus spitzem Winkel zum Ausgleich und liess die Emotionen im «Marakana» nochmals hochkochen.

YB in der ersten Halbzeit kalt geduscht

In der 35. Minute nutzten die Serben eine Unachtsamkeit der Gäste aus und gingen in Führung. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss von Inbeom Hwang waren die Berner für einmal unsortiert. Der Koreaner fand den kurz nach der Mittellinie gestarteten Osman Bukari, welcher der Hintermannschaft von YB entwischte und den durchgelaufenen Cherif Ndiaye bediente. Dieser bekundete keine Mühe, den Ball zur zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Führung für die Gastgeber im Netz unterzubringen.

In der ersten Halbzeit kontrollierten die Berner das Spielgeschehen über weite Strecken, wurden aber einzig durch Weitschüsse gefährlich. Einem Torerfolg am nächsten kam Filip Ugrinic. Den strammen Abschluss des schweizerisch-serbischen Doppelbürgers in der Nachspielzeit klärte Omri Glazer aber in extremis. Zuvor scheiterten bereits Ulisses Garcia (27.) und Darian Males (3.) mit ihren Versuchen aus der Distanz.

Das Unentschieden geht über die gesamte Spielzeit betrachtet in Ordnung. YB gehörte die Startviertelstunde nach der Pause sowie grosse Teile der ersten Halbzeit, den Serben vor allem die Schlussphase.

Roter Stern Belgrad - Young Boys 2:2 (1:0)
SR Collum.
Tore: 35. Ndiaye (Bukari) 1:0. 48. Ugrinic (Joël Monteiro) 1:1. 61. Itten (Penalty) 1:2. 88. Bukari (Krasso) 2:2.
Roter Stern Belgrad: Glazer; Mijailovic, Djiga, Dragovic, Rodic (62. Olayinka); Stamenic (69. Lucic), Hwang In-Beom; Bukari, Ivanic, Mitrovic (70. Katai); Ndiaye (80. Krasso).
Young Boys: Racioppi; Janko, Camara, Benito (47. Amenda), Garcia; Ugrinic, Niasse, Males (74. Chaiwa); Joël Monteiro, Itten (75. Ganvoula), Elia.
Verwarnungen: 18. Ndiaye, 45. Ivanic, 58. Hwang In-Beom, 64. Males, 65. Bukari, 73. Mijailovic, 74. Camara, 74. Dragovic, 91. Niasse.


https://www.watson.ch/sport/fussball/13 ... d-den-sieg

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Starker Auftritt nicht belohnt

YB verpasst Sieg im Marakana wegen Racioppi-Bock

YB hat den Sieg vor Augen – doch kassiert kurz vor dem Ende noch den Ausgleich. Hauptverantwortlich dafür: Der sonst glänzend aufgelegte Berner Keeper Anthony Racioppi. Dennoch lässt sich konstatieren: Der Punkt im feurigen Marakana kann noch wertvoll werden.

Starker Auftritt von YB im Marakana! Dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack. Denn die Berner verpassen den Sieg durch ein Gegentor in der 88. Minute. Wegen eines Riesenbocks des sonst sackstarken Goalies Anthony Racioppi. Er öffnet die nahe Ecke für Bukari. Ein Fehler, der niemals passieren darf. Schade. Dennoch: Dieser Punkt kann Gold wert sein, wenn es um Platz drei geht.

Der Start? Wie erwartet. Die roten Sterne legen los wie eine Sternschnuppe auf Speed. YB kommt kaum zum Atmen, hat durch Males zwar den ersten Abschluss (4.), doch in der sechsten Minute hat Ndiaye auch schon die erste Grosschance für die Gastgeber. Doch anders als in Bern gegen RB gibts den frühen Gegentreffer nicht. Weil Racioppi hellwach ist. Von Sekunde eins an.

