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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. August 2012, 11:01 
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Flickwerk sucht Kontinuität

YB läuft mal wieder Form und Erfolg hinterher. Ein Hauptproblem ist die fehlende Konstanz im Verein. Und die Zusammensetzung des Teams ist äusserst heterogen.

Sieben Pflichtspiele hat YB in dieser Saison bestritten, die Bilanz ist mit zwei Siegen und drei Niederlagen negativ – und dabei spielte der Berner Klub bisher nur gegen schwächer eingestufte Mannschaften. Die Ernüchterung bei den Young Boys und in der Fangemeinde ist bereits spürbar, doch im Fussball kommt immer wieder die nächste Chance zur Korrektur. YB erhält übermorgen in Bern die Gelegenheit, die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel in Kalmar zu korrigieren – und doch noch die Playoff-Spiele zur Europa League zu erreichen. «Das ist für uns eine enorm wichtige Partie», sagt Captain Marco Wölfli. «Wir haben 2010 erlebt, wie positiv sich eine Teilnahme an den Gruppenspielen auswirken kann.»

Vor bald zwei Jahren erschütterte ja ein personelles Erdbeben die Young Boys, und seit dem Rauswurf des damaligen CEO Stefan Niedermaier ist der Klub auf der Suche nach Identität und Kontinuität. Dabei ist er vielen (teilweise unberechenbaren) Einflüssen ausgesetzt, Niedermaiers Nachfolger Ilja Kaenzig ist nicht immer zu beneiden. Dennoch müssen sich er und seine Mitstreiter am Erfolg in dieser Saison messen lassen. Das gilt auch für den neuen Trainer Martin Rueda, der keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung des aktuellen Kaders besass, aus der Vielzahl an Akteuren aber schleunigst eine Einheit formen muss.

Rueda pröbelt und sucht, er rotiert fleissig, was einerseits gut ist, weil sich die Fussballer in diesen strengen Wochen besser ausruhen können. Andererseits aber fehlen so wertvolle Automatismen, weil sich die Belegschaft nicht einspielen kann. Gerade in der Abwehr indes ist eine gewisse Konstanz entscheidend. «Es ist immer ein schmaler Grat, wenn man viel wechselt», sagt Rueda. «Aber eigentlich sollte es den Spielern entgegenkommen, wenn sie nicht alle drei Tage Vollgas geben müssen.» Der Trainer hat fast allen Akteuren Einsatzgelegenheiten gegeben, aber es wäre übertrieben, zu behaupten, die meisten hätten Eigenwerbung betrieben. YB scheint (in früheren Vereinen überzeugenden) Spielern oft Energie zu entziehen. Unruhe und Erwartungshaltung im Betrieb sind grösser als anderswo, und dazu passt, dass es zuletzt regelmässig Wechsel auf dem Trainerposten gab.

Wilde Zusammenstellung

Und so ist diese YB-Equipe in ihrer Zusammensetzung ein Flickwerk mit durchaus talentierten Einzelspielern. Es hat Akteure aus der Zeit des offensivfreudigen Trainers Vladimir Petkovic, der vor genau 15 Monaten entlassen wurde. Dazu kommen Spieler, die unter Ilja Kaenzig verpflichtet wurden, gute wie Alexander Farnerud, solide wie Alain Nef und bisher nicht überzeugende wie Michael Silberbauer. Vor allem aber hat Petkovic-Nachfolger und Rueda-Vorgänger Gross letzte Saison die YB-Besetzung geprägt, als ihm der rote Teppich ausgerollt wurde und der Coach mehr als das halbe Team austauschte. Gross durfte schalten und walten und Vorschläge der tüchtigen YB-Scoutingabteilung kühl ablehnen. Nun steht beispielsweise mit Freddy Mveng ein junger Spieler auf der Lohnliste, für den YB keine Verwendung mehr hat. Der damalige Xamaxien kostete im letzten Sommer beinahe eine Million Franken Ablösesumme.

YB würde jetzt eigentlich endlich Beständigkeit benötigen. Ein Ausscheiden gegen Kalmar und weitere Rückschläge in der Liga jedoch würden den sportlichen und finanziellen Druck im August noch erhöhen. Der Zuschauerschnitt von über 22000 aus der letzten, schon enttäuschenden Saison lässt sich mit weiteren mittelmässigen Auftritten bestimmt nicht halten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18497293

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. August 2012, 14:59 
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Nun steht beispielsweise mit Freddy Mveng ein junger Spieler auf der Lohnliste, für den YB keine Verwendung mehr hat. Der damalige Xamaxien kostete im letzten Sommer beinahe eine Million Franken Ablösesumme.

ist schon verrückt das man für einen spieler der gerade mal zwei spiele für yb innerhalb eines jahres bestritten hat, beinahe eine million ablöse zahlt!!! :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Samstag 11. August 2012, 11:31 
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11.08.2012

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Fallensteller und Grenzgänger

YB trifft in den Playoff-Spielen zur Europa League auf den dänischen Verein FC Midtjylland. Trainer Martin Ruedas List und Raúl Bobadillas Unbeherrschtheit sorgen für Gesprächsstoff.

