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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 11:13 
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Das war ein sensationelles Spiel! :scarf:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 11:53 
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20min.ch, 02.12.2010

YB überwintert in Europa

Mit dem 4:2-Heimerfolg gegen ein B-Team des VfB Stuttgart sicherten sich die Berner Young Boys vorzeitig einen Platz in den Sechzehntelfinals der Europa League.

Im Stade de Suisse ging nach rund einer Stunde die Kunde um, dass sich im anderen Gruppenspiel Odense und Getafe mit einem Unentschieden getrennt hatten. In Bern stand es zu diesem Zeitpunkt in der mit 30 Minuten Verspätung begonnenen Partie 1:1, und die Young Boys hatten Gewissheit, dass sie mit einem Sieg das Weiterkommen perfekt machen würden.

Als Stuttgarts Sturm-Talent Sven Schipplock die Schwaben zwei Minuten nach seiner Einwechslung in Führung gebracht hatte (68.), rechneten alle mit einer von YB verpassten Chance. Doch mit einem Schlussspurt kämpften sich die Gelb-Schwarzen zurück. Für die Wende sorgten Scott Sutter - Georg Niedermeier lenkte bei seinem Ausgleich den Ball noch leicht ab - und der sambische Angreifer Emmanuel Mayuka mit einem Doppelpack. YB siegte damit in einer Partie, die wegen des Schneechaos mit einer halben Stunde Verspätung begonnen hatte.

YB wird die Gruppe H im 2. Rang beenden. Im Auswärtsspiel in Getafe vom Donnerstag, 16. Dezember, geht es faktisch um nichts mehr. Stuttgart wird Leader bleiben, Odense und Getafe werden ausscheiden. YB bekommt es im Frühjahr 2011 in den Sechzehntelfinals mit einem Europa-League-Gruppensieger oder einem Champions-League-Gruppendritten zu tun.

YB-Konkurrenten eliminierten sich gegenseitig

Im zweiten Spiel der Gruppe H eliminierten sich die beiden Konkurrenten der Young Boys um einen Platz in den Sechzehntelfinals gegenseitig. Odense und Getafe trennten sich 1:1 und sind damit beide vor der letzten Runden ausgeschieden.

Zu Beginn schien alles für Getafe zu laufen. Die Spanier, in zwei Wochen letzter Gegner der Young Boys, gingen nach 17 Minuten verdient in Führung. Pedro Rios war nach einem gefühlvollen Heber von Mané mit dem Kopf für die 1:0-Führung besorgt, die bis in die Nachspielzeit Bestand hatte.

Erst in den letzten 20 Minuten hatten die Dänen stärker aufgedreht. Der spanische Torhüter Oscar Ustari vermochte seine Mannschaft mit starken Paraden jedoch im Spiel behalten. In der 82. Minute wurde ein Treffer von Odense-Stürmer Henrik Toft wegen einem vorangegangenem Foul annulliert. Zwei Minuten vor Schluss der Nachspielzeit aber war Odenses Topskorer zur Stelle: Nach einem überlegten Rückpass von Peter Utaka schob Hans Henrik Andreasen den Ball mit Innenrist zum 1:1 in die offene rechte Ecke. Es war bereits der 13. Saisontreffer des Dänen, der schon gegen die Young Boys beim 2:0-Heimsieg zweimal getroffen hatte.

Neben YB noch fünf weitere Teams weiter

Neben den Young Boys haben sich gestern fünf weitere Teams vorzeitig das Ticket für die Sechzehntelfinals der Europa League gesichert. Überraschend bereits ausgeschieden ist Juventus Turin.