Die Fans in Haifa waren lauter

Noch ein Wort zum Pre-Game. Weder das Pfeifkonzert der Delije, der Hardcore-Fans von Roter Stern, als die YB-Spieler den Platz durch den sogenannten Höllentunnel zum Einspielen betreten, 45 Minuten vor Spielbeginn, ist wirklich einschüchternd. Noch die Stimmung nach der Startphase. Auch in Belgrad kochen die Fans nur mit Wasser. Die Maccabi-Fans in Haifa waren jedenfalls deutlich lauter.

Das mit den Belgrader Druckversuchen geht dann noch ein Weilchen so. Vielleicht zehn Minuten. Doch danach ist Schluss damit. YB stempelt seriös ein in diesen Match. Und schon nach einer halben Stunde ist der zuvor krass für die Serben sprechende Ballbesitz ausgeglichen. Monteiro hat den zweiten Abschluss in Richtung Glazer. Und Garcia die erste Torchance mit einem satten 22-Meter-Schuss, den Glazer hält.

YB reagiert reif auf den Rückstand

Doch just in diese Phase der vermeintlichen Offensivruhe von Roter Stern passierts. Bukari entwischt mit einem Steilpass nach einem ultraschnell ausgeführten Freistoss am Sechzehner der Gastgeber, ist knapp nicht offside. Seine Hereingabe drückt Ndiaye am hinteren Pfosten über die Linie. Diesmal geht die Fahne hoch. Abseits. Denkste! Der VAR schaltet sich ein. Die kalibrierte Torlinie bringts an den Tag. Hauchdünn kein Offside. Die Belgrader führen. Aus dem Nichts.

YB geschockt? Mitnichten! Die Nachspielzeit der ersten Halbzeit hat es in sich. Zuerst hat Itten per Kopf eine Topchance. Dann hält Glazer einen abgefälschten Ugrinic-Knaller mit einem herausragenden Reflex. Nach der Pause wird alles noch viel besser. Erst mit dem schnellen Ausgleich. Nach einem feinen Lauf bedient Monteiro Ugrinic mit einem tollen Chip-Pässchen – und der chippt auch. Locker und cool über Goalie Glazer hinweg. 1:1.

YB dreht das Spiel – muss sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen

Und es kommt noch besser. Der Ex-Basler Djiga blockt einen Garcia-Schuss derart offensichtlich mit der Hand, dass das Ref Collum eigentlich hätte live sehen müssen. Er unterbricht dann das Spiel, weil ihm das der VAR wohl gesagt hat. Der Fall ist denn auch sonnenklar. Sowohl für den Entscheid. Als auch für Cedric Itten, der eiskalt bleibt. Erstmals macht YB in einem Champions-League-Auswärtsspiel zwei Tore. Formidabel!

Die Reaktion der Sterne ist heftig. Und Goalie Racioppi gerät immer mehr in den Fokus. Doch er hält. Gegen Dragovic. Gegen Ndiaye. Katai verfehlt das Ziel hauchdünn. Es spielt nur noch Roter Stern. YB aber kontert. Joker Ganvoula setzt den Ball völlig freistehend per Kopf drüber. Schwach. Und schade. Und dann folgt die ominöse 88. Minute, welche Racioppis Leistung komplett umkrempelt.


Roter Stern Belgrad - YB 2:2 (1:0)

Rajko Mitic, 47'201 Zuschauer. - SR Collum

Aufstellungen:
Roter Stern: Glazer; Mijailovic, Dragovic, Djiga, Rodic; Stamenic, Hwang; Bukari, Ivanic, Mitrovic; Ndiaye.
YB: Racioppi; Janko, Camara, Benito, Garcia; Niasse, Males, Elia, Ugrinic; Monteiro, Itten.

Tore: 35. Ndiaye (Bukari) 1:0. 48. Ugrinic (Monteiro) 1:1. 61. Itten (Handspenalty) 1:2. 88. Bukari (Krasso) 2:2.

Der Beste: Ulisses Garcia ist offensiv eine Bank. Viele starke Flanken, viel Dampf, mutiger Lauf, der zum Handspenalty führt. Defensiv nicht ganz fehlerfrei. Aber wer ist das schon!

Der Schlechteste: Lange Zeit ist Anthony Racioppi der beste Mann auf dem Platz. Und dann macht er mit einer totalen Fehlspekulation die nahe Ecke meterweit auf. Bukari sieht das und hat leichtes Spiel.

