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 Beitrag Verfasst: Montag 24. März 2014, 15:29 
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Die Noten zum Spiel YB gegen GC

Beim 0:4 gegen GC agierten einige Akteure der Young Boys ungenügend.

Yvon Mvogo: Note 3
Lange Zeit sicher, bei den ersten zwei Gegentoren absolut chancenlos. Grober Schnitzer aber dann erneut beim 3:0 von GC.

Scott Sutter: Note 4
Relativ solide Vorstellung des Rechtsverteidigers, nach vorne aus dem Spiel heraus aber wirkungslos. Nach einem Corner vergab er eine gute Chance.

Milan Vilotic: Note 3
Robust und lange Zeit mit einer guten Leistung. Und als man bereits das Gefühl bekam, der Winterpausenzugang würde es diesmal schaffen, ohne schweren Fehler zu bleiben, liess er sich beim 4:0 von Anatole Ngamukol austanzen wie ein Amateurspieler

Steve von Bergen: Note 4,5
YB hat vier Gegentore kassiert, und doch überzeugte der Abwehrchef über weite Strecken. Er klärte einige brenzlige Szenen und war auf der Höhe des Geschehens.

Christoph Spycher: Note 4,5
Der Captain stand erstmals im Jahr 2014 in der Startformation. Spycher war gewohnt ballsicher, er leistete sich kaum einen Abspielfehler und überzeugte als Linksverteidiger weitgehend.

Leonardo Bertone: Note 3
Er vermochte im zentralen Mittelfeld gegen die aufsässigen GC-Akteure Amir Abrashi, Toko und vor allem Veroljub Salatic wenig auszurichten. Und: Bertone sah beim 1:0 von GC nicht gut aus, als Torschütze Caio bei einem Eckball völlig unbedrängt zum Kopfball ansetzen durfte.

Milan Gajic: Note 3,5
In Abwesenheit des gesperrten Moreno Costanzo hätte er den Aufbau ordnen sollen. Gajic schlug ein paar gute Pässe, hatte ein paar nette Szenen, aber er tauchte nach der Pause auch ab. Und seine Freistösse und Eckbälle waren sehr schwach.

Gonzalo Zarate: Note 2
Der Techniker tat sich auf dem schwer bespielbaren Rasen enorm schwer – und fiel eigentlich nur auf, wenn er hinfiel, obwohl er kaum berührt wurde. Seine Spielweise war ein Ärgernis.

Josef Martinez: Note 4,5
Er war der gefährlichste YB-Akteur, oft und schnell unterwegs. Ihm traute man es am ehesten zu, selbst in personeller Unterzahl ein Tor für YB zu erzielen. Martinez scheiterte beim Stand von 0:0 mit einem herrlichen Schlenzer am glänzend reagierenden GC-Goalie Roman Bürki, der seinen Abspielfehler korrigierte.

Renato Steffen: Note 2,5
Wurde vor der Pause zweimal verwarnt. YB monierte, die Verwarnungen seien zu streng. Steffen aber verhielt sich ungeschickt, selbst wenn der Schiedsrichter wenig Fingerspitzengefühl zeigte.

Michael Frey: Note 3
Rieb sich als einziger Stürmer im 4-2-3-1-System auf, kam selten an den Ball. Die Gelb-Rote Karte kurz vor Schluss war zu hart.

Raphael Nuzzolo (76.Minute für Sutter), Samuel Afum (76.Minute für Zarate) und Yuya Kubo (87.Minute für Martinez) waren zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.

6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26579366

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. März 2014, 00:10 
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Forte kommt zur Vernunft und sagt Sorry

«Hätte besser kalt geduscht!»

Der Tag nach dem 0:4 gegen GC und dem grossen YB-Gejammer. Uli Forte ist reuig: «Wir hätten nicht so auf den Schiri losgehen dürfen!»

Uli Forte, ist der grosse Ärger auf die Schiris verraucht?
Uli Forte: Ja. Wir haben heute eine Analyse gemacht und auch unsere eigenen Verfehlungen angesprochen.