Die Erleichterung bei YB ist am Tag nach dem 3:0-Heimsieg gegen Kalmar (Hinspiel 0:1) und dem Erreichen der Playoff-Spiele zur Europa League im Stade de Suisse spürbar. Die Sonne strahlt am Freitag passend zur Lage von oben, und drinnen in der President’s Lounge des Stadions sagt Martin Rueda: «Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie hat die heikle Aufgabe problemlos gelöst.» Besonders imponiert hat dem YB-Trainer die Reaktion seines Teams auf den verschossenen Elfmeter von Christoph Spycher in der 77.Minute. «Jeder dachte, das wäre das 3:0 und die Entscheidung», sagt Rueda, «und ich hatte Zweifel, ob die Spieler mit dem Fehlschuss umgehen können. Doch sie reagierten nicht verunsichert.» Seine Akteure hätten den Druck hoch gehalten, den Gegner zu Fehlern gezwungen und die Entscheidung gesucht – und bald gefunden.

«Eine lösbare Aufgabe»

Mit einer frechen List hatte der YB-Coach die Gäste aus Schweden irritiert. «Die Verantwortlichen von Kalmar haben sicher Schweizer Zeitungen angeschaut», sagt Rueda lachend, «und am Donnerstag gelesen, dass wir mit einem 4-4-2-System spielen wollen.» Genau das hatte der gerissene Fussballlehrer an der Pressekonferenz am Mittwoch angekündigt, um dann sein Personal wieder im 4-1-4-1-System zu formieren. «Wir haben in diesem System gute Leistungen gezeigt», sagt Fallensteller Rueda und ergänzt schmunzelnd: «Und Emmanuel Mayuka hat ja als zweiter Stürmer am Flügel gespielt.»

Des Trainers Verwirrplan war ein Puzzlestein auf dem Weg zum Gesamtbild, welches am Donnerstagabend jubelnde, feiernde, fröhliche YB-Akteure präsentierte. Als nächste und letzte Hürde vor der Europa-League-Gruppenphase stellt sich den Bernern nun der FC Midtjylland in den Weg – am 23.August auswärts und eine Woche später in Bern. Der dänische Klub ging erst 1999 aus dem Zusammenschluss von Herning Fremad und Ikast FS hervor, realisierte 2000 sofort den Aufstieg in die oberste nationale Spielklasse, wurde 2007 und 2008 zweimal Zweiter in Dänemark – und letzte Saison Dritter. Nach vier Spieltagen der neuen Spielzeit liegt der Verein erneut auf Rang 3. «Wir wissen natürlich noch nicht viel über diesen Gegner», sagt Martin Rueda. «Es werden enge Partien, aber es ist bestimmt eine lösbare Aufgabe.»

Nicht nur Ja-Sager

Es hätte tatsächlich schlimmer kommen können für das gesetzte YB. Möglich wären als Gegner auch die neuschwerreichen Russen von Anzhi Makhachkala (unter anderem mit Superstar Samuel Eto’o) oder Feyenoord Rotterdam gewesen. Nach einer Vorauslosung gab es am Freitagmittag noch fünf mögliche Kontrahenten: Dynamo Bukarest, Midtjylland, Sheriff Tiraspol, Breslau und Videoton aus Ungarn. Bereits da liess sich erahnen, dass der letzte Schritt Richtung Gruppenphase einfacher zu bewerkstelligen sein wird als im letzten Jahr, wo Braga (0:0 auswärts, 2:2 in Bern) in den Playoff-Spielen zur Europa League die Endstation bedeutete. Bereits morgen geht es für YB im Stade de Suisse gegen Zürich weiter. «Wir wollen den Schwung mitnehmen», sagt Rueda. Er ist froh, steht ihm Raúl Bobadilla, Torschütze zum 3:0 gegen Kalmar, endlich in der Liga zur Verfügung. «Bobadilla kann Spiele entscheiden, kann aber auch anstrengend und anspruchsvoll für einen Trainer sein», sagt Rueda. «Man muss ihm Freiheiten zugestehen.» Der impulsive, eigenwillige, oft egoistische Bobadilla ist ein Grenzgänger, zwischen 25 Toren und 10 Partien Sperre ist beim Argentinier das ganze Spektrum an Saisonbilanzen vorstellbar. «Es ist wichtig, nicht nur Ja-Sager im Team zu haben», sagt Rueda. «Bobadilla darf im Training mal ausflippen und die Hände verwerfen.» Am TV und im Internet waren zuletzt Aufnahmen zu sehen, die zeigten, dass der Stürmer vorgestern die Grenzen mal wieder überschritt, als er Richtung Kalmar-Goalie Etrit Berisha spuckte. «Ich habe mit ihm darüber gesprochen, die Sache ist für mich erledigt, er traf den Torhüter ja nicht», sagt Rueda.

