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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2021, 23:16 |
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18.02.2021  Zitat: Gegen YB: Bayer-Coach Bosz schlägt sich im Wankdorf Glatze blutig
Leverkusen verliert auswärts bei YB trotz starker Aufholjagd mit 3:4. Für Bayer-Trainer Peter Bosz endet das Spektakel-Spiel blutend.
Das Wichtigste in Kürze
- YB reist mit einem 4:3-Hypothek ins EL-Rückspiel nach Leverkusen. - Beim Gegner läuft vor allem in der ersten Halbzeit nicht alles rund. - Auch Trainer Peter Bosz hat auf der Ersatzbank zu kämpfen.
Sieben Tore fallen im spektakulären Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals zwischen YB und Bayer Leverkusen. In der ersten Halbzeit führen die Berner den Bundesligisten regelrecht vor.
Die Werkself scheint zu Beginn völlig von der Rolle zu sein. Nach 45 Minuten liegt sie gegen YB mit 0:3 hinten. Trainer Peter Bosz ist mit dem Gezeigten überhaupt nicht zufrieden. Und hat zudem mit einer blutigen Glatze zu kämpfen.
Der 57-Jährige scheint sich sein Haupt angeschlagen zu haben. Fasst sich immer wieder an die Glatze und wird sogar noch von einem Assistenten inspiziert. Es passt zum schwarzen Abend für die Gäste aus Leverkusen.
Auch im Interview mit «SRF» nach der Partie zeigt sich Bosz genervt. «Alles, was man falsch machen kann, haben wir in der ersten Halbzeit falsch gemacht», meint der Niederländer. Er nehme die Verantwortung dafür aber klar auf sich.
Die drei Tore seines Teams nach der Pause heitern die Stimmung nicht auf. Bosz: «Nächste Woche müssen wir gewinnen, sonst hat das keinen Sinn. Das ist deutlich.» https://www.nau.ch/sport/fussball-int/g ... g-65873950
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2021, 23:18 |
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18.02.2021  Zitat: YB verspielt gegen Leverkusen ein 3:0 – und gewinnt noch 4:3!
Meister YB verspielt im Sechzehntelfinal der Europa League gegen Leverkusen eine 3:0-Pausenführung. Doch Stürmer Siebatcheu rettet den Bernern kurz vor Schluss doch noch den Sieg.
as für ein fulminanter Start in die K.o-Phase der Europa League: YB startet am Donnerstagabend gegen das Bundesliga-Top-Team Leverkusen mit einer überragenden Leistung. Bereits nach drei Minuten bringt Christian Fassnacht die Berner nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Nach 19 Spielminuten wieder Ecke, wieder YB-Tor. Jordan Siebatcheu steht völlig blank und kann aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfen. YB-Trainer Seoane ist zufrieden mit seinem Team, feuert es lautstark an. Die Young Boys spielen clever mit dem Vorsprung im Rücken. Stehen hinten sehr gut und erhalten in der Folge mehrere gute Kontermöglichkeiten, die aber zu wenig effizient genutzt werden. Leverkusen-Traienr Peter Bosz ist stinksauer, flucht an der Seitenlinie und schlägt gegen die Ersatzbank. Dann, kurz vor der Pause, die nächste Kontermöglichkeit für die Young Boys. Leverkusen-Verteidiger und Ex-Basler Dragovic mit einem grossen Bock und Elia Meschack läuft alleine aufs Tor – 3:0.
Leverkusen-Trainer Bosz stampft in die Kabine, ändert in der Halbzeit das System seiner Mannschaft und scheint die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Leverkusener starten in der zweiten Halbzeit wie die Feuerwehr: Innert sieben Minuten trifft Stürmer Patrik Schick doppelt – nur noch 3:2. Es folgen weitere gut Chancen für den Tabellenfünften der Bundesliga und in der 67. Minuten trifft der eingewechselte Diaby zum 3:3. Doch die Berner geben nicht auf, lassen sich nicht unterkriegen. Der eingewechselte Gaudino zieht in der 89. Minute einfach mal ab, Leverkusen-Goalie Lomb lenkt den Ball an den Pfosten. Und plötzlich steht Siebatcheu goldrichtig und schiesst zum 4:3 ein. Ein würdiges Ende für einen Wahnsinns-Abend im Wankdorf.