Welche meinen Sie?
Die eine oder andere Aktion hätten Fredy Bickel und ich unterlassen müssen. Wir hätten nicht direkt nach dem Spiel zu den Schiedsrichtern aufs Feld gehen dürfen. Ich wäre besser direkt in die Kabine gegangen und hätte kalt geduscht...

Sie sind immer noch der Meinung, dass Schiedsrichter Adrien Jaccottet alles falsch gemacht hat?
Wegen ihm haben wir das Spiel nicht verloren. Das muss ich klar festhalten. Ich habe Renato Steffen und Michi Frey gesagt, dass sie in den Szenen, die zu Gelbrot führten, hätten wegstehen müssen. Da hätten sie cool bleiben müssen. Man hätte den Schiedsrichter gar nicht erst in Versuchung führen dürfen Gelb zu zeigen. Nun haben die beiden Lehrgeld bezahlt.

Und ihre Worte? Sie haben nach dem Spiel gesagt, sie würden der Mannschaft null Vorwürfe machen. Damit liefern Sie ihren Spielern doch Alibis ohne Ende.
Das war der Trainerinstinkt, nachdem wir bittere Entscheide haben hinnehmen müssen. Das ist meine DNA, mein Naturell, mich schützend vor die Spieler zu stellen. Auch ich habe das in der Hitze des Gefechts, in den Emotionen gesagt. Am Montag sah alles anders aus.

Eine Leistungskultur fördert man damit nicht.
Intern haben wir alles deutlich angesprochen. Aber wie gesagt: In den Emotionen habe ich mich falsch ausgedrückt, dazu stehe ich. Wir dürfen uns auf keinen Fall hinter den Schiedsrichtern verstecken.

Haben Sie sich bei den Schiedsrichtern entschuldigt?
Sie haben nach dem Spiel bei uns in der Champions Lounge gegessen, auch Ausbildungschef Markus Nobs war da. Wir hatten ein gutes Gespräch und sind im Frieden auseinandergegangen.

Zu denken geben muss ihnen insbesondere der horrende Gegentorschnitt in der Rückrunde: Fast 2,4 Treffer pro Match!
Da gilt es den Hebel anzusetzen. Trainieren, Besprechen – und die richtige Aufstellung machen.

Die Meisterschaft ist für YB nun endgültig gelaufen?
Wir haben nie vom Titel gesprochen. Also müssen wir das jetzt auch nicht tun.

Aber selbst das Minimalziel Europa League ist nun in Gefahr.
Wir sind immer noch voll im Rennen, müssen unsere Leistungen aber stabilisieren.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 51673.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. März 2014, 09:58 
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Fortes Einsicht nach der Schiedsrichterkritik

Trainer Uli Forte räumt ein, dass YB nach der 0:4-Niederlage gegen GC am Sonntag zu heftig reagierte.

Und schuldig sind immer die anderen. Diesen Eindruck erhält man zuweilen, wenn die Young Boys Ursachenforschung betreiben, warum sie den Ansprüchen hinterherhecheln. Klar, sie haben viele Verletzte, das ist bitter. Und ja, sie hatten am Sonntag beim 0:4 gegen GC erneut Pech mit Entscheidungen des Referees. Doch wer in der Rückrunde in acht Partien – bei einem deutlich negativen Torverhältnis (13:19 !) – nur zehn Punkte holt, sollte die eigene Leistung in den Mittelpunkt der Analysen stellen. Und sich nicht hinter Ausreden verstecken.

Uli Forte zeigt sich am Montag einsichtig. «Wir haben nach dem Spiel gegen GC zu emotional reagiert», sagt der YB-Trainer. «Wir hätten nicht nur den Schiedsrichter kritisieren sollen.» Er habe sich nicht richtig verhalten, räumt Forte ein. «Wir waren halt alle sehr sauer. Aber vielleicht hätten wir uns sofort in die Garderobe zurückziehen und erst danach Stellung nehmen sollen.»

