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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 08:38 
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Ein logischer Cupfinal mit sonderbaren Vorzeichen

Am Sonntag mit Spielbeginn um 17.30 Uhr endet die Schweizer Fussballsaison 2019/20 nach fast 14 Monaten mit dem Cupfinal zwischen Titelverteidiger FC Basel und Meister Young Boys im Wankdorf.

So logisch diese Affiche aufgrund der letzten Jahre ist, so sonderbar ist die Situation, in der sich die Klubs coronabedingt befinden.

In der Meisterschaft hat sich die jüngste YB-Historie zur Erfolgsgeschichte gewandelt. Im Cup aber stecken die Berner noch immer in der Ära des "Veryoungboysen" fest, des Verbockens also von grossen Chancen. Zuletzt vor zwei Jahren, als YB als frisch gekürter Meister im Final dem FC Zürich, der stolpernd durchs Frühjahr gekommen war, unterlag. Gar nicht zu reden von den verlorenen Endspielen gegen den FC Sion 1991, 2006 und 2009; zweimal nach einer 2:0-Führung, einmal nach Vorsprung und im Penaltyschiessen - und dies als Oberklassiger.

33 Jahre ist es her, dass die Young Boys letztmals die Cup-Trophäe gewannen. Als Reto Gertschen am 8. Juni 1987 den Final gegen Servette in der Verlängerung auf Pass von Björn Nilsson mit dem 4:2 entschied, waren vom aktuellen YB-Kader nur Marco Wölfli und Guillaume Hoarau bereits auf der Welt. Captain Fabian Lustenberger wurde erst ein Jahr später geboren. Der 32-jährige Innerschweizer führt ein Team an, das nahezu ausschliesslich aus Cup-Verlierern besteht. Nur Guillaume Hoarau mit Paris Saint-Germain (2010) sowie Miralem Sulejmani mit Ajax Amsterdam (2010) und Benfica Lissabon (2014) haben schon Cup-Titel geholt.

Erstes Double seit 1958?

Lustenberger selbst möchte am Sonntag einen Kreis schliessen. Seinen bisher einzigen Cupfinal bestritt er 2007 mit dem FC Luzern. Er verlor ihn gegen den FC Basel und wechselte darauf zu Hertha Berlin. Im vergangenen Sommer kam er zurück in die Schweiz, wurde mit den Young Boys Meister und will jetzt auch die Cup-Premiere - im Final gegen Basel. Er wäre dann der Captain des ersten Berner Double-Teams seit 62 Jahren. Damals hiess der Captain Hans "Hausi" Grütter. Er trat das Amt dem legendären Eugen "Geni" Meier ab.

Das Erreichen einer ganz speziellen Wegmarke haben die Berner also zum Ziel. Doch speziell ist dieser Cupfinal auch wegen der besonderen Umstände in diesen Corona-Zeiten. Am Mittwoch haben die Young Boys in der Champions-League-Qualifikation das erste Spiel der Saison 2020/21 bestritten. Nun folgt vier Tage später mit dem Cupfinal das letzte Spiel der Saison 2019/20. Trainer Gerardo Seoane schenkt dem wenig Beachtung, fokussiert von Spiel zu Spiel. "Am Sonntag spielen wir eben nochmals mit dem alten Trikot, nachdem wir am Mittwoch bereits das neue angezogen haben", meinte er.

Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht - und das weiss Seoane auch. Am Mittwoch beispielsweise hat der von Sion verpflichtete Quentin Maceiras rechter Aussenverteidiger gespielt. Das darf er am Sonntag nicht, weil er ja letzte Saison noch nicht bei YB unter Vertrag gestanden hat. Und Saidy Janko, der Stammspieler 2019/20 auf dieser Position, steht im Moment nicht im Kader der Berner, weil er jetzt nach Ablauf des Leihjahres wieder dem FC Porto gehört.

Zuerst Sforza, dann wieder Koller

Richtig gross sind die Personalsorgen beim FC Basel. Eray Cömert, Arthur Cabral und Ramires sind noch immer in der Corona-Quarantäne. Samuele Campo hat diese zwar wieder verlassen, doch hat er Trainingsrückstand. Die Mannschaft des FCB war am Dienstag im Halbfinal gegen Winterthur ein Flickwerk. Sie wird es auch am Sonntag sein. Mit dem Unterschied, dass dies gegen den Meister mehr ins Gewicht fallen dürfte als gegen den Verein aus der Challenge League.

Das Team im Hinblick auf den Cupfinal ein Flickwerk? Das beschäftigt die Basler in diesen Tagen kaum. Denn ein Flickwerk ist gerade der ganze Verein. So wie die Young Boys eine sonderbare Abfolge von Spielen aus verschiedenen Saisons haben, befindet sich der FC Basel irgendwie auch in einem Doppelleben. Am Donnerstag wurde Ciriaco Sforza als Trainer für die nächste Saison vorgestellt. Eigentlich müsste er längst mit dem Team auf dem Platz stehen, um die nächste Spielzeit vorzubereiten.