Die Berner setzten sich bei starkem Schneefall gegen den in der Gruppe H bereits qualifizierten VfB Stuttgart durch. Die Schwaben führten nach einem 0:1-Rückstand durch David Degen bis zur 78. Minute 2:1, ehe Scott Sutter und Doppeltorschütze Emmanuel Mayuka mit drei Treffern innert vier Minuten das Blatt noch wenden konnten. Dank dem 1:1 im Parallelspiel zwischen Odense und Getafe ist YB schon vor dem letzten Spiel bei Getafe für die Sechzehntelfinals qualifiziert.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/YB-ueberwintert-in-Europa-31292643

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 11:55 
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NZZ, 02.12.2010

Die Young Boys weiter europäisch

YB bezwingt in der Europa League den VfB Stuttgart 4:2

Dank dem Sieg im Schneegestöber hat sich YB Platz 2 in der Gruppe H der Europa League gesichert. Damit überwintern die Berner erstmals seit 1987/88 in einem europäischen Wettbewerb.

(bsn. Bern) Zum Glück gab es diese Schlachtenbummler, die in der Nähe des Stade de Suisse vor Spielbeginn den Namen Moreno Costanzos skandierten. Costanzo ist Fussballer, und so ahnte man, dass in Bern demnächst ein Fussballspiel stattfinden sollte – wiewohl die äusseren Umstände auf viel anderes hindeuteten. Auf ein Skirennen. Auf die Lauberhornabfahrt. Aber niemand rief den Namen Carlo Jankas, niemand.

YB - VfB Stuttgart. Ja, das geplante Europa-League-Spiel wurde angepfiffen am Mittwochabend, wenn auch mit einer halben Stunde Verspätung. Der Kunstrasen war schneebedeckt, obschon der Platzwart, Helfer und Helfershelfer den ganzen Tag lang Schnee geschippt hatten. Doch weil Frau Holle nicht minder ausdauernd war, entfaltete sich ein Match mit Comedy-Potenzial. Bald glitt der eine Spieler unkontrolliert über den Rasen, bald stolperte ein anderer über ein Schneehäufchen, bald guckte ein dritter verdutzt, als habe er eine Schneeballschlacht verloren. Der israelische Schiedsrichter war offensichtlich zum Schluss gekommen, ein Wettspiel unter diesen Umständen sei zumutbar. Eine Verschiebung auf Donnerstag wäre überdies von keinem Klub befürwortet worden, weil sowohl YB (gegen Basel) als auch der VfB (Hoffenheim) bereits am Samstag zu wichtigen Meisterschaftsspielen antreten müssen.

Anzeige:Die Stuttgarter, die schon vor Anpfiff für die nächste Europa-League-Runde qualifiziert waren, kaschierten lange kaum, welch kleine Priorität sie der Partie beimassen. Der Coach Keller setzte Spieler ein, die im VfB noch nicht (Bicakcic) oder nicht mehr (Elson) eine Rolle spielen. Die Berner trotzten dem Schneefall engagierter. Sie kombinierten erstaunlich gut, gelangten zu Chancen und hielten erst nach knapp einer halben Stunde inne, als motorisierte Heinzelmännchen um Einlass begehrten, um zu tun, was sie seit dem Morgen stets getan hatten: den Platz – insbesondere die Spielfeld-Markierungen – von Schnee befreien. Als die Schneeräumer gegangen waren, kam wieder YB, Degen traf sehenswert zum 1:0 (35.).

Nach der Pause machte es der VfB vorübergehend dem Schneefall gleich: Er wurde stärker. Zuerst profitierte Pogrebnjak von einem YB-Missverständnis und glich aus (48.), später erzielte der Joker-Nobody Schipplock das 2:1 (68.). Der Name des fast unbekannten Skorers mahnte die Berner daran, welch grosse Chance sich ihnen bot: mit Hilfe von Schnee und Zufall einen Bundesligaverein zu besiegen, der nicht partout drei Punkte anstrebte. Prompt kehrten Torhunger und Abschlussglück zurück: Sutter (78.) und Mayuka (81./82.) erzielten innert vier Minuten drei Tore zum 4:2. Damit sicherten sich die Berner schon vor der letzten Runde Gruppenrang 2 und – erstmals seit 1987/88 – europäisches Überwintern.