Trotz des späten Lucky Punchs sind bei Fabian Lustenberger nach Spielschluss gemischte Gefühle vorhanden. «Es wäre sicher noch mehr drin gelegen. Aber mit dem 4:3 können wir gut leben», sagt der YB-Captain im SRF-Interview. «Wir gehen sicher mit einem guten Gefühl ins Rückspiel nach Leverkusen.»
Und YB-Trainer Seoane spricht seiner Mannschaft zwar ein grosses Kompliment aus, sagt aber auch: «Diese drei Gegentore sind schon ärgerlich.» Deutlich bedienter ist Leverkusen-Coach Peter Bosz: «In der ersten Halbzeit haben wir alles schlecht gemacht, was man schlecht machen kann.» Zweimal habe sein Team bei Standards amateurhaft verteidigt.
https://www.20min.ch/story/was-zeigt-yb ... 1704270599
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2021, 23:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.02.2021  Zitat: YB-Noten: Fassnacht fliegt, Lustenberger patzt
Beim 4:3 gegen Leverkusen ist YB erst überlegen, dann überfordert. Flügelspieler Fassnacht trumpft gross auf, Captain Lustenberger muss viel einstecken.
David von Ballmoos – 4
Wird zunächst vor allem aus der Distanz geprüft, erst durch Gray, dann durch Bailey. Nach der Pause steht der Goalie öfter im Mittelpunkt, als ihm lieb sein kann. Beim 1:3 durch Schick ist er chancenlos, vor dem 2:3 ist seine Intervention beim Kopfball von Tah nicht makellos, Schick kann abstauben. Von Ballmoos fängt sich sofort, rettet gegen Schick und Bailey.
Silvan Hefti – 4
Ist in der Startphase defensiv auf Posten und hilft mit, die mit zunehmender Dauer häufiger werdenden Leverkusener Bemühungen zu unterbinden. Offensiv läuft bei YB zu Beginn viel über seine rechte Seite. Später leidet er mit der YB-Abwehr, vor dem 2:3 kommt er beim Kopfball von Tah wie Lauper zu spät.
Fabian Lustenberger – 3
Umsichtiger Start vom Captain. Ein kleines Missverständnis zwischen ihm und Zesiger erlaubt den Leverkusenern eine Chance, Lefort blockt schliesslich den Versuch von Schick. Doch Lustenberger ist nach der Pause nicht wiederzuerkennen, er ist Sinnbild einer Abwehr, die nun völlig destabilisiert ist. Er verliert vor dem 1:3 das Kopfballduell gegen Schick. Und kommt beim 3:3 gegen Diaby zu spät.
Cédric Zesiger – 3,5
Zeigt sich wach und bereit, läuft die Leverkusener Versuche gut ab. Schlägt kurz vor der Pause nach einem Corner am Ball vorbei und eröffnet so Raum für den Leverkusener Konter. Nach der Pause bricht auch er ein, er kommt zu spät beim 3:3 und hat immer wieder Mühe mit dem pfeilschnellen Gray.
Jordan Lefort – 4
Ist viel am Ball, nah am Geschehen in der ersten Halbzeit. Blockt Schick im Strafraum – und schlägt kurz vor der Pause den weiten Pass auf Elia vor dem 3:0. Doch auch der französische Linksverteidiger baut ab, Leverkusen findet auf seiner Seite viel Raum vor. Lefort wirkt zuweilen verloren, vor allem, als Seoane umstellt und ihn in die defensive Dreierkette beordert.
Christian Fassnacht – 5,5
Der Nationalspieler trumpft gross auf. Stellt die Leverkusener Abwehr vor Probleme, ist auf dem Flügel und im Zentrum anzutreffen. Er trifft mit der ersten YB-Chance nach einem Eckball zum 1:0, bedient dann Siebatcheu und Ngamaleu mit dem klugen letzten Pass. Im zweiten Durchgang kann er weniger glänzen, setzt einmal einen Kopfball übers Tor, ist sonst viel mit Defensivarbeit beschäftigt.
Michel Aebischer – 5
Tritt furchtlos und frech auf. Schlägt die beiden Eckbälle, die YB noch vor den ersten 20 Minuten einen 2:0-Vorsprung bescheren. Muss dann mit Lauper die Vorherrschaft im Mittelfeld abgeben, rafft sich aber für die YB-Schlussoffensive noch einmal auf.