Doch am Freitag sass dann wieder Marcel Koller auf dem Stuhl, auf dem Sforza am Tag zuvor gesessen hatte - und redete also quasi als aktuell-ehemaliger Trainer über den bevorstehenden Cupfinal. Er will mit einem Sieg "ein Zeichen setzen für die nächste Saison", die er selbst dann nicht mehr in Basel erlebt.

Doch vielleicht hat der FCB ein solches Zeichen (sportlich) nicht einmal nötig. Er hat sich aller Kritik zum Trotz unter Koller in den letzten Monaten in den Spitzenspielen nämlich gut gehalten. Die Bilanz gegen YB war in der letzten Saison positiv. Oder wie es Koller sagte: "Wir haben gezeigt, dass wir mehr als auf Augenhöhe sind." Was die Cup-Bilanz der letzten Jahre betrifft, ist dies sowieso der Fall. Seit dem letzten Triumph der Young Boys 1987 hat der FC Basel den Cup acht Mal gewonnen.

Erster Cupfinal Basel - YB

Würden im Wankdorf Kriens und Chiasso spielen, würde man wohl sofort glauben, dass der Cupfinal mit dieser Paarung eine Premiere wäre. Aber Basel gegen die Young Boys? Tatsächlich standen sich auch diese Schwergewichte des Schweizer Fussballs in keinem der bisher 94 Cupfinals gegenüber. Dabei hätte es verschiedene Male sein können. Denn der FCB wird seinen 23. Final bestreiten, YB seinen 15.

Es ist auch selten vorgekommen, dass die beiden Mannschaften sich um ein Jahr im Cupfinal verpassten. Basel spielte 1944 (als Verlierer), YB 1945 (als Sieger). Aufeinanderfolgende Jahr mit Basel respektive YB im Final gab es erst wieder 2006 und 2007, danach 2009 und 2010 sowie zuletzt 2017 bis 2019.
Mögliche Aufstellungen

Basel - Young Boys

Stade de Suisse, Bern. - Sonntag, 17.30 Uhr. - SR Schärer.

Basel: Nikolic; Widmer, Van der Werff, Alderete, Riveros; Frei, Petretta; Stocker, Van Wolfswinkel, Pululu; Ademi.

Young Boys: Von Ballmoos; Camara, Lustenberger, Lefort; Fassnacht, Sierro, Aebischer, Martins, Sulejmani; Moumi Ngamaleu, Nsame.

Absenzen: Basel ohne Zuffi (verletzt), Cömert, Cabral und Ramires (alle mit Trainingsrückstand nach Quarantäne). Young Boys ohne Lauper, Elia (beide verletzt), Faivre, Assalé, Maceiras, Seydoux und Seferi (alle nicht spielberechtigt). - Fraglich: Hoarau; Campo und Xhaka.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -138945616

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 08:41 
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Burgener gegen FCB-Legenden

Der Machtkampf um den FCB läuft jetzt über die Öffentlichkeit

Sie waren einst gemeinsam angetreten, um den FC Basel in eine neue Ära zu führen. Vor dem Cupfinal gegen die Young Boys stehen sich die einstigen Verbündeten als Gegner gegenüber.

Sie hängen derzeit querbeet in Basel. Transparente, Plakate, Karikaturen. «Keiner ist grösser als der Verein», ist da an die Adresse von Bernhard Burgener zu lesen. Dem Besitzer des FC Basel wird nahegelegt, es sei «Zeit zu gehen!» Oder schlicht: «Hau ab!» Rasend schnell verbreitet sich das Video eines jungen Mannes, der mit seinem Banjo ein Protestliedchen trällert.

Sicher, der FCB steht an diesem Sonntag im Cupfinal gegen die Young Boys. Aber das interessiert in der Region höchstens am Rande. Stattdessen blicken die Menschen mit einer Mischung aus ehrlichem Entsetzen und wohligem Schauern darauf, wie sich ein weiteres Wahrzeichen der Stadt im Sturzflug befindet.

Basel hatte es in letzter Zeit nicht einfach. Die Uhrenmesse Baselworld tot, die Art Basel abgesagt, die Fasnacht abgesagt, die Herbstmesse im Jahr ihres 550. Jahrestags – abgesagt. Und nun also der FCB, bei dem es derzeit vielen Anhängern geht wie bei einem Autounfall: Man möchte eigentlich wegschauen – aber man schafft es halt trotzdem nicht.

Um den aktuellen Zustand des einstigen Serienmeisters zu begreifen, hilft ein Blick zurück in den April 2017. Es ist damals nicht Burgeners eher spröder Auftritt, der die Mitglieder Ja sagen lässt zu seinem Kauf des FC Basel. Es sind die rot-blauen Helden, die neben ihm auf dem Podium Platz genommen haben. Massimo Ceccaroni, Alex Frei und Marco Streller. Streller ganz besonders. Er ist der Conférencier des Abends, der Witze reisst und die Leute mitnimmt.