YB braucht einen Bobadilla, der für positive Schlagzeilen sorgt – und möglicherweise bald auch als Penaltyschützen, nachdem Spycher und auch Moreno Costanzo in den letzten Monaten je zweimal aus elf Metern scheiterten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18277305

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. August 2012, 09:27 
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YB-Fanshop neu im Center

Kleiner, aber feiner: So lautet das Motto des neuen YB-Fanshops. Er ist neu in das Wankdorf-Center integriert, aber auch zugänglich, wenn dieses geschlossen ist.

Grosse Fenster, eine Theke in Fussballform und gelb-schwarze Wände zeichnen den neuen YB-Fanshop im Wankdorf-Center aus. Er ist zwar kleiner als sein Vorgänger an der Papiermühlestrasse, doch trotzdem erhofft sich Dominic Eichenberger von der Stade de Suisse AG, dass dieser Laden besser frequentiert wird. Denn neu ist er ans Einkaufszentrum angeschlossen. «Wir können vom Kundenfluss profitieren», sagte Eichenberger gestern an einer Medienorientierung im Beisein von Fussballlegende Stéphane Chapuisat.

Wenn abends oder sonntags Match ist, schliessen die Betreiber den Zugang zum Einkaufszentrum und öffnen die Glastüre zum Quartierplatz. Diese wurde extra eingebaut, damit die Fans auch dann T-Shirts und Bälle ergattern können, wenn der Rest des Zentrums geschlossen ist. Auf Emotionalität setzt die Stade de Suisse AG nicht nur beim Shopinterieur, sondern auch während der Eröffnungswoche: Es gibt jeweils signierte und limitierte Produkte zu kaufen. Heute etwa Caps mit der Unterschrift von Marco Wölfli, morgen Poloshirts signiert von Christoph Spycher.

Peter Baumgartner, Leiter Einkaufszentrum Wankdorf-Center, zog anlässlich des «verflixten siebten Jahres» Bilanz. Der Detailhandel habe es zurzeit generell schwer. Beim Wankdorf-Center komme dazu, dass von 2008 bis 2012 mit dem Westside, dem renovierten Shoppyland und dem Panorama-Center Thun die Verkaufsfläche im Einzugsgebiet des Wankdorf-Centers um etwa 65000 Quadratmeter zugenommen habe. Trotzdem und trotz der Grossbaustelle für den Wankdorfkreisel sei das Center gut gediehen. Nach einem guten Start habe das laufende Jahr im Frühling punkto Besucherfrequenz und Umsatz eine Talsohle erreicht. Nun gehe es wieder aufwärts.

Nebst dem am Montag eröffneten YB-Fanshop wird am 5.September das Modelabel New Yorker einziehen. Anlässlich des siebten Jahres seiner Existenz lanciert das Center die Kampagne «Unser Lachen, Ihr Gewinn». «Vieles ist heute auswechselbar. Was den Unterschied macht, sind die Menschen», ist Baumgartner überzeugt.

Im Rahmen eines Wettbewerbs können Kunden das freundlichste Team innerhalb des Einkaufszentrums erküren.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/17402710

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. August 2012, 09:45 
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Explosions-Gefahr!

YB leistet sich den Luxus eines 24-Mann-Kaders. Das schürt Eifersucht. Mit EMFahrer Michael Silberbauer soll der teuerste Tribünen-Stammgast verkauft werden.

Den Trip nach Kalmar hatte Silberbauer (31) nicht mitgemacht – überzählig! Diese Erniedrigung wollte man ihm bei der Reise in seine dänische Heimat nun ersparen. In Herning, wo für YB heute das Spiel gegen den FC Midtjylland ansteht (20.15 Uhr), ist er wenigstens wieder mit dabei.

Der defensive Mittelfeldspieler, der an der Euro 2012 im Kader der Dänen stand, ist frustriert: «Ich habe das Gefühl, diese Saison gut gespielt zu haben. Und doch sitze ich meist auf der Tribüne. Was soll ich dazu sagen? Ich kann nur mein Bestes geben.» Den Rest könne er nicht beeinflussen. «Wir wollen ihn abgeben, schnellstmöglich», sagt CEO Ilja Kaenzig. «Es gibt Kontakte nach Holland.»