Costanzo war vergessen, Janka sowieso. Die YB-Fans besangen Mayuka, den Sambier, der vor anderthalb Wochen erst 20 Jahre alt geworden ist – und kürzlich in Bern erstmals Schnee gesehen hat.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/david_degen_bringt_bern_in_fuehrung_1.8532994.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 11:57 
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mayuka!!!!!

mir wärde no viu fröid ha a däm giu.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 13:09 
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stuttgarter-zeitung.de, 02.12.2010

Der VfB versinkt im Schneechaos

Bern - Fredi Bobic sieht aus wie ein begossener Pudel. Leise rieselt der Schnee, leise und unaufhörlich. Bobic wird nass. "Da kann man nichts machen. Die Zeiten sind eben ungemütlich", sagt der Manager des VfB Stuttgart. Zuvor hatte er miterleben müssen, wie seine Elf bei Young Boys Bern mit 2:4 verlor. "Die Jungs haben sich selbst um den Lohn gebracht", sagt Bobic. Dabei war das Ergebnis an diesem Abend aber sowieso Nebensache.

Denn wohl nur ganz selten in der Vereinsgeschichte hat ein internationales Pflichtspiel stattgefunden, das so bedeutungslos war wie jenes am Mittwochabend. Erstens war schon vor dem Anpfiff klar, dass der VfB in der Europa League überwintern würde und auch in der nächsten Runde im Februar noch im Rennen ist. Und zweitens gilt die Konzentration ohnehin dem Abstiegskampf in der Bundesliga, wo die Lage vor dem baden-würrtembergischen Derby am Samstag gegen Hoffenheim bedrohlich ist. "Das wird eine heiße Kiste", sagt Bobic, "wir brauchen die Punkte unbedingt."

Wenn die Partie in Bern angesichts dessen einen Sinn hatte, dann den, dass einige Reservisten die Gelegenheit erhielten, auf sich aufmerksam zu machen – speziell Zdravko Kuzmanovic, Pawel Pogrebnjak und Mauro Camoranesi. Die äußeren Umstände machten den Auftritt zwar zu einem Muster ohne große Aussagekraft. Das Fazit lautet aber dennoch, dass der zweikampfschwache Camoranesi trotz einiger gelungener Aktionen seine Chance nicht nutzte. Dagegen bemühten sich Kuzmanovic und Pogrebnjak zumindest.

Die Gewinner waren jedoch die Spieler, die der Trainer Jens Keller zur Schonung für Hoffenheim zu Hause gelassen hatte, etwa Cacau, Matthieu Delpierre und Christian Träsch. Sie saßen im Trockenen. Vor dem Fernseher dürften sie sich an einen alten Schlager von Roy Black erinnert gefühlt haben: "Ganz in Weiß". Starker Schneefall sorgte dafür, dass der Schiedsrichter Alon Yefet die Partie mit einer halbstündigen Verspätung anpfiff. Der Platz musste erst geräumt werden. Zudem steckten viele Fans noch im Stau.

Neben den Spielern in der Heimat gab es beim VfB aber auch noch einen Gewinner: Michael Meusch, den Zeugwart. In weiser Voraussicht hatte er Petroleum eingepackt. Damit bestrich er die Sohlen der Kickstiefel – und verhinderte, dass der Schnee haften blieb. So waren die Spieler wenigstens einigermaßen standfest.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2728786_0_9223_-2-4-in-bern-der-vfb-versinkt-im-schneechaos.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 13:12 
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Berner Zeitung, 02.12.2010

Der grosse Kampf gegen den Schnee

Das Spiel YB - Stuttgart hat wegen starkem Schneefall mit 30 Minuten Verspätung begonnen. Nur dank unermüdlichem Helfereinsatz fand die Partie statt.