Sandro Lauper – 4,5
Bildet mit Aebischer ein abgeklärtes Duo im YB-Aufbau. Einmal lässt er mit einer einzigen Bewegung gefühlt vier Leverkusener aussteigen. Bricht kurz vor der Pause am Strafraum durch und wird erst von Demirbay per Foul gestoppt. Als die Gäste im zweiten Durchgang mehr Kontrolle im Mittelfeld haben, tut auch er sich schwer. Lauper kommt vor dem 2:3 zu spät. Besitzt eine der wenigen Berner Möglichkeiten nach der Pause, aber sein Abschluss gerät zu schwach.
Nicolas Ngamaleu – 3
Zeigt mal wieder Licht und Schatten. Packt in der eigenen Hälfte den einen oder anderen massgenauen langen Ball aus – und vertändelt dann eine Grosschance nach einem YB-Konter. Und einmal beginnt er gegen zwei Leverkusener, den Ball hoch zu halten. Entscheidend, wie er vor dem 1:3 Frimpong ziehen lässt.
Meschack Elia – 5,5
Überforderte den schwerfälligen Tah, zieht dem langsamen Dragovic immer wieder davon und hat dabei stets das Auge für seine Mitspieler: Elia macht in der ersten Halbzeit ein grosses Spiel. Den letzten Angriff vor der Pause verwandelt er überlegt und ruhig zum 3:0. Läuft auch im zweiten Durchgang viel, kann aber nicht die gleiche Wirkung entfalten.
Jordan Siebatcheu – 5,5
Braucht eine Weile, bis er im Spiel ist – und trifft dann mit seiner ersten echten Aktion per Kopf zum 2:0. Verfehlt dann bei einer Aktion kurz darauf das 3:0 nur knapp. Bleibt ein Aktivposten, auch wenn ihm in der zweiten Halbzeit die Zuspiele fehlen. Avanciert mit dem 4:3 in der 89. Minute zum Matchwinner, als er nach dem Pfostenschuss von Gianluca Gaudino am schnellsten reagiert.
Ulisses Garcia – 4
58. Minute für Ngamaleu. Nach seiner Einwechslung spielt YB im 3-4-3-System mit Garcia im linken Mittelfeld. Kann den Young Boys fürs Erste nicht die gewünschte Stabilisierung bringen.
Felix Mambimbi – keine Benotung
74. Minute für Elia.
Miralem Sulejmani – keine Benotung
74. Minute für Lefort.
Fabian Rieder – keine Benotung
80. Minute für Lauper.
Gianluca Gaudino – keine Benotung
80. Minute für Fassnacht. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-f ... 8173734330
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shalako
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 00:02 |
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18.02.2021  Zitat: Nach Exploit in Europa League
Seoane: «Dieser Sieg fühlt sich nicht so gut an»
Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter: YB erlebt beim 4:3-Sieg gegen Leverkusen eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Die Young Boys sorgten gegen den Bundesliga-Spitzenklub Bayer Leverkusen dank dem 4:3-Sieg für eine kleine Fussball-Sternstunde – und doch: Selten hatte wohl ein Schweizer Sieg in einer europäischen K.o.-Phase direkt nach dem Spiel einen so faden Beigeschmack. Der Ärger über die vergebene bessere Ausgangslage hatte bei den Beteiligten direkt nach dem Spiel Oberhand.
Jeder geht etwas weniger konsequent in die Duelle, weil man sich aufgrund des 3:0-Vorsprungs wohl fühlt. Autor: Christian Fassnacht
«Der Sieg fühlt sich gar nicht mal so gut an», so das Fazit von YB-Trainer Gerardo Seoane, nachdem er der Mannschaft ein grosses Kompliment für eine grandiose erste Halbzeit ausgesprochen hatte. Vom 3:0 über 3:3 zum 4:3 – es war ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften.
«Zu wohl gefühlt» nach dem Pausentee?
«Wenn man 3:0 führt, will man den Sieg heimbringen», konstatierte auch Christian Fassnacht. Die Berner wurden nach der Pause überrannt, Leverkusen traf zwischen der 47. und 63. Minute gleich dreimal ins Schwarze. Dies, nachdem YB dem Bundesligisten zumindest in den ersten 30 Minuten eine Fussball-Lehrstunde erteilt hatte. «Jeder geht etwas weniger konsequent in die Duelle, weil man sich aufgrund des 3:0-Vorsprungs wohl fühlt», so Fassnacht.