Das Beispiel Silberbauer zeigt die Krux des grossen Kaders auf. Weil mit Josh Simpson nur einer langzeitverletzt ist, muss Trainer Martin Rueda jedes Mal vier Spieler auf die Tribüne setzen. «Das ist nicht angenehm, gehört aber zum Job», sagt der Coach. «Aber in unserer Situation brauchen wir ein grosses Kader.» Das sieht auch Kaenzig so. Aber nur, wenn die Hürde Midtjylland übersprungen wird. «Wenn man in drei Wettbewerben dabei ist, kann man das Kader rechtfertigen. Um aber bloss Fünfte zu werden, können wir auch abspecken.»

Schnell gehen könnte es auch im Fall Emmanuel Mayuka (21). «Wenn das Angebot stimmt, verkaufen wir ihn», sagt Ilja Kaenzig. Er bestätigt, dass es Interessenten für den Offensivspieler gibt. «Aber keine konkreten.» Mayuka ist allerdings nicht Tribünengast, sondern Stammkraft. «Die wirtschaftlichen Zwänge stehen vor sportlichen Überlegungen», sagt Kaenzig.

Interesse an Mayuka sollen die Queens Park Rangers (bieten angeblich gut 5 Mio. Fr.) sowie Lazio Rom und Pescara haben. Nach dem Afrika-Cup-Triumph wollte Kaenzig einen zweistelligen Millionenbetrag für den Sambier. Der Preis dürfte mittlerweile nicht mehr so heiss sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2012, 09:58 
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Der Druck auf die Young Boys steigt

Noch hat YB den Stürmer Emmanuel Mayuka nicht verkauft. Die Politik des Vereins wird derzeit von finanziellen Überlegungen geprägt.

YB ist ungenügend in die Saison gestartet, neun Punkte aus 7 Partien sind ein schlechtes Zwischenzeugnis. Ilja Kaenzig, der CEO, ist einer der wenigen im Betrieb, der nichts von Schönfärberei hält. Er sagt nach dem enttäuschenden 0:0 am Sonntag gegen Lausanne: «So reicht es nicht. Da muss von vielen Spielern mehr kommen. Wir finanzieren ein sehr teures Team, das es sich nicht leisten kann, im Mittelfeld der Liga rumzugurken.»

Gerade im offensiven Aufbau gibt es bei YB mehrere talentierte, starke Spieler wie Moreno Costanzo, Christian Schneuwly, Matias Vitkieviez und Raphael Nuzzolo, die torgefährlicher agieren und Torjäger Raul Bobadilla wirkungsvoller unterstützen müssen. Kaenzig und Trainer Martin Rueda erwarten von diesen Akteuren deutlich mehr.

Weniger Zuschauer

Bezüglich eines Auslandstransfers von Emmanuel Mayuka gab es derweil auch gestern bloss Gerüchte zu vernehmen. Der Stürmer musste zuletzt am Flügel agieren, was möglicherweise nicht seine beste Position ist. Mayuka gefällt es in Bern, aber natürlich träumt auch er von einem Engagement in einer grossen Liga wie der englischen Premier League. Und YB ist aus wirtschaftlichen Zwängen sehr daran interessiert, den Sambier noch bis Ende August für rund fünf Millionen Franken zu verkaufen. Nach der enorm teuren letzten Spielzeit müssen und wollen die Young Boys die Jahresrechnung ausgeglichen gestalten. «Deshalb ist es bitter, stehen wir so schlecht da», sagt Kaenzig. «So kommen nicht mehr Leute ins Stadion. Und wir sind in der Schweiz, wo die TV-Erträge klein sind, stark auf Zuschauereinnahmen angewiesen.» Bei immerhin 14'200 verkauften Jahreskarten beträgt der Besucherschnitt in dieser Saison knapp 19'000 (3500 weniger als letzte Saison). Diese (hohen) Zahlen beweisen, was möglich wäre, würde YB – wie vorgesehen – um den Titel spielen.

Liverpool, Napoli, Gladbach

Die aktuelle Ausbeute von 2 Siegen, 3 Remis und 2 Niederlagen in der Super League sei «sehr enttäuschend», sagt Ilja Kaenzig. Und: «Unter Trainer Christian Gross herrschte im Frühling bei einer ähnlichen Bilanz, als wir je 10 Siege, Unentschieden und Niederlagen hatten, beinahe Weltuntergangsstimmung. Und jetzt sind wir keinen Schritt weiter.» Man habe zwar ein breites Kader hingestellt, um mit der Mehrbelastung besser umgehen zu können, sagt Kaenzig. «Aber ich mache mir Sorgen, wenn wir nach Europa-Cup-Spielen so auftreten wie gegen Lausanne.»