Abgeklärt wirken die YB-Spieler, als sie wenige Minuten nach Abpfiff das 4:2 gegen Stuttgart analysieren. Dass sie mit dem Einzug in den Sechzehntelfinal der Europa League soeben einen riesigen Erfolg errungen haben, ist ihnen in diesem Moment kaum anzumerken. YB-Goalie Marco Wölfli freut sich wohl innerlich, als er sagt: «Es ist schön, einen solchen Sieg zu feiern und Geschichte schreiben zu können. Allzu oft hat YB im Europacup ja noch nicht überwintert.»

Der Berner Captain und seine Teamkollegen haben einen ereignisreichen Abend hinter sich. Nicht nur wegen des spektakulären Spielverlaufs. In der 28.Spielminute wurde es in Wölflis Strafraum erstmals gefährlich. Der Torhüter musste aber nicht einen Schuss des Gegners abwehren, sondern einem Schneepflug ausweichen, der sich seinen Weg durch sein Revier bahnte.

Referee erwog Verschiebung

Sekunden zuvor hatte Schiedsrichter Alon Yefet aus Israel die Partie unterbrochen, um die Linien auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse durch Maschinen und Männern mit Besen vom Schnee befreien zu lassen. Der Israeli hatte sogar die Verschiebung der Partie erwogen.

Es waren garstige Bedingungen, unter denen die Berner und die Stuttgarter am Mittwoch gegeneinander antraten. Seit Dienstagabend war im Stadion gegen den Schnee angekämpft worden. Am Mittwoch standen dann 15 Personen mit Baggern und Schneepflügen im Dauereinsatz. Es war eine Sisyphusaufgabe: Kaum war an der einen Stelle der Schnee von der Spielfläche abgetragen worden, konnten die Arbeiter an einem anderen Ort von neuem beginnen. Die Rasenheizung, die in den Boden eingelassen ist, konnte zu wenig bewirken.

David besiegt erstmals Philipp

Weil sich zudem wegen der prekären Situation auf den Strassen und dem überlasteten ÖV auch die Ankunft von vielen der schliesslich 18627 Zuschauer verzögerte, wurde die Partie statt um 19 Uhr erst um 19.30 Uhr angepfiffen. Je einmal pro Halbzeit wurde bis Spielende während einer kurzen Pause entlang der Linien geputzt. «Es waren fast irreguläre Bedingungen», sagte YB-Verteidiger Scott Sutter. Eine Verschiebung der Begegnung wäre den Teams aber ungelegen gekommen. Beide tragen das nächste Meisterschaftsspiel schon am Samstag aus.

Und weil die Partie dank dem grossen Helfereinsatz fast wie geplant ausgetragen wurde, kam es auch zum lang erwarteten Duell der Zwillingsbrüder David und Philipp Degen. Es war dann YB-Spieler David, der vor den Augen der aus dem Baselbiet angereisten Eltern und des ehemaligen Basel- und Stuttgart-Coachs Christian Gross mit vielen guten Aktionen auf sich aufmerksam machte. Er trieb das Spiel seiner Mannschaft am rechten Flügel an und erzielte in der 31.Minute, kurz nach der ersten «Eisreinigung», den Berner Führungstreffer. Zu Sutters Treffer zum 2:2 lieferte er die Vorlage. Philipp hingegen tat sich auf der rechten Stuttgarter Abwehrseite schwer gegen Senad Lulic und konnte nicht glänzen. Während der zweiten «Eisreinigung» nach 68 Minuten wurde er ausgewechselt. David Degen sagte, er habe währen des Spiels nicht gross auf seinen Bruder geachtet: «Wir sind uns kaum über den Weg gelaufen. Meine Konzentration galt YB, ich wollte unbedingt siegen.» Das ist ihm gestern gelungen. Und nebenbei hat er nach den Niederlagen in den bisherigen zwei Partien gegen Philipp zum ersten Mal gewonnen.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Der-grosse-Kampf-gegen-den-Schnee/story/19494522

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 13:13 
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Berner Zeitung, 02.12.2010

Das grosse YB-Finale in der Schneeschlacht von Bern

Im Schneegestöber von Bern haben die Young Boys den VfB Stuttgart dank einem Schlussspurt mit 4:2 bezwungen und dürfen damit in der Europa League überwintern.