Der Applaus von damals ist längst verhallt. Als Burgener diesen Freitag seinen neuen Cheftrainer Ciriaco Sforza präsentiert, stellt der Clubbesitzer fast ein wenig erstaunt fest: «Alex Frei und Marco Streller sind ja damals zu mir gekommen und haben mich gefragt, ob wir das machen wollen. Da waren wir alle im selben Boot. Jetzt ist noch Massimo dabei.»

Selbst das ist eine Übertreibung. Ceccaroni sitzt noch mit im Verwaltungsrat. Aber Burgener hat ihn schon Anfang Jahr dorthin geschickt, wo der Pfeffer wächst. Ceccaroni wurde vom Nachwuchschef zum Verantwortlichen der Indien-Kooperation degradiert.

Es ist einsam geworden um Burgener

Es ist einsam geworden um Bernhard Burgener. Schritt für Schritt hat er jene Mitstreiter verloren oder vertrieben, mit denen er einst angetreten war.

Alex Frei war der Erste, der daran verzweifelte, wie in Burgeners FCB die Entscheidungen gefällt werden. Offiziell gab er Anfang 2019 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bekannt, um sich auf seine Trainerkarriere zu konzentrieren. In Wahrheit war es ihm schlicht zu blöd geworden, dass keiner seiner Vorschläge je berücksichtigt worden war.

Was damals als schleichende Entfremdung begonnen hat, ist inzwischen zu einem Machtkampf der einstigen Weggefährten eskaliert. Streller ist seit Juni 2019 und seinem Rücktritt als Sportchef in der Opposition. Frei spätestens seit seiner medial in Echtzeit begleiteten Kündigung als U-21-Trainer Anfang dieser Woche.

Dazu kommt David Degen, der noch im September 2019 wie Burgeners Vertrauter auftrat, als er diesem zehn Prozent seiner Aktien abkaufte. Nach einem vertieften Blick auf die internen Abläufe und in die Bücher des FCB ist auch Degen in der Anti-Burgener-Ecke gelandet.

Wer zahlt 12 Millionen für einen Club, der Verluste ausweist?

Das Problem von Burgeners Gegenspielern: Solange der Besitzer seine Aktien nicht freiwillig abgibt, können sie ihn nicht aus dem FCB drängen. Zumal sie bislang keinen Investor gefunden haben, der bereit ist, Burgener geschätzte 12 Millionen Franken zu bezahlen für einen Verein, der im Jahr 2019 fast 20 Millionen Franken verloren hat. Also wird der Kampf über die öffentliche Meinung geführt.

Nach Freis Kündigung stellte Streller ein Foto aus gemeinsamen Stürmertagen auf Instagram und schrieb darunter den Hashtag «Wahre Werte leben». Acht Profis der aktuellen Mannschaft schenkten der Botschaft ein Herzchen. Dazu FCB-Minderheitsaktionär Degen.

Die Ultras aus der Muttenzerkurve hat Burgener bereits im Juni verloren, als sie seinen Rücktritt gefordert haben. Nun wenden sich auch andere Schichten von Burgener ab. Am Montag wurde bekannt, dass der FCB seit Monaten keine Miete mehr für den St.-Jakob-Park bezahlt. In der Folge wurde der Vertreter des Clubs in einer chaotischen Versammlung der Stadiongenossenschaft nicht in den Vorstand gewählt.

Die chronisch schlechte Stimmung auf der Geschäftsstelle des FCB hat sich längst in der Stadt herumgesprochen. Dazu kommt, dass die Clubführung jede Kontrolle über die Kommunikation verloren hat. Ruedi Zbindens Rücktritt als Sportchef, Freis Kündigung, die nicht bezahlte Stadionmiete, Sforzas Einstellung als Cheftrainer, der unter Misstönen nicht verlängerte Vertrag mit Stürmer Ricky van Wolfswinkel: alles längst öffentlich, bevor sich irgendein Clubvertreter geäussert hätte.

Finanziell hangelt sich der FCB inzwischen von Transfer zu Transfer. Dank Jonas Omlins Abgang nach Frankreich und vorzeitigen Ratenzahlungen, die Albian Ajetis Wechsel von West Ham zu Celtic Glasgow ausgelöst hat, reicht das Geld nun bis Februar oder März. Und das bei einem Club, der Mitte 2017 noch 60 Millionen Franken an flüssigen Mitteln auswies.

Nur einer erkennt in alldem nicht das geringste Problem: Bernhard Burgener. Der sagt am Freitag Sätze wie: «Ich setze genau das Konzept um, das ich am Anfang vorgestellt habe.» Oder: «Wir haben alle Sachen erreicht.» Und: «Wir haben es eigentlich im Griff.»