Immerhin: YB fing sich wieder – und es kam noch besser. Jordan Siebatcheu sorgte mit dem Lucky Punch in der 89. Minute doch noch für YB-Jubelstürme. «Ich bin froh, haben wir den Tritt wieder gefunden», so Fassnacht. Und Captain Lustenberger ergänzt: «Das gibt uns trotzdem ein gutes Gefühl für das Rückspiel in Leverkusen.»
Leverkusen hatte nach der Pause in der Verteidigung umgestellt, womit sich YB schwer tat. In der Offensive fanden die Deutschen plötzlich den Weg zum Tor, spielten ihre Schnelligkeit aus. Der zweifache Berner Meistertrainer erklärt: «Es war aber nicht nur das System. Wir waren auch nicht mehr rechtzeitig bei den Gegnern dran.»
Frust bei Bosz
Leverkusen-Coach Peter Bosz tauchte nach dem Spiel zum Interview auf – und war sichtlich bedient und genervt. «Der Frust sitzt deutlich in der 1. Halbzeit, in welcher wir sehr schlecht waren. Alles, was man falsch machen kann, haben wir in der ersten halben Stunde falsch gemacht. Das war meine Verantwortung.»
Während der ersten Hälfte hatte sich der Leverkusen-Coach frustriert den eigenen Notizblock vollgeschrieben und sich zu allem Überfluss auch noch den Kopf an der Bank-Überdachung angeschlagen. Auf die Nachfrage, ob zumindest die 3 Tore in der 2. Halbzeit für etwas bessere Stimmung gesorgt haben, antwortete Bosz kurz und bündig: «Ne. Total nicht.» https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... -so-gut-an
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shalako
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 00:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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17.02.2021  Zitat: Leverkusen liefert nach desolatem Auftritt gegen Mainz den nächsten Tiefpunkt
Bosz: "Amateurhaft. Nicht zu erklären. Meine Verantwortung"
Bayer 04 ist mit einem blauen Auge im Hinspiel der Zwischenrunde der Europa League davongekommen. Bei den Young Boys Bern unterlag die Werkself nach desolater erster Hälfte und 0:3-Pausenrückstand nur 3:4, unterbot aber vor der Halbzeit auch aus Sicht von Trainer Peter Bosz sogar die Minusleistung vom 2:2 gegen Mainz.
Nach dem Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten hatte Leverkusens Trainer am Samstag von dem "schlechtesten Spiel" gesprochen, das er von seiner Mannschaft seit seinem Amtsantritt im Januar 2019 gesehen habe. Dass er bereits fünf Tage später einer noch schwächeren Leistung seiner Elf beiwohnen musste, hätte er da wohl nicht gedacht.
Doch was Bayer 04 in den ersten 45 Minuten auf dem Kunstrasen des Wankdorf-Stadions ablieferte, war eine einzige Katastrophe. Zwei Gegentreffer nach Eckbällen, bei denen Nadiem Amiri und Jonathan Tah eine ganz schlechte Figur abgaben, waren nur zwei von vielen Unzulänglichkeiten. "Wir haben zwei Standards amateurhaft verteidigt. Und vor der Halbzeit noch ein Gegentor bekommen. Das darf nicht passieren", urteilte Bosz.
Der Trainer machte nachher aus seinem Herzen keine Mördergrube, sondern attestierte seiner Mannschaft den nächsten Tiefpunkt. So lautete seine Einordnung im Verhältnis zu dem schon schwachen Spiel gegen Mainz: "Wir haben heute gezeigt, dass es möglich ist, noch schlechter zu spielen."
In der Tat. Für seine Elf, der er mit Amiri, Kerem Demirbay und Florian Wirtz ein extrem offensiv besetztes Mittelfeld verpasst hatte und die keinerlei Balance fand, bedeutete jeder Ballverlust einen gefährlichen Konter der Schweizer. Die Innenverteidiger Tah und Aleksandar Dragovic, der vor dem 3:0 patzte, sahen sich immer wieder in Eins-gegen-eins-Situationen und teilweise überfordert.