Schützenhilfe für den am Ende gelungenen Berner Abend erhielt das Team von Trainer Vladimir Petkovic von Odensee, das kurz vor Schluss die Führung von Getafe noch ausgleichen konnte. Damit steht YB schon eine Runde vor Schluss der Gruppenphase als zweiter Teilnehmer neben dem bereits qualifizierten Stuttgart für die Sechzehntelfinals fest.

Im Stade de Suisse ging nach rund einer Stunde die Kunde um, dass sich im anderen Gruppenspiel Odense und Getafe mit einem Unentschieden getrennt hatten. In Bern stand es zu diesem Zeitpunkt in der mit 30 Minuten Verspätung begonnenen Partie 1:1, und die Young Boys hatten Gewissheit, dass sie mit einem Sieg das Weiterkommen perfekt machen würden.

Ein Auf und Ab der Gefühle

Als Stuttgarts Sturm-Talent Sven Schipplock die Schwaben zwei Minuten nach seiner Einwechslung in Führung gebracht hatte (68.), rechneten alle mit einer von YB verpassten Chance. Doch mit einem Schlussspurt kämpften sich die Gelb-Schwarzen zurück. Für die Wende sorgten Scott Sutter – Georg Niedermeier lenkte bei seinem Ausgleich den Ball noch leicht ab - und der sambische Angreifer Emmanuel Mayuka mit einem Doppelpack. David Degen brachte die Gastgeber auf herrliche Art in Führung, Pawel Pogrebnjak nützte ein Geschenk von Goalie Marco Wölfli und Verteidiger Alain Nef kurz nach der Pause zum 1:1 aus.

YB wird die Gruppe H im 2. Rang beenden. Im Auswärtsspiel in Getafe vom Donnerstag, 16. Dezember, geht es faktisch um nichts mehr. Stuttgart wird Leader bleiben, Odense und Getafe werden ausscheiden. YB bekommt es im Frühjahr 2011 in den Sechzehntelfinals mit einem Europa-League-Gruppensieger oder einem Champions-League-Gruppendritten zu tun.

Attraktives Wintersportspektakel

Im Stade de Suisse wähnten sich die Anwesenden am Mittwochabend für einmal eher beim Biathlon oder Eishockey als beim Fussball – sofern sie sich überhaupt hatten einen Weg durch das Berner Schneechaos bahnen können. Der Kunstrasen war komplett mit der weissen Pracht überzogen, die Linien teilweise nicht sichtbar.

Der Winter war mit voller Wucht über die Bundeshauptstadt hereingebrochen. Der Verkehr kollabierte, die Zufahrtsstrassen zur YB-Arena waren hoffnungslos verstopft. Dies hatte kilometerlange Staus zur Folge. Vom Tohuwabohu waren auch Medienschaffende betroffen, wie etwa SF-Kommentator Dani Kern, der offenbar für die Strecke Zürich - Bern fünf Stunden benötigte und erst im Laufe der Partie sein Mikrofon übernehmen konnte.

Aufgrund der witterungsbedingten Probleme wurde als erste Massnahme der Anpfiff um 30 Minuten verschoben. Um 19.30 Uhr gab dann der israelische Schiedsrichter Alon Yefet grünes Licht. Reibungslos konnte das Geschehen nicht abgewickelt werden. Es schneite unaufhörlich. Die jeweiligen Halbzeiten wurden unterbrochen, damit die Spieler für Pflüge und Schneeschipper Platz machen konnten. Sogar Gäste-Goalie Marc Ziegler nahm einen Besen in die Hand. Der Match bewegte sich am Rande der Regularität.