Das gab zu reden I: Viele VAR-Entscheide prägen dieses Spiel. Zweimal werden Offsidesituationen pro YB aufgelöst. Einmal gegen die Berner – und dies gleich zweimal. Und dann ist da noch der Handspenalty, den der schottische Ref Collum durchaus auch live hätte sehen müssen. Doch der VAR ist ja dafür da, solch grobe Fehler zu korrigieren … Unter dem Strich: Dreimal VAR. Und so ist alles korrekt entscheiden.

Das gab zu reden II: Die Berner treten vor einem ganz besonderen Gast auf: Novak Djokovic (36). Der serbische Tennis-Superstar ist grosser Fan von Roter Stern und wurde ins Stadion eskortiert. Einmal drinnen, winkt er von seiner Loge den jubelnden Fans zu.

Bemerkungen: YB ohne Imeri (verletzt), Lauper (krank).

Einwechslungen:
Roter Stern: Olayinka (62. für Rodic). Lucic (69. für Stamenic). Katai (69. für Mitrovic). Ndiaye (80. für Krasso). –
YB: Amenda (47. für Benito). Ganvoula (74. für Itten). Chaiwa (74. für Males).

Gelb: 18. Ndiaye. 45. Ivanic. 58 Hwang. 60. Djiga. 64. Males. 65. Bukari. 72. Mijailovic. 74. Camara.
92. Niasse (alle Foul).


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 06221.html

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YB-Wicky hadert mit Gegentoren

«Das darf auf diesem Niveau nicht passieren»

YB steht kurz vor einem hart erkämpften Auswärtssieg in Belgrad – muss am Ende aber doch noch den Ausgleich hinnehmen. Das sagen die Berner Protagonisten nach dem Champions-League-Kracher gegen Roter Stern.

Lange darf YB vom grossen Wurf im feurigen Marakana träumen. Nach frühem Rückstand drehen die Berner dank Ugrinic und Itten das Spiel. Am Ende reichts aber nicht für die drei Punkte. Dennoch kann Nati-Stürmer Itten dem Spiel «viel Gutes» abgewinnen. «Besonders positiv ist, dass wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind.»

Erstmals in seiner Karriere trifft der gebürtige Basler in der Champions League. In der 61. Minute schreitet er zum Elfmeterpunkt. Begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert. Doch Itten bleibt eiskalt. «Ich war überzeugt, dass ich ihn reinhaue.»

In der Schlussphase muss sich der Schweizer Meister dem Belgrader Sturmlauf beugen und in der 88. Minute doch noch den Ausgleichstreffer hinnehmen. Verschenkte drei Punkte? Mitnichten, findet Itten. «Diesen Punkt nehmen wir mit. Insgesamt ist das Ergebnis sicher nicht schlecht, auch wenn mehr dringelegen wäre.»

Wickys gemischte Gefühle

Auch der zweite Berner Torschütze, Mittelfeldspieler Filip Ugrinic, stellt sich nach dem Spiel vor die Mikrofone. Er freut sich über seinen Treffer – ist mit dem Ausgang der Partie aber nicht zufrieden. «Klar, mein Tor wird mir in Erinnerung bleiben. Schliesslich war meine ganze Familie heute auf der Tribüne. Aber es ist sehr schade, können wir am Ende die drei Punkte nicht nach Bern mitnehmen.»

International fehle die Cleverness noch ein wenig, findet Ugrinic. «Das hat man schon gegen Leipzig gesehen.» Ins selbe Horn bläst YB-Trainer Raphael Wicky. Auch er ärgert sich über die individuellen Fehler, die den Sieg gekostet haben. «Die Gegentore fallen nach Unkonzentriertheiten – das darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren.»