Lehrgeld bezahlt

So hinterliess YB mal wieder den Eindruck des weinerlichen Verlierers. Diese Mentalität ist heikel, zumal die Spielleiter zwar ein GC-Abseitstor zum 2:0 übersahen, bei den Gelb-Roten Karten gegen die jungen Renato Steffen und Michael Frey aber nicht komplett danebenlagen. Bei der 2:3-Niederlage in Basel war YB vor wenigen Wochen viel stärker benachteiligt worden. «Am Montag haben wir nur unsere Fehler analysiert», sagt Forte. «Wir waren nicht clever genug. Steffen und Frey bezahlten Lehrgeld, zumal sie schon verwarnt worden waren.» Wobei er bei seiner Meinung bleibe, dass letzte Ermahnungen gereicht hätten. «Es waren ja keine groben Unsportlichkeiten.»

Uli Forte ist bewusst, dass YB nach nur einem Punkt aus vier Partien schleunigst aus dem Tief kommen muss. «Noch sind zehn Spiele zu bestreiten», sagt er, «und unser Ziel war immer, den Europacup zu erreichen.» Weil auch Leader Basel in der Liga schwächelt und nach 26 Runden bereits 13 Unentschieden totalisiert, ist selbst Rang 1 für den Dritten YB nur acht Punkte entfernt.

An Baustellen jedoch mangelt es in Fortes Ensemble nicht. Die Young Boys kämpften zwar gegen GC beherzt, doch sie wirkten erneut wenig zwingend, der gegnerische Goalie Roman Bürki musste nur eine starke Parade zeigen, wobei er die Chance von Josef Martinez mit einem bösen Fehler gleich selber eingeleitet hatte.

Schwache Standards

Die Freistösse und Eckbälle von YB sind ungenügend, wobei die Berner gegen GC immerhin einen hübschen Cornertrick präsentierten. «Da muss mehr kommen, das ist schwach», sagt Forte. «Wir haben es mit vielen Schützen probiert. Aber der Ball fliegt oft nicht einmal in die Gefahrenzone.»

In der Rückrunde wirken die Young Boys zudem erstaunlich fragil. Winterpausenzugang Milan Vilotic patzt fast wöchentlich, der junge Goalie Yvon Mvogo hat ein paar haltbare Tore kassiert, «aber es sind meistens Gegentreffer, wenn die Partie entschieden ist», sagt Forte. Oft reüssierte der YB-Gegner zuletzt nach Eckbällen und Freistössen, wie GC beim 1:0 durch Caio. «Uns fehlen ein paar Zentimeter bei Kopfballduellen», sagt Forte, «dennoch müssen wir das besser machen. Und wir dürfen nicht in jeder Partie eine Rote Karte erhalten.»

Es gelte jetzt, am Samstag in Aarau eine Reaktion zu zeigen. Schliesslich muss das Publikum zurückerobert werden. Gegen GC wurde als Zuschauerzahl – trotz toller Affiche – bloss rund 16'000 angegeben.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16380840

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. März 2014, 12:07 
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 Beitrag Verfasst: Samstag 29. März 2014, 09:14 
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Adrien Jaccottet und die Fussballer

Wenn ein Schiedsrichter schlecht schläft

Am Sonntagabend fuhr Adrien Jaccottet mit dem Auto heim nach Basel. Er war in Bern gewesen, um zu arbeiten. Er wusch die Arbeitskleidung und schrieb einen Rapport, wie immer. Es war kein guter Tag gewesen, er hatte etwas übersehen, das machte ihm zu schaffen. Er fragte seine Frau, was sie so gemacht habe den ganzen Tag, und war froh, etwas Ablenkung zu haben. Er ging viel zu spät ins Bett und schlief schlecht.