David Degens Kompliment

Dennoch hielt David Degen zur Pause fest, dass die «Bedingungen gar nicht mal so schlecht sind. Ein Kompliment an alle Mitarbeiter, die sich so sehr eingesetzt haben, damit wir heute überhaupt spielen können.» Der Offensivspieler fühlte sich zumindest 60 Minuten lang deutlich wohler als sein Bruder David, der im Stuttgarter Dress eine diskrete Vorstellung ablieferte.

Torschütze Sutter gab zu, dass er nach dem 1:2 ungute Gefühle hatte. Nach dem 1:2 wurde es wirklich schwierig. Aber wir glaubten an die Wende. Dabei haben wir auch Glück gehabt.» Aber man das Glück auch erzwingen, die Qualifikation für die nächste Runde dürfte dem Klub, den Spielern, aber besonders dem Trainer guttun.

Young Boys - Stuttgart 4:2 (1:0)

Stade de Suisse, Bern. - 18 627 Zuschauer. - SR Yefet (Isr). - Tore: 35. David Degen 1:0. 48. Pogrebnjak 1:1. 68. Schipplock 1:2. 78. Sutter 2:2. 81. Mayuka 3:2. 82. Mayuka 4:2.
Young Boys: Wölfli; Sutter, Affolter, Nef, Jemal; Spycher, Doubai (67. Marco Schneuwly); David Degen, Costanzo (56. Christian Schneuwly), Lulic (74. Regazzoni); Mayuka.
VfB Stuttgart: Ziegler; Philipp Degen (69. Funk), Bicakcic, Niedermeier, Molinaro; Kuzmanovic, Bah; Elson, Harnik (74. Didavi), Camoranesi; Pogrebnjak (66. Schipplock).
Bemerkungen: Young Boys ohne Dudar und Lingani (beide verletzt). VfB Stuttgart ohne Marica (gesperrt), Cacau, Ulreich, Delpierre, Audel, Träsch (alle geschont), Celozzi, Gebhart und Tasci (alle angeschlagen). Wegen eines Schneechaos wurde die Partie mit 30 Minuten Verspätung angepfiffen. 3. Lattenschuss Lulic. - Verwarnungen: 32. Elson (Schwalbe). 76. Spycher (Foul). 86. Regazzoni (Foul). 90. Jemal (Foul).



http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Das-grosse-YBFinale-in-der-Schneeschlacht-von-Bern/story/27657794?dossier_id=457

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 13:14 
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Berner Zeitung, 02.12.2010

Kommentar: Grosser Erfolg für die Young Boys

Der Wind im Fussball kann sich schnell drehen. Plötzlich stehen die Young Boys nach dem 4:2-Erfolg gegen Stuttgart als strahlende Sieger da. Die Qualifikation für die Sechzehntelfinals der Europa League ist ein grosser Erfolg.

Der Wind im Fussball kann sich schnell drehen. Plötzlich stehen die Young Boys nach dem 4:2-Erfolg gegen Stuttgart als strahlende Sieger da. Die Qualifikation für die Sechzehntelfinals der Europa League ist ein grosser Erfolg. Es spielt auch keine Rolle, dass Stuttgart und Getafe in Bern schwer enttäuschten. YB hat im Europacup in dieser Saison oft überzeugt und in den Heimspielen attraktiven Offensivfussball zelebriert. Das Team hat bewiesen, über viel Potenzial zu verfügen – und ist gefordert, das Leistungsvermögen auch in der Liga regelmässig abzurufen.