Trotzdem stellt Wicky klar: «Prinzipiell bin ich stolz auf den Auftritt meiner Mannschaft. Besonders auf den Mut, den sie gezeigt hat.» Angesichts der knapp verpassten drei Punkte reise er aber mit «gemischten Gefühlen» nach Hause. Doch er findet: «Wir wollen das Positive mitnehmen.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 09733.html

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Goalie verschätzt sich böse

Racioppi gibt YB-Sieg spät aus der Hand

Durch eine solide zweite Hälfte liegt YB kurz vor Ende des Spiels dank Toren von Ugrinic und Itten mit 2:1 gegen Roter Stern Belgrad vorne. Doch in der 88. Minute erlaubt sich Goalie Racioppi, der zuvor einige Paraden gezeigt hatte, einen bösen Bock zum 2:2-Ausgleich.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 09880.html

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Spätes Tor kostet YB in der «Hölle von Belgrad» zwei Punkte

Im zweiten Champions-League-Gruppenspiel verpasst YB auswärts gegen Roter Stern Belgrad nur knapp einen Sieg.

Szene des Spiels

Es lief die 88. Minute, als Bukari die Hoffnungen der Young Boys zerstörte und zum 2:2-Endstand traf. YB-Goalie Anthony Racioppi patzte bei diesem Treffer. Dabei sah es lange Zeit gut aus für die Berner, die dank eines Penaltytors von Itten im Belgrader Hexenkessel 2:1 geführt und den ersten Champions-League-Sieg in dieser Saison vor Augen hatten.

Schlüsselfigur

YB-Goalie Racioppi. Der Berner ist die Nummer eins des Schweizer Meisters und das obwohl David von Ballmoos nach langer Verletzung wieder fit ist. Er hielt mehrfach mirakulös und sorgte lange für ein gutes Berner Ergebnis. Beim 2:2 sah er dann aber überhaupt nicht gut aus. Ja, der Ausgleich fiel wegen eines Fehlers von ihm.

Besseres Team

Die beiden Teams lieferten sich einen wilden Schlagabtausch. Das Remis war am Ende verdient. Zu sagen gilt aber auch: Roter Stern traf in der Partie insgesamt vier Mal ins Tor. Aber nur zwei Mal durfte sich die Serben freuen. Der Grund: Abseitsstellungen. Zu Beginn war YB besser – trotz des Gegentores in der ersten Hälfte. Beim 1:0 von Roter Stern pennte einfach die gesamte Berner Abwehr. In der zweiten Hälfte drehte Belgrad jedoch auf und hatte auch die besseren Chancen.

Tribünengezwitscher

Ex-FCB-Spieler und jetziger Belgrad-Abwehrchef Aleksandar Dragovic betitelte das Stadion Rajko Mitić, auch bekannt als Marakana, als «Hölle von Belgrad». Und tatsächlich: Die Fans von Roter Stern sind bekannt als heissblütige Anhängerschaft, die ihr Team bedingungslos unterstützt. Das zeigten sie auch am Dienstag. Einer dieser Anhänger war Tennis-Superstar Novak Djokovic, der im Stadion war. Fotos zeigten ihn, wie er von Sicherheitskräften eskortiert das Stadion betrat.

Die Tore

35’ | 1:0 | Die Berner Abwehr sah überhaupt nicht gut aus. Belgrad mit einem Konter, Bukari passte zu Ndiaye, der ins leere Tor traf. Zunächst entschied der Schiri auf Abseits, der VAR korrigierte ihn jedoch.

48’ | 1:1 | Die Berner waren nach der Pause heiss. Ugrinic lupfte den Ball über den Belgrad-Goalie hinweg in die Maschen. Es war der Ausgleich.

61’ | 1:2 | Cedric Itten traf per Penalty zur Berner Führung. Ex-FCB-Verteidiger Nasser Djiga fabrizierte kurz zuvor ein Hands, als ihn die Kugel aus kurzer Distanz an den Arm traf.

88’ | 2:2 | Bukari kam über die rechte Seite in den Strafraum. Aus spitzem Winkel beschloss er dann zu schiessen. Damit überraschte er Racioppi.

Ausblick

Am Sonntag wartet der Krisen-FCB. In der Königsklasse steht Ende Oktober die Partie gegen ManCity an.


https://www.20min.ch/story/roter-stern- ... 2246967013

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