Und so muss die Wundertüte YB in den nächsten Wochen das hohe Potenzial endlich konstant umsetzen. Denn es wartet wohl ein spannender, intensiver Herbst. Erreichen die Berner die Europa League, dürften sie bei der Gruppenauslosung am Freitag in Topf 3 liegen – falls sich in den Playoff-Spielen zu Champions- und Europa League keine Überraschungen ereignen. Es liegt eine schwierige Traumgruppe mit Liverpool, Napoli und Gladbach (würde nur in Topf 4 sein) drin – aber es könnten auch eher unattraktive Duelle mit Enschede, Metallist Charkow und AEL Limassol sein.Vorerst muss YB aber übermorgen – nach dem 3:0-Sieg in Dänemark letzte Woche – das Rückspiel gegen Midtjylland bestreiten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28938341

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2012, 12:01 
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Stadtregierung fehlte beim ersten YB-Fan-Symposium

Am ersten YB-Fan-Symposium nahmen am Montagabend 140 Personen teil – nur die Stadtregierung fehlte gänzlich.

Rund 140 Interessierte haben am Montag das erste Fan-Symposium im Stade de Suisse besucht. Klub- und Ligaverantwortliche, Fan-Vertreter und Polizei tauschten ihre Ansichten über Themen wie Sicherheit, Gewalt und Pyros aus.

Nichts wirklich Neues, aber eine breite Auslegeordnung

Auch ein Soziologe und ein Rechtsgelehrter waren mit von der Partie. Nur eine Spezie fehlte am Rednerpult: Der Exekutivpolitiker. Trotz Bemühungen von YB schaute kein Mitglied der Berner Stadtregierung vorbei; offenbar hatte niemand Zeit. «Ich musste aus terminlichen Gründen absagen», bestätigte Sicherheitsdirektor Reto Nause auf Telefon-Anfrage.

Immerhin sassen im Publikum 6 städtische und 14 kantonale Parlamentarier, ausserdem der bernische Justizdirektor Christoph Neuhaus. Sie bekamen nichts wirklich Neues zu hören, doch wurde ihnen eine breite Auslegeordnung zum Thema «Fans und Fan-Probleme» präsentiert.

Keine Kollektivstrafen

Jedes Wochenende fänden in der Schweiz Tausende Spiele statt, betonte Ligachef Claudius Schäfer. Die allermeisten verliefen friedlich, doch Medien und Politik beschäftigten sich - nicht zuletzt aus Eigeninteresse - vor allem mit den seltenen unliebsamen Zwischenfällen. Diese gebe es durchaus, auch wenn die Gewalt in den letzten vier Jahren nicht zugenommen habe. «Ja, es braucht gewisse Massnahmen», räumte Schäfer ein, «aber es braucht sicher kein Notrecht.»

«Wir wollen die Täter verfolgen, aber wir sind gegen Kollektivstrafen», betonte Christian Schöttli als Sicherheitsbeauftragter der Liga und erneuerte die Kritik der Swiss Football League an wenig hilfreichen Massnahmen wie der generellen Bewilligungspflicht und der Abschaffung der Transportpflicht. Die Liga wolle unter anderem die Fanarbeit fördern, besser kommunizieren, die Stadion-Infrastruktur modernisieren und die Vorgehensweisen der Klubs besser aufeinander abstimmen, rief Schöttli in Erinnerung. Ziel seien «friedliche Spiele mittels Kooperation».

Blättler: «Auf dem richtigen Weg»

«Wir sind auf dem richtigen Weg», stellte der Berner Polizeikommandant Stefan Blättler fest. Von den Klubs mitgetragene Massnahmen wie die konsequente Fan-Trennung hätten einen Rückgang der benötigten Polizeikräfte erwirkt. Die Rahmenbedingungen liessen sich weiter verbessern, wenn zum Beispiel die Bewilligungspflicht für Spiele eingeführt werde.

«Das ist nicht einfach eine Schikane», betonte Blättler. Sie helfe vielmehr der Polizei bei der Planung ihrer Einsätze. Heute wisse die Kapo oft nur aus der Presse, welcher der sieben bernischen Profi-Klubs wann spiele - und trotzdem werde erwartet, dass die Polizei überall die Sicherheit gewährleiste.

Etwas anders sah es Blättlers ehemaliger Kollege in Basel-Stadt, Markus Mohler. Der Jurist setzte Fragezeichen hinter die generelle Bewilligungspflicht und andere Bestimmungen der angestrebten Verschärfung des Konkordats. «Der Hooliganismus bewirkt rechtsetzende Akrobatik mit zweifelhaften Erfolgsaussichten und teilweise zweifelhafter Rechtsstaatlichkeit», sagte Mohler.

Verständnis für Pyros

Für Stimmung sorgten am Symposium - nebst Schriftsteller Pedro Lenz - sinnigerweise die Fans, die sich mit einem 20-minütigen Film in Szene setzten. Dabei kam auch ein Kernanliegen der Szene zum Ausdruck: Dass Gewalt und Pyros nicht in denselben Topf geworfen werden.