Das Weiterkommen ist auch ein Verdienst des Trainers. Vladimir Petkovic stand zuletzt intern und extern in der Kritik, hatte aber gestern mit mutigem Coaching erneut grossen Anteil an der Wende. Damit überwintert YB erstmals seit 1987 im Europacup. Und 1987 gewannen die Berner mit dem Cupsieg ja auch letztmals einen Titel. Vielleicht ist das ein gutes Omen für den weiteren Saisonverlauf.

http://www.bernerzeitung.ch/meinungen/dossier/kolumnen--kommentare/Kommentar-Grosser-Erfolg-fuer-die-Young-Boys/story/13246511?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 13:15 
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Berner Zeitung, 02.12.2010

Die Noten zum Spiel YB gegen Stuttgart (1. Dezember 2010)

Die rechte YB-Seite mit Scott Sutter und David Degen überzeugte beim 4:2-Sieg gegen Stuttgart in der Europa League. Und Stürmer Emmanuel Mayuka erzielte in der Schlussphase zwei Treffer.

Marco Wölfli: Note 4,5 In der ersten Halbzeit nahezu beschäftigungslos. Beim 1:1 mitschuldig, weil er sich mit Nef nicht verständigte, wer den Ball befreit. Aber später auch mit einer starken Parade gegen Harnik.

Scott Sutter: Note 5,5 Lange Zeit nicht so forsch wie in den anderen Europacup-Heimspielen. Drehte aber in der Schlussphase stark auf. Und schoss zuerst das 2:2, ehe er das 4:2 wunderbar vorbereitete.

Alain Nef: Note 4,5 Mit einer kampfstarken Vorstellung. Aber zu zögerlich vor dem 1:1-Ausgleich der Stuttgarter.

François Affolter: Note 5 Aufmerksame, schnörkellose, gute Leistung des Youngsters.

Ammar Jemal: Note 3,5 Kämpfte beherzt, aber ist nicht der Gedankenschnellste. So hob er das Abseits vor dem 1:2 der Stuttgarter deutlich auf.

Thierry Doubai: Note 3,5 Ein bisschen besser als gegen Sion, aber immer noch nicht mit viel Einfluss aufs Geschehen.

Christoph Spycher: Note 5 Fleissig, laufstark, umsichtig. Das defensive Gewissen im zentralen Aufbau der Young Boys, ohne aber in der Vorwärtsbewegung grossartig zu brillieren.

Senad Lulic: Note 5 Enorm starke Leistung des Flügels vor der Pause. Toller Lattenschuss, schöne Vorarbeit vor dem 1:0. Baute danach aber leicht ab und wurde noch durch Alberto Regazzoni ersetzt.

Moreno Costanzo: Note 3,5 Das schwierige Terrain schien dem Techniker nicht zu behagen. Dem Spielmacher gelang nicht sehr viel – er wurde bereits relativ früh ausgewechselt.

David Degen: Note 5,5 Erneut im Europacup eine starke, dynamische Vorstellung des schnellen Kraftpakets. Schoss das 1:0 mit einem wunderbaren Lob aus der Drehung, bereitete das 2:2 stark vor und war der beste, auffälligste YB-Spieler.

Emmanuel Mayuka: Note 5,5 Der Sambier tat sich im 4-2-3-1-System als einziger Stürmer lange Zeit im Schneetreiben enorm schwer – drehte aber in der Schlussphase plötzlich kräftig auf, als er den Match mit seinen Toren zum 3:2 und 4:2 in kurzer Zeit entschied.

Christian Schneuwly: Note 4,5 Kam in der 56.Minute für Costanzo – und führte sich gleich mit einem herrlichen Pass ein. War auch später bemüht, dem Spielaufbau der Berner Struktur und Ideen zu geben.

Marco Schneuwly: Note 4 Kam in der 67.Minute für Doubai – als YB-Trainer Vladimir Petkovic mit allen (offensiven) Mitteln den Sieg und damit die vorzeitige Qualifikation für die Sechzehntelfinals der Europa League anstrebte. Stürmer Schneuwly war enorm engagiert, setzte sich aber insgesamt selten durch.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-YB-gegen-Stuttgart-1-Dezember-2010/story/25507773

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Der Bund, 02.12.2010

YB rutschte zum Erfolg

Durch den 4:2-Sieg und gegen Stuttgart überwintern die Young Boys in der Europa League.