Es muss sein, dass ich die Mannschaft schlecht vorbereitet habe. Peter Bosz
Bosz hätte es sich einfach machen und einzelne Akteure herauspicken können. Doch stattdessen nahm er sich selbst in die Kritik. "Die erste Hälfte kann ich nicht erklären. Es muss sein, dass ich die Mannschaft schlecht vorbereitet habe. Das ist meine Verantwortung", sagte er, "wahrscheinlich habe ich einen Fehler gemacht. Und die Mannschaft nicht erreicht. Sonst können wir nicht so schlecht anfangen."
Die insgesamt sieben Veränderungen in der Startelf wollte der Trainer allerdings nicht als Erklärung für die Minusleistung gelten lassen. "Wir haben auf den Positionen gewechselt. Dass dann so eine Leistung auf den Platz kommt, hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun", erklärte der 57-Jährige, "wir mussten in der Halbzeit umstellen, um wieder Zugriff zu bekommen. Den haben wir bekommen." Erfolgreiche Umstellung auf 3-4-3
Mit der Hereinnahme von Edmond Tapsoba als dritten Innenverteidiger und der Umstellung vom 4-3-3 auf ein 3-4-3 kippte die Partie. Nach einem Doppelschlag von Patrick Schick und mit dem Joker-Tor von Moussa Diaby hatte Bayer das Momentum für sich. Doch auch beim vierten Berner Treffer zeigten sich Abstimmungsprobleme. Gianluca Gaudino kam relativ frei zum Schuss, den Niklas Lomb noch an den Pfosten lenken konnte, doch den Abpraller verwandelte Jordan Siebatcheu zum Siegtreffer.
Die Fragezeichen in Leverkusen werden nach diesem Spiel nicht kleiner. Im Gegenteil. Die Konstanz und Stabilität, die Bayer in der Hinrunde auszeichnete, ist wie weggeblasen. Bis zur Halbzeit war es eine Vorstellung, die Schmerzen bereitete. "Die erste halbe Stunde war nicht schön. Da wäre man gerne kein Trainer von Bayer 04 gewesen", gab Bosz zu.
Der Niederländer arbeitet derzeit auf einer Großbaustelle. Immer wiederkehrender Kontrollverlust im Spiel. Schlechte Restverteidigung. Zu große Abstände, wodurch dem Gegner Räume offeriert werden. Und dazu reihenweise leichte Ballverluste. "Natürlich macht mir das Sorgen. Man kann auf diese Weise keine Spiele gewinnen. Ich versuche immer Zugriff zu haben über Ballbesitz. Aber wenn man so verteidigt, wenn man so die Bälle verliert, wenn man so ein Positionsspiel spielt, dann bekommt man nie Zugriff", bemängelte der Trainer.
Leverkusen braucht ein Erfolgserlebnis
Der Druck für Bayer und Bosz wächst mit solchen Leistungen weiter. Geschäftsführer Rudi Völler hatte nach dem 2:2 gegen Mainz gefordert: "Da muss eine Reaktion kommen - schon in Bern." Diese kam nur verspätet und lässt Bayer nächste Woche zumindest nicht chancenlos ins Rückspiel gehen.
Klar ist: Kriegt Bayer nicht schnellstens die Kurve, ist nach dem blamablen Ausscheiden aus dem DFB-Pokal beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen schon in einer Woche auch das Ziel in der Europa League verfehlt. Und auch in der Liga muss bereits am Sonntag in Augsburg ein Erfolgserlebnis her.
Bosz setzt darauf, dass seine Mannschaft viel mehr kann, als sie in den vergangenen Wochen meist gezeigt hat. "Nachdem wir in der Halbzeit umgestellt haben, haben die Jungs ein anderes Gesicht gezeigt. Obwohl da auch noch nicht alles super war. Aber da haben wir schon besser gespielt. Vor zwei Wochen haben wir gegen Stuttgart eine sehr gute Leistung gezeigt. Das ist möglich. Und das wird auch schnell wieder da sein - glaubt mir." Der Glaube allein hilft nicht. https://www.kicker.de/bosz-amateurhaft- ... ikel#omrss
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shalako
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 01:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.02.2021  Zitat: YB schlägt Leverkusen 4:3: trotz allem ein Berner Signal
Der Schweizer Meister erlebt ein Wechselbad der Gefühle: vom 3:0 zum 3:3 und schliesslich zum erlösenden Siegtreffer kurz vor Schluss.