Koller hätte gerne einen Orden für sein Leid

Neben ihm sitzt der baldige FCB-Trainer Sforza und versucht all die kritischen Fragen auszublenden, die auf Burgener einprasseln. «Negative Stimmung? Ich sehe keine negative Stimmung», sagt Sforza einmal. Und nein, mit seinem Vorgänger Marcel Koller habe er nicht gesprochen.

Ist vielleicht auch besser. Sonst wäre Sforzas Optimismus wohl bereits ein erstes Mal erschüttert worden. Als Koller nämlich am Samstag vor dem Cupfinal über seine Zeit beim FCB redet, stellt er fest: «Ich will nicht überheblich sein. Aber man müsste uns einen Orden verleihen für alles, was wir ertragen und aushalten mussten.»


https://www.bernerzeitung.ch/der-machtk ... 6264856662

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Vor dem Cupfinal

Eine Berner Legende tritt ab

Torhüter Marco Wölfli möchte sich nach 20 Jahren YB mit dem Cupsieg gegen den FC Basel verabschieden.

Der Cupfinal, das letzte Spiel der langen Saison 2019/20, ist gleichzeitig der letzte Auftritt zweier Fussballer, die das heutige YB stark geprägt haben: Guillaume Hoarau und Marco Wölfli.

Letzterer ist die Berner Kultfigur schlechthin. Der Goalie hat in den vergangenen 20 Jahren in Pflichtspielen 463-mal für die Young Boys zwischen den Pfosten gestanden. Letztmals Anfang August im Cup-Halbfinal gegen Sion. In der Liga ist der Torhüter bereits vor den wenigen Zuschauern im Wankdorf verabschiedet worden, am Sonntag wird er dies nochmals tun.

Ob der 38-Jährige erneut zum Einsatz gelangt, ist hingegen unwahrscheinlich. Hinter Wölfli ist in den letzten Jahren zum Reservisten geworden. Doch sollte Wölfli seinen ersten Cupsieg (und vierten Titel total) holen, wird der verdienstvolle Spieler mit Sicherheit einer der Ersten sein, der die Trophäe in die Höhe stemmen darf.


https://www.bazonline.ch/eine-berner-le ... 3568503741

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Eine Premiere zum Abschluss

Der FC Basel trifft im Cupfinal auf den BSC Young Boys. Das Duell der beiden Teams ist eine Premiere im 95. Schweizer Cupfinal. Favorit sind klar die Berner.

Der 95. Schweizer Cupfinal vom Sonntag im Wankdorf ist gleichzeitig eine Premiere. Noch nie sind der FC Basel und der BSC Young Boys in den knapp hundert Jahren im nationalen Final aufeinander getroffen. Zugleich markiert der Cupfinal den Abschluss der verlängerten Saison – sowie den Abschied von FCB-Trainer Marcel Koller.

Rundumschlag gegen Führung

Dieser äussert sich im Vorfeld der Partie kritisch zur Vorstellung seines Nachfolger und des designierten FCB-Trainers Ciriaco Sforza. Als wären die Unruhen an sich beim FC Basel nicht schon genug, holt der abtretende Trainer zum Rundumschlag aus. «Wie kann man eine solche Pressekonferenz vor so einem wichtigen Spiel abhalten? Aus meiner Sicht, hätte man bis nächste Woche noch warten können, bis die Saison zu Ende ist», so Koller.

Generell ist Koller der Meinung, dass das was in den letzten Monaten seiner Amtszeit abgegangen ist bei Rotblau jenseits von Gute und Böse war: «Man müsste uns eigentlich einen Orden verleihen, was wir alles geleistet haben und was wir über uns ergehen lassen mussten», so Koller. Lieber würde Marcel Koller aber einen Pokal zum Ende seiner Amtszeit nochmals in die Höhe stemmen. Ein Sieg im Cup würde für die Strapazen der vergangenen Monate entlohnen.

Die Favoritenrolle schiebt der FCB-Trainer dem Meister aus Bern zu. Zwar konnte Rotblau in dieser Spielzeit die Berner zweimal im heimischen St. Jakob-Park bezwingen. Im Wankdorf allerdings auf dem Plastik von Bern setzte es neben einem Unentschieden auch noch eine Niederlage ab. Generell hat der BSC Young Boys in dieser Saison keines seiner Heimspiele verloren. «Sie sind Meister. Sie haben eine gute Saison gespielt. Sie spielen Zuhause und auf Kunstrasen. Demnach gelten sie als Favorit», so Koller.

Ohne Xhaka und Co.

Nicht mithelfen im Kampf um die Titelverteidigung können die verletzten Luca Zuffi und Taulant Xhaka. Arthur Cabral, Eric Ramires und Eray Cömert konnten nach ihrer Corona-Infektion bislang nicht mittrainieren. Samuele Campo ist zwar nach bestandener Quarantäne wieder im Mannschaftstrainner, ist aber aufgrund des Trainingsrückstands fraglich für die Partie.


https://telebasel.ch/2020/08/30/eine-pr ... annel=3563

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 11:36 
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Mit dem Cupsieg zum Abschluss?