Adrien Jaccottet, 30 Jahre alt, ist Fussballschiedsrichter, und was er übersah, war ein Regelverstoss, ein Offside. Es passierte beim zweiten Tor der Grasshoppers im Match gegen die Young Boys am Sonntag. Am Schluss verloren die Berner 0:4 und die Nerven. Fredy Bickel, der Sportchef, und Uli Forte, der Trainer, waren nahe dran, sich zu vergessen. Jaccottet hatte die YB-Spieler Steffen und Frey mit gelb-roten Karten des Feldes verwiesen. Sie hatten ihm mit ihrem ungeschickten Verhalten keine Wahl gelassen.

Die YB-Verantwortlichen fühlten sich betrogen; sie sprachen mit Wut und Verbitterung in die Mikrofone. Und Frey, der Stürmer, sagte: «Der Schiri trug Blau-Weiss.» Frey meinte die Farben von GC. Es waren befremdende Szenen. Zwei gestandene Männer, Forte und Bickel, die sich wie Teenager benehmen. Ein Junge in Ausbildung, Frey, der den Grossen mimt. Emotionen ohne Filter. So geschieht das im Fussball, in diesem überhitzten Geschäft, in dem es um viel Geld und Ehre geht. Und dem Anschein nach fast um das Leben.

Espresso doppio, wenig Zeit

Jaccottet gilt als möglicher Nachfolger der ehemaligen Spitzenschiedsrichter Urs Meier und Massimo Busacca, die grosse internationale Spiele führten und ihrer Berufsgattung in der Schweiz Renommee verliehen. Ein Wochentag, ein Café in der Basler Altstadt, Espresso doppio und wenig Zeit. Es ist Papitag, die Frau arbeitet. Jaccottet ist gross und schlank, trägt ein Hemd und Jeans. Er wirkt unscheinbar. Unscheinbar möchte er auch als Schiedsrichter sein. Aber manchmal schafft er es nicht.

Das YB-Spiel war technisch und physisch kein schwieriges. Schwierig waren die Umstände. YB spielt schwach in der Rückrunde. Der Meistertitel ist kein Thema mehr. Frust und Nervosität sind gross, wie oft bei YB. «Die Spieler waren angespannt», sagt Jaccottet.

Am Montag und am Dienstag schlief er nicht besser. Er ging zur Arbeit. Er ist Anwalt und hat ein Teilzeitpensum im Rechtsdienst einer Privatbank. Die Stunden im Büro lenkten ihn ab. Und der «Blick» war gnädig am Montag, zielte auf die «Jammeri» von YB. Anonyme Briefe und Anrufe gab es diesmal nicht. Seit einiger Zeit ist die Nummer der jungen Familie Jaccottet nicht mehr im Telefonbuch zu finden.

Jaccottet war 16 Jahre alt und 3.-Liga-Spieler im FC Steinen Basel, als er erstmals ein Spiel von C-Junioren leitete. Er fand Gefallen an der Aufgabe, nahm schnell Stufe um Stufe. Im August 2010 wurde er erstmals für einen Match der Super League aufgeboten. Der FC Sion spielte in Luzern. In den Wochen zuvor hatte sich Christian Constantin, der Präsident der Walliser, über die ständige Benachteiligung durch die Schiedsrichter beklagt und eine CD mit strittigen Szenen an die Medien geschickt. Am Tag des Spiels erhielt Jaccottet eine SMS seiner Frau: «Kauf nicht den Blick». Jaccottet las die Zeitung und erfuhr, dass Constantin drohte, sein Team beim ersten Fehlentscheid vom Platz zu nehmen. Jaccottet dachte, er könne wenig verlieren. Er aberkannte Sitten ein Tor, die Walliser blieben auf dem Platz und gewannen 3:2.

Im Mai 2011 wurde Jaccottet Teil des letzten grossen Auftritts von Ricardo Cabanas. Der ehemalige Nationalspieler, damals dauerverletzt und Zuschauer, verfolgte ihn nach einem Spiel in die Katakomben und krähte: «Das isch GC, de Rekordmeischter, en Institution, läck du mir.» Die Szene ist wunderbar, hat Kultstatus. Aber sie ist auch ein Beispiel dafür, was ein junger Schiedsrichter in diesem Geschäft erdulden muss. Wie abfällig der Ton eines Spielers sein kann, wenn's hektisch wird.