Mit drei Toren innert vier Minuten durch Scott Sutter und zweimal Emmanuel Mayuka drehten die Young Boys im Schneegestöber zwischen der 78. und der 82. Minute einen 1:2-Rückstand gegen Stuttgart in den 4:2-Sieg und schlitterten so in die Sechzehntelfinals der Europa League, da Odense und Getafe 1:1 spielten und so YB vor dem letzten Spieltag der Gruppenspiele nicht mehr von Platz 2 verdrängen können. Das letzte Spiel am 16. Dezember in Getafe wird für YB zu einem vorweihnächtlichen Betriebsausflug.

Gegen den arg ersatzgeschwächten Bundesligisten dominierten die Young Boys auf dem kaum bespielbaren – weil rutschigen – Plastikrasen die Partie währen der ersten Halbzeit. Lulic hämmerte den Ball nach drei Minuten an die Latte, und nach 35 Minuten gingen die Berner verdient in Führung, als David Degen nach guter Vorarbeit von Lulic und Mayuka den Stuttgarter Goalie Ziegler mit einem Schuss unter die Latte zum 1:0 überraschte. Nur drei Spieler, die am vergangenen Samstag bei der 2:4-Niederlage des VfB gegen den HSV in der Startaufstellung figurierten, waren auch gestern im Stade de Suisse beim Anpfiff dabei: Philipp Degen, Molinaro und Abwehrchef Niedermeier. Die Nationalspieler Cacau, Träsch und Marica sowie die Franzosen Delpierre und Audel blieben ebenso in Stuttgart wie die angeschlagenen Tasci und Gebhart.

In der Europacup-Geschichte des VfB Stuttgart habe es selten eine bedeutungslosere und lästigere Auslandreise gegeben als jene in die Schweizer Hauptstadt, schrieb die «Stuttgarter Zeitung». Die Stuttgarter, die bereits seit dem 4. November für die Sechzehntelfinals der Europa League im Februar qualifiziert sind, haben als Vorletzter der Bundesliga andere Sorgen. Am Samstag treffen sie auf Hoffenheim, und so hatte der VfB auch kein Interesse, die gestrige Partie zu verschieben. Die Uefa hatte in weiser Voraussicht den hitzeerprobten Israeli Alon Yefet mit der Leitung dieser Partie beauftragt, der sich auf der Schnee- und Eisrutschpartie im Berner Stade de Suisse wie auf einer Antarktis-Expedition fühlen musste. «Der Schiedsrichter hat entschieden, dass das Spiel angepfiffen wird», betonte YB-Sportchef Alain Baumann.

Unterbrüche für Schneeräumung

In der 28. Minute und danach auch Mitte der zweiten Halbzeit fühlte man sich an vergangene Zeiten des Spengler-Cups erinnert, als die Davoser Eisbahn noch kein Dach hatte. Die Partie wurde in Bern jeweils für einige Minuten unterbrochen, damit zwei Dutzend Helfer mit sieben Schneeräumungsfahrzeugen die Linien freiputzen konnten.

Geniale vier YB-Minuten

«Das Geschehen in der ersten Halbzeit hatte wenig mit Fussball zu tun», meinte VfB-Coach Jens Keller. Nach der Pause aber nutzte Stuttgart ein Missverständnis zwischen Wölfli und Nef durch den Russen Pogrebnyak zum 1:1, und Einwechselspieler Schipplock brachte die Schwaben gar in Führung. Doch dann kamen die genialen vier YB-Minuten mit drei Toren, und Trainer Vladimir Petkovic frohlockte: «Die Zuschauer haben ein attraktives, gutes Spiel gesehen, bei dem wir das Geschehen zu 75 Prozent dominierten. Das war eine unserer besten Leistungen, vergleichbar mit dem 3:2 in der Champions-League-Qualifikation gegen Tottenham.»
[url]
http://www.derbund.ch/bern/YB-rutschte- ... y/10674245[/url]

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