Die Ära von YB-Legende Hoarau geht zu Ende

Nach 6 Jahren verabschiedet sich Guillaume Hoarau aus Bern. Ob der Stürmer gegen Basel im Cupfinal zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Als Guillaume Hoarau im Jahr 2014 von Bordeaux zu YB stiess, war ein Ende der titellosen Durststrecke der Berner nicht absehbar. Der auf der Insel La Réunion geborene Franzose hatte massgeblichen Anteil daran, dass sich dies ändern sollte.

" Neben dem Ziel Cupsieg wollen wir Gui und Marco Wölfli einen wunderbaren Abschied ermöglichen."
Autor: Gerardo SeoaneDer YB-Trainer zu einem möglichen Hoarau-Einsatz

118 Tore in 187 Spielen

Der 36-jährige Stürmer bestritt 187 Ernstkämpfe für die Berner und erzielte 118 Tore. Die Saison 2018/19 beendete er mit 24 Treffern als Torschützenkönig der Super League, zuvor war er in dieser Wertung viermal hintereinander Zweiter geworden.

Drei Meistertitel in Folge (2018-2020) feierte YB mit Hoarau. Der Publikumsliebling war auf und neben dem Platz eine prägende Figur. Dennoch wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert. Ein Faktor für diesen Entscheid dürfte die Verletzungsanfälligkeit von Hoarau gewesen sein. In der abgelaufenen Super-League-Saison kam er lediglich zu 17 Einsätzen (2 Tore).

Hoarau spricht erst nach dem Cupfinal

«Es ist hart, aber das ist Fussball. Ich möchte allen Danke sagen und später reden. Der Fokus gilt zuerst dem Final», kommentierte Hoarau auf Instagram. Er wünscht sich einen letzten und schönsten Tanz im YB-Trikot. Kommt es auch wirklich dazu?

Am 8. Juli schied Hoarau im Spiel gegen Thun unter Tränen mit einem Muskelfaserriss aus. «Er hat mittrainiert und hat sich kontinuierlich gesteigert. Neben dem Ziel Cupsieg wollen wir Gui und Marco Wölfli einen wunderbaren Abschied ermöglichen», sagte YB-Coach Gerardo Seoane. In Topform befinde sich Hoarau zwar nicht, er könne mit seinen Qualitäten gerade bei Standards jedoch wichtig werden.


https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... ht-zu-ende

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 11:39 
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Wem drückt er die Daumen?

Dario Zuffi ist in Bern und Basel eine Legende

Dario Zuffi scheiterte mit Winterthur im Cup-Halbfinal an Basel. Dennoch ist der Final YB gegen FCB für den Assistenztrainer was Besonderes. Sowohl in Bern wie in Basel ist der Papi von FCB-Star Luca eine Legende.

Dario Zuffi, auch als Assistenztrainer des FC Winterthur müssen Sie wohl zugeben, dass YB gegen Basel die beste Cupfinal-Affiche ist, welche die Schweiz im Moment zu bieten hat.
Dario Zuffi: Aus meiner Sicht ist das so, da wir ja leider im Halbfinal ausgeschieden sind. Aber die St. Galler, Zürcher oder Walliser sind da natürlich total anderer Meinung.

Sie sind sowohl bei YB wie auch beim FC Basel eine Legende. Bei wem liegen Ihre Sympathien?

Ich bin sicher, die alteingesessenen YB-Fans werden es mir verzeihen, dass ich dem FCB die Daumen drücke. Schlicht weil mein Sohn Luca beim FCB spielt.

Im internen Familienduell der Zuffis stehts bei der Anzahl Cup-Siege 2:2. Würde der allfällige Titel überhaupt zählen? Ihr Sohn muss ja für den Final verletzungsbedingt passen.

Auf seiner Visitenkarte dürfte er den allfälligen Cup-Sieg sicher notieren. Ob dieser aber auch in die interne Statistik aufgenommen wird, ist noch nicht entschieden (lacht). Falls nicht, wird er das verschmerzen können. Er hat ja hoffentlich noch ein paar Jahre Zeit, seine Statistik zu verbessern.

Sie auch.
Stimmt. Als Trainer habe ich noch keinen Titel geholt.

Ein Cup-Sieg dürfte nicht dieselbe Bedeutung haben, wenn man im Final nicht auf dem Platz steht.
Da müssen Sie andere fragen. Ich habe bei beiden gespielt – und auch bei den beiden, die ich verloren habe. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es von den Emotionen her nicht dasselbe ist.