Das Abbrennen von Feuerwerk sei nur dann Gewalt, wenn die Pyros gezielt als Waffe eingesetzt würden, und das sei kaum je der Fall, betonte ein Fan. Doch Politik und Gesellschaft reagierten generell oft hilflos auf Fan-Phänomene, wurde in dem Kurzfilm kritisiert.

Wer wissen wolle, wie es im Fan-Sektor wirklich zugehe, solle doch einfach einmal hingehen, erklärte ein weiterer Fan - «gefährlich ist das nicht», dafür aber weit sinnvoller als immer nur «den Medien zu glauben».


http://www.derbund.ch/bern/kanton/Stadt ... y/23799858

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2012, 17:14 
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Ehemaliger Polizei-Kommandant zerpflückt das Hooligan-Konkordat

Der Kanton Bern wird bald das verschärfte Hooligan-Konkordat ratifizieren. Markus Mohler, Ex-Staatsanwalt und Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt, hat am YB-Fansymposium mehrere Artikel des Konkordats kritisiert.

Die Young Boys haben zum Fansymposium geladen. 140 Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien sind der Einladung in die Sky Lounge des Stade de Suisse gefolgt. Acht Referenten legten ihre Sicht auf die Themen Sicherheit, Gewalt und Pyro dar.

Einer der Referenten ist zwar Fan des FC-Basel. Trotzdem wurde sein Vortrag von den YB-Supportern unter den Gästen mit besonders warmem Applaus quittiert. Denn Markus Mohler stellte sich, obschon er ein Ex-Polizeikommandat und einstiger Staatsanwalt ist, quasi auf ihre Seite. Konkret kritisierte Markus Mohler das verschärfte Hooligan-Konkordat. Dieses wird bei Politikern und Behördenvertretern landauf, landab als Allerheilmittel gegen Gewalt und Hooliganismus gefeiert. Doch laut Markus Mohler trifft es in zentralen Punkten vor allem «unbescholtene Bürger», während die «wenigen Störer» ungeschoren davon kommen.

Die Tatsache, dass Mohler siebzig Jahre alt ist und einst Lehrbeauftragter für Polizeirecht an den Universitäten Basel und St.Gallen war, verleiht seinem Wort ein Gewicht, wie es ein Vertreter der Fans bei diesem emotional debattierten Thema nie erreichen könnte.

Bern entscheidet im März

Bisher hat erst der Kanton St.Gallen die Verschärfung des Hooligan-Konkordats ratifiziert (im April 2012). Doch weitere Kantone folgen so sicher wie Pyrofackeln an einer Fussball-Meisterfeier. Der grosse Rat des Kantons Bern entscheidet voraussichtlich im nächsten März.

Eingeführt worden war das Konkordat vor der Fussball-Euro 2008 in der Schweiz. Inhalt waren Massnahmen wie das Rayonverbot und die Hooligan-Datenbank. Nun sollen weitere Massnahmen dazu kommen.

Dazu gehört die Bewilligungspflicht für sämtliche Eishockey- und Fussballspiele der beiden obersten Ligen. Diese Massnahme wurde von Markus Mohler als unnötig klassifiziert.

Freiheit der Bürger in Gefahr

Oder auch das Kombiticket. Da sieht der Rechtsexperte gleich mehrere «rechtsstaatlich fragwürdige Punkte», wobei der «Eingriff in die Vertragsfreiheit der Sportclubs» noch relativ harmlos sei. Mit dem Kombiticket können die Behörden entscheiden, wie die Anhänger der Gastmannschaft ans Spiel anreisen sollen. «Nun muss ich als 70-jähriger FCB-Fan auf einmal gemeinsam mit allen anderen Fans ins Stade de Suisse anreisen», sagte Mohler. Da greife der Staat in die persönliche Freiheit seiner Bürger ein. «Gemäss unserer Verfassung wären solche Eingriffe aber nur dann erlaubt, wenn sie sich direkt gegen die Störer richten.» Der Konkordatstext indes unterscheide mit keinem Wort zwischen anständigen Fans und Störern. «Aus juristischer Sicht ist das fragwürdig.» Zudem zweifle er an, «ob es wirklich weniger Gewalt gibt, wenn alle Fans gleichzeitig beim Stadion ankommen».

Gewaltmonopol aufgehoben

Mit der Verschärfung des Hooligan-Konkordats dürften Matchbesucher beim Stadioneingang durch private Sicherheitsfirmen am ganzen Körper nach unerlaubten Gegenständen durchsucht werden. «Und dies ohne konkreten Verdacht», wie Markus Mohler betonte. «Aus der Sicht eines Grundrechtlers ist das kritisch – zumal gleich noch das Gewaltmonopol des Staates durchbrochen wird.»