Es ist zunächst wirklich so, als wäre das für Schweizer Fussballklubs unvorteilhafte Uefa-Ranking weit weg, als würde die Bundesliga nicht weit höher gehandelt als die Super League, als wären die Young Boys in der internationalen Form ihres Lebens und als gäbe es für einen Schweizer Vertreter nichts Leichteres, als in der K.-o.-Phase im Europacup zu bestehen. Man staunt am Donnerstag im leeren Stade de Suisse. Vorerst.
Natürlich ist auch Bayer Leverkusen in der ersten Halbzeit dieses Sechzehntelfinal-Hinspiels zwischendurch nahe an einem Torerfolg, natürlich gilt es anzufügen, dass deutsche Teams es nicht gewohnt sind, auf Kunstrasen zu spielen. Natürlich hat Leverkusen zwei Spieler in seinen Reihen, die erstmals von Beginn weg mittun, wobei der niederländische Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong über 10 Millionen Euro gekostet hat. Das alles trifft zu. Aber das, was die beiden Mannschaften in einem offenen und offensiv geführten Match zeigen, ist unerwartet, wechselhaft und bisweilen spektakulär. Hüben wie drüben.
3:0-Führung nach 45 Minuten
Es ist nicht nur in der Super League, sondern auch in der Europa League möglich, dass nach wenigen Minuten ein Spieler in Tornähe einen Cornerball schier unbehelligt mit dem Fuss volley zum 1:0 verwerten darf – wie dies Christian Fassnacht tut. Etwas später ruft der Stürmer Jordan Siebatcheu in Erinnerung, dass YB den gesperrten Jean-Pierre Nsame nur bedingt vermissen muss. Siebatcheu verwertet per Kopf einen abermals von Michel Aebischer getretenen Eckball zum 2:0. So geht das weiter, bisweilen traut man seinen Augen kaum, und das Gejauchze an jenem Ort, wo sich die YB-Ersatzspieler niedergelassen haben, nimmt kein Ende. Umso mehr, als kurz vor der Pause auch der Gegner mitspielt und mit einem schweren Abwehrfehler den Raum öffnet für Meschak Elia – 3:0. Zu sehen ist der wankende Fünfte der Bundesliga.
Die Szenerie ist so einseitig, dass es das nicht gewesen sein kann. Prompt stehen die Leverkusener nach der Pause nicht nur als Erste auf dem Kunstrasen, sondern sie setzen dem sich in Sicherheit wiegenden Widersacher auch schnell zu. Und dies zählbar. Innert drei Minuten stellt Patrik Schick das Resultat auf 2:3. Gespielt sind 52 Minuten.
An diesem Donnerstag bunkert sich niemand ein. Der Match bleibt lebendig, frönt dem Risiko und bietet den wenigen Anwesenden und dem TV-Publikum vorzügliche Unterhaltung. Den YB-Verantwortlichen gefällt dies weniger, zumal letztlich der komfortable 3:0-Vorsprung verspielt wird. Immerhin halten sich die Schmerzen in Grenzen: Siebatcheu trifft kurz vor Schluss zum 4:3. Damit ist YB nächste Woche in Leverkusen nicht auf einen Sieg angewiesen. Wenigstens das.
Die Vorgaben des FC Basel
Die Berner sind die neuen Dominatoren der hiesigen Liga, steuern dem vierten Meistertitel in Serie entgegen und sind so etwas wie die Thronfolger des FC Basel geworden. Nur auf internationaler Ebene haben sie noch etwas aufzuholen, weil besonders dort die Schweizer Liga derzeit die über die Jahre überdurchschnittliche Basler Performance schmerzlich vermisst.