Die Affiche dürfte dieses Jahr coronabedingt für alle weniger emotional sein. Können Sie sich den Final ohne Fans im Stadion überhaupt vorstellen?
Die Spieler werden die Fans vor allem vor und nach der Partie vermissen. Während des Spiels sind sie zu stark fokussiert. Aber wenn beim Einlaufen schon tausende Fans im Stadion Stimmung machen, geht schon der Adrenalin-Spiegel hoch. Es ist schade, dass es dieses Jahr nicht so ist, aber wenigstens wird wieder gespielt.

Sie ziehen mit Winterthur lieber in den Final ein, wenn wieder Fans zugelassen sind?
Genau (lacht), verschieben wir es lieber. Nein, im Ernst: Es wäre natürlich schon sensationell gewesen mit Winterthur im Cup-Final zu stehen.

Beim FC Basel herrscht in der Führungsetage länger schon Unruhe. Wirkt sich das auf die Spieler aus?
Klar bekommt man alles mit. Aber Spieler und Staff können sich auch abschirmen. Ich bin mir sicher, dass die Unruhen kein Thema sind vor dem Sonntag, und die Basler voll fokussiert sein werden.

Gibts überhaupt Gründe, die für Basel sprechen?
Klar gibts die, auch wenn der Meister YB zuhause im Stade de Suisse natürlich der Favorit ist. Aber der FCB hat diese Saison in der Europa League gegen Getafe, Krasnodar oder Frankfurt gezeigt, dass ihm die Rolle des Aussenseiters liegt.

Ein Resultat-Tipp.
3:2 für Basel.

Und dann gibts wieder eine legendäre Party-Nacht in Basel?
Ich denke nicht. Das dürfte wegen Corona leider kaum möglich sein.

Was war für Sie beeindruckender, die Aufstiegsfeier mit dem FCB 1994 oder die Meister- und Cup-Feiern mit YB ein paar Jahre davor?
Keine Frage: Die Feier in Basel war gigantisch. Irgendwann am Morgen bin ich zuhause aufgetaucht. In Bern hat man unsere Erfolge damals irgendwie einfach zur Kenntnis genommen. Aber man hat zuletzt gesehen, dass die YB-Fans aufgeholt haben, die haben bei den Meistertiteln zuletzt richtig Party gemacht.

Noch immer gehören Sie dem letzten YB-Cupsieger-Team an. Irgendwie verrückt, oder?
Ja. 1987 ist schon lange her. Am Sonntag können wir abgelöst werden.

Haben Sie Angst, Sie würden dann den Legendenstatus verlieren?
Nein, überhaupt nicht. Es werden immer neue Stars und neue Legenden kommen. Und um die alten wirds immer ruhiger. Das passt für mich so sehr gut.

Letzte Frage: Welches Shirt hat Ihnen eigentlich besser gestanden. Das Gelb-Schwarze oder das Rot-Blaue?
(Lacht) Mir gefiel immer jenes, welches ich gerade trug. Heute steht mir das Rot-Weisse vom FC Winterthur klar am besten.


Persönlich

Dario Zuffi (55) kennt sowohl YB als auch den FCB bestens. Für die Berner spielte er von 1985 bis 1991, für die Basler von 1993 bis 1998. Und auch in Sachen Cup ist der Winterthurer ein Experte. Gleich in drei Finals war er Torschütze: 1987 beim Cupsieg mit YB, 1991 bei der Niederlage mit YB und 1992 bei der Pleite mit Lugano. Zudem gewann er 1993 mit den Tessinern den Cup. Mit dem FCB stand er nie im Endspiel, 1994 verlor er den Halbfinal gegen Schaffhausen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 66395.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 13:51 
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YB: Kommt es zur grossen Hoarau-Abschiedsshow?

YB kann sich heute im Cupfinal gegen den FC Basel das erste Double seit 1958 sichern. Kommt es zur grossen Abschiedsshow von Guillaume Hoarau?

Das Wichtigste in Kürze

- YB spielt heute Sonntag um 17.30 Uhr im Cupfinal gegen den FC Basel.
- Es wäre die letzte Möglichkeit für Guillaume Hoarau in Gelb-Schwarz zu spielen.
- Der Stürmer ist bisher allerdings noch fraglich gemeldet.

Die Corona-Pandemie stellt den Fussball seit Monaten auf den Kopf. Nach einem langen Unterbruch durften zuerst gar keine Fans ins Stadion. Zuletzt waren immerhin 1000 Zuschauer erlaubt.

Im heutigen Cupfinal zwischen YB und dem FC Basel (17.30 Uhr) müssen die Teams aber wieder ohne Fan-Unterstützung auskommen. Für zwei Berner Club-Legenden ein dürftiger Abschied nach vielen erfolgreichen Jahren in der Bundesstadt.

Marco Wölfli wird zum letzten Mal im Aufgebot der Berner stehen. Der 38-Jährige dürfte sich aber hinter Stammgoalie David von Ballmoos einreihen müssen, der wieder fit ist.

Spielt Guillaume Hoarau nochmal für YB?