Am Ende seines zwanzigminütigen Referats zog Mohler ein vernichtendes Fazit: «Der Hooliganismus bewirkt in der Schweiz eine Recht setzende Akrobatik.» Er betonte, Konkordatsrecht gehe dem kantonalen Recht vor. Für alle Fussball- und Eishockeyfans würde also nicht mehr das bestehende Polizeigesetz gelten, sondern das verschärfte Hooligan-Konkordat. «Diese Entwicklung hat eine zweifelhafte Aussicht auf Erfolg», sagte Mohler. Und ebenso zweifelhaft sei deren Vereinbarkeit mit dem Rechtsstaat.

Swiss Football League lobt YB

Am gestrigen Fansymposium im Stade de Suisse lobte der CEO der Swiss Football League (SFL) die YB-Verantwortlichen. «Beim Thema Sicherheit nimmt YB seit Jahren mit grossem Engagement die Leaderrolle in der Schweiz ein», sagte Claudius Schäfer. Stade-de-Suisse-CEO Illja Känzig gab ein Zitat seines Sicherheitschefs weiter: «Während YB-Heimspielen sind wir das grösste Jugendhaus des Kantons Bern.» Zwar decke sich die Sicht der YB-Verantwortlichen nicht immer mit derjenigen der Fans. «Doch wir setzen auf Dialog mit allen Partnern, also auch mit unseren Fans.»

Das Wort Dialog wurde von mehreren der acht Referenten erwähnt. Das Fansymposium war von YB und der Fanarbeit Bern sowie den Dachverbänden der YB-Fans organisiert worden. Auch Stefan Blättler, Kommandant der Kantonspolizei Bern, Ueli Mäder, Soziologe der Uni Basel, und YB-Fan-Vertreter sprachen zu den 140 Gästen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien. Dazwischen gabs Geschichten des Berner Schriftstellers Pedro Lenz.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/30727461

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. August 2012, 08:59 
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YB muss den nächsten Torgaranten ersetzen

Nach dem Verkauf von Emmanuel Mayuka an Premier-League-Aufsteiger Southampton ist bei YB die Suche nach einem Nachfolger im Gang. Der Transfer dürfte zwischen 3 und 4,5 Millionen Franken eingebracht haben.

«Alle Jahre wieder», ist der Beobachter versucht zu sagen. 2010 verlor YB wenige Tage nach dem entscheidenden Spiel um die Meisterschaft (0:2 gegen Basel) auch seinen besten Spieler Seydou Doumbia. 2011 mussten die Berner aus finanziellen Gründen im September Henri Bienvenu abgegeben und nun verlässt die Young Boys, wiederum aus wirtschaftlichen Gründen, der dritte afrikanische Topstürmer innerhalb von drei Jahren: Nach langem Hin und Her wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch klar, dass Emmanuel Mayuka nach England wechselt. Der 21-jährige Sambier unterschrieb beim FC Southampton einen Fünfjahresvertrag und könnte beim mit zwei Niederlagen in die Meisterschaft gestarteten Club bereits am Wochenende im Heimspiel gegen Manchester United zum Einsatz kommen. Mit dem Transfer zu den Südengländern, die im Sommer nach fünfjähriger Absenz wieder in die Premier League aufgestiegen sind, ist für den Stürmer der «Traum, in England zu spielen, endlich in Erfüllung gegangen». Und inwiefern profitiert YB?

Kaenzigs Pendenzenliste

Vor zwei Jahren, im Mai 2010, wurde Mayuka als Ersatz für Doumbia aus Israel geholt – die Young Boys überwiesen Maccabi Tel Aviv rund 1,6 Millionen Franken. Beachtet man den Erlös des Geschäfts, der nach Schätzungen von diversen Internetportalen zwischen 3 und 4,5 Millionen Franken variiert, hat YB an Mayuka eigentlich gut verdient – auch wenn sein Wert im Winter, als Mayuka am Afrika-Cup überzeugte und Torschützenkönig wurde, noch ein wenig höher war. Dass YB postwendend wieder investieren und einen Nachfolger für Mayuka suchen will, ist beschlossene Sache, die Verhandlungen laufen. «Seine Qualität wird uns fehlen», sagt Trainer Martin Rueda über den Abgang des besten YB-Torschützen aus der letzten Saison (13 Saisontreffer). Rueda hat seit seinem Amtsantritt im Sommer immer betont, gerne in einem System mit zwei Angreifern spielen zu wollen, und auch wenn er zuletzt Raúl Bobadilla als einzige Spitze auflaufen liess und Mayuka am Flügel zum Zug kam, so wünscht sich auch der Coach einen weiteren Stürmer. «Ich habe vom Verein die Zusage erhalten, dass im Falle eines Transfers von Mayuka ein Ersatz geholt wird», sagt Rueda. Offenbar habe YB bereits einen Spieler im Fokus, einen ausländischen Stürmer ausserhalb der Schweizer Super League, mehr wusste auch Rueda nicht.