In der vorläufigen Preisgeld-Tabelle der Uefa für die laufende Saison ist die Schweiz mit etwas über 10 Millionen im 23. Rang klassiert. Hinter Zypern. Die Österreicher haben schon jetzt fünf Mal mehr Uefa-Geld eingenommen. Fünf Mal. Deshalb muss nicht näher ausgeführt werden, dass die internationale Schweizer Heimbasis demnächst die neu ins Leben gerufene Conference League sein wird. Die ist noch eine Stufe unter der Europa League. So schnell ändert sich daran nichts. https://www.nzz.ch/sport/spektakel-in-d ... ld.1602662
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Rino
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 11:18 |
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shalako
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 13:10 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2021  Zitat: «Alles schlecht gemacht»
Bayer-Coach Bosz geht nach YB-Spektakel hart ins Gericht
Ob fünf Minuten oder eine halbe Stunde nach Spielschluss – Leverkusen-Trainer Peter Bosz konnte sich nicht einklinken, vernichtete seine Spieler – und sich selber.
Ob es die richtige Strategie ist? Das muss der Ex-Ajax- und BVB-Coach selber wissen. Schon nach dem 2:2 gegen Mainz, in welchem seine Mannschaft einen 2:0-Vorsprung nach 89 Minuten noch preisgab, ging er frontal auf die Seinen los: «Das war in Bezug auf Passspiel, Zweikämpfe und Positionsspiel das schlechteste Spiel, das ich von meiner Mannschaft gesehen habe.»
Wie erst wertete der Holländer denn das, was er in Bern in Halbzeit eins gesehen habe? Wenig überraschend noch härter: «Wir haben gezeigt, dass es noch schlechter möglich ist.» Dabei sass der Frust nicht wegen des späten YB-Siegtors tief, so Bosz, «sondern wegen der ersten Halbzeit, wo wir sehr schlecht anfangen. Alles, was man schlecht machen kann, haben wir in der ersten halben Stunde schlecht gemacht. Das war amateurhaft, wie wir die Standards verteidigten.» Und selbst die grossartige Bayer-Aufholjagd vom 0:3 zum 3:3, die auch durch eine Systemumstellung des Coaches begünstigt wurde, konnte die Laune des launigen Holländers heben: «Nein, total nicht.»
«Meine Verantwortung»
Sich selber schont der Coach auch kein bisschen: «Es muss so sein, dass ich die Mannschaft schlecht vorbereitet habe. Das ist meine Verantwortung», sagt Bosz. Und weiter: «Wir wussten ja, was auf uns zukommt. Aber wenn man sieht, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, das darf nie passieren! Und dafür bin ich verantwortlich. Da habe ich wohl Fehler gemacht. Und die Mannschaft nicht erreicht. Sonst kann man nicht so schlecht anfangen. Trainer von Bayer zu sein ist ja schön. Die erste halbe Stunde war nicht schön. Da wollte man lieber kein Trainer von Bayer 04 sein.»
Natürlich war die Stimmungslage auch bei YB-Trainer Gerry Seoane nicht vorbehaltlos euphorisch, weil man einen 3:0-Vorsprung preisgab. Er dachte aber schnell an die vielen Fans zuhause an den Bildschirmen, die wegen der «Situation» ohnehin eine schwierige Zeit durchmachen würden: «Das war ein tolles Spiel! Es ist toller Erfolg für YB und den Schweizer Fussball eine Top-Mannschaft wie Leverkusen dank einer nahezu perfekten und effizienten ersten Halbzeit geschlagen zu haben. Viele Zuschauer konnten sich einen schönen Abend machen und sieben Tore sehen. Das war ein Spektakel fürs Publikum und im Moment dieser Krise ist das doch etwas Gutes, den Leuten ein wenig Spektakel zu bieten.»
Wohltuend, dass jemand ein wenig über Anpfiff-Abpfiff hinausdenkt.
Böse Erinnerungen
Übrigens: Es ist YB schon mal passiert, einen Grossen an die Wand gespielt und früh 3:0 geführt zu haben. Das war in den Champions-League-Playoffs 2010 gegen die Tottenham Hotspur. Da führte YB schon nach einer halben Stunde 3:0. Am Ende siegt man 3:2. Was dann an der White Hart Line passierte, das will man aus YB-Sicht lieber vergessen: Im Londoner Regen gingen die Berner wie zu heiss gewaschene T-Shirts 0:4 ein. https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 57368.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 13:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2021  Zitat: Die Noten nach dem YB-Spektakel
Sieben Spieler überragend – aber einer ungenügend
4:3 gewinnt YB gegen Leverkusen. Ein Sieg, der viel knapper ausfällt, als nötig. Die Noten zum Europa-League-Spektakel. https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 56983.html
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Rino
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Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 14:02 |
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