Und auch hinter einem Einsatz von Guillaume Hoarau steht ein dickes Fragezeichen. Der Franzose ist nach seiner Verletzung zwar zurück im Team-Training. Doch YB meldet den Knipser vor seiner letzten Einsatzmöglichkeit als «fraglich».

Sollte es doch noch für einen Platz im Kader reichen, lebt der Fan-Traum weiter. Schiesst Guillaume Hoarau in seinem letzten Spiel YB noch mal zu einem Titel? Es wäre die Krönung einer sowieso schon unglaublichen Liebesbeziehung zwischen dem Stürmer und dem Club.

Sein bisher letztes Spiel für Gelb-Schwarz bestritt Hoarau am 8. Juli beim 4:0 gegen Thun. Dort verliess er den Platz nach einer halben Stunde verletzt – und unter Tränen. Es wäre kein würdiger letzter Auftritt für den fünffachen französischen Nati-Spieler.

Abschieds-Galas wegen Corona verschoben

118 Tore erzielte Hoarau in 187 Spielen für YB. Der 36-Jährige holt mit den Bernern drei Meistertitel und schiesst sie erstmals in die Champions League. Ende August läuft sein Vertrag nach sechs Jahren aus – und wird nicht verlängert.

So oder so: Auf beide Vereins-Legenden wartet ein gebührender Abschied. Marco Wölfli wird ein Abschiedsspiel im Wankdorf erhalten. Und auch Guillaume Hoarau will man in Bern in einem würdigen Rahmen «Adieu» sagen. Beide Ehrungen wurden aber wegen Corona auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ko ... w-65771022

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 13:54 
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Der Cupfinal als Abschiedsspiel:

Vier Abschiede unter verschiedenen Vorzeichen

YB verabschiedet zwei Clublegenden. Bei Basel müssen mit Koller und Van Wolfswinkel ebenfalls zwei Akteur gehen. Zufrieden sind Letztgenannte aber nicht.

Darum gehts:

- Am Sonntagabend spielen der FC Basel gegen die Young Boys um den Cupsieg.
- Es wird das letzte Spiel von mehreren Akteuren sein.
- Bei YB ist man darauf bedacht, Wölfli und Hoarau einen würdigen Abschied zu geben.
- Ob der FCB dies auch mit seinen beiden Abgängern tun will, ist unklar.
- Koller und Van Wolfswinkel sind beide nicht zufrieden über das Ende ihres Engagements in Basel.

Bereits 1999 wechselte Marco Wölfli zu den Berner Young Boys. Vieles hat sich seither verändert. Doch eine Konstante gab es immer. Marco Wölfli spielte mit Ausnahme von einer Leihe zum FC Thun immer für die Berner. Und im Cupfinal am Sonntag wird er seinen letzten Auftritt in Gelb-Schwarz geben. Mit 38 Jahren beendet er nämlich seine Karriere. Ob er ein letztes Mal zum Einsatz kommt, ist jedoch fraglich – seit der Saison 2013/14 stehen ihm andere vor der Sonne.

Einen würdigen Abschied hat er trotzdem bekommen. Beim letzten Meisterschaftsspiel gegen St. Gallen wurde er bei seiner vorzeitigen Auswechslung schon gefeiert, bekam Blumen und durfte nach Abpfiff den Meisterpokal in die Höhe stemmen. Es war sein dritter Titel.

Auch Hoarau verlässt YB

Wölfli ist jedoch nicht der einzige Fussballer, der YB nach dem Cupfinal verlässt. So wird mit Guillaume Hoarau eine weitere Clubstütze den Meister verlassen. Der Franzose kam 2014 nach Bern und wurde schnell zu einer wichtigen Figur. Auf dem Feld wegen seiner Tore und daneben wegen seiner Leaderqualitäten.

Trotzdem wurde der Vertrag nicht verlängert, obwohl der 36-Jährige gerne in Bern geblieben wäre. Aber er ist teuer – und verletzungsanfällig. Zuletzt musste er wegen einer Wadenverletzung pausieren. Auch sein Einsatz im Cupfinal ist fraglich. Einen würdigen Abschied wird der Franzose trotzdem erhalten. Er soll «zu einem späteren Zeitpunkt vor hoffentlich vielen Zuschauern» verabschiedet werden, wie der Verein vor ein paar Tagen mitteilte.

Andere Vorzeichen in Basel

Ganz anders werden die beiden Basler, für die der Cupfinal der letzte Auftritt ist, den Club verlassen. Trainer Marcel Koller und Stürmer Ricky van Wolfswinkel haben kein gutes Verhältnis mehr mit der Clubleitung. Der baldige Ex-Trainer kritisierte an einer Pressekonferenz, dass die Verpflichtung seines Nachfolgers Ciriaco Sforza bereits vor dem Cupfinal offiziell wurde. «Man müsste uns einen Orden verleihen für alles, was wir ertragen und aushalten mussten», sagte er. Und: Man hätte auch noch eine Woche warten können. Ob Koller nach diesen Aussagen noch einen Blumenstrauss vom Verein bekommt, ist fraglich.