Der beste Blick

Warum tut sich das jemand an? Warum will jemand auf diesem Niveau Schiedsrichter sein? Die Beschuldigungen, die Beleidigungen, die öffentlichen Blossstellungen. Die Belastung, oft der Sündenbock zu sein. Die Gewissheit, immer unter Beobachtung zu stehen. Jaccottet sagt, er sei der Zuschauer mit dem besten Blick und geniesse das sehr. Er möge die Arbeit im Team und die Anforderungen des Spitzensports.

Ja, aber will man nicht manchmal zurückgeben? Ist da keine Wut? Jaccottet sagt, dass, wer sauer ist, immer sauer auf den Arbiter ist, nicht auf ihn, auf Adrien Jaccottet als Privatperson. Doch ist das so klar zu trennen, wie Jaccottet glaubt – oder es sich wünscht?

Einmal merkt man, dass Jaccottet sich gerne wehren würde. Es geht um die Aussage mit Blau-Weiss. Jaccottet atmet tief durch, überlegt. Aber er sagt nichts. Er weiss: Ein falscher Satz ist Gift für die Arbeit in den kommenden Wochen. Für die Karriere. Wut verspüre er selten, sagt er. Aber manchmal sei er enttäuscht. Das Schlimmste sei der Vorwurf, er wolle ein Spiel kaputtmachen. Das Infragestellen der Unparteilichkeit, des höchsten Guts eines Schiedsrichters. Beim YB-Spiel hätte er sich gewünscht, dass ein Einziger die Grösse hätte, in die Kamera zu sagen: «Wir sind unzufrieden mit dem Schiri. Aber wir haben auch Fehler gemacht.»

Seit Januar 2012 ist Jaccottet Fifa-Schiedsrichter. Er pfeift regelmässig im Ausland, die Reisen dauern mindestens drei Tage. Die Aufgebote erhält er kurzfristig. Letzthin hat er wieder ein Familienfest verpasst. Die Frau unterstützt ihn, aber schwierig ist es manchmal trotzdem. Früher sang Jaccottet in einer A-cappella-Band und wollte Musik studieren. Wenn er heute einmal Zeit findet, die Geige aus dem Regal zu holen, liegt Staub auf ihr.


Die Situation der Schweizer Schiedsrichter hat sich leicht verbessert

sbr. ⋅ 2011 war der ehemalige Spitzenschiedsrichter Urs Meier müde geworden, ständig mehr Geld und bessere Strukturen zu fordern, und trat als Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter zurück. Mittlerweile hat sich die Lage leicht verbessert. Der Schweizerische Fussballverband SFV stellt seit Ende 2011 einen Hauptverantwortlichen für die Schiedsrichter (Vollpensum) und einen Ausbildungschef (50 Prozent). Dazu offeriert er den sieben Schiedsrichtern mit dem Label «Fifa» seit Januar 2012 eine Anstellung von 20 Prozent, wenn sie ihr Pensum im Hauptberuf reduzieren. Fünf Arbiter machen davon Gebrauch und erhalten jährlich 24 000 Franken.

Derzeit leiten elf Schiedsrichter Spiele in der Super League. Sie sind im Durchschnitt 36 Jahre alt. Für eine Partie erhalten sie am Wochenende 1150 Franken und während der Woche 1600 Franken, jeweils plus Spesen. Sie sind bei Krankheit oder Verletzung versichert.

Chef der Spitzenleute ist seit dem Abgang Meiers auf Mandatsbasis der ehemalige Unparteiische Carlo Bertolini. Derzeit fehlen in der Schweiz Schiedsrichter von Weltformat wie Meier (Rücktritt 2004) oder Massimo Busacca (Rücktritt 2011, seither Schiedsrichterchef der Fifa). Die Schweiz stellt nach der EM 2012 auch an der WM in Brasilien keinen Schiedsrichter, ist dabei aber in guter Gesellschaft mit Ländern wie Frankreich, Tschechien oder Russland.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18273067

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