Dass die Drähte in den letzten Tagen vor dem internationalen Transferschluss am 31.August bei YB heiss laufen werden, ist gewiss. Kaenzigs lange Pendenzenliste ist mit dem Verkauf von Mayuka, der Abgabe von Ammar Jemal an Ajaccio (Fr) sowie dem Wechsel von Matar Coly zum FC Biel zwar kürzer geworden, doch die finanziellen Vorgaben der Investoren verlangen, das noch immer üppige YB-Kader weiter zu verschlanken – ohne Qualitätseinbusse wohlgemerkt. Keine einfache Aufgabe für Kaenzig, dessen Ziel in den nächsten Tagen neben der Verpflichtung eines Stürmers auch ein Verkauf von Michael Silberbauer sein könnte. Ein Weggang des Dänen, im Team zuletzt nur Reservist, würde die Berner Lohnliste bestimmt erleichtern. Der erwartete Stürmer derweil muss nicht nur preiswert sein, sondern bei YB einen weiteren afrikanischen Torgaranten ersetzen – alle Jahre wieder, ist man versucht zu sagen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30348317

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2012/2013
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. August 2012, 09:04 
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Wieder ein Beytrison-Kunde weniger

Emmanuel Mayuka stürmt ab sofort für den FC Southampton. Der Sambier wird von Jean-Bernard Beytrison beraten, der zeitweise rund ein Dutzend YB-Spieler unter seinen Fittichen hatte.

Emmanuel Mayukas neuer Arbeitgeber ist im Süden von England beheimatet. Es ist der FC Southampton, der seit dieser Saison wieder in der Premier League spielt. «The Saints», die Heiligen, haben die beiden ersten Meisterschaftspartien verloren und sind einer der meistgenannten Abstiegskandidaten. Mayuka ist das egal. Wie so viele andere Fussballer träumte er schon länger davon, einmal in England sein Geld zu verdienen. «Für mich geht dieser Traum in Erfüllung», lässt er sich von seinem bisherigen Arbeitgeber, dem BSC Young Boys, zitieren. Southamptons Manager Nigel Adkins rühmt die Neuverpflichtung gegenüber Sf.tv in den höchsten Tönen: «Mayuka ist ein schneller Stürmer, der die Fans verzücken wird. Ich freue mich bereits auf den Moment, an dem er zum ersten Mal für uns jubeln wird.»

Für alle ein gutes Geschäft

Der 21-Jährige unterschrieb beim FC Southampton einen Vertrag bis 2017. Er wird dort etliches mehr verdienen als in Bern. Kein schlechtes Geschäft dürfte der Transfer auch für die Young Boys sein, die den Sambier vor zwei Jahren von Maccabi Tel Aviv erwarben. Sie hatten seit längerem kommuniziert, dass sie den Afrika-Cup-Sieger 2012 aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen würden, wenn das Angebot stimme. Herumgeboten wurde eine Summe von fünf bis sechs Millionen Franken. Eine Zahl, die jetzt, wo der Handel vollzogen wurde, niemand mehr kommentieren will.

Ein weiterer Profiteur ist Mayukas Berater Jean-Bernard Beytrison. Wie zuvor bei den Wechseln von Seydou Doumbia (zu ZSKA Moskau), Thierry Doubai (zu Udinese) und Henri Bienvenu (zu Fenerbahçe Istanbul) wird sich der in Genf lebende Mitinhaber der Universal Management SA ein Stück vom Millionentransfer abschneiden können.

Beytrisons Einfluss auf das YB-Innenleben, welches in der Endphase der Ära Niedermaier beträchtlich gewesen war, ist unterdessen praktisch gleich null. Nach dem Abgang von Mayuka gehören nur noch die U-21-Mitglieder Hassan Lingani und Youssouf Traore zu seinen Klienten. Das ist ganz im Sinne von Ilja Kaenzig, der sich von Anfang an auf ein anderes Netz von Spielervermittlern stützte. Der YB-CEO und sein Scoutingchef Ingo Winter führen dieser Tage etliche Gespräche mit Beratern, denn es gilt, bis spätestens am Freitagabend vor Mitternacht Ersatz für Mayuka aufzutreiben. Über die Herkunft des neuen Angreifers kann derzeit nur spekuliert werden. Eine Spur führt auf den Balkan, eine andere nach Griechenland.

YB-Trainer Martin Rueda war gestern zuversichtlich, dass der Klub bis zur Deadline für Spielertransfers mit Europacup-Teilnahmeberechtigung noch eine Neuverpflichtung annoncieren wird: «Die Vereinsführung hat mir die Zusage gegeben, Realersatz für Mayuka zu besorgen.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/13281895

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