Auch Ricky van Wolfswinkel ist mit seinem Abschied nicht sonderlich zufrieden. Auf Instagram verkündete er den Abschied gleich selbst – bevor es der Verein tat. Als traurige Nachricht bezeichnet er das Ende seines Engagements bei Rot-Blau. Zudem sollen die Verhandlungen über einen neuen Vertrag bereits fortgeschritten gewesen sein, bevor sich die Vereinsleitung umentschied.

Zum ersten Mal im Cupfinal gegeneinander

Unter diesen Vorzeichen und mit dem ganzen Chaos um die Vereinsleitung des FCB droht das Spiel in den Hintergrund zu rücken. Doch die Affiche ist alles andere als unspannend. Schliesslich treffen zum ersten Mal die Basler und Berner in einem Cupfinal aufeinander. Meister gegen Titelverteidiger. Ehemaliger gegen aktuellen Dominator des Schweizer Fussballs. Zwei der vier Direktduelle der Saison konnte der FCB gewinnen, eines ging unentschieden aus. Im wichtigsten wollen die Berner die Serie wieder ausgleichen.


https://www.20min.ch/story/vier-abschie ... 8897086472

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 14:00 
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Hopp YB!


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 21:31 
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Das meint BLICK

Warum YB den FCB abgehängt hat

Beim FC Basel probieren sich viele Hilfsköche. In Bern derweil gibts einen überragenden Chefkoch, meint BLICK-Fussball-Chef Andreas Böni.

Als Christoph Spycher 2016 als YB-Sportchef unterschrieb, war dies das Verderben des FC Basel. Plötzlich herrschte Ruhe bei den Bernern. Spycher war so clever, sich die Macht zu sichern. Auszuhandeln, dass er nur gegenüber den Investoren Rechenschaft ablegen muss. Das Resultat: Drei Meistertitel in Serie.

Beim FCB waren seither Marco Streller und Ruedi Zbinden am Ruder. Beide bekamen weder Budgetverantwortlichkeit noch wirkliche Entscheidungskompetenz. Es endete im Chaos und mit Rücktritten.

Der eine wollte Trainer Marcel Koller entlassen und wurde am Schluss im Regen stehen gelassen. Der andere legte Alex Frei einen Vertrag hin, ohne dass Präsident Bernhard Burgener es wusste.

Gemeinsam haben beide Fälle, dass der Basel-Besitzer keinem richtiges Vertrauen schenkte. Und klar ist, dass er operativ eine grössere Rolle als die YB-Besitzer spielt.

Es ist sein Recht. Trotzdem wird das Chaos kaum kleiner, wenn der FCB wie erwartet auf eine Transferkommission statt einen Sportchef setzt. Wenn mit Burgener, CEO Heri, Trainer Sforza, Nachwuchs-Chef van Lierop, Scout Zbinden, Strategie-Chef Stähelin und Einflüsterer Odermatt viele Köche am Brei arbeiten.

Anders gesagt: Bei YB hat es einen überragenden Chef-Koch, beim FCB probieren sich viele Hilfsköche.

So kanns passieren, dass YB einen Cupfinal verliert. Aber der Meister-Titel könnte jahrelang nach Bern gehen.


So darf der Cupsieg gefeiert werden

Auch beim Cupfinal ist dieses Jahr alles anders. Feierlichkeiten? Gibts aufgrund der Corona-Restriktionen nur sehr beschränkt. Der Cupsieger hat einzig die paar Minuten nach Spielende Zeit, auf dem Rasen ausgelassen zu jubeln. Mehr liegt nicht drin. Die Stadt Bern vermeldet: Sollte YB den Titel gewinnen, werde die Mannschaft nicht in der Stadt erscheinen – um grössere Menschenansammlungen zu vermeiden. Überhaupt appelliert die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie an die Eigenverantwortung der Bevölkerung, die Distanzen und Hygieneregeln einzuhalten und «in kleineren Gruppen, verteilt auf die Stadt, das Spiel zu geniessen».

Auf Ereignisse wie am 31. Juli, als Fans den YB-Meistertitel feierten, sei man jetzt vorbereitet: «Sollte es in der Innenstadt wieder zu Menschenansammlungen kommen, namentlich in der Aarbergergasse, hat die Stadt Bern die Kantonspolizei Bern beauftragt, den Zugang erneut zu regulieren.»

Berner Gastgewerbebetriebe dürfen, wie schon während der Meisterschaft, den Cupfinal auf Bildschirmen auf bewilligten Aussenbestuhlungsflächen zeigen – «unter Einhaltung der notwenigen Schutzkonzepte» versteht sich. Es ist der einzige Weg für Fussballfans, die Partie in der Öffentlichkeit gemeinsam zu schauen. Aufgrund der Bestimmungen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) wurden keine Tickets öffentlich verost.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 68